Lebenswege mit Josef Schultes
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00:00:00: Mein Name ist Veronica Bonelli.
00:00:02: Sie hören die Sendung Lebenswege, unseren heutigen Gast kennen sie aber vielleicht aus dieser Sendung.
00:00:19: Ja heute mit dem Bibelwissenschaftler Josef Schutes.
00:00:24: Tatsächlich ist er in dieser Woche auch im Impuls für den Tag zu hören.
00:00:29: seit Drei Jahre macht er sich an dieser Stelle Gedanken zu einem der Texte, die am jeweiligen Tag im katholischen Gottesdienst gelesen werden.
00:00:38: Jetzt sind wir aber in der Sendung Lebenswege!
00:00:41: Josef Schutes hat Theologie studiert und ist Bibelwissenschaftler geworden – mit Leib und Seele.
00:00:49: Seine Begeisterung für das Wort und die Auseinandersetzung damit ist unverkennbar spürunhörbar.
00:00:58: Aber es ist nicht nur Freude an der Bibelauslegung, die Josef Schulz ausstrahlt.
00:01:03: Sondern man spürt das die Bibel – wie es dort ja auch heißt – lebendiges Wort für ihn ist.
00:01:11: Was der wissenschaftlichen Herangehensweise aber keinen Abbruch tut!
00:01:15: Es beginnt schon mit seinem Namen Joseph.
00:01:19: Den hat er zwar bekommen, weil schon sein Vater und seine beiden Großväter so geheißen haben.
00:01:24: Aber eine tiefe Verbindung gibt es auch zu den Josefs in der Bibel.
00:01:29: Zuallererst Joseph, der Ziehvater von Jesus!
00:01:33: Ja ich habe mal eine ganze Woche gemacht zu Josef dem Träumer.
00:01:39: Weil Matthäus lässt meinen Namenspatron sehr viel träumen.
00:01:44: Vier große Träume sind überliefert Und im Alten Testament, der ägyptische Josef.
00:01:53: Da gibt es immer die Doppelträume einerseits des Pharao und ja dann das Bekkers-und Mundschengs.
00:02:05: für mich ist das auch ein Thema dass die Bibel sehr viel mit Träumen arbeitet und ich ihm auf der Zeit draufgekommen bin nicht zuletzt durch Ortruth Grün die für mich eine ganz bedeutende Traumforscherin geworden ist, wie wichtig es ist gleich wenn er auftaucht der Traum am Nachtkastel ein Zettel zu haben und einen Bleistift und ihn zu notieren bevor er verschwindet.
00:02:41: Und ich verdank meinen Namenspatronen Josef dem Altestamentlichen eine starke Bestärkung meinen Träumen zu
00:02:56: lauschen.".
00:02:57: Josef Schulters ist ein guter Zuhörer, das kann ich auch persönlich bestätigen.
00:03:03: Wenn es um Bibeltexte geht dann tut er erst mit seinen beiden Ohren dem wissenschaftlichen und dem Ohr, mit dem man sich auch persönlich ansprechen lassen möchte.
00:03:14: Man könnte auch sagen – Mit Kopf und Herz!
00:03:18: Mit Walter Kirchschläger zusammen haben wir ein Arbeitsbuch für der wachsenden Bildung gemacht.
00:03:23: Der Titel war Betroffen vom Wort.
00:03:28: Da waren wir uns beide sehr ähnlich, Walter Kirchschläger als Neutester-Mentler und ich als Altestermentler dass wir beide von dem Bibelwort betroffen sind Und ich hatte lange Zeit an meiner Tür im Studentenheim, einem Text aus dem Deuteronomium in Hebräisch geschrieben.
00:03:54: Ganz nah ist dein Wort!
00:03:57: Du musst nicht über das Meer gehen um es dort zu holen sondern Es ist in dir ganz nah an deinem Herzen.
00:04:09: Das hat mich sehr lang begleitet
00:04:12: Und das spürt man auch heute noch nach so vielen Jahren, die Josef Schultes Bibel liest, Bibel untersucht und Bibel unterrichtet.
00:04:23: Diese Achtsamkeit, die Joseph mitbringt und auch den Glauben hat er in seiner Kindheit mitbekommen.
00:04:29: Also meine Kindheit war eine Kindheit auf einem Bauernhof mit jede Menge von Tieren, Kühen und Hund und Katzen, vielen Vögeln.
00:04:44: Verkürzen haben wir erst drüber geredet, meine Mutter hat um acht oder neun Uhr abends die Schweiben gebeten das sie in den Kuhstall zurückfliegen.
00:04:56: Dann hat sich die Tür zugemacht und um halb fünf in der Früh hat sie die Tür wieder auf gemacht und die Schweifen herausgelassen.
00:05:05: Es war für mich ein unglaubliches Ritual zu sehen wie die Schweibemänner mutter folgen und sie den Schweiben folgt Und ich habe eine ganz große Tierliebe entwickelt, glaube ich durch dieses Umgehen meiner Eltern mit den Tieren am Hof.
00:05:31: Also zum Beispiel dass die Hühner das gleiche Essen bekommen wie wir – die gleichen Kartoffeln und die gleichen Küchenabfälle, die von unserem Essen geblieben sind.
00:05:45: Ich habe immer eine große Achtung vor Tieren gehabt Und habe sie jetzt auch und kenne manche Vögel in ihrem Flug, wenn der Grünspecht aus dem Wald runterfliegt zur Donau.
00:06:01: Das Leben mit Tieren war damals für ihn prägend und der Glaube, deren Dorf gelebt wurde.
00:06:07: Ich bin im Weinviertel aufgewachsen ganz an der tschechischen Grenze ein kleiner Ort aber mit einer großen Backstein die der Fürst Lichtenstein gebaut hat, weil Bauern ließ.
00:06:24: Weil unmittelbar über der damaligen Grenze in Felsberg und Eisgrub hatten die Lichtensteien ihre großen Schlösser.
00:06:34: Hatten auch viele Besitzungen in Niederösterreich, die sie weiter haben zum Beispiel das Schloss Wilfersdorf aber die Besitzung in Tschechien also in Meeren die sind ihnen verloren gegangen.
00:06:50: Und dieser kleine Ort, der war ich würde sagen hundertzehn Prozent katholisch also ein ganz stark geprägte Religiosität mit viel Selbstverständlichkeit.
00:07:10: Also dass die Ernte arbeiten am Sonntag eingestellt wurden oder ich erinnere mich noch Sechste August war immer Anbetungstag in meinem Dorf.
00:07:26: Ist das noch immer?
00:07:29: Und da gab es nie Arbeit, sondern da war immer das Thema der Dorfreligiosität
00:07:38: bestimmend.".
00:07:39: Ob Kirche oder Schule entscheidet dafür ob es positive Prägungen werden.
00:07:44: sind die Menschen, die uns da etwas vorleben?
00:07:48: Ja, vor allem meine Großmutter war eine ganz prägende Frau.
00:07:52: Ich habe sie immer wieder bewundert.
00:07:54: Sie ist um vier halb fünf in den Weingarten gegangen Dann ich sie vom Weingarden in die Kirche und dann ich sie wieder in den Weingarten zurückgegangen, um weiter zu arbeiten.
00:08:06: Das hat mich immer verwundert mit welcher Selbstverständlichkeit sie das gemacht hat.
00:08:13: Und eine zweite Religiositätsspur ist mir auch immer mehr bewusst geworden.
00:08:21: Im Jahre fünfundvierzig sind ja die Sudeten deutschen Vertrieben worden aus Tschechien und meine Eltern haben eine Frau aufgenommen, die wir dann als Tante bezeichnet haben und mein Vater hat für sie ein sogenanntes Viertel in unserer Scheune zu einem Zimmer ausgebaut hat sie dort aufgenommen und leben lassen, und im Jahr darauf bin ich geboren worden.
00:08:51: Und diese Frau hat mich sehr geprägt – sie war so eine Art Gouvernante für mich – hatte mir gesagt, sprich ordentlich!
00:09:02: Du bist kein Bauernbub.
00:09:04: Auch wenn du ein Bauern-Bub bist kannst du ordentlich
00:09:07: sprechen.".
00:09:09: Das höre ich noch immer.
00:09:11: Ich glaube, ich verdanke ihr sehr den Zugang zu Sprache zu Märchen, zu Erzählungen, zur Dichtung, zur Musik.
00:09:22: Weil sie eine hochgebildete Frau war.
00:09:26: Sie hat bei ungarischen Magnaten die Gouverneur gemacht und ihr Mann war Ingenieur in der ersten Brünermaschinenfabrik also ein Hochgebildetes Ehepaar das meine Eltern da aufgenommen haben.
00:09:45: Und ich glaube, ohne diese Weithärzigkeit meiner Eltern wäre ich wahrscheinlich nie zu der Bildung gekommen die mich mein Leben lang geprägt und begleitet hat.
00:10:02: Denn die Möglichkeit ins Gymnasium zu gehen und später studieren zu können war für einen Buben vom Bauernhof keine Selbstverständlichkeit.
00:10:10: Also zunächst zum Thema Gymnasiums.
00:10:13: Ich bin erst mit elf umgestiegen, fünf Jahre Volksschule.
00:10:20: Der Pfarrer der Lehrer mein Vater war der Bürgermeister und Arzt gab es keinen im Ort also haben die drei entschieden der Bub muss studieren Und das ging erst mit Elf los.
00:10:35: und dann war das Thema wo schick man hin?
00:10:38: kein Fahrschüler weder Laher noch Gensandorf sondern Strebersdorf oder Hollabrunn Steppersdorfer nicht sicher, und daher bin ich nach Hohlerbrunn gekommen.
00:10:50: Ich war dort im Internat und habe mit Freude diese großartige Gemeinschaft erlebt.
00:10:59: Ich habe unglaublich gern studiert, hatte großartig Lehrer.
00:11:04: Mein Lateinlehrer Jagen Teufel – ein wunderbarer Name!
00:11:08: Die Veronica Prüler-Jagen Teufe ist.
00:11:12: seine Schwiegertochter hatte einen großartigen Griechischprofessor und bin so in, glaube ich die biblischen Sprachen hineingewachsen.
00:11:25: Bei unserem sechzigjährigen Matura-Treffen im Vorjahr hat mir ein Studienkollege erzählt – ja du mit deiner Angeberei!
00:11:35: Die griechische Matura den Versen war hast Du in deutschen Versen übersetzt So leicht ist dir das Übersetzen gefallen, dass du genug Zeit hattest den Text in Werse zu bringen.
00:11:51: Also ich habe mir sehr leicht getan.
00:11:53: beim Studium hatte immer einen Vorzug und ja meine Eltern konnten sich das Studium nur sehr knapp leisten so dass ich auf das begabten Stipendium auch angewiesen war weil ich vielseitig begabt und bin sehr dankbar für alle Talente, die ich da bekommen habe.
00:12:25: Das ist Theologie geworden ist.
00:12:27: das verdanke ich schon den Hollerbrunner Priestern vor allem dem Rektor Kurz der eine ganz große Priesterpersönlichkeit war aber auch dem späteren Erzbischof Grohr der viele von uns sehr gefördert hat.
00:12:47: Wir waren ein Jahrgang, der glaube ich ohne Groa nicht so aufgeblüht wäre.
00:12:58: also wir glaube ich sind durch Groas sehr gefört worden mit allem Defizit dass er in seiner Persönlichkeit hatte.
00:13:06: aber ich denke der Priesterberuf das Theologiestudium ist von Hollerbrunn her sehr sehr klar gefördert wurden.
00:13:16: Aber hättest du dann auch Priester werden sollen, war das der Plan?
00:13:20: Der Plan war das von meinem Dorf her die sich schon sehr gefreut haben dass sie endlich wieder einen Priester hervorbringen und ich verdank es dem Regens Tod.
00:13:35: wieder ein Josef in meiner Biografie der damals mir im Seminar angemerkt hat Das ist es nicht.
00:13:45: Der Priesterberuf mit den Aussichten, die er mir sehr klar aufgezeigt hat, dass ich also kaum meiner wissenschaftlichen Laufbahn nachgehen kann, die sich immer mehr abgezeichnet hat und es gab mehrere solche Weichenstellungen wo ich gemerkt habe das ist es nichts was ich möchte.
00:14:08: Ich kann mit meiner Begabung Nicht so leben, wie ich es gern möchte.
00:14:15: Und da bin ich dem Regens Tod sehr dankbar, dass er gesagt hat Sie in die Strudelhofgasse hinüber ins Studentenheim Dann siehst du das Seminar einmal von außen.
00:14:29: Ich bin ihm sehr dankba dafür.
00:16:05: Na brauer uns, die Mönche aus dem stiftheiligen Kreuz an deren Hochschule Josef Schultes später in seinem Leben auch unterrichtet hat.
00:16:14: Psalm-Hundertzweihundzwanzig war das auf Hebräisch und Latein.
00:16:19: Griechisch fehlt noch, dann hätten wir die Lieblingssprachen von unserem heutigen Gast Bibelwissenschaftler Josef Schulthes bei Samen.
00:16:27: Also das Thema Bibel verdanke ich eigentlich erst einem späteren Zeitpunkt.
00:16:36: Ich habe nachgedacht wie du gesagt hast dass wir diese Sendung machen sollen Und da kam klarerweise der Alttestamentler Walter Kornfeld aufs Tapé, der eine große Begästerung in mir ausgelöst hat und dem ich viele Studienaufenthalte zum Beispiel am Institut Katholique in Paris verdanke.
00:17:00: Da habe ich gemerkt dieses Thema Bibel wird immer wichtiger vor allem weil ich die Original sprach Lesen lernte.
00:17:12: Eines ist mir vor kurzem auch eingefallen, Weihbischof Kundner war eine Zeitlang in Hollabrunn ein Perfekt und hat mir einmal mitgegeben in die großen Ferien, Lies was gescheites Josef?
00:17:27: Nimm dir die Ilias oder die Odyssee vor!
00:17:31: Und das hat mich so in diesen griechischen Sog hineingezogen dass ich klarerweise auch das ganze neue Testament griechisch gelesen habe.
00:17:42: Und dann kam Kornfeld und hat mich ermuntert, hebräisch zu lesen.
00:17:49: Das hab' ich auch gemacht!
00:17:51: Ich habe begonnen jeden Tag ein Bibelkapitel mit Lexikon-und Handbüchern zu lesend weil viele Vokabeln sind ja einmalig oder ganz selten Hebräische alte Testament.
00:18:08: Ich glaube, ich habe drei Jahre gebraucht dafür durchgelesen und bin immer mehr hinein gewachsen in diese Sprachbegeisterung – und hab dort meine Lebensbegeistierung für die Bibel entgültig gefunden!
00:18:27: Die Leidenschaft war also geweckt und so nahmen die Dinge für Josef Schulters ihren Lauf?
00:18:33: Ich will noch ein bisschen zum Beruf was sagen.
00:18:36: Und zwar war es für mich ein Teil dessen, was ich in meinem Leben so sehr erlebt habe.
00:18:43: Es hat sich immer wieder gefügt – Ich kann es nicht anders sagen!
00:18:48: Ich weiß viele Dinge nicht, warum sie so geschehen sind.
00:18:53: Zum Beispiel noch als ich in Tübingen studiert habe, hat mich Norbert Höslinger der Leiter des Bibelwerks in Gosterneiburg angerufen und gefragt ob ich nicht nach meinem Studienjahr in Tübingen für das Bibelwerk arbeiten möchte.
00:19:13: Ich war perplex, wie kommt er auf mich?
00:19:16: Und der sagte ganz konkret Wenn du fertig bist kannst Du gleich im Vorarlberg anfangen.
00:19:22: Es war meine erste Bibelausstellung noch dazu ökumenisch und es war ein fantastisches Arbeiten mit Erwachsenen Mit Kindern eine ganze Woche in Vorarlberg und so ging das weiter.
00:19:37: Ich bin quer durch Österreich gereist, durch alle Schulen und habe gemerkt wie begeistert Kinder von der Bibel sind und wie ich ihnen meine Begeisterung weitergeben kann.
00:19:52: Und ich glaube es ist dann immer persönlicher geworden dass ich zum Beispiel täglich mir in der Frühzeit genommen ein Bibelwort zu meditieren.
00:20:07: Ich glaube, das war auch so ein Geschenk dass ich Meditationsausbildung machen konnte und immer wieder dort Impulse bekam, meditiere biblisch Und das habe ich dann auch jahrelang gemacht in Streberstorf In der Religionspädagogischen Akademie wo ich natürlich alte Sestamente unterrichtet habe Aber gleichzeitig gab es das Freifach biblische Meditation.
00:20:39: Und manchmal haben sich so viele Studierende gemeldet, dass ich zweimal es anbieten konnte, wo wir in der Kapelle saßen geatmet haben und ein Bibelwort meditierten.
00:20:54: Also zum Beispiel komm, kom, veni, venisangte spiritus oder auf Hebräisch, die Roach Adonai.
00:21:14: Das einfach mit dem Atem verbinden und so habe ich gemerkt es wird für mich so ein ganz tägliches Eintauchen in eine Form des eigentlichen Lebens weil Leben bedeutet ja atmen.
00:21:40: dann bin ich natürlich oft Leute gestoßen wie Steindl Rast, der jetzt seinen Hunderter gefeiert hat und habe gemerkt die Dankbarkeit.
00:21:52: Das ist auch eines meiner ganz großen Themen Vor kurzem hab ich es wieder entdeckt eine Festnummer mit dem Titel Freude am Wort Und ich glaube das ist eines meiner prägenden Lebensthemen geworden dass sich diese Freude am Bibelwort täglich lebe.
00:22:41: Ein Indersland der Bibel, Josef Schulthes hat es oft bereist und viele Menschen dahin
00:22:46: mitgenommen.
00:22:47: Für mich war ganz wichtig dass ich selber zuerst mir die biblischen Orte angeschaut habe Und das Schöne war mein Beruf.
00:22:58: im Bibelwerk Hat er sehr möglich Professor Schubert, Prof.
00:23:03: Stemberger und Prof.
00:23:04: Texinger diese Reisen gefördert und da konnte ich immer wieder mitfahren, bevor ich meine eigenen Reisen zusammengestellt habe.
00:23:14: Auch im Bibelwerk kommt später dann bei den biblischen Reisen Österreichs so dass sich klarerweise zunächst Israel angefahren haben mit den Studierenden weil Wer Reli unterrichtet vielleicht zwanzig dreißig Jahre.
00:23:29: die sollen wissen wie es in Israel ausschaut dass der Berg des Seligpreisungen für uns Österreich ein Hügel ist.
00:23:38: Ich habe immer wieder Quartiere am See bestellt, damit wir miteinander schwimmen können und das Wasser des Sees erleben.
00:23:48: Das war mir ganz wichtig!
00:23:50: Und dann auch, dass wir einzelne Orte wie Nazaret, Kaffarnaum vor allem Galilea einmal erlebt haben – und klarerweise war auch immer wieder das Thema Jerusalem und auch die Wüste.
00:24:05: Ich kann mich erinnern, ich bin mit vielen Studierenden ein paar Stunden in die Wüsste gefahren am Sinai oder im Negev um sie das erleben zu lassen was Wüsten bedeutet Außen- und Inneren?
00:24:24: Und manche Texte sind dann viel klarer geworden wenn wir sie miteinander gelesen oder meditiert haben.
00:24:32: Klarerweise ging das Thema Reisen weiter nach Jordanien, davor allen Petra und auch die Orte, die Jesus besucht hat im Norden Jordaniens.
00:24:44: Dann bin ich mit vielen Studierenden auch nach Syrien gefahren – ich glaube, ich war sechs oder sieben Mal in Syrien – vor allem auch in Damaskus um zu verstehen dass wir syrische Christen sind durch den Paulus und sein Erlebnis in Damaskus.
00:25:05: Dann bin ich weiter gereist, weil das Thema im biblischen Ländern zu Ende war sind wir in den Westen gereist nach Santiago de Compostela, nach Portugal, nach Fatima und dann weiter in den Norden so dass ich also auch im Jahr zwei tausendfünfzehn nach Armenien gefahren bin mit einer Gruppe um zu verstehen, was es bedeutet einen Genozid in der eigenen Geschichte ertragen zu müssen angesichts der Verleugnung durch die Türkei.
00:25:42: Und dann weiter in den Norden so dass ich sehr vieles erlebt habe an Reisen und an Freuden.
00:26:07: Ein paar Fotos aus den Reisejahren von Josef Schultes finden Sie im Artikel zur Sendung auf radio-klassik.at.
00:26:14: Wir sind leider schon am Ende der Sendezeit.
00:26:17: Es gäbe noch viel zu erzählen aus dem Leben und den Reisen von Josef Schulters, der immer wenn ich ihm begegne gute Laune hinterlässt.
00:26:26: Also ich stimme dir sehr zu.
00:26:28: Ich gehöre so den fröhlichen Menschen.
00:26:31: Ich bezeichne mich selber immer Aus der Gattung der Schelme kommend Das heißt ich finde auch in schwierigen Situationen Immer wieder einen Ausweg.
00:26:44: Vor allem lache ich sehr gerne und bringe immer wieder auch andere Leute zum Lachen.
00:26:50: Das kann manchmal mit Witzen sein, aber manchmal ist es auch die Situationskomik, die sich ergibt oder die innere Freude, die ich in mir habe.
00:27:02: Ich verdank sie sicher sehr meiner Mutter, die ein unglaublich fröhlicher Mensch war Ein sehr liebenswürdiger Mensch Und ich glaube durch die Fügungen meines Lebens fast neunzig oder fünfundneinzig Prozent Freude erfahren.
00:27:24: und das kleine bisschen grau, leid, dunkel, schwarz.
00:27:31: Ich glaube es sind nicht mehr als fünf Prozent.
00:27:35: insgesamt überwiegt Das Glück, die Freude.
00:27:41: Vor kurzem habe ich mit meiner Liebenhäger Die Goldene Hochzeit gefeiert.
00:27:46: Fünfzig Jahre sind wir miteinander unterwegs und ich merke so, es wird immer schöner.
00:27:53: Ja ein schönes Lebenszeugnis Josef Schulthes war das.
00:27:57: heute in der Sendung Lebenswege unter der Podcast-Rubrik Impuls für den Tag auf radioklassik.at finden Sie viele seiner Bibelauslegungen Und die Bibel soll natürlich jetzt noch das letzte Wort haben.
00:28:12: Ich bin großgeschrieben der Weg, die Wahrheit und das Leben.
00:28:22: Das ist ein Bibelwort dass ich immer wieder auch erlebt habe nämlich dieses Ich Bin in mir selber zu spüren Und das würde ich auch gerne allen Hörerinnen und Hörern mitgeben Gott im eigenen Inneren Zu entdecken In der eigenen Lebensgeschichte Dass wir sehr gut begleitet und behütet sind, so wie der seinem Dreiundzwanzig sagt.
00:28:54: Muss ich auch wandern in finsterem Tal?
00:28:58: Du bist bei mir!
00:29:01: Dieses Behütete sein, Begleitet sein – das habe ich sehr erlebt und das möchte ich auch gerne allen Menschen
00:29:11: mitgeben.".
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