Von stürmisch bis heiter

Shownotes

Täglich hören Sie auf radio klassik Stephansdom die Wetterprognosen der Geosphere Austria. Seit mehr als 170 Jahren wird auf der Hohen Warte in Wien-Döbling über das Wetter geforscht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geosphere Austria berechnen außerdem, wie sich Chemikalien, Radioaktivität oder vulkanische Asche ausbreiten und geben entsprechende Warnungen aus.

Thomas Krennert zeigt uns seinen Arbeitsplatz, erklärt uns, wie Wetterprognosen erstellt werden, was in Notfällen passiert, und erzählt von den Besonderheiten des Sommerwetters.

Eine Sendung von Monika Fischer
mit musikalischen Wetterphänomenen von stürmisch bis heiter.

(Wiederholung aus 2023)

Sie wollen der Geosphere Austria das Wetter in ihrer Region melden?

In der Sendung erklärt Thomas Krennert, wie das geht.
Die Web-App kann ohne Download verwendet werden: wettermelden.at

Transkript anzeigen

00:00:00: Ein herzliches Grüß Gott!

00:00:01: Morgen ist es abermals verbreitet, so nicht und sehr heiß.

00:00:05: Das ist Thomas Krennert.

00:00:08: auf

00:00:08: Radio-Klassik Stefansdom informiert er sie, liebe Hörerinnen und Hörern darüber wie das Wetter wird.

00:00:15: Woher er das weiß?

00:00:17: Und was ihn an Wetterphänomenen fasziniert – das erzählte uns jetzt in den Sommerlebenswegen.

00:00:25: Wir besuchen ihn an seinem Arbeitsplatz bei Geos IV Austrea, vormals Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik auf der Hohnwarte in Windöbling.

00:00:37: Herzlich willkommen auf der Hornwarte!

00:00:39: Wir stehen hier vor dem ältesten Teil der Zentralanstalt auf der Wohnwarte.

00:00:43: Die Zentralenstalt ist ja von über hundertseptzig Jahren bereits begründet worden – die erste Zentral-Anstalt Damals.

00:00:55: Erdmagnetismus, wenn ich richtig erinnere stand ja in der Favoritenstrasse und erst zu einem späteren Zeitpunkt wurde die hohe Warte ausgewählt.

00:01:04: Das Hahnhaus war das erste Haus und dann sind also weitere Gebäude dazugekommen

00:01:09: hier.".

00:01:10: Thomas Krennerts Büro befindet sich im Karl-Greil-Haus.

00:01:14: «Das ist der jüngste Zubau mit einigen Erweiterungen zuletzt, den Bau stammt aus den Sechziger, Siebziger Jahren und beherbergt im Untergeschoss die Modellabteilung, in ersten Stock die Geophysik.

00:01:29: Und im zweiten Stock dann die Vorhersage.

00:01:31: Im dritten Stock sind also auch noch einige Abteilungen oder Luftchemie zum Beispiel.

00:01:36: Die chemischen Wettervorhersagen betreffen dann so Haarerstaub- oder zum Beispiel Ausbreitungsrechnungen für radioaktive oder chemische Unfälle

00:01:43: in Europa.

00:01:45: Wie schnell und in welche Richtungen breiten sich Chemikalien?

00:01:49: Radioaktivität oder Aschewolken nach Vulkanausbrüchen aus.

00:01:55: Das berechnen die Expertinnen und Experten bei GUSIV-Austreaer, geben entsprechende Warnungen aus – auch für Erdbeben und andere schwerwiegende Ereignisse.

00:02:07: Das Operations Center in dem alle Daten zusammenlaufen ist rund um die Uhr besetzt damit im Falle eines Falles rasch gehandelt werden kann!

00:02:18: Wir haben als Nationaler Wetterdienst, insbesondere in der Regionalstelle Wien, den Geosphere Austria einen twenty four seven Betrieb.

00:02:27: Den konnten wir seit über siebzig Jahren aufrecht erhalten also ohne Unterbrechungen Und wir haben auch weitere siebzig Jahre vor das so zu tun.

00:02:37: Das bedeutet, dass also für die österreichische Öffentlichkeit als auch für die Einsatzorganisationen landeswanzentralen für das staatliche Krisen- und Katastrophenschutzmanagement immer jemand hier ist der diese Partner betreuen kann.

00:02:53: Dieser Stuhl wird niemals kalt sagt Thomas Krennert und deutet auf einen Bürosessel im Operations Center dem Herzstück der GUSIV Austria.

00:03:05: Der natürlich auch jetzt besetzte Sessel steht vor einem Schreibtisch, auf dem sechs Bildschirme unterschiedliche Daten abbilden – weitere Bildschirm hängen an der Wand dahinter.

00:03:17: Thomas Krehnert schildert was im Fall eines Unwetters auf die Hohnwarte geschieht.

00:03:24: Wir sind im Sommer, ich würde einen typischen sommerlichen Gewittertag beschreiben.

00:03:29: Anfangs ist es sonnig.

00:03:30: möglicherweise haben wir in Alpin noch ein paar Talnebel flache Nebel da und dort weil es am Vordergrund auch schon Regenschau oder Gewitter gegeben hat.

00:03:39: dann sind also die atmosphärischen Zutaten gegeben und das wird aus etwa ab zehn Uhr Lokalzeit im voralpen Gebiet beginnen Quellbewirkung, sich auszubilden.

00:03:51: Diese Quellbewölkung braucht Feuchte von

00:03:53: unten,

00:03:54: braucht ein bisschen einen Staubsauger von oben also sogenannte Hebungsprozesse und wir brauchen entsprechende Labilität, also instabil, das heißt unten warm, oben kalt.

00:04:03: Diese Zustände fördern das Gewitterwachstum und dann erreicht auch die Wolke einen Zustand wo sie sehr leicht weiter bis an die Tropopause oder über zwölf Kilometer im Sommer bei uns anwachsen kann.

00:04:18: Die vertikale Erstreckung dieser Wolke bedeutet, dass also die Regentropfen und Eiszeilchen immer häufiger zusammenstoßen weil sie durch die Aufwinde sehr lange in der Wolke gehalten werden.

00:04:28: Dadurch wachsen dann diese Hydrometheore zusammen.

00:04:32: das ist alles vom unterkühlten Tropfen bis zum Eisbrocken, der so sehr groß werden kann.

00:04:39: Diese Gewitterwolke verursacht dann entsprechende Fallwinde, stark Niederschläge, Hagel und in dem Moment wo Gefahr im Verzug ist Und wir auch mit Unterstützung der Wettermelderinnen und Wettermelder in Echtzeit sagen können, oh, da passiert was.

00:04:56: Wir haben das Trusted Spotter Netzwerk und sehr verlässliche Wettermelderinnen.

00:05:02: Dann treten wir unmittelbar mit den Landeswahnzentralen und den Einsatzkräften zusammen in Kontakt und können entsprechend Kommunikation führen.

00:05:13: Wir haben eine Warnung draußen, aber wir haben eine verlässliche Rückmeldung.

00:05:17: Hier kommen vier oder fünf Zentimeter Hagel runter und dann setzt sich also entsprechend im Hintergrund etwas in

00:05:24: Bewegung.".

00:06:26: Unter Donner-und Blitz

00:06:28: heißt

00:06:28: diese Polka schnell von Johann Strauss Sohn – zufriedlich klingt bei ihm ein Gewitter!

00:06:35: Auch Thomas Crenat ist froh gestimmt, wenn Donner rollen und Blitze über den Himmel zucken.

00:06:43: Es war seine Begeisterung für Gewitter, die ihn zur Meteorologie und auf die hohe Warte geführt

00:06:49: hat.".

00:06:50: Thomas Krennert wird uns gleich erklären wie Wettervorhersagen berechnet werden – zuerst zeigt er uns noch die Messstation auf dem Gelände der hohen Warte.

00:07:01: Er steuert auf eine Wiese und eine Ansammlung von unterschiedlichen Kästchen die auf Stangen montiert sind.

00:07:37: nach Möglichkeit und das ist dann auch ein Kriterium für die Vielstationsqualität.

00:07:41: Auch in der weiteren oder näheren Umgebung sollte der Erdboden nicht versillt sein, weil es natürlich eine Temperatur bei erst verursacht hat.

00:07:52: Sie sehen ja auch unterschiedliche Niederschlagsmesser mit unterschiedlichen Niederschlagsmesstechniken sozusagen.

00:08:00: Wir gehen von der Sensorik her aus vom Fallenden Hydrometheoren, wie wir sie nennen.

00:08:04: Das heißt da gibt es eine Platte auf die ein Regentropfen drauf trifft und dann verändert sich der geringe elektrische Widerstand und man sehen wird dass es hier überhaupt qualitativ einen Niederschlag gibt welchen auch immer.

00:08:16: Und dann gibt es diese Sammelbehälter wo also dann auch der Regen oder der Schnee oder der Hagel oder was auch immer aufgefangen wird Bei negativen Temperaturen aufgeschmolzen wird und das Wasserequel valentan, also eben alle zehn Minuten an uns abgegeben wird.

00:08:31: Und das ist mehr als zweihundertmal in Österreich.

00:08:35: Also etwa alle, durchschnittlich alle zwanzig Kilometer steht es bei einer automatischen Station.

00:08:39: Die Daten die in diesen Messstationen gesammelt werden sind ein Baustein für die Wettervorhersage.

00:08:47: Der griechische Begriff der Wetterverheirsage ist Synoptik Bedeutet Zusammenschau, Überblick, Überschau.

00:08:56: Wir messen sehr viel in der Atmosphäre mittlerweile mit sehr vielen Sensoren als einer großen Anzahl unterschiedlicher Techniken.

00:09:05: All diese Daten von diesen Sensoren sind stündlich.

00:09:08: Millionen aber Millionen Daten die zusammen gesammelt werden.

00:09:13: Diese Daten werden eine Zeit und einem räumlichen Punkt zugeordnet sogenannten Wettermodell.

00:09:22: Dann werden sie kontrolliert, werden gefiltert auf Plosibilität geprüft.

00:09:28: Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist dann werden Sie in das Wettermodell eingespeist.

00:09:33: Das bedeutet alle zehn Kilometer global.

00:09:37: auf neunzig Schichten gibt es Gleichungen.

00:09:42: Diese Gleichungen werden mit den gemessenen werden befüllt und werden dann einen weiteren Zeitschritt fortgerechnet.

00:09:50: Dazu brauchen wir die stärksten Computer der Welt.

00:09:54: Jeder Wetterdienst in Europa ist in der Lage oder fast jeder Wetter-Dienst ein lokales Modell zu berechnen, das sind es auch hier.

00:10:01: In Österreich sind diese Computer unter den stärkesten.

00:10:05: also Stichwort Cray zum Beispiel, stichwort Terraflop – das haben wir auch im Haus hier.

00:10:12: aber international und globalen Modelle werden nur in internationalen Konsortien im konkreten Fall EZMWF, Europäisches Zentrum für mittelfristige Vorhersage als europäisches Konsortium gerechnet und dort gilt wirklich dieser Exzellenz-Grundsatz auch bei den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die dort arbeiten.

00:10:33: Das ist wirklich die europäische oder globale Spitze in dem Fall.

00:10:37: Wichtig für die Wettervorhersagen sind außerdem die trusted spotter vertrauenswürdige Beobachter und Beobachterinnen.

00:10:45: also

00:10:52: Es gibt Wetterphänomene und Auswirkungen des Wetters, die erstens zwischen diesen Stationen stattfinden.

00:10:58: Und auch von diesen Stationern nicht wahrgenommen werden können.

00:11:02: Die Stationen können uns melden dass es Niederschlag gibt.

00:11:06: Sie können uns aber nicht melden welche Art von Niederschlag ist das Regen?

00:11:09: Ist es gefrierender Regen ?

00:11:11: Ist es hagel , ist es schnee?

00:11:13: Das können wir dann rückrechnen mit der aktuellen Temperatur oder mit der aktuellen Feuchte, das können wir abschätzen.

00:11:19: Was wir aber nicht sagen können ist was dieser Niederschlag am Boden tatsächlich für eine Auswirkung hat.

00:11:25: Es kann den Boden gefroren sein es kann der Boden warm sein und der Boden schnell wieder auftrocknen Oder es kann Eis entstehen.

00:11:32: Und genau das können uns auch die Stationen nicht sagen.

00:11:35: Wir sind diesbezüglich blind.

00:11:37: Also wir wissen nicht was das Wetter an Boden tut Tatsächlich.

00:11:41: Wir sind auf menschliche Beobachtungen angewiesen, nicht nur in Extremwetterfällen wo wir dann mit Sturmschäden oder mit Überflutungen oder Blitzschäden zu tun haben oder mit Hagelschäde oder Schichten von Hagel am Boden sondern eben auch mit ganz normalen Niederschlag, Regen und Schneefall.

00:12:00: Und all das kann man uns in vielfältiger Weise, also wir haben ca.

00:12:06: eineinhalb von einer Sekunde mithilfe einer Web App, also ohne Download oder Installation übermelden.

00:12:16: Und wir haben das wirklich nachdem man diese Meldung abgeschickt hat eine Sekunde oder zwei Sekunden später am Bildschirm aus einem sogenannten

00:12:24: Echtzeit-Fitbegrub.".

00:12:26: Thomas Krennert und das ganze GUSIV Austria Team freuen sich über jede einzelne Meldungen.

00:12:33: Es geht ganz einfach!

00:12:34: Thomas Kronert erklärt wie?

00:12:36: Meine Botschaft an alle Damen und Herren da draußen, die interessiert sind.

00:12:41: Und enthustiastisch sind und Wetter interessiert.

00:12:43: Einfach Handy rausnehmen, Mobiltelefonen, Tablet rausnehmen.

00:12:47: bitte unbedingt ein Mobilteil rausnehmen.

00:12:50: man besten ins Freie gehen oder am Fenster stehen wenn es zu gefährlich wird.

00:12:54: Internet einschalten und dann die Verordnung einschalten, Lokalisierung GPS zum Beispiel mit dem Browser.

00:13:02: dann die Url aufrufen wettermelden.at.

00:13:04: Dann kommen sie auf eine Karte Dann drücken Sie auf den Lokalisationspunkt, damit sie gut verortet sind.

00:13:10: Damit Sie wissen, dass Ihre Position erkannt worden ist vom Browser und dann suchen Sie sich mit dem großen Plus eine ganze Reihe an Möglichkeiten aus uns das Wetter aber eben auch die Auswirkungen des Wetters zu melden.

00:13:25: Vielen herzlichen Dank für Ihre zahlreichen Wettermeldungen, die wir innerhalb kürzester Zeit, innerhalb weniger Sekunden bei unserem Schirm haben Vorhersagen, als auch unsere Warnungen zu verifizieren und auszuwerten.

00:14:28: Um dieser Besetzung selten gehört Antonio Vivaldi's Sommer interpretiert von Canadian Brass.

00:14:56: Der Sommer ist aus meteorologischer Sicht besonders spannend weil Wetterphänomene sehr kleinräumig auftreten können.

00:15:05: zum Beispiel kann ein Platzregen die Maria Hilferstraße in Win-Sex unter Wasser setzen während zur gleichen Zeit auf dem Steffansplatz Ungetrübt die Sonne scheint.

00:15:16: Und noch etwas gibt es im Sommer?

00:15:19: Der Sommer zeignet sich dadurch aus, dass es die sogenannten Gewitter gibt.

00:15:23: Ein Gewitter besteht aus einem sehr hohen Wolkenturm mit sehr starken Aufwinden.

00:15:28: Das heißt das dort auch kein Flugzeug durchfliegen kann.

00:15:31: Weil das Flugzeug, das da durchfliegt wird bis zu volle Ballgroße eisbrocken mit einer Geschwindigkeit von zweihundert KMH aufwärtsbewegung Dort überfliegen müssen.

00:15:42: Das ist also nicht möglich, weil das hält keine Struktur aus und deshalb sind auch diese Gewitter so gefährlich, weil sie sehr starke Aufhinde haben, weil die sehr hoch hinaufgehen, weil Sie sehr große Eisbrocken drinnen haben.

00:15:54: Üblicherweise wollten sehr kleine Tröpfchen oder sehr kleine Eissnadeln drinnen aber diese Gewiter da sind wirklich die gefährlichen Phänomene drin.

00:16:04: Wenn diese Eisbrocken runterfallen, nehmen sie die kalte Luft mit oder verdunsten und dann gibt es Fallböen.

00:16:09: Mit über hundert KMH Geschwindigkeit also erkanartige plötzliche innerhalb von Sekunden auftretende Fallböhnen.

00:16:16: Es gibt Blitzschläge, es gibt Blitschäden, es gib Tageschlag, Hagelschäde Starkniederschlag, Überflutungen.

00:16:24: Das Gewitter hat wirklich alles an Wetter gefahren was die mittleren Breiten zu bieten haben.

00:16:29: Hält das Gewitter bereit?

00:16:30: Gewitter kommen hauptsächlich im Sommer vor Und auch bis hin zum Tornado, also bis zu diesen Wirbelwinden die mir über zwei Hundert km über den Boden ziehen.

00:16:40: Die sind in Österreich werden immer häufiger beobachtet.

00:16:44: Tornados werden in Österreich immer häufig und das sind nicht die einzigen Veränderungen!

00:16:51: Die Thomas Krennert in seinen dreiundzwanzig Dienstjahren auf der Honwarte bemerkt hat.

00:16:58: Der Alpine-Raum ist genauso wie der arktische Raum ganz besonders von der Klimakrise betroffen.

00:17:05: Wir müssen davon ausgehen, dass im Alpinenraum bis zu vier Komma fünf Grad Abweichungen positive Abweicherungen von der Jahresmitteltemperatur vorliegen.

00:17:14: mittlerweile dazu im Vergleich das globale.

00:17:18: dieser globale Klimawert stichwort Paris Agreement eins Komma Fünf grad oder zwei Grad.

00:17:24: da wird also jetzt diskutiert wo wir hin wollen mit den Maßnahmen aber der Alpenraum ist jetzt schon mit über plus vier Grad von dieser Klimakrise betroffen.

00:17:35: Das heißt, der Alpenraum ist also ein besonders sensibler Bereich gegenüber diesen Klima-Extremen die jetzt immer häufiger auftreten.

00:17:44: Klimawandel hat es immer schon gegeben in diesem Ausmaß.

00:17:48: In dieser kurzen Zeit hat das noch nie in der Erdgeschichte gegeben.

00:17:52: Also wir können diese extremen Veränderungen ganz eindeutig dem menschlichen Tun seit der industriellen Revolution zuordnen.

00:18:01: Das ist also für uns hier jedenfalls unbestritten.

00:18:07: Wir merken das nicht nur in der Auswirkung im Tourismus, wir merken es in der Forstwirtschaft und in der Landwirtschaft, bei den Grundwässern.

00:18:22: schon die Auswirkungen des geringeren Niederschlags mitbekommen.

00:18:26: Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen, es kommt seltener zu niederschlägen, die Winter werden immer kürzer der Tourismus leidet.

00:18:34: unterhalb von fifteenhundert Metern ist kaum Wintertourismus möglich auch wenn's Ausnahmetage oder Ausnahmewochen gibt.

00:18:41: aber das erhält keinen Betrieb wenns nur zwei Wochen in der Saison möglich ist.

00:18:47: Also das sind alles Auswirkungen, die wir alle am eigenen Leib schon spüren und die uns nicht nur global stichwort brennende Tundra in den Supolagen gebieten.

00:19:00: Wo es also tausende Millionen Hektar sich selbst entzünden plötzlich aufgrund des freiwertenden Methans tropische Regenwälder ist.

00:19:09: Menge an KIP-Punkten, wenn da diese Entwicklung weiterschreitet.

00:19:14: Dann sind diese KIP Punkte unwiderbringlich und dann können wir nicht mehr zurück zu normalen.

00:19:20: Und das ist ganz gefährlich weil wir nicht wissen wann genau diese Unwiderbrinklichkeit stattfindet sowohl global als auch auf regionalen alpinen

00:19:30: Klimaregionen.".

00:19:31: Thomas Grenert hat die Auswirkungen der Klimakrise in seiner Arbeit also täglich vor Augen?

00:19:38: Wie geht er damit um?

00:19:40: Ich bin ein bisschen privilegiert.

00:19:41: Ich betreibe Wissenschaftskommunikation, das heißt ich habe das Vergnügen mit Wettenthusiastinnen und Enthusiasten in Kontakt zu stehen im Rahmen unseres Trusted Spoter Netzwerkes.

00:19:53: Ich bin verantwortlich für das Programm Wetter melden AT, dass sich auch sehr gezielt an die Öffentlichkeit insbesondere eine interessierte Öffentlichkeit wendet.

00:20:04: Wir haben die Möglichkeit als Expertinnen und Experten Vorträge zu erhalten werden immer wieder angesprochen.

00:20:10: wir kommunizieren mit den Medien sowie jetzt im Interview zum Beispiel haben wir immer wieder die Möglichkeit und auch die Chance darauf hinzuweisen wie ernst und wie Verfahren mittlerweile die aktuelle Lage in der Klimakrise ist.

00:20:25: Das ist ein Privileg, mein privates Credo lautet aufhören Dinge zu verbrennen, insbesondere fossile Brennstoffe zu verbreinen.

00:20:34: es ist nicht jeder wohlhabend oder reich aber man muss sich dann selber an der Nase nehmen und muss sagen nach meinen wirtschaftlichen Möglichkeiten versuche ich halt Sowohl in meinem Haushalt als auch in meiner Mobilität, als auch im Einkaufsverhalten Initiativen oder Mechanismen zu belohnen.

00:20:55: Die also keine fossilen Brennstoffe verheizen sondern eben dann Produkte zu kaufen oder selbst so mich zu bewegen dass ich so wenig und so sparsam wie möglich mit den fossilen umgehen.

00:21:11: Also Stop Burning Stuff ist ganz einfach eine einfache Regel, die jeder von uns befolgen kann.

00:21:33: Eine

00:22:14: Komposition von Richard Strauss mit dem Titel

00:22:18: Im

00:22:18: Sonnenschein.

00:22:20: Was macht Thomas Crennaut eigentlich wenn er nicht in seinem Büro sitzt?

00:22:26: Am liebsten Wetter melden.

00:22:28: Er isst ein sogenannter Spotter.

00:22:31: Also wir kennen die Chaser, die Stormchaser.

00:22:33: Die fahren Gewitterzellen typischerweise nach und nehmen dann auch forensisch analytische Schäden auf direkt nachdem sie passiert sind.

00:22:42: Es gibt dann auch welche, die warten bis die Gefahr vorbei ist und nehmen da die Schäde auf also hauptsächlich anhand von Fotos.

00:22:49: Und dann gibt es die sogenannten Spotter, die bleiben ortsfest Warten bis das schlimme Wetter zu ihnen kommt und ich bin eher so einer der Ortsfest bleibt Nichtsdestotrotz, die Meteorologie ist eine Wissenschaft.

00:23:03: Wissenschaftler sind Enthusiastinnen und Enthusiasten und wir schalten eigentlich, muss ich ganz ehrlich sagen, nie den Kopf ab und das Wetter ist omnipräsent so wie wir.

00:23:14: Und in dem Moment wo wir wach sind beobachten wir das Wette schon ganz automatisch.

00:23:18: Das ist fast schon wie ein Reflex.

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