Renée Schüttengruber

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00:00:02:

00:00:08: Heute mit Monika Fischer, René Schüttengruber und herrlicher Musik.

00:00:13: Das wird ein schöner Abend!

00:01:28: dieses

00:01:29: Gedicht

00:01:29: von

00:01:30: Heinrich Heine.

00:01:32: René Schüttengruber ist Sängerin, Kräuterpädagogin und Naturkosmetikerin.

00:01:39: eine spannende Kombination.

00:01:41: Im September erscheint René.

00:01:47: Wir bringen heute ein Interview, das sich mit ihr im Herbst-Zweißen-Treiundzwanzig geführt habe.

00:01:53: René Schüttengruber hat uns da im Radio-Klassik-Steffansdom Studio besucht und ihre CD Querfeld ein Drei der Tag mit seinem Lichte mitgebracht.

00:02:04: Daraus werden wir in dieser Sendung mehrere Stücke spielen – jetzt gleich Monatsrose, komponiert und gedichtet von Philipp zu Eulenburg René Schüttengruber und Thomas Böttcher.

00:03:44: René, Schüttingrober herzlich willkommen im Radio-Klassik Stefan Sturm Studio!

00:03:48: Ich finde das eine spannende Mischung.

00:03:51: Sängerin und Kräuterexpertin.

00:03:54: was war denn zuerst da?

00:03:55: Die Liebe zur Musik oder die Liebe zu den Pflanzen?

00:03:58: Jetzt kann ich gar nicht so wirklich beantworten, weil die Liebe zu den Kräutern und zu den Gift-Kräutern muss man schon sagen habe ich durch meine Großmutter erfahren.

00:04:10: Und als Kind schon sehr lauschig zugehört was sie so erzählt hat über Hexen und welche Pflanzen man nicht essen darf.

00:04:18: Die hab' ich mir als erstes gemerkt.

00:04:20: Und durch meinen Vater – also mein Vater ist recht früh gestorben aber mein Vater war Arzt Und irgendwie liegt das ein bisschen in meiner Familie drinnen, meine Mutter war Krankenschwester und Sandtechnikerin.

00:04:34: Da habe ich dann angefangen an Nährungswissenschaften zu studieren.

00:04:39: Mein erster Beruf war Kindergärtnerin und Trottelzieher, hab die Matura damit gemacht – so bin ich eigentlich in den Gesang gekommen!

00:04:47: Ich habe mit der Gitarre ematuriert und auch gesungen.

00:04:54: Bei einer Aufführung, die wir dort gemacht haben im Sacré-Cœur in Bresbam, wo ich aufgewachsen bin war ein Sänger im Publikum und er hat dann zu meiner Mutter gemeint ihre Tochter sollte Gesangsunterricht nehmen.

00:05:06: Das habe ich dann gemacht neben dem Studium Ernährungswissenschaften Und dann ging es eigentlich relativ schnell.

00:05:14: Der Gesang war dann so intensiv da, dass ich eigentlich nicht weiter studieren konnte Ernährungswissenschaften und dann ans Konservatorium.

00:05:20: Und dann später auf die Universität nach Benzing gegangen bin.

00:05:24: Also die Frage kann ich nicht wirklich beantworten!

00:05:26: Das waren immer Beides da.

00:05:28: Sie haben dann schon mit dreiundzwanzig Jahren an der Volksuppe gesungen.

00:05:32: Das heißt sie ist dann auch schnell gegangen, dass sie da auf die Bühnen gekommen sind – auf die Großen sogar.

00:05:39: Ja, also bevor ich überhaupt ins Fest angeschmordern mit sechsundzwanzig bin dann wirklich fix an die Volksoper gekommen ging es dann relativ schnell.

00:05:47: Also ich habe natürlich Wettbewerbe gesungen und auch den Dostal-Wettbewerk hab dort nichts gerissen mit meinen zwanzig Jahre.

00:05:56: aber der Ubert Heimer der war damals Studienleiter von der Volksoper und auch da mein Professor und er hat mich sehr gefördert Und so bekam ich schon mein erstes Vorsingen nach diesem Wettbewerb an der Volksoper für das Taumännchen in Hänsel und Gretel.

00:06:14: So ging es dann – ja, wie ein kleiner Elefenvertrag kann man sich das vorstellen?

00:06:19: Dann habe ich die Anna, das war die Zaufe in Wiener Blut gesungen und auch la Generala eine spanische Operette, Ja, fünf verschiedene Frauenrollen übernommen habe.

00:06:33: Also ich hab da lange hineinschnippern dürfen und dann ging's mit sechsundzwanzig dann ins Festangeschmarr.

00:06:39: Und dann haben sie gesungen unter anderem My For Lady.

00:06:43: In der letzten Saison haben Sie gesungen in Sound of Music und La Cajofol.

00:06:47: Davor haben sie auch mal gesungen im Weißen Rössl und in Mörbisch.

00:06:51: Die Beppe im Wiener Blut ist so eine ihrer Paraderollen

00:06:55: Genau.

00:06:56: Also ich durfte die Gott sei Dank auch noch bei dem Bobby Herzl in Schimbrunn, also in der Studiumzeit wirklich erarbeiten und das war für mich gar nicht einfach.

00:07:06: Ich wollte immer Liedsängerin werden Das war eigentlich so der Zugang.

00:07:10: Dann ging ich in die Operettenglasse Und auch auf der Universität kam dann der Bobby Herzle eben zu uns, der Regisseur Toller Mann, den ich sehr geliebt habe.

00:07:19: Lange lange Zeit auch an der Volksoper und er hat mit mir diese Rolle erarbeitet und die wurde dann wirklich zu meiner Paraderolle und die hab' ich dann eben auch immer bis

00:07:27: gesungen.".

00:07:28: Und Sie haben uns heute auch Musik mitgebracht?

00:07:31: Vielleicht möchten sie uns ein bisschen erzählen über das Lied, dass wir dann spielen werden...

00:07:37: Das Schweepslied gehört eigentlich gar nicht zur Wiener Blutoperette aber die hatte Rudi Bibel einen Herzensdirigent, der leider schon gestorben ist damals hineingenommen.

00:07:48: Das war die Inszenierung von Maximilian Schell und das war eine zückende Sache, die ich dann in Amerika drüben auch übersetzen habe lassen ins Englische und sehr viel gesungen habe.

00:08:08: Ein Schwibs

00:08:12: ist das vielleicht.

00:08:15: Leide schwibsen seines Gebder,

00:08:49: es drehen Vogel muntersenkt Es isst wirklich zu dumm!

00:09:03: Wie laut?

00:09:04: Das klingt... Ob's gut oder amseln ißt Das weis ich nicht genau.

00:09:11: Was immer du auch bist Wohin ich immer scheiß Schöne Dein Fussel happelt Ich suche dringenspist.

00:09:34: Wie sag' ich's grad?

00:10:14: René Schüttengruber mit dem Schwipslied, eine Aufnahme von den Seefest-Spielen Mörbisch im Jahr seven.

00:10:22: Es spielte das Festivalorchester Mörbbisch unter der Leitung von Rodolf Bibel.

00:10:29: René Schüttengrubber ist Sängerin, Kräuterpädagogin und Kosmetikerin.

00:10:34: Und heute bei uns in den Lebenswegen zu Gast!

00:10:38: Das Swips-Lied haben Sie in Amerika oft gesungen.

00:10:43: Durch Ihre Gesangsengagements sind sie viel herumgekommen in der Welt.

00:10:47: Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?

00:10:50: Ich habe schon durch meinen Beruf sehr viel gesehen.

00:10:52: Da bin ich sehr dankbar dafür.

00:10:54: Weil das ist natürlich erstens immer in einer Nettengesellschaft.

00:11:00: Und man sieht so viele Häuser, wo man normalerweise gar nicht hinein darf.

00:11:04: Konzerthäuser wie Chicago Concert Hall oder.

00:11:08: ich habe natürlich auch in London gesungen in der Royal Albert Hall und also mich hat das auch schon als junger Mensch so schnell ins Ausland gebracht ja und auch in Kleinborn gespielt und also das waren schon tolle Sachen die ich machen durfte gleich alles vor der Volksoppa noch.

00:11:25: Also das ging rapid Ja.

00:11:27: und dann hab' ich natürlich sehr viel Touristenkonzerte gesungen die ganzen Silvesterkonzerte in Kanada und auch in der USA.

00:11:34: Und in Florida unten, das waren schon tolle Sachen wo man dann einfach oft auf Tournee vier Wochen lang in Florida ist und wirklich viel sieht!

00:11:44: Und Japan habe ich gesehen – und auch mit der Schule noch in der Zeit zum Beispiel war ich auch lange im Melbourne in Australien.

00:11:52: Ja, viel gesehen ja.

00:11:53: Schöne Sachen, schöne Eindrücke gesammelt

00:11:56: Bestimmt sehr spannend und dass er weiter doch sehr den Horizont kann ich mir vorstellen.

00:12:00: Sehr, ja!

00:12:02: Und man kriegt dadurch natürlich auch ein Gefühl dafür wie möchte man selber leben wenn man so viele verschiedene Kulturen sieht?

00:12:09: Gibt es irgendwas was sie sich vielleicht von einer anderen Kultur mitgenommen haben oder von einer anderer Lebenseinstellung, Mentalität ein bisschen?

00:12:20: Also ich bin sehr dankbar das ich in Österreich lebe Das muss ich ehrlich sagen In dem Klima, in dem wir sind Und ich habe oft mir gedacht, wo ich in Australien war, dass man nicht barfuß in die Wiese gehen darf.

00:12:34: Das hat mich schon geprägt und ich habe immer gedacht mein Gott wir schätzen das gar nicht was wir eigentlich alles haben und wie reich wir sind hier.

00:12:42: also diese Ehrfurcht irgendwo, dass einem so gut geht und man so viel Leid oder auch Armut zieht in den anderen Ländern.

00:12:51: Das habe ich mitgenommen und das trage ich schon sehr stark mit, dass ich sehr dankbar bin wo ich zu Hause bin und wie ich leben darf.

00:13:00: Kann man dann jeden Tag viel mehr genießen, oder?

00:13:03: Ja, das hat auch was mit dem Alter zu tun.

00:13:05: Ich glaube als junger Mensch geht es eigentlich so einher und man nimmt das einfach so mit.

00:13:10: aber je älter man wird, ist das schon so dass man merkt ja es ist endlich auch und die Zeit ist etwas Kostbares und die muss man gut nutzen.

00:13:23: Wir nutzen die Zeit jetzt für ein weiteres Musikstück.

00:13:26: René Schüttengrubber, Sie haben uns Aufnahmen mitgebracht.

00:13:29: Was hören wir als Nächstes?

00:13:31: Also ich habe drei CDs gemacht und der Titel ist Querfeld ein weil ich wollte mich nie festlegen welche Lieder ich singen möchte und hab dann drei Hörspiele gemacht für die Seele Themen bezogen Glaube Liebe Hoffnung die junge Liebe Dann die Liebe.

00:13:47: das geht ein bisschen auch auf meine Großmutter zurück.

00:13:51: Die hat eine Liebe gehabt die sie eigentlich durch den Krieg nicht ausleben konnte Und dann Gott sei Dank nachher jemanden kennengelernt mit meinem Großvater, wo sie dann auch sehr glücklich war.

00:14:02: Aber diese Geschichten waren einfach... die musste ich auch ein bisschen aufarbeiten in meinem Leben.

00:14:07: und der dritte Teil ist Querfeld I-III Der Tag mit seinem Lichte.

00:14:11: das ist eigentlich ein Bachlied.

00:14:14: Da erzählen wir ein bisschen wie Liebe die in den Tod geht.

00:14:17: aber zwei Parallelen, die sich vielleicht treffen oder nie treffen.

00:14:22: Ja, haben wir versucht mit Gedichten und durch die Metapher der Rose zu erzielen.

00:14:29: Und ich glaube da ist uns ganz was Schönes gelungen.

00:14:31: und da hören wir jetzt das Heidenröslein.

00:15:40: Das Heiden-Rösleien gesungen von René Schüttengruber unserem heutigen Gast in den Radioklassik Stefans Dung Lebenswegen Am Klavier Thomas Böttcher.

00:16:13: diese Aufnahme finden sie auf der CD Quer fällt ein drei Der Tag Mit seinem Lichte.

00:16:21: Der Titel Heidenröslein führt uns schon in das zweite Interessens- und Berufsfeld von Rene Schüttengruber.

00:16:28: Das ist die Welt der Pflanzen und der Kosmetik!

00:16:33: Wie ist es dazu gekommen, dass Sie neben Ihrer zeitintensiven Gesangskarriere auch eine Ausbildung zur Kräuterpädagogin und zur Kosmetikerin gemacht haben?

00:16:45: über die medizinische Ecke da eigentlich hineingekommen in das Thema, weil als mein Sohn auf die Welt kam wurde der diagnostiziert dass er Neuratomitis bekommt oder ausbricht.

00:16:57: Und wir hatten schon diese Flecken und wir haben schon die Cremen bekommen auch zum Teil schon immer so eine Jacoartison-Creme wäre nicht schlecht und bin dann natürlich immer schön brav mit dem Rezept in die Apotheker, haben mir die Creme geholt für mein kleines Baby.

00:17:14: Das kann es nicht sein, woher soll er das haben und warum?

00:17:18: Und habe mich damit beschäftigt.

00:17:19: Ich bin dann zufällig auf einen Naturkosmetik-Kurs gekommen.

00:17:23: Den habe ich dann gemacht.

00:17:26: Dann ging eine ganz neue Welt auf.

00:17:29: Dann habe ich erst einmal verstanden wie lang Kosmetik im Geschäft stehen darf bis wir's nehmen.

00:17:36: Es ist leider egal ob Naturkorsmetik oder konventionelle Kosmetika.

00:17:41: Auch was da alles drinnen ist!

00:17:43: Und dann habe ich angefangen selber zu rühren.

00:17:45: Das ist jetzt auch schon über, mein Sohn ist jetzt fünfzehn.

00:17:48: also ich hab mich sehr lange damit beschäftigt und immer mehr Kurse und natürlich gelesen.

00:17:53: das war mal der erste Zugang und der zweite Zugang war dass sich mit meinem Mann Wolfgang Gratschmeyer zusammen... Also mein Mann hat die künstlerische Leitung gehabt die Intendanz von Schloss Talheim in Niederösterreich Und ich hatte über die Kirche, also unter die Schubertiade so wie... Ich sollte das Schloss beleben.

00:18:14: Wir hatten einen Riesen-Rosenkarten und haben gedacht was mache ich jetzt?

00:18:19: Und habe dann recherchiert und hab die Annike Grahofer kennengelernt und eingeladen bei uns im Schloss Kräuterwanderungen zu machen.

00:18:28: Das war ein Riesenerfolg.

00:18:29: es sind gleich dreißig Menschen mitgepilgert und sie hat Geschichten erzählt.

00:18:32: Es hat mich wahnsinnig fasziniert!

00:18:34: Und mich hat immer schon gestört Wenn du Kosmetik machst, dann stehen da so viele kleine Fläschchen.

00:18:40: Aber man hat keinen Bezug mehr zur Natur!

00:18:44: lange Räder kurzer Sinn.

00:18:45: Durch die Einige Grahofer, die hat dann eigentlich gesagt du brauchst den Kontakt zur Natur, du machst das, du weißt schon so viel, nimm das auf und entwickelt es weiter.

00:18:54: Das habe ich dann getan.

00:18:55: Dann hab' ich eben die Zertifizite Kräuterpädagogenausbildung gemacht und mittlerweile bin ich jetzt gerade am Ende und habe die Meisterprüfung gemacht als Kosmetikerin um diese andere Seite auch noch kennenzulernen.

00:19:08: Und daraus hat sich eigentlich alles andere entwickelt, dass dieses Naturvermitteln diese Sehnsucht auch den Menschen beizubringen.

00:19:15: Schaut's mal raus ja und auch wenn man keinen Garten hat, kann man auf der Fensterbank Pflanzen ziehen die einem helfen bei Hautproblem an all diesen Sachen.

00:19:25: Ich bin kein Arzt aber in dem Sinne was kann man selber herstellen?

00:19:30: Was hat man in der Natur zur Verfügung?

00:19:32: und da habe ich mich sehr spezialisiert auf die Kosmetik.

00:19:37: Können Sie uns da vielleicht ein Beispiel sagen?

00:19:40: Was gibt es denn da alles?

00:19:42: Also, ein Beispiel ist für mich immer... Wir kaufen viele Öle zum Beispiel in der Apotheke oder ja auch im Rohstoffhandel und man vergisst immer.

00:19:50: Zum Beispiel jetzt gibt's zB die Haagebutten.

00:19:53: Die kann man gut sammeln draußen zur Zeit und trocknen, das schwarze Kappal runter schneiden damit eben auch das Öl dann in die Kerne hineingehen kann.

00:20:04: die getrockneten Haagebutten dann reiben und dann zum Beispiel mit einem guten Mandelöl oder einem Traubenkernöl ansetzen.

00:20:12: Und das ja vier bis sechs Wochen einfach halbschattig stehen lassen, und schütteln immer wieder, dann wird es ein wunderschönes rotes Öl!

00:20:20: Ich habe die ganzen Inhaltsstoffe dieser HaageButter drinnen wie Kiselsäure, die gut ist für unsere Haut, Vitamin C, Karudinoide, Anthoziane... ich hab so viel Power!

00:20:33: Und das ist eigentlich, was ich immer versuche auch mich zu geben.

00:20:36: Also wir können relativ schnell selber etwas machen und es ist meine Passion eben zu sagen geht's in die Natur hinaus schaut euch an was alles da ist.

00:20:45: ja Das ist ein Urrecht unserer Menschheit dass wir hinausgehen dürfen in die natur und sammeln.

00:20:52: Sie haben schon gesagt die Haagebutten.

00:20:54: Was können wir denn vielleicht noch im Herbst

00:20:57: Sammeln?

00:20:58: Und dann etwas daraus Gutes Machen?

00:21:01: Also gerade jetzt, wenn im Herbst die Pflanzen beginnen wieder alle Inhaltsstoffe in den Wurzeln zu ziehen.

00:21:07: Dann kann man die Wurzel sehr gut ernten.

00:21:09: Kaffee ersatzt zum Beispiel kann man z.B.

00:21:11: den Löwenzahn-Wurzel ausgraben.

00:21:14: Die trockenen ja also putzen.

00:21:16: Man braucht gar nicht das irgendwie schälen da so nur putzen, trocknen und dann seine halbe Stunde wirklich leicht rösten ohne Öl in der Pfanne, dann reiben und es ein herrlicher Kaffees.

00:21:27: Vielleicht schmeckt er sogar mir, weil mir schmeckt kein Kaffee und könnte ich mal probieren.

00:21:31: Herrlich!

00:21:31: Wirklich herrlich.

00:21:33: Dann kommen wir jetzt zu einem sehr spannenden Projekt bei dem sie mitwirken.

00:21:39: Und das war ein so ihre beiden, ich sag' jetzt mal Leidenschaften oder ihre beiden Tätikatsfälle, nämlich zum einen die Pflanzen, die Kräuter und aber eben auch das Singen.

00:21:50: Heideres Herbarium heißt es.

00:21:52: Das ist ein Liedzyklus des Komponisten Franz Salmhofer und die Texte sind von Karl-Heinrich

00:21:59: Waggerl.

00:22:00: Also das Projekt ist entstanden in der Coronazeit, ich habe diesen Liederzyklus Antiquarisch einmal entdeckt und hab dem mitgenommen, da haben wir gedacht, ah, das ist aber interessant, das kenne ich nicht, schauen wir uns an!

00:22:13: In der Coronizeit hatte ich dann Zeit, hab das aufgeschnitten, da sind ja later Kräuterlieder, das is irgendwie interessant, da gibt eine Aufnahme vom Patzack, haben mir das dann angehört.

00:22:24: Und da haben wir gedacht, ja das ist eigentlich gut.

00:22:27: Weil ich habe oft mit meinem Mann geredet und dann dachte wie verbinde ich das noch mehr Natur und Gesang?

00:22:33: Und meine liebe Freundin die auch Malerin ist, die Regina Algrimsi, Südkratzerin hat dann gesagt Ja wir könnten ja eigentlich... Das muss man dazu sagen der Carla Heinrich Wackerl hat selber viel gemalt und es gibt dieses kleine Buch wo diese Gedichte drinnen sind und hat immer die Pflanze dazugemalt Und dadurch sind wir eigentlich auf die Idee gekommen, daraus ein ganzes Kunstprojekt zu machen.

00:22:56: Diese Lieder sind in den Neunzundfünfzig herum entstanden und das Seilmover war damals glaube ich noch Staatsoppontirektor und dann Volksoppontdirektor – kann man sich heute auch nicht mehr vorstellen!

00:23:12: Das verbindet mich wieder weil Vor der Volksoper, der Platz heißt Saalmhoferplatz auch noch dazu.

00:23:20: Das war irgendwie spannend zu sehen dass das alles ineinander fließt und Robert Leerbaumer, Pianist hat sofort ja gesagt, dass er ein schönes Projekt hatte.

00:23:31: Ich habe ihm davon erzählt und gesagt, machen wir das zusammen?

00:23:35: Und das haben wir dann zum ersten Mal aufgeführt im Mozart Haus in St.

00:23:38: Gilgen.

00:23:39: Das dauert circa eine Stunde Und die Marie-Thérèse Arnbohn, die man natürlich kennt als Historikerin und als Direktorin vom Theatermuseum hat recherchiert.

00:23:50: Und hat dann sehr viele Geschichten gefunden aus dem neunzehnten Jahrhundert wie man mit den Pflanzen umgegangen ist, wie man so dreimal um den Bach gegangen ist und dass man sich verliebt hat und all diese Dinge sind sehr heiter Es passt ja auch zum heiteren Herbarium und dazwischen haben wir eben die Lieder verpackt und das ist ein schönes Projekt geworden.

00:24:09: Also man hat eine Stunde Musik und dann geht man hinunter, schaut sich die Pflanzen an und hat nochmal das Gedicht gehabt.

00:24:18: Und konnte das irgendwie verbinden?

00:24:19: Da gab es eine schöne Verbindung.

00:24:21: René Schüttengruber damit wir uns noch ein bisschen besser vorstellen können wie das zumindest sprachlich klingen kann werden sie uns jetzt zum Abschluss noch ein paar Details und ein paar Textpassagen verraten.

00:24:35: Das erste Wort im Liederzyklus ist Gott Fügt es, er bestimmt die Zeit.

00:24:42: Er lässt es blühen, obwohl es schneit und ihm genügt

00:24:46: ist.".

00:24:48: Also das fängt sehr lyrisch an – wirklich schön zu singen!

00:24:52: Und auf der anderen Seite hat er….

00:24:53: Es ist sehr witzig und man braucht einen guten Pianisten, der das spielen kann und da bin ich sehr dankbar dass Robert das mit mir macht.

00:25:00: Karl Heinrich Wackel hat am Ende dieses Gedichtepans eben auch noch einen Brief geschrieben.

00:25:05: Ja, er weiß dass er kein Maler ist und auch in dem Sinne keinen Gedichteschreiber aber wenn es nicht gefällt dann wird das nicht mehr tun und er entschuldigt sich und sagt einfach am Ende Karl Heinrich Wackell Der Salmhofer muss das gelesen haben, hat nicht alle Gedichte vertont.

00:25:23: Aber diesen Brief hatte er auch vertont und das finde ich wunderschön weil du stehst wirklich dann draußen und sagst liebe Freunde zum Abschlied auf diesem letzten Blatt möchte eigentlich sagen dass er das alles eigentlich nicht kann und wenn es halt nicht gefällt er wird's nicht wieder tun.

00:25:41: und dann sieht man wirklich Karl Heinrich Wackel.

00:25:43: also das ist entzückend Ja, aber es sind auch so witzige Lieder drinnen wie zum Beispiel überdrüssig meiner Schulden will ich ein paar tausend golden Kräuter in den Garten pflanzen.

00:25:53: Jahr um Jahr will ich den ganzen Goldenschad zusammenlegen Kunst und Wissenschaften pflegen Und zum Kummer meiner Erben Einst als Kräuterkröses sterben.

00:26:03: Eine Aufnahme des heiteren Herbariums mittere Nähschüttengruber gibt es noch nicht, aber wir haben eine Aufnahme mit Franz Salmhofer höchstpersönlich am Klavier entdeckt.

00:26:15: Julius Patsack

00:26:16: singt Zittergras

00:26:38: In Lüften.

00:26:39: Gottes Atem

00:26:41: sturmt, ist das nicht.

00:26:59: Julius Patzack und Franz Salmhofer mit dem heiteren Herbarium.

00:27:05: Salm hofer hat die Texte von Wackel vertont.

00:27:09: Ich möchte noch auf René Schüttengrubbers Bücher zum Thema Naturkosmetik hinweisen.

00:27:14: Das sind die Titel Schönheitspflanzen und ihre Wirkungen Und Honig für die Haut goldene Rezepte für strahlende Schönheit.

00:27:25: Ende September erscheint ihr neues Buch, nämlich Hautkompass.

00:27:30: Versteh was deine Haut wirklich braucht!

00:27:34: Auf radio-klassik.at finden Sie einen Link zu diesen Büchern im Artikel zu dieser Sendung mit Rene Schüttengruber.

00:27:43: Zum Abschluss spielen wir noch einmal Musik von Philipp Zuäulenburg Von Dezidig werfelt ein

00:27:50: drei

00:27:50: der Tag mit seinem Lichte.

00:27:53: René Schückengruber

00:27:54: und

00:27:55: Thomas Böttcher, mit wilde Rose!

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