Reif für die Insel
Shownotes
Die Donauinsel ist ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Wiener Bevölkerung, an warmen Sommertagen sind hier mehr als 200.000 Menschen täglich unterwegs. Auf der Donauinsel kann man schwimmen, radfahren, grillen, spazieren, skaten oder einfach die Seele baumeln lassen.
Für die 21 Kilometer lange und bis zu 250 Meter breite künstlich angelegte Insel gab es ursprünglich andere Pläne: Hochhäuser wollten manche hier bauen, ein zweites Alterlaa oder einen Bahnhof, es gab auch Pläne für einen Truppenübungsplatz.
Das Wien Museum hat die Geschichte der Donauinsel recherchiert und in einer ansprechenden Ausstellung aufbereitet. Martina Nußbaumer, eine der beiden Kuratorinnen, führt uns durch die Schau.
Eine Sendung von Monika Fischer.
Die Ausstellung im Wien Museum läuft noch bis 30. August.
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00:00:01: Kulturausflüge mit Radio-Klassik Stephansdom durch den Sommer.
00:00:06: Heute mit Monika Fischer, ich freue mich dass Sie zuhören!
00:00:10: An einem Tag wie heute einen heißen sonnigen Sommertag verbringen rund zwei hunderttausend Menschen ihre Freizeit auf der Donauinsel.
00:00:21: Zwei hundert tausend menschen das sind mehr als zehn Prozent der Bevölkerung Wiens.
00:00:26: Die Donauinsel ist also ein ganz wichtiges Naherholungsgebiet.
00:00:31: Geplant war das ursprünglich nicht, ihr Zweck war und ist der Hochwasserschutz.
00:00:37: eine Nutzung dieses Hochwesserschutzes stand zunächst nicht im Fokus.
00:00:42: dann gab es verschiedene Vorschläge was die Donau-Insel noch sein könnte zum Beispiel einen Truppenübungsplatz für das Bundesheer oder mit Wolkenkratzern überseht, das Manhattan von Wien.
00:00:56: Oder auch ein zweites Alt-Erla.
00:01:00: In den Kulturausflügen erfahren wir heute mehr über die Geschichte und die Vorgeschichte der Donauinsel – und zwar im Wienmuseum!
00:01:08: Die Kuratorinnen Martina Nussbaumer und Ulrike Krippner haben die einundzwanzig Kilometer lange künstlich angelegte Donauinsel in eine spannende Ausstellung gepackt.
00:01:22: Martina Nussbaumert führt uns durch die Schau.
00:01:34: Wir starten in der Ausstellung als Intro mit einem Drohnenflug über die Insel vom Einlaufbauwerk in Langänzersdorf bis hin zur Südspitze der Dona-Insel um einfach einmal die Dimensionen von diesem riesigen Bauwerk zu vermitteln, dass er doch einundzwanzig Kilometer lang ist und circa zweihundertfünfundsiebzig Meter breit an den Breitesten stellen.
00:01:51: Damit man einfach mal auch so einen Gespür kriegt was das für ein riesiges Projekt war.
00:01:56: Und dann ist die Ausstellung in vier Kapitel gekledert.
00:01:58: In ersten Teil geht es um die Vorgeschichte des Areals und die Vor- geschichte des Hochwasserschutzes in Wien.
00:02:04: Im zweiten Kapitel geht's um die Planung und dem Bauderinsel.
00:02:08: Im dritten Kapitel geht es um die Donauinzels ökologischen Ort, also als gemachte Natur.
00:02:12: Und im vierten Kapitel wird es um den Inzelsfreiraum für die Nutzerinnen und Nutzer.
00:02:17: Die Donau hatte ja mir eine große Bedeutung gehabt für Wien.
00:02:20: Sie war auch Transportweg aber sie hat doch viel Zerstörung gebracht.
00:02:24: Hochwasser, es gab Eisstöße.
00:02:27: Hier sehen wir jetzt ein
00:02:28: Bild von
00:02:29: der sehr verzweigten Donau.
00:02:31: und was ist das genau?
00:02:32: Also wir sehen hier eine Projektion die zeigt wie sich der Wiener Donauraum vom Mittelalter bis in die Gegenwart verändert hat wo man sieht dass die Donauer lange ein sehr stark meandern des Flusssystems mit vielen vielen Nebenahmen war.
00:02:44: natürlich je näher die Stadt am Fluss gesiedelt hat desto stärker war das Thema Hochwasser ein Thema.
00:02:50: Und es gab auch schon in der frühen Neuzeit immer wieder so leichte Versuche, Hochwässer in den Griff zu bekommen durch Dampbauten und kleinere Eingriffe.
00:02:58: Aber ein richtig großes Projekt zur Donauregulierung sollte dann erst im späten neunzehn Jahrhundert stattfinden!
00:03:04: Und das war dann doch ein gewaltiger Städtebaulicher Eingriff auch.
00:03:07: Also man hat dieses mehr andere Flusssystem gewissermaßen eingeeignet und der Donau ihr heutiges Gerades Strombett gegraben, und parallel zu diesem Strombrett hat man einen über zwanzig Kilometer langen und ca.
00:03:19: vierhundertfünfundssequenzig Meter breites Überschwemmungsgebiet angelegt.
00:03:22: Das ist dann für unsere Geschichte sehr wichtig weil das waren dann die Areale auf dem im zwanziger Jahrhundert neue Donau- und Donauinsel realisiert worden sind als zweiter Hochwasserschutz.
00:03:31: Wann ist das passiert?
00:03:32: Wann hat man das erste große Flussbett, das gerade gegraben.
00:03:36: Die erste Donauregulierung fand in den Jahren, da haben wir eine kleine Station, wo man die Pläne dazu sieht und auch ein paar der Maschinen, die damals zum Einsatz gekommen sind.
00:03:45: Zum Beispiel Fragmente eines Eimerketten-Buggers.
00:03:48: Es waren damals ganz neuartige Maschine wie sie auch beim Bau des Suezkanals zum Einsatz kamen.
00:03:54: Das ganze Aushuhrprojekt war mit Dammbauten verbunden.
00:03:57: Da sehen wir auch ein Modell eines Dams.
00:03:59: Es hat sich aber sehr rasch nach dieser ersten Donaoregulierung gezeigt dass das nicht ausreicht.
00:04:05: weiter überschwemmt war und es haben sehr früh um nineteenhundert weitere Pläne an Überlegungen eingesetzt, wie man den Hochwasserschutz in Wien verbessern kann.
00:04:13: Was gab's da für Plänen?
00:04:15: Da gab's ja sehr verschiedene Ideen!
00:04:17: Wir sehen hier zum Beispiel einen Plan aus dem Jahr n.a.
00:04:20: von Herrn Reich, wo man sieht dass es in den Überlegungen, wer neuer Hochwasserschutz aussehen könnte schon auch so Raumfiguren gab um n. a. die ein bisschen die Raumfigur einer Donauinsel Neuen Donau vorwegnemen.
00:04:32: also man sieht hier auch er hat schon einen sogenannten Vorlandkanal konzipiert der eben die Donau im Hochwasserfalt durch ein zusätzliches Gerinn entlasten sollte und auch so eine inselartige Mitte geschaffen.
00:04:44: Also, es zirkulieren solche Ideen schon nach dem Ersten Weltkrieg aber durch den beiden Weltkirche werden sie nicht realisiert und es brauchte dann quasi erst das große Hochwasservon-.
00:05:06: Dann kam dieses große Hochwasser und dann ist man das schon langsam
00:05:10: angegangen.
00:05:11: Eine zweite Geschichte, weil die ist dann auch wichtig ein bisschen als Vorgeschichte für die spätere Nutzung der Donauinsel.
00:05:16: Wir haben uns auch in der Ausstellung des alte Überschwemmungsgebieten noch mal ein bisschen näher angesehen.
00:05:20: Das war ein unverbauter Streifenland, der nicht bebaut werden durfte und eigentlich war er auch nicht zur Nutzungen vorgesehen.
00:05:26: aber die Wienerinnen und Wienern haben sich den über hundert Jahre lang wild angeeignet für Freizeitzwecke und wir sehen da an der Ausstellung sehr viele Fotos und Materialen, dieses Regelleben im Überschwemmungsgebiet dokumentieren.
00:05:37: Also die Leute waren dort baden, waren da zelteln, haben dort gekrillt.
00:05:41: also auch das Krillen ist nicht auf der Donauinsel erfunden worden.
00:05:44: an hat um nineteen Hundert zum Teil auch die Kühe von den benachbarten Stadtvierteln dorthin ausgetrieben zum Weiden.
00:05:49: man hat Hasen und Versahne gejagt Man hat Fußball gespielt.
00:05:53: Das Areal war, vor allem im Süden auch so ein bisschen die Wiege der Wiener Nacktbadekultur.
00:05:58: Also die ersten Nackttbadekommunities, zwanzigertreißiger Jahre haben sich dort entwickelt und gerade in diesen Communities war die Traurigkeit dann besonders groß wie es geheißen hatte.
00:06:05: Jetzt kommt die Donauinseln, den neuen Donaunt und unser Gebiet muss weichen, da hat man sich sehr große Sorgen gemacht um die Zukunft der Nacktebade-Kulturen win.
00:06:14: Und da gab's dann unter anderem vom Friedensaktivisten Waloli eine Unterschriftenaktion, der hat Unterschiften für FKK auf der neuen Donauinsel gesammelt.
00:06:22: Das ist vielleicht ganz interessant als Vorgeschichte, weil man sich heute wundert, warum es mitten in der Stadt auf der Donauinsel Acht Kilometer FKK-Strand gibt.
00:06:30: Das stimmt!
00:06:30: Das ist ja doch recht ungewöhnlich...
00:06:32: Es war dann auch ein interessantes Gebiet, weil es immer wieder auch als Treffpunkt für politische Gruppierungen gedient hat.
00:06:38: Vor allem in der Zwischenkriegszeit vor allem im Austrophasismus und in den Esszeit hat sich einerseits der Widerstand getroffen aber auch die Nationalsozialisten waren sehr umtrebig im Gebet schon.
00:06:47: In der Zeit der Illegalität gab's das Sonnenwend Feiern später dann große Kraft durch Freude feiern.
00:06:53: Auch nach Nr.m.A.
00:06:54: ist das Gebiet sehr, sehr intensiv genutzt worden und es gab zum Teil ganz große Großveranstaltungen an die sich so ins Gedächtnis älterer Wienerinnen und Wienern eingegraben haben.
00:07:02: Wir sehen da hier gerade einen Videoausschnitt vom ersten Wienertzweibrückenlauf im Jahr nineteen vierundsechzig, damit sind siebtausend zweihundert oder siebdausend fünfhundert Menschen von der Reichsbrücke zu Floritzdorfer Brücke gerannt.
00:07:14: Das war mal so wie der erste Vorgänger des Wienmarathons.
00:07:16: Und das sieht man auf den Filmenaufnahmen sehr schön, wie dieses alte Überschwemmungsgebiet ausgesehen hat.
00:07:21: Vielleicht noch dass man sich das vorstellen kann, wie es ausgesehnt hat also überschwemmons Gebiet.
00:07:27: wenn wir heute Donauinsel
00:07:29: in unserer Vorstellung haben
00:07:31: dann gibt's da Wege und es gibt grün und dies und das.
00:07:34: bitte beschreiben Sie doch mal wie das hier ausgelesen hat.
00:07:37: Das Überschwemmungsgebiet war das, was wir so im Wienerischen als gestätten bezeichnen würden.
00:07:41: Es war eben ein Grasland, es gab aber durchaus auch einige Büsche und Sträucher.
00:07:45: Es gab zum Teil auch Tümpel- und kleinere Seen.
00:07:47: Eine Realität hat sich noch jeder Überschwimmung ein bisschen verändert Und es gab dort, obwohl eigentlich nichts gebaut werden durfte immer wieder auch so sehen wie permanente Einrichtungen.
00:07:57: Es gab in der Zeit um ein neunzehnhundert durchaus kleinere Strombäder im Überschwemmungsgebiet wobei die meisten Leute dort wild gebadet haben.
00:08:06: Es gab in den zwanziger Jahren ganz kurz einen improvisierten Flughafen mit Linienflügen nach München und Puderpest.
00:08:13: Also das war einfach eine kleine Hütte und eine Waage hat sich dann bald natürlich aufs Flugfeld Aspern verlagert.
00:08:18: aber auch das gab's im Üerschwemmsgebiet.
00:08:21: Es gab zum Teil auch Wirtshäusern, Kiosken.
00:08:23: Also es gab hier auch viele Freizeitinrichtungen
00:08:26: schon.".
00:08:43: Wir sind im Wienmuseum in der Ausstellung Die Donauinsel.
00:08:48: Martina Nussbaumer eine der beiden Kuratorinnen führt uns durch diese Schau.
00:08:53: wir betreten gerade einen neuen Bereich der überschrieben ist mit Stadt mit zwei Strömen Fragezeichen.
00:09:01: Ja, das ist der Beginn des großen Kapitels über die Planungs- und Baugeschichte, die sich über mehr als dreißig Jahre gezogen hat.
00:09:08: Wir sind jetzt also da Mitte der Fünfzig Jahre.
00:09:10: Es war klar nach dem Hochwasser in den Vierundfünfzig.
00:09:13: Wien braucht einen neuen Hochwasserschutz und es sind unterschiedliche Varianten diskutiert worden wie er aussehen könnte, indem wir hier idealtypisch in einer Grafik festgehalten.
00:09:22: Eine Variante hat vorgeschlagen, einfach die bestehenden Dämme, die man auch schon bei der ersten Donauregulierung gebaut hat zu erhöhen.
00:09:29: Dammerhöhung hätte aber bedeutet auch Dampferbreiterungen und da hat man negative Auswirkungen auf den Grundwasserspiegel in der Lobau und auf die alte Donau befürchtet und es gab Berechnungen, wann nach dem Hochwasserfall schon einen Meter früher Land untergewiesen wäre als bei der zweiten Variante.
00:09:46: Und das ist die, die dann später auch realisiert werden sollte nämlich die Variante für den Donau eine Entlastungsgerinne zu graben also das was wir heute als neue Donau kennen um mit dem Aushub aus diesem Entlastung-Gerinn einfach parallel in der Insel anzuschütten.
00:10:00: Also wenn man so will, war die Dona-Insel ursprünglich eigentlich nur ein Nebenprodukt der Ausgrabbungsarbeiten für die neue Dona.
00:10:06: Das wäre einfach eine Möglichkeit kostengünstig diesen Aushub zu verbringen.
00:10:11: Das war eben die Variante, die dann im Wiener Gemeinderat mit den Stimmen von SPÖ und FPÖ gegen die Stimmen der ÖVP beschlossen worden ist.
00:10:19: Die ÖVB wäre das für das Projekt damals höher gewesen, weil es das konstengünstigere gewesen wäre.
00:10:24: Es gab da noch zwei andere Varianten, die diskutiert wurden sind aber dann recht rasch verworfen worden.
00:10:29: Eine Idee war in einem Umfluter zu bauen, der nördlich der alten Donau zur Richtung Machfeld schon geführt hätte.
00:10:36: Das wär natürlich viel aufwendiger zu bauen gewesen.
00:10:39: Also ein Umflutter.
00:10:40: Sie haben sich noch mal angerinnert, dass
00:10:41: sie anders lokalisiert.
00:10:44: Eine Idee wäre auch gewesen das Donaubet weiter auszugraben aber das hätte dann natürlich vor allem im Fall von Niedrigwasser Probleme mit sich gebracht für die Schifffahrt.
00:10:53: Das war ein Versumpfungsproblem bei Niedrigg Wasser.
00:10:56: Hier gibt
00:10:57: es Plakate und auf einem steht Mord an der Lobau.
00:11:01: Auf dem anderen steht statt Donauinsel fünf Milliarden besser verwenden also um die Donauinsel das war schon auch ein heißer Kampf.
00:11:10: Ja, also wie gesagt das Projekt ist neunundsechzig im Wiener Gemeinderat beschlossen worden.
00:11:14: Eben mit Stimmen von SPÖ und FPÖ gegen die Stimmen der ÖVP.
00:11:17: es war auch Gegenstand vom Gemeinderatswahlkampf.
00:11:19: neun und sechzig.
00:11:21: Es blieb auch noch ein Gegenstatt dem Gemeinderate-Wahlkampfen in dreiundsiebzig.
00:11:24: Also es war wirklich eine starke Kontroverse zwischen ÖVB und SPÖ.
00:11:29: Es wurde aber auch von Experten und Expertinnen diskutiert.
00:11:33: Die Zivilgesellschaft hat zum Teil bedenken geäußert.
00:11:35: man hat negative Auswirkungen auf den Lobau gefürchtet den Verlust des Überschwemmungsgebiets bedauert.
00:11:41: Es gab dann auch einmal einen Ölunglück in der Lobau und man hat merkt, man hatte auch so Umweltschutzbedenken gehabt.
00:11:48: also es war wirklich ein ziffer Debatter.
00:11:51: Und wenn man über die Situation, dass während dieser Debatte tobt eigentlich schon die Bagger unterwegs sind im Überschwemmungsgebiet.
00:11:57: Also wie gesagt, der Gemeinderatsbeschluss.
00:12:00: In den Ersten Bagger an und beginnen die ersten Bäume in dem Überschwemmunggebiet zu roten.
00:12:04: Und in den Erste Bäume beginnt man das Entlastungsgerinn auszugraben.
00:12:08: Alles noch nach dem Plan dieses bislang reintechnischen Hofauserschutzprojektes war es eben auch nicht ganz klar, wie das alles ausgestaltet werden soll.
00:12:16: Es gab schon vorher verschiedene Überlegungen auch in der Stadt.
00:12:19: es zu bebauen, unter anderem mit Hochhäusern auch ein bisschen von der Idee dass man diesen sehr kostspieligen Bau refinanziert.
00:12:27: Es gab aber genauso Ideen das Areal mit Freizeit-Einrichtungen auszustatten oder die Idee ist ganz grün zu lassen.
00:12:34: Das sind den Wald und Wiesengürtel Winz einzubetten.
00:12:37: also das war noch alles offen.
00:12:39: und in diese aufgeheizte Debatten Situation haben dann die Stadt und der Bund der ja auch Grundeigentümer waren nochmal interveniert und einen Wettbewerb ausgeschrieben.
00:12:48: Also wir haben dann diese sehr ungewöhnliche Situation, die Bagger fahren und gleichzeitig wird ein Wettbehörbaus geschrieben, der dann dreiundsieb bis siebenundsiesig läuft und Gestaltungsideen für den neuen Donauinsel sucht.
00:12:58: Das können wir uns vielleicht kurz
00:12:59: anschauen.".
00:13:22: Die Donau-Insel wurde schon gebaut, während ein mehrjähriger Wett Bewerb rund um die Ausgestaltung der Insel lief, sagt die Historikerin Martina Nussbaumer.
00:13:32: Dieser Wettbewerb war kein reiner Gestaltungswettbewerk für die Donauinsel, sondern man hat das Thema noch einmal aufgemacht.
00:13:38: Man hat überhaupt städtebauliche Ideen für den gesamten Dona-Raum gesucht.
00:13:42: Das Wettbetwerbsmotor war win an die Donauer weil es schon immer so als Manko empfunden wurde dass die beiden Stadtteile durch Überschwemmungsgebiet und Donau so stark getrennt sind.
00:13:51: Und in der ersten Wettbewerbsphase ist das ganz interessant, dass von fünfenvierzig Beiträgen nur ein einziger einer Nicht-Bebauung vorgeschlagen hat.
00:13:59: Alle anderen haben eine Bebauung hervorgeschlagen.
00:14:02: Das waren v.a.
00:14:03: auch Architektenteams die Bebauungen vorgeslagen haben, die diese Verbindung der beiden Stadtteile stark über Architektur gedacht haben und stark mit städtepaulicher Verdichtung vor allem entlang der Brückenachsen.
00:14:14: Wir haben der Zweider-Fünf-Siegerprojekte ausgestellt.
00:14:17: Man sieht links in der Wand ein Projekt aus dem Büro.
00:14:22: Christoph Lindtl, Lindtel kennen viele vielleicht auch als Erbauer des Donauturms und hier sieht man eben einen Vorschlag für die neue Insel mit sehr starker Bebauung rund um die Reichsbrücke und um andere Brücken, auch mit so futuristischen Visionen dass man die Donauinsel mit einer Schwebebahn mit einem Handelskeh verbinden könnte.
00:14:40: dann nehmen sie meinen Plan außen Büro Glück, Bäckerhofer.
00:14:43: Harry Gluck kennen vielleicht mancher als ein Bauer von Alt-Ehrler und wenn man da genauer schaut auf diese Visualisierung der Donauinsel auf diesem Plan sieht man hier Bebaungsstrukturen die sehr stärkeren Altehrler erinnern.
00:14:56: also auch hier der Vorschlag Wohnbebauung auf der neuen Insel.
00:15:01: es gab zugleich einen Vorschlag einen Hauptbahnhof auf der Insel zu richten.
00:15:05: Hier in der Vitrine.
00:15:07: Zu dieser Zeit kam es ja noch keinen Zentralbahnhof in Wien, da sollte dann erst ein Produkt des XXI.
00:15:12: Jahrhunderts sein.
00:15:14: Ein Vorschlag der auch recht rasch verworfen worden ist.
00:15:17: und das gab auch von außerhalb vom Wettbewerb immer wieder auch kurioser Ideen wie die Insel aussehen könnte.
00:15:22: Nachdem der Bund mit Grund eigentlich immer war, gab's zum Beispiel eine Idee ob man nicht einen Truppenührungsplatz fürs Militär auf der Insel machen könnte.
00:15:30: Der fiel dann auch recht schnell zur Seite.
00:15:33: aber man sieht wie offen das alles war Und wir haben eben Fazit erster Wettbewerbsstufe.
00:15:38: Es gibt nur einen Vorschlag vom Landschaftsarchitekten Hans Jakob nicht zu verbauen und wirklich da sich noch einmal stärker zu besinnen auf die alte Aulandschaft.
00:15:46: Der Rest will bauen.
00:15:47: Man geht in eine zweite Phase, ladert die fünf Siegerteams ein dann in die Detailplanung zu gehen, spannt diese fünf Siegerteams zur zwei Arbeitsgruppen zusammen und die sollen jetzt abschnittsweise die Insel entwickeln.
00:16:00: Jetzt ist aber noch immer unklar unter welchen Prämissen dieser Insel entwickelt werden soll.
00:16:04: es top noch einmal einer Debatte an den Medien Und es gibt jetzt immer mehr auch Kräfte innerhalb vom Projekt und im Hintergrund in der Verwaltung, die sagen sollten wir die Inseln nicht doch als Grünraum erhalten.
00:16:16: Wir merken auch das gesellschaftspolitische Umfeld beginnt sich langsam zu verändern.
00:16:21: In den Fünfzigern starten wir noch eben mit einem rein technokratischen Projekt.
00:16:25: Jetzt merkt man... Ja, es kommt schon langsam die aufkeimende Umweltbewegung ins Spiel.
00:16:30: Es sitzen da auch in der Verwaltung zum Beispiel junge Boku-Absolventen, die sich dafür einsetzen Grünraum zu fördern und das gibt viele Protagonisten, die dann auch verschiedenste Begehungen mit Medien, mit Experten organisieren um Skeptiker von diesen Potenzialen des Grünraums zu überzeugen.
00:16:48: Und so langsam kam's dann zu einem Umdenkprozess.
00:16:52: Wir bauen nicht, wir gestalten die Insel als Grünraum aus.
00:16:56: Also ein sehr langer Prozess und das Projekt war jetzt natürlich massiv unter Hochdruck, es ist er weiter schon gebaut worden und unter anderem hat man auch schon diese ursprünglich konzipierten steilen Böschungen gebaut also die überhaupt nicht benutzbar gewesen wären für Schwimmerinnen, also im ursprungslichen Plan hätte man keinen Wasserzugang von der Darmkrone gehabt und hat dann angefangen eben noch einmal diese Böschungen zu redimensionieren.
00:17:19: Und überhaupt war es klar, wenn das jetzt ein Natur- und Erholungsraum werden soll kann man nicht einfach nur gerade das Geringe und einen Dampen bauen sondern dann braucht's attraktive Geländemodellierung, dann braucht es Buchten, dann auch eine Landschaftsarchitektonische Konzept.
00:17:34: und das war dann der Zeitpunkt wo man auch zwei landschafts architektronischen Teams ins Projekt geholt hat unter anderem Gottfried Hans Jakob den ersten Wettbewerbsphase diesen Vorschlag gemacht hat.
00:17:45: Der war einer der Landtagsarchitekten, die dann das Konzept für die Insel mit ausgearbeitet haben und das Bürokirchner.
00:17:57: Leitprojekt für den Donauraumvorlag in Form eines Plans und auch in Form des Modells, das dann im Jahr neunundsehneunundsiebzig im Wiener Messepalaster Öffentlichkeit präsentiert worden ist.
00:18:08: Und wir haben das Glück dass sich dieses Modell, das elf Meter lang ist erhalten hat und sich seit dem Win-Museum befindet.
00:18:15: und wir haben dann anlässig der Ausstellung dieses Modells wieder aus dem Depot geholt.
00:18:18: und unsere Objektrestauratorinnen sind liebevoller Kleinarbeit sechshundert Stunden lang restauriert.
00:18:24: Wir finden es jetzt ganz schön, weil man noch einmal die Dimensionen vom Projekt vermittelt bekommt und die Strukturen der Insel, die auf diesem Modell schon sehr ähnlich aussieht wie wir sie heute kennen.
00:18:35: Es fehlen natürlich dann noch Dinge, die später dazugekommen sind wie das Kraftwerk Freude Now oder man sieht auch keine Kopperkakraner an Sanken City aber die Insel ist schon ganz gut erkennbar was wahrscheinlich das ist was sich am stärksten verändert hat.
00:18:47: im Vergleich zu neunundsebzig ist die Bauerngrund herum.
00:18:51: also man sieht nach wie stark die Stadt so gerade im Bereich der Platte gewachsen ist.
00:18:56: Vielleicht noch zur Landschaftsheitektur haben wir auch zwei Pläne, die ein bisschen so die Grundideen der landschaftsheitigtonischen Strukturierung der Insel zeigen.
00:19:04: Man hat sich entschieden den Mittelteil der Insell wie einen urbanen Park zu gestalten und hat mir gesagt da wird die stärkste Nutzung sein, da wird irgendwann auch die U-Bahn hinführen.
00:19:12: deswegen bis heute dort auch sehr viel Beton, sehr robuste Strukturen Und dafür die Enden der Dona-Insel, die ja auch als Nachbarschaft, die Aulandschaft im Norden und Süden Winz haben diese Natur nahezu gestalten.
00:19:25: Und auf das haben dann auch die Bepflanzungskonzepte abgezählt.
00:19:29: Man darf nicht vergessen, dass auf der Donauinsel es wurden von rund eineinhalb Millionen Bäume an Streue gepflanzt und jeder genau nach Plan.
00:19:35: Also es ist keine Pflanze zufällig positioniert worden.
00:19:38: Wenn man sich genau überlegt wo sollen Sichtachsen sein?
00:19:41: Wo sollen Liegewiesen sein?
00:19:42: Wohin sollen Wälder entstehen also wirklich ein durch und durch... des Center-Landschaftsraums.
00:20:05: Von twohneunzehnhundertzwanzig bis neunzehntundachtachzig wurde die Donauinsel gebaut, beginnen dann den beiden
00:20:14: Enden.
00:20:15: als Letztes wurde der Bereich um die Reichsprücke fertiggestellt.
00:20:20: Der Bau wurde von verschiedenen Werbemaßnahmen begleitet.
00:20:24: Kuratorin Martina Nussbaumer führt uns zu einem Bildschirm auf dem ein Werbefilm gezeigt wird.
00:20:30: Es gibt einen Belang-Film aus den frühen sechziger Jahren, den die Stadt Wien in Auftrag gegeben hat mit zweiter bekanntesten Schauspielerinnen und Schauspieler der Zeit.
00:20:39: Mit Walteroth Haas und Erwin Strahl.
00:20:41: Der Film heißt Donutswilling im Doppelbett.
00:20:43: Das ist ein elfminütiger Film im Stil von Belangssendungen.
00:20:48: Und der Plot von diesem Film ... Weitertas und Erwin Strahl sitzen am Kallenberg, schauen auf die Donau.
00:20:54: Sind bei Mittagessen und Blaudern über den neuen Hochwasserschutz.
00:20:57: Erwin strahl ist extrem skeptisch und bringt jedes Gegenargument gegen den neuen hochwasserschutz vor was je in der medialen Debatte vorgebracht worden ist als skeptisch ob es notwendig ist, ob's die erwünschte Wirkung haben wird, ob sich das negativ auf die alte Donau und die Lobauer auswirkt.
00:21:13: Und Weitartas entkräftet Sachkunde jedes Argument.
00:21:16: sie machen lokal Augenscheine an Begehungen Und am Schluss des Erbinstrahls völlig überzeugten.
00:21:21: sie stoßen gemeinsam mit einem Glas wie einer Hochquelle Wasser auf den Donuts willing im Doppelbit an.
00:21:27: Man glaubt fast schon ein frühes feministisches Video, Sie erklärt ihm, wie es funktioniert.
00:21:32: aber dann gibt's ja eine Schlüsselszene im Film wo er fragt, woher hast du das alles?
00:21:36: Von der Dauerwelle beim Friseur.
00:21:38: und dann sieht man sich die Stadt Wien proschieren beim Frisör studieren.
00:21:41: Aber es gibt einen ganz guten Einblick in die Debatten.
00:21:45: Ganz interessant ist auch eine Werbesstrategie für die frühe Donauinsel, eine war die sehr viel mit Urlaubsmetaphern gearbeitet hat also viele Protagonisten und Protagonistinnen, die in der Baugeschichte beteiligt haben uns erzählt, dass ein gewichtiges Argument für die Ausgestaltung als Freiraum auch ökonomische Argumente waren.
00:22:03: Man hat gesagt, die Wienerinnen und Wienern fangen ja jedes Wochenende am Neusiedler sieht und es geht ums Steuergeld.
00:22:08: das wäre doch schön wenn sie das Wochenende in der Stadt verbringen weil sie da entsprechende Infrastrukturen haben.
00:22:13: und dann gibt's so Werbemittel.
00:22:15: Die Ascheine funktionieren so, ihr müsst jetzt niemand an der Neusiedlerssee fahren.
00:22:19: Ihr müsst niemand in die Revierer fahren, ihr habt doch jetzt den Lidon in Wien und wollt da nicht hier Urlaub machen.
00:22:24: also das ist eine Werbelinie, die man in den achtziger Jahren ganz gut sieht.
00:22:28: Wie viel Werbung es tatsächlich gebraucht hat sei dahingestellt weil die Winnerinnen und Winner haben sich die Baustelle sowieso schon selber angeeignet.
00:22:35: wir sehen in der Fotos dass die Menschen schon mit Klappstühlen und Liegestühlern und Sonnenschirmen auf die Baustelle gekommen sind und gleich einmal das Grundwasser, das ausgetreten ist bei den Bauarbeiten zum Baden genutzt haben.
00:22:47: Man hat auch zu jeder Teileröffnung jedes Abschnitts der Fertigwarnissein festgefeiert und hat Feste mit Musik- und Gastronomie veranstaltet.
00:22:54: Das sehen wir gerade des Teileröffnungsfestes von Eintracht.
00:22:57: Wunderand am Minisex gespielt hat.
00:22:59: man sieht irgendwo auch Walulis so zufrieden durchs Bildhüpfen.
00:23:03: Da sind ja auch schon ein wenig die Wurzeln für spätere Donauinselfeste.
00:23:06: also Party und Feiern hat früh funktioniert auf der Donauinsle.
00:23:09: Und da sind früh viele Menschen gekommen.
00:23:11: Das Besondere an der Dona-Insel ist vielleicht auch, dass wirklich die gesamte Küstenlinie konsumfrei zugänglich ist.
00:23:16: Also wir haben es um zweiundvierzig Kilometer... Strand, wenn man so will der ohne Eintritt benutzbar ist.
00:23:22: Bruno Domani einer der Protagonisten im Projekt hat sich stark dafür eingesetzt dass die Insel ein Grünraum wird.
00:23:27: er war damals Grünflächenplaner der Stadt Wien und war dann auch Schirrimitglied und später Donauinselkoordinator.
00:23:33: vergleicht es immer ein bisschen mit dem Wörtersee und sagt ok da wört das sie und die Dona Insel nimmt ca gleich viel Uferlinie.
00:23:39: nur beim Wörterssee sind zehn Prozent zugänglich bei der DonauInsel ist es der gesamte Raum Und er hat sich wirklich dafür eingesetzt, dass es auf der Donauinsel keine Vereinsflächen gibt, die nur für Mitglieder zugänglich sind.
00:23:49: Sondern, dass man das Areal bis auf wenige Flächen zugänglicher hält und etwas, was das Areall bis heute sehr stark ausmacht.
00:23:56: Wir merken auch in vielen Interviews mit Inselnutzerinnen und Inselnutzern, dass das wesentlicher Teil dessen ist, warum die Donau-Insel so beliebt ist, dass sie eben ohne Eintritt zugängliches.
00:24:29: Im Zuge des Baus der Donauinsel wurden noch andere Bauvorhaben umgesetzt, wie der linke Abwasser-Sammelkanal, der die Abwässer aus Floridsdorf und der Donaustadt sammelt.
00:24:40: Es wurden Trinkwasserbrunnen errichtet und mehrere Brücken.
00:24:44: Die auch damals schon umstrittene Donauuferautobahn wurde gebaut – und die U-Bahnlinie U-I.
00:24:51: Man hat ja ursprünglich geplant, die U-I in einer eigenen Brücke parallel zur Reichsbrücke zu führen.
00:24:56: Und dann ist mitten im Bauprojekt Donauinsel im August, in den Sechsensechsten, die Reichsbrucke eingestürzt.
00:25:02: Das natürlich eine sehr tragische Geschichte war und auch Projektverzögerungen für den Bau der Donauerinsel neuen Donau mit sich gebracht hat aber auch die Chance geboten hat beim Bau der neuen Brücke U-Bahn und Straße in einer Doppelstock-Brücke zu vereinen.
00:25:15: Ganz interessant ist, dass wir erzählt bekommen haben.
00:25:18: Das ursprünglich diskutiert worden ist ob sich ein Abgang an der Donauinsel für die Ua-Eins überhaupt auszahlen wird?
00:25:24: Man hat einfach nicht vorhersehen können das einmal so viele Leute die DonauInsel besuchen werden und hat sich gefürchtet, dass im Winter dort niemand aussteigen wird und es eine Geisterstation wird.
00:25:33: also aus heutiger Sicht unverstellbar.
00:25:35: Aus dreimal Gesicht muss man immer bedenken Die Donau Insel wurde zu einer Zeit der schrumpfenden Stadt gebaut Im Jahr nachts in achtundachtzig wie die Insel fertiggestellt worden Stand im zwanzigsten Jahrhundert gehört.
00:25:47: Einzigmal fünffünfvierzig Millionen Einwohnerinnen und Einwohner, und Zeit heißt die Stadt um eine halbe Million Menschen gewachsen und vor allem eben auch in den Bereichen um neue Donau- und Donauinsel.
00:25:58: also eben das hat da damals niemandem
00:25:59: schirm.
00:26:04: Die Geräusche diese gerade hören stammen von einer Videoinstallation Darius Kowalskis in der Ausstellung die Donau Insel im Wienmuseum Zu hören sind die U-Bahn schwirrende Insekten, das Klackern von Skateboards unter den Reisbrücke der Wind in den Bäumen und Blubbergeräusche vom Mülltauchen.
00:26:26: Die Dinge wie Fahrräder aus dem Wasser ziehen.
00:26:30: Stadt und Natur vereint die Donauinsel.
00:26:35: Sie ist Heimat für viele verschiedene Pflanzen und Tiere.
00:26:38: mehr darüber erfahren wir im nächsten Bereich der Ausstellung.
00:26:42: Generell kann man sagen, dass die Dona Insel heute durch so ein Hotspot der Biodiversität in der Stadt ist.
00:26:47: Es gibt hundertsechsunddreißig Wildbinnenarten, die hier leben über dreißig Lebellenarten viele Amphibien.
00:26:54: Der Biber hat sich wieder angesiedelt beim neunzen Jahrhundert schon ausgestorben waren nicht immer zur Freude der Nutzerinnen und Nutzern weil auch Bäume umfällt.
00:27:03: Es gibt momentan auf der Dona Insel auch ein Aufzugsprojekt zur Wiederansiedlung von alten Störarten, die schon fast ausgestorben waren.
00:27:09: Das Recht erfolgreich läuft und beim Durchaus auch seltene Pflanzen auf der Donna Insel, die hier vorkommen.
00:27:17: Es gibt natürlich auch das Problem Neophyten auf der dona Insel eingewanderte Pflanzen, die sich vielleicht nicht immer so gut vertragen mit dem was ursprünglich intendiert ist.
00:27:27: immer wieder so kleinere Konflikte, auch zwischen den Interessen der Nutzerinnen und Nutzer.
00:27:32: Und den Interesse von Tieren und Pflanzen!
00:27:35: Man sieht das zum Beispiel auch ganz gut am Wasserkras.
00:27:37: Wassergras ist ja eigentlich ein gutes Zeichen für Wasserqualität, weil Wassergräser filterndes Wasser antragen zur Badequalität bei aber sie kitzeln halt die Badenden und haben vor allem zugewärmert werden Temperaturen in den letzten Jahren zum Teil ein bisschen überhand genommen und da werden jährlich Tonnen an Wasserkrass aus der neuen Donau gemäht.
00:27:56: und wir sehen hier im Schluss dass es gerade einen Projekt auf der Universität verbunden Kultur gibt, die versuchen Prototypen zu entwickeln diesem Wassergras nicht Verpackungsmaterial in Werkstoffe fertigen könnte, damit es nicht nur einfach auf den Kompost wandert sondern produktiv genutzt wird.
00:28:31: Wir sind jetzt
00:28:31: im letzten Teil dieser Ausstellung über die Donauinsel im Wien Museum.
00:28:36: Der ist in der Grundfarbe gelb gehalten.
00:28:39: Worum geht's hier?
00:28:40: In diesem letzten Bereich geht es immer um die Bedeutung der Insel als Freiraum für die Menschen in der Stadt.
00:28:45: Und das geht auch um die Nutzerinnen und Nutzer, die die Insel nutzen.
00:28:48: Und ein Herzstück von diesem Kapitel ist ein Tisch mit vierzehn Porträts von NutzerInnen an den Nutzern, die diese Insel nutzen.
00:28:55: Vielleicht nochmal verwecken.
00:28:57: Wir würden ja die These wagen, dass es in Wien wenige Orte gibt, die von so vielen unterschiedlichen Gruppen der Staatsgesellschaft gleichzeitig genutzt werden wie die Inselfel, also Menschen aller Altersschichten, aller Bildungsschichten oder Herkünfte.
00:29:09: Und das Ganze geht sich eigentlich auch weitgehend konfliktfrei aus, weil die Insel einfach so viel Platz bietet.
00:29:15: Weiß ich das alles über einundzwanzig Kilometer Länge ganz gut verteilt und wir haben versucht auf unserem Tisch unterschiedliche Personen aus unterschiedlichen Gruppen der Stadtgesellschaft mit ganz unterschiedlicher Nutzungsinteressen zu porträtieren um ein wenig in die Vielfalt der Nutzungen einzutauchen.
00:29:31: Das reicht vom einen Porträt einer Schülerin vom Schulschiff, also auch das eine Besonderheit von der Donauinsel.
00:29:37: Das ist ein eigenes Schiff an der Dona-Insel.
00:29:39: Anka hat seine Schule beherbergt die natürlich nicht nur Schuldzeit auf der Insel verbringt sondern viel auch Freizeit mit Freunden.
00:29:45: Wir haben mit einem ehemals Obdachlosen gesprochen, der die Insel zum Übernachten genutzt und also auch da so eine Form der Nutzung der Insell.
00:29:53: Jetzt sehen wir den Herrn Jovanovic, Muttersprachlicher Grillmeister auf der Donauinsel.
00:29:56: Wir machen auch zwei Porträts von Menschen die hier arbeiten und für das Funktionieren der Insel im Alltag sorgen.
00:30:01: also er sorgt dafür dass das miteinander nebenan da beim Grillen konfliktfrei funktioniert.
00:30:07: Wenn ein paar Trees vom Menschen die Sport machen auf der Donnainsel zum Beispiel eine Literatin die regelmäßig wakeboardet auf der Inselfel werden später einen jungen Leistungshoderer.
00:30:16: oder Wir haben auch einen blinden Triathleteninterview der die Insel zum Training nutzen erzählt, warum sie sich gut für blinde Menschen zum Trainieren eignet.
00:30:25: Wir haben da Leute aus der Sprayerszene mit meinen Kapfenfischer ums Eck
00:30:30: z.B.,
00:30:31: ein Porträt von einer Dame, die in den Achtzigerjahren aus dem Iran geflüchtet ist und dann der neuen Donau des Nacktbaden entdeckt hat also so eine Geschichte einer Doppelbefreiung, die wir auch sehr schön fanden.
00:30:42: Wir haben ein Porträt von pakistanischen Studenten, die immer zum Cricket-Speaking kommen und auf die Donauinsel.
00:30:47: Und viele Porträte ist mehr!
00:31:01: Die letzte Station unserer Ausstellung ist eine Fotostrecke mit den Best of der Einreichungen von der Insta Challenge, die wir begleitend zur Ausstellung gemacht haben.
00:31:10: Und Christina Koblitz, die das Projekt betreut hat, hat eben eingeladen Menschen ihre Inselmomente zu posten.
00:31:17: aus meiner Sicht wunderschöne Strecke geworden, wo einfach immer so viele Aspekte der Dona Insel sichtbar werden.
00:31:23: Also wo man sieht sie ist ein Ort, wo man ungewöhnliche Naturbegegnungen machen kann.
00:31:27: Es ist ein Orte wo es vielfältigste Freizeitnutzungen gibt.
00:31:31: wir sehen anhand einiger älterer Einreichungen hier auch das es früher einmal mehr Schnee und Eis gegeben hat als es heute gibt.
00:31:38: also wir merken noch den Klimawandel auf der Donauinsel Zunahment.
00:31:41: Es gab zum Beispiel bis vor zwanzig Jahren noch eine Leupe auf der Insel, aber die konnte eigentlich seit zwanzigerjahren nicht mehr gespurt werden weil der Schnee fehlt.
00:31:48: Also es erzählt auch ein bisschen was vom Klimawandel, aber es erzählt vor allem eben von diesen sehr unterschiedlichen Stimmungen, sehr ruhigen Intimenstimmungen und dann wieder Stimmung wo sie einfach wuselt verleuten und wo man einfach so diese... dieses Stadtfeeling auch hat.
00:32:02: Also ich finde, es ist ein sehr schöner Ausgang zu ausstellen mit so vielen Perspektiven von Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohnern auf ihre Insel hinauszugehen.
00:32:10: Und wir merken ganz oft, dass Besucherinnen und Besucher einmal stehen bleiben und sagen jetzt müssen wir doch mal wieder auf die Insel gehen oder wir haben dann manchmal auch Besucherinbesuche, die noch nie auf der Insel waren und denen sagen ja vielleicht schauen wir uns das jetzt doch mal
00:32:21: an.".
00:32:25: Die Ausstellung «Die Donauinsel im Wienmuseum» macht wirklich Lust auf einen Besuch der Insell!
00:32:33: Die Ausstellung selbst können Sie noch bis dreißigsten August erleben, Dienstag bis Sonntag ist das Wienmuseum geöffnet.
00:32:43: Das war unser heutiger Kulturausflug – nächste Woche führen wir sie ins Machfelder Schlössereich!
00:32:50: Mein Name ist Munika Fischer und ich freue mich aufs Nächste wiederhören und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend mit dem weiteren Programm von Radio-Klassik Stefans Dom.
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