per- 260831#Sommergespräch_Laichner_sth_sl_Langversion
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00:00:00: Liebe Höhren und Hörer von Radio Klassik-Steffansdom, ich begrüße Sie zu einem weiteren Sommergespräch.
00:00:06: Den Monaten Juli und August haben wir jeweils Montag eines.
00:00:10: Der heutige Gesprächspartner ist der neue Missionationaldirektor Fahrer Johannes Leichner und da auch gleich dahin weiß er ist uns aus Tirol bei der Aufnahme zugeschaltet gewesen.
00:00:23: daher hören sie es vielleicht auch technisch raus.
00:00:25: Mein Name ist Stefan Haus auf Radio Klasik-Stephansdom.
00:00:29: Sophie Loranger, die Cheferdaktörin der Zeitung der Ärzte Jozusebine.
00:00:33: Der Sonntag werden wir die Fragen gemeinsam an Pfarrer Leichner stellen und ich erteile somit auch Sophie Lorange das Wort.
00:00:42: Herr Pfarrers Johannes Leichners, Sie sind in Tirol geboren.
00:00:47: Wo genau?
00:00:48: Ich bin in Innsbruck geboren und in Delfs im Tiroler Oberland dann aufgewachsen.
00:00:53: Sie waren ein sehr traditionsreiches, bekanntes Gymnasium besucht – die Schule in Stiftstams!
00:01:00: Die Zisterziänser führen diese Schule?
00:01:03: Der Orden war dann kein Weg für sie?
00:01:05: Ehrlicherweise war das durchaus ein Gedanke.
00:01:08: der damalige Religionslehrer, der spätere Abt German Erd hat immer wieder gewagt uns als Schüler anzusprechen ob der Ordens eintritt auch etwas weh.
00:01:21: Bei mir hat sich das dann aber durch einen sehr dynamischen und sehr aktiven Kooperator in meiner Heimatgemeinde gewandt, ihr habt an dessen Leben und Wirken und ein der Art wie er mit uns Jugendlichen in der Seelsorge umgangen ist einfach den Gedanken dann in mir schwanger getragen auch sozusagen in die Fußstapfen eines Weltpriesters zu treten Und in seiner Art, glauben sehr freutvoll und sehr leicht zu leben.
00:01:54: für uns Jugendliche war das für mich Motivation diesen Weg ja auszuprobieren.
00:02:01: Das Dialogiestudium dann zu beginnen und bin dann gleich einmal darauf in das Priester Seminar in Innsbruck eingetreten.
00:02:08: Wenn man so wie Sie aus dem sogenannten heiligen Land Tirol stammt sind sie da wohl auch schon in eine sehr gläubige Familie hineingeboren worden?
00:02:19: Ich bin sehr dankbar für ein gläuberes Elternhaus, vor allem der Glaube meiner Mutter die aus einem Bergbauern auf einem Bergbahnhof stammt und deshalb seit Kindheit an wusste dass man sein Leben auch in der Hand Gottes weiß.
00:02:38: In dieser Wahrheit, und glaube ich auch lebensweise hat sie meine Schwester und mich erzogen.
00:02:45: Und deshalb habe ich den Glauben immer als Möglichkeit für ein schönes Leben, für ein erfülltes Leben eigentlich von der Muttermilch an so mitbekommen.
00:02:59: Meine Mutter und mein Vater sind ganz klassisch katholisch die religiösen Traditionen im Familienhaus sehr hochgehalten.
00:03:11: Durch die Schulausbildung bei den Zissurzents und in Stamms war das natürlich dann noch auf derselben Ebene gefördert sozusagen, und somit war mein Glaubensweg nie durch irgendein Berufungserlebnis geprägt, sondern einfach die Erfahrung das Glaube trägt und dass es sich lohnt alles auf eine Karte zu setzen.
00:03:37: Dass es erfüllt – und das kann ich bis heute sagen – dass ich keinen Tatbereit habe den Bischof damals, das war der jetzige Bischoff von Linz, zu fragen ob er mich ins Priesterseminar aufnimmt?
00:03:51: Da vor vielleicht noch die Frage zurück zur ihrer Schule.
00:03:54: Stams ist an sich bekannt.
00:03:56: Das sind eine Kaderschmiede für Sport, besonders im nordischen Bereich?
00:04:01: Ist das was, was Sie kennengelernt haben?
00:04:03: Also selber nicht!
00:04:04: Es gibt in Stams zwei Gymnasien.
00:04:07: eines des Ski-Gymnasium Stams, dass auch in der Trägerschaft, glaube ich, das Stiftestamps steht aber auch der ÖSV und eben diese Schule betreibt die Ausbildungstätte.
00:04:19: Wir waren im Privatgymnasium das Stifte Stams Ein neusprachliches Gymnasium, das zu meiner Zeit auch noch das Glück hatte dass dort Ordensmitglieder die die entsprechende bdb-ausbildung hatten dort auch unterrichtet haben und somit haben wir auch da und dort einblick ins ordensleben und auch in die die spiritualität der zisterzänzer bekommen.
00:04:45: Das war faszinierend.
00:04:47: und vielleicht gleich anschließend Der Kheim oder der Samen für die Passion, für die Mission hat dieser spätere Abt von Stammes gelegt.
00:04:58: In dem er den Religionsunterricht immer mit den Ausgaben der alle Welt gestaltet hat und wir haben also in der Oberstufe teilweise auch schon in der Unterstupe alle Religionstunden mit einem Ausblick in die Mission gemeinsam gehabt.
00:05:18: Ich bin sehr früh eigentlich mit einem der schönsten Fenster, der selbstliche Missionswerk in Österreich.
00:05:26: Nämlich diese wunderbare Missionszeitschrift Alle Welt in Kontakt gekommen.
00:05:31: und im Rückblick jetzt scheint es fast eine Fügung zu sein dass man eigentlich schon seit Schulzeiten mit der Faszination der Weltkirche über diese Art in Berührung kommen ist.
00:05:44: Darf ich da gleich nachhaken?
00:05:46: Was hat sie denn so als junger Mensch im Gymnasium begeistert an den Themenwelten von der Mission?
00:05:55: Das waren vermutlich auch die authentischen Berichte von Missionaren, von Menschen in ganz unterschiedlichen weltkirchlichen Kontexten mit ganz unterschiedlicher Herausforderungen bis hin zum Thema Christenverfolgung.
00:06:11: Für mich hat sich das immer als ganz eine spannende Sache angehört, Missionare in ihrem Tun als Leser dieser Aller-Weltzeitschrift zu begleiten.
00:06:23: Auch diese Bilder kann ich mir erinnern wann für mich sehr ansprechend weil sie einfach so dieses authentische Leben in anderen Weltkontexten so gezeigt haben.
00:06:35: Das war für mich als jungen Brusch sehr faszinierend Und habe da und dort auch meine Mutter geschockt, mit der Ankündigung selbst einmal in die Mission zu gehen.
00:06:47: Erst vor kurzem habe ich genau über dieses Detail mit ihr gesprochen und es hat sich jetzt bewahrheitet zwar in einer anderen sicherlich sehr viel angenehmeren Art, Mission zu betreiben.
00:06:59: von Wien aus mit den Mitarbeitern der Päbschlichen Missionswerke kann man sicher nicht vergleichen mit dem Einsatz der Ordensfrauen, die dort für uns sicher unwegsamen Gebieten in Verhältnissen, die wir uns bei Gott nicht vorstellen können.
00:07:19: Dass sie dort die Freude am Glauben weiter schenken und das mit einer Überzeugung machen, die inspiriert.
00:07:27: Das ich Sie jetzt als Nationaldirektor der bäblichen Missionswerke zukünftig auch in diesem Tun unterstützend darf durch Die Weiterleitung der Spenden durch die Projekte, die wir mit diesen Partnern vor Ort durchführen ist für mich ein Geschenk von oben.
00:07:48: Als Landfahrer hat man mit vielen Dingen zu tun, angefangen mit Kirchenrenovierungen und den Kartifäsen mit einem ganzen bunten Spektrum an Seelsorge.
00:08:00: was mich aber jetzt sehr freut motiviert für diese neue Aufgabe ist jetzt, dass man so in das missionarische Tun kommt.
00:08:09: Zumindest, dass Menschen die in der Mission direkt stehen und nicht dabei unterstützt.
00:08:16: Das ist ein Kernbereich der Aufgabe des selbstlichen Missionswerkes zu ermöglichen.
00:08:22: Dass Gemeinden blühen, dass Weltkirche wächst, dass die Menschen aus dem Nordhaus geholt werden.
00:08:30: sehr schablonenhaft, aber dahinter stehen Menschen mit Schicksalen und Geschichten.
00:08:36: Mit Wünschen und Hoffnungen.
00:08:39: Und da ein kleines Zahnrad dabei zu sein, mitzuhelfen macht mich sehr zufrieden und hoffnungsvoll, dass dieser Dienst für die Weltkirche mich auf ganz besondere Weise
00:08:54: erfüllt.".
00:08:54: Wenn wir auf dieser missionarischen Ebene bleiben, welche persönlichen Erfahrungen haben Sie denn da gemacht?
00:09:00: Wo konnten sie sich ein Bild vor Ort machen von missionarischer Tätigkeit wo die pipseligen Missionswerke im Einsatz sind.
00:09:09: Sie helfen und hier eben für Menschen mit Benachteiligungen eintreten.
00:09:14: Der erste sehr schöne Einblick in die Mission war für mich während dem Theologiestudium der Wahl Babs Benedikt, einer der Kardinele, die einmal in Innsbruck am Canisianum geführt von den Jesuiten dort.
00:09:31: Eine ganz berühmte Ausbildungsstätte wo ganz viele Bische für der Weltkrieg hervorgangen sind einen Kurzurlaub, einen Besuch an seinem alten Studienort eingelägt hat und ich hatte von meinem Regens die Aufgabe ihn zu begleiten Der einzige, der jetzt auch sprachlich geeignet war.
00:09:52: Dieser Kardinal war damals Kardinal Asgut Amala und er hat dann beim Abschied gemeint, er würde mich in kürze Einladung zu einem besonderen Aufenthalt bei ihm.
00:10:07: und wenige Monate später kamen diese Einladungen per Brief und durfte einen Monat lang diesen Kardinal auf seiner Missionsreise durch seine Diözöse begleiten.
00:10:19: Also der ganze Bereich, da.
00:10:22: Problematik für in Lateinamerika mit den Stichworten Befreiungstheologie und dem aggressiven Werben der evangelikalen Gemeinden mit bitterer Armut auch dort war für mich einerseits natürlich ein Schock wenn man dort hinüber fährt andererseits auch eine Bestätigung dass es sich lohnt egal in welchem Kontext und in welchem Land man lebt, dass man verbunden im Glauben seinen Weg weitergeht.
00:10:53: Und dass es mir die Hoffnung nicht aufgibt.
00:10:55: Der Zweite für mich auch sehr prägendere Einblick war eine Fahrt mit den bäbschlichen Missionswerken nach Cameroon – in dem francophonen Teil dieses Landes.
00:11:06: Cameroons hatte einen anglofonen oder francophone Bereich aufgrund der Kolonialgeschichte Und dort galt es dann, Auftrag der Web-Missionswerke auch Partnerprojekte zu besuchen und die Bischöfe zu begleiten.
00:11:24: Das Projekt unheimlich wünsche ich jedem Dialogiestudenten würde gerne viele an solchen Erfahrungen teilhaben lassen weil das öffnet einfach die Augen für eine ganz andere Realität der Weltkirche.
00:11:41: Das hilft uns auch ein bisschen zu bemerken, dass wir nicht der Nabel der Weltkirche sein.
00:11:47: Auch wenn wir das immer glauben im deutschsprachigen Raum, dass die Wortführer sind in vielen Themen und vielen Diskussionen.
00:11:59: Und dann sieht man durch solche Missionsaufenthalte ... Die Weltkürche ist viel komplexer.
00:12:06: Genial, vielfältig und bunt!
00:12:09: Es ist ein Blick in eine unendlich faszinierende dynamische, vitale Blaumslandschaft.
00:12:17: Wir haben natürlich bei uns im deutschen Raum die Mittel und Kirche um Fahrer zu gestalten.
00:12:24: Die fehlen dort großteils.
00:12:26: was aber da mir scheint also der große Unterschied ist schon auch die Bereiche und das Geschenk der Weltmission an uns dass die einfach diese diese inspirierende Glaubensfreude ausstrahlen und die ihm auf der Zunge tragen.
00:12:41: Das beginnt schon bei der Begrüßung, wenn man dort in Dörfer hineinkommt und man wird französisch begrüßt und das ist sofort die Aussage ich bin Christ und das macht mir Freude!
00:12:53: Es ist schön dass du da bist und es ist öfters passiert auf dieser Reise in Cameroon, dass man einfach fasziniert der Vitalität und vor allem auch der Glaubensfreude dieser Gemeinden.
00:13:06: Da schnellen wir oft ein bisschen einen depressiven Trott, um es angewöhnt zu haben, den man so schnell wie möglich ablegen sollten.
00:13:15: Das wäre das beste Antidepressivum für viele Diskussionen im Westen bei uns wenn man eintauchen kann in diese hoffnungsvolle Art Glaubenleben zu gestalten aber auch oft unter schwierigsten Bedingungen.
00:13:34: Sie haben ja dann ein bisschen selbstkritisch gegenüber unsere westliche und oft auch säkulare Welt angemerkt, dass wir durch unsere Sichtweise haben auf andere Länder, anderer Kulturkreise vor allem in den Ländern des Südens.
00:13:47: Mission hat aber bei uns immer wieder dem Beigeschmack des Kulturimperialismus.
00:13:52: Wie haben sie das bisher erlebt?
00:13:54: Also in diese Richtung überhaupt nicht!
00:13:57: Ich bin auch ein Kind einer Kirche nach dem zweiten Tatikanum.
00:14:01: Wenn man dort die Texte und die Definition von Mission sich zu eigen macht, dann hat das Gott sei Dank eben nicht mehr mit Vereinnahmen, mit Bevormunden zu tun sondern mit einem Dialog auf Augenhöhe.
00:14:15: Also mir gefällt es auch, dass das Bild-Mission ist wie ein Gang über die Brücke wo man sich in der Mitte trifft.
00:14:20: beide legen eine Wegstrecke zurück bemühen sich um diese Begegnung.
00:14:28: ist das keine Einbahnstraße, sondern es ist ein Zueinander, ein Miteinander auf Augenhöhe.
00:14:34: Das glaube ich auch die Arbeit der selbstlichen Missionswerke auszeichnen muss, dass man eben in keiner Weise einen kolonialen historischen Dünkel hat.
00:14:45: Der passt weder zum dialogischem Profil eines Missionars noch, glaube ich, die Art und Weise wie man christlich miteinander kommuniziert.
00:14:56: also sollte sollte man da und dort irgendwelche Bedaunswörterweise einer Kürgengeschichte eingelegt haben, dann steht es uns gut an dass wir auf diese Weise hochhalten was die Bischöfe des zweiten vertikranischen Konzils über Mission definiert haben.
00:15:16: Und deshalb scheint mir das jetzt Für unsere Arbeit, bei dem Wirtschaftsmissionswerk in keiner Weise irgendwo präsent zu sein.
00:15:26: Ich bin auch sehr froh darüber.
00:15:27: Also ich glaube das ist auch die Zukunft einer Weltkirche, die sich gerade nicht so empfindet von beiden Seiten her.
00:15:36: Weder jemand der belehrt wird noch der in irgendeiner Form ohne dass man es will bekehrt wird sondern es ist das schönste Angebot was man jemandem machen kann dass man grundsätzlich mal die Wahrheit des Glaubens jemanden anbietet und sei es, dass man diesen Glauben vor den Anderen sicherbar lebt.
00:15:59: Es gibt ja das wunderbare Zitat vom Heiligen Franziskus auf die Frage seiner Brüder wie sie missionieren sollten und er sagt geht in die Stadt hinauf nach Assisi und verkündet das Evangelium wenn überhaupt notwendig mit Worten.
00:16:16: sondern die Art und Weise, wie ihr den Glauben lebt.
00:16:19: Das ist das beste Argument, wie man jemandem für eine Sache begeistert.
00:16:25: Also dieser negative Missionsbegriff bin ich natürlich in der Geschichtsvorlesung, dem begegnet man dort aber auch.
00:16:34: im meinem Tun als Pfarrer habe ich Gott sei Dank nie in diese Richtung gedacht und habe auch die Erfahrung gemacht dass nur das einladende Angebot jemanden begeistert und letztlich aber auch zur Wahrheit führen kann.
00:16:50: Sollten Sie sich später eingeschaltet haben, lieber Hörerinnen und Hörern auf Radio Klassik-Chef von Stomps hören heute ein Gespräch mit Pfarrer Johannes Leichner.
00:17:00: der Tiroler Pfarrers und Theologe übernimmt ab September die Leitung der päpstlichen Missionswerke in Österreich.
00:17:07: Die Fragen stellen Soviel Auringer, Chefadaktorin vom Sonntag und meine Minikit ist Stefan Hauser von Radio Klassik, Stefan Stamm.
00:17:16: Pfarrer Leichner eine Frage – Sie sind ja nicht nur Theologe, sondern sie haben ein anderes Steckenpferd auch?
00:17:22: Und das ist die Archäologie!
00:17:24: Einerseits, wie ist das gekommen und passt das gut zusammen?
00:17:28: Also vielleicht auf den ersten Blick nicht aber auf dem zweiten passt es wunderbar zusammen.
00:17:34: Mein Interesse für die Geschichtswissenschaft war immer schon ausgeprägt auch durch die Kultururlaube meiner Eltern, die jetzt nicht den Strandurlaub in Primini bevorzugt haben.
00:17:46: Auch wenn wahrscheinlich viele Freude bereitet momentan in diesen sammligen Tagen.
00:17:51: Sondern bei uns war immer irgendeine Burg oder ein Museum dabei das wir besucht haben.
00:17:56: und dann war ich sehr interessiert am Beginn des Dialogiestudiums dass man zweigleißig fährt, auch wenn sich andere Entscheidungen entwickeln.
00:18:09: Dass man eben nicht den Weg eines Dialogen einschlägt oder auch nicht den weg ins Priester Seminar und das war dann für mich persönlich auch wichtig dass ich eine zweite Standbein habe und es war die klassische Archäologie wie man in Innsbruck studieren kann mit dem Schwerpunkt Rom und Griechenland.
00:18:28: und spätestens jetzt fällt den Bibel Athenian zuhören sich auf.
00:18:35: Und sie verstehen, dass der Kulturkreis war in dem das Frühe Christentum sich ausgebreitet hat es Fuß gefasst hat.
00:18:43: man kann auch die Theologie ohne die griechische Philosophie weniger verstehen.
00:18:49: Die Grundlagen fehlen einen dann und somit war diese Ausbildung zum klassischen Archäologen Da und dort bei Exkursionen- und Grabungskampagnen nach Hause üben durfte, war für mich eine Bereicherung auch im Dialogiestudium.
00:19:06: Weil es einfach den Kontext der biblischen Texte, das geschichtliche Umfeld wunderbar abdeckt.
00:19:14: Durfte übrigens auch dann während der Coronazeit selber noch einmal als Archäologie tätig werden?
00:19:21: Durch die Pandemieverordnungen war es dem Bundesdenkmalamt nicht möglich, Archäologen zu schicken bei einer Auserbung in einer meiner Pfarreien.
00:19:32: Wir haben dabei Restaurierungsarbeiten bei einer alten Kapelle, die Grundmauern einer frühgotischen Vorgängerkirche der eigentlichen Fahrkirchen entdeckt und dann habe ich in der Stille der Pandemie mehrere Wochen lang Das gewandtes Priest, das gewechselt mit dem blauen Ohr eines Archäologen und bin dann im Gravungsabschnitt gesessen.
00:19:57: Mit Kelle und Pinseln und den Dokumentationsunterlagen habe ich in mehreren Wochen die Grundmauern dieser gotischen Krüger von vierzehn Sechzig freigegelegt große Freude bereitet und über viel Weh- und Achterpandemie hinweg geholfen.
00:20:21: Also ich weiß auch, dass ich Archäologe.
00:20:24: Kann das nur jedem fehlen?
00:20:26: Der Blick in die Geschichte und in die Gesichtswissenschaft kann und soll Menschen einfach inspirieren.
00:20:36: Bei mir hat es sie meinem Lebensweg gemacht und ja... Ich misse diese Zeit nicht!
00:20:42: Der berühmteste Missionar der katholischen Kirche ist der Apostel Paulus, also einer ihrer Vorgänger sozusagen als Nationaldirektorin.
00:20:51: Und da gibt es ja viele archäologische Spuren die man vom Apostle Paulus im Mittelmeer Raum entdecken kann bis Rom wo ihr gemeinsam mit Petrus in Gefängnis war.
00:21:02: kennen sie diese Orte auch alle?
00:21:03: und was bedeutet ihnen der Apostl Paulus als Missionar?
00:21:07: Die Orte kenne ich sehr gut.
00:21:09: von Exkursionen und auch im Zuge des Archäologiestudiums mussten wir die Geschichte dieser Orte uns einverleiben.
00:21:18: Wir haben sie danach besucht, kann mich sehr gut erinnern in Athen einen Blick auf die Akropolis hinauf drunter an der ursprünglichen Agorahe wo sich die Griechen getroffen haben und Paulus steht dann dort, beginnt von diesem unbekannten Gott zu erzählen als erster Missionar in diesem Bereich Europas.
00:21:42: Somit seien diese Orte auch jetzt in meiner Aufgabe als Nationaldirektor für die Websterer Missionswerke inspirierend und erlegt mir selber in das Stammbuch oder in das Aufgabenbuch von dieser unwiderstehlichen Einladenden Liebe, dieses Gottes zu erzählen.
00:22:03: Das uns die Tür öffnet zu einem ganz anderen Leben das sich abhebt von allem was uns auf diese Welt bietet nicht im Sinne einer Weltabgewandtheit sondern eines einer ganz anderen Realität hinter einem Horizont der uns oft verbaut bleibt auf dem man nur schauen und nur ahnen was dahinter steht.
00:22:25: Wenn man den Schritt wagt und mit Paulus mitgeht und diesen Unbekannten Gott entdeckt, dann ist das Herz öffnend.
00:22:33: Das spricht den Intellekt an.
00:22:36: Das sprich mir meiner Vernunft an und lässt mich jeden Tag ganz großen Zufriedenheit einschlafen und mit einem großen Vertrauen jeden Tag wieder aufstellen.
00:22:49: Ich kann nur einladen, dass man auf den Spuren des Heiligen Paulos unterwegs ist – nicht nur als kulturinteressierter Mensch auf alten archäologischen Ausgabeungsstätten sondern auch das Paulos im Originaltext liest was er dort gesprochen hat.
00:23:08: und plötzlich öffnet sich eine ganze andere Realität die die dieses Leben auf ganz neue Wege führt und Freude
00:23:20: macht.
00:23:21: Aber wo spuren, Frau Johannes Leichner?
00:23:23: Es gibt einen Landsmann von Ihnen, den Engelbert Kolland, der wurde vor zwei Jahren heilig gesprochen.
00:23:30: Das ist eine sehr bemerkenswerte Persönlichkeit, die ihnen selber auch imponiert und mit der sie sich eingehend beschäftigt haben.
00:23:39: Im Vorfeld der Pläne, wie es geheißen hat, dass man die syrischen Märtyrer, die gemeinsam mit dem Engelberg Holland damals ja das Matyrim in Damaskus erlitten haben.
00:23:50: Wie man gehört hat, daß diese Heiligesprechung bevorsteht habe ich gemeinsam mit einem anderen Franziskarnabater Volker, der Guardian im Kloster Hall damals war beschlossen eine Leichte, kurze Einführungen das Leben dieses besonderen Tiroler Heiligen zu verfassen.
00:24:12: Herauskommen ist ein Klans Büchlein mit dem Lebensbericht dieses Heiligen für mich unendlich faszinierend.
00:24:19: wie ein junger Missionar aus dem Zillertal in einer Zeit wo man von Flugzeugen und von einfachen Reisebedingungen nur geträumt hat, wo man die fernen Länder meist nur auf Zeitungsberichten gekannt hat wie der aufbricht aus dem Zillertal Richtung zuerst ins heilige Land dort tätig war als Seelsauger bei der Graveskrieche und dann den größten Wunsch fühlt bekommt, nämlich als Missionar nach Damaskus zu gehen.
00:24:54: Dort wirkt er dann mehrere Jahre als Seilsauger in der Stadt, erlernt arabisch fließend, predigt auch in der Sprache der Dording-Einwohnern kümmert sich um die Christen in der Stadt und erlebt dann das Drama, der Christenverfolgung im Zuge eines Drusenaufstandes.
00:25:13: Der sich eigentlich gegen die Kolonialmacht Englern gerichtet hat und erlebt dort die blutige Realität der Intoleranz bleibt aber im Martyrium ein Freund dieser Menschen, die ihn leidzufügen.
00:25:30: verzeiht ihnen Und das hat mich sehr berührt.
00:25:34: In einem der letzten Briefe an seine Mutter ins Zillertal eröffnete ihr, dass er glaubt sie nicht mehr zu sehen.
00:25:42: Er wird nicht mehr heimkommen aber er schließt dann diesen Brief eigentlich in Erwartung der Drangsaal, dass wir schreibt ich war noch nie so glücklich in meinem Leben weil ich Emissionargottes bin und er stübt dann mit dreiunddreißig Jahren.
00:25:58: Man denkt dann des Alter Jesu am Kreuz Und bleibt bis zum Schluss ein Bote der Versöhnung, ein Bode der Toleranz.
00:26:10: Dieses Leben dieses Märterer Priesters, dieses Franziskanas zu entdecken war für mich ein Geschenk und vielleicht ohne es zu wissen dass dann zwei Jahre später Rom Ein Auge auf meine Person wirft in der Nachfolge von Peter Karles Nationaldirektor, was vielleicht auch eine gute thematische Vorbereitung.
00:26:31: Dass man mit ganz großen Respekt auf diese Aufgabe zugeht weil die Fußstapfen die Missionarinnen schon hinterlassen haben bis hinein in das eigene Lebenszeugnis Das macht demütig und man braucht glaube ich, eine gehörige Portion an Ermutigung.
00:26:53: Dass man an diesem so wichtigen Dienst der Weltkirche in der Mission mitbauen darf und dass man alles richtig macht und das man gute Entscheidungen trifft.
00:27:05: oder dass man mit den Mitarbeitern bei den päpstlichen Missionswerken das Beste herausholt, um ein Segen für die Menschen in den unterstützten Ländern zu werden.
00:27:20: Wo
00:27:21: sehen Sie denn die Positionierung von Missioten- und Päpsterlichen-Missionswerken in den kommenden Jahren?
00:27:27: Sie muss so wichtig bleiben wie sie seit ihrer Gründung vor über hundert Jahren ... auch gedacht war, sie muss so wichtig bleiben in den Pfahren.
00:27:39: In der Verkündigung, in der Autonweise.
00:27:42: das finde ich jetzt natürlich eine große Bereicherung, dass sich als langjähriger Pfarrer in diese Aufgabe eintrete, dass ich um die Schwierigkeit weiß, dem Blick in die Weltkirche für die Pfarrmitglieder offen zu halten.
00:27:59: Um diese Schwierigkeiten der See-Sorge weiß ich und möchte mich auch dieser Herausforderung stellen, dass man da mehr Fenster öffnen hinein in diese faszinierende Welttermissionen.
00:28:11: Und das man die Leute begeistern, dass sie einerseits durch Gebet natürlich aber auch durch eine großzügige Unterstützung an der Seite dieser missionarischen Missionarinnen steht und dass es sich begeistert für die Beitage aber des Glaubens nicht nur in ihren Familien und Fahrgemeinden, sondern vor allem auch in Solidarität.
00:28:33: Auch in ganz vielen anderen Regionen der Welt.
00:28:35: Das ist glaube ich ein wesentliches Merkmal der Missionsarbeit, dass man eben nicht nur auf Augenhöhe sich begegnet, sondern dass man sich auch verpflichtet fühlt aufgrund der Gnade der Taufe dass man dieses Licht bringt, das man belebt.
00:28:57: Dass man aufrichtet und versucht zu heilen oder zu befreien.
00:29:01: Ganz ähnlich spricht Umal Babsch von Siskus über die Mission.
00:29:05: Wir sind alles Gesandte an Christi statt.
00:29:09: Das lese wir im zweiten Korintherbrief.
00:29:12: Und diese Aufgabe hat jeder von uns wie auch immer die dann umgesetzt wird in der eigenen Familie als Eltern, als Großeltern, als Kinder Wenn Mission dann dazu einem Beitrag leistet, dass man den getauften Schwestern und Brüdern hilft.
00:29:31: Dass man in die Mission kommt, also dass man in Tirol manchmal so richtig missionärisch ist.
00:29:38: Also nachisch auf Mission, missionarisch hat mir übrigens mein Bischof vor Kurzem in einen Brief geschrieben.
00:29:47: er wünscht mir das ich sehr missionärische bin.
00:29:50: Bischof Glättler ist ja bekannt für seinen liebenswürdig unkonventionellen Stil, das Hirtenamt zu führen und zu beleben.
00:30:02: Und er hat den Nagel auf den Kopf getroffen.
00:30:08: In der Frage der Mission muss man einen Eifer spüren, der einladend ist, der ganz viel Herz gibt und wo man am Ende sagt, man ist richtig missionarisch angesteckt mit dem Feuer, das niemand anderes als Jesus Christus selber in den Herzen davor stillen damals entzündet hat.
00:30:29: ein paar Handvoll, die mit dieser Sendung in die Welt hinaus sind und heute sind es all jene, die die Gnade der Daufe in sich tragen.
00:30:39: Bab Spenedicht hat einmal auch schönes Wort gesagt das hat mich begleitet man kann auf Dauer nicht eine Freude nur für sich behalten, die man im Herzen trägt sondern die muss raus.
00:30:49: wenn's mir gelingt in meiner Aufgabe als Nationaldirektor diese Freude zu teilen dann wäre ich schon sehr glücklich.
00:30:58: Missionarische braucht der Papst.
00:31:02: Haben Sie Leon XIV schon begegnet?
00:31:05: Gab es da ein persönliches Gespräch, wie hat er sich denn beauftragt?
00:31:10: Also die Beauftragung zum Nationaldirektor, die folgt über Integrät in lateinischer Sprache, dass man vom Nuncius über Reich bekommt.
00:31:19: Ich bin reichster nach Wien gefahren und bin über eine schriftliche Notiz des Nunciuses in Kenntnis gesetzt worden, das die Wahl auf mich gefallen ist.
00:31:28: Hat er also das Glück, noch nicht Babs Cleo gerade in dieser Bestellung persönlich kennenzulernen?
00:31:35: Man kann natürlich im übertragenen Sinn sagen der Chef von mir ist der Babs persönlich.
00:31:41: Natürlich hat er gute Mitarbeiter in den Konkurrenzionen die extra für dieses Thema zuständig sind und aus diesem Dikasterium der Evangelisation als der Propaganda Fidei So heißt sie, der Nähe von der Piazza de España kennt jeder in Rom die spanische Treppe gleich.
00:32:02: Zwar drei Häuserblöcke weiter sitzt diese Missionseinrichtung der Kirche und dort habe ich diese Beauftragungen bekommen werde aber sicher da und dort die Gelegenheit haben Babst Leo vielleicht zumindest von der Ferne bei einer Generalaudienz zu sehen.
00:32:19: und vielleicht hat man mal auch das Glück.
00:32:21: Mit allen anderen Nationaldirektoren gibt es in über hundertvierzig Ländern so ein Bandan, mir gegenüber.
00:32:29: Dass man da vielleicht einmal im Begegnend auf.
00:32:32: und bin sehr fasziniert übrigens auch von einem Detail aus seiner Biografie aber ja selber langjähriger als Missionar und später als Missionsbischof in Peru tätig.
00:32:44: Es gibt sehr Bilder davon die sehr ansprechend auf Eseln und Maultieren dort in den entlegensten Gegenden geritten, um mit den Menschen Christus zu feiern.
00:32:56: Und das eine oder andere wie er kommuniziert und wie er Mission als wichtigsten Lebensvollzug der Kirche zu erkennen.
00:33:07: also diese Inspiration möchte man gerne von ihm für die ersten Wochen, Monate, für meinen Dienstbeginn zu Herzen nehmen.
00:33:17: Wir sind alle missionäre Gottes und jeder darf seinen Teil dazu beitragen.
00:33:22: Da haben Sie schon den Stichwort gesagt Büro, die Büroräume sind in der Seilerstädte in Wien in der Innenstadt.
00:33:29: sie bekommen ein sehr gut bestelltes Haus.
00:33:32: wann werden sie denn übersiedeln?
00:33:34: Also ich werde mit dem ersten September übersiedelt.
00:33:38: bis dorthin darf ich in meinen vier Vereinen Karis Karösten, Mills und Rockmen in Tirol-Oberland mich verabschieden.
00:33:47: sind dann wie das übliche beim Fahrerwechsel auch kirchenrechtliche Schritte notwendig mit der Übergabe vom Schlüssel bis hin zu den wichtigen pastoralen Agenten.
00:34:00: Ja und dann besteige ich dem Zug nach Wien und bei des spätestens auf dieser Bahn fährt mich dann zumindest emotional mit Freude drauf einstellen.
00:34:11: Eine ganz neue Zeit für mich beginnt mit engagierten Mitarbeitern, die ich übrigens schon als meiner Tätigkeit als Designdirektor der selbstlichen Missionswerke in Innsbruch kennengelernt habe und auch Schätzen gelernt hab.
00:34:25: Und wir werden versuchen, die Bäume auszureißen wie man in die Rollsack führt eine gute Sache und sind glaube ich um jede Hilfe dankbar egal in welcher Form.
00:34:39: Und wenn es nur das positive Gefühl ist, dass die Leute haben, wenn jemand mit einem missionarischen Anliegen auftaucht in einer Pfarrgemeinde und wo wir dann vielleicht schauen wie man Zukunft ermöglicht für viele Menschen in den Ländern der Mission.
00:34:56: Da muss ich nachhaken, dass wir viel Gutes tun.
00:34:58: werden sie mitlaufen beim Run for Hope weil... Der Sonntag und Radio-Klassik-Steckhaus haben ihr voriges Jahr ein Team gebildet.
00:35:05: Das sind zwar jedem nur fünf Kilometer, glaube ich damals gelaufen aber sehen Sie auch die Laufschuhe an?
00:35:11: Ja immer wieder in letzter Zeit habe ich auch versucht an meiner Fitness zu arbeiten und mal sehen ob es die eine oder andere Runde dann die danach ermöglicht.
00:35:23: Mal schauen!
00:35:24: Aber ich bin natürlich sowieso dabei beim Anfeuern und werde mich vielleicht danach auf die Laufstrecke wagen.
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