leb- 260814#Dacapo_Anton Gatnar

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00:00:00: Einen schönen Sommerabend wünscht Ihnen Stefan Hauser.

00:00:04: Wie jeden Freitag wiederholen wir auch diesen Lebenswege der vergangenen Monate und Jahre, die zurzeit passen.

00:00:15: Heute eine Wiederholung, eine sehr spezielle Densist gewidmet unserem langjährigsten Geschäftsführer bei Radio-Klassik Steffans Drum, Tony Gattner!

00:00:26: Das hat den Grund, er ist heute achtzig Jahre alt.

00:00:30: Alles Gute zum Geburtstag, Tony.

00:00:32: Söhnen dieser Sendung etwas über sein Leben?

00:00:35: Wie er aufgewachsen ist.

00:00:36: die Schule wie sein Faszinosum für den Journalismus sich entwickelte herausragend sein Engagement damals als Journalist beim Attentat auf die OPEC in Wien in den siebziger Jahren und natürlich auch warum ihm gerade das Mediumradio fasziniert uns.

00:00:54: ein Engagement eben über Jahre für Radio-Klassik Stefan Sturm nebst seinem langjährigen Wirken für den Malteser-Hospitaldienst.

00:01:04: Mehr in der folgenden Sendung!

00:01:06: Mein Name ist Anton Gartner, ich bin von Geburt Herr Steirer, bin nach der Matura nach Wien übersiedelt und war längere Zeit beim Bundesheer und bin dann zu Beginn der siebziger Jahre in den ORF berufen worden und habe dort als noch jugendlicher Wirtschaftsjournalist relativ rasch unter Alfons Dalmer und Gerd Bachar Karriere gemacht, Dinge die heute nicht mehr möglich sind.

00:01:33: Ich war damals nachdem ich sehr intensiv die Zeit im Bild präsentiert hatte und in den Journalen mitgewirkt habe, sehr bald zum Leiter der Wirtschaftsredaktion geworden und war in den wirklich schwierigen Phasen der Schillingaufwertung des Verschwindens des Goldstandards für den Dollar ersten.

00:01:50: Ideen für einen EU-Beitritt.

00:01:52: Damals gab es noch eine Interimsabkommen, war ich als Wirtschaftsjournalist tätig und bin dann in der Folge tätig geworden in einer ganzen Reihe von Medienunternehmern.

00:02:03: Ich bin Nachbacher auch ausgeschieden aus dem ORF auf eigenen Wunsch und habe dann eine Zeit lang in einem Zeitungsverlag gearbeitet.

00:02:10: Und dann beim Aufbau neuer Medien zu arbeiten begonnen, hab das in Österreich und in Deutschland gemacht.

00:02:16: Spitzenleistung war da sich in den neunziger Jahren MTV in Berlin technisch gebaut habe.

00:02:21: Ich bin nach Wien zurückgekommen und war dann ziemlich ratlos, weil in der Privatradio-Landschaft, die mich sehr interessiert hat nicht wirklich was weitergegangen ist, hat mich intensiv bemüht, eine Lizenz für eine private Gruppe zu bekommen.

00:02:35: Das ist damals nicht gelungen.

00:02:37: Das hatte der Verfassungsgerichtshof mehrfach die entsprechenden Beschlüsse des Parlaments aufgehoben.

00:02:43: Eines Tages hat mich dann Wolfgang Bergmann auf der Straße angesprochen und gesagt, ich sollte mit ihm und dem Erzbischof – damals war er noch nicht Kardinal – Erzbscholmbohren sprechen.

00:02:53: Es ging um die Möglichkeit ein kirchliches Radio zu gründen.

00:02:56: Und da bin ich gelandet und das habe ich eigentlich bis zum Ende meiner Laufbahn

00:03:00: gemacht.".

00:03:00: Anton Gartner von uns hier bei Radio Klassik Stephansdom einfach tonig genannt, hat – wie Sie schon gehört haben – unser twenty-fünfjähriges Bestehen wesentlich mitgeformt und geprägt.

00:03:11: Und heute wollen wir Ihnen ein wenig vorstellen...und das hat nichts mit dem Sprichwort Eulen nach Athen tragen zu tun!

00:03:19: Geburt ist Anton Gattnern der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges.

00:03:23: Ich bin eine Familie mit relativ alten Eltern hineingeboren worden, meine Mutter war zu meiner Geburt, mein Vater war zu einer Geburt.

00:03:32: jetzt muss ich kropf rechnen.

00:03:35: Beide waren geprägt durch die Kriegszeit.

00:03:37: Mein Vater ist Österreicher sieben Jahre lang im Konzentrationslager gesessen und erst nineteen oder vierzig wieder herausgekommen und hat natürlich dann Schwierigkeiten gehabt.

00:03:48: Ich bin forty-seitig geboren, mit einer beginnenden Familie ohne wirkliche Laufbahnmöglichkeiten und habe eine Zeit lang in einem... großen Gewerbeunternehmen als kaufmeinischer Geschäftsführer gearbeitet, ist dann im Jahr neuzener dreiundfünfzig nach Bad Aussee übersiedelt und wir sind mit ihm mitübersiedelt.

00:04:05: Und er hat dort ein Geschäft betrieben eine Tabak-Trafik mit Zeitungen in einem sehr großen Zeitungsbereich.

00:04:11: es gab damals sehr viele Fremde hat man gesagt also Ausländer die kamen und werden eine ganz tolle Lagerung von englischen französischen holländischen Zeitungen.

00:04:22: das hat mich schon sehr früh ins Zeitungsgeschäft geführt und das war meine größte Freude am Morgen auszupacken und Zeitung zu lesen.

00:04:29: Anton Gartner und seine Schwester wachsen in Bad Aussee auf, dort maturiert er auch!

00:04:34: und bei schwierigen Umständen.

00:05:03: viele Schüler untergekommen, die anderswo nicht mehr rössieren konnten.

00:05:08: Man hätte immer gesagt wenn man in Aussee durchfällt könnte man nur irgendwo im Burgenland eine Lehrerbildungsanstalt oder Montreux versuchen die Matura zu bekommen.

00:05:16: Ich habe allerdings muss ich zum Erdenrettung sagen die Mature dann wieder und einer amtlichen Kommission als eine der ersten Gruppen wiedergemacht dem Jahrnzehntfünfundsechzig und war dann ganz zufrieden, dass ich die Matura eigentlich gemacht habe.

00:05:30: Und ich war kein Schüler der nur deswegen dort war, weil er woanders nicht hätte in die Schule gehen

00:05:34: können.".

00:05:35: Dann geht es nach Graz zum Militär.

00:05:37: Das war meine Neigung.

00:05:39: Ich war Zeitlang ein Erkfreiwilliger und hab dann in der Folge mit einer Reihe von Waffenübungen mich hochgedient zum Leuten.

00:05:46: Und da war dann Office hier auf Zeit und habe nebenbei immer wieder studiert.

00:05:52: Ich hab US-und Volkswirtschaft begonnen, das hat mich auch sehr gereizt.

00:05:57: aber wenn ich das Militär auch gereizte ist es dann nur der Zeitpunkt gekommen wo ich mir gedacht habe jetzt muss ich entweder Berufsoffizier werden oder wirklich bei Militäre bleiben oder ich beginne tatsächlich once.

00:06:08: Wenn ich jetzt sage, ernst zu nehmen ist nicht das Militär nicht ernst genommen hätte.

00:06:12: Aber es war damals gerade nicht die Hochzeit des Bundesheeres und mir war schon klar dass ich das auf Dauer nicht machen könnte und wollte.

00:06:19: Und da kam eigentlich diese sehr merkwürdige Berufung in die Wirtschaftsredaktion des ORF, wo ich sehr rasch unter ernstweiler Nussbaum dem damaligen Leiter einsteigen konnte und erinnere mich nach einer Woche bereits den ersten Bericht über einen wichtigen Diskussionsabend in der industriellen Vereinigung machen konnte.

00:06:39: Und damit war ich im Abendjournal auf Sendung – das hat mir dann auch viel Spaß gemacht!

00:07:27: Damals waren wir ein kleiner, überschaubarer Haufen der allerdings sehr präzise gearbeitet hat und zwar vieles von dem was heute im Journalismus Gang und Geber ist.

00:07:38: Nämlich zum Beispiel das äußeren privater Meinungen möglichst verboten oder zumindest abholt um es milde zu sagen.

00:07:46: Wir haben wirklich versucht möglichst objektiv über die Dinge zu berichten.

00:07:50: Das war schon eine ganz interessante Aufgabe Und ich glaube wir haben damals das was als Journalismus gelernt, was eine ganze Generation, nämlich Hugo Portisch oder einen Salzburger Nachrichten auch in anderen Zeitungen nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist.

00:08:05: Nämlich eben der Versuch einer neuen Formulierung quasi sein Journalist berichtet die strenge Trennung von Meinungskommentar und tatsächlich Berichterstattung.

00:08:16: Vieles von dem, was heute infrage gestellt wird, hat es damals nicht gegeben.

00:08:20: Ich muss allerdings auch sagen, das hat noch keine Social-Medias gegeben.

00:08:24: Es ist ja ganz erstaunlich, wo man heute ein Journalist überhaupt seine Quellen herbekommt.

00:08:29: Damals haben wir uns im Wesentlichen auf die Fernschreiber, die uns die ABBA und andere verschiedene Nachrichtlangenturen gebracht haben gestützt.

00:08:37: Und wenn es einen besonders interessantes Fernschreiben zum Beispiel über eine Bilanz der Nationalbank war, dann hat man sich das halt abgerissen und weil man es wieder gebraucht hat, als Privatarchivverwender.

00:08:48: Denn wirkliches Archiv gab's ja

00:08:49: nicht.".

00:08:50: Anton Gartner ist auch Encomane in der Zeit im Bild.

00:08:53: Einen besonderen und gefährlichen Einsatz als Reporter hatte er nünzundfünfundsiebzig knapp vor Weihnachten in Wien.

00:09:01: Während einer Ministerkonferenz der OPEC, der Organisation Erdöl exportierende Länder nimmt ein sechsköpfiges Terrorkommando unter Führung des berüchtigten Venezolaners Carlos.

00:09:13: Zweiundsechzig Geiseln drei Menschen sterben.

00:09:16: Anton Gartner erinnert sich an seinen Einsatz dabei auch genau fünf Jahrzehnte später noch detailgetreu.

00:09:44: Und da bin ich dann mit dem Auto, was heute undenkbar wäre und verweist auf mein ORF-Schild durch alle Sperrzonen gefahren bis es auch fast direkt zur OPEC.

00:09:58: Naja...und dann sind wir dort gestanden eine Gruppe von Journalisten die nicht wirklich wussten was weitergeht.

00:10:04: mehr und mehr sind wir eingesickert in den tatsächlichen Tatorten.

00:10:09: und man muss ja denken damals gab's keine Handys und keine direkten Übertragungen sondern es gab ein einziges Telefon im Kaffee-Batzenhäusel, das ist das heutige McDonalds wie von Donalysität.

00:10:20: Und um dieses Telefon haben sich halt ja zehn Journalisten gestritten und irgendwie habe ich dann angefangen das zu beschlagnahmen und hab sowohl für den ORF, drei damals hauptsächlich aber auch für fast alle deutsche Stationen von dort berichtet bin dann immer wieder zurückgegangen und es war dann tadellos möglich wieder in das eigentliche Objektgebäude zu gelangern.

00:10:39: war dann die Situation wenn man also dem damaligen Geißeln essen bringen musste zuerst einmal Essen gebracht und der Geißelführer hat also gefunden, dass sei nicht Halal.

00:10:50: Also nicht für Muslime zumutbar.

00:10:53: Und deswegen wurde das zurückgeschickt und dann hat das Hotel Intercontinental glaube ich nur Hühnerschnitzel gebracht um.

00:10:59: die wurden dann also zugelassen und dann sollten die hinaufgebracht werden in den ersten Stock zu den Geißeln.

00:11:05: Polizisten haben gesagt naja da gehen wir nicht drauf.

00:11:08: Verzeihung, wenn ich das jetzt sage, da pikt noch das Blut von unserem Kameraden an der Wand Wir gehen da nicht hinauf.

00:11:13: Und der damalige Generaldeckte für die öffentliche Sicherheit hat so in eine Runde gefragt, da wäre er hilft mir.

00:11:18: Und ich habe gesagt, ja, ich habe nichts zu tun.

00:11:20: und dann haben wir einen großen Wäschkorb von Essen hinaufgebracht und vor den Tür gestellt und dann ist ein Mann herausgekommen, von dem wir erst nachher erfahren haben, dass er der Leiter dieser ganzen Aktion war und hat sich das Ganze zum Schluss wohlwohlen betrachtet und hat uns wieder weggeschickt.

00:11:36: dem Nachhinein hat mir meine heute erwachsene Tochter gesagt, Papi das war verantwortungslos gegenüber den Kindern.

00:11:41: Aber es gab noch keine Kinder und das war noch weit weg.

00:11:44: aber das war ein nicht geplanter Heilheit.

00:11:48: Und ich habe dann die ganze Nacht vom Flughafen auch, vom Vorfeld des Flughafens und von Flughaften selbst über das Ganze weitere Prozedere berichtet für Radio-Leute.

00:11:58: Es ist unendlich lang wenn ein Flugzeug startet, wenn es einmal anrollt und bis es dann umdreht und wieder startet.

00:12:04: Ich war ständig auf Sendung und das war im Dezember, ich war total heißer wie ich da in den Studio gekommen bin Und der damalige Hörfunkündetant Wolf in der Mauer ist dann gekommen und hat uns alle gelobt.

00:12:15: Er hat gesagt, das war großartig!

00:12:17: Dann dreht er sich um und sagt, warum habt ihr das eigentlich im Radio übertragen?

00:12:20: Das war doch eben Fernsehen.

00:12:22: Da bin ich allerdings fast an die Kugel gesprungen.

00:12:24: Spätestand und Gartner in Medienunternehmen.

00:12:26: wir auch als selbstständiger Tietik unter anderem beraten für NTV in Berlin – und er wird Vater.

00:12:33: Ich

00:12:33: habe zwei Kinder und die mittlerweile auch schon erwachsen sind.

00:12:36: Die Familie ist bei Journalisten immer ein bisschen im Nachteil, weil ob das ein Beruf ist wenn man ihn überzeugt ausübt einen eigentlich nie loslässt.

00:12:47: Ich redere mich an eine legendäre Redaktionskonferenz.

00:12:51: Ich glaube, es war knapp nach dem Einmarsch der Russen in Czechoslovakia wie ein Kollege aus dem Urlaub kam und sagte was gibt's los?

00:12:59: Ich war jetzt auf Ferien.

00:13:00: Ich hab drei Wochen weder Radio noch Fernsehen gehört nicht!

00:13:03: Und ich bin nie so ein Typ gewesen.

00:13:05: Ich hänge ja auch heute gestehe ich immer am Nachrichtenzipf und höre mir alles Mögliche an und sehe alles und bin immer informiert.

00:13:13: Ein Onkel von mir hat einmal gesagt er liebe Gott weiß alles oder Toni weiß alles besser.

00:13:18: das war einer der legendären Sprüche, weil ich schon wenn wir die Zeitung geholt haben.

00:13:23: Die Zeitung überlesen habe und den Onkeln schon berichtet hab was eigentlich im Wesentlichen drin entsteht.

00:13:28: eine Erdpresse schau in Badeaus war das.

00:13:31: Das hat natürlich Auswüchse gehabt, meine Kinder haben sich aber trotzdem sehr gut entwickelt.

00:13:37: Meine Tochter ist heute die Nationsassistentin bei den Winternisten und mein Sohn arbeitet bei Radio Steffans Dom, wo ich stolz bin.

00:13:44: Ich bin so altmodisch dass ich da noch Radio Steffen Stom sage!

00:13:47: Aber ich bin auch gerne bereit Radio Klassik Steffan Stom zu sagen.

00:13:51: Und wenn wir schon bei unserem bzw durch Toni Gartners entscheidende Mitprägung Radiosender angelangt sind Dann passt natürlich auch klassische Musik.

00:14:00: Danach werden sie kompakter fahren, dass dieses Musikformat und vieles mehr für Radio Steffansdom nicht unbedingt von Anfang an gesichert

00:14:07: war.".

00:15:02: gäbe, die so was machen.

00:15:04: Es gab das Beispiel Radiomaria, dass sie auch hier in Österreich mittlerweile für twenty-fünf Jahre feiert.

00:15:10: Es war die Idee eine Frequenz zu machen, die auch allgemein gehört wird und ich habe damals im Auftrag des Damaligen Generalwikas Schüller ein Gutachten gemacht indem ich eigentlich gemeint habe wenn man nicht eine gewisse Summe aufzubringen bereit ist hat es gar keinen Sinn anzufangen.

00:15:26: dann entstand ein quasi Gegenkonzept, das unter der Führung des damaligen Geschäftsführers eines anderen Radios gemacht wurde.

00:15:35: Dass ein Unterhaltungsradio also mit, ich sage immer, Lapur-La-Musik gemacht hätte und dazwischen kirchliche Informationen gegeben habe.

00:15:43: Und ich hab gesagt man müsste sich eigentlich abheben von dem.

00:15:47: es sind ja damals quasi gleichzeitig fünf private Radios entstanden, die alle das selbe System nämlich für Jugendliche zwischen vierzehn und achtundvierzig und möglichst die übliche Musikmischung gebracht haben.

00:16:00: Ich habe gesagt wir wollen ganz was anders machen versuchen wir doch klassik.

00:16:04: und dann kam es noch zu einer sehr schwierigen Situation weil uns die Behörde gesagt hat naja das könnte man schon darüber nachdenken aber vielleicht nur am Sonntag.

00:16:14: unter der Woche könnte mein anderes Programm bieten.

00:16:18: Da hat es durchaus einige Leute gegeben, die gesagt haben doch lieber das jetzt gar nichts.

00:16:22: Aber da war der Herr Kalinal Gott sei Dank sehr sattelfest und er gesagt nein!

00:16:26: Wir versuchen unser Konzept ist undenkbar dass unter der Woche Dinge verbreitet werden mit Kirchen nicht zu tun haben und an Sonntag kann wir dann ohne Publikum einen kirchlichen Sender.

00:16:36: Da gab's zunächst ein großes Hindernis.

00:16:37: Ein Privatrund von Gesetz stand lange Zeit dass Körperschaften öffentliche Rechts, wie die Kirche oder die Gewerkschaften und Gemeinden keine Anteile an Radius besitzen dürfen.

00:16:48: Und ich habe immer wieder mit viel Unterstützung auch anderer lobbyiert und gesagt, warum soll die Kirche das nicht besitzen?

00:16:55: Und es muss eine wirklich legendäre Sitzung dieser Kommission gewesen sein.

00:17:00: Wie er mal der damalige Mediensprecher der ÖVP gesagt hat, da bitte und worum darf die Kirchen sowas nicht haben.

00:17:06: Und der damelige Mediansprecher, der SPÖ Chapsol aufgeschaut haben und gesagt haben... Das weiß ich eigentlich nicht, warum nicht?

00:17:12: streichen wir das einfach.

00:17:13: Und damit wurde es überhaupt erst möglich ein privates Radio zu machen.

00:17:17: Dann gab's die Auseinandersetzung welches Projekt machen wir?

00:17:20: Machen wir dieses Radio für jedermann oder machen wir einen Klassikradio?

00:17:25: Da hat sich dann die Stimmung mehr und mehr dem Klassikradio zugeneigt.

00:17:28: Wir hatten ja ursprünglich eine ganz kleine Frequenz, mit der hätten wir Pfarradio Berchtötzdorf machen können aber sonst nichts.

00:17:35: Und da haben wir einen Punkt gefunden das wenn man eine eigene Frequenze findet dass man mit der auch besser senden kann.

00:17:41: Dann kamen wir eben auf die Hundertsieben Komma drei.

00:17:44: eigentlich hatten wir hundertsieben Komma zwei gefunden.

00:17:46: und dann haben wir gefunden wir brauchen aber ein anderes Senderstandort weil sonst kann man Wiener nicht erreichen.

00:17:52: daraufhin wurde mir aus Gemeindeumgebung nahegelegt doch aufs Dach vom Allgemeinen Krankenhaus zu gehen.

00:17:59: Und da gab es eine große Aufregung, weil ein starker Sender direkt über der Herzstation wäre vielleicht keine so gute Idee gewesen.

00:18:05: Ich habe schon damals beim Herrn Kardinal auch bei Radio Notre Dame einen sehr guten Ruf europaweit hat den Namen Radio Steffansdorm durchaus anheilschick gemacht.

00:18:16: Daraufhin habe ich gesagt wenn wir schon Radio Steffensturm heißen warum gehen wir nicht mit der Sendeeanlage auf den Steffenstorm?

00:18:22: Und dazu so furchtbare Aufregung gegeben, eine Zerstörung der Historischen und Missbrauch der kirchlichen Einrichtungen.

00:18:29: Das war aber nur ein Trick von uns weil parallel dazuhabe ich mit dem damaligen Petitanstalt oder eigentlich was die Zeit verhandelt, der Donauturm gehört bin in aller Stille auf den Donauturm ausgewichen.

00:18:42: Das war eigentlich der Anfang einer sehr schwachen Lizenz, die mittlerweile etwas stärker geworden ist.

00:18:47: Es ist immer noch nicht stark genug aber Gott sei Dank durch DEP Plus kann jetzt Klassikradio Steffans Dom nicht nur in Wien sondern ganz Österreich gut empfangen werden.

00:18:55: Nicht minderspannend ist die Erinnerung von Anton Gartner an den ersten Sendetag vom Radio Steffansdom am Donnerstag, auf dem Tag der Herbst-Jahre.

00:19:06: Wir haben also sehr genau darauf getimt, dass da ja keine Nahel quasi um zwölf Uhr das Signal gibt mit den Mittagsleuten und wir hier als Radio Steffenstorn beginnen.

00:19:16: Und das haben wir auch übertragen aus dem Festzahl des Erzbischöflingen Paris.

00:19:21: Und das hat alles funktioniert.

00:19:22: und in dem Moment, wie es so weit kam, höre ich also von Haroben.

00:19:25: Es gibt keinen Ton!

00:19:27: Wir hatten aber das soweit vorbereitet, dass wir mit einer provisorischen Moderation von Haruben arbeiten können.

00:19:34: Dann sind wir draufgekommen, dass irgendein Mitarbeiter eine Werbetafel Radio Stefansdom zur Seite gestellt hat und damit den Stecker aus dem Übertragungsweg gezogen hat.

00:19:44: Das musste erst wieder angesteckt werden.

00:19:46: dann konnte man auch die Worte des Herrn Kardinal hören

00:21:16: Anton Gartner, den Sie heute in den Lebenswegen bei uns auf Radio Klassik Steffansdom hören.

00:21:21: Zum Fünfundzwanzigjahr unsere Senders ist unser emeritierter Chefredakteur und nunmehriger Konsulent der Geschäftsführung.

00:21:28: eine persönliche Anmerkung sei hier gestattet für mich und ich denke auch für die Kolleginnen und Kollegen war in seiner Zeit bei uns immer so etwas wie ein Kommandante Und das im positivsten Sinne Für die höchste Ansprüche für sie als höhererinnen und höherer.

00:21:43: Ich habe bei Militär gelernt, Führung hängt mit Führen zusammen.

00:21:46: Ich glaube nicht, dass ich ein bösartiger Kommandant war, sondern ich habe das immer als ein gemeinsames Tun betrachtet und wir waren ja auch alle gut befreundet und unsere gemeinsamen Sommerhaarigen sind legendär.

00:21:57: Aber ich glaube aber, dass es halt immer einen an der Spitze geben muss, der den Takt vorgibt.

00:22:02: Vielleicht war ich eher der Stabführer bei der Militäremusik, die vorne weggeht und mit dem Stab die Richtung

00:22:08: anzeigt.".

00:22:09: Und Tony ist doch Professor!

00:22:11: Diesen Berufstitel bekam unser Radiopionier vor fünf Jahren verliehen.

00:22:15: Seit seines Lebens hat der Glaube einen wichtigen Stellenwert.

00:22:20: Ich habe das Glück in einem Elternhaus aufgewachsen zu sein, wo mir von meiner Mutter die Glaube sehr nahe gebracht wurde.

00:22:26: Ich war sehr früh schon Ministran und bin in der Katholischen Jugend in der Steuermark groß geworden Und bin dann nach Wien gekommen, habe hier den Anschluss nicht ganz gefunden und bin dann irgendwann mal bei den Maltesern gelandet.

00:22:39: Wobei ich nicht ganz genau wusste was das war zu dem Zeitpunkt.

00:22:42: Wir haben begonnen Behinderte zu betreuen und Rettungsdienst zu fahren.

00:22:46: Eigentlich bin ich das mittlerweile jetzt bald über fünfzig Jahre.

00:22:49: Das anderen zur Helfung der nächsten im Glauben Zu helfen selber den Glaubens zu bezeugen ist halt etwas was mir wichtig ist und ohne dieses Hätte ich auch dieses Radio in der Form nicht aufbauen können.

00:23:01: Einmal monatlich ist Anton Gartner auch Lektor im Hochamt im Steffansdom, das wir jeden Sonntag um zehn Uhr fünfzehn übertragen.

00:23:08: Anton Garten hat übrigens neben seinem Febel für klassische Musik auch eines für andere Klänge dazu kommen.

00:23:14: wie abschließend hören sie selbst

00:23:17: Die Beatles sind meine Generationen.

00:23:19: Ich habe, wie ich aus den Studenten ausgetauscht in England war, die Beatles sogar live gehört.

00:23:26: Ich höre sie nach wie vor und was mir wirklich fasziniert ist wenn ich meine mittlerweile auch schon mittelalkerlichen Kinder im Auto hab als erstes kommt a Beatles und dann bin ich mit meinem Enkel gefahren und meine Tochter hat gesagt das was da Papi jetzt spielt sich die Beatles und er hat ganz zustimmend genickt und wohlwollend.

00:23:42: also das zieht sich jetzt schon über die Generation

00:24:04: an.

00:24:50: Das war die Wiederholung der Lebenswege mit Toni Gatner, einem langjährigen Geschäftsführer von Radio Classik Stefan Stomm.

00:26:15: Er fährt heute seinen achtzigsten Geburtstag!

00:26:18: Ad multus anus Toni.

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