Der Polarmann
Shownotes
Vor 115 Jahren erreichte der erste Mensch den geographischen Südpol: der norwegische Polarforscher und Seefahrer Roald Amundsen. Es war ein aufsehenerregender Wettlauf mit dem Briten Robert Falcon Scott. 1926 flog Amundsen als Erster über den Nordpol. Zum Nationalhelden wurde er schon 1906, als er – ebenfalls als Erster – die Nordwestpassage in der kanadischen Arktis durchquert hatte, die John Franklin und seine gesamte Mannschaft 60 Jahre früher das Leben gekostet hatte.
Begleitet wurden seine Expeditionen von großem internationalem Medieninteresse, das Amundsen und sein geschäftstüchtiger Bruder zu nutzen wussten. In schwierigen Lagen half Roald Amundsen sein unbedingtes Gottvertrauen. Ein besonders netter Mensch dürfte er nicht gewesen sein, Empathie war ihm fremd, Ruhm zählte für ihn mehr als Menschen.
Der Historiker und Autor Christian Jostmann erzählt von Licht und Schatten im Leben des Roald Amundsen. Eine Sendung von Monika Fischer.
Buchtipp:
Christian Jostmann: Das Eis und der Tod. Scott, Amundsen und das Drama am Südpol (C.H.Beck)
Transkript anzeigen
00:00:00: Am Wochenende klettern die Temperaturen in Österreich wieder über dreißig Grad.
00:00:05: Frische minus einundsechzig Grad Celsius hat es derzeit am Südpol, den geografischen Südpole erreichte der erste Mensch vor hundertfünfzehn Jahren.
00:00:17: Es war der norwegische Polarforscher und Seefahrer Roald
00:00:21: Amunzen.
00:00:23: Hören Sie im folgenden Ein Porträt Schneegestöber ewiges Eis.
00:00:34: Die Polaregionen sind für uns Menschen lebensgefährlich.
00:00:38: Trotzdem haben sich im Laufe der Geschichte immer wieder Forscher und Abenteurer auf den Weg dorthin gemacht.
00:00:46: Der erfolgreichste von ihnen war der Norweger Roald Amunzen.
00:00:52: Lange hat man wirklich sehr wenig über ihn gewusst, das war auch Programm ... Der Amunsten war ein Mensch, der das Zeitlebensverstand hat sich selber seine Persönlichkeit vor der Öffentlichkeit zu verstecken und vielleicht auch vor sich selber.
00:01:13: Christian Jostmann ist Historiker und Autor und fasziniert von der Antarktis für sein Buch Das Eis und der Tod, Scott Amunzen und das Drama am Südpol hatte sich intensiv mit Roald Amunsen beschäftigt.
00:01:29: Es muss ein Egomane gewesen sein, eine toxische Persönlichkeit die wirklich Menschen benutzt hat und auch weggeworfen hat also auch jahrelange Beziehungen einfach wenn es ihm nicht mehr gepasst hat innerhalb kürzester Zeit zerstört hat.
00:01:46: Der Biograph sagt er war eigentlich ein Mensch der nicht in der Lage war Empathie zu empfinden oder sozusagen wirklich sie auf eigen Augenhöhe als Menschen wie ihn selber anzusehen.
00:01:58: Also ein Ego-Mane eben, einen Egozentriker und am Ende seines Lebens wird er dann quasi zum ich sag mal beziehungsmäßigen Amokläufer unter anderem seinen Bruder aber viele andere Leute mit den da zusammengearbeitet habe die Verdammte in Bauschundbogen Royal Geographical Society, die haben ihn rausgeschmissen.
00:02:24: Die Amerikaner haben ihn aus der National Geographic Society herausgeworfen, weil er gegen alle und jeden gewütet hat.
00:02:34: Ja also viel Licht aber auch viel Schatten.
00:02:39: Der Sturm zerrissen des Himmels Grau als Gleit, Die Wolken
00:02:52: hättene Flattern Umher in Atemstreit, umher im
00:02:55: Atemstreit.".
00:03:00: Roald Amundsen wird am sechzehnten Juli, achtzehnhundertseinhalbzig geboren.
00:03:05: In Norwegen das damals noch zu Schweden gehörte und als vierter und jüngster Sohn.
00:03:12: Sein Leben lang strebt er danach der erste Zu sein Und er durchfährt als Erster die Nordwestpassage zwischen Atlantik und Pazifik, jene tückische Route in der kanadischen Arktis, die anderen vor ihm den Tod gebracht hat.
00:03:47: Westward from the Devastrate is there, it was said to lie The sea route to the Orient for which so many died Seeking gold and glory Leaving weathered broken bones And a long forgotten
00:04:11: lonely
00:04:12: cairn of stones.
00:04:15: Ah, for just one time I would take the Northwest Passage To find a hand of Franklin Reaching For the before sea Tracing
00:04:33: One warm line Through our lands so wide and savage
00:04:41: And make a northwest passage to the sea.
00:04:48: Der kanadische Volkssänger und Liedermacher Stan Rogers besinkt die Nordwestpassage, und John Franklin der Achtzehnhundertsiebenundvierzig beim Versuch sie zu durchqueren mit seiner gesamten Mannschaft ums Leben gekommen ist.
00:05:03: John Franklins Berichte über seine früheren Expeditionen verschlingt der junge Roald Amunzen und träumt wahrscheinlich schon damals davon, zu vollenden was Franklin begonnen hat.
00:05:18: John Franklin der war auch für Amundsen eine ganz wichtige Figur, er war überhaupt für diese ganze Polar-Faszination.
00:05:26: Diese Geschichte von dem Franklin der da in die kanadische Arktis fährt und verschwindet dann über Jahre hinweg gesucht und am Ende gefunden wird das hat also glaube ich ganze Generationen im Jahrhundert faszinieren tut es eigentlich bis heute ja Und das war auch für Amunsen anscheinend der Schlüsselmoment.
00:05:46: Der hat ein Buch über die ersten Expedition, die Franklin gemacht hat von denen er ja noch Leben zurückgekommen ist.
00:05:52: aber wo dieses Aufopfern, dieses Leiden was man da zelebriert.
00:05:59: Also Franklin war ja der Mann der seine Schuhe gegessen hat Die wollten alle leiden.
00:06:04: also ob das irgendwie jetzt echter Masochismus war Das weiß ich nicht.
00:06:09: diese Entbehrung, das auszuhalten und dann vielleicht zurückzukommen.
00:06:17: Und dafür gefeiert zu werden als jemand der sich für die Wissenschaft, für die Menschheit, was auch immer eben geopfert hat.
00:06:27: Vielleicht schon auch wichtig für etwas Positives jetzt nicht im Krieg oder so in dem man andere Menschen tötet sondern indem man eben das Wissen vermehrt.
00:06:37: Das scheint für ihn auch eine große Rolle gespielt zu haben.
00:06:40: und natürlich auch dieses, man stirbt vielleicht dabei aber indem man sich da aufopfert also man überlebt sich selber.
00:06:50: Unsterblichen Ruhm erreichen das möchte Amunzen und sein Name ist Programm Roald bedeutet der Ruhmpfolle.
00:07:00: Über seine Kindheit und Jugend in Christiania dem heutigen Oslo Ist nicht viel bekannt sagt Historiker Christian Jostmann
00:07:09: Darüber gibt es halt wenig Zeugnisse, sondern im Wesentlichen das was er selber darüber gesagt hat.
00:07:17: Wie weit das eine Selbststillisierung ist oder nicht?
00:07:20: Das muss man ein bisschen mit Vorsicht behandeln.
00:07:23: aber es war tatsächlich so.
00:07:24: also es waren vier Brüder.
00:07:27: der Vater war selber einen Kapitän also Schiffbesitzer oder Besitzer mehrerer Schiffe die auch selber gefahren ist und die Mutter kam aber aus so einer Beamtenfamilie von höheren Beamten.
00:07:43: Der Vater ist relativ bald gestorben, also der war amunsten vierzehn glaube ich.
00:07:48: Die Mutter hat noch einige Jahre länger gelebt und die wollte unbedingt das die Söhne studieren Und es ist eine nach dem anderen ausgefallen.
00:07:56: Also die beiden ältesten Brüder die müssen also so hallo Dries gewesen sein die ständig irgendwelche Genialen Geschäftsideen hatten diese dann in Sand gesetzt haben.
00:08:06: Amunsten war von seiner Art ja wahrscheinlich ein bisschen ähnlich.
00:08:10: Der hat immer große Ideen, die man auch braucht wenn man solche Sachen vollbringen will wie er sie vorbracht hat.
00:08:17: aber der einzige der wirklich mit beiden Beinen so auf der Erde stand auch im Geschäftsleben war eben der dritte der Leon.
00:08:24: Aber Akademiker war der auch nicht.
00:08:26: und so sind diese Hoffnungen der Mutter haben sich dann alle auf Amunzen gerichtet Und er sollte Medizin studieren.
00:08:35: Der hat sich dann noch eingeschrieben an der Uni und hat eigentlich damals schon ein Doppelleben geführt.
00:08:41: Seiner Mutter wollte vielleicht nicht kränken, nicht enttäuschen oder die Konflikte geschaut, auf jeden Fall nicht gesagt, dass ihnen das Medizinstudium eigentlich nicht interessiert.
00:08:50: Also er hat es sich pro Form mal angeschrieben und hat für sich sein wohl schon damals dieses Ziel verfolgt Polarforscher zu werden wie heute.
00:09:02: Ein junger Mensch nach Innsbruck geht zum Studieren und die Möglichkeit nur klettert oder Schiedung geht.
00:09:08: Aber schon auch mit der Idee, das ernsthaft zu machen.
00:09:12: Kaum war die Mutter dann tot, da war er so Anfang zwanzig.
00:09:17: Sofort exmatrikuliert er sich ja jetzt ist er ja unabhängig.
00:09:21: also die Eltern sind tot.
00:09:22: es weiß er fühlt sich niemand mehr verpflichtet und jetzt beginnt ein Leben was ganz konkret heißt unternehmt eben Skitouren und fährt zur See, um seine Ausbildung als Skipper zu machen.
00:09:56: Seinen ersten ganz großen Erfolg feiert Roald Amundsen mit Anfang dreißig vor drei bis neunzehnhundert sechs gelingt ihm die erste Durchquerung der Nordwest Passage mit seinem kleinen Schiff Jörr und sechs Mann Besatzung.
00:10:13: Die Winter verbringt der Trupp bei Inuit-Gemeinschaften, von denen Amunzen viele überlebenswichtige Techniken lernt.
00:10:20: Zum Beispiel Hundeschlitten zu fahren.
00:10:24: Zurück in Norwegen wird Amunsen als Nationalheld gefeiert und ernährt diesen Status sein Leben lang.
00:10:32: Dieser Amunson hat einfach eine ganz wichtige Funktion auch gehabt für diese Nation Norwegen.
00:10:38: die ist ja während seiner ersten großen eigenen Expedition während der Jörg-Expedition, da durch Seglung der Nordwestpassage ist das Land ja unabhängig geworden von Schweden und Teil dieser norwegischen Identität ist eben dieses das einer Polarnation.
00:10:57: Auch eine Nation die in Eis und Schnee zurechtkommt, die prädestiniert ist diese Teile der Welt zu erforschen vielleicht auch zu beherrschen.
00:11:08: Also Norwegen hat diese Figuren gebraucht.
00:11:10: Erst mal die Nansen und Amunsten, der war im Grunde so ein Nachfolger, dass es einmal das Ein- und das Zweite ist was man auch eigentlich im Hinterkopf haben muss, entstehen einer Massenpresse und Weltöffentlichkeit.
00:11:25: jetzt Öffentlichkeit hat's doch schon vorgegeben oder das war eben früher sehr Ich sag mal, im frühen XIX Jahrhundert noch oder im XVIII Jahrhunderte sehr elitäre Angelegenheit.
00:11:35: Da haben wir nur sehr wenige Menschen Zeitung gelesen und das ändert sich im Ende des XIX-Jahrhunderts.
00:11:41: da wird in England die Boulevardzeitungen erfunden.
00:11:45: Das ist der Daily Mail dann der Daily Mirror.
00:11:48: Also erstmals Zeitungen, die wirklich Millionen Publikum erreichen und es ist halt was heute jetzt vielleicht das Internet ist ja also ein Boom Medium Und da kann man richtig Geld machen.
00:11:59: Also das heißt, diese Expeditionen und nicht nur Amunsten auch was Shackleton macht, Scott macht
00:12:03: usw.,
00:12:04: die werden alle vorher schließen die Verträge mit Zeitungen ab.
00:12:07: wir haben den großen Zeitung in England, USA New York Times und so weiter.
00:12:13: Da geht es um richtig Geld und es wird teilweise darüber wirklich finanziert.
00:12:17: also das macht mehr aus als dass was die Staaten oder die Regierungen zur Verfügung stellen.
00:12:25: Insofern ist das einfach auch ein Geschäft Und Amunsen hat sich eben wirklich darauf spezialisiert, ebenso so spektakuläre Höchstleistungen dazu vollbringen.
00:12:36: Es gibt auch viele andere Expeditionen die heute wirklich nur Fachleute kennen oder die sich da sehr viel interessieren.
00:12:43: von Drugalski, von Swerdrupf und Morse und wie sie alle heißen ja... unheimlich wertvolle Arbeit geleistet haben.
00:12:52: in der Erforschung von Meteorologie, Eis und so weiter kennt man alle nicht.
00:12:56: Aber man kennt den, der am Südbrück gestanden hat.
00:12:59: Das ist einfach ein Geschäftsmodell was eben diese Gebrüder Amundsen auf virtuose Weise über Jahrzehnte hinweg
00:13:07: bedienen.".
00:13:08: Sein Bruder Leon isst Roald Amundsens kongeniale Partner wenn es darum geht seine Pionierleistungen inbare Münze zu verwandeln.
00:13:18: Besonders gut gelingt das den beiden beim Wettlauf zum Südpol, den Historiker Christian Jostmann in seinem Buch Das Eis und der Tod rekonstruiert.
00:13:37: der Übervater, der norwegischen oder vielleicht überhaupt der Polarforschung ist und von dem musste er sich dieses Schiff besorgen.
00:13:56: die Fragen.
00:13:57: Das ist dieses norwegische Flaggschiff der Polarforschung das braucht er eher und er hat auch Nansen hinter das Licht geführt und es ist eine bisschen heikle Sache weil Nansen eigentlich selber zum Südpult fahren wollte und dadurch dass Amunsen ihm das nicht gesagt hat, dass er das macht hat er dieses Schiff gekriegt.
00:14:17: Also wenn er ihm das gesagt hätte, also vielleicht hätte Nansen an uns das Schiff trotzdem gegeben ja weil er sich schon anders orientiert hat weiterentwickelt hat der Nansen ist immer mehr Wissenschaftler geworden und Politiker usw.. Aber es ist nicht sicher und Amunzen wollte dieses Risiko nicht eingehen.
00:14:35: Hat ihm das nicht gesagt, dass er zum Südpol fahren will?
00:14:37: Er hat's auch dem König nicht gesagt.
00:14:38: Er hat diese Expedition finanziert und hat das auch den Briten nicht gesagt die auf dem Weg zum Süдpol waren sondern hat dann in Madeira das erst mal seiner Crew verklickert und sein Bruder hat dann dieses berühmte Telegram ausgeschickt Weg lief to inform you from proceeding and Arctic.
00:15:02: Was Gott dann völlig, dem ist dann praktisch der Boden und am Füßen weggezogen.
00:15:07: Er gedacht hat er ist alleine.
00:15:09: Und das war so ein bisschen seine Art
00:15:10: gewesen.".
00:15:13: Am neunten August nineteenhundertzehn sticht Roald Amundsen mit der Fram in See.
00:15:19: Rund hundert Schlitten Hunde, Bauteile für eine Hütte und Proviant für zwei Jahre hatte an Bord – und Schellackplatten!
00:15:28: Auf einer singt die norwegische Sopranistin Borghild Langard Solveys Lied aus der Pergyn-Suite, Nummer zwei von Edward Krieg.
00:15:53: Fünf Wochen nach Amundsensaufbruch gibt Langard am K&K Opentheater in Wien die Aida.
00:16:02: Acht Wochen vor seiner Abreise hat sich der Brite Robert Falcon Scott auf den Weg in den äußersten Süden gemacht.
00:16:11: Der Südboll war eigentlich quasi britisches Territorium, ja natürlich nicht offiziell.
00:16:16: Die Antarktes gehörte niemanden aber die Briten haben eigentlich seit Ende des neunzehnten Jahrhunderts dort mehrere Expedition runter geschickt, haben da sehr viel investiert und betrachteten das so ein bisschen als ihr Territoriums.
00:16:36: Es gab auch einen innerbritischen Wettkampf zwischen Scott Robert Scott und Ernest Shackleton, die sich beide da so gematched haben, wer als erst am Südpult steht.
00:16:47: Und Shackleton hatte im Zuge dieses Wettrennen, wenn man das so nennen kann den Südpol eigentlich schon fast erreicht.
00:16:55: Dem fehlten noch so hundred-achtzig Kilometer.
00:16:57: Der hat ja eben einen Vorstoß zum Südpool unternommen und hat dann irgendwann gesagt ich muss umkehren mal sonst zu kommen bin nicht mehr leben zurück.
00:17:06: Und die sind wirklich mit Ach und Krach, mit Skorbuten und Alben rausgekommen.
00:17:09: Jetzt fehlte wirklich nur noch dieses letzte Stück – man kannte den Weg!
00:17:13: Als Gott eben im Jahr zehnt zu seiner Antarktis-Expedition aufbricht war das auch eine wissenschaftliche Expedition.
00:17:21: Das waren eine große Expedition, da waren dreißig Leute mit in die Antarktes.
00:17:28: beträchtlicher Teil an wirklich qualifizierten Wissenschaftlern, ja Leuten die später in Cambridge und sonst wo also Lehrstühle bekleidet haben, die dort sozusagen ihre Sporen verdient haben.
00:17:39: Das war eine wissenschaftliche Expedition aber man wollte natürlich auch den Südpol erreichen.
00:17:44: Es war so auch so eine Ehrensache für das Empire, dass sich ja seiner wie soll ich sagen macht auch nicht mehr ganz so sicherbar da am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts.
00:17:56: Ja und da rutscht dann der amunsten rein, plötzlich taucht er auf und installiert sich dann unten auf dem Eisschelf ungefähr so siebenhundert Kilometer von den Briten entfernt.
00:18:11: Und etwas näher am Pol einen ganzen Breitengrad näher.
00:18:16: und jetzt ist da wirklich ein richtiges Wettrennen.
00:18:18: also es ist klar in uns hat elf wird dort unten im antaktischen Früher, was hier dann auf der Nordhalbkugel der Herbst war wird dort ein richtiges Wettrennen stattfinden und das ist natürlich für die Presse gefundenes Fressen.
00:18:35: Klar es ist spannend und das kann man gut verkaufen.
00:18:38: aber weil er ja so ist die fahren da runter und dann ist erst mal ein Jahr hört man gar nichts.
00:18:42: Dann kommen die Schiffe wieder erzählen auch die haben jetzt drei Röte aufgebaut und aufgelöst wird das Rätsel Erst Anfang März.
00:18:51: Mit den neuen Leuten kommt die Fram zurück nach Hobart und dann wird unter dem Siegel der Verschwiegenheit, weil das eben alles schon gedehlt wurde.
00:19:00: Die Mannschaft musste an Bord bleiben.
00:19:02: Amunsten hat sich unter falschen Namen eingecheckt, musste als erstes dieses Telegramm an den Bruder schicken.
00:19:09: Es musste alles codiert verschickt werden, damit er dann die Zeitung informieren konnte mit denen er die Verträge hätte.
00:19:16: Sonst wären die alle geplatzt und dann kommt es raus das sie den Südpol erreicht haben Und Die Teranova kommt auch zurück Das britische Schiff und sagt dass Gott noch nicht zurück ist und Dann weiß man erst mal nicht was ist.
00:19:31: Amunsten tourt ein Jahr durch die Welt also es ist vielleicht auch interessant zu sagen dass der nur Teil seines Lebens Polarfoscher war weit aus größerem Teil seines Lebens.
00:19:42: Das macht, was auch Schriftsteller tun nämlich durch die Gegend ziehen und Lesungen halten und seine Bücher promoten usw.
00:19:50: Und dann kommt ein Jahr später diese Geschichte das die Briten auch am Pol waren etwas mehr als einen Monat nach den Norwegern.
00:19:58: ja die haben halt Bonnies benutzt die eingegangen sind sie haben mit Motorschlitten experimentiert die noch weniger geleistet haben und haben halt am Ende ihre Schlitten selber gezogen Und haben auch noch einige andere logistische Fehler wohlgemacht und hatten auch Pech mit dem Wetter.
00:20:13: Das weiß man heute auch, also selbst für antarktische Verhältnisse nochmal extrem ungünstige Wetterbedingungen.
00:20:20: Und Scott ist halt mit seinen vier Begleitern, mit denen er am Pool war unterwegs gestorben.
00:20:27: Der Interlässt aber sein Tagebuch und darin sind Briefe und solche Sachen die halt die Welt... muss man sagen, rühren.
00:20:37: Weil das so selbstlos ist und er denkt an seine Nachkommen
00:20:40: usw.,
00:20:41: schlägt halt Töne an die rennt da offene Türen an bei seinen Landsleuten sowieso auch weltweit und stiehlt damit im Grunde Armunzen die
00:20:51: Show.".
00:20:52: Der Unterlegende stielt dem Gewinner die Show.
00:20:57: Das tragische Ende von Robert Falcon Scott und seinem Begleitern wirft einen Schatten auf.
00:21:02: Ronald Armunzens Erfolg Und Scots berührendes Vermächtnis sticht Armunzens recht nüchtern ausgefallenen Bericht von seinem Südpol-Abenteuer aus.
00:21:14: Was er nicht hatte, war dieser Sinn für dieses Drama.
00:21:18: Angeblich hat ihn dieses Leiden so fasziniert.
00:21:21: aber in seinen Geschichten... dieser Fahrt zum Südpol, wenn Sie das mal lesen dieses Buch so South Pole als er geschrieben hat.
00:21:27: Das klingt wie ein Spaziergang, ständig alles im Griff und anstrengend klar aber nicht wirklich.
00:21:34: und es stellt sich dann raus dass das Publikum eigentlich was anderes
00:21:39: will.".
00:21:40: In Roald Amundsens Aufzeichnungen offenbart sich noch etwas sagt Christian Jostmann – ein enormes Gottvertrauen.
00:21:49: zumindest durch seine Selbstzeugnisse, es klingt wirklich noch so ein recht kindlicher Glauben an Gott.
00:21:57: Der kommt immer vor.
00:22:00: ab einem gewissen Punkt wo der Mensch nicht mehr die Möglichkeit hat über sein Schicksal zu bestimmen legt er das halt in die Hände seines Gottes dieses Gottes und ist ganz stark als er zurückkehrt von dieser Expedition der gescheiterten mit dem Flugzeug den Nordpol erreichen wollen und dort Notlanden müssen.
00:22:21: Und dann wirklich nur mit Achtung-Kracht zurückkommen, da ist das also ganz... Schreibt das in seinem Tagebuch und auch in den Büchern die er darüber schreiben.
00:22:30: So wir sind jetzt an dem Punkt, jetzt müssen wir auf dich vertrauen Gott oder irgend sowas steht.
00:22:36: Also wirklich so ganz... Der hadert ja auch in dem Sinne nicht, also zumindest nicht wahrnehmbar mit, sondern es ist dann so Jetzt legt es an dir und wir vertrauen darauf, dass du uns daraus holst oder das zieht sich irgendwie durch.
00:22:53: Also dieser Art von Urvertrauen muss er irgendwo gehabt
00:22:57: haben.".
00:22:59: Wie Christian Jostmann schon angesprochen hat ist Roald Amundsen auch zum Nordpol aufgebrochen – allerdings nicht auf dem Seeweg sondern durch die Lüfte.
00:23:09: Amundson versucht ja in den Zwanzigerjahren den Nordpol dann zum ersten Mal mit einem Flugzeug zu erreichen.
00:23:15: Das schaffen sie nicht!
00:23:15: Die müssen Not landen und kämpfen dann eher um seine Mannschaft, zwei Flugzeuge insgesamt sechs Leute die kämpfen vier Wochen ums Überleben.
00:23:24: Und schaffen es sich selber zu retten.
00:23:27: wirklich mit Achtung krach weil das schaffende Landebahn irgendwie auf diesem Pack-Eis dem Drift-Eist zum Bauen und mit diesem Flugboot noch einmal abzuheben und kommen damit Achtungskracht zurück.
00:23:37: Da wird er eigentlich so gefeiert wie er vorher nie gefeuert wurde.
00:23:44: Es gibt eben Vermutung oder manche Autoren, Autorinnen behaupten das und mir erscheint es nicht um plausibel dass seine letzte Aktion er versucht ja am Ende seines Lebens den verschollenen italienischen Polarvorschau in den Nobile zu retten der selber mit seinem Luftschiff da abgestürzt ist in der Arktis.
00:24:06: Dass das im Grunde so eine Art verkappter Selbstmord war.
00:24:11: Es gibt halt so Indizien.
00:24:12: er schenkt einem seiner Vertrauten, Getreuen.
00:24:17: Sein Feuerzeug.
00:24:18: was ist sein Leben lang immer nur so ich brauch das nicht mehr.
00:24:21: und wenn man das letzte Fotositz sieht wo er da auf diesem Schiff ein Flugboot Französisches was überhaupt nicht für dieses Klima und diese Verhältnisse gebaut wurde wie er darauf sitzt zusammengesunken also dass jetzt zumindest mit dieser Möglichkeit Entweder er kommt ja noch mal als strahlender Held wieder oder er kommt gar nicht wieder und hat sich dann aufgeopfert, endlich für einen anderen.
00:24:52: Und so scheint es dann gewesen zu sein nur dass mit ihm halt auch die ganze Crew von insgesamt glaube sechs Leute waren das verschwindet.
00:25:01: Die sind wahrscheinlich abgestürzt.
00:25:03: Man hat dann später ein Teil von einem Schwimmer also diese Flügel die saßen auf so schwimmen Also ein dieser Schwimmer gefunden und einen Tank.
00:25:14: Und dieser Tank war irgendwie sogar gepflegt, das wirkt so als wären die wohl lebend auf dem Wasser gelandet.
00:25:22: Das klingt also nicht schön ja... Ja und es ist in Norwegen.
00:25:27: dann, dass dann Gewissheit wird und sie wissen was er tot ist, wird halt erst recht zur hellen Figur.
00:25:37: Da merkt man auch wieder Das war halt eine Zeit, wo der Nationalismus in Europa sehr stark ist und das merkt man eigentlich auch in Norwegen.
00:25:45: Also diese Expeditionen haben schon sehr nationalistische Untertöne werden auch von einer sehr nationalistischen Presse angefeuert und begleitet.
00:25:55: ja und da sieht man dann dass amunsten wirklich für die norwegische Staatsnation eben ein ganz wichtiges Identifikationsfigur ist.
00:26:16: Als Roald Amunzen nach seinem ersten gescheiterten Flug zum Nordpol zurückgekehrt ist, hat zu seinen Ehren die australische Opernsängerin und erste Prima-Donga Nelly Melba gesungen.
00:26:29: Amunsen wünschte sich damals ein Lied von John Howard Payne & Henry Bishop Home Sweet Home.
00:26:44: Sowohl Roald
00:26:45: Armunson
00:26:46: als auch Robert Falcon Scott werden später entzaubert, als umfangreiche Biografien über beide erscheinen.
00:27:19: wo die auch in den Blick errat.
00:27:21: Olaf Bjarland, Helmer Hansen, Zwerde Hassel und Oskar Wisting – so heißen jene vier Männer die Gemeinsam mit Roald Amunzen im Dezember-Ninzehundertelf den Südpol erreicht haben.
00:27:37: Amunsen war nie allein auf seinen Expeditionen in die arktischen und antarktischen Regionen.
00:27:45: Dort werden heute keine Heldengeschichten mehr geschrieben.
00:27:50: Vieles hat sich verändert, sogar das Eis von dem man glaubte es hielte ewig.
00:27:57: Aber die Faszination, die von diesen Rändern der Erde ausgeht ist ungebrochen auch für den glühenden Antarktis-Fan Christian
00:28:08: Jostmann.".
00:28:19: auch der Mensch völlig unbekannt war.
00:28:22: Man hat geahnt, dass da irgendwas ist.
00:28:24: Das war eine Hypothese.
00:28:25: aber das dort wirklich Land ist und zwar in diesem Ausmaß und die Beschaffenheit dieses Landes und es ist ja auch keineswegs ein totes Land im Inneren spielt sich natürlich nicht viel ab aufgrund der extremen Wetterverhältnisse und Temperaturen des Klimas.
00:28:41: Aber an den Küsten, das brodelt förmlich von Leben.
00:28:46: Robben, Grillen, Muscheln alles was da so Vögel, Pinguine und dann ist es natürlich auch ein Ort wo irgendwie die Verletzlichkeit unseres Planeten sehr sichtbar wird.
00:28:59: ja vor hundert Jahren haben halt alle gezittert um das Leben von Amunsen und von Scott und ob sie das überleben, ob die der Heile rauskommen und wir zittern heute eigentlich und das Überleben des Eises.
Neuer Kommentar