Impuls für den Tag mit Martin Voill am Dienstag, 28. Juli 2026
Transkript anzeigen
00:00:08:
00:00:14: Martin Feul.
00:00:16: Er ist Unternehmensberater und Religionslehrer an einer Wiener Handelsakademie.
00:00:20: Für die Impulse hatte er die Evangelientexte mit Schülerinnen und Schülern diskutiert.
00:00:26: Auch heute steht das dreizehnte Kapitel des Matthäus Evangeliums im Zentrum.
00:00:30: Jesus erzählt von Unkraut und vom Weizen.
00:00:34: Ein Bauer seht guten Weizen auf seinem Feld, in der Nacht kommt jedoch ein Feind und seht Unkraut zwischen den Weizen.
00:00:42: Als beides wächst fragen die künftigen Erntehelfer ob sie das Unkreid ausreißen sollen?
00:00:48: Die klare Antwort auf die Frage Sollen wir gehen und es ausreisen ist?
00:00:53: Nein!
00:00:54: Damit Sie nicht versehentlich auch denn Weizen herausreisen.
00:00:59: Von Gott ist also vor der Ernte keine Gerechtigkeit zu erwarten.
00:01:03: Doch heißt es nicht.
00:01:05: Kleine Sünden straf der Herr sofort?
00:01:07: Wenigstens das!
00:01:08: Nein, ist das
00:01:10: recht?!
00:01:12: Warum?
00:01:13: David und Kilian gehen in die erste Klasse einer Wiener Handelsakademie mit Schwerpunkt Jus.
00:01:19: Sie sind fünfzehnund haben sich im Religionsunterricht zusammen überlegt was das Gleichnis vom Unkraut und dem Weizen bedeuten könnte.
00:01:30: Mit dem Gleichnis werden drei wichtige Botschaften vermittelt.
00:01:34: Erstens Geduld.
00:01:36: Menschen sollen nicht vor schnell urteilen oder versuchen, endgültig Gutes und Böses zu trennen.
00:01:43: Vielleicht glaubst du Unkraut in einer menschlichen Umgebung entdeckt zu haben?
00:01:47: Dabei ist es Getreide Gutes wertvolles Lebenswertes.
00:01:53: Zweitens Dass es beides gibt Weizen und Unkrauth lehrt uns in der Unterscheidung der Geister aufmerksam zu sein.
00:02:01: Drittens Gott richtet am Ende.
00:02:05: Die endgültige Gerechtigkeit kommt nicht sofort, sondern am Ende – Gott übernimmt die Entscheidung urteilt Nicht die Menschen.
00:02:14: Auffällig bei all diesen Gleichnissen ist für die Schüler Wenn Jesus vom Himmelreich spricht dann klingt das extrem alltäglich.
00:02:23: Wenn Jesus in Matthäus XIII erzählt, dass es mit dem Himmelreich sei wie einem Mann der guten Samen auf seinem Acker aussäte werden Storylines bedient die Menschen damals sofort verstanden haben.
00:02:36: Doch hinter diesen einfachen Gleichnissen steckt eine große Frage Wie sieht Gottes Reich denn eigentlich für uns heute aus?
00:02:44: Was kann unserer Vorstellung auf die Sprünge helfen?
00:02:48: Die Schüler David und Kilian dazu?
00:02:52: Viele Menschen stellen sich den Himmel als einen Ort vor, fern von dieser Welt irgendwo über den Wolken.
00:02:59: Doch Jesus beschreibt ihn anders – nicht als Palast oder Land mit Grenzen sondern als etwas das Wächst still unscheinbar fast verborgen.
00:03:09: Das Himmelreich beginnt mitten im Leben der Menschen.
00:03:14: »Fix ist, sagen David und Kilian.
00:03:16: Das Himmelreich beginnt nach Jesu Worten nicht erst irgendwann – es beginnt mitten unter uns jetzt!«.
00:03:23: Vielleicht ist das Himmelreich deshalb weniger ein Ort als vielmehr ein Zustand des Herzens?
00:03:28: Ein Zustand in dem Frieden möglich wird….
00:03:32: In den Gleichnissen Jesu zeigt sich immer wieder ….
00:03:35: Gott sammelt das Gute, bewahrt das Gerechte und führt Menschen in eine Gemeinschaft ohne Angst und Hass….
00:03:43: Dort zählt nicht Macht oder Besitz, sondern Nähe zu Gott.
00:03:48: Jesu Gleichnisse laden deshalb nicht nur dazu ein über das Jenseits nachzudenken Sie stellen auch eine Frage an unser Leben heute.
00:03:56: Wo wächst bereits jetzt etwas?
00:03:59: vom Himmel reichen uns?
00:04:01: Vielleicht überall dort wo Menschen Friedenstiften vergeben oder Hoffnung schenken und am Ende Am ende so glauben die Schüler steht nicht Chaos Sondern Gottes
00:04:13: Gerechtigkeit.".
00:04:16: So weit Martin Feul, er ist Theologe Unternehmensberater und Religionslehrer an einer Wiener Handelsakademie.
00:04:23: über das Matthäus Evangelium Kapitel XIII, Vers.
Neuer Kommentar