per- 260331#Tiwald_Tod und Auferstehung_Religion

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00:00:31: Der Tod schwebt wie ein unsichtbarer Schatten über dem gesamten Leben der Menschen.

00:00:37: Ist ein Kind heil geboren, beginnen die Sorgen und Ängstlichkeiten der Eltern um die Gesundheit und das Wohlergehen des Kindes.

00:00:45: Die Befürchtung dass etwas passiert begleitet das ganze Leben.

00:00:50: Krankheiten Unglück Unfälle Katastrophen im persönlichen und globalen Bereich scheinen an jeder Ecke zu lauern.

00:00:59: Am Ende steht die Endkültigkeit des Todes für jeden,

00:01:03: früher

00:01:03: oder später.

00:01:05: So müssen die Menschen bewusst oder unbewusst täglich mit dem unvermeidlichen Tod als letzter Station ihres Lebens rechnen – Menschen wollen sich aber damit, dass sie diesem Tod hilflos ausgeliefert sind nicht abfinden!

00:01:18: In ihnen brennt die Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort sei….

00:01:23: Sie hoffen an der Fläne ein weiter Leben über den Tod hinaus, für sich selbst und für die lieben Menschen die sie an den Tod verlieren.

00:01:32: Eine Religion ist nur so viel wert, zu sagen die Religionssoziologen wie Sie hilfreiche Antworten auf die Erfahrung von Leid und Tod geben – und die Hoffnung auf Zukunft auch nach dem Tod überzeugend verkünden kann!

00:01:45: Die Mythologien der alten Völker von den Summeeren und Ägyptern bis zu den Griechen und Römern bieten den Menschen Vorstellungen- und Glaubensüberzeugungen an….

00:01:55: Die heutigen Weltreligionen sprechen in je eigener Weise.

00:01:58: Von Tod und Weiterleben nach dem Tod, von östlichen Religionen stammt die Vorstellung von einer

00:02:04: Wiedergeburt.".

00:02:05: Der Glaube der Christen lautet, weil Jesus Christus starb und von den Toten auferstanden ist gibt es für alle Menschen die begründete Hoffnung dass der Tod nicht das Ende sondern der Anfang zu neuem Leben ist.

00:02:20: Zu den heutigen Perspektiven begrüßt sie Stefan Hauser.

00:02:24: Es geht thematisch um Tod und Auferstehung Christi.

00:02:28: Das Leiden-Christi, die Passion bezeichnet in der christlichen Tradition die letzten Lebenstage von Jesus von Nazareth beginnend mit dem Einzug in Jerusalem bis zum Tod am Kreuz.

00:02:40: Es ist zentraler Bestandteil des christlichen Glaubens und wird als Akt der Erlösung und Gottesliebe verstanden.

00:02:47: Wissentliche Stationen des Leidenswegs beschreiben die kommenden österlichen Tage Gründonnerstag, Karfreitag und Kasamstag.

00:02:56: Am gründonnerstag das letzte Abendmahl.

00:02:59: Jesus feiert mit seinen Jüngern Pessach, kündigt seinen Verrat an und deutet Brot und Wein als Seinen Leib und Sein Blut.

00:03:07: Im Garten Gezimani betet Jesus in Todesangst und wird von Judas verraten.

00:03:13: Jesus wird vor den hüdischen Hohenrad und den römischen Stadthalter Ponzius Pilatus gebracht.

00:03:20: Dotz Zweifeln an der Schuld liefert Pilatus Jesus auf Druck der Menge zur Kreuzigung aus.

00:03:26: Jesus wird verhöhnt, trägt das Kreuz, wird am Karfreitag gekreuzigt und stirbt.

00:03:33: Sie sind heute in den Perspektiven Gedanken eines Experten für das neue Testament.

00:03:38: Grundlage ist ein Interview von Stefan Grundthaler von der Zeitung Der Sonntag – aber nun zum Experten dieser Sendung!

00:03:45: Ich heiße Markus Tiewald, ich habe in meiner Berufsbeschreibung drei P's.

00:03:50: Ich bin der Professor für Neutester Männliche Bibelwissenschaft, ich bin katholischer Priester und ich bin Psychotherapeut ausgebildet im Logotherapie- und Existenzanalyse.

00:04:02: Diese drei P´ sind für mich sehr wertvoll!

00:04:05: der katholische Priester, der deckt ab was existenziell für die Menschen von notwendig ist.

00:04:12: Der Universitätsprofessor für Bibelwissenschaft, der fragt auch in wissenschaftlich basierter Art und Weise – was steht denn jetzt wirklich in der Bibel drinnen?

00:04:20: Damit das, was wir den Menschen verkünden wissenschaftlich biblischen Anspruch hat?

00:04:27: und der Psychotherapeut fragt dann danach, wie kann man das Ganze auch in psychischer Art und Weise vermitteln damit Religion nicht nur den Menschen irgendwo in Sackgassen oder einen sonderbaren Wege leitet sondern damit es auch zur psychischen Reife der Menschen beitragen kann.

00:04:44: Die Bibel beschreibt denn Tod als Folge der Sünde beton jedoch die Auferstehung als zentralen Akt der Hoffnung und Neuschöpfung durch Jesus Christus.

00:04:54: Die Auferstehung Jesu gilt als Garantie für die zukünftige Auferweckung der Toten, bei der Gläubige einen unvergänglichen neuen Körper halten und der Tod endgültig überwunden wird.

00:05:07: Im ersten Korinterbrief insbesondere in Kapitel XV behandelt Paulus das Thema Tod- und Auferstihung sehr ausführlich, da in der Gemeinde von Corinth Zweifel an der Leiblichen Aufersteinung bestanden.

00:05:20: Die zentralen Punkte sind – Der Tod ist besiegt.

00:05:23: Paulus betont, dass durch die Auferstehung Jesu Christi der Tod seine Macht verloren hat.

00:05:28: Christus als Erstling – Christus ist der Erste, der von den Toten auferstanden ist und somit der Garant für die allgemeine Auferstierung aller Menschen.

00:05:37: Der Geistliche Leib – Paulus erklärt das die Toten nicht in ihrem vergänglichen irdischen Körper auferstehen sondern in einem umvergänglichen geistlichen Leib.

00:05:47: Überbindung des Todes am Ende!

00:05:49: Der Tod wird als letzter Feind vernichtet werden….

00:05:53: Verwandlung statt Sterben.

00:05:55: Paulus beschreibt, dass nicht alle sterben müssen sondern verwandelt werden wenn Christus wieder kommt.

00:06:02: Siegesang der Tod wird als Besieg dargestellt was in der Frage gipfelt Tod wo ist ein Sieg?

00:06:08: Tod wo is dein Stackel?

00:06:11: Paulus nutzt diese Ausführungen um den Korintern Hoffnung zu geben und sie zu ermutigen fest dem Glauben zu bleiben da ihre Mühe im Herrn nicht vergeblich ist.

00:06:22: Neutester-Mentler Markus Diewald sagt.

00:06:25: Ja, es ist ganz recht eine gewaltige Aussage und ich finde das ganz gut dass Paulus auch tatsächlich hier so wortgewaltig redet denn es geht nicht nur darum zu sagen wir machen wissenschaftliche Theologie sondern es geht auch um die Vermittlung des Glaubens.

00:06:41: was ist in existenzieller Art und Weise für den Menschen wichtig und von Bedeutung?

00:06:47: Es ist eigentlich die Frage nach der Erlösung der Menschen und die Menschen haben, es gibt.

00:06:53: in der Psychotherapie redet man von der tragischen Trias.

00:06:58: Das ist das Leid der Menschen, das ist die Schuld der Menschen oder das ist letztendlich der Tod?

00:07:05: Und keinen einzigen Menschen gibt es, der an dieser tragischen Trias vorbeigehen könnte – wir alle müssen im Leben leiden!

00:07:12: Wir alle müssen irgendwann einmal sterben und in irgendeiner Art und Weise laden immer wieder auch Schuld auf uns.

00:07:20: Und die Frage ist, gibt es etwas tieferes was den Menschen hier trägt, stützt und hält?

00:07:26: Wo sozusagen auch das tiefste menschliche Scheitern noch einmal tiefer unterfasst und aufgefangen wird von einem liebenden und beim herzigen Gott!

00:07:36: Und in der Auferstehung Jesu Christi sehen wir natürlich diesen Aspekt dass Gott wirkt dass Gott in die Welt eingreifen kann, das Gott die Menschen berührt und dass jeder Einzelne von uns auch an dieser Botschaft der Auferstehung teilhat.

00:07:52: So schreibt es Paulus dann ja auch sehr schön im Philippa-Brief – Christus will ich erkennen!

00:07:58: Und die Macht seiner Aufersteinungsräume prägen?

00:08:01: So hoffe auch ich zur Auferstierung der Toten zu

00:08:04: gelangen.".

00:09:03: Der dritte Tag nach dem Tod Jesu ist der Oster-Sondtag, an dem nach Christlichen Glauben die Auferstehung Jesu Christi von den Toten gefeiert wird.

00:09:12: Nach der Kreuzigung am Karfreitag und der Grabesruhe am Kasamstag finden Frauen das Grab am Sonntagmorgen leer vor – was denn Sieg über den Tod und den Beginn des ewigen Lebens symbolisiert?

00:09:27: Auferstanden am dritten Tag.

00:09:29: So heißt es in der Bibel, wenn man jetzt nachrechnet Jesus ist am Karfreitag um drei Uhr gestorben.

00:09:36: Dann liegt er den Kar Samstag im Grab.

00:09:39: Das leere Grab wird dann am Oster Sonntag in aller Herrgotsfrühe entdeckt.

00:09:45: das sind ja keine Drei Tage Aber in der Antike wurden die Randtage mitgezählt also Freitag samstag und sonntag.

00:09:53: Insofern kommen wir natürlich auch von der Chronologie auf drei Tage.

00:09:57: aber da Hauptaussageschwerpunkt ist doch derjenige, dass in der Hebräischen Bibel der dritte Tag als der Tag der Erlösung gilt.

00:10:06: Also am dritten Tag greift Gott ein und errettet den Menschen – so heißt es etwa im Josierbuch sechs – auf, lasst uns zum Herrn zurückkehren, denn er hat verwundert, er wird uns auch heilen!

00:10:19: Nach zwei Tagen gibt er uns das Leben zurück, am drittem Tag richtet er uns wieder auf leben vor seinem Angesicht.

00:10:28: Das sind sozusagen die biblischen Implikationen, auf die mit dem dritten Tag auch angespielt wird.

00:10:34: Gott selber ist es der den Menschen hier erlöst und der für die Menschen sich einsetzt damit wir leben können.

00:10:41: Wir kommen zum theologischen Kern des Ostergeschehens.

00:10:45: das ist die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

00:10:49: Sie bildet das Fundament des christlichen Glaubens.

00:10:54: Tod und lebensfeindliche Mächte, der Sieg des Lebens über den Tod.

00:11:11: des menschlichen Lebens gibt, sondern es gibt nicht nur ein Leben nach dem Tod, sondern auch ein Leben schon vor dem Tod.

00:11:18: Also die große Frage kann Gott den Menschen so berühren dass wir leben haben oder um es mit dem Johannes Evangelium zu sagen leben in Fülle besitzen und dieses Leben in Fülle soll sozusagen das ganze Leben hier durchdringern.

00:11:33: Es soll den Menschen neu bestimmen, es soll ihm eine neue Ausrichtung geben in seinem Leben ein erfülltes Leben gestalten zu können.

00:11:43: Das bedeutet Frieden mit meinem Herrgott, Frieden bei meinen Mitmenschen aber auch Friede mit mir selbst und meinen eigenen Zerissen.

00:11:53: halten.

00:11:54: was wäre wen?

00:11:55: Die Vorstellung, dass ein Grab mit dem Leichnam Christi gefunden worden wäre, stellt einen fundamental anderes Szenario für die Geschichte des Christentums dar.

00:12:05: Denn die Kernbotschaft des christlichen Glaubens – wie sie im neuen Testament besonders bei Paulus formuliert ist – steht und fällt mit der leiblichen Auferstehung Jesu.

00:12:15: Markus Tiewald, katholischer Priester, Psychotherapeut und Professor für Neutestamentliche Bibelwissenschaft legt dazu aus!

00:12:23: Also zunächst einmal ich glaube, dass das Grab Jesu wirklich leer gewesen ist.

00:12:28: Denn wir haben keinen einzigen historischen Zeugen dafür, dass der Leichnam Jesu im Grab gelegen wäre.

00:12:36: also es auch für diejenigen die Gegner der Auferstehung Jesus sind klar ,dass das Grab leer gewesen isst.

00:12:43: allerdings die Gegners sagen dann der Leichenam ist von seinen Jüngern gestohlen worden.

00:12:48: Traditionelles in der jüdischen Anthropologie der Leib und die Seele eine Einheit.

00:12:53: Das heißt, wenn man wirklich war die Auferstehung Jesu gepredigt hätte und dann einen madenzerfressenen Leichnam hier zeigen hätte können.

00:13:03: Dann wäre das in unseren Quellen mit Sicherheit belegt gewesen.

00:13:06: Und dann hätte man die Auverstehungen der Toten von Jesus auch nicht in dieser Art und Weise verkündigen

00:13:12: können.".

00:13:13: Jetzt gibt es allerdings im Hellenismus natürlich auch die Vorstellung der Unsterblichkeit der Seele.

00:13:19: So etwa ist das Grab von Johannes dem Teufel bekannt, aber der Tetrach Herodos sagt in Markus Evangelium auch dieser Jesus von Nazareth ist Johannes der Teufer, der von den Toten auferstanden ist.

00:13:31: also solche Vorstellungsmuster werden durchaus auch möglich gewesen.

00:13:35: Aber wie gesagt weil wir sie in unseren Quellen nicht vorfindbar haben dass das Grab Jesu als Grab mit Leichnam gefüllt bekannt gewesen ist, sondern alle Quellen auf die Leerheit des Grabes verweisen müssen wir sagen es ist historisch wahrscheinlich so gewesen.

00:14:49: Das leere Grab ist ein zentrales Element der christlichen Ostergeschichte das nach den Evangelien am Sonntagmorgen von Frauen darunter Maria von Magdala entdeckt wurde, nachdem der Stein weggewälzt war.

00:15:03: Es gilt als Zeichen der Auferstehung Jesu Christi, nicht als dessen Beweis und wird in der heutigen Grabeskirche in Jerusalem verehrt.

00:15:11: Das leere Grab ist ein erzielerischer Ort, der auf die Auferstimmung hinweist aber erst durch die Begegnungen mit dem Auferstandenen seine volle theologische Bedeutung

00:15:20: erhält.".

00:15:22: Markus Diebold vom Institut für Neutestamentliche Bibelwissenschaft sagt

00:15:26: Also es ist tatsächlich kein Beweis für die Auferstehung, denn das leere Krab schafft am Anfang viel mehr Verwirrung als es für Klarheit sorgt.

00:15:35: Denn die Jünger glauben nicht aufgrund des Leerenkrabes an die Auverstehungen Jesus sondern sie glauben durch die Begegnung mit dem Auferstandenen selber also der Erscheinung des Auferstandenen vor den Jüngern.

00:15:47: Das führt letztendlich zum Umschwung, dass leere Grab verunsichert am Anfang der Jüngers.

00:15:55: Tatsächlich nicht der Beweis für die Auferstehung.

00:15:58: Einen Beweis können wir im naturwissenschaftlichen Sinne auch gar nicht erbringen, denn die Auferstörung von den Toten lässt sich nicht beweisen.

00:16:06: Es ist eine Frage des Glaubens aber das Wichtige ist ja eigentlich die persönliche Begegnung der Menschen mit ihrem Gott Und das ist tatsächlich die Geschichte der Auferstehungsbegegnungen, der Auverstehungsausscheinungen.

00:16:22: Wie wir sind von Maria, von Magdala, von Petrus und Paulus, von den anderen Jungen hier auch haben, die hier eigentlich erst ihre Angst abgelegt haben und zu korrigierten Zeugen für die Aufersteinung Jesu geworden

00:16:37: sind.".

00:16:38: Die Frauen aus Galilea, vor allem Maria von Magdala, Maria der Mutter des Jakobus und Salome sind laut den Evangelien die ersten Zeuginnen des leeren Grabes und der Auferstehung Jesu.

00:16:50: Am frühen Ostermorgen wollen sie den Leichen am Salben, finden jedoch den Stein weggewälzt unter Skrableer – ein Engel verkündet ihnen die Auferstimmung und sendet sie als Botinen zu den Jüngern.

00:17:07: Zeugnis abzugeben.

00:17:09: Deswegen reagieren die Jünger ja auch, die männlichen Jüngern in einer sehr verschnupften Art und Weise das Geschwätz von den Frauen.

00:17:17: Das hat uns hier beunruhigt sozusagen nach dem Motto Die sind hier nur hysterisch!

00:17:23: Die sind ja nur aufgeregt.

00:17:25: aber der Schöne ist dass Gott wie eine ganze andere Logik hat.

00:17:29: Gott legt das Zeugniss seiner Auferstehung zunächst in die Hände von Frau.

00:17:35: Maria von Magdala ist der erste Mensch gewesen, der da auferstandene Herr erschienen ist.

00:17:41: Und das ist ein wichtiges Zeugnis, dass wir nicht vergessen dürfen!

00:17:45: Tatsächlich muss man sagen, sind die Frauen natürlich auch alle Eifrexten gewesen.

00:17:49: Nicht Maria von Magdala?

00:17:51: Während die männlichen Jünger geflohen sind steht sie dann dabei.

00:17:56: so berichtet es das Markus Evangelium und das Markus evangelium berichtet dass alle männlichen jünger geflohnt sind aber Maria von magdala dort geblieben ist und dass Maria vom Magdalal dann auch bei dem Begräbnis sie so dabei gewesen ist.

00:18:10: also sie war wirklich war dichjenige dich hier später in der Kirchengeschichte als Apostola, Apostolorum bezeichnet wird.

00:18:18: Die Apostelin, die die anderen Aposteln erst mit der Osterbotschaft zu Aposteln so richtig

00:18:25: machen.".

00:18:26: Paulus nennt im ersten Brief an die Korinther eine Reihe von Zeugen der Auferstehung Jesu.

00:18:31: Diese Liste ist zentraler Beleg für die Realität der Auverstehungen, die Paulus als Fundament des christlichen Glaubens darstellt – doch in dieser Aufzählung fehlen Frauen!

00:18:42: Paulus erwähnt tatsächlich im ersten Korintherbrief nur die männlichen Zeugen, weil eben nur die männlichen Zeuge als gültige Zeugnisgeber hier gegolten haben.

00:18:52: Aber warum werden die Frauen trotzdem erwähnend?

00:18:55: Weil es historisch so gewesen ist!

00:18:57: Also das ist tatsächlich der historische Sachverhalt den wir festhalten können.

00:19:02: Gott hat das Werk seiner Auferstehung und die Bezeugung seiner Auverstehungen in die Hände von Frau gelegt.

00:19:09: Was sucht ihr denn lebenden bei den

00:19:11: Toten?!

00:19:12: Hier ist nicht hier, er ist auferstanden.

00:19:15: Diese Worte sind die Zentrale Osterbotschaft aus dem Lukas Evangelium, die den Frauen am leeren Grab verkündet wird.

00:19:23: Sie mahnen den Glauben nicht in der Vergangenheit oder im Tod zu suchen sondern beim Auferstandenen lebendigen Christus.

00:19:38: nicht an einem Ort für Verstarbene suchen soll.

00:19:45: Die Botschaft ermutigt dazu, nach vorne zu schauen, Hoffnung zu haben und dann die Auferstehung zu glauben, anstatt bei alten Totenstrukturen zu

00:19:54: verharmen.".

00:19:55: Es ist das tiefe Wissen dass das Leben stärker ist als der Tod und dass Gott den Menschen so berührt, dass der Mensch ein Leben schon vor dem Tod hat aber das Gott in der Treue zu uns Menschen auch dafür sorgt, dass auch nach unserem Tod eine Zukunft und ein weiter Leben möglich ist.

00:20:18: Die Frage nach Zweiflern am Zugang zum Ostergeheimnis berührt den Kern christlicher Hoffnung.

00:20:24: Das Osterreignis übersteigt die menschliche Wirklichkeit und das rationale Verständnis – was die Verbindung von schmerzhaftem Kreuzestot, dem Leiden- und der Auferstehung, dem Sieg als Pascha Mysterium, als zentrales theologisches Paradoxon welches oft schwer anzunehmen ist, sich zeigt.

00:20:43: Die Osterbotschaft der Gott die lebensfeindlichen Mächte überwunden hat und liebe stärker als der Todist steht im direkten Widerspruch zu vielen Erfahrungen von Leid, Ungerechtigkeit und Tod in der

00:20:55: Welt.".

00:20:56: Der Priester- und Bibelwissenschaftler Markus Diewald sagt zur Frage wie finden heute Zweifler Zugang zu diesem Grundgeheimnis des Christentums?

00:21:06: Also zunächst einmal ist es eine Gnade wenn man glauben kann.

00:21:10: Also der Glaube ist tatsächlich eine Ressource, so wird das in der modernen Psychotherapie bezeichnet.

00:21:16: Eine Ressource also etwas was trägt und unterstützt in der menschlichen Psyche.

00:21:21: ich kann den Glauben aber nicht machen.

00:21:23: wer nicht glauben kann dem fehlt sozusagen das ganze.

00:21:28: es gibt hier die schönen Rede von religiös Unmusikalisch, also manche haben ein musikalisches Gehör und manche habe mein religiöses Gehür.

00:21:38: Und manche das nicht.

00:21:40: Man ist glücklich wenn man so etwas besitzen kann weil es den Menschen trägt und stützt.

00:21:46: Deswegen sollte man Glaube auch nie mit Gewalt einfordern, weil das ist der schlechteste was man tun kann.

00:21:53: Man kann aber auf Menschen zugehen und kann versuchen Menschen eine Geborgenheit einer emotionale Heimat zu beten sowie dass die Jünger und Jesu selber ja auch mit dem Ungläubigen Thomas gemacht

00:22:07: haben.".

00:22:07: Der umgörbige Thomas ist eine biblische Erzählung aus dem Johannes Evangelium über den Apostel Thomas, der nicht an die Auferstehung Jesu glaubte bis er dessen Wundmale berühren konnte.

00:22:19: Als Redewendung bezeichnet diesen einen skeptischen Menschen der Beweise verlangt.

00:22:24: Die Geschichte symbolisiert die Überwindung von Zweifeln und den Übergang zum persönlichen Glauben.

00:22:30: Heute sind wir eigentlich dankbar, dass wir diesen unglaubigen Thomas haben.

00:22:35: Weil er die Argumente vorwegnimmt, die naturwissenschaftliches Denken dann später einwendet.

00:22:45: persönlich sehe.

00:22:46: Wenn ich meine Finger nicht in die Wundmaler in seinen Händen legen kann und meine Hand nicht in der Durchborte Seite legen kann, dann glaube ich

00:22:55: nicht.".

00:22:56: Also sozusagen wenn ich das nicht naturwissenschaftlich prüfen und beweisen kann, Und dann hat er eine Erscheinung vom Auferstandener und ist trotzdem gläubig, weil in der Herr in seinem Herzen berührt und damit auch anspricht.

00:23:13: Und das Schöne ist eigentlich dass die Jünger von ungläubigen Thomas nicht den Glauben gefordert haben, dass sie nicht verstoßen haben, daß sie nicht gesagt haben, ja wenn du jetzt nicht glaubst, dann kannst du nicht mehr zu uns gehören sondern Sie bieten auch dem Ungläubigen ein Heimat!

00:23:32: eine Möglichkeit mit dabei zu sein.

00:23:34: Ich glaube, das ist die große Aufgabe auch der Kirche nicht nur auf die Gläubigen zu schauen sondern auch den Ungläubigen einer Möglichkeit eine Heimat ein angesprochen sein zu bieten.

00:23:48: so hat es ja Papst Franziskus gesagt Die Kirche muss auch an die Ränder gehen und denen Menschen die Zweifeln die unsicher sind die auf der Suche sind eine Perspektive anbieten.

00:26:49: Bibelwissenschaftler, Psychotherapeut und Priester.

00:26:52: Markus Tiewald nun zur Frage wie sein persönliches Ostern aussieht.

00:26:58: Dazu zitiere der Paulus

00:27:19: ilam credentes Somus.

00:27:22: Die Auferstehung der Toten ist der Glaube der Christen, nur indem wir dieses Glauben haben wir

00:27:29: bestammt.".

00:27:30: Es ist sozusagen die tiefe Trostbotschaft das auch mein eigenes Scheitern, mein eigener Sleid und mein eigena Tod durch einen liebenden und beim herzigen Gott noch einmal je tiefer unterfasst aufgefangen und geborgen wird und zu einer Vorendung und einem neuen Leben bei Gott führt.

00:27:52: Markus Tivolt können Sie in der kommenden Ostausgabe des Sonntags, der Zeitung der Erzdiözysowin auch nachlesen?

00:28:00: Zum letzten Thema – Der Emosgang Dieser ist ein christlicher Brauch am Ostermontag, deren die biblische Geschichte der Jünger erinnert, die dem Auferstandene Jesus unerkannt nach Emos folgten.

00:28:13: Als Osterspaziergang oder besinnliche Wanderung verbindet ihr Naturleben mit Glaubensimpulsen, Gebieten und Gesang.

00:28:21: Wie es Markus Tiewald persönlich mit dem Emmausgang hält dazu verrät er abschließend.

00:28:27: Sehr gerne und regelmäßig.

00:28:29: ich bin ein großer Wanderer das muss ich ganz ehrlich sagen.

00:28:33: Ich weiß aber noch nicht wohin mich dieses Jahr der Emmausgank führen wird.

00:28:37: Aber es ist natürlich ein wunderschönes Zeichen dass die Auferstehung auch in der dann stattfindet und das sozusagen die ganze Natur blüht.

00:28:47: Und dass man da innerlich berührt ist, beim Emausgang ist es ja so in der Bibel, dass Jesus zu diesen Ehemausjungen hinzutritt, die eigentlich verzweifelt sind, die aus ihrem eigenen Leben flüchten, weil mit dem Tod Jesu alles zerbrochen ist, dann zu wissen – In meinem Leben geht jemand mit mir und steht mir zur Seite und bricht mir das Brot, wie es dann Jesus mit den Emaus-Jungen ja tut.

00:29:14: Dieses Brot des Lebens zu brechen und zu teilen, liebe Menschen zu haben die an meiner Seite stehen – das glaube ich ist etwas Großes und Wertvolles!

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