OperAktiv!
Shownotes
Phaedra Brenke und Mattia Scassellati sind das Vermittlungsteam der Oper Graz. Mit Marion Eigl haben die beiden über ihre Aufgaben und Visionen gesprochen. Das Ziel von OperAktiv! ist es, Musiktheater, Konzert und Tanz erlebbar zu machen. Ob spielerische Begegnungen mit Musik und Bewegung oder spannende Einblicke in Inszenierungen. Das vielfältige Programm bietet kreative Zugänge für Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene. Teilnehmende können selbst gestalten, singen, tanzen, Szenen entwickeln oder hinter die Kulissen blicken.
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:12: Herzlich willkommen, meine sehr geehrten Damen und Herren, sagt Marion Eigl zu Gast in dieser Sendung.
00:00:18: Das Vermittlungsteam der Oper Graz Fedra Brenke und Matthias Gasselati operaktiv Ausrufezeichen Musiktheater Konzert und Tanz erlebbar machen das ist das gemeinsame Ziel.
00:00:32: wir erfahren gleich mehr.
00:00:34: Ja, hallo!
00:00:35: Ich bin Fitra Bränke.
00:00:37: Ich bin Musiktheatervermittlerin an der Oper Graz im Operaktivteam und ich freue mich da zu sein.
00:00:43: Ich freu mich auch dazu sein.
00:00:44: Mein Name ist Matthias Gasselatich.
00:00:46: Bin auch Musiktheaters Vermittler und Tanzdramaturk an der Opera Graz.
00:00:50: Seit wann seid ihr an der opera Graz?
00:00:52: Ich bin seit dieser Spielzeit, also seit September, für mundzwanzig an der oper Graz...
00:00:58: Ich bin schon ein bisschen länger da.
00:01:00: Das ist meine vierte Spielzeit
00:01:02: Und ihr seid das Team von Opaaktiv.
00:01:05: Richtig, wir sind das Vermittlungsteam!
00:01:09: Was ist Opa-Aktiv?
00:01:13: Das ist eine spannende Frage.
00:01:15: Opa Aktiv ist glaube ich sehr viel.
00:01:18: Wir versuchen das immer sehr kompakt zu erklären aber so eine kompakte Antwort gibt es glaube ich gar nicht.
00:01:24: Vermittlungsangebote
00:01:26: von
00:01:28: drei bis unendlich sagen wir immer... was die Altersangabe betrifft Wir bieten eigentlich Mitmachangebote für Kinder, für Erwachsene und für alle Menschen die Musiktheater Tanz- und Musik näherkommen möchten.
00:01:50: Ich glaube der Name OPA aktiv trifft das auch ganz gut.
00:01:54: Aktiv ist nämlich ein gutes Wort!
00:01:56: Ich glaube wir haben einfach viele Angebote wo Menschen aktiv werden können sowohl innerhalb der OPA die Mitarbeitenden aktiv im bestimmten Rahmen, aber eben auch alle Menschen außerhalb.
00:02:10: Genau deswegen glaube ich das der Titel ist ganz gut trifft.
00:02:12: Mitmachen muss man auf jeden Fall!
00:02:14: Das ist Pflicht
00:02:17: Wenn wir gerade zu Ende gehen, dass Sie so schauen was waren die wichtigsten Projekte in dieser Spielzeit?
00:02:26: Von OPA aktiv
00:02:28: Also große Projekte und deswegen wahrscheinlich auch wichtig sind unsere Familienkonzerte.
00:02:34: Das
00:02:35: sind eben Konzerte für Kinder von sieben bis elf, beziehungsweise die Familien dazu.
00:02:42: Die finden wir uns auf der großen Bühne statt und diese Spielzeit hatten wir drei verschiedene zu verschiedenen Themen Und da war jedes Mal das Orchester beteiligt und man kann sich das so vorstellen, dass diese Konzerte immer auch ein bisschen wie ein kleines Theaterstück funktionieren.
00:03:00: Dass quasi rund um die Musik hilft, die Musik irgendwie greifbarer zu machen und irgendwie alles ein bisschen lebendiger werden lässt.
00:03:09: Das ist irgendwie für Kinder gut zugängliches.
00:03:13: Man muss auf jeden Fall mitmachen, wie gesagt operaktiv.
00:03:17: Man muss sich aktivieren Und ich glaube es ist einfach spannend so einen Zugang zu haben, in dem Fall ans klassische Konzert.
00:03:26: Wenn man nicht in so einem normalen gewohnten Setting sich befindet sondern im etwas neuem anderen.
00:03:33: das Federer und ich immer wieder versuchen uns auszudenken konzipieren auch in Kooperation mit anderen PartnerInnen einfach um das ganze aufzubrechen vielleicht Wenn man sonst immer das Gefühl hat, man setzt sich da rein.
00:03:48: Man hört dazu.
00:03:49: Man macht gar nichts und am Ende applaudiert man.
00:03:52: Das ist uns fast ein bisschen zu langweilig!
00:03:54: Wir haben auch immer interaktive Teile in diesen Konzerten wo die Kinder und Familien mitsingen können, wo ihnen Fragen gestellt werden... zum Beispiel die Orchester-Instrumente kennenlernen können und irgendwie da mitraten, was kann dieses Instrument?
00:04:10: Oder wir hatten auch ein Konzert wo wir Musik und Tanz verbunden haben.
00:04:14: Und wo die Kinder dann auch und Familien und alle im Publikum dann mithanzen konnten.
00:04:19: Also wir haben diese Familienkonzerte.
00:04:22: welche Spaten gibt es noch in eurer Arbeit?
00:04:26: weil du ja auch gesagt hast das geht bis altes Limit unbegrenzt eigentlich.
00:04:32: also zumindest was die Bühnenproduktionen betrifft, das beschränkt sich auf diese Konzerte.
00:04:38: Also Familienkonzerte, wir haben auch Sitzgießen-Konzerte.
00:04:41: Das sind noch für die ganz Kleinen drei bis fünf ungefähr Kindergartenalter.
00:04:48: Die sind ein bisschen reduzierter sprich sie sind nicht auf der großen Bühne.
00:04:53: Sie können eigentlich überall stattfinden glaube ich.
00:04:56: Hauptsache mal ist nah am Geschehen und an der Musik sind auch natürlich kürzer was die Dauer betrifgt Und es passiert einfach mehr, sodass kleine Kinder natürlich auch diese Aufmerksamkeit halten können.
00:05:13: Ja wir haben immer nette Geschichten.
00:05:14: Fedra hat diesmal auch mitgespielt.
00:05:16: Das war eigentlich ganz lustig oder?
00:05:17: Ja das hat mich viel Spaß gemacht!
00:05:19: Ich habe auch ein bisschen einen Schauspiel Background und wir haben bei den Konzerten eben immer so diese Atheaterstücke dabei oder die das so ummanteln und ich habe dann eben eine Rolle gespielt, die so durch diese Geschichte geführt hat.
00:05:34: Das ist doch jetzt ein guter Zeitpunkt, um so ein bisschen euren Background zu beleuchten!
00:05:38: Was war denn vor der Opergratz bei euch?
00:05:41: Also ich bin zum Theater gekommen als Jugendliche nämlich über Vermittlungsangebote wo ich selber bei Theaterclubs mitgespielt habe Und es war so mein Start dass ich vor allem zum Schauspiel gekommen bin.
00:05:57: Darüber habe ich dann auch irgendwie Musik mehr kennengelernt und Schätzen gelernt.
00:06:02: Und dann habe ich in Hildesheim an der Universität Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis studiert, mit den Schwerpunkten Musik- und Theater.
00:06:12: Hab dann in der Zeit viele Praktika gemacht, hab an vielen Theaterprojekten vor allem Schauspiel mitgearbeitet.
00:06:18: Genau immer wieder so Gasproduktion.
00:06:20: Ich hab mal als Regieassistentin gearbeitet.
00:06:25: Bei einem Musikfestival habe ich als Projektkoordinatorin und Künstlerbetreuerin gearbeitet.
00:06:30: Das hat sich irgendwie alles ein bisschen zusammengewürfelt, aber immer mehr hat sich dann rauskristallisiert das mich vor allem die Vermittlungsarbeit interessiert.
00:06:39: Und dann habe ich gesehen dass man in Graz an der Kunstuniversität Musik- und Theatervermittlung studieren kann.
00:06:45: im Master und nach meinem Bachelor in Hildesheim bin Über tausend Kilometer von meinem Heimatort Lübeck, tausen Kilometer nach Süden gezogen und bin nach Graz gekommen.
00:06:56: Habe dort das Studium angefangen und dann war schon bald die Stelle an der Oper Graz ausgeschrieben und so bin ich da hingekommen.
00:07:06: Ein Nordlicht kommt in den Süden!
00:07:10: Und der halbe Südländer?
00:07:12: Da habe ich Südländer auch ungefähr tausend Kilometer, würde ich sagen.
00:07:16: Aber von der anderen Seite bin nämlich in Rom aufgewachsen und wollte irgendwas mit Musik machen.
00:07:23: Dann hat es mich nach Graz gezogen.
00:07:25: Die Hälfte meiner Familie kommt aus der Steiermark.
00:07:28: Es war doch irgendwie bekannt und vertraut und da habe ich mal Musikologie studiert und mir gedacht ja das macht mir irgendwie Spaß!
00:07:36: Ich will mehr machen, mehr Interaktion mit Menschen habe dann irgendwann mal Lehramt gemacht.
00:07:42: und dann dachte ich, ja irgendwie fühle ich mich da doch eingeengt.
00:07:45: Ich bin dann lange in der Forschung gewesen an der Kunstuniversität Graz und hab ganz viel mit Musik und Tanz gemacht weil er ganz tief drin im argentinischen Tango war dann öfter sogar in Argentinien zu unterrichten oder zumindest irgendwie erklären was da so passiert in unterschiedlichen Musik, Theater- und Tanzpraxen auf der Welt.
00:08:10: Es hat mir schon Spaß gemacht, aber in diesem akademischen Kontext konnte ich das nicht so ausleben.
00:08:15: Da habe ich gesehen ein Linzkammer Musikvermittlung studieren, das wäre doch was!
00:08:19: Und dann habe ich das nochmal gemacht und nach einem Jahr musste ich mal im Praktikum machen.
00:08:25: Dann dachte ich ja so an der Oper Graz, das hört sich gut dran.
00:08:29: Und dann ähnlich wie bei dir Federer war auch bei mir die Frage, es wäre eigentlich eine Stelle frei sehr bald.
00:08:36: Hast du da nicht lustig drauf zu bewerben?
00:08:39: Und so habe ich den Weg dann in die Oper geschafft.
00:08:41: Wie funktioniert die Zusammenarbeit von euch?
00:08:44: Wer ist so für Zustände, gibt es da fix abgesteckte Bereiche?
00:08:50: Ich würde sagen diese Spielzeit haben wir beide alles gemacht oder fast alles.
00:08:55: Das hat sich am Anfang der Spielzeit zu ergeben.
00:08:58: Vorher wart ihr ein bisschen aufgeteilter oder in den Projekten
00:09:02: Richtig!
00:09:03: Wir waren aufgeteilter und eine Person mehr im Team.
00:09:07: Das heißt jetzt war es auch für mich nochmal interessant, neue Konstellationen mit Fedra.
00:09:12: Ich will alles ausprobieren auf Bereiche die ich vorhin noch nie ausprobiert hatte und das hat sich dann irgendwie gut ergeben dass wir beide alles mal machen.
00:09:23: Und für die nächste Spielzeit haben wir uns auch dann vorgenommen also wir haben es jetzt ein bisschen mehr abgesteckt aber eh auch vorgenommen dass wir uns gegenseitig bei den Projekten unterstützen und zusammenarbeiten einfach weiterführen, weil ich glaube es hat uns beiden ganz gut gefallen.
00:09:37: Sonst waren wir ganz gut gefahren.
00:09:39: Wobei man muss sagen du hast dann nächste Spielzeit eher den Fokus auf Konzerte.
00:09:43: Ihr habt dann alles was nach außen wirkt sprich Workshops für Privatpersonen auch in Schulen.
00:09:52: Wir sind in der ganzen Steinmark unterwegs mit unserem Vermittlungsangebot und die habe dann noch den Schwerpunkt Tanz.
00:09:59: Über die nächste Saison möchte ich natürlich noch sprechen mit euch.
00:10:01: Vorher aber die Frage, welche Vorgaben kommen von der Intendanz
00:10:05: bzw.,
00:10:08: was ist alles möglich oder was geht nicht?
00:10:13: Wie frei seid ihr in der Konzeption und Planung?
00:10:17: Beziehungsweise welchen Wünsche gibt es an das Vermittlungsprogramm?
00:10:23: Ich glaube wir haben sehr viel Freiheiten.
00:10:26: Das ist ein großes Privileg.
00:10:28: Ich weiß dass das nicht an Jemhaus der Fall ist.
00:10:32: Die Intendanz vertraut uns doch sehr in unserer Expertise.
00:10:36: Ich glaube auch, dass wir dann ein gutes Händchen haben was gerade so State of the Art ist.
00:10:41: Wir versuchen immer wieder aktuell zu bleiben und es weiterzubilden.
00:10:50: Es funktioniert eigentlich so wie Pitch'n das mal dem Intendant oder unserer Chefin
00:10:56: Wer ist eure Chefin?
00:10:57: Unsere Chefin ist Katharina John.
00:10:59: Die Chefdramaturgin.
00:11:00: Genau, die Dramaturgy!
00:11:02: Wir sind auch Teil der Dramaturgy.
00:11:04: Wir sind jetzt keine Extrapteilung und dann pitchen wir das und dann heißt es meistens, dass klingt gut.
00:11:11: Schau mal was kommt und dann setzen wir's um.
00:11:14: Fedra Bränke und Matthias Castellati des Vermittlungsteam der Upperkrads zu Gastor für Radio-Klassik Stefan Sturm
00:11:21: In der nächsten Saison haben wir auf jeden Fall mehr Angebote sogar.
00:11:27: Es ist ein bisschen spezifischer, gerade was Privatpersonen betrifft.
00:11:31: Wir führen natürlich die Konzerte weiter, Familienkonzerte, Sitzgießenkonzert und unser ganzes Angebot für Bildungseinrichtungen.
00:11:40: Das macht eigentlich ein Großteil unserer Vermittlungsarbeit nach außen aus.
00:11:45: Wir haben es aber jetzt nochmal verstärkt.
00:11:47: Es gibt zwei große Tanzprojekte.
00:11:51: Eins das nennt sich Tanzen für alle.
00:11:53: Das sind einzelne Termine an einem Sonntag-Vormittag, wo einfach jeder und jede mitmachen kann.
00:12:00: Unabhängig von Alter, Vorkenntnis, körperliche Voraussetzungen.
00:12:04: Da improvisiert man mit mir und jemand aus der Tanzcompany.
00:12:08: Wo findet das statt?
00:12:09: Das findet bei uns im Ballettsaal statt.
00:12:11: Ganz professionell!
00:12:12: Und wer es noch professioneller angehen möchte, da kann er bei Community Dance mitmachen.
00:12:17: Das ist dann ein Projekt, das geht über eine ganze Spielzeit.
00:12:20: Man priff sich dann mal ... gewisse Gruppe an vierzehn bis sechzehn Personen und da wird eine eigene Tanzsprache entwickelt und am Ende ein Stück präsentiert.
00:12:33: Und kreiert.
00:12:34: das haben wir diese Spielzeit auch schon gemacht.
00:12:37: Das hat eigentlich letzte Spielzeit so ein bisschen als Pilotprojekt angefangen, und vor kurzem hatten wir unsere Vorstellung auf der Studiebühne.
00:12:46: Es war alles ausverkauft!
00:12:47: Wir haben uns wirklich gedacht dass dieses Projekt auch so erfolgreich sein kann Und wir hatten das große Glück oder das große Privileg auch, das Ganze nochmal in Wien aufzuführen.
00:12:56: In Rahmen des Wildtonschön-Festivals vom Nest und von Dschungelwien organisiert.
00:13:02: Das war ein größeres Festival mit unterschiedlichen Jugendgruppen die entweder Musiktheater oder Tanz präsentieren aus ganz Österreich und...
00:13:11: Wo wart ihr da?
00:13:13: Da waren wir im Dschungellwin.
00:13:14: Im
00:13:14: Dschongell was?
00:13:15: Nests oder Dschungen?
00:13:16: Ja ja,
00:13:16: absolut!
00:13:19: Das heißt, da haben wir schon mal einen großen Bereich in der nächsten Saison.
00:13:23: Fedra!
00:13:24: Ich habe vor allem als zwei große Projekte neben den Konzerten die Musiktheaterclubs und Musiktheatre für alle.
00:13:34: Musiktheata für alle ist quasi so wie Tanzen für Alle nur dass wir uns mehr auf Theater- und Musik konzentrieren.
00:13:42: Da gibt es dann verschiedene Termine eben auch zwei Stunden... bei dir sind's auch zwei Stunden oder?
00:13:47: Ja genau.
00:13:49: Die sind dann zu verschiedenen Themen.
00:13:50: Das erste ist zu Theater spielen, dann haben wir was zum Coursing.
00:13:55: Wir werden uns einmal mit Liedtexten befassen wo man ausprobieren kann Lied Texte mal selber zu schreiben und dann noch einen Termin wo wir mal versuchen wollen zu komponieren.
00:14:06: Und so werden diese Workshops dann thematisch eben sein.
00:14:10: und Dann gibt es eben auch die Musik Theater Clubs.
00:14:14: Da hatte ich jetzt dieses Spielzeit auch schon ein für zwölf bis fünfzehnjährige und der hatte auch neulich gerade die Aufführung, das war ganz wunderbar.
00:14:24: Und dann hat jetzt grade schon der nächste gestartet.
00:14:28: Der ist für achtzehn bis dreißigjährige und beschäftigt sich mit dem Thema oder mit dem Stück La Bohème.
00:14:35: auf dem Spielplan.
00:14:36: nächstes Spielzeit stehen nämlich zwei Bohèmes einmal von Leon Cavallo und einmal von Puccini.
00:14:43: Wir sind so als eine kleine Dritte dazu, die heißt dann Laboum Next Generation und haben jetzt gerade schon angefangen zu proben.
00:14:50: Das hat dann am Dezember Aufführung und wir sind vierzehnt darstellende Und ich bin ganz gespannt wie das wird!
00:14:57: Wir sind grade schon in das Thema eingestiegen und werden jetzt mal unseren eigenen Blick auf diesen Stoff irgendwie herausfinden.
00:15:05: Dann haben wir noch einen Club für wieder Jüngere diesmal von zwölf bis siebzehn Jahren.
00:15:10: Da geht es um Mehrjungfrauen, das heißt Ribbillon der Mehrungfrauen.
00:15:14: Und wir wollen uns mal ein bisschen fragen – weil Rosalker ist auch auf dem Spielplan und wir wollen jetzt mal ein wenig fragen wie es der kleinen Mähjungfrau so ergangen ist und was wir daran irgendwie blöd finden und vielleicht anders erzählen wollen?
00:15:26: Das wird dann im April-Aufführungen
00:15:28: haben!
00:15:29: Bei zwölf bis siebzehnjährigen denke ich mir sind die Schulen die Ansprechpartner.
00:15:35: Genau also ich habe schon mit Lehrerinnen gesprochen wo wir zum Beispiel mal Workshops gemacht haben, wo ich gleich gesagt habe, darf ich nicht?
00:15:44: Und Spitz hat mal nachfragen ob jemand Lust hat mit dabei zu sein.
00:15:48: Es ist schon vorher etabliert gewesen diese Altersgruppe.
00:15:51: deswegen haben wir eh schon ein paar die das schon ein Paar Jahre machen was auch cool ist dass sie so lange dabei bleiben.
00:15:58: genau aber über die Schulen hat man da natürlich am einfachsten die Kontakte.
00:16:02: und bei den Projekten die sich an achtzehn bis dreißig Jahre gerichten wie bringt man das unter die Leute?
00:16:07: Das war für uns wirklich jetzt ein Ausprobieren und es war für uns alle, glaube ich, spannend zu sehen.
00:16:14: Wir haben nämlich einen Instagram Video gemacht mit mir wie ich das stand und gesagt habe Ich brauche mal ein paar Leute die hier mitspielen wollen und plötzlich habe ich super viele Anmeldungen gekriegt Und wir haben eigentlich gedacht, wir schicken das noch an die Universitäten aus!
00:16:28: Wir haben dann Kooperationen auf Instagram angefragt von den Universitäten Die das dann einfach reposted haben Und damit haben wir so viele Leute erreicht, dass wir gar nicht weiter suchen mussten.
00:16:41: Also es war... Es hat sich so verbreitet!
00:16:42: Das Video hatte glaube ich über zehntausend Aufrufe und das war irgendwie schon total cool zu sehen was Instagram so schaffen kann.
00:16:52: War das nicht der Post mit den meisten Views zumindest bis dahin?
00:16:56: Wo du's gepostet hast?
00:16:57: Das weiß
00:16:58: ich nicht genau.
00:16:58: Kleint
00:16:58: in den meisten views, was die Oper Graz betrifft
00:17:01: oder...?
00:17:01: Ja ja
00:17:03: Also es war
00:17:03: auch... Es
00:17:05: wurde auch total, man kann dann ja auch sehen wie oft das so weitergeleitet wird und gepostet wird.
00:17:10: Und es hatte wirklich viele Likes und wurde oft weitergelegt und sei irgendwie cool!
00:17:16: Ein Riesenerfolgs-Erlebnis.
00:17:17: was schon mal die Akquise des Projekts betrifft.
00:17:22: Wann würde dir sagen ist ein Projekt gelungen?
00:17:28: Wie spürt sich das an oder wo macht ihr das fest?
00:17:35: Ein super erfolgreiches Sitzkissenkonzert ab oder welche Parameter sind da für euch wichtig?
00:17:43: Das ist in der Vermittlung immer ein bisschen schwierig fest zu machen.
00:17:48: Man kann sich natürlich die Verkaufszahlen anschauen und das ganze quantitativ bewerten, wobei das ist ja nie Unser Ausgangspunkt.
00:17:59: Wir denken ja nie, okay wir machen das auf die oder die Art weil wir dann viele Tickets verkaufen.
00:18:04: Das ist natürlich schön wenn es aufgeht und bei den Sitzgesundkonzerten geht's auf jeden Fall auf.
00:18:08: also... Wir haben sogar ein Deck.
00:18:10: auf Facebook gibt es einen Schwarzmarkt wo Leute Tickets noch mal verkaufen zu Wucherpreisen wenn sie nicht kommen können.
00:18:20: Also diese sind total erfolgreich.
00:18:24: aber grundsätzlich geben
00:18:26: wir immer von... Wie ist für euch das Atmosphärische was auch zählt?
00:18:29: Das atmosphärische, ein bisschen so dieses persönliche Berühren.
00:18:36: Wenn wir merken bei den Leuten passiert etwas und die können eine Beziehung aufbauen das heißt nicht automatisch dass sie das gut finden müssen oder sagen wow Musik Theater ist jetzt mein ganzes Leben.
00:18:50: aber wenn etwas passiert und wir wissen wir haben den Rahmen dafür geschaffen dann würde ich sagen können wir uns gut zurücklehnen und sagen, wir haben unseren Job gut gemacht.
00:19:01: Genau vielleicht so ein Beispiel was jetzt niemals in diesen Zahlen auftauchen würde.
00:19:06: aber ich habe mal einen Workshop gemacht wo wir ein bisschen getanzt haben und da habe ich gesagt okay macht euch keinen Stress wir tanzen jetzt ein bisschen.
00:19:15: und da war einer dabei.
00:19:17: Der war ganz aufgeregt und hat gesagt, er kann nicht tanzen.
00:19:20: Das geht nicht!
00:19:21: Und dann hat der aber mitgemacht und ist nach diesem Workshop zu mir gekommen und hat zu mir gesagt, weißt du Federer?
00:19:26: Ich dachte mein Leben lang ich kann nicht Tanzen.
00:19:29: und jetzt habe ich das Gefühl, ich kann es doch.
00:19:31: Und das war für mich wirklich total...das war ein Moment von, das war erfolgreich dieser Workshop dass jemand irgendwie über sich selbst herausgewachsen ist und irgendwie gelernt hat, dass es doch geht.
00:19:43: Obwohl er dachte da wäre irgendwie eine Grenze und das war irgendwie total schön.
00:19:47: Und genauso wenn wir nach Konzerten Wenn jemand danach zu uns kommt und sagt ich dachte immer Klassisches Konzert ist nichts für mich.
00:19:55: aber jetzt habe Ich das Gefühl begeistert mich oder?
00:19:59: Ich dachte immer ich mag nicht in die Oper gehen und Wegen dem und dem Projekt oder so hab ich bin ich mal hingegangen und habe jetzt entdeckt das interessiert mich.
00:20:06: doch.
00:20:07: Ich glaube das sind auch irgendwie Erfolge
00:20:10: Das denke ich mir eben.
00:20:10: Also für mich ist es auch so, dass wenn ich in einem Konzert sitze und man spürt irgendwie, wenn's besonders gut ist... Wenn alle irgendwie auch spüren kann man oft gar nicht verbalisieren aber dann ist das ein bestimmtes Knistern.
00:20:25: Absolut!
00:20:25: Das sind so ästhetische Erfahrungen würde ich sagen.
00:20:28: und wenn wir die schaffen, dann wissen wir, wir machen hier gute Vermittlungsarbeit.
00:20:35: Was den Spielplan betrifft, also jetzt wirklich der Opernproduktionen.
00:20:39: Wie sehr gibt es da Berührungspunkte?
00:20:40: Also da gibt's dieses Labohem-Projekt aber darüber hinaus greift er irgendwie in eure Arbeit ein oder seid ihr damit dabei oder ist das da läuft einfach der Spielplan und da ist eure Schiene Und es gibt manchmal Berührungspunkte.
00:20:56: Sagen wir mal so Es lasse sich nicht unbedingt trennen wobei die Planung der großen Produktionen Die passiert natürlich mit zwei Spielzeiten im Voraus, da haben wir nichts damit zu tun und wir bekommen dann irgendwann den Kalender.
00:21:12: Und dann schauen wir was ist eine gute Position so in der Spielzeit wo wir unsere Konzerte platzieren können?
00:21:20: Wann ist das Projekt gut?
00:21:22: In deinem Fall mit Labo M will es sich das irgendwie teimen und dann gestaltet man diesen ganzen Spielplanen und ist im Austausch mit dem künstlerischen Betriebsbüro und schaut, okay.
00:21:36: Wann ist welche Altersgruppe oder Ziel- und Dialogruppe auch gut bedient?
00:21:42: Und ist es dann gleichmäßig verteilt?
00:21:45: Ja, und dann ist es eigentlich immer ein Teamprojekt.
00:21:49: Genau!
00:21:50: Wie wir so quasi direkt mit den Produktionen zusammenhängen – ich würde sagen vor allem die Schulworkshops natürlich – da können sich Klassen thematisch zu den Stücken Workshops bei uns buchen.
00:22:02: Weswegen wir natürlich uns mit den Stücke beschäftigen müssen und schauen müssen, was passiert an der Produktion?
00:22:09: Was will die Regie?
00:22:10: Was ist irgendwie wichtig in einem vorbereitenden Workshop da vielleicht auch zu wissen?
00:22:15: Das heißt, da überschneidet sich unsere Arbeit irgendwie auch mit den Produktionen.
00:22:20: Und genau beim Musiktheaterclub bei beiden würde ich sagen, ist es eben auch relevant was die in ihren Produktionen machen für das wir dann in den Theaterclubs machen.
00:22:33: Also wir orientieren uns dann schon auch inhaltlich immer wieder an dem was da am Spielplan passiert.
00:22:39: Wir müssen wissen was auf der Bühne natürlich passiert!
00:22:42: Und du hast natürlich auch die Nachklänge?
00:22:44: Ich habe auch die nachklänge... Das ist unser Nachgesprächsformat.
00:22:48: Es findet in Abständen zu jeder Produktion einmal statt und das ist eigentlich ganz nett.
00:22:54: Das sieht sich dann immer mit der jeweiligen Dramatur.
00:22:57: Ein paar Beteiligte aus der Produktion, die man gerade auf der Bühne noch erlebt hat und dann ist es nettes Meet and Greet.
00:23:07: Man kann Fragen stellen, Feedback geben, Eindrücke teilen.
00:23:12: Manchmal spricht man über ganz spezifische Themen, manchmal auch ganz polemisch oder ein bisschen kritisch würde ich sagen so Was macht Musiktheater heute noch?
00:23:24: Brauchen wir das
00:23:25: überhaupt?".
00:23:25: Und es ist dann eigentlich ganz spannend, diese ganzen unterschiedlichen Stimmen da zusammenzuführen und zu hören.
00:23:31: Was bewegt uns?
00:23:32: Was macht Kunst und was macht Opa mit uns allen?
00:23:36: Ist das im Operncafé oder?
00:23:37: Das ist in OpernCafé stolz.
00:23:40: Schöne Rahmen dafür!
00:23:42: Wo nehmt ihr eure Inspirationsquellen her?
00:23:46: Dass sie sich ein ständiges kreatives produzieren Ideen haben... Ja, wo schöpft ihr?
00:23:54: Ich glaube aus allem was einem so im Alltag begegnet.
00:23:58: Also ich habe oft Momente wo ich ein Buch lese und denke aha das finde ich irgendwie interessant Das Thema oder ich find die Storyline interessant.
00:24:07: Oder ich höre ein Musikstück Und denk dazu müsste man mal irgendwas machen.
00:24:12: Oder man spricht mit Freunden oder mit KollegInnen Die haben Ideen.
00:24:17: also ich glaube es kommt immer und überall her.
00:24:20: Vielleicht kannst du kurz erzählen, wo deine Idee für Community Dance diese Spielzeit herkam.
00:24:24: Mit Kandinsky?
00:24:26: Oh!
00:24:26: Die Idee mit Kandinski das war eigentlich ganz spannend.
00:24:30: Letztes Jahr war es noch ziemlich einfach ein Thema zu finden.
00:24:33: Das Thema war Angst weil wir uns dachten, wir haben dieses Projekt noch nie gemacht.
00:24:36: Wir sind alle irgendwie aufgeregt.
00:24:38: Wir thematisieren Ängste Diese Spielzeiten.
00:24:43: beim zweiten Mal dachten wir, wir wollen schon bisschen ein ausgefeilteres Konzept haben und haben uns mit Kandynski beschäftigt gerade seine Bauhausperiode, die so geprägt war von diesen geometrischen Formen, die dann einzeln gar keinen Sinn machen.
00:24:57: Aber wenn man sie überlappt, dann entsteht erst die Komposition des Gefühls und das haben wir dann immer auf Individuen nochmal übertragen.
00:25:03: Und das haben Sie toll gemacht unsere Teilnehmenden!
00:25:07: Die Idee kam ja im Flugzeug.
00:25:10: da waren wir gerade auf dem Weg zur Reseo-Konferenz.
00:25:14: Reseos ist ein riesiges Netzwerk Wo MusikvermittlerInnen, aber auch MusikerInnen.
00:25:21: Theater schaffende TänzerInnen aus
00:25:24: ganz Europa zusammenkommen, wo man sich dann nochmal austauscht – auch was Vermittlungsformate betrifft und das ist natürlich eine große Inspirationsquelle.
00:25:32: Was machen andere Leute?
00:25:33: Was machen anderen Häuser?
00:25:36: Man muss das Rad nicht immer neu erfinden!
00:25:38: Man inspiriert sich und bleibt im Austausch und es ist ja auch der Schöne dass diese Kunst immer so lebendig ist.
00:25:46: Da kommen einfach so die Ideen.
00:25:47: Man muss natürlich auch ein bisschen kreativ sein, klar!
00:25:49: Und da war es hier im Flieger?
00:25:50: Da waren wir im Fliegern und dann habe ich einen Artikel gelesen in der Zeit... ...und da ging's eigentlich um eine Ausstellung, ich glaube in Frankfurt war das über Kandinsky und dachte, wow tolle Bilder stimmt warum gibt´s denn zu Kandinski gar nichts?
00:26:04: Ach weißt du was für die Drehreimachter?
00:26:05: jetzt ein
00:26:06: Tannstück?!
00:26:09: Und so hat das Ganze begonnen.
00:26:11: Genau, ein Projekt dass ist auch neu bzw.
00:26:15: knüpft ein bisschen an, schon mal da gewesen Ideen an.
00:26:18: und zwar haben wir in der kommenden Spielzeit einen Klassenzimmerstück auf dem Spielplan.
00:26:23: das bedeutet es ist ein Musiktheaterstück eine Jugendoper oder Kinderoper die zu den Schulen in den Klassenraum kommt und dort vor Ort spielen kann und das Stück heißt Atman von Leonhard Evers Und das haben wir im Oktober dann auch dreimal bei uns in der Oper eben Kaffee Stolz spielt ist.
00:26:47: Genau weil es ein Stück sein kann, was überall spielen kann und ab da an kann man das bei uns buchen und dann kommen eine Sängerin und einen Akkordionist zu den Schulen und es wird dort im Klassenraum gespielt.
00:27:03: Projekt Nummer eins, was wir unbedingt noch erwähnen wollten – und es gibt noch etwas!
00:27:07: Die
00:27:08: Saison beginnt... mit einem großen Fest am zwölften September und da wird so ein bisschen gezeigt, was bei uns alles auf dem Spielplan steht.
00:27:19: Und natürlich wir von Opaaktiv präsentieren auch ein bisschen neue Formate.
00:27:23: man kann sich ausprobieren.
00:27:24: Das ist jetzt zum Beispiel nochmal das Stück von Community Dance aufgeführt.
00:27:28: es wird Vedras Musik-Tata Club noch mal präsendiert und dann hat man aber auch die Möglichkeit selber einmal ausprobierend.
00:27:35: Wir haben so viele Leute die immer sagen Kann ich auch mal mitmachen?
00:27:39: Ja klar, dann kommt doch am zwölften September in die Oper Graz bei diesen Öffnungsfest und da kann man alles Mögliche ausprobieren um sehen was machen wir hier eigentlich?
00:27:48: welche Möglichkeiten habe ich unter der Spielzeit um das Ganze mitgestalten zu können.
00:27:54: Genau es gibt ein Musiktheater für alle Workshop also für alle egal welches Alter.
00:28:00: Dann gibt es noch einen Workshop für Kinder.
00:28:03: Open Basics kann man da kennenlernen.
00:28:05: Das bieten wir so an.
00:28:07: Dann gibt es auf der großen Bühneprogramm, es gibt eine Außenbühne.
00:28:12: Es gibt eben auf der Studiobühne-Programm überall im ganzen Haus und das ist ein großes Fest und das geht den ganzen Tag und macht viel Spaß!
00:28:21: Und mit diesem Termin sage ich Danke für das aktive Gespräch wie es für Oberaktiv gehört und alles Gute für eure Projekte.
00:28:30: Ich danke auch!
00:28:34: Tanzvermittlerinnen und Vermittler mit einem gemeinsamen Ziel Musiktheater, Konzert- und Tanzerlebbar machen.
00:28:42: OPA aktiv!
00:28:45: Das war das Thema in dieser Sendung in Kooperation mit der OPA Graz.
00:28:49: Danke für Drabrenke und Matthias Castellati für den Besuch.
00:28:53: Danke Ihnen meine Damen und Herren fürs Zuhören.
00:28:55: Sagt Marion
00:29:04: Eigel.
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