Jugend unter Druck
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00:00:00: Viele junge Menschen leiden unter Angststörungen, Depressionen und Suizidgedanken.
00:00:06: Warum ist das so?
00:00:08: Und vor allem was brauchen junge Menschen um psychisch gesund zu sein
00:00:13: und zu bleiben?
00:00:15: Darüber spreche ich heute mit der Psychologin Caroline Czuln und dem Journalisten Goli Marbo.
00:00:21: Ich bin Monica Fischer.
00:00:22: schön dass Sie zuhören!
00:00:25: Ich stelle Ihnen zuerst meine Gäste vor.
00:00:27: Kaolinetschulen ist klinische und Gesundheitspsychologin.
00:00:32: Sie war bis vor einem Jahr Geschäftsführerin der österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, außerdem ist sie Mutter von vier zum Teil erwachsenen Kindern.
00:00:42: Golimabo ist Journalist.
00:00:45: Er hat die Mental Health Days initiiert.
00:00:48: Das sind jährlich stattfindende Veranstaltungen an Schulen in ganz Österreich, bei denen Kinder und Jugendlichen altersgerecht über mentale Gesundheit, über Hilfsangebote Anlaufstellen und mehr informiert werden.
00:01:03: Jedes Jahr in jeder Schulstufe ist ein anderes Thema dran von Handysucht bis zu Suizid.
00:01:09: Auch Gollimabo ist Vater von vier Kindern und zweifacher Großvater Und er ist hinterbliebener eines durch Suizid verstorbenen Kindes.
00:01:19: Sein Sohn Tobias hat sich Ende des Jahrzehnts das Leben genommen.
00:01:24: Was gefährdet der seelische Gleichgewicht junger Menschen und was
00:01:29: stärkt es?
00:01:30: Das wollen wir uns in dieser Sendung näher anschauen.
00:01:38: Haben heute tatsächlich mehr junge Menschen psychische Probleme oder nehmen wir es einfach mehr wahr, sind wieder aufmerksamer?
00:01:47: Ich sage das jetzt mal aus psychologischer Sicht.
00:01:50: Dieser Vergleich ist immer wieder eine Frage, die gestellt wird – das können wir nicht beantworten!
00:01:54: Es wurde ja die Psychische Gesundheit von jungen Menschen nicht erfasst vor zehn, zwanzig, vierzig Jahren.
00:02:01: Das heißt, wir können aus Beobachterung sprechen und Generationen beschreiben.
00:02:04: Die Daten, die wir jetzt haben sind erst mit Daten von vor vielleicht fünf oder zehn Jahren vergleichbar.
00:02:12: Ich denke mir, um mit Bernhard zu sprechen die Jugendzeit war immer schon eine Zeit der Selbstmordgedanken was heißt es war immer schwierig ein junger Mensch zu sein.
00:02:20: diese vielen Unsicherheiten viele Entwicklungsschritte die zu machen sind die Anforderungen an sich selbst aber auch die die Gesellschaft stellt das war immer eine Herausforderung.
00:02:32: Und vor allem tatsächlich auch die körperlichen und psychischen Entwicklungen, die innerhalb kürzester Zeit stattfinden.
00:02:39: Sind ja Fluch und Chance zugleich!
00:02:43: Was wir aber schon beschreiben können ist einerseits wie hat sich das Thema psychische Gesundheit in den letzten Jahren entwickelt?
00:02:50: Und da sind wir weltweit doch auch im Zuge mit den letzten, mit der Pandemie rund um Corona und vielen Entwicklungen aber auch dem Anstieg der digitalen Medien, der sozialen Medien das da massiver Druck auf die jungen Menschen entstanden ist.
00:03:07: Und vielleicht gibt es noch ein paar andere Befunde, die wir da machen können nämlich auch die Blick auf die gesamte Welt.
00:03:14: Die jungen Leute leben nicht mehr nur in ihrem Kretzel, in ihrem Dorf Mit ihrer Klassengemeinschaft sondern leiden und leben mit der ganzen Welt mit.
00:03:24: Und auch das ist eine massive Überforderung!
00:03:27: Ich möchte vielleicht dazu legen, dass wir seit Covid natürlich mit einer Gesellschaft zu tun haben die Gott sei Dank mehr auf das mentale Wohlbefinden schaut als vorher.
00:03:37: Ein Learning, das ich mir wirklich wünschen würde wäre bei der Behandlung des Themas mentale Gesundheit nicht zwischen krank und gesunder Leine unterscheiden, sondern den Blick öffnen.
00:03:48: Dass es einem Kind, einem jungen Erwachsenen selbstverständlich schlecht geht wenn die Eltern sich scheiden lassen hat noch nichts mit einer Krankheit zu tun aber sehr viel mit mentalem Wohlbefinden.
00:03:59: Und wenn es uns also jetzt im Nachklang zu Covid- und den Herausforderungen die sich dargestellt haben als Gesellschaft gelingt hier eine andere Sicht auf diese wesentlichen Fragen der Sinnsuche, der Orientierungssuche der Gemeinschaftserlebnisse als wesentlichen Faktor für Wohlbefinden zu erkennen.
00:04:20: Dann, glaube ich, hätten wir heute einen anderen Status erreicht, als er vor Covid war.
00:04:28: Goli Mabo und Karolina June haben gemeinsam ein Buch geschrieben – das heißt Jugendunterdruck wie Mental Health gefördert und gestärkt werden kann?
00:04:40: Sie beschäftigen sich darin mit acht Problemfeldern, mit Mobbing-, Körperbild- und Erstörungen, Handysucht, anderen Süchten, Leistungsdruck- und Prüfungsangst.
00:04:52: Mit Ängsten generell, mit Depressionen und Suizidalität.
00:04:57: Ich greife jetzt einmal das Thema Leistungsduck heraus weil wir auch gerade wieder am Ende eines Schuljahres stehen.
00:05:03: Für viele junge Menschen ist Schule ein Angstort.
00:05:08: Was läuft der Falsch?
00:05:09: Warum ist das so?
00:05:11: Der Leistungsdruck, den wir uns hier in der Schule entgegensehene oder den wir da erleben kommt von der Idee dass ich ein erfolgreicher Mensch würde wenn ich gute Noten habe.
00:05:25: Ich gestehe dass ich da voller Klischees bin und mir eigentlich Eine Gesellschaft wünschen würde, in der junge Erwachsene dazu hinbegleitet werden, dass sie Fragen stellen lernen.
00:05:38: Dass sie suchen und forschen.
00:05:41: Dass die sogenannten Twenty First Century Skills wie Teamfähigkeit, Kreativität, Kommunikations-Talente in sich entdecken und kultivieren lernen.
00:05:52: Trotzdem sind weite Teile unseres Systems immer noch darauf ausgelegt und das gipfelt ja dann in der Zentralmatura, dass jene belohnt werden die besonders begabt sind im Reproduzieren von Antworten die andere formuliert haben.
00:06:05: Früher hat man das auch noch auswendig lernen genannt.
00:06:08: Und das macht einen Menschen klein stattdass man versucht ihn zu ermächtigen.
00:06:17: Dann gibt es da auch noch diese Beziehungskuriosität Dass die gleichen Menschen, die dich dabei begleiten sollen, dass du Dinge verstehen lernst.
00:06:28: Danach sind sie dich prüfen!
00:06:30: Das ist auch für Pädagoginnen und Pädagogen eigentlich eine Überforderung, die per se schon einen Fehler in der Anlage darstellt.
00:06:37: Da kannst noch so kollegial sein irgendwann... bis dann vielleicht trotzdem die Person, die wenn anderen durchfallen lässt.
00:06:44: Und daher glaube ich dass wir an einer Schule arbeiten sollten und einen Bildungssystem.
00:06:49: das geht nämlich genauso um die Ausbildung in eine Lehre wie in einer Schule indem für die Pädagoginnen ein Rahmen geschaffen wird wo wirklich die Beziehungsarbeit im Zentrum steht.
00:07:03: Ich erzähle da immer gerne Geschichte.
00:07:06: Eine persönliche Geschichte ist, in einer Radiostation wie hier ist es ja auch schön so ein Erlebnis zu berichten dass ich bei den Schotten hatte wo ich in die Schule gegangen bin.
00:07:19: Da bin ich nämlich durchgefallen und ich glaube das war wegen Englisch Latein französischer Mathematik Und an dem Tag der Notenkonferenz.
00:07:26: unter seine wahre Geschichte kam damals der Pataboni Forts zu mir und sagt Goli möchtest du nächstes Jahr bei uns Virmunterricht halten?
00:07:34: Und ich bin jetzt sechzig Jahre alt und ich glaube, dass dieses Gespräch zu den fünf wichtigsten Gesprächen gehört, die in meinem Leben ihre Stadt gefunden haben.
00:07:42: Denn ich bin ja deshalb nicht durchgekommen!
00:07:44: Ich bin ja durchgefallen.
00:07:47: Aber der Boniford hat mir signalisiert, Hedu wir schätzen dich als Mensch... ...und wir hätten dich gerne weiter in unserem Umfeld.
00:07:55: Das hat er sich natürlich leisten können weil er eben nicht nur Lehrer ist sondern auch Barter war in dem Kloster.
00:08:02: Und ich denke, das muss die Richtschnur sein, die unsere Schule auszeichnen sollte.
00:08:08: Dass wir Menschen dabei begleiten erwachsen werden zu dürfen.
00:08:12: Irgendwo sich zurechtzufinden in diesem eigenartigen Phänomenleben und vor allem dass die Beziehung immer vor dem Wissenstransfer stehen muss.
00:08:22: So würde man sich das wünschen in der Schule.
00:08:25: Caroline Juhlen?
00:08:26: Ich
00:08:26: finde ein wichtiger Punkt, der leider aus unserem Buch ausgefallen ist sage ich jetzt gleich mal.
00:08:31: Da ging es um das Thema Noten.
00:08:33: Man muss sagen, Noten sind ja nicht objektiv.
00:08:35: Die werden als objektive Beurteilung so quasi verkleidet.
00:08:41: Aber in Wirklichkeit kann man einen Zweier in Englisch in der einen Schule nicht mit einem Zweier an anderen Schulen vergleichen.
00:08:47: Ganz ähnliches gilt für viele andere Fächer.
00:08:50: Das hängt von so vielen unterschiedlichen Aspekten.
00:08:52: aber die Noten ist weder objektif, die kann man auch nicht wiederholen.
00:08:56: Die sind deshalb auch nicht vergleichbar und das macht es dann oft sehr schwierig weil er dann trotzdem Kinder und Jugendliche miteinander verglichen werden, weil die Noten verglichene werden.
00:09:06: Weil auch die Schulen anhand der Noten, die sie quasi produzieren, verglichenen werden.
00:09:11: Ähnliches mit der Zentralmatorie.
00:09:13: Da versucht auch ein gewisses Niveau herzustellen – das verstehe ich schon auch!
00:09:16: Man versucht einfach zu sagen geben wir doch allen Kindern die gleiche Chance unter... Für wollen wir Sorgen, indem wir bei der Matura gleiches Niveau herstellen.
00:09:23: Also die Bemühungen sind gut zu verstehen.
00:09:26: Was mich auch mit meinen eigenen Kindern und auch in meiner eigenen Biografie immer wieder umgetrieben hat ist etwas das mit Angst auf deiner Seite, Leistungsdruck und
00:09:38: Angst
00:09:39: Prüfungsangst zu tun, anders als Liebe.
00:09:41: Und Liebe heißt dann eigentlich auch Zutrauen und Freude und Verständnis und Lust.
00:09:49: Und da denke ich immer an das Buch von einem Franzosen, der mein Alter hat und der ohne Schule aufgewachsen ist.
00:09:57: Und dessen Eltern haben sich einfach getraut, der Kind ohne Schuleaufwachsen zu lassen?
00:10:01: Wir sind davon abgesehen, dass wir hier Schulpflicht haben!
00:10:04: Aber wir trauen es ja oft auch nicht und wir haben ja irgendwie den Druck, den wir machen egal ob wir Eltern sind oder Pedagoginnen sind aber auch die Kinder.
00:10:12: sich selbst ist aus Angst Ich bleibe hinten.
00:10:15: Ich habe weniger Chancen im Leben, ich bin am weniger wert, ich werde weniger geliebt und ich komme nicht
00:10:22: voran.".
00:10:23: Und aus dieser Angst daraus werden dann sogenannte Leistungen erbracht anstatt dass der Freude wie wir das bei Kindern aufziehen?
00:10:30: Bei jungen Kindern oder vielleicht auch wieder bei vielen älteren Menschen wo es nicht mehr um so viel geht als bei mir.
00:10:35: Wo man aus Freude lernt und sich denkt wow das ist eine Chance da gehen Möglichkeiten auf neue Türen.
00:10:42: Ich habe wieder was Neues gelernt und verstehe von der Welt bisschen mehr.
00:10:45: Und fühle mich auch natürlich kompetenter!
00:10:47: Und das ist noch ein Punkt, in der Corona-Zeit haben wir gemerkt, was passiert da mit jungen Menschen?
00:10:52: Wenn sie auch nicht dazulernen können... wenn sie keine Leistung erbringen, nämlich auch eine Leistung, die bedeutet ich laufe bei einem Fußballfeld oder ich singe in einem Chor mit, dass man das Gefühl hat, man wächst nicht mehr.
00:11:04: Ja und wenn wir Menschen das Gefühl haben, wir wachsen nicht mehr, wir haben keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr dann verkümmern wir eigentlich.
00:11:10: so gesehen plädiere ich sehr viel Liebe beim Lernen im sehr weiten Sinn.
00:11:16: Und das ist vielleicht manchmal was Schulen abgeht, aber es gibt schon auch Schulen und es gibt ja auch Lehrerinnen und Lehrer die das vermitteln können.
00:11:24: Das ist dann immer irgendwie so wie deine Geschichte vorher, aber das ist etwas, dass uns allen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
00:11:32: Sie haben den Andre Stern angesprochen der wirklich eine sehr beeindruckende Biografie hat und tatsächlich nie an der Schule besucht
00:11:39: hat.
00:11:41: Was Sie auch noch in Ihrem Buch Jungen unter Druck schreiben, ist Erwartung baut Mauern.
00:11:48: Ermutigung gibt Flüge.
00:11:51: Gibt's etwas?
00:11:52: Wir wollen ja auch schauen was wir können junge Menschen unterstützen.
00:11:55: Gib es etwas, was sie uns mitgeben können unseren Hörerinnen und Hörern wie wir jetzt beim Thema Prüfungsangst Leistungsdruck, wie wir da ein bisschen Druck rausnehmen können.
00:12:09: Ich denke mir, die Dinge beginnen oft schon sehr viel früher.
00:12:12: Und wenn wir als Eltern es schaffen uns bei vielen Entscheidungen vom Besuch bei den Großeltern oder beim anderen Familienfest bis hin zum Zenith Turnier- oder Fußballmatch oder der Mathematikschlöber ziehen... Wenn wir dem Kind vermitteln Punkt eins, wir lieben dich unabhängig von der Leistung die du erbringen wirst und von dem Vernehmen, dass du den Tag legst auch wenn es vielleicht bestimmte Regeln gibt.
00:12:36: Aber uns immer wieder überprüfen als Eltern agiere ich jetzt aus einem Gefühl der Angst der Mindewertigkeit des Nicht-Genügens oder habe ich das Vertrauen, dass egal was herauskommt, dass das gut genug ist?
00:12:48: Dann geben wir den Kindern schon sehr viel an Stabilität und Sicherheit mit!
00:12:52: Und es geht ja auch darum dann einerseits Erfolge zu genießen, die ich selber als Erfolger definiere und andererseits aber auch Misserfolge wegzustecken.
00:13:00: Und nicht bei einem Misserfolg gleich einzugehen sich verkriechen zu wollen quasi in den depressiven Rückzug zu gehen und zu resignieren sondern wieder den nächsten Schritt machen, wieder zu probieren Wieder mit Freude auch einen neuen Anlauf zu nehmen.
00:13:18: Das ist ja die Grundlage, die mich mir wünschen würde.
00:13:22: für Eltern Diese hinterfragen ist jetzt mein Umgang mit meinem Kind und die Erwartung an meinen Kindern.
00:13:28: Erwartungen kommen eigentlich immer aus Angstgefühlen, ja?
00:13:31: Und die Vorfreude und das Zutrauen und das staunende Zuschauen und Beobachten und begleiten kommt aus der Liebe.
00:13:39: Ja und ganz handfest man kann im Verhalten im Alltag einiges verändern.
00:13:44: Es beginnt mal damit, dass Erziehungsberechtigte immer wieder etwas vergessen was sie als junge Menschen noch wussten.
00:13:49: Nämlich das es vier positive Noten gibt und jede positive Note berechtigt zum Aufstieg in die nächste Klasse.
00:13:56: Es gibt außerdem immer noch Erziehung berechtigter.
00:13:59: ich glaube wirklich, dass es seltener wird aber es gab zumindest früher Menschen die haben ihre Kinder wenn sie mit einem Dreier heimgekommen sind mit dem Satz beglügt Wenn's nur ein bisschen klärt hättest hätte es dann zwei Jahren können.
00:14:12: Da wurde nicht das Kind für eine Dreier gelobt, sondern es wurde sofort gedemütigt.
00:14:18: Und dann gibt's auch immer noch Erziehungsberechtigte die in einer Zeit der Aufnahmeperüfungen bei Studienanfängerinnen in einerzeit in der die Betriebe Menschen möchten, die kreativ sind und Fragen stellen Trotzdem, die Kinder dazu trillen einen Vorzug an eine Auszeichnung zu bekommen.
00:14:38: Ich kann das nur Lebenszeit-Diebstahl nennen und habe kein anderes Wort dafür als dass Kinder sich befächern, quälen müssen um von einem drei auf ein einser zu kommen damit dann des Zeugnis so ausschaut.
00:14:48: Dementsprechend können die Erziehungsberechtigten in diesen kleinen Verhaltensweisen was verändern und sie können aber vor allem auch darüber nachdenken wie schaut denn ihr Leben aus?
00:14:58: Wir haben im Rahmen der Mental Health Days am Nachmittag wenn wir die Erziehungsberechte Einladen oder am frühen Abend immer so eine kurze Aktion.
00:15:09: Da fragen wir die Erziehungsberechtigten, ob sie jetzt eine halbe Minute, eine Minute zu ihrer Sitznachbarin sich wenden wollen und der anderen Person sagen was sie am Gesicht des Anderen interessant finden?
00:15:22: Und dann beginnen alle Personen, die in dem Raum sind, zu lächeln ausnahmslos!
00:15:28: Und anschließend nach dieser halben Minute fragen wir dann zwei Dinge erstens Wie oft setzen Sie dieses Gefühl, dass wir teilen können der Freude in Ihrem Alltag ein?
00:15:40: Und ein zweites.
00:15:41: Wie oft schauen sie sich im Spiegel um an ihrem Gesicht etwas zu entdecken was sie interessant finden vor allem im Vergleich dazu wie oft sie sich in den Spiegelschannen um etwas so optimieren?
00:15:51: und das ist die Weltsicht die wir in Österreich haben und ich weiß nicht ob wir diese Haltung beibehalten müssen.
00:15:58: auf die Frage die wir den Kindern stellen Wenn wir in den vier neuner einmal eins Rechnungen zeigen und drei Ergebnisse stimmen, und ein Ergebnis ist falsch.
00:16:06: Haben von den etwa zweihundertfünfzigtausend Lehrlingen und Schülerinnen die wir bisher dazu befragt haben ganze fünf geantwortet drei Ergebnisse stimmen.
00:16:15: Alle anderen sagen eine Rechnung hat ein falsches Ergebnis.
00:16:19: Und jetzt möchte ich das.
00:16:20: die Fehler erkennen.
00:16:21: lernen in der Schule Das ist wichtig und ich meine es nicht sarkastisch oder zynisch Aber warum?
00:16:27: Sollen diese gleichen Kinder dann, wenn sie ein Social Media Profil erstellen?
00:16:31: Die etwas anders gewachsene Nase oder die Sommersprossen auf einmal als Qualität erkennen können, wenn Sie vorher von uns, den Vierundzwanzig Sieben erklärt bekommen das alles was nicht der Norm entspricht einen Fehler darstellt.
00:16:41: Ist also wirklich Social Media so böse oder ist Social Media nicht eigentlich der Spiegel unserer Erziehung?
00:16:46: Und noch eins, warum leben wir in einem Land?
00:16:48: Warum leben wir an einer Gesellschaft, in der auf diese Frage nach den vier Rechnungen nicht ganz selbstverständlich die Antwort kommt.
00:16:54: Drei Stimmen und eins ist falsch!
00:16:55: Warum übersehen wir drei Viertel, die gelungen sind?
00:16:58: einfach
00:16:58: grundsätzlich?!
00:17:00: Und da, denke ich, haben wir mehr Arbeit als nur für die Prüfung für ein Fach in der Schule zu lernen.
00:17:07: Das ist eine Herausforderung für uns Österreicherinnen und Europäerinnen als Ganzes – dass wir einen anderen Alter gestalten und andere Blicke auf die Welt für unsere Erobern werden!
00:17:18: Das ist ein interessanter Aspekt Gollimabo mal zu schauen woher kommt denn dieses Bewerten, dieses Negativbewerten wirklich?
00:17:28: Aber Social Media spielt das schon noch eine große Rolle, gerade wenn wir an das große Themenfeld Körperbild und Essstörungen denken.
00:17:38: Auf Instagram, TikTok – wo auch immer werden die jungen Menschen konfrontiert und schon überflutet mit Bildern von wirklich idealen Gesichtern und idealem perfekten Körpern.
00:17:53: Und das macht natürlich schon etwas mit ihrem eigenen Körperbild mit dem Bild, das sie von sich haben.
00:18:00: Jetzt diskutiert man auch in Österreich ein Social Media-Verbot für junge Menschen.
00:18:07: also welche Rolle spielen denn jetzt die sozialen Medien für die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen?
00:18:15: War es tatsächlich digitale Medien und Bildschirmzeit und auch die soziale Medien am Verursachen des Stresses und zwar einfach auch an Flut von Informationen, an Permanentverfügbarkeit natürlich auch dabei sein wollen und auch da gesehen werden wollen.
00:18:35: Das glaube ich ist ein Befund den wir nicht nur in Österreich sondern der wird weltweit so geteilt.
00:18:40: und vor allem je jünger die Kinder sind und jetzt je weniger sie noch gelernt haben auch den eigenen Impuls zu regulieren und auch so Dinge zu steuern, wie viel Zeit verbringe ich denn dann wirklich?
00:18:53: oder auch zu relativierende Eindrücke.
00:18:55: Die verstärken diese Einflüsse noch... Mich stört das immer wieder, wenn man sagt Social Media verbot weil es geht ja da um tatsächlich auch um Schutzräume und um Zeiten die frei sind für etwas anderes.
00:19:11: Man spricht auch von Alkoholverbot oder von Rauchverbot, also so gesehen kommt man da wieder Richtung Verbot.
00:19:16: Aber im Grunde geht es ja in all diesen Themen um Schutz von Kindern und Jugendlichen und das Thema der sozialen Medien und der Digitalisierung hat uns ja unfassbar verrollt.
00:19:25: ich habe vier Kinder und meine älteren Söhne sind noch ohne internetfähiges Handy auf die Welt gekommen und haben ihre Kindheit den größten Teil der Jugend noch ohne verbracht.
00:19:37: Allerdings dann im späteren Teenager-Alter und Studium hat es schon eingeholt, und da befunden von ihnen und ihren Freunden war... Also das Studium hätten auf jeden Fall zwei, drei Jahre schneller geschafft, wenn nicht immer das Smartphone daneben liegen würde!
00:19:50: Die Jüngeren sind quasi mit dem Telefon angewachsen
00:19:54: aber
00:19:56: die sind dann schon wieder so weit in einer Generation, die das dann bewusst weglegt Und die bewusst nicht erreichbar ist und die bewusst Abstand hält davon.
00:20:05: Manchmal fällt ihnen das fast leichter als unser Wachsenen, die dann das Gefühl haben wir müssen immer verfügbar sein weil wir so viele Verantwortung tragen.
00:20:12: Das ist ja auch schon ein, wie soll ich sagen, privilegter Jugend um einiges weniger an Verantwortung zu tragen.
00:20:20: da kann man das Handy ruhig mal weglegen und für zwei drei Tage nicht erreichbar sein
00:20:24: Und die Jungen machen es ja auch.
00:20:25: Wir haben dieses Handy-Experiment beobachten dürfen mit über siebzig tausend jungen Erwachsenen, die freiwillig auf das Handy verzichten.
00:20:33: Ich bin gespannt ob man siebzitausend ältere Erwachsene finden kann in Österreich, die das täten oder machen würden.
00:20:40: Aber ich möchte noch drei Fragen dazu stellen.
00:20:45: Die erste beruht auf einer Studie der Konrad Adenauer Stiftung, in der untersucht wurde, Social Media-Plattformen ist die meiste Hate Speech und der meiste Fake News Verkehr.
00:20:58: Und da gewinnt Telegram vor Facebook, dann kommt X. Kennen Sie irgendjemand unter fünfundreißig auf einer der drei Plattformen gewesen wäre?
00:21:06: Nein!
00:21:06: Den Hass haben die Alten ins Netz gebracht und es ist absurd und indiskutabel und zeigt wieder mal von viel Unwissenheit dass das Social Media Alltag der Menschen, die sich auf Facebook gegenseitig beschimpfen mit dem vergleichen wird was die Kinder erleben und die jungen Erwachsenen bei denen ist nämlich mehrheitlich.
00:21:23: Dort gibt es schreckliche Phänomene und Dinge.
00:21:25: Aber mehrheitlich Musik, Spielkochen, Tanzen und nicht dieser Haas den die Alten da austauschen!
00:21:33: Das zweite ich habe zwei Enkelkinder und wenn sie ein Handy oder ein Tablet in die Hand bekommen dann haben die auch viel Freude dran und widmen sich diesen Apps die ihnen halt zugänglich sind.
00:21:48: aber wenn ich dem beiden eine Partie UNO anbiet Dann gewinnt immer Uno.
00:21:52: Und ich ertrag die Eltern nicht mehr, die dauernd aufs Handy zeigen.
00:21:56: Die sind nur zu faul!
00:21:58: Nicht kreativ genug und nicht initiativ genug.
00:22:02: Den Kindern Welten zu eröffnen, die stärker sind als das Handy weil sie selber am Handy hängen.
00:22:07: Das Problem sind also bei Gott nicht die Kinder oder Jugendlichen Weil wer ist für Jugendschutz verantwortlich?
00:22:12: Wer hat den Kindern die WhatsApps freigeschaltet?
00:22:14: Wer gibt ihnen Handys in die Hand wo Sie zu allen Apps können?
00:22:18: Nein natürlich würden die Kinder trotzdem was suchen und finden.
00:22:21: ja gut aber das haben wir doch auch gemacht Und die Kinder haben ein Recht auf Geheimnisse ausprobieren, die verboten sind.
00:22:29: Logisch und gut so!
00:22:31: Aber mehrheitlich sind die Eltern verantwortlich dafür was die Kinder im Netz schon alles erleben müssen, was nicht altersentsprechend wäre.
00:22:39: Und vor allem sind die Eltern dafür verantwortliche dass sie viel zu wenig Zeit investieren das sogenannte Wohlfühlklavier zu beschreiben.
00:22:46: Da sagt man gegen Sucht und Abhängigkeiten, dass wenn ich auf jeder Taste etwas stehen habe was ich gerne mache, kochen, tanzen, sexy und nicht mit.
00:22:53: Dann kann ich Melodien spielen mit dem Klavier.
00:22:56: Wenn ich nur eine Taste abnehme ist das immer der gleiche Ton.
00:22:59: Dementsprechend sollen die Eltern endlich aufhören so viel zu jayern und sich dauernd auszureden aufs Handy stattdass sie sich endlich ihrer Aufgabe wieder widmen die Kinder für Dinge aus der Welt des Sports, der Kultur und der Wissenschaft zu begeistern.
00:23:13: Dazu will ich jetzt noch etwas sagen Weil natürlich haben die Eltern da auch einiges in der Hand und ich habe gerade dazu gestern gelesen, dass in Schweden versucht wird, Handyfreizonen im Lebensbereich zu gestalten.
00:23:31: Eltern dazu gebracht haben, vor allem bei ganz jungen Kindern.
00:23:34: Bei noch unter dreijährigen und sechsjährigen.
00:23:38: Dass es z.B.
00:23:39: Mahlzeiten gibt ohne Handy, dass sie's im Schlafzimmer oder im Kinderzimmer nichts verloren hat.
00:23:45: Nämlich auch das Handy der Eltern nicht.
00:23:47: Das fand ich interessant zu sehen.
00:23:50: Die Generation ist langsam mit dem Handy aufgewachsen.
00:23:54: Für die selbstverständliche ist diese Elterngeneration.
00:23:58: Aber wir sehen, dass für die Kinder für die Babys auch, also ganz abfrühmalte.
00:24:03: Eine sehr schlechte Auswirkung hat auf ihre Entwicklungssprache Gefühle erkennen in Kontakt treten und vieles mehr.
00:24:12: Und da möchte ich schon nochmal eine Lanze für die Eltern brechen.
00:24:16: Nicht alle Eltern haben immer die Zeit und die Kraft, und die Energie – und deshalb braucht es schon noch die Unterstützung aus Bildungseinrichtungen, als Freizeit-Einrichtungen aber auch Regelungen auf die man sich berufen kann weil es auch Eltern gibt, die vielleicht sich darüber nicht zu Gedanken gemacht haben und dazu sagen hey Achtung!
00:24:33: Da gibt's eine Art Kinderjugendschutz und der hat auch etwas mit deinem Verhalten zu tun.
00:24:38: Unbedingt.
00:24:39: Und darf ich noch eine Kleinigkeit ergänzen zu der Frage rund um Körperbilden und Essstörungen?
00:24:44: Gerne.
00:24:45: Wir werden da oft bei den Veranstaltungen für die Erziehungsberechtigten und die Pädagoginnen gefragt, wie kann ich denn überhaupt bemerken ob mein Kind jetzt einen Wachstumsschub hat oder schon ein bedrohlicher Gefahr im Raum steht?
00:24:58: Dann kommen wir immer an einen Rat, der klingt so einfach dass er unglaubwürdig ist.
00:25:04: Jede Familie sollte versuchen ein gemeinsames Essen am Tag zusammenzubringen Und dann schaue ich immer in Augen voller sich selbst anklagenden Eltern, weil sie auf einmal bemerken stimmt.
00:25:18: Wir haben kein einziges Essen mehr zu Hause!
00:25:20: dass wir gemeinsam alle miteinander täglich leben.
00:25:23: Weil wenn ich dann bei dem Essen bemerke, mein Kind sagt schmeckt mir nicht, ich es später habe schon gegessen und nie vor den anderen mit ist, dann wird's wahrscheinlich oder möglicherweise irgendwann einmal zu einem Gespräch mit einer Psychologin oder Psychotherapeutin führen und sollte es zu einem gespräch führen.
00:25:41: aber wenn ich miteinander eine händifreie Mahlzeit pro Tag organisieren kann Dann habe ich zumindest darüber wahrscheinlich einen regelmäßigen Eindruck, wie es meinem Kind geht.
00:25:53: Und dann sagen Eltern ja das geht sie bei uns allen nicht aus mit der Arbeitszeit und mit der Schulzeit.
00:25:58: Ich bin jetzt vielleicht zu fordernd aber eine halbe Stunde früher aufstehen gemeinsam Frühstücken und nicht dauernd die Welt als Ausrede verwenden für das was man nicht zusammenbringt.
00:26:11: Goli Mavo Sie nehmen da die Eltern sehr in die Pflicht.
00:26:15: Sie haben angesprochen dass diese Hate-Speech und so weiter eigentlich am meisten ist auf Facebook X und Telegram.
00:26:24: Und, dass die Kinder meistens positive Dinge tun.
00:26:28: also sie schauen sich irgendwelche Tipps an oder so.
00:26:31: aber eben es gibt auch schlimme Dinge und ich möchte jetzt auf das Thema Mobbing zurückkommen weil Betroffene von Mobbing ein sechs bis zehn fach erhöhte Suizidrisiko haben.
00:26:40: Also das ist schon eine große Sache und Mobbing sicher zum einen im Schulumfeld abspielen kann, aber und das ist halt jetzt vielleicht das Schlimmere in der heutigen Zeit.
00:26:53: Dass man auch zu Hause keine Ruhe davon hat weil es dann eben über den Klassen-Chat und ich weiß nicht was da noch weitergeht.
00:27:01: also man hat nie Pause davon.
00:27:03: Was kann man tun?
00:27:04: Was sollte man tun wenn man mitbekommt ein Kind mein Kind irgendjemand die Freundin
00:27:11: wird
00:27:12: gemobbt.
00:27:13: Bei Mobbing geht es darum, jemanden auszuschließen.
00:27:16: Aus einer Gruppe geht's um Gruppendynamiken.
00:27:19: die einen fühlen sich stärker, die anderen werden quasi in die Schwäche gedrängt.
00:27:25: Da gehts darum einfach zu lernen und deshalb findet das sehr oft bei zwölf dreizehn vierzehnjährigen Kindern statt.
00:27:32: Wie bewege ich mich an der Gruppe?
00:27:33: Und wie kann ich auch mal Macht spüren?
00:27:36: fühlt sich ummacht an.
00:27:38: Und das passiert ja in Spielen wie Fahngainspielen, Fußball ist passiert in allen möglichen Situationen und Momenten.
00:27:46: bei Mobbing ist es etwas Systematisches.
00:27:49: Ich glaube Gollimabo wird dann noch konkreter darauf eingehen.
00:27:52: aber zu verstehen dass Kinder in einer Entwicklungsphase so etwas brauchen wie Gruppendynamik und sich in Gruppen zu bewegen ist wichtig um mit ihnen auch anzusprechen ab wann hat das ungesunde Dynamiken?
00:28:04: Ab wann schädigt wenn es entwürdigend wird, wenn es demütigend wird.
00:28:09: Wenn tatsächlich Ausschluss im Raum steht.
00:28:14: Wenn das über einen längeren Zeitraum als zwei Stunden geht.
00:28:17: Nämlich wirklich über Tage und Wochen.
00:28:20: Und wie fühlt sich das an?
00:28:21: Sowohl für die Opfals- also auch für die Täter, weil in Wirklichkeit kommen noch die Teter nicht gut weg.
00:28:26: Auch für die täter hat das massiv psychologisch negative Auswirkungen.
00:28:30: Das heißt, mein Thema bei Mobbing ist ja immer und wir wissen so viel über Mobbing und die ersten Mobbing-Preventionsmodelle stammen aus den Siebzigerjahren.
00:28:39: Bitte sprechen wir das in Einrichtungen ansprechen wird es im Bildungseinrichtungen in Schulen.
00:28:44: anschauen wir darauf und verhindern wie er das überhaupt stattfindet.
00:28:47: weil sehr oft wenn Mobbing schon start findet dieses tatsächlich gar nicht zu einfach das aufzulösen.
00:28:52: Sehr oft und Goli Mabo wird das vielleicht bestätigen Wissen dann erziehungsberechtigte Eltern gar nichts davon.
00:28:59: Es ist ganz starke Gefühle wie Scham und Schuld involviert.
00:29:04: Das verschließt die Münder, die Kinder schweigen dann alle Betroffenen.
00:29:09: Und es betrifft auch die, die nur unter Anfangszeichen Zeugnen sind.
00:29:13: Auch für diese Kinder- und Jugendlichen hat das negative Auswirkungen.
00:29:18: D.h.,
00:29:18: mein Plädoyer geht eindeutig Richtung Prävention.
00:29:21: Ich weiß nicht, was sie haben gefragt, was machen wir wenn's schon passiert?
00:29:24: Weil da stellen wir uns die Frage ja auch in der Medizin sehr oft an.
00:29:27: Was macht man, wenn man schon krank ist?
00:29:28: aber... Im Grunde wollen wir ja schauen, dass es möglichst wenige Kinder und Jugendliche überhaupt betrifft.
00:29:33: Also die wichtigere Frage wäre, wie verhindern wir das?
00:29:36: Wie verhinderen wir's!
00:29:37: Und ich glaube, es gibt tatsächlich wirklich gute Mobbing-Präventionsprogramme Es gibt auch wirklich gute Unterlagen vom Bildungsministerium.
00:29:44: Es gibt eigentlich keinen Grund, dass man als Pädagogin nicht weiß was zu tun ist.
00:29:50: Das ist sehr oft eben... Vordergründig widmete ich mich diesen Thema nicht, weil etwas anderes Wichtiger ist in erst dem Krisenfall oder wenn Eltern auf Lehrerinnen zukommen.
00:30:00: Was ich sehr oft höre, weil ich habe mit sehr viel älter gesprochen um die zuerst zu mir als Psychologin kommen und dann erst in die Schule gehen und berichten Ich hab das Gefühl mein Kind wird gemobbt Und deshalb finde ich Gehör sollte dass zum Standardprogramm im Bildungseinrichtungen zu aber jungen Kinder bei den acht neun zehn elfjährigen gehören.
00:30:20: Ja, das ist so dass wir die zehnjährigen im Rahmen der Mental Health Days über Mentimeter also anonym befragen.
00:30:28: Wer von euch ist denn schon einmal gemobbt worden?
00:30:30: und da sagen dreißig Prozent der Kinder, dass sie sich schon gemoppt gefühlt haben?
00:30:35: Also es ist wirklich leider ein echtes Massenphänomen.
00:30:38: jetzt kann man natürlich sagen und das wird auch stimmen, dass die Kinder keine Diagnosen stellen können und hoffentlich war ein Teil davon nur ein Streit und nicht wirklich der Ausschluss durch alle anderen, aber es muss einfach endlich viel viel viel konkreter darüber gesprochen werden.
00:30:54: Und natürlich schon in den Volksschulen weil dort das offenbar sehr verbreitet ist.
00:31:01: Ich bin ganz bei der Carolinett-Schulen, wenn es darum geht über Prävention mehr nachzudenken und da gilt es dass wir beispielsweise die Kommunikationswege über Mobbingbeobachtungen verbessern helfen weil die Kinder wollen alles nur nie pätzen und das sind wir beide schon erwähnten Scham.
00:31:18: Sie haben das Gefühl sie werden die einzigen denen es so ginge.
00:31:22: Und dementsprechend ist es wichtig, dass wir in den Schulen Badi-Systeme aufbauen.
00:31:27: Beim Onboarding von Erstklasslern sollte es immer eine Schülerin aus einer höheren Stufe geben die den Kindern nicht nur zeigt wo ist der Turnsaal?
00:31:35: Wo ist der Musiksaal?
00:31:36: sondern auch dann da ist wenn das Kind sich in der Klasse nicht gleich zurechtfindet.
00:31:40: oder eine Aufwertung der Klassensprecherinnen und Klassensprechern, dass man die Klassen-SprecherInnenwahl dazu nützt um zu besprechen was ist Gemeinwohl.
00:31:48: Wie gehen wir in unsere Gesellschaft mit Außenseiterinnen um?
00:31:51: Und was ist meine Aufgabe als Klassenschrecherin?
00:31:54: wenn jemand zu mir kommt mit einer Mobbingbeobachtung?
00:31:57: Dann wird während der Stunde ausgemacht das die Klassendsprecherin unter Klassendprecherstellvertreter da sind und dafür gewählt werden, dass sie dann zur Vertrauenslehrerin gehen oder zu wem auch immer an Schulsupportpersonal, dem sie vertrauen.
00:32:15: Ein zweites neben diesen Kommunikationswegen die eröffnet werden müssen ist dass man wirklich ruhig gewissens allen Kindern von jedem Alter ansagen kann, die die eingreifen sind besser geschützt als die die schweigen.
00:32:28: Mobbing ist ein sogenanntes System und keine Sache zwischen einem mobber oder einer gemobbten Person, sondern da gibt es wie schon erwähnt die Mitmacher, die Wegschauer und die Hinschauer.
00:32:37: Und wenn ich jetzt ein Kind bin das bemerkt aber nicht so richtig weiß wie ich helfen kann dann muss sich nicht wie schon Tag auftreten gegen alle anderen.
00:32:46: Das ist sehr viel verlangt.
00:32:47: Aber ich kann sehr wohl zwei Pausen später zu dem Betroffenen gehen zu der betroffenen gemobten Person und fragen, hey hast du Lust am Nachmittag mit mir auf ein Eis zu gehen.
00:32:59: Und dann sind die beiden nicht mehr alleine gegen alle.
00:33:02: Wenn wir als Erziehungsberechtigte, als Pädagoginnen, als Angehörige, als vertraute Menschen den Kindern solche Modelle und Vorschläge machen wie man eingreifen kann ohne dass man deshalb gleich Heldin sein muss Dann glaube ich kann man die Menschen sehr viel schneller aus diesen Einsamkeiten herausholen in denen sie sich leider als gemobbte Personen fühlen müssen.
00:33:24: Ja, vielen Dank!
00:33:25: Gollimabo Karoline Zschulen für dieses sehr interessante Gespräch und für die vielen Tipps, die da auch drinstecken.
00:33:32: Und ihr Buch Jürgend Unterdruck kann ich wirklich empfehlen.
00:33:37: Ich finde das ist ein Nachschlagewerk, das sollte man zu Hause haben wie Mental Health gefördert und gestärkt werden kann, erschienen im Residenzverlag oder sind eben auch ganz praktische Übungen und Routinen und Impulse drinnen die helfen können, diese emotionale Selbstfürsorge.
00:33:54: Also dass es gar nicht dazu kommt, dass es einem jungen Menschen psychisch schlecht geht, diese Selbstfür-Sorge im Alltag zu verankern.
00:34:02: Vielen Dank, dass Sie hier waren!
00:34:05: Ja vielen dank für Ihr Interesse.
00:34:09: Ich wünsche mir vor allem das wir eine Gesellschaft entwickeln miteinander in der das anders sein nicht gut oder schlecht ist sondern einfach nur anders und dass wir Menschen, die ein mentales Thema haben dabei begleiten.
00:34:21: Die fühlen sich nämlich immer ein bisschen anders als die mehreren, sich nicht als Außenseiterinnen zu empfinden.
00:34:27: Das war ein schönes Schlusswort!
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