Perspektiven mit den Therapeuten Herbert und Larissa Grassmann
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00:00:14: Pianist Lang Lang empfängt uns heute in der Sendung.
00:00:18: Nocturne Nummer zwei von Frederik Chopin ist eines der Top-Stücke, wenn man dem Internet die Frage stellt welche klassische Musik beruhigend wirkt.
00:00:53: Heute geht es bei uns nämlich um Sicherheit und innere Ruhe.
00:00:59: Wir sprechen mit Larissa und Herbert Krassmann über unser Nervensystem, wie wir darauf positiv im Einschluss nehmen können.
00:01:06: Zum Beispiel durch ein einfaches Lächeln.
00:01:10: Das sind ja auch paar schöne Übungen in unserem Buch zum Beispiel wenn ich mal mein Gesicht aufwecke hier so diese mittleren Partien Wenn das lächeln tatsächlich wieder leichter geht Und es wirkt sich dann auch positiv auf den Vargussnerv aus der dann das Herz auch reguliert wieder auch eine Harmonie reinblängt.
00:01:29: Also buchstäblich lächeln hilft für die Gesundheit, das ist so ein altes Sprichwort.
00:01:34: aber es hat jetzt mit diesem Vargus-Nerv halt ja auch das Herz eben innerviert und reguliert kriegt das da ganz andere physiologische Bedeutung.
00:01:44: Ich werde Sie heute immer mal wieder zum Mitmachen einladen.
00:01:47: Probieren Sie es doch gleich mal aus und schicken sie sich selbst ein freundliches Lächeln.
00:01:53: Was macht das mit Ihnen?
00:01:55: Oder wenn Sie gerade im Auto sitzen und sich ärgern über den einen oder anderen Kollegen im Straßenverkehr, besser dreimal langsam durchatmen und Prioritäten setzen.
00:02:08: Choose your battles wie man auf Englisch so schön sagt!
00:02:13: Oder vielleicht hilft ja tatsächlich Schupeau?
00:02:33: Sie hören heute den vierten Teil einer Senderei über die Verbindung von Körper, Seele und Geist Heute mit dem Psychotherapeutin Herbert Krassmann und seiner Frau Larissa, sie ist Physiotherapin- und Faszien-Spezialistin.
00:02:48: Gemeinsam haben Sie das Buch Polyvagale Hausapotheke geschrieben.
00:02:53: Der Varcus-Nerv um den es vor allem geht, ist eben Teil unseres Nervensystems – wir werden über ihn noch sprechen!
00:03:02: Auch als Psychotherapeutin kann ich dieses Buch empfehlen.
00:03:05: Es ist gut erklärt und enthält sehr viele Übungen, die man auch gleich ausprobieren kann.
00:03:11: Wir werden nachher noch gemeinsam eine machen.
00:03:14: Körper-, Seele-, Geiste
00:03:16: also!
00:03:16: Also die Verbindung Körper-, Geist-, Seelehre ist für meine Arbeit oder auch für mein Leben sehr wichtig weil ich glaube immer wenn es eine Störung gibt in dieser Verbindung zwischen Körper- und Geist- oder Seele dann haben wir einfach ein Problem.
00:03:33: Alles ausgedrückt, Gesundheit oder Wohlbefinden zeigt sich gerade dadurch an dieser Verbindung von Körpergeist.
00:03:40: also dass es da sozusagen ganz natürlicherweise eine Verbindung gibt das ich auf mich hören kann, dass ich mich auf eine Art und Weise reflektieren kann Dass ich in mich hinein fühlen kann.
00:03:52: Alltesten Dinge die werden ja später noch drauf kommen so einen Bereich widerspiegeln, die den wir sehr stark untersucht haben.
00:04:01: Nämlich dem Bereich der Interrezeption also dieser Fähigkeit sich selber wahrzunehmen und das ist ganz wichtig.
00:04:08: Und je mehr wir das abtrennen von unserem mentalen Verstand und unser Kognition.
00:04:16: umso mehr merken wir dann auch in der Praxis dass wir ja sicherlich funktionieren und leben können Aber wir sind nicht mehr präsent.
00:04:25: Wir sind nicht im Hier und Jetzt, das ist so was wie ein Funktionieren, ein Automatismus, was wir ja auch kennen von Menschen die uns da begegnen wo wir gemerkt haben.
00:04:36: Da gibt es eine Aufteilung zwischen Körper und Geist und da funktionieren wir nur noch Und das kann natürlich auch Gefahren mit sich bringen, worauf wir noch kommen.
00:04:47: Also ich habe den Eindruck dass gerade in der heutigen Zeit chronischen Stress, den wir alle erleben.
00:04:54: Auch so ein bisschen mit der Digitalisierung glaube ich hat es zu tun, dass wir sehr schnell eher im Kopf leben also in dieser geistigen Verbindung und diese mentalen Verbindung aber mehr den Körper unten drunter nicht mehr so wahrnehmen können weil da wie er sagt dieses interozeptive... Also die Interozeption, die Fähigkeit dem Körper von innen zu spüren das geht weg wenn wir zu sehr visuell schauen oder mit mental unterwegs sind.
00:05:23: Und für mich bin ja Fasten-Spezialistin, ich kann das tatsächlich auch spüren im Bindegewebe.
00:05:30: Das Bindgewebe ist dann nicht mehr durchlässig, es ist hart und verspannt.
00:05:35: Und das Bindengewebe des Fasting-Gewebes ist das größte interroziative Organ.
00:05:41: Wenn wir mit dem Bindegwebe wieder arbeiten, ist für mich die Schnittstelle zwischen Körper-, Emotionen- und Psychi... da kann man ganz viel draus lesen, wie ist jemand eigentlich mit sich im Kontakt?
00:05:52: und wenn man mit dem System arbeitet wiederum auch mit dem Vargusnerv, weil das ganz eng verschaltet ist dann kommt diese Interozeption wider.
00:06:01: mehr die spricht dann mehr zu uns.
00:06:05: Sie spüren uns wieder von innen.
00:06:07: Dann kann ich auch schneller sagen, wo sind meine Grenzen da?
00:06:10: Wann bin ich überfordert?
00:06:12: wann werde ich vielleicht getrickert?
00:06:15: also da kann ich es leichter abschätzen in meinem Alltag.
00:06:19: Wann bin ich an der energetischen Grenze und kann mich da besser durchmanifrieren?
00:06:25: Und muss nicht so lange warten bis er wie gar nichts mehr geht, um es dann erst zu spüren.
00:06:29: Das ist mir eigentlich zu
00:06:30: vieles.".
00:06:31: Larissa Grasmann ist, wie schon erwähnt, Expertin wenn es um unsere Faszien geht – die spielen eine wichtige Rolle beim Thema Stress.
00:06:44: auch selber bemerken, indem wir uns berühren.
00:06:46: Also die einfachste Übung wäre sich einfach mal am Arm zu berühren oder irgendwo im Körper und sich zu fragen, aha, wenn ich mich jetzt gerade einmal selber berühre?
00:06:57: Wie fühlt es sich denn an?
00:06:59: Also wie fühlt sich das gerade in meiner Schulter an?
00:07:02: Oder wie fühlte sich das meine Hand an?
00:07:05: Das ist Interrezeption über die Faschen.
00:07:08: Dieses Gefühl werden im Körper, das ist nur möglich weil wir ein Faschensystem
00:07:14: haben.
00:07:17: Es gibt verschiedene Schichten davon und eine Schicht, die wir auch als Alltagsmensch berühren können, dass es wirklich die, die direkt unter der Haut ist.
00:07:28: Das ist so dieses lockere Windegewebe und das sorgt dafür, Und wenn die Haut verschieblich ist, kann man mal so testen.
00:07:40: Dann ist es eigentlich in Ordnung und da wo die Haut nicht verschiebig ist oder wo man die Haut abziehen kann, das sind schon Verspannungen im Gewebe.
00:07:50: Also eigentlich sollte man das so richtig hoch ziehen können genauso zweit.
00:07:55: Und dann gibt's Stellen hier oben zum Beispiel in der Schulter wird's schon schwieriger!
00:08:00: Genau.
00:08:01: Oder am Hals hier oben, da kann man also das Zoll verschieblich sein und wenn es nicht mehr verschiebig ist dann fühlen wir uns einfach
00:08:07: verspannt.
00:08:08: Ja und das ist so ein Zeichen dafür dass sehr viel Stress im System ist und die Körperwahrnehmung da auch sehr stark leidet?
00:08:15: Das ist etwas was wir erst in den letzten ich sag mal zwanzig Jahren so herausgefunden haben.
00:08:21: Früher war ja so das Faschen die Webe Wenn man so will ein totes Gewebe.
00:08:25: das lag so über die anatomisch gesehen über die Muskulatur.
00:08:29: Und es wurde dann, wenn man jemanden sitziert hat entfernt, weil man gesagt hatte stört eigentlich nur.
00:08:35: und mit dieser Faschenforschung der letzten zwanzig dreißig Jahren entdeckt man immer mehr wie wichtig unser Faszienorgan für unsere Gesundheit ist.
00:08:45: Wie existenziell das ist.
00:08:48: also da sind wir noch voll bei dem herausfinden und erforschen Aber man kann heute schon sagen, es ist wirklich wie du sagst unser größtes sensorisches Organ.
00:08:59: Worüber wir Berührungen erfahren, worüber wir Empfindungen begreifen können indem wir uns aber auch andere fühlen können das machen wir auch durch unsere Fassien.
00:09:11: Gefühle die wir haben zum Beispiel, man sieht einen schönen Sonnenuntergang und wenn ich mit mir eine Innenwahrnehmung habe also eine intakte Introduktion Kann ich den Sonnenuntergang sehen und spüre in mir, wie dieser Sonnen-Untergang auf mich wirkt.
00:09:28: Berührend beruhigend...
00:09:30: Also bis in deine visceralen Orte anend?
00:09:33: ...braunend!
00:09:34: Und wenn das aber alles verklebt ist oder alles fest ist, wenn die Interozeption da nicht mehr aktiv ist dann sehe ich es, aber ich spüre nichts mehr.
00:09:44: Oder ich höre schöne Musik, aber die berührt mich nicht mehr.
00:09:48: In ihrem Buch Polivagale Haus Apotheke geht es, so könnte man sagen um einen selbstbestimmten Umgang mit Stress oder Angst, Sorgen und Unruhe.
00:09:58: Wir lernen wie unser System körperseele Geist mit Stressoren von außen umgehen und somit wie wir aktiv Einfluss nehmen können um zum Beispiel Ängsten nicht hilflos ausgeliefert sein zu müssen.
00:10:12: Umgekehrt kann man sagen Es geht um Halt und Sicherheit Ein Thema, das die beiden Autoren aus ihrer Arbeit mit Klientinnen und Klienten kennen.
00:10:21: Aber natürlich auch aus ganz persönlicher Erfahrung.
00:10:25: Also drauf gekommen so ein Buch zu schreiben sind wir eigentlich durch die Frage der Klientin auch was kann ich denn selber tun für mich?
00:10:34: Wie kann ich dann selber Stress regulieren?
00:10:35: Und ich hatte da oft keine Antwort darauf weil ich finde es ist eine Frage Und wenn ich sage, mach die, mach diese Übung.
00:10:42: Das hat keiner gemacht oder auch keiner verstanden.
00:10:45: Aber ich wollte das Menschen üben und diese Übungen auch wirklich in ihrem System was verändern.
00:10:52: Ich hatte im Jahr zwei Tausend zwanzig eine krasse Knieverletzung.
00:10:56: Es hatte dann eine Meniscus-Verletzung und konnte da selber meinen Knie ewig nicht strecken.
00:11:01: Das war einfach sehr schmerzhaft!
00:11:04: Für mich war das ein essentielles Gefühl, das Knie nicht mehr strecken zu können.
00:11:08: Ich hatte wirklich so Panikattacken und habe mich da sehr hilflos gefühlt in meinem Elend und ich hab mir gedacht wie kann mich dann einen Kniegelenk was einfach nur sich nicht bewegen lässt emotional in so eine Instabilität stürzen?
00:11:25: Und dann haben wir damit gearbeitet mit dem Knie und eines Tages konnte ich das dann wieder strecken wie eine Schleuse und es stecken und ich konz belasten.
00:11:38: Und in meinem Kopf war wie so ein Schalter, der sich umgelegt hat und gesagt hat jetzt wird's wieder!
00:11:45: Jetzt ist es wieder gut.
00:11:47: Das war wie eine Erleichterung im eigenen Nervenkostüm diese Kniestreckung wieder machen zu können.
00:11:54: Wir haben uns dann gefragt woran liegt das denn?
00:12:00: darauf gekommen, dass unser Körper nach Sicherheit sucht und Gelenke eben ganz wichtig sind um eine Stabilität im System zu erzeugen.
00:12:12: Und wie können wir diese Systeme also diese Sinnesysteme trainieren um wirklich eine Stability und eine Sicherheit herzustellen die von innen kommt?
00:12:24: Nicht von außen, sondern von Menschen oder von uns erst mal intern.
00:12:30: Und da haben wir angefangen mit den Sinnesorganen zu experimentieren und da war das Kostarika-Erlebnis.
00:12:35: Ja ja genau.
00:12:37: Also ganz wichtig was du sagst dass wir gemerkt haben Wir brauchen so etwas wie eine innere Stabilität.
00:12:43: also ich arbeite auf viel Traumatab heute schon.
00:12:46: mir fällt immer wieder auf dass Menschen sich in so existenziellen Krisen oft in so einem Ungleichgewicht bewegen.
00:12:55: Und selbst wenn wir da sehr emotional arbeiten, habe ich auf den Eindruck gehabt es fehlt trotzdem innerlich an einer gewissen Ressource oder Resilienz das jemand, ich sag mal auf der somatischen Ebene also auf der körperlichen Ebene ausgestattet ist mit Gleichgewichtsmöglichkeiten, um mit dieser Krise umzugeben.
00:13:20: Und da wurde ich dann natürlich neugierig und habe mir überlegt wo mit das Zusammenhängt.
00:13:25: Ich hab den Stephen Pochess dem Begründer der Podibagatheorie kennengelernt hat mir die Gelehmheit gehabt ein Buch zu schreiben und zu forschen und darüber wurde so für mich klar wie existenziell und zentral unser Nervensystem bei der Gesundheit spielt, also wenn wir verstehen lernen wie unser Nervensystem funktioniert in all diesen verschiedenen Facetten und Möglichkeiten.
00:13:51: Und wenn wir dann noch ausgestattet sind mit den Möglichkeiten, ich sage mal aktiver unser Nervensystem einzuwirken da haben wir Übungen entwickelt dafür.
00:14:02: Dann merken wir dass wir von Innen heraus eine Stärke entwickeln um selbst in solchen schwerwiegenden Krisensituationen anders unserem Schicksal oder unseren Tiefen zu begegnen.
00:14:18: Wir können mit den Tiefern anders umgehen, als wenn wir nicht diese innere Stärke
00:14:22: haben.".
00:14:23: Sicherheit die von innen kommt darum geht es.
00:14:28: zuständig dafür ist unser nervöses System mit Sympathikos und Parasympathicos das unbewusst, sehr sensibel oder aufmerksam auf Sicherheit und Gefahren reagiert.
00:14:41: Füllen wir uns sicher?
00:14:42: Dann sind wir entspannt oder positiv aufgeregt?
00:14:45: Dann haben wir Offen für Gespräche, Kreativität neugierig auf Unbekanntes usw.
00:14:52: Bei Stress- oder Bedrohung kann heutzutage auch z.B.
00:14:56: zu viel Hennikonsum auslösen.
00:14:58: dann schaltet unser Körper um in den Kampf- oder Fluchtmodus.
00:15:03: Energie wird bereitgestellt, um davonlaufen oder kämpfen zu können.
00:15:08: Gehirntechnisch sind das ganz alte menschliche Muster und auch vor einem schwierigen Gespräch oder einer Prüfung spielt sich dasselbe ab obwohl wir dann natürlich nicht in körperlichen Kampf gehen müssen – hoffentlich zumindest!
00:15:23: Dritte Option ist Erstarrung oder Freeze oder Dissoziation.
00:15:27: der Körper fährt runter und wir fühlen uns onmächtig und handlungsunfähig.
00:15:34: Larissa Grasmann beschreibt das, was da innerlich passiert sehr gut mit dem Bild unseres inneren Bodyguards.
00:15:42: Genau der innere Bodyguard in Stephen Portes bezeichnet es ja als Neurozeption und es ist auch so ein Begriff und wir gedacht haben dann kann man irgendwie jetzt nicht wirklich etwas anfangen.
00:15:51: aber mit den mit dem inneren bodyguard dass wir so eine Instanz haben der wirklich auch aufpasst und die Lage checkt eigentlich die ganze Zeit.
00:16:00: Mit wem unterhalte ich mich denn?
00:16:01: Ist die Person da sicher?
00:16:03: Oder ist das, was ich tu grad sicher?
00:16:06: Ist in meinem Körper alles in Ordnung.
00:16:08: Also der checkt so auf ganz verschiedenen Ebenen immer wieder bin ich sicher und wenn er aus irgendwelchen Gründen die Information bekommt Ich bin nicht sicher schaltet der über Lebensstrategien also zum Beispiel in den Sympathikos dass wir uns gestresst fühlen oder ärgerlich werden oder Unsicherwert manchmal auch grundlos.
00:16:32: Oder er sagt, es ist zu gefährlich.
00:16:35: Ich gehe mal lieber auf die Bremse und dann gehe ich eher in der Energielosigkeit und ziehe mich erst im Kontakt zurück oder weiche aus oder werde energielos erschöpft.
00:16:46: Das ist auch eine Reaktion aus dem Nervensystem bei Überforderung zum Beispiel.
00:16:51: Aber wenn er sagt alles ist sicher, alles ist im grünen Bereich?
00:16:55: Und dann kommt er in diesen wendtralen Bereich, wo Herbert sagt da ist eigentlich die Sicherheit im Kontakt möglich und da passiert auch Gesundheit.
00:17:05: Da passiert Regulation, dann können die Faszien wieder sich öffnen.
00:17:10: Da fängt die Verdauung an.
00:17:13: Weil wir auch wieder neugierig werden und nicht nur alte Muster bedienen sondern anfangen positiv gegenüber Veränderungen zu sein.
00:17:21: in diesen alten Schutzprogrammen sind wir nicht wirklich offen für Veränderung.
00:17:25: Wir wiederholen eigentlich das was wir kennen.
00:17:28: Aber diese Neugier, dieses Ventrale gibt uns diese Möglichkeit.
00:17:32: Die sagen, Mensch vielleicht gibt es ja doch eine Lösung oder vielleicht kann sich das ja doch verändern?
00:17:38: Also wir sehen die Zukunft dann ganz anders wie vorher.
00:17:42: Genau und der Bodyguard ist vielleicht auch die Essenz aus unserem Buch.
00:17:47: Der braucht Daten und er sammelt über die Sinnesorgane also über die Augen, über die Ohren, über das Körpergefühl.
00:17:56: Und wenn man sich mal vorstellt, wenn man zum Beispiel schlecht sieht oder nicht schnell genug von nah auf weit wechseln kann.
00:18:04: Das ist eine Fähigkeit.
00:18:05: Ich schaue etwas und dann gucke ich in die Ferne und da müssen sich meine Augen anders stellen.
00:18:11: Wenn der Wechsel nicht schnell funktioniert, ist es in einem Überlebensmodus gefährlich?
00:18:19: Wenn die Augenmuskeln nicht mehr richtig arbeiten können, das spüren wir im Alltag oft.
00:18:24: Das allein kann schon eine Schlüsselstelle sein wo der Bodyguard immer latent mit seinem Finger auf dem Notschalter steht und sagt lieber mal in die Bremse drücken weil es nicht genau vorhersehen kann was passiert.
00:18:37: Und dann haben wir das Gefühl Mensch egal was ich mache Ich muss gegen Widerstände so innerlich gehen und ich muss mich überwinden.
00:18:46: Und wenn wir diese Sinnesorgane wieder mehr öffnen, wieder mehr trainieren, dann geben wir den Bodyguard seine Sinne zurück.
00:18:56: buchstäblich der kann einfach besser beobachten ohne dass wir das übernehmen müssen.
00:19:03: Wir können unser Leben leben und sind viel entspannter innerlich, weil wir wissen unser Bodyguard kriegt einfach viel mehr mit.
00:19:12: Und das gibt so eine ganz großartige Sicherheit die man so schwer beschreiben kann.
00:19:16: es ist ein Gefühl von, wie mich einfach sicher hekt, egal was ich mache.
00:19:20: Ich glaube die kennt jeder diese Art von Sicherheit.
00:19:22: oder wenn sie nicht da ist und für mich ist auch ne schöne Beschreibung, wann man ja vielleicht aufregt Was bedeutet es wirklich, älter zu werden?
00:19:32: Hat das etwas zu tun mit gewissen physiologischen Einschränkungen?
00:19:37: und wir glauben Älterwerden zeigt sich eben dadurch dass unsere Sinnesorgane ein immer eingeschränkter funktionieren.
00:19:44: Wir schauen nicht mehr genau hin unser Gleichgewichtsinn ist über vorsichtig.
00:19:49: Das merkt mir dann im Gang im Stehen in der Bewegung Und das sind alles Einschrankungen in denen Wo wir glauben, dass wir damit leben müssten in Anführungsstrichen.
00:19:59: Aber wenn man genau hinguckt gibt es so ein jeder Altersphase und jede Phase in der wir uns gerade befinden Möglichkeiten das zu trainieren.
00:20:07: Das ist das Schöne daran!
00:20:09: Also es ist nie zu spät mit dem Augentraining zu beginnen oder mit Gleichgewicht zu Übungen Und das zahlt sich aus, wenn wir das
00:20:17: tun.
00:20:18: Wir können also über unseren Körper aktiv auf unser Nervensystem den inneren Bodyguard einwirken.
00:20:25: Wir können dem sozusagen Botschaften schicken, ich bin sicher Sie kennen so einen Stressgefühl das sich über den ganzen Tag zieht oder oft auch über Tage obwohl keine direkte Gefahr vorhanden ist.
00:20:39: dann können wir die Botschaft nach innen schicken.
00:20:41: Hallo hier draußen ist eigentlich gerade alles okay du kannst entspannen.
00:20:48: probieren wir das doch gleich einmal aus
00:20:50: Bevor man überhaupt mit einer Übung anfängt, ist es gut wenn man Test macht.
00:20:56: Und weil wir brauchen immer ein vorher nachher was uns verläuft die Übung irgendwie im Sand und dann weiß gar nicht was man gemacht hat um zu testen wie Stress ist in eigentlichem System das ist die Bewegung der Halswirbelsäule.
00:21:09: Mal ruhig die Augen zumachen einen Moment Mal zu gucken, wie sitze ich denn eigentlich gerade?
00:21:15: Wie sitze sich dann so auf meinen Sitzbeinhörgern.
00:21:18: Bin nicht aufgerichtet!
00:21:19: Das bietet sich an sich da einigermaßen aufrecht erstmal zu setzen und dann den Kopf mal nach rechts und links zu drehen und zu spüren.
00:21:29: Wie weit geht es denn eigentlich grad?
00:21:32: Wo kommen denn da auch Blockaden?
00:21:34: Welche Richtung geht leichter?
00:21:38: Und das wie immer so zu merken, wie leichtes geht.
00:21:45: Genau
00:21:47: Das können die Augen wieder aufmachen.
00:21:50: Und jetzt machen wir mal diese Augensprünge, dann die Arme werden nach vorne gestreckt, so auf Schulterhöhe und die Daumen schon nach oben.
00:22:01: Genau!
00:22:02: Und wichtig ist dabei dass der Kopf in der Mitte bleibt und nur die Augen von einem Daumennagel zum anderen springen.
00:22:13: Also nur die Augen, nicht das Gesicht?
00:22:15: Genau.
00:22:16: Nicht der Kopf.
00:22:17: und es möglichst rhythmisch machen, dass es einen Rhythmus bekommt und zu gucken ob die Atmung da feststeckt oder ob sie weiter fließen kann und das mal so zwanzig Mal macht.
00:22:38: Ja wenn merkt man schon das tut sich die Augen ein bisschen schwerer dann ist es am Anfang ganz ungewohnt.
00:22:45: Okay, dann haben wir Pause machen ja und dann kann man den Kopf nochmal drehen Mal zu gucken, wie reagiert denn so das System drauf.
00:22:58: Vielleicht verändert sich die Atmung, die da mehr tiefer wird oder dann Gäner kommt?
00:23:14: Ja sehr gut!
00:23:18: Das ist eine Fähigkeit in den Augen.
00:23:21: Wenn wir mit Stress und Tunnel sind, sind sie nur fixiert gerade ausgerichtet.
00:23:27: Und immer dann, wenn wir den Blick zur Seite bringen, schalten wir schon um auf dem anderen Zweig.
00:23:32: Auf diesen sicheren Zweig.
00:23:33: ich kann mich nach rechts orientieren.
00:23:36: Ich kann nach links schauen und das ist so eine kleine Mini-Übung die man immer wieder mal im Alltag einbauen kann.
00:23:42: erstens mal unterstützt ihr die Impulskontrolle und bringt uns aus einem fixierten Tunnelblick löst die Halserbesäule und bringt unser Nervensystem wieder in diesem ventralen baggalen Bereich.
00:24:17: Regulieren heißt, dass wir in der Tat lernen noch mehr in Kontakt zu kommen mit dem was gerade ist aber jetzt auf eine Art und Weise die sicherer ist.
00:24:28: Und durch die Sicherheit kommen wir noch tiefer in diese Erfahrung meinetwegen des Ärgers oder der Angst.
00:24:35: Aber jetzt auf einer Art und Weise das wir und ihr spielt auch unser Körper wieder eine wichtige Rolle Das auch verkörpert ausdrücken können.
00:24:45: und wenn mir das mal Begriffen haben, dann merken wir dass das die eigentliche Regulation ist.
00:24:53: Die Gefühle wahrzunehmen zuzulassen und auf eine Art und Weise verkörpert zu erleben.
00:25:02: Und dass sie einen überfordern?
00:25:04: Das erlaubt uns nicht in die Überforderung gehen sondern in Toleranzfenster bleiben.
00:25:11: also wir bleiben im Bereich der für uns gut ist und nicht nur gut, sondern uns auch Energie gibt.
00:25:17: Also immer wenn wir uns regulieren, kriegen wir sozusagen mehr Energie in unserem Körper.
00:25:23: Muss nicht kompensieren!
00:25:24: Ich muss jetzt nicht sagen, ah, jetzt muss ich mich aber ablenken weil alles zu viel ist, sondern nein, jetzt bin ich wieder offen für das nächste was heute mal das ist
00:25:32: oder ein Ärger, der überrollt dich nicht so, du musst doch nicht alles zampeln, sondern kannst den Ärger spüren?
00:25:39: Und kannst dann eben verbal äußern, was dir gar zuviel isst.
00:25:43: Also das ist nicht so, dass wir niemanden ärgerspüren oder nie mehr Angst sondern diese Gefühle überrollen uns einfach nicht mehr so.
00:25:48: Sie können zum Alltag dazu aber wir haben zumindest Werkzeuge in der Hand um... Zum Beispiel Ich bin immer bei dieser Prüfungsangst, ich kann schon auch was tun damit mich das nicht übermandt.
00:26:01: Sondern dass sich mit meiner Angst trotzdem ein Auftritt machen kann oder eine Rede halten kann.
00:26:07: aber es ist nicht so, dass ich flüchten muss sondern ich kann dabei bleiben
00:26:10: Was ganz Wichtiges wir merken denn des angst Nicht nur etwas Negatives ist sondern durchaus sehr positiv sein kann für uns weil sie ein Wegweiser essen.
00:26:20: Und dann wird jedes Gefühl auch zu einem Wegweisern, zu einer Orientierung und nicht lästig oder
00:26:26: negativ.".
00:26:34: Noch einmal Schoppe zur Entspannung!
00:26:37: Viel gäbe es noch zu sagen zum heutigen Thema.
00:26:40: ich empfehle Ihnen das Buch von Herbert und Larissa Krasmann Polivagale Hausapotheke.
00:26:47: Ich verlinke Ihnen auch Ihren YouTube-Kanal auf dem Sie viele der Übungen aus dem Buch vorstellen www.radioklassik.at.
00:26:55: Dort finden Sie auch die drei anderen Teile der Senderei über Körper, Geist und Seele zum Nachhören.
00:27:02: Mein Name ist Veronica Bonelli.
00:27:04: Das Schlusswort überlasse ich meinen heutigen Gästen.
00:27:07: Für mich ist es so Ich möchte gerne das Menschen dieser Selbstregulation mehr auch für sich selbst ein Handwerkszeug bekommen, zu sagen ich bin meinen ganzen Empfindungen, Zuständen nicht ausgeliefert.
00:27:21: Sondern erst mal kann es besser verstehen was mit mir ist und Ich kann auch mir helfen.
00:27:28: in manchen Situationen zum Beispiel beim Zahnarzt hatte ich eine Klientin die gesagt hatte ich konnte diese eine Übung Diese tiefe Lumbalatmung während des Besuchs beim Zahnaz machen und ich hatte weniger Stress.
00:27:44: Und dass Leute auch ihren Kindern oder ihren Freunden immer wieder ein, zwei Übungen zeigen.
00:27:50: Dass man sich so selber mehr helfen kann untereinander und es nicht mehr so'n Geheimnis ist sondern zu sagen Mensch, das gehört irgendwie zu unserem Alltag dazu, dass wir unsere Nervensysteme auch immer wieder bis jetzt pflegen, ihnen was Gutes tun und in Notfall-Situationen auch weiß, was ich machen kann um da dem nicht so ausgeliefert zu sein Das würde ich mir wünschen.
00:28:12: wenn das so mehr Wenn die Leute auch sich trauen, damit zu experimentieren.
00:28:18: Ja, genau.
00:28:20: Also kann ich mich ganz anschließen.
00:28:22: vielleicht noch so.
00:28:23: ein Aspekt der mir wichtig erscheint ist dass wir durch diese Beschäftigung mit den Sinnessystemen, durch diese Übungen wieder lernen verbundener zu werden also mit uns werden.
00:28:36: vorhin.
00:28:36: diese Spaltung zwischen Körper Geist und Seder Verbindung heißt einfach, dass wir merken wie wichtig jeder Bereich ist und es geht nicht darum etwas auszuspielen.
00:28:45: Der ist jetzt wichtiger.
00:28:47: Nein!
00:28:47: Wir brauchen auch einen gesunden Geist.
00:28:49: Wir brauchen eine Kognition die uns erlaubt in die Zukunft zu gucken.
00:28:55: All das brauchen wir aber wir brauchen dahinter auch diese Verbundenheit weil nur in dieser Verbundenkeit erleben wir uns in der Gemeinsamkeit Das immer mehr auch als ein sicheren Ort und das ist etwas, was für uns selber aber auch einen anderen wünschen dass das passiert.
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