per- 260622#Kirchenspaziergang_Franziskanerkirche
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00:00:02: Hier ist Bernadette Spitzer und ich freue mich, dass sie mich wieder auf einem Spaziergang zu einer Wiener Innenstadtkirche begleiten.
00:00:12: Es ist die Franziskranerkirche, die untrennbar mit dem bezaubernden Platz und der Kulisse der bunten verspielten Häuser um ihn verbunden ist.
00:00:21: Im Zentrum steht ein Brunnen mit einer Darstellung des Moses.
00:00:26: Dort kommt mir der Guardian, also der Hausoberer der Franziskana entgegen.
00:00:31: Pater Oliver Ruckenthaler.
00:00:33: Grüß Gott, pater Oliver!
00:00:35: Grüß
00:00:35: Gott für eine Betspitze!
00:00:37: Wir starten hier an, sonst versteht man die ganze Kirche nicht.
00:00:41: Ganz genau.
00:00:42: Wieso schaut das so aus?
00:00:43: Achsoziesstellenfragen
00:00:44: oder wie geht's das?
00:00:46: Aber wir plaudern.
00:00:48: Herzlich willkommen bei unserem Franziskanerplatz in seiner besonderen Atmosphäre.
00:00:54: ein sehr malerischer Platz hier mitten im ersten Bezirk.
00:00:59: Das Brunnenwasser des Mosebrunnen blätschert vor sich hin und wir schauen vom Mosebrunnen also sozusagen auf die Passade, eindrückliche Passade der Franziskana-Kirche Die wenn man sie so vergleicht mit anderen Wienerkirchen außergewöhnlich ist.
00:01:15: Wir sehen gotische Spitzbögenfenster Wir sehen dazwischen wieder Renaissance Einschlüsse und natürlich Frühbarocke-Elemente.
00:01:25: Wie kommt das
00:01:26: zustande?
00:01:27: Das
00:01:27: kommt zustande, dass hier ein Vorläuferbau gestanden hat.
00:01:32: Man weiß nicht ganz genau die erste Kabel oder Kirche aber so ab dem dreizehnten Jahrhundert kann man auch den Urkunden doch verfolgen, dass es hier schon eine Kirche mit dem Patrozenium des heiligen Hieronymus bis heute sozusagen.
00:01:49: Er steht ja prominent mit seinem Löwen, der eher ausschaut wie ein Untier.
00:01:56: Man hat früher das noch nicht so gekannt, wie ein Löwe ausschaut wirklich über den Eingangshalle, die man später dazu gebaut hat, weil der technische Gründer steht da oben als der Kirchenpatronen Und also eine Kirche.
00:02:11: ab dem XIII.
00:02:12: Jahrhundert wissen wir, dass hier eine Kirchenpaar die natürlich kleiner war in den Dimensionen und dann später gewachsen ist als so ab dem Vierzehnten Jahrhunderte eine Frauengemeinschaft sich hier angesiedelt hatte.
00:02:27: Man weiß es noch nicht ganz genau Wir hatten ja Ausgrabungen im Klosterhof und haben ein Kloster gefunden.
00:02:33: Es dürfte noch das Vorgängerkloster sein von den sogenannten Büserinnen Von denen man immer in Wien hört und spricht.
00:02:40: die hier waren Frauen, die vorher dem ältesten Gewerbe der Welt nachgegangen sind und das Stadtrat hat einen Platz gesucht wo sie dann im Alter zusammenleben und ein bisschen Buse tun.
00:02:52: Gemein natürlich man denkt nicht an die Männer eigentlich sondern diese Damen durften dann wenn hatten zumindest ein Auskommen sozusagen in der Pension.
00:03:02: Aber es dürfte ein Vorgänger Kloster gegeben haben von einer franziskanischen Frauengemeinschaft, die sich aus einer beginnigen Gemeinschaft herausgebildet hat wie so oft und dann die Franziskana-Regel angenommen hatten.
00:03:15: Und an diesem Bereich da schon irgendwo sozusagen situiert waren.
00:03:20: Wir können uns nicht diese klare Struktur vorstellen sondern der Franziskanerplatz war verbaut.
00:03:25: hier hat das
00:03:26: Häuser gegeben
00:03:27: kein Platz Und wo das Klosche.
00:03:30: jetzt steht mit dieser Vierkant, da waren viele alte mittelalterliche Gebäude und Gasseln usw.
00:03:38: Also der Bereich war sehr dicht mittelalterlich verbaut.
00:03:41: Und dann der Spunk.
00:03:44: der Wichtige für die weitere Entwicklung war sozusagen in den Fünfzehntenneunenundachtzig, wo diese Frauen bereits ausgestorben waren – die Böserinnen Und die Franziskana hatten lange schon einen Platz innerhalb der Stadtmauer gesucht.
00:04:04: Sie waren draußen.
00:04:05: im heutigen sechsten Bezirk, St.
00:04:07: Theobaltgasse gibt es ja noch Kapistranggasse, Johannes Kapistran gegründet Windmühlgasse.
00:04:12: das war der Bereich des alten Franziskanas Klosters.
00:04:16: Observanten, die braunen Franziskaner und wurden natürlich bei jedem Türkensturm sozusagen zerstört.
00:04:26: Worauf die Franziskana?
00:04:27: zunächst nach Sankt Rupprecht, die alten romanische Kirche kamen ein paar Jahre später nach S. Nikolaj.
00:04:35: Das ist dort wo heute die Apotheke steht zum goldenen Reichsapfel und Grün-Angergasse.
00:04:43: Da war ein großes Areal.
00:04:46: Ganz früher hat sie statt Jens erinnert Dann hat es gewechselt Mädchenschule hin und her dann Klarissen Franziskanische Klarisen Und dann hat die Franziskana dort einmal zwischengelandet.
00:04:56: und wie dann die Büserinnen ausgestorben waren, haben sie sozusagen die Übersiedlung zu Sanctironimos gemacht.
00:05:04: Und durch Volte da viele Adelige die rundumliegenden alten mittelalterlichen Häuser aufgekauft.
00:05:12: Dann war natürlich italienischer Abend.
00:05:16: Orden Franziskana, da hat man natürlich
00:05:19: das Renaissance
00:05:21: in Italien schon eine Hochblüte gehabt und das hat man auch hierher verpflanzt.
00:05:27: Es gab auch einen eigenen Architekten aus dem Orden der zwar in Deutschland war aber südlich gebildet sozusagen italienisch und er hat großzügig geplant.
00:05:38: erstens die alte gotische Kirche St.
00:05:41: Hieronymus verlängert Richtung heutigen Platz Und einen Turm dazu gebaut und eine Fassade sozusagen davor gestellt im italienischen Stil.
00:05:54: Wenn man fühlt sich irgendwo doch im Süden, wenn so Renaissance-Frühbarock mit einem Giebel auch mit der Verkündigung passend heute zum Festmarierverkündigungen großartig, um den Sieg haben wir dann noch dazugebaut.
00:06:09: Und die Anschließende Kloster mit diesen Rundformen.
00:06:16: Manche haben gesagt, was bedeuten diese Löcher?
00:06:18: Das sind Tondi.
00:06:21: Typisch Renaissanceartige Fassadengestaltungen in Italien, die man eben auch hier dann eingesetzt hat.
00:06:29: Also ein kleines spät-Renaissance-Frühbarock Denkmal italienischen Anhauchung
00:06:37: Genau.
00:06:38: Seit damals steht das so im Ganzen?
00:06:41: Ja, man hat begonnen.
00:06:42: Fünfzehn eben neununddachzig Ankunft hier an dem Platz alles rundherum aufkaufen mit Hilfe wohl von Wohltätern.
00:06:51: Das meiste wurde niedergerissen total neu der Vierkanter aufgebaut mit Auskragungen sozusagen in der heutigen Singerstrasse und Weiburggasse hinunter und vor allem Italienisches Denken natürlich, Fatscham una Bella Figura.
00:07:10: Man muss natürlich einen Platz
00:07:11: haben
00:07:12: eine Piazza vor der Kirche sonst wirkt sie nicht ist klar die Fassade.
00:07:16: man hat hier zwei Häuser auch aufgekauft niedergerissen und dadurch ist erst auf uns ist keiner Platz entstanden.
00:07:25: wozu?
00:07:25: Und das steht auch in der Chronik so nett.
00:07:27: nicht nur dass wir halt Platz haben und da nette Fassaden Sondern es musste gewährleistet sein, dass die Adeligen mit ihren Kutschen und Troschken vorfahren.
00:07:37: Aussteigen rund um den Brunnen oder früher war's halt der Statue wieder umdrehen und dann wieder hinaus fahren Das waren ganz praktische Gründe warum heute der Platz so aussieht wie er ausschaut Grüßi.
00:07:49: Aber gehört der Platz
00:07:50: auch dem Franziskaner?
00:07:52: Nicht mehr!
00:07:53: Das hat sich natürlich über den Laufe der Geschichte in dem städtischen Bereich verlagert.
00:07:59: Bin ich auch froh, sonst müsste ich ihn heute erhalten!
00:08:03: Und der Brunnen, der hier steht?
00:08:05: Der ist später.
00:08:09: Diese Figur des Mose die mir nicht wirklich gefällt... Die Stadt hat es jetzt gesteuert die letzten Monate.
00:08:16: Gott sei Dank Er stammt aus ursprünglich aus dem Hof des Palais Bräuner in der Singerstraße und wurde dann normal im neunzehnten Jahrhundert, Anfang des Neunzehnjahrhunderts hier platziert.
00:08:28: Der Brunnen ist nett die Figur lässt sich streiten.
00:08:33: Gut
00:08:33: aber das mit Kutschen muss ohnehin niemand mehr vorfahren heutzutage?
00:08:37: Nein, heute haben wir Gastgärten hier.
00:08:40: es ist etwas belebt aber immer noch eine sehr... Eine sehr feine Atmosphäre mitten in Wien.
00:08:48: Und auch rund um die Heuse eine gute Mischung von einem mittelalterlichen mit einem riesigen Kamin.
00:08:56: noch wenig restauriert, weil es der Ärzte jetzt höhste gehört.
00:09:00: Ein kleiner Scherz am Rande und dann Biedermeier-Heußer, Barock-Häuser.
00:09:06: Mit Adelswappen sieht man auch so kleinere
00:09:09: Adelspalets
00:09:09: runter.
00:09:11: Es hat ein Lebensqualität.
00:09:13: also ich fühle mich sehr wohl hier!
00:09:15: Und grundsätzlich also Kirche und wird.
00:09:17: das passt ja auch immer zusammen?
00:09:19: Vor
00:09:19: allem Franziskana und wird was zusammen, muss ich
00:09:21: sagen.
00:09:23: Weil wir natürlich der heilige Franziskus hat gesagt unser Klosch ist eigentlich die Welt.
00:09:28: Das heißt uns es wichtig dass wir Menschen treffen.
00:09:30: Ich brauche nur im Habit zum Moosebrunnen stehen sitzen und dann geht's den ganzen Tag dahin kann nicht Gespräch machen Seelsorge machen.
00:09:40: alles
00:09:41: Was mir
00:09:41: noch aufgefallen ist, ist die Farbe der Kirchenfassade.
00:09:44: Also grau, dieses grau-weiß ist eher ungewöhnlich.
00:09:49: Wissen Sie was da?
00:09:50: Es hat einen Renaissanceeindruck
00:09:52: dadurch ja Innerhalb
00:09:55: des Vorbaus, der ja später gekommen ist, dass die Leute nicht im Regen und Wind sozusagen in die Kirche gehen.
00:10:01: Sieht man noch das schöne ursprüngliche Renaissance-Botal von ungefähr sixteenhundert mit den Verzierungen?
00:10:08: Das ist so sehr typisch Renaissance
00:10:11: nachher.".
00:10:12: Sein Akzent verrät seine Herkunft.
00:10:14: Pater Oliver ist Osttiroler.
00:10:18: und trat danach in den Orden ein.
00:10:25: Nach vielen Stationen ist er nun das fünfte Jahr in Wien.
00:10:29: Durchs Renaissance-Portal gehen wir nun in die Kirche hinein, und drinnen – oh schwupp!
00:10:34: – Pater Oliver spricht aus.
00:10:36: was ich mir denke...
00:10:37: Es ist keine typische Bettelordenskirche.
00:10:41: man sieht erstens dass wir sie übernommen haben aber vor allem an der Hochbarock Ausstattung sehen wir vor allem auch immer eine Kirche des Adels war und zum Teil ist, noch isst.
00:10:58: Die Ausstattung ist doch ja untypisch Franziskanisch.
00:11:02: wenn Sie jetzt vergleichen die Kapuzinerkirche, diese typische Soilbettelordenskirchen, die Altäre in Holz und Braun und alles so einfacher gehalten und hier sieht man das eine Seitenkapelle übertrifft die andere und vor allem der Hochold da.
00:11:18: dann zudem ich später noch was sage Adelige Stifter, man sieht es auch links und rechts in den Kapellen.
00:11:25: Die Epitaphien die Grabsteine von verschiedensten Trautmannsdorf Rottal alle die ja auch so im Umkreis gewohnt haben Koloredo Mansfeld Lichtenstein All das Hueshu vom Bienen wird alles da wie ein Habsburger Kaiser Altar usw..
00:11:44: Die Pfarrkirche war die Franziskana-Kirche
00:11:47: aber nie.
00:11:47: Die Franziskaner Kirche war kurz von seventeenhundertdreiechzig Josefinismus, um der Aufhebung zu entgehen bis ungefähr achtzehnhundertsiebenund dreißig kurze Zeit auch Pfarr-Kirk, aber es waren ja viel zu viele Pfarrkerinnen in dem Kretzel im ersten Bezirk.
00:12:06: Aber einfach um eine Aufhebung zu entgegen weil natürlich Josefinismus hat vor allem Wert gelegt auf Pfarrkirche, öffentliches Bastoral ist ja sowieso am achtener Wald noch dazu sozusagen.
00:12:20: Ja genau.
00:12:22: Wir fangen jetzt an in dieser Barockenbracht!
00:12:26: Ich möchte einfach ein bisschen hinweisen... vielleicht doch das Mittelstück den Hochalltag?
00:12:32: Wenn wir ihn vielleicht zuerst betrachten, er ist ja untypisch.
00:12:37: Vor allem wenn man in die Nähe kommt, die Luschter blenden etwas.
00:12:42: Das sind diese typischen Lohmeierluster aus dem Jugendstil.
00:12:47: Die Wiener lieben Lust, das ist für mich als Gepirgstiroler unmöglich.
00:12:52: Ich bin hierhergekommen aus der Salzburger Zeit, Franziskana-Kirche, hohe Gotik und freie Traum und Licht.
00:13:00: Hier eher dunkel weil natürlich voll gepflasht hat plus diese Lust.
00:13:05: Ich kann mich noch erinnern, meine erste Messe bin ich auch so einig.
00:13:09: Den Graffl beim Ausverraumen haben es gesagt, das wollen die Wiener.
00:13:13: Mögen Lust darunter in jedem Salon und in jedem Privathaus.
00:13:16: Ich wohl haben sie diese Lusch steigen.
00:13:18: Okay ich kann mich nicht anfreunden.
00:13:20: Es ist halt so okay.
00:13:22: Wenn man jetzt nach vorne geht den Lusch dann vorbei so richtig Kommunionbank Dann steht sozusagen der Hochalt da in seiner ganzen Eigentümblichkeit würde ich sagen vor uns... Ein Meisterstück eines der letzten Werke des Jesuitenbruders, Andrea Bozzo.
00:13:46: Jetzt klingelt es bei manchen Wienern.
00:13:48: die grünste historische Interesse jetzt sind die Jesuitenkirche.
00:13:53: hat er geplant hier in Wien aber auch schon in Rom diese prägend Vorlagskirchen sozusagen Jesu und San Ignacio oder zum Beispiel im Gartenpallier Lichtenstein, der Herr Kolesal.
00:14:08: Ein Meister der Perspektive und deswegen hat er auch hier versucht diesen Altar zu gestalten als Kulissen-Altar.
00:14:19: Er
00:14:19: hatte die Vorgabe den Raum dahinter nicht zuzumachen weil die einzige Orgel früher da hinten gestanden hat Heute noch diese alte Vökerl-Orgel, die berühmte von XVI und XIV.
00:14:32: Da müsste es eine Durchlässigkeit geben zum Kirchenschiff hin plus in der Mitte die Gnadenmadonna Maria mit dem Beil rechts ein Beil in der Schulter Das glänzt ein bisschen, das schauen wir da oben.
00:14:47: Eine Gotische war dann aus Grünberg in Böhmen wo sie sozusagen im Hositensturm hinausgeworfen wurde aus der Kirche.
00:14:53: man hat versucht sich es verbrennen und so zu zerschlagen.
00:14:56: nichts ist geglückt und deswegen ist er dann als wunder tätiges Gnadenbild über Umwege nach Wien gekommen in die Franziskana-Kirche und wurde dann sozusagen später Um drei bis fünf dieser Altar als Kulisse für die Madonna in Szene setzend hierhergestellt.
00:15:21: Man sieht, es ist wie ein Theaterkulissenaufbau in verschiedenen Ebenen und Tiefen mit Öl, mit Plastik, mit Kuppelscheinkuppelmalerei noch sehr aufwendig gestaltet und interessant auch die Zusammensetzung.
00:15:41: Die Gnadenmaradona wurde dann eben auch vor allem vom Kaiserhaus sehr verehrt, weil sie auch bekannt war als der Türkenschreck.
00:15:51: Man hat diese Maradona vor allem auch mitgenommen.
00:15:54: zum Beispiel der Prinz Argen hat sie in einen Kasten backt, schaut aus wie ein Saal.
00:15:58: kam er heute noch, hat sie mitgenommen in die Türken schlachten.
00:16:01: Man hat hier neben dem Feldherren-Zelt ein eigenes Zelt aufgestallt, eine Kapelle die wir mit in den ganzen Türken kriegen.
00:16:09: Mit samt im Beil?
00:16:10: Ja ja genau!
00:16:12: Das ist so.
00:16:12: diese Wehrhaftigkeit auf der Zeit gesagt, die es immer dann hat und die Würde im Wien über alles verehrt – mit Prozessionen durch die ganze Stadt, mit Tausenden von Menschen gibt's noch Beschreibungen an Kupferstiche.
00:16:24: ganz interessant also das hat man halt gar keine Vorstellung mehr Darüber.
00:16:30: dieses alte gotische Kreuz ist ein spätgotisches Kreuz, das man weiß nicht genau auf den Fünfzehntes Jahrhundert in der Donau angeschwemmt wurde.
00:16:40: Das gibt es ja öfter, irgendwelche Gnadenbilder die angeschwend werden und deshalb hat man auch irgendwo noch müssen einbauen oder wollen ins Szene setzen.
00:16:47: Jetzt hat der Bot so sozusagen das alles irgendwie zusammengebracht.
00:16:53: Links vom Hochaltar ist, quasi im ersten Stock das Kaiseroratorium, dass wie eine verglasste Luge wirkt.
00:17:00: Rechts vom Hochalltar – also genau gegenüber vom Kaiseroratorium – ist der Kaiser Altar.
00:17:07: Der Kaiser schaute also von seinem Platz aus geradeaus auf einen Altar mit Abbildungen von sich und seiner Familie.
00:17:14: Blickte er nach links sah er den Hochalltag.
00:17:17: In der Mitte Leoboldt und Margarita.
00:17:21: Das ist einer der drei Frauen, spanische Infantin.
00:17:25: Und der Leopold ist der erste?
00:17:28: Ja, du bist mit seiner Lippe und seiner Frisur.
00:17:32: In der Mitte ein Ausblick auf das Wien um diese Zeit, sechzehnhundertsechzig herum darüber ein spanischer Franziskana weil denn die Margarita sozusagen mitgebracht hat.
00:17:43: Überall auch so zu sagen die Initialen von L und M, Leopolt-Margarita, die Puttiheben überall ist.
00:17:50: Buchstaben von den beiden.
00:17:53: Und sehr prächtig!
00:17:57: Wer sind denn die zwei Herrschaften links
00:18:00: und rechts?
00:18:00: Links und rechts, die Statue in der Namenspatrone.
00:18:02: Links Leerbald, da heilige Leerballt aus Stifter, Kirchen in der Hand, und rechts die Margarita.
00:18:12: Vorne haben wir also links oben das Kaiseroratorium, in der Mitte den Hochaltar und rechts den Kaiseraltar.
00:18:19: Wir gehen nun hinter den Hoch-Altar.
00:18:21: Architekt Andrea Pozzo musste ja Platz lassen für die Orgel dahinter, der Raum ist der Brüderchor, der so heißt weil dort früher die Franziskana gemeinsam gebetet haben.
00:18:32: in einem Halbkreis Richtung Hochaltar sind die Holzsitze aufgestellt.
00:18:36: Dahinter steht die Vökerl-Orgel aus dem Jahr sixteen zweiundvierzig Die als eine der ältesten spielbaren Orgeln Österreichs gilt.
00:18:45: Es
00:18:45: gibt jetzt noch eine zweite
00:18:46: Orgel.
00:18:48: Warum hat man dann eine zweite angeschafft?
00:18:52: Naja, es war natürlich so dass diese Orgel mit der Zeit in die Jahre gekommen sind.
00:18:59: Deswegen hat sie sich auch erhalten!
00:19:00: Das ist das Gute, dass die Franziskaner im Bettelorten sind.
00:19:04: Sie können sich nicht dauernd je nach Mode was leisten.
00:19:08: D.h.,
00:19:08: die ist immer schlechter geworden, immer schlechter, dann ist irgendwann einmal ausgefallen und ist dann zweihundert Jahre nicht mehr gespielt worden.
00:19:15: Und dann haben sie überlegt immer, habe ich in der Chronik gelesen was machen wir mit dieser Baumeise O. Da man sich O reisen schenkt man sie her aber das O-Reisen hätte er wieder kostet und jetzt sollte es halt stehen lassen.
00:19:26: Dadurch hat sie sich erhalten Gott sei Dank.
00:19:29: Aber man hat eben schon sozusagen im achtzenden Jahrhundert hinten eine größere Vogel dann
00:19:36: aufgestellt.".
00:19:38: Umso klingt sie seit ihrer Restaurierung, Eine weitere Besonderheit ist, dass der Altar begehbar ist.
00:20:14: Das doppelseitig bemalte Altarbild hängt hinter dem Altar und ist nicht in einem Rahmen an der Wand fixiert, denn es wurde regelmäßig ausgetauscht.
00:20:23: Der Hochaltar selbst hat quasi einen ersten Stock – und dieser ist begehbart!
00:20:28: Das nützen die Kirchenmusiker besonders gern für einen überraschenden Auftritt neben der Madonna.
00:20:34: Ein Bissal wie auf einer Theaterbühne eben….
00:20:36: Und das ist dann sehr mystisch, wenn plötzlich sozusagen hinter der Madonna das Arbe Maria erschalt.
00:20:43: Deswegen gibt es auch eine Stiege hinauf.
00:20:47: Also gehen wir über die Stiegee aus dem Jugendstil hinauf.
00:20:50: Vom Altaraus fällt der Blick auf eine große Uhr am Chor, die eigentlich nur für die Celebranten sichtbar ist.
00:20:57: Sie wurde um siebzehnvierzig angebracht und sollte den Prediger daran erinnern wann es Zeit ist aufzuhören.
00:21:03: Heute geht sie nicht mehr, weil sie zu laut schlägt.
00:21:07: Parta Oliver und ich gehen zur Rückrichtung Ausgang und kommen rechts an einem Altar vorbei auf dem ein begrüntes und mit einem Mantelbekleidetes Jesuskind ausgestellt ist.
00:21:17: Es ist eine Kopie des berühmten Prager Jesolein
00:21:20: Als wir das aus dem Heiligen Land bekommen, von den Mitbrüdern dort.
00:21:27: Aus Holz, aus dem Olivengarten sozusagen im Ölgarten geschnitzt.
00:21:32: und interessant.
00:21:33: jetzt die Kleidung.
00:21:34: Dass Jesu Lein hat, dreiundvierzig verschiedene Kleider.
00:21:40: Und es werden auch heute noch gespendet!
00:21:42: Das was es gerade anhat... Dieser blaue, blau-goldene Brokat ist aus einem Kleid der Mariateresia.
00:21:52: Das hat die Mariatresia selber genäht und spendiert plus aus dem Hermelin eines Grönungsmantels der Kaiserin.
00:22:01: So steht's in der Chronik.
00:22:02: Gewand gewechselt wird Anlass bezogen.
00:22:04: Wir gehen weiter Vorbei.
00:22:06: an der Kanzel ist gegenüber ein Denkmal für den heiligen Johann Nepomuk
00:22:12: Gegenüber sehr interessant.
00:22:13: ein Ein Nepomooks-Denkmal an der Wand.
00:22:17: Nicht direkt eine Saltenalte, sondern eine Skulpturengruppe könnte man sagen darstellen die Karlsbrücke in Prag, wo dann in das Wasser hinuntergeworfen sozusagen der Leichnam des heiligen Nepomokschwebt und geschwemmt wird usw.
00:22:37: Wer
00:22:39: erzählt uns da was auf der Kanzel?
00:22:41: Bernadin von Siena Johannes von Krabbistran, Franziskus und Antonius.
00:22:49: Also die großen franziskanischen Heiligen?
00:22:53: Da ist die Grabstätte von Pater Petros Pavlycek.
00:22:57: In einer
00:22:58: Gnische hat man seinen Leichnam sozusagen gebetet nicht in der Gruft oder später einmal erhoben weil ja ein Seligsprechungsprozess im Gang ist.
00:23:08: Stina Gottes ist euer schon anerkannt.
00:23:12: haben die Leute auch Möglichkeit anliegen zu schreiben.
00:23:15: Ein Buch wird immer noch sehr verehrt, war mir gestaunt so.
00:23:20: Also die Rolle war man das ja nicht so nahe aber...
00:23:23: Pater Petros Pavlicek rief nach dem Zweiten Weltkrieg die Friedensbewegung Rosenkranz-Synekreuzzug ins Leben.
00:23:30: unter einem Porträt des seligen Liberat Weiß liegt etwas was wie eine barocke Glitzerpuppe aussieht.
00:23:37: es ist eine Katakombenheilige namens Hilaria.
00:23:40: Ist es so, ich habe das schon woanders irgendwie gehört?
00:23:43: Dass was man da sieht eigentlich eine Art
00:23:47: Figur ist
00:23:48: und selbst von ihr übrig ist möglicherweise irgendwo noch ein kleines Stück Knochen.
00:23:55: Richtig!
00:23:55: Man hat natürlich oft nur einen Teil gehabt.
00:23:59: Und dann hat man dann ergänzt irgendwie und überzogen und alles Mögliche.
00:24:04: Da war ja auch eigentlich kloschter Kunst.
00:24:06: Ja, von Schwestern vor allem haben wir das gemacht.
00:24:09: Na man sieht's gar keinen... Die
00:24:12: Haxen sieht man aber knochen, wenn man genau hingeht.
00:24:15: Der Rest ist aber sehr bunt, also buntglänzend glitzer.
00:24:19: Das ist schon ein bisschen die Glorie der Märterer und so.
00:24:24: Der Ruhm der Märtere sozusagen.
00:24:27: Nun gehen wir zum Altar des guten Hirten.
00:24:31: Da haben wir noch jemanden?
00:24:33: Ja da ist der heilige Fehl, einer der vielen Felixe.
00:24:36: Den Falt aber der Kopf, den haben sie einmal gestohlen.
00:24:40: Ich weiß jetzt zwar nicht, in welcher Zeit ... Anna hat damals gesagt die Russen damals bei der ... ich weiß es nicht.
00:24:45: Da hat man dann ganz einfach ein schön besticktes Tuch irgendwie so trapariert, damit's nicht auffällt.
00:24:53: Okay das ist also auch ein Katakunden helliger?
00:24:55: Richtig
00:24:56: auch!
00:24:57: Der Altar
00:24:57: war doch interessant nämlich zum guten Hirten eigentlich Herz Jesu, die Vorform des Herz Jesus Gedankens Der Basta Bonus, der gute Hirte ist ein Herz aufmacht und wie es im Evangelium heißt die Schafe gehen ein und aus.
00:25:17: Da sieht man wie sie sich anstellen, die Schafeln und bei Jesus sind das Herz-Hüpfen.
00:25:21: eine interessante Darstellung also die Vorform eines Herzesu
00:25:25: Altaris.
00:25:26: Man sieht die Figur ist etwas älter als der Altar weil die Proportion irgendwie nicht ganz passt.
00:25:33: Die Statue ist relativ klaren für die große Fläche und das darüber hängende noch einmal Immaculator-Bild von Rottmeier, den Bekannten.
00:25:42: Habe man jetzt halt da irgendwie hinauf geklanscht hat damit es etwas ausgefüllter ist?
00:25:49: Ja!
00:25:50: Mit einem tollen Vorhang.
00:25:52: Das diese Traparie dieses völlig verstaubten mittlerweile, wie man sieht vorhangs ist gewaltig was man sich angetan hat.
00:26:01: Der ist auch aus Holz.
00:26:02: Oder ist das...
00:26:03: Ja, da ist Stuckalusta.
00:26:04: Stuck?
00:26:05: Ja.
00:26:05: Stuckerlusta heißt das gewaltige Aufwand eigentlich.
00:26:11: aber das waren natürlich die großen Förderer diese Adelsfamilien.
00:26:17: Das hier war Colorado Mansfeld in dieser Ausführung wie es jetzt hier steht und unten ein Maria Hilfbild des Feldmarsch.
00:26:29: als Daum Hat der geheißen, er war auch bekannt im siebzehnten Jahrhundert.
00:26:33: Der hat dieses Madonna-Bild gestiftet für gute Wiederkehr und Heimkehr aus den Schlachten.
00:26:40: Darunter jetzt natürlich was Polnisches das Faustina-BILD.
00:26:44: Ja es ist ein bisschen... ich habe jetzt keine Freude im Sinne der Ausstattung aber es wird halt sehr verehrt.
00:26:53: Jetzt kann ich's nicht verrahmen.
00:26:55: Ich hab schon manches verräumt muss ich sagen.
00:26:57: So halblustige Kitschige Sachen habe ich dann aus der Kirche oder langsam wieder entfernt.
00:27:03: Aber eben bei der Gelingenheit, wo tut man denn hier?
00:27:06: Kerzen an Zünden auch Stichverteiliger?
00:27:08: Antonius das ist ja in Wien an sich sehr wichtig!
00:27:11: Ja wir sind eine der Wenigkirchen, wo man keine den anzünden kann.
00:27:16: auf der einen Seite natürlich wegen der ganzen Verrusung und diese neumordischen Plastiken und die halblustigen italienischen da, dass es morgen als Prinzip nicht Das Kerzelanzünden ist schön als Zeichen, aber wenn es so der Ersatz wird mit einem Indikierherk-Kerzelanzehnten ist schön.
00:27:34: Aber wenn das jetzt das Wichtigste wird, will ich das nicht fördern.
00:27:37: Es geht doch um die Liturgie und ein bisschen mehr, sagen wir mal so.
00:27:41: Du verzichte lieber auf's Geld!
00:27:43: Okay also man sieht sie verlangen ja auch keinen Eintritt in die Kirche?
00:27:47: Nein, nein.
00:27:48: Und
00:27:49: es ist... Die Kirche ist komplett offen.
00:27:51: Also es gibt doch keinen Gitter.
00:27:55: Ist diese Nähe einfach wichtig?
00:27:58: Das würde ein Gitter einfach Trennung ausdrücken.
00:28:02: Von wann bis wann ist die Kirche eigentlich geöffnet?
00:28:05: Von sechs bis achtzehn Uhr im Sommer manchmal neunzehn, ja...
00:28:11: Und da kommen auch schon Leute um sechs in der Früh?
00:28:13: Ja, die gehen dann um halb sieben zu Konvent-Messe.
00:28:16: aber es ist ganz interessant das setzen sich, ich habe alles schon gesehen, dass setzen sich manchmal Mitglieder der MR-Auchteviertzgemeiner oder auch Obdachlose, die sich ein bisschen aufwärmen kommen und später dann bei uns in die Suppenküche kommen.
00:28:33: Nami haben Bums, Leute, die da noch zur Arbeit gehen sind oft dahinten so stille, die man immer wieder mal die gleichen sieht – doch!
00:28:42: Also die Möglichkeit soll man schon geben und wir sind ja auf.
00:28:45: Dann können wir sie ja aufsperren.
00:28:47: Führungen bietet das Kloster aber keine an, so bleibt die Stille gewahrt womit das Ende meines Spaziergangs mit Pater Oliver Ruggenthaler erreicht ist.
00:28:57: Schauen Sie rein in die Franziskana-Kirche am entzückenden Franziskanerplatz!
00:29:02: Danke fürs Mitgehen, Ihre Bernadette Spitzer.
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