per- 260401#Osterinterview Grünwidl_Religion

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00:00:00: Zu den Perspektiven auf Radio Klassik.

00:00:02: Stefan Storn begrüßt sich Stefan Hauser.

00:00:05: Wir haben heute in der Sendung das Ostergespräch mit Herrn Erzbischof Josef Grünwidl und ich auf das herzlichste Begrüße.

00:00:14: die Fragen mit mir stellen Stefan Grundhaler von der Zeitung der Ärztiöse Wien, der Sonntag- und Georg Pulling von der katholischen Presseagentur.

00:00:24: Erzbeschiff ist knapp mehr als zwei Monate aus nach ihrer Weile.

00:00:28: wie geht es Ihnen?

00:00:30: Danke, mir geht es gut.

00:00:32: Es ist eine sehr schöne bunte spannende und herausfordernde Aufgabe.

00:00:38: aber ich fühle mich in dem neuen Amt schon langsam so dass ich hier ankomme auch in den Herausforderungen und in den Themen die mich hier beschäftigen.

00:00:49: und ich fühl mich auch sehr gut begleitet und gestützt von einem guten Team.

00:00:55: Sie haben in diesen Monaten, Wochen wohl einen Marathon an Antrittsbesuchen hinter sich von der Politik reichend bis zu Nichtregierungsorganisationen.

00:01:06: Es gab die erste Bischofskonferenz Die Ernehnung von neuen Positionen wie den Generalvika mit Andreas Kaiser, der ab Herbst im Amt sein wird.

00:01:16: es gibt auch schon eine Ernährung für das Rektorat des Hospices in Jerusalem.

00:01:21: Wie ordnen sie denn ihre Verpflichtungen und Priorisieren Sie jetzt diese Eien, wo Sie in der Entscheidungsverantwortung des Ärztes Winn stehen?

00:01:32: Es ist so, dass ich kann man auch gut nachvollziehen und es verständlich einen ziemlichen Stau an Aufgaben- und Verwaltungsaufgaben übernommen habe.

00:01:41: Kardinal Schömborn hat ja ... eigentlich mit fünfundsiebzig schon gerechnet, dass er emmeritieren kann und darf.

00:01:49: Und es ist dann bis zum achtzigsten Geburtstag verlängert worden.

00:01:52: Ich glaube man kann gut nachvollziehen das der Herr Kardinal in den letzten Jahren auch manche Entscheidungen da nicht mehr getroffen hat um seinen Nachfolger nichts zu priorizieren.

00:02:02: also es gibt einiges was jetzt ansteht.

00:02:05: Das ist jetzt auch vordringlich für mich.

00:02:07: Das geht noch weiter um die Fragen, das Struktureform mit Fahrgründungen und Fahrgrenzänderungen.

00:02:15: Das ist unser Leitbild, dass auf dem Weg ist – das sind Inkardinierungen von Priestern, die jetzt eigentlich jahrelang angestanden sind und gewartet haben.

00:02:24: Also es gibt einiges an Verwaltungsdingen und was jetzt dringend zu erledigen Und sonst, glaube ich sind wir ganz gut auf dem Weg.

00:02:34: Ich versuche meine Zeit so einzuteilen dass ein Halbtag in der Woche auch immer da ist unter der Woche abgesehen von den Sonntagen wo ich hinaus fahre und einfach zum Beispiel in einem Pflegeheim bin in einer Karitas Einrichtung oder in einer Schule oder in der KPH irgendwo auftauche und auch wirklich Zeit habe um nicht nur hier im Büro am Stephansplatz zu sitzen mit Gesprächen, mit Terminen, mit Priestersprechtagen und Sitzungen.

00:03:05: Sondern auch hinauszugehen.

00:03:07: Und ganz wichtig sind wir natürlich die Sonntage... Also jeden Sonntag auch in einer Pfarrgemeinde einen Besuch machen, mit den Menschen Gottesdienst feiern.

00:03:16: Bei den Agapen.

00:03:17: bei den anschließenden Begegnungsmöglichkeiten gibt es immer wieder auch viele gute Gespräche und erfreuliche Begehnungen.

00:03:25: Das heißt Sie haben auch Zeit für Seelsorge?

00:03:28: Ja wobei ich sage muss ich sehe meine Telefonate, ich sehe sogar die Post oft.

00:03:34: Wenn ich Anfragen beantworte auch das sind oft seelsorgliche Dinge, die zu mir kommen und auch die Gespräche.

00:03:43: gerade auch wenn es Priester-Sprechtage ist, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu mir kommt, sehe ich mich als Seelsorger nicht nur als Schäfer und Vorgesetzter.

00:03:54: aber ich habe den Eindruck Seelsorge und seelsorgeliche Tätigkeiten kommen nicht zu kurz, also es ist immer wieder Platz auch um Gottesdienste zu feiern mit Menschen.

00:04:06: Ich habe in den letzten Wochen auch einige Begräbnisse gehalten und Seelenmessen gefeiert.

00:04:14: Also das hat Platz und das ist gut so!

00:04:18: Für Ostern gehen viele Gläubige zur Beichte – ist das für einen Erzbischof von Wien ein wesentlicher Faktor in seinem Leben?

00:04:26: Das habe ich heuer leider noch nicht geschafft, weil auch in der K-Woche es noch so voll ist.

00:04:32: Aber ich glaube, der Herr Kardinal hat das immer gemacht, dass er dann den K-Tagen auch im Steffans Dom, im Beicht und Aussprache Zimmer gesessen ist.

00:04:40: Das habe Ich mir für ein nächstes Jahr fest vorgenommen, dass ich das einplane.

00:04:44: Jetzt ist leider auch in einer K-Woche der Kalender ziemlich, ziemlich voll.

00:04:50: Jetzt bist du auf Josef Grünwidl?

00:04:52: Sie werden in absehbarer Zeit von Papst Leo XIV das Pallium bekommen.

00:04:58: Eine hohe Ehre oder noch mehr Zeichen der Verantwortung für sie?

00:05:02: Das Palluum wird Papst Leo an alle neu ernannten Erzbischöfe verleihen am neunzwanzigsten Juni, am Festtag von Peter und Paul.

00:05:12: Dieses Wollband aus Schafswolle weißes Wolland mit schwarzen Kreuzen erinnert natürlich mit der Schafswolle an die Aufgabe des Hirten Und ist noch einmal eine Erinnerung, dass der Bischof eben unter Erzbischof in besonderer Weise vielleicht auch die Hirtenaufgabe übernommen hat und ein guter Hirte sein soll und sich an Jesus Christus orientiert.

00:05:36: Ich sehe es nicht als Auszeichnung sondern nochmal als Erinnerungen und Bestärkung für meinen Dienst als Bischoff in der Ärzte Jöse Wien.

00:05:45: Hirtenamt hat mit Verantwortung zu tun.

00:05:48: wie geht es Ihnen mit dieser Erzmischof?

00:05:50: Verantwortung ist groß, das stimmt sicher.

00:05:54: Aber ich habe schon als Pfarrer, als Dächter, als Bischofsvokal in den letzten dreißig Jahren immer Verantwortung übernehmen müssen und auch übernommen natürlich im überschaubareren Bereich.

00:06:07: Das stimmt sicher!

00:06:08: Ich übernehme gerne Verantwortung aber nicht – ich sehe mich nicht als Einzelkämpfer und als einer der im Elfenbeinahen einen Turm einsame Entscheidungen trifft sondern Ich glaube auch, dass wir in den Beratungskrämien hier in der Erzdiözese Wien schon ganz gut synodal aufgestellt sind.

00:06:26: Nach wirklich guten Beratungen mit vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern treffe ich dann gerne auch die Entscheidungen – das weiß ich, dass ich dann auch Entscheidungen zu treffen habe um die Verantwortung zu übernehmen habe.

00:06:39: aber wie gesagt das steht auf einer guten Basis.

00:06:42: so ist mein Eindruck und damit übernehme ich auch gerne Verantwortung.

00:06:47: Jetzt gibt es natürlich auch Menschen, die nicht in der Kirche mit dabei sein wollen.

00:06:53: Da gibt's Kritik.

00:06:54: Es ist zu viel Institutionen.

00:06:57: Die Kirche habe zu viel Geld und zu viel Macht.

00:07:00: Das scheint nicht sehr attraktiv

00:07:02: für

00:07:04: wenige oder viele.

00:07:06: Was sagen sie diesen Menschen?

00:07:07: Ich verstehe, dass sehr oft der Eindruck entsteht.

00:07:12: Es gibt zu viel Kirche und zu wenig Evangelium oder zu wenig Jesus.

00:07:17: Und natürlich ist die Kirche eine ... Theologisch gesagt eine Reismixter, eine gemischte Angelegenheit.

00:07:24: Das ist seine göttliche Stiftung und es ist zugleich auch eine Institution, die es braucht.

00:07:30: Ich erinnere da gern daran.

00:07:33: Unser Grundauftrag ist es, das Evangelium zu verkünden und Menschen auch in ihrer Beziehung zu Gott, in ihrer Freundschaft mit Jesus Christus zu stärken und zu begleiten.

00:07:45: Das ist das Attraktive an der Kirche.

00:07:48: Aber um das machen zu können, um das umsetzen zu können braucht es eben auch ein Gerüst.

00:07:55: Es braucht Gebäude, es braucht Personal, es brauchen so viele Dinge die in diesem Bereich notwendig sind.

00:08:02: Das alles kostet auch Geld!

00:08:05: Wir haben in der Diözese ungefähr tausend zweihundert Priester, die bei uns mitarbeiten.

00:08:12: Ich glaube, wenn ich richtig informiert bin – ungefähr ein Tausend, siebenhundert weitere hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pfahren und in den verschiedenen Einrichtungen.

00:08:23: Das kostet Geld und dazu braucht man Geld!

00:08:26: Und auch eine Institution, wo es um Ausbildungsvorgänge geht, um Berufsbegleitung alles was es auch in anderen Bereichen der Arbeitswelt gibt haben wir bei uns in der Ärztür zu Sevin.

00:08:39: Danke an dieser Stelle allen, die mit dem Kirchenbeitrag unsere Arbeit und das kirchliche Leben unterstützen.

00:08:45: Und auch zeigen dass sie das wertschätzen was wir tun – auch wenn viele von unseren Kirchenbeitragszahlen keinen direkten oder regelmäßigen Kontakt mit Kirche- oder Pfarrer haben sehe ich, dass er seinen ganz wichtigen und wertvollen Beitrag den diese Menschen leisten für unsere Arbeit.

00:09:05: Bitte um Verständnis, dass es in der Institution Kirche als Apparat-, als Institution natürlich da und dort auch immer wieder Anlass gibt zu Kritik oder das manche Menschen auch enttäuscht sind von einzelnen Vertreterinnen oder Vertretern der Kirche.

00:09:24: Aber das Attraktive an die Kirche oder wozu wir da sind ist es die Botschaft des Evangeliums, unter die Menschen zu bringen.

00:09:33: Und das versuchen wir so gut wie

00:09:35: können.".

00:09:37: Sie hören heute auf Radio Klassik Steffans domine Interview mit Wins Erzbischof Josef Grünwidl und die nächste Fragenrunde gestaltet Georg Pulling von der katholischen Presseagenturnin.

00:09:48: Herr Erzbschoff, Sie haben vor Kurzem bei der Vollversalmung der österreichischen Bischofskonferenz, die war in St.

00:09:55: Johannen-Herberstein beim öffentlichen Fest Gottesdienst die Predigt gehalten und da haben sie einen sehr markanten Satz geprägt, der so oft zitiert wurde.

00:10:05: Dass Sie davon überzeugt sind dass das Kirchenrecht nicht verhindern kann was der heilige Geist will.

00:10:11: Sie haben das damals wenn ich mich rechterinnere im Zusammenhang mit innerkirchlichen Reformthemen Frauen, Priestatum, Zölibat und ähnlichen mehr gesagt.

00:10:21: Was meinen Sie denn damit konkret?

00:10:24: Beziehungsweise ich möchte die Frage auch noch auf die Ärzte zu Servin ausdehnen Wo glauben Sie denn, könnte es in der Ärztel zu Sivin im Verantwortungsbereich so Landeplätze für den heiligen Geist geben, wo dann das Kirchenrecht ein bisschen Abstand nehmen muss?

00:10:40: Ich habe bei dieser Predigt vielleicht nicht ganz genau ausgedrückt was ich meine.

00:10:45: Ich habe mich da bezogen auch auf einen Text, den wir schon in der Apostelgeschichte finden wo der hohe Rat Diabostl verurteilen will und der Pharisäer Gamaliel gibt den Rat, wenn das was Diabosltun von Gott kommt und vom Heiligen Geist dann können wir es nicht verhindern.

00:11:05: Und so will ich das auch verstanden haben.

00:11:08: also gerade auch im Blick, ich glaube es war bei dieser Ansprache vor allem die Frauenfrage in Fokus Wenn diese Frage vom Heiligem Geist kommt und wenn das ein Zeichen der Zeit ist wird sich das auch durchsetzen und wird es in der Kirche geschehen.

00:11:25: Das Kirchenrecht richtet sich ja immer nach der Lehre der Kirchen.

00:11:30: Ich glaube schon, also wo sehe ich zum Beispiel Handlungsbedarf?

00:11:34: Wenn wir Ergebnisse der Welt zu Node ernst nehmen dann müssen sich auch manche Bestimmungen Traditionen und auch kirchenrechtliche Regelungen ändern.

00:11:46: Dann müssen zB auch Beratungsgremien anders zusammengesetzt werden, als das bis jetzt der Fall war.

00:11:54: Also glaube ich schon dass es Bereiche gibt wo jetzt Handlungsbedarf ist wenn man die Ergebnisse des Synode auch ergen und auf den Boden bringen will.

00:12:04: Was wäre das konkret für die Ärzte?

00:12:06: So haben Sie eins bei Beispiel damit man sich das was vorstellen kann.

00:12:09: Das

00:12:09: wäre zum Beispiel die Frage wie kann es gelingen Beratungsgremien auch des Bischofs, eines Bischoffs so zusammengesetzt sind dass dort nicht nur geweihte Männer sitzen sondern auch getaufte teilnehmen können.

00:12:26: Das also wie man sagt die Lein stärker vertreten sind und auch wieder nicht nur Männer, sondern auch Frauen.

00:12:34: Das wäre dann der Bischofsrat zum Beispiel?

00:12:36: Das wäre zum Beispiel der Bishofsrad das wären auch andere Beratungsgremien in der Diözese.

00:12:42: Das ist auch die Frage was ja bei der Synode angeregt wurde dass Frauen auch mehr in die Ausbildung der Priester Seminare mit eingebunden werden, dass das also nicht eine reine Männersache ist, sondern dass Frauen schon bei der Ausbildung von Priestern Mitarbeitern stärker mit einbezogen werden.

00:13:02: Das alles sind Dinge, die bei der Synode diskutiert wurden, die ich für wichtig halte.

00:13:09: aber noch gibt es eben im Kirchenrecht Bestimmungen, die das nicht so ermöglichen.

00:13:16: also da müsste eben dann auch das nachziehen dass die Verordnungen und das Leben der Kirche das auch vom Kirchenrecht her ermöglicht.

00:13:27: Es war ihnen, ich habe das ein bisschen mitverfolgen können auch schon in ihren ersten Wochen nach dem Amtsantritt ein großes Anliegen Vertreterinnen und Vertretern anderer Kirchen in Österreich zu treffen kennenzulernen zum Beispiel die evangelische Bischöfen Cornelia Richter.

00:13:43: Da werden wir jetzt auch gemeinsam mit den Evangelischen wieder ein großes Thema haben.

00:13:47: Mit dem K-Freitag, demnächst.

00:13:49: die evangelische Kirche kämpft sehr massiv darum diesen Tag als Feiertag zurückzubekommen.

00:13:56: Hätte es natürlich am liebsten nicht nur für sich selbst sondern für alle in Österreich – das ist politisch eine Mammutaufgabe.

00:14:03: bisher mit wenig Erfolg!

00:14:05: Wie sehen Sie denn diese Frage?

00:14:07: Kann die Evangelische Kirchen darauf die Unterstützung des Wiener Erzbischofs setzen?

00:14:13: Ich verstehe, dass die Karfreitagsregelung seit dem Jahr Zwei-Tausendneunzen ein persönlicher Feiertag wird.

00:14:22: Dass ich mir wenig am Karfreittag frei haben will einen Urlaubstag nehmen muss... dass das eine Wunde ist für die Evangelischen, für die Methodistischen und der anglikanischen Christinnen und Christen.

00:14:34: Der Kaffreiter hat eben in diesen Kirchen noch einmal eine ganz andere und identitätsstiftende Bedeutung als es für uns in der katholischen Kirche ist.

00:14:43: Ich möchte aber daran erinnern, dass Bischof Kalubka im Vorjahr glaube ich zwar traurig, aber auch realistisch gesagt hat, in Zeiten von Sparpaketen- und Budgetdefiziten ist es unrealistisch daran zu denken, dass ein zusätzlicher Feiertag in Österreich für alle eingeführt wird.

00:15:07: Ich darf dran erinnern das vor einigen Jahren als diese Diskussion begonnen hat von der katholischen Kirche signalisiert wurde wir werden bereit einen katholischen Feiertag herzugeben, der eigentlich gar kein katholischer Feiertagen in der Weltkirche ist.

00:15:22: Ostermontag oder Pfingstmontag?

00:15:24: Der Pfingestmontag ist nicht einmal im Vatikan-Staat ein Feiertage.

00:15:29: Da wurde aber nicht weiter gedacht und diese Idee wurde auch vom Handel und von der Wirtschaft glaube ich nicht aufgegriffen.

00:15:38: also Ich verstehe das Anliegen der evangelischen Christinnen und Christen und hoffe, dass es da zu einer Lösung kommt die auch für diese betroffenen Kirchen gut sein wird.

00:15:51: Wäre ich für Sie persönlich eine Möglichkeit den Ostermontag oder den Pfingstmontag einzutauschen?

00:15:58: Sie als katholische Erzbischof können sich am Karfreitag ja auch keinen Urlaubstag nehmen!

00:16:03: Ich kann mir das, so wie damals auch mehrere Bischöfe gesagt haben, vorstellen.

00:16:09: Dass zum Beispiel der Pfingstmontag eingetauscht wird aber das hängt ja nicht nur von der Kirche ab.

00:16:14: Das müsste dann auch eine gesetzlich staatliche Regelung werden und soweit ich informiert bin gibt es da Widerstände einen Feiertag einzutauschen.

00:16:26: Ein anderes Thema eines einer ersten Personalentscheidungen war auch die Besetzung des Hospices in Jerusalem mit einem neuen Rektor, Franz Gesauber Brandmeier.

00:16:38: Warum haben sie sich für Franz Gesauer Brandmeyer entschieden?

00:16:42: Was erhoffen Sie sich?

00:16:43: Was erwarten Sie sich von ihm?

00:16:45: Welche Bedeutung hat überhaupt dieses Hospiz in Jerusalem gerade in einer Stadt, in einer Region, die derzeit leider nur sehr negative Schlagzeilen macht?

00:16:55: Ja wie Sie sagen seit Oktober ist eine ganz schwierige Situation im Nahen Osten.

00:17:03: Und natürlich ist auch das österreichische Hospiz in Jerusalem massiv davon betroffen,

00:17:09: d.h.,

00:17:09: es gibt keine Pilgergruppen oder fast keine Pilgagruppen.

00:17:13: Es fehlen dem Haus die Einnahmen, es musste das Personal schon drastisch reduziert werden und es fehlt uns auch ein Rektor, ein Leiter dieses Hauses.

00:17:23: Das Hospiz Glaube ich sagen zu können, eine sehr große und wichtige Aufgabe und Bedeutung in dieser Region.

00:17:31: Es ist ein kultureller, ein ökumenischer und ein interreligiöser Treffpunkt.

00:17:37: Und Franzgesaber Brandmeier wird neuer Rektor... Ich habe ihn vorgeschlagen und das wurde auch von der Bischofskonferenz jetzt im Frühjahr bestätigt weil er ein sehr gut vernetzter Kirchenmann Und auch, ich würde ihn so bezeichnen ein guter Manager.

00:17:54: Bekanntlich hat Brandmeier die ANIMA in Rom saniert und auf sehr gute finanzielle Beine gestellt und im Hospiz in Jerusalem steht seit Jahren eine Generalsanierung an des Altbaus.

00:18:10: Das ist natürlich unter den jetzigen Umständen besonders schwierig.

00:18:14: Franz Xaver Brandmeyer sieht sich als Interinsrektor also nicht zehn oder zwanzig Jahre, sondern für eine überschaubare Zeit.

00:18:24: Und ich bin zuversichtlich dass es ihm gelingt jetzt einmal die Sanierung dieses Hauses zu planen und vielleicht auch einen Finanzierungsplan ein Finanzierungskonzept zu erstellen.

00:18:36: das ist seine vordringliche Aufgabe aber er ist natürlich als Rektor auch so etwas wie ein Hausvater für die Gemeinde, für diegemeinschaft, die im Hospiz wohnt.

00:18:48: Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch für Pilgergruppen, die hoffentlich bald wiederkommen

00:18:54: können.".

00:18:54: Sie haben kurz die Anime angesprochen – ich weiß nicht ob alle höherinnen und höherer das wissen werden?

00:18:58: Das ist das große Haus der deutschsprachigen Seelsorge der Gemeinde in Rom einer großen schönen Kirche dabei

00:19:05: wo

00:19:06: Brandmeier viele Jahre gewirkt hat.

00:19:08: Jetzt soll er Ähnliches in Jerusalem machen Denn der Ostkonflikt wird vermutlich nicht lösen können, zumindest nicht alleine.

00:19:16: Wie sensident den Konflikt?

00:19:17: Haben Sie irgendein Lösungsmodell?

00:19:21: wie kann man aus dieser endlosen Spirale der Gewalt rauskommen?

00:19:27: Ich bin da ziemlich ratlos, muss ich gestehen und es ist wirklich erschreckend und bedrückend dass gerade diese Region der Welt dass das Heilige Land, wie wir sagen nicht zur Ruhe kommt und dass dort ständig Krieg, Gewalt und Hass herrschen.

00:19:51: Ich kann nur hoffen und beten.

00:19:56: Und darauf vertraue ich auch, dass Gott die Möglichkeit hat den Mächtigen und den Zerstritternen und den Menschen, die einander mit Hass begegnen ihr Herz zu verändern und ihnen Gedanken des Friedens einzugeben.

00:20:12: Danke, Gerhard Bulling von der Gartbeiß.

00:20:13: Sehr geehrter Interview mit Wien's Erzbischof Josef Grünwidl.

00:20:18: Anlass sind natürlich die österreichischen Tage vor denen wir stehen Und da gebe ich nun das Wort weiter an Stefan Grundhaler von der Zeitung der Ärztils.

00:20:29: diese Wien der Sonntag.

00:20:31: Wir Christen hoffen auf die Auferstehung andere hoffen auch eine Wiedergeburt.

00:20:36: Was unterscheidet die gristliche Hoffnung auf Auferstehung von der Wiedergeburtleere?

00:20:42: Das sind für mich zwei Erklärungsmuster für ein Leben nach dem Tod, die nicht kompatibel sind.

00:20:48: Die Lehre von der Widergeburt besonders ausgeprägt im Hinduismus und im Buddhismus auch hängt ja zusammen mit dem Karma.

00:20:57: Karma heißt übersetzt Tat.

00:20:59: Das heißt, meine Taten jetzt im Leben entscheiden wie ich wiedergeboren werde.

00:21:04: Habe ich gute Taten?

00:21:06: Werte ich in einer guten Weise wieder geboren habe ich schlechtes Gedannt dann werde ich zum Beispiel auch als Tier oder in einem schlechteren Zustand wiedergeboren was wir hier im Westen oft übersehen.

00:21:21: Da wird oft die Lehre von der Wiedergeburt als eine sehr positive Form des Weiterlebens nach dem Tod interpretiert.

00:21:30: Eigentlich ist dieses Rad der Wiedergeburt im Buddhismus und Hinduismus etwas, das man möglichst schnell erledigen möchte – eigentlich eine Last und eine Strafe, dass man immer wieder geboren werden muss so oft bis man dann endlich durch seine eigenen Taten sich sozusagen erlöst hat und nicht mehr geboren werden muss.

00:21:52: Die christliche Botschaft von der Auferstehung hat ein ganz anderes Konzept, unser Leben hier auf der Erde ist einmalig und einzigartig und ich muss mich als Christ nicht selbst erlösen sondern das hat Jesus Christus getan Davon bin ich überzeugt, verlangt von uns auch nicht dass wir perfekt und vollkommen sind um ins ewige Leben eingehen zu dürfen sondern er vollendet mich.

00:22:20: Er sieht wenn ich sterbe meine Stärken, meine guten Taten in meiner Erfolge und er wird ergänzen was fehlt.

00:22:28: und nach dem Tod dürfen wir darauf hoffen, sind wir auf ewig bei Gott in der Freude des Himmels geborgen.

00:22:37: Also nicht diese Last.

00:22:39: du musst so lange und so oft leben bis du es endlich geschafft hast dich zu erlösen bist du so gut und perfekt und vollkommen bist dass das nicht mehr sein muss sondern das Leben hier auf der Erde versuche ich so gut Ich kann zu gestalten Und nachdem Evangelium auszurichten im Tod Gott mir beim Herzen begegnet, mich vollendet und mir Anteil an der Auferstehung Jesu schenkt.

00:23:09: Welche Bedeutung hat die Feier von Ostern für Sie?

00:23:13: Wie feiern sie?

00:23:16: Das Hauptfest der Christenheit und hat auch für mich eine ganz besondere Bedeutung.

00:23:21: Ich darf heuer zum zweiten Mal die ganze Osterliturgie, also die Karwoche von beim Sonntag bis zur Auferstehung Osternacht- und Ostersonterg im Steffansdom feiern.

00:23:32: wunderschöne, große Feiern und Liturgien.

00:23:36: Und es ist einfach eine Freude im vollen Steffansdom mit so vielen Menschen die österlich gestimmt sind das Hauptfest feiern zu dürfen.

00:23:45: Das ist also mein Dienst als Erzbischof aber natürlich feiere ich Ostern schon auch noch privat.

00:23:51: am Ostermontag ist dann auch Zeit für meine Familie.

00:23:54: werden wir uns auch am Nachmittag treffen und Ostern auch gemeinsam und im privaten Familienbereich feiern?

00:24:02: Wie kann die Ostervreude ein Stück weit anhalten, wenigstens zum Beispiel bis Pfingsten?

00:24:08: Die Kirche hat ja eine tolle Erfindung damit Ostern lebendig bleibt und die Osterhoffnung anhält.

00:24:15: Das ist der Sonntag!

00:24:17: Jeder Sonntage ist für uns ja nicht das Wochenende sondern der erste Tag der Woche ist ja ein kleines Osterfest und ich kann nur alle Menschen herzlich einladen Dieses Werkzeug, sage ich einmal dieses Osterwerkzeug Sonntag auch zu nutzen.

00:24:35: Weil es gut tut und wirklich hilft wenn man am Sonntags zusammenkommt um den Tod und die Auferstehung Jesu zu feiern das auch Osterhoffnung und Osterfreude in uns lebendig bleiben bis Pfingsten und weit darüber hinaus.

00:24:50: Ich wünsche mir für mich überhaupt dass Ostern so eine Grundstimmung ist, dass meine Grundstimmung nicht Karfreitag und Kasamstag ist sondern Österreich leben.

00:25:01: Dazu sind wir berufen aufgrund unserer Taufe und das wünsche ich mir, dass sich das auch zeigt in meinem Leben.

00:25:09: Werden Sie auch einen M-Ausgang machen?

00:25:12: Ich werde heuer keinen E-Mausgang machen.

00:25:15: Ich bin am Ostermontag zur Aushilfe in einer Pfarrer eingeteilt, aber dort gibt es keinen Emausgang.

00:25:21: Aber als Pfarrers zum Beispiel im Berchtulsdorf hatte der E-Mausgang eine gute Tradition und war immer ein sehr schöner Ausgang auch nach der Karwoche mit dem E- Mausgang wieder dann in den Alltag hineinzustarten.

00:25:37: Vielen Dank Herr Erzbischof!

00:25:39: dass Sie uns Zeit geschenkt haben für das Interview vor Ostern.

00:25:44: Sie haben auf Radio Klassik Steffensturm, das Osterinterview mit Erzbischof Josef Grünwill gehört gemeinsam mit mir.

00:25:50: die Fragen stellten Georg Pulling von der CUT-Press und Stefan Grundhaler vom Sonntag der Zeitung der Erzdiözys Wien.

00:25:58: und noch einen schönen Abend mit dem Programm auf Radio Klassik Steffensdom wünscht Ihnen Stefan Hauser.

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