leb- 260619#Harald R Preyer
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00:00:00: Harald Breier bin in Innsbruck geboren, lebe jetzt seit fast dreißig Jahren im schönen Wien.
00:00:09: Fühl mich hier sehr wohl und komme aus einer Unternehmerfamilie.
00:00:14: Großvater hat Fahrräder produziert, Vater hat daraus ein Handelshaus gemacht und ich habe einige Jahre dort neben dem Studium mitgearbeitet.
00:00:25: Wie bei viele ändern sich dann die Lebensumstände und Herausforderungen, sucht bei Harald R. Breier – das R erwähnen wir einmal, es steht für Richard!
00:00:35: Er wird es dann erklären.
00:00:37: Gehen wir einmal gut mehr als sechs Lebensjahrzehnte zurück?
00:00:41: Es ist die Zeit der olympischen Winterspiele in Innsbruck.
00:00:46: Nur zwölf Jahre nach den ersten ist wieder die Tiroler Landeshauptstadt dessen Schauplatz Von Balkon der Wohnung sieht Harald auf den Patscherkofel.
00:00:55: Es war eine sehr schöne Erinnerung, ich war damals im Akademischen Gymnasium in der dritten Klasse und die dritten Klassen sind ausgewählt worden so Luftballons aufsteigen zu lassen mit unten am Kartal dran und einer Adresse Und da durften die Leute diesen Luftballon finden was draufschreiben.
00:01:14: Ich habe mich erinnert dass so meine ersten Brieffreundschaft entstanden ist.
00:01:19: Ich habe von einem jungen Mädchen aus Hamburg ein Briefwahl bekommen, das sie den Ballon aufsteigen gesehen hat bei der Olympischen Spiele und bei der Öffnung.
00:01:28: Den offensichtlich meine Kollegen und ich da aufsteigend haben
00:01:31: lassen.".
00:01:31: Unvergessener Olympiasieg Franz Klamas, der schon fünf Jahrzehnte aussießt.
00:01:37: Harald Preyer kommt aus dem Umgang sprachlich definierten Heiligen Land Tirol.
00:01:42: Der Begriff hat historische religiöse und politische Wurzeln.
00:01:46: Er entstand im Jahr siebzehn sechserneunzig, also vor zweihundertdreißig Jahren, wo sich die Tiroler Stände in einer betrohlichen Kriegslage dem Herzen Jesu weiten um göttlichen Beistand zu erbitten.
00:01:58: Meine Großmutter war die Tochter eines Gutsbesitzers in Predazo in Italien.
00:02:04: Ich kann mich erinnern dass wir zur Mittagszeit oft mit ihrem Vater und allen Mitarbeitern am Feld waren Und ihr Vater dann den Leib Polenta mit einem zwehren Durchgeschnitten hat und dann hat mein Gebet gesprochen.
00:02:19: Und das war sehr, sehr schön für mich!
00:02:21: Aber wenn ich Inhalte heute hinterfrage... Also was hat Gott für eine Bedeutung?
00:02:28: Was heißt Erlösungen?
00:02:29: Was heisst Auferstärkung?
00:02:31: Was ist
00:02:31: Vergebung?!
00:02:32: Was heißt Zünde?
00:02:34: Dann waren es Fragen die meine Großeltern und Eltern schlicht so nicht beantworten konnten.
00:02:39: Da habe ich eher die Frage bekommen fragt den Religionslehrer oder fragt dem Pfarrer.
00:02:46: Und deshalb waren meine Eltern halt so typisch zu Ostern, zu Weihnachten vielleicht noch zu den Namensdagen war man in der Heiligen Messe.
00:02:55: Harald wächst gut behütet auf?
00:02:59: Sehr geliebt und gehütet.
00:03:01: also war ein sehr schönes Leben Everybody's Darling, würde ich einmal sagen.
00:03:08: Aber sehr schöne Ausbildung genießen dürfen.
00:03:10: die Eltern hatten relativ viel Zeit für mich.
00:03:14: Wir waren gemeinsam am Tennisplatz wir oft waren oft waren dann.
00:03:18: wir haben fast jeden Mittag zu Hause Mittag gegessen war meinem Vater heilig aus der Firma nach Haus zu kommen und mit seiner Familie zu essen Und meine Eltern waren oft am Samstagabend tanzen oder auf Bällen oder Ähnliches und da war ich dann bei meinen Großeltern.
00:03:36: Und mein Grossvater war für mich so eine ganz, ganz prägende Persönlichkeit.
00:03:42: Ein absoluter Patriarch im besten Sinne des Wortes, voll für seine Familie da, Unternehmer, Erfinder hat den Rücktritt beim Fahrrad erfunden... ...und der war damals schon so in meinem Alter heute, als ich auf die Welt kam und hatte dann einfach viel Zeit.
00:04:01: Er hat mit mir im meranen Wahlweg eine Staumauer gebaut und eine Aufrollwindel und er hat mit mich gegadelt.
00:04:13: Also einfach viel zeit war großartig.
00:04:16: Harald Breyer hat – das ist familiär bedingt – dann mit Rädern zu tun?
00:04:20: In der Nachkriegszeit gab es also keine Fahrräder.
00:04:24: Mein Großvater hat in Innsbruck in Tirol Fahrräder produziert, solange es ökonomisch sinnvoll war und in weiterer Folge dann die Generalvertretung für Buchfahrräder von Weste-Österreich übernommen.
00:04:37: Das Verhältnis zum Großvaters ist ein inniges aber mit der Technik hat es Harald nicht so.
00:04:42: Ich wollte zu meinem Großvatter und seiner Liebe zur Technik folgend In ein naturwissenschaftliches Gymnasium gehen, stand dann mit meinem Vater als zehnjähriger Bub und dort vor der Tür.
00:04:56: Und irgendwie habe ich die Eingebung bekommen – das ist die falsche Schule!
00:05:00: Und hab dann zum Vater gesagt, irgendwas sagt man?
00:05:03: Ich würde gern in die Anger-Zellgasse, so hieß es damals.
00:05:05: Das war das akademische Gymnasiam neuspachlich gehen und dort haben wir uns danach angemeldet.
00:05:12: D.h.,
00:05:12: die waren acht Jahre im akademischen Gymnasiums.
00:05:16: Englisch ab der ersten, Latein ab der dritten, Französisch ab dem fünften.
00:05:20: Italienisch als Freivorhabter sechsten.
00:05:23: und das heißt auch ganz großartige Lehrer die sich schon so damals mit uns jungen Menschen mit den wesentlichen Fragen des Lebens befasst haben.
00:05:32: In der Jugendzeit ist doch ein Würstelstand in Innsbruck ein prägender Schauplatz.
00:05:37: Der Ecker – das ist eine Institution –.
00:05:40: haben sie jemals Sankt Johanna mit Ragout gegessen?
00:05:43: Das ist sowas wie eine Mischung aus Frankfurt oder in Debrazina Und dazu gibt es in der Innsbruck-Eutschstadt seit ich ein Kind bin, eine Senfragur und Schwarzboot.
00:05:52: Heute noch wenn ich in Innsburg bin oder durchfahre komme ich nicht beim Ecker vorbei.
00:05:58: Das zeigt schon also wir waren in meiner Jugendzeit einfach viel unterwegs und das hat von Beziehung gelebt.
00:06:06: Wir waren viel im Gespräch.
00:06:08: Wir haben viel diskutiert.
00:06:09: Wir waren auf den Bergen, wir sind schick fahren, haben viel Blödsinn gemacht Aber es war hauptsächlich Gemeinschaft.
00:06:16: Das
00:06:19: war schön, ich hatte einen wirklich großartigen Deutschprofessor der so eingeladen hat zu der Schule zur Mittelschulverbindung da Schule zu kommen die übrigens die älteste Österreichs ist.
00:06:33: Da hat Tonya-Achtzehnsechs und Siebzig gegründet also nicht schlagend sondern eine Mittelsschulverbindung bei der alle Mitglieder per Dusin.
00:06:42: Das heißt, sie sind auf einen Schlag unter hundertfünfzig-zwarhundert Leuten die zum Teil fünfzig Jahre älter sind als sie und sind mit allen bei du.
00:06:51: Dort war auch der Direktor unserer Schule dabei.
00:06:54: Der Landtagspräsident, der Landeshauptmann, den Bürgermeister viele Politikergeschäftsinnhaber, Professoren etc... Und das hat man ohne mich gut gefallen weil es eine intellektuelle Herausforderung einerseits war und andererseits viel Lebensoffenheit Vertrauen, Freundschaft, Gespräche über Gott und die Welt im wahrsten Sinne des Wortes.
00:07:18: Ja und da werden also die Scharschen, sprich die Führungskräfte, gewählt.
00:07:26: Ich weiß auch nicht warum aber nach eineinhalb Jahren Mitgliedschaft bin ich gefragt worden ob ich gern das Seniorat übernehmen möchte, also den Gesamtvorsitz der Verbindung und wurde dann als jüngster Senior den Teuton ja jemals hatte im Alter von knapp sechzehn oder nicht siebzehn in diese Funktion gewählt.
00:07:46: Der Großvater produziert keine Rede mehr, betreibt aber einen Großhandel für Westösterreich und möchte das Harald im Betrieb mitarbeitet.
00:07:55: Ja also mein lieber Großväter hat einfach gesagt arbeite ich in allen Stationen im Unternehmen mit sagen wir dann was du gerne tun würdest und was aus deiner Sicht notwendig ist.
00:08:05: und ich habe mit Ein Jahr lang angeschaut und hat festgestellt, die Vertreter im Außendienst sind umgeführt.
00:08:15: Und ich habe gesagt zu der Felder Verkatzleiter haben weder Ziele noch Führung daher auch wenig Wertschätzung keine Motivation und der Großvater hat dann gesagt dann mach du das!
00:08:25: Das war eine Katastrophe.
00:08:28: Stellen Sie sich vor sie haben die Aufgabe als zwanzigjähriger sieben Leute zu führen dem Durchschnitt zwischen vierzigundfünfersechzig sind.
00:08:36: Das hat also gar nicht funktioniert.
00:08:39: Versucht denen was zu sagen, was ich wahrscheinlich selbst gar nicht gebußt habe.
00:08:44: Ich hab damals noch nicht gewusst das Führung in Wirklichkeit heißt Menschen zu
00:08:47: lieben.".
00:08:48: Der Lauf der Dinge im Leben ist so dass es wie älter man wird es auch öfter Abschied nehmen heisst von den geliebten Menschen der Familie, den Großeltern und den Eltern.
00:08:59: Harald Breyers Vater verstarbt vor sechs Jahren seine Mutter vor treizehn.
00:09:04: auf das Thema Abschiednehmen werden wir noch näher kommen.
00:09:08: Für Harald geht es in seinem Lebensweg einmal in sehr private.
00:09:11: Ich habe einerseits gesehen, dass das Führen eines Fahrrad-Großhandels nicht da ist, wofür ich meine Ausbildung gemacht hab – das hat mich einfach wenig interessiert.
00:09:22: und andererseits habe ich mich verliebt in eine etwas ältere Frau die selbst ein Kind in die Ehe mitgebracht hat.
00:09:31: und das war sogar nicht im Sinne meiner Eltern Die gemeint haben, nach Innsbruck kommt uns diese Kranicht.
00:09:38: Und ich sag so gut dann verlasse ich Innsburg und sowas danach.
00:09:42: Ja das war zuerst Wien, dann war es ein Zeitalposten USA und dann waren's zehn Jahre Salzburg und dann wieder Wien.
00:09:50: Sieben Jahre hält die Ehe später gehts für ihn in die weite Welt hinaus.
00:09:55: Also ich habe in den Jahrhunderten neunzig einen Beratungsunternehmen gegründet.
00:09:59: Ich hab das große Glück gehabt dass der Dr.
00:10:03: Rainer Buchnerr in Salzburg an der Uni, ein lieber Freund von mir war und er hat damals gerade so das systemische Denken in die Beratung gebracht.
00:10:12: Man torana varela, Baum der Erkenntnis, Heinz van Förster also all das was heute als Systemisches Gedankenbild bekannt ist Und ich habe einfach an seiner Seite drei Jahre lang als Berater arbeiten dürfen und hab es so intus erlebt.
00:10:27: Also wie kann man mit systemischen Interventionen Kultur beeinflussen?
00:10:33: Führung neu denken Unternehmen wirklich besser machen.
00:10:37: Das hat man nämlich gut gefallen.
00:10:39: und Daraas ist dann mein Unternehmen entstanden, das es heute noch sehr erfolgreich gibt und dass einfach Mitarbeiter Befragungen für weltweit agierende Unternehmungen gemacht haben.
00:10:51: Und das habe ich sechzehn Jahre lang gemacht und aufgebaut.
00:10:54: Also das Unternehmen, das ich damals gegründet habe wurde immer vom Eigentümer oder Vorstand der Geschäftsführer beauftragt herauszufinden, was das Unternehmen tun kann damit die Menschen dort mit mehr Engagement arbeiten.
00:11:12: Und mehr Engagement heißt immer auch mehr Wertschätzung und heisst immer auch Führung und Kommunikation.
00:11:18: Das ist genau der Punkt fehlende Kommunikations.
00:11:22: Es ist fast immer so aber schmerzlich erlebt habe ich es in Mexiko wo ich für einen schwedischen Konzern war Und das Ergebnis einer Mitarbeiter-Befragung präsentiert habe und ich hab schon gemerkt, dass mich die Führungskräfte alle sehr merkwürdig anschauen nach der Präsentation.
00:11:42: Der Werksleiter hat mich dann zum Abendessen eingeladen... ...und hat mir folgendes gesagt, er hat gesagt ihre Analyse war perfekt!
00:11:51: Aber das Problem ist ein ganz anderes.
00:11:54: Unsere Topfführungskräfte werden von einer Dame ernannt, dass sie Personalchefin.
00:12:01: Das ist aber seit fünf Jahren die geliebte des Generaldirektors.
00:12:04: Und das war dann der Punkt, wo ich mir gedacht habe unsere Analysen können sehr valide und reliable und wunderschön sein.
00:12:10: Aber wir können manche Dinge nicht messen die aber wahrscheinlich entscheidender sind als das was wir messen.
00:12:17: Das war dann da Punkt wo ich gesagt hab Ich suche etwas sinnvolleres.
00:12:21: Eines ist der Weg zum Glauben für Harald Breier.
00:12:24: Ich werde eher sagen ich habe für mich den Glaubem entdeckt Als meine Tochter und mein Sohn Auf die Welt kamen.
00:12:34: siebenundneinzig und zweitausendeins.
00:12:37: Und als ich mit meiner damaligen Frau in Wien, in der englisch sprechenden Gemeinde Romisch-Gatholisch war, da war ein Schwarze Afrikaner Patrick Nevorgo, der großartige Bessen gemacht hat – und die Teilnehmer waren viele Leute von der Unterseite – Messe war Englisch!
00:12:57: Und dort bin ich das erste Mal neunundneunzig gebeten worden ob ich Kommunionhelfer und leckt da bin.
00:13:05: Und das habe ich dann etliche Jahre gemacht, und ich hab in dieser Gemeinschaft erleben dürfen wie schön es ist unter Menschen zu sein die ähnlich denken.
00:13:16: Ich hab einfach die Liebe Gottes das erste Mal gespürt, vertreten durch die Menschen in der Gemeinde.
00:13:22: Die Kinder entstanden in der zweiten Ehe?
00:13:24: Ich war mit meiner zweiten Eva zwanzig Jahre verheiratet.
00:13:28: In dieser Ehe sind zwei wunderbare Kinder entstanden, die wir auch begleiten durften Und meine Frau hat mich kurz vor meinem fünftigsten Geburtstag damit konfrontiert, dass es einen anderen Mann gibt und wir miteinander reden müssen.
00:13:43: Wir haben das sehr liebevoll getan über ein Jahr lang und haben wirklich gute Lösungen gefunden – sowohl für sie als auch unsere Kinder!
00:13:52: Ich bin ja gar nicht böse denn ich hätte mich damals selbst wahrscheinlich auch verlassen.
00:13:57: Also ich war alles andere als ein guter... Vater und Mensch.
00:14:01: Da war viel Alkohol im Spiel, da war sehr viel Fokus auf den Betrieb im Spiel.
00:14:07: Vernachlässigung der Familie, schlechte Kommunikation.
00:14:11: also sie hatte recht ich hätte mich auch verlassen.
00:14:13: Der Alkohl seinerzeit ist ein Wecker für ihn?
00:14:16: Ja das war ein lauter Wegruf und zugleich noch einmal einen neuen Besinnen auf.
00:14:24: dein Körper ist ein Tempel Gottes.
00:14:26: was machst du eigentlich?
00:14:30: Du ruinierst gerade das, was dir von Gott geschenkt wurde.
00:14:34: Überlegt er das einmal?
00:14:36: Und das habe ich mir dann sehr gut überlegt.
00:14:39: und dann kamen... ...zweite Jahrzehnteinzehn dazu, dass sich mit einer Wirtschaftsdelegation in Kiew war und als ich Zurückflug einschicken wollte, erinnere ich mich nur, daß ich einer Uniformierten in die Hände gefallen bin und in der Intensivstation eines Krankenhauses wieder aufgewacht bin Wo mir dann am drei in der Früh der Chef-Kirurg in schlechtem Englisch erklärt hat, you have a tumor operation now or tomorrow dead.
00:15:14: Und ich hatte nur gesehen dass er eine Peliktusmedaille trägt und ich habe irgendwie gespürt, der Mann meint es mir gut – und da hab' ich einfach gesagt Operation Now oder?
00:15:25: Und da ist dann irgendwie bei mir ein Bett gestanden oder kam in die Früh wieder, ich weiß es nicht….
00:15:29: Ich bin jedenfalls um acht Uhr aufgewacht, das ist der Narkose!
00:15:33: Und er hat mich mit den Worten begrüßt, you are not in heaven.
00:15:38: Operation was a successful good
00:15:40: morning.".
00:15:41: Ja das war für mich sowas wie ein zweiter Geburtstag.
00:15:44: Harald Breyer hat das Glück sich erneut zu verlieben und dass dies auch erwidert wird.
00:15:50: Meine dritte Frau habe ich kennengelernt als ich am Weg nach Venedig war beim Einchecken die in Wien am Airport in Schwächheit – sie musste ja auch noch nach Vendedig weil sie für meine Firma einen Budget ausgearbeitet hat!
00:16:03: Und ich war am Weg nach Venedig, weil ich mir die neu renovierte Kaderifrari anschauen wollte und eine Jugendfeindin dort treffen wollte.
00:16:11: Das war im Oktober, zwei Tausend Achtzehn.
00:16:15: Sie war damals als Übersetzerin dabei bei dieser Reise aber da kannten wir uns schon ein Jahr.
00:16:24: Und sie hat es mir wahrscheinlich auch ermöglicht dass die Kommunikation zum Krankenhauspersonal eine gute war Auch mit den österreichischen Ärzten Denn das war ja eine Notoperation, war völlig nix bekannt vorher.
00:16:37: Ich habe in Österreich drei Monate vorher noch eine Koloskopie gemacht, die war ohne Befund.
00:16:42: Die Julia hat mich dann auch begleitet auf dem Rückflug mit der Erzgliedflugamulanz von Kiew.
00:16:48: Das war am zehnten Dezember zwei Tage nach der Operation und wir haben dann am dritten April im Mautern bei Göteweig geheiratet und in der Hochzeit der Corona-Zeit.
00:17:04: Wir waren genau zu dritt, die Stanisbeantin Julia und ich.
00:17:07: Etwas mir als zwanzig Jahre beträgt der Altersunterschied beider.
00:17:11: Was heißt es?
00:17:12: Es heißt einfach Verantwortung zu übernehmen und die Dinge klar auszusprechen.
00:17:17: Ich habe die Julia geheiratet weil überhaupt nicht klar war ob ich dieses Jahr zweiundzwanzig überleben werde Weil ich aber wollte dass sie die Möglichkeit hat in Österreich zu bleiben hier Fuß zu fassen Und ich habe ja ganz klar, schon als wir uns kennengelernt haben.
00:17:32: – Gesagt liebe Julia!
00:17:34: Ich glaube, ich hab mich in dich verliebt, mittlerweile wies mir das, ich sie liebe und sieh mich, aber du bist völlig frei.
00:17:41: Wenn du jemanden kennenlernst der Jünger ist und zu dir passt mit dem du noch Kinder haben kannst und glücklich werden kannst dann bitte sauber des vorder mich bedrückst, denn wär mal gute Lösung finden.
00:17:52: Und im Lösungen finden war er aus meiner zweiten Ehe schon
00:17:55: geschult.".
00:17:56: Wir fühlen uns wirklich sehr, sehr wohl.
00:17:58: Wir lassen uns beide sehr viel Freiheit aber wir ticken in vielen Dingen sehr ähnlich.
00:18:03: Wir haben viel Spaß miteinander und ich denke was uns verbindet ist ein hohes Maß an Dankbarkeit für das was isst.
00:18:11: Dankbarigkeit für dass was ist?
00:18:13: Das geht natürlich auch im Leben für das Was war.
00:18:16: Harald Breier begleitet Menschen in wichtigen Übergängen.
00:18:20: er ist ein Brückenbauer zwischen Menschen Kulturen und Generationen und es dankbar für jeden Moment, der ihm geschenkt wird.
00:18:28: Man merkt das auch im Gespräch mit ihm strahlt immer Positives aus, auch wenn die Themen des manchen nicht so sind.
00:18:36: Diese Fähigkeit hat ihn in den Bereich der Trauerbegleitung geführt.
00:18:40: Breier ist seit drei Jahren Trauerredner – zum Ursprung dessen sagt er ...
00:18:44: Es war, wenn Sie sowohl die Spätfolge meines zweiten Geburtstags als meiner Krebsoperationen in Kiew wo ich mich mit dem Thema eigener Tod, Leid aber auch Überleben, Genesung, Trauer aus Betroffenheit einfach intensiv auseinandergesetzt habe.
00:19:06: Also im Sinne von was wäre wenn?
00:19:08: Was wäre wenn ich nicht überlebt hätte?
00:19:10: Wie ging es der Juli dann jetzt und so... Und dann bin ich einfach von einigen meiner Coachingkunden gefragt worden, ob ich mir vorstellen könnte die Trauerrede zu halten.
00:19:23: Weil die Mutter verstorben ist oder bei einem weil sein siebzehnjähriger Sohn verunlügt ist.
00:19:31: er war damals fünfzig und wir also im Coaching diesen Verlust schon sehr schön aufgearbeitet haben oder angesprochen haben.
00:19:39: Und das ist dann immer mehr geworden.
00:19:41: Dann habe ich mir gedacht Ich möchte gern wissen wie es ein professioneller Bestatter sieht Wie Bestatter mit dem Thema Trauerrede umgehen.
00:19:50: Und deswegen bin ich dann ein halbes Jahr bei Himmelblau gewesen, da die Geschäftsleitung begleiten dürfen, beraten dürfen, Business Development war die offizielle Funktion und habe dort unheimlich viel gelernt.
00:20:04: Also was ist eine Bestattung für einen Bestatter?
00:20:08: Überhaupt nichts Feierliches sondern der völlig einfacher logistischer Ablauf, bei dem es möglichst wenig Probleme geben soll!
00:20:16: Und ob der Verstorbene dabei getröstet wird oder nicht und ob der Trauerredner gut ist oder schlecht, ist für den Bestatter sehr irrelevant.
00:20:23: Unter trauerredener.win gibt es den Kontakt zu Harald Breier.
00:20:28: Also heute drei Jahre nach meiner ersten Zusammenarbeit mit Bestattern ist es so dass ich jede Woche von Privatpersonen direkt gebucht werde.
00:20:40: Warum nicht von Bestatternen?
00:20:43: Weil ich sehr schwer einordnbar bin.
00:20:48: Also bei mir findet eine Trauerfeier so statt, wie sie für die Trauerfamilie am besten passt.
00:20:54: Soll heißen ich spreche mit den Leuten mehrere Stunden im Vorhinein und manchmal kommt raus.
00:21:03: Die Ehefrau möchte selbst eine Rede halten Und die wilde Nasengah-Knaben, ein paar davon sind in Wien sollen als Musiker auftreten.
00:21:15: Und das Ganze soll ein fröhliches Fest werden, weil wir an die Auferstehung glauben.
00:21:21: Dann kommt raus, dass jemand sagt ich war ein Wagner-Fan.
00:21:25: Herr Breyer halten Sie bitte eine tolle Rede auf meinen verstorbenen Mann ansonsten spielen wir nur Wagner-Rituale gibt's keine!
00:21:32: Der Dritte in Bundel sagt meine liebe Frau ist verstorban.
00:21:37: Wir haben überhaupt nichts mit der Kirche am Hut, aber wir suchen jemanden, der sie ein segnet.
00:21:42: Es soll Weihrauch geben, es soll Weibwasser geben, er soll ein gemeinsames Gebet geben und all das ist einfach möglich und kommt bei den Leuten sehr gut an.
00:21:54: Bestatter haben damit weniger Freude weil's nicht immer gleiche Ablauf ist.
00:21:58: Das braucht also Flexibilität beim Bestatter.
00:22:00: Was braucht es um das zu machen?
00:22:03: Ich glaub durch Betroffenheit.
00:22:05: Also ich bemühe mich... Bei jedem Trauerfall.
00:22:11: Für die Trauerenden, die Liebe Gottes spürbar werden zu lassen.
00:22:16: Das ist als erstes aber ich glaube da auch doch möglich dass man in aller Demut und Bescheidenheit ein offenes Ohr hat und zuhört... ...und dann mit den Menschen das tut was ihnen guttut!
00:22:28: Und es kann von wir beten miteinander bis hin so.
00:22:32: Wir schreiben uns, wir feilen gemeinsam einer Trauerrede Wir denken an den Verstorbenen und malen ein Bild, laden die Kinder zum Gespräch in der ganzen Familie ein und tauschen aus was erinnerungswürdig und schön war.
00:22:51: Bis hin zur Frage ist die Zeit schon reif jetzt zu überlegen ob es irgendwann einmal vielleicht einen neuen Partner eine neue Partnerin geben kann.
00:23:02: also ganz unterschiedliche Wege Geprägt von der Sehnsucht, dass die Menschen spüren sie sind von Gott geliebt.
00:23:11: Harald Breyer hat und nimmt sich Zeit dafür.
00:23:14: Sein Unternehmen hat er vor mir als einem Jahrzint abgegeben.
00:23:18: Ich habe mein Unternehmen zu meinem fünftzigsten Geburtstag verkauft.
00:23:23: Das war immer schon so angekündigt, schon bei der Gründung.
00:23:26: Mach seither nur mehr die Beratung und Begleitung von Einzelpersonen.
00:23:30: Ich habe noch einige ganz, ganz wenige Firmenkundenaufträge.
00:23:35: Aber bei den Einzelpersonen geht es immer um Veränderung.
00:23:39: Also entweder ich wurde verlassen oder ich wurde gekündigt oder ich habe eine neue Gründung.
00:23:44: also irgendwas ändert sich massiv und Tod ist die größte Veränderungen für ein Partner für eine Familie Und ich mache so dass ich maximal einen Todesfall pro Woche begleite.
00:23:59: Viele für die Trauerredner begleiten drei, vier Fälle pro Tag.
00:24:04: Das ist aber auch der Unterschied zwischen dem Tauerrednen an mir... Ich sehe mich als ein Seegnerder!
00:24:12: Also meine wirkliche Tätigkeit ist, für die Menschen da zu sein gut zuzuhören und ihnen den Segen Gottes zuzusprechen damit es gemeint ihnen Hoffnung zuzusprechen aber auch Hoffnung erleben zu lassen.
00:24:28: Und manchmal ist es nur eine stille Umarmung beim ersten Gespräch.
00:24:32: Vier Stunden, halbe Stunde beginnen die Leute zu erzählen und allein diese Erzählungen geben den Leuten bereits Freude und Zuversicht.
00:24:43: was ich dann am Grab sage ist eigentlich gar nicht mehr relevant.
00:24:46: Also ich mache auch eine Trauerrede pro Woche.
00:24:50: Ich habe einige Kunden, die als Coaching-Kunden seit Jahren zu mir kommen Und bei den Bestattungen ist es so, dass ich kein Hunderar habe.
00:25:01: Es passiert manchmal, dass jemand sehr viel Geld mehr einfach da lässt und es passiert manchmal das jemand gar nichts bezahlen kann aber darum geht's überhaupt nicht.
00:25:09: Mir ist wichtig, dass die Leute sich geborgen fühlen.
00:25:12: Wer halt Breier wahrnehmen möchte hat jeden Sonntag im Innerstefans Dom dazu Gelegenheit?
00:25:18: Ja, ich hab das große Glück, dass trotz meiner Wieter, trotz meines wiederverheirateter Seins Jeden Sonntag um zwölf Uhr als Lektor und Kommunionhelfer im Stefan-Storm dienen darf.
00:25:32: Das ist eine Gnade, und überhaupt nicht gewöhnlich!
00:25:37: Und ich bin für die Menschen einfach gern da – sie brauchen mich nur anzurufen, ich nehme mir gerne Zeit, besuche es oder wir treffen uns irgendwo... Wir nehmen uns Zeit füreinander, das tut den Menschen sehr gut.
00:25:50: Jetzt ist der Tod von fremden Menschen, mit dem man erst durch die Beschäftigung mit den Angehörigen in Kontakt kommt das eine.
00:25:57: Aber wie ist dieser im persönlichen Bereich?
00:26:00: Bewegend!
00:26:01: Ist dazu der Tod vom Harald Preijers Großvater Richard.
00:26:05: Also mein Großvatter Richard und deshalb ja auch meinen zweiter Nachname Richard... Das war für mich eine sehr sehr prägende Persönlichkeit.
00:26:15: Der ist mit siebenundneinzig verstorben als ältester in seinem Wohnkätzle.
00:26:23: Und der hat mit fünfern neunzig noch seinen Apfelbaum im Garten gejätet und war geistig voll da, und er hat von Religion und Kirche und glaube gar nichts gehalten.
00:26:34: Übrigens auch von Medikamenten nicht.
00:26:37: Er ging also weder in die Kirche noch oder gebetet noch oder Medikamente genommen als aber siebenundanzig Jahre alt geworden... ...und ich war mit meiner zweiten Ehefrau jetzt in Fünfern Neunzig kurz vor der Hochzeitsreise Bei ihm im Sanatorium in Hoch-Ruhm.
00:26:54: Dort war er seit damals zwei Wochen, wir haben in Salzburg gelebt und als wir so ein Sein Bett herantreten hat er meine Frau mich an der Hand gehalten und hat uns angeschaut und hat gesagt sei sie jetzt glücklich miteinander Und werden beide gesagt ja aber worauf er gemeint hat schön dann kann ich ja jetzt gehen.
00:27:21: Dann hat er mir eine hand gehalten da gesagt aber Weißt du, was ich noch tun möchte?
00:27:25: Ich möchte mit dir ein Vater unser beten.
00:27:28: Das haben wir nie getan!
00:27:30: Und ich habe in dreißig Jahren bei meinem Großvater nie einen Vater unser gebetet außer an diesem Tag und ich hab ihm dann einen Kreuzerlauf die Stirn gezeichnet und er hat das gleiche bei mir getan.
00:27:42: ja und wenige Stunden später ist er friedlich eingeschlafen.
00:29:07: also immer dann wenn ich an meinen Großvaters denke da ist die Seele meines Grossvaters bei mir Und insofern können wir alle also die Seele eines Menschen zu uns rufen, indem wir an sie denken und den Schritt dann zu denken – nach christlichem Glauben -, dass wir in Gottes Zeit uns auch körperlich wieder umarmen können.
00:29:30: Der Schritt ist gar nicht mehr so weit!
00:29:33: Und ich merke halt in meinen Trauergesprächen Begebnissen….
00:29:38: Wenn ich das mit den Leuten so bespreche … Nicht als Predige, das bringt gar nichts sondern mit ihnen Bespreche.
00:29:45: Dann gibt es auch noch Tränen, aber es werden manchmal sogar Freudendräne und Hoffnungstränen wenn sie so wollen.
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