Perspektiven mit Maria Thanhoffer über Körper-Sprache

Transkript anzeigen

00:00:00: Heute mit Veronica Bonelli, die Sie herzlich begrüßt.

00:00:05: Wir sind mitten in einer kleinen Senderei über die Verbindung von Körper-, Seele und Geist.

00:00:11: Heute geht es um Körpersprache.

00:00:14: Dazu durfte ich Maria Tanhofer treffen, die sich mit diesem Thema eigentlich Zeit ihres Lebens beschäftigt.

00:00:29: dass es nicht drei Dinge sind, sondern eins.

00:00:33: Wir sind ein Mensch und wir haben auch Ohren-, Nase-, Mund usw.

00:00:39: Und das sind auch nicht separate Dinge, sondern das ist ein Teil von uns, das gehört zusammen.

00:00:45: Je besser sie zusammenspielen umso besser geht's uns.

00:00:49: Das heißt auch, wir nehmen uns selber gut wahr und wir nehmen unsere Mitmenschen unserer Gesprächspartner Familie, unsere Arbeitskollegen usw.

00:01:00: oder die Nachbarn auch.

00:01:02: viel besser war wenn ich es nicht trenne.

00:01:05: Je besser dieser drei Körper-, Seele-Geist zusammenspielen um so besser geht er sonst.

00:01:12: Maria Tanhofer scheint es gut zu gehen.

00:01:15: vor mir sitzt eine fitter und lebensfreie Frau im fünfundsebzigsten Lebensjahr die ja auch immer noch als Coach und Beraterin tätig ist.

00:01:24: was sie sagt darf man glaube ich getrost als Lebensweisheit betrachten.

00:01:30: Und davon möchte ich Ihnen heute gerne etwas

00:01:32: übermitteln.".

00:01:38: Mein Vater war mein studierter Psychologe, sie hat später die Therapeutenausbildung gemacht.

00:02:02: Und die war so bodenständig und so gesund.

00:02:07: Ich denke so gerne an meine Mutter zurück.

00:02:10: Wobei ich muss sagen, dass mir letzte Nährste immer wieder mal ein Stück lang therapeutisch begleiten.

00:02:18: Da ist mir bewusst geworden – ich hatte zwei Mütter!

00:02:21: Meine junge Mutter Die noch ganz verfangen war in dem Konzept, indem sie erzogen wurde.

00:02:26: Nämlich bei Pflegeeltern von null bis knapp fünf.

00:02:33: Ganz primitiven Leuten am Land wo die sich einfach nicht um sie gekümmert haben, die haben nur das Geld wollen fürs Pflegekind.

00:02:39: Also es ist dort verkommen irgendwie?

00:02:43: Okay und dann diese meine Mutter hat mich ... die junge Maria bis circa zehn hat eine andere Mutter gehabt oder neun als dann die Maria später.

00:02:57: Also wir zwei ältersten Geschwister, wie mir mal gesagt, wir sind von anderen Eltern erzogen worden als die drei Jüngeren.

00:03:05: und meine Eltern, das ist ein großer Schapo an meinen Eltern, dass sie sich so entwickelt haben ja?

00:03:11: Dass die ihr Fachwissen für sich selber angewandt haben, dass Sie sich pö-a-pö erworben haben Und meine spätere Mutter war ein Traum Je mehr sie zu reflektieren in der Lage waren, das auch getan hat.

00:03:25: Hat sie sich komplett verändert und auch unsere Beziehung zueinander komplett verändert?

00:03:30: Und das ist eine Mutigkeit mit der bin ich aufgewachsen!

00:03:34: Das heißt dass man etwas um hundert-achtzig Grad drehen kann weil mich am eigenen Leib erlebt.

00:03:41: Weil ich gestern gesagt habe es so, dass ich nicht heute sagen darf nein es ist genau umgekehrt.

00:03:47: Und da ist kein Stein aus der Krone fällt sondern dass es nach vorne weitergeht.

00:03:52: Ich glaube, so wie ich mich wahrnehme, das ist mein größter Entwicklungshelfer immer noch oder dass ich auch oft sage zum Beispiel anfang der Körpersprache rechts links und so weiter viele Jahre habe ich gesagt, wir sind vor zehn Jahren hätte ich mit dem Bruston der Überzeugung gesagt rechte Hand ist ratio linke Hand ist Emotion.

00:04:15: Das geht nicht mehr weil wir wissen, es stimmt nicht.

00:04:18: Es stimmt nur in einem kleinen Abschnitt Aber so schwarz-weiß stimmt es einfach nicht.

00:04:23: Aber das wussten wir damals noch nicht.

00:04:25: und zu merken, für heute wäre das ein Fehler aber auch zu sagen wie sich's entwickelt hat Und dann gehts einem gut damit Dann kann ich diese... Diese Dinge Auch in meiner eigenen Geschichte sagen.

00:04:39: Damals, wie ich ein Kind war oder eine Jugendliche war Oder wie ich im Jahr XX oder XX oder Vierziger war So und so.

00:04:46: Heute ist es für mich so und so.

00:04:47: Ich weiß nicht wie es in zehn Jahren oder fünf Jahren sein wird Und dann merke ich, das ist so eine bewegliche gut geölte Sache.

00:04:54: Dann kann ich mich ein Leben lang weiterentwickeln.

00:04:57: Das ist für mich lebenslanges

00:04:58: Lernen.".

00:04:59: Gelernt hat Maria Tarnhofer auch vom berühmten Pantomimen Sami Molcho mit dem sie jahrzehntelang zusammengearbeitet hat.

00:05:07: Einunddreißig Jahre lang hat sie selbst am Max-Reinhard Seminar unterrichtet – aber auch als Coach war Maria Ternhofer tätig im Einzelselting mit Gruppen in Firmen oder auch als Vortragende.

00:05:20: Für ihre Arbeit hat sie schließlich den Begriff Move Talk gefunden.

00:05:25: Ich nenne das heute viel lieber Move Talk, weil es läuft immer über winzigste oder auch etwas größere Bewegungen.

00:05:35: Weil auch wenn sich meine Hautmuskulatur im Gesicht minimal verändert – wir nehmen das aneinander wahr – im Kino kennen wir das, weil der Kopf ist dann ich weiß nicht zwanzig Quadratmeter oder noch größer.

00:05:47: Das heißt da sehen wir jede kleinste Regung Zum Beispiel, das ist auch diese Strassberg-Methode.

00:05:52: Schauspieler für den Film muss man lernen es nur noch zu empfinden und in die Haut, in die Muskulatur im Gesicht durchzulassen.

00:05:59: ja nichts zu machen.

00:06:01: wenn sie sich heute Stummfilm anschauen Ja?

00:06:04: Die haben das noch groß und klimasierend gespielt.

00:06:07: Das ist für uns heute total komisch und zum Lachen.

00:06:11: Und das runterzubrechen auf nur dieses Mikromäßig ganz kleine aber wir lesen's voneinander sofort ab.

00:06:19: Wir haben zum Beispiel in der Sprache, im Dialekt zumindest einmal jemandem, fällt das Gesicht runter.

00:06:25: Was heißt das?

00:06:26: Die Muskulatur lässt komplett nach vor... Meistens ist es Fassungslosigkeit oder ich habe keine Antwort oder ich verstehe es nicht.

00:06:37: Größe ist erstaunen auch und genauso wenn's geht die Sonne auf in diesem Gesicht ja man freut sich Es ist etwas Unerwartet Positives geht die Muskulatur nach oben, der braucht gar nichts sagen.

00:06:51: Auch das Kind braucht gar nicht sagen!

00:06:53: Wir sehen es, kommt ein Strahl in die Augen und so weiter.

00:06:58: Also erstens wir können nicht nicht reagieren.

00:07:04: Ja?

00:07:04: Wir müssen reagieren.

00:07:06: wenn ich gut hinschauen gelernt habe manche Leute möchten nicht sehen dass sie reagieren.

00:07:13: Das heißt, was kann ich dann sehen?

00:07:15: Ich sehe an diesem Bruchteil einer Sekunde wo die Person die Reaktion blockiert.

00:07:23: Und im Moment wo ich eine Reaktionsblockiere heisst sie war schon da und wenn ich als Gegenüber aufmerksam bin habe ich es wahrgenommen weil sich okay ist schon da auch wenn du es pokerfest machst.

00:07:35: Um so aufmerksam sein zu können braucht das aber viel Übung.

00:07:40: Lernen kam man es aber, haben wir vorhin ja schon gehört.

00:07:43: Das geht lebenslang!

00:07:45: Zum üben empfiehlt Maria Tanhofer zum Beispiel U-Bahn fahren und dabei nicht aufs Handy sondern auf die Menschen rundherum schauen und einfach mal

00:07:55: beobachten.

00:07:57: Kommen wir noch einmal zurück zur Verbindung von Körper Seele und Geist.

00:08:02: Ich bin jetzt seventy fünf.

00:08:04: bald wie ich aufgewachsen bin war das eigentlich nur getrennt Denkbar.

00:08:13: Also ich komme aus einer religiösen Familie, da war sowieso Körper und Seele und Geist das waren drei Dimensionen, das waren irgendwie drei Planeten.

00:08:25: also der Körper war das Unterste in dieser Hierarchie aber irgendwie war halt doch nichts zu ignorieren Und im Laufe meines Lebens, der Jahrzehnte, der Entwicklungen auch in den Wissenstehenwissenschaften ganz bewusst.

00:08:41: ein Plural hat sich da so enorm viel verändert und für mich persönlich kam dann sehr früh schon dazu.

00:08:50: Ich hab seit ich sechs, sieben Jahre alt bin, war ich in der Kindertanzschule usw.

00:08:57: Improvisation nach Musik habe ich sehr geliebt.

00:09:03: bewusst geworden ist, aufgefallen ist, dass je nachdem wie ich mich bewege fühle ich mich anders.

00:09:10: Und nochmal zehn Jahre später bin ich über eine Theaterarbeit mit dem Samimolcho in Berührung gekommen

00:09:21: und

00:09:22: da kam dann immer wieder diese Ja ja natürlich okay ja endlich versteht das einer.

00:09:28: Das heißt, im Moment wo ich meinen Körper an das halte wenn ich zum Beispiel meine Schultern und meinem Brustkorb hängen lasse kann ich nicht freudig sein.

00:09:40: Wenn ich herumhüpfe, kann ich mich traurig sein.

00:09:44: es geht nicht!

00:09:48: Gelingt es mir jemanden, in eine andere Bewegungsdimension zu locken oder anzuregen oder ihn mitzunehmen.

00:09:57: sozusagen kann ich ihn auch aus seinem diesem oder jenem psychischen Zustand heraus führen begleiten holen.

00:10:07: Ich habe dann später schon in meiner Arbeit das werde ich nie vergessen war eine Teilnehmerin, Mutter von vier Kindern, die mir gesagt hat, sie hatte jetzt ihren Spitalsaufenthalt nochmal verschoben.

00:10:20: Sie hatte eine schwere Depression und aber sie wollte unbedingt noch diese Seminar mit mir, da wollte sie noch teilnehmen – eine Lehrerin war das!

00:10:29: Und ich hatte die in der Gruppe drei Tage lang.

00:10:34: und dann hat mich der Hafer gejuckt und ich habe gedacht okay, mit ihr mache eine ganze Reihe von kleinen Übungen, die sie nicht durchschaut sozusagen.

00:10:45: Wo ich sie besonders aufrichte, wo ich ihr den Hals und den Nacken und den Kopf die Bewegung befreie, wo die Augen sich schneller bewegen sollen.

00:10:55: Und dann schauen wir wie sie ergeben am Ende des Tages jeweils.

00:10:59: Und jeden Abend um fünf, sechs wenn der aufgehört hat, sagt sie mir geht es heute so gut!

00:11:08: Das waren sozusagen meine Selbsterfahrungs- und Erfahrungslehrjahre, das auch auszuprobieren.

00:11:14: Und zu merken ja, dass stimmt es ist so nicht nur bei mir sondern ich kann auch andere dazu bringen.

00:11:22: Im Schauspiel gibt es den guten alten Stanislavski.

00:11:25: nachdem heute weiß ich nicht mehr wie viele arbeiten und leeren in Amerika heißt das Ding dann der Messer Wie ich mich körperlich in den Zustand versetzen muss den die Figur gerade durchlebt in dieser Rolle.

00:11:41: Also nicht ich privat, sondern die Figuren und die gehen immer über dein Körper.

00:11:47: Und im Moment wo ich im Körper bin und diesen Zustand in meinem Körper zulasse anfangs produziere und mich dann immer mehr hinein lasse, dann verändert sich mein Stimmklang, verändert sich meine Intonation kommen mir bestimmte Sätze, Worte von selber in den Mund.

00:12:07: Ich muss sie nicht mehr auswendig lernen!

00:12:09: Der Text stimmt auf einmal.

00:12:12: Ja es ist auch mit Theaterstücken so.

00:12:13: gute Autoren schreiben gute Texte die der Figur im Mund liegen.

00:12:18: Warum?

00:12:19: Weil sie eine innere Struktur hat weil sie so eine Haltung hat.

00:12:24: Also ich kann für sehr viele Dinge Nicht äußerlich was verändern.

00:12:30: Das gilt zum Beispiel auch wenn ich heute mit Führungskräften arbeite.

00:12:35: Es geht immer darum, was ist deine Haltung?

00:12:39: Ist deine Haltung wertschätzend.

00:12:41: Ist deine Erhaltung dominant?

00:12:44: Ist eine Erhaltungen abwertend?

00:12:46: und so weiter.

00:12:48: Und viele Menschen sind sich gar nicht drüber bewusst Was ihre Haltung isst.

00:12:53: Sondern die Haltung ist das, was wir in der Musik ein Pass aus den NATO nennen.

00:12:58: Das liegt unten darunter.

00:12:59: Das ist wie eine Grundierung auf der Leinwand.

00:13:02: Sie nehmen selber nichts mehr wahr dass sie eigentlich zum Beispiel Frauen nicht sehr wertschätzend gegenüberstehen, sondern finden es gut wenn sie Kaffee kochen können und hübsch aussehen.

00:13:14: Und wenn das als Grundhaltung drunter liegt egal wie nett dieser Mann zu mir spricht ich krieg's mit!

00:13:21: Das gilt nicht nur für so etwas, sondern auch für jemanden etwas Nicht-Zutrauen, jemanden Hypen überschätzen Egal ob er es kann oder nicht, ob er so gut ist.

00:13:36: Das läuft in unseren Grundhaltungen mit und das repräsentieren wir in unserem Körper.

00:13:42: Innere Haltung, Grundhaltung kommen also über unseren Körper meist unbewusst zum Ausdruck – auch anders herum.

00:13:51: Über unseren Körper nehmen wir die anderen und deren Haltungen und Gestimmtheiten wahr.

00:13:57: Wir nehmen uns selber nur über den Körper wahr?

00:14:00: Ich habe nichts anderes!

00:14:03: Und wir nehmen die anderen Menschen darüber, wie ihr Körper auf meinen Körper wirkt.

00:14:11: Der Viehböck der ja im All geflogen ist und er sagt also ein Moment wo es wirklich so gemacht hat bei ihm war das erstes man schläft ja immer wieder da oben.

00:14:20: also die haben gelernt dass sie so heißt nicht zehn Minuten eine Stunde und so weiter genau schlafen.

00:14:25: das erste mal wach werden im all und du spürst deinen körper gar nicht und sagt du fangst an dich an zu greifen weil du nicht weißt, ob du lebst.

00:14:37: Die die später fliegen wissen das dann schon.

00:14:40: lernen macht das wenn ihr wach wird greift euch an selber ja?

00:14:44: Du musst dich wieder deiner selbst versichern.

00:14:47: und ist es nicht verrückt?

00:14:49: hier mit der Erdansierungskraft haben wir das dauernd.

00:14:52: wir nehmen uns automatisch war.

00:14:54: wir sind nicht schwerelos aber haben wir nicht?

00:14:57: diese Wahrnehmung lebe ich noch.

00:15:01: also wir brauchen den Körper um unsere existenz wahrzunehmen Und die Emotionen, die ja ununterbrochen sich modulieren.

00:15:12: Die nehme ich auch über den Körper wahr und nur die erste Wahrnehmung ist über dem Körper.

00:15:19: dann haben wir die Verschaltungen über alle möglichen Nervensysteme.

00:15:24: Sie kennen das vielleicht?

00:15:25: Es geht ihnen gut sie sind guter Laune und kommen so in einen Raum-Meetingraum zum Beispiel und sie merken plötzlich wird es eng im Brustraum oder sie fühlen sich beschwert Obwohl sie doch gerade noch bester Laune waren, irgendwas stimmt da nicht.

00:15:43: Diese Menschen gibt es gar nicht so wenige die kommen wo rein und sagen das stimmt etwas nicht.

00:15:49: oder was ich selber sehr oft erlebt habe damals am Institut kommt jemand ein Kollege in den Raum und plötzlich ist unruhe.

00:15:59: der hat noch gar nichts gesagt aber er bringt eine Spannung mit die sagt da ist irgendetwas am Dampfen.

00:16:07: Oder ich habe einen anderen in Erinnerung.

00:16:09: Wenn der da war, wenn er mit am Tisch saß, war immer Ruhe und Ausgeglichenheit.

00:16:16: Die Art und Weise wie er von einem zum andern geschaut hat, angeschaut hat hat Ruhe ausgestrahlt.

00:16:22: Wir nennen das dann Ausstrahlung.

00:16:24: Was ist Ausstahlung?

00:16:25: Das heißt wir nehmen etwas wahr wofür wir keinen differenzierten Namen haben.

00:16:30: Aber wir nehmen das wahr.

00:16:33: oder Ich habe es sich mit meinem ersten Sohn erlebt, er war drei Wochen alt.

00:16:38: Und meine damalige Schwegerin war verrückt auf Babys!

00:16:42: Ich muss kommen, Baby schauen, Baby schon und wie die bei der Wohnungstür reingekommen ist hat dieses Baby das nie geschrien hat nicht vorher oder nachher zu brüllen angefangen und hat so lange gebrüllt bis sie wieder weg war.

00:16:55: dann war er schlagartig wieder still.

00:16:57: Die hat so eine aufgetreten nervosität verströmt dass dieses kleine Baby dieser Körper mit seinen Verschaltungen sich auf diese Weise dagegen wehren musste.

00:17:09: Ich halte es nicht aus, natürlich hat ihn auf den Arm genommen und er hat noch mehr geprült.

00:17:13: Das war ein Drama!

00:17:15: Aber das war für mich fantastisch, das zu sehen.

00:17:17: ich war froh wie sie wieder weit

00:17:18: waren.".

00:17:18: Genau um diese Wahrnehmungen und Reaktionen geht es Maria Tanhofer Wenn man mit ihr über Körpersprache arbeitet dann wird man nicht lernen wie man so oder so da steht oder die Hände hält um irgendetwas bei anderen zu erreichen.

00:17:35: Viel mehr geht es um ein Bewusstwerden dessen, was sich eigentlich in mir abspielt und warst davon und wie ich es ausdrücke.

00:17:43: Mein Fokus ist grundsätzlich – Was sende ich aus?

00:17:49: Nicht automatisch lerne ich damit auch etwas kann ich lesen.

00:17:52: Es ist ja das selbe Ding von der andern Seite Aber mein Fokus sehe ich immer, was sende ich aus?

00:17:59: Was ist meine Grunderzählung wenn ich den Raum betrete.

00:18:02: Im Theater sagt man im Moment wo du aus der Gasse raus kommst, man dich sieht hat das Spiel begonnen.

00:18:09: Deswegen kriegen manchmal Bühnenarbeiter die einen Sessel weg tragen, Applaus!

00:18:13: Das habe ich schon ein paar Mal erlebt.

00:18:15: Weil die einfach so einen Auftritt hingelegt haben, dann kriegt sie einen Applaus.

00:18:19: Das heißt da beginnt der Spiel und bei uns beginnt das Spiel immer im Moment, wo wir aneinander sehen egal in welchem Kontext das ist.

00:18:28: Ob das der Moment ist, wo sie das Rad reinschieben?

00:18:30: Es ist völlig egal!

00:18:31: Ich sehe jemanden gerade nur kurz aus dem Augenwinkel hat schon begonnen weil wir uns auch nicht ignorieren können.

00:18:39: Wir müssen ja erst fest spielen.

00:18:41: gefährlich für mich oder nicht.

00:18:42: Ist es eine Gefahr oder kann ich gelassen bleiben?

00:18:47: Geht es da um Authentizität?

00:18:50: Können wir authentischer als authentisch sein?

00:18:54: Ich glaube nicht, wir sind immer authentisch.

00:18:56: Wir sind authentisch wenn wir krank sind und authentisch, wenn wir schlecht gelahnt sind... ...wir sind authentlich wenn wir übertretend sind,... ...wenn wir besoffen sind, die sind immer autentisch!

00:19:09: Wir können ja nicht authentischer sein.

00:19:10: das ist heute so ein Modewort geworden.

00:19:12: ich kann konkurrent mit der Situation sein aber authentisch bin ich immer.

00:19:20: Das ist aber nicht mein Fokus sondern mein Fokuss geht dorthin.

00:19:25: Mir selber bewusst werden, was ist meine Grundaussage?

00:19:29: Das wissen die wenigsten Menschen.

00:19:34: Ja, das wissen die Wenigsten!

00:19:36: Also ich weiß zum Beispiel von mir... Ich habe mehrere Grundaossagen.

00:19:40: Ich weiß eine meiner Grundaissagen, das war im Rhein-Hatze in einer langen Zeit.

00:19:44: Ich brauchte nur wo dazukommen und die Konflikte waren offen.

00:19:47: Wir haben ja gar nichts gesagt.

00:19:48: also ich war wie der Katalysator dass Konflikte plötzlich ausgesprochen werden Und ich hatte aber auch die gegenseitige, gegenteilige Grundausstrahlung.

00:20:00: Wenn es um Konflikte zurückfahren und regulieren ging und gesagt, Maria kannst du kommen?

00:20:06: Kannst du uns das moderieren?

00:20:08: Na wie gesagt, ja mache ich gerne!

00:20:10: Weil ich konnte genauso komplett ruhig gelassen und sehr vermittelt sein also mich jünger war mehr dieses Konfliktauslösende und dann mit den Jahren ist wesentlich mehr gekommen, dass ich kalmieren und auseinander dividieren.

00:20:30: Sauber die Spuren wie der sauber legen konnte.

00:20:34: Und heute oder schon lange auch ist es so das meine Arbeit geht dorthin.

00:20:39: erstens einmal wer bin ich?

00:20:41: Oft muss man das klären mit Wer will ich sein und wer bin Ich in meiner Ausstellung?

00:20:45: Das ist nicht immer gleich weil manchmal haben Menschen so Vorstellungen von sich wie sie großartig sind und Lassen das aber nicht zu.

00:20:55: Was ich dann sehr wohl mache in dieser Arbeit ist, dass ich bewusst mache wie schickt jemand diese Signale?

00:21:03: Dass er so rüber kommt wer rüberkommt.

00:21:06: Aber wieso siehst du mich immer so?

00:21:07: oder wieso sagt ihr mir das jetzt in der Gruppe?

00:21:11: und Dann auch die Frage womit hat er dass Sie uns das erzählt ohne Worte?

00:21:17: Und da lerne ich dann automatisch auch gut hinschauen und dann kann Ich auch bei mir wieder hin schauen.

00:21:22: was schick ich eigentlich für signale aus?

00:21:26: Wir wissen das meistens gar nicht.

00:21:45: Ich kann aber unglaubliche Fehler machen, wenn ich anfange jetzt mit aller Gewalt zu interpretieren ohne zu wissen was ich da tue.

00:21:56: Das ist so, wie wenn ich jetzt plötzlich in der Apotheke stehen würde und zwar hinter der Pudel.

00:22:03: Und ich verteile irgendwelche Sachen die ich so hübsch verpackt finde.

00:22:07: Also ich gehe mit hochpotenziellen Dingen wie ein Kind im Sandkasten das es Doktor oder Schule oder Verkehrsunfall oder sonst was spielt um.

00:22:18: Das halte ich für gefährlich.

00:22:20: Was ich für gar nicht gefährlich halte andere wahrzunehmen.

00:22:26: Das können wir immer in jedem Alter und in jeder Situation, nur das haben wir meistens nicht gelernt.

00:22:34: Beziehungsweise wird es uns oft auch oder wurde.

00:22:38: ich weiß gar nicht mehr wie das heute ist weil heute wachsen sehr viele Kinder deprimiert auf.

00:22:43: das heißt die Mütter schauen sie gar nicht an sondern die schauen auf ihr Handy sehe ich in der U-Bahn Straßenbahn.

00:22:49: oft wird man ganz übel dass heißt die Kinder nicht mehr wahr, dass man sie wahrnimmt.

00:22:56: Also die Grundregulation.

00:23:00: das Kind und Mutter schauen einander an Baby- und Mutter beim Stillen Mütter stillen und starren aufs Handy Das Kind starrt die Mutter an aber es kommt nichts zurück.

00:23:11: Nach ein paar Sekunden ist diese Aufmerksamkeitszeit vorbei wenn keine Antwort kommt Und das Hirn lernt.

00:23:17: wichtig bist du nicht.

00:23:20: Wenn das noch halbwegs gut funktioniert Dann nehme ich wahr, wie es dem anderen geht.

00:23:26: Aber ich muss einschalten, dass ich es auch wahrnehmen will.

00:23:29: Also ich muss die Bereitschaft haben mich anzuschließen zu nehmen.

00:23:34: Ja?

00:23:35: Also irgendwo in einen Report zu gehen.

00:23:38: Ja, Rapport zu gehen nicht Report und wenn das nicht mehr da ist... Das erleben wir ja so.

00:23:47: Wir waren gestern Abend im Theaterstück Die Quelle sehr gut gemacht.

00:23:51: also Ich bin da sehr kritisch aber Gut.

00:23:54: Und die sehen dann nur sich, die haben immer noch Zahlen in den Augen wie unser geliebter Donald Trump und die Welt ist ein Deal – und andere gibt es nicht!

00:24:06: Ich fahre drüber.

00:24:09: Wenn ich das aber wieder auf eine Ebene holen will wo Beziehung stattfindet im Moment wo ich bereit bin dass Beziehungen stattfindete.

00:24:17: Und das heisst die... ...fünfundzwanzig zwanzig fünfzehn Sekunden wo mir der Präfträger einen Backel gibt bis ich unterschreibe, ob ich ihn wirklich anschauern und wahrnehme oder die Kassiererinnen an der Supermarktkasse anschauen und wahrnehmen.

00:24:30: Die sind auf ganz verblüfft, dass man sie anschaut, was man sie wahrnimmt als Menschen.

00:24:36: Wenn ich das wieder machen möchte und tue, lerne ich wieder in diesen Response hineinzugehen.

00:24:43: Aber ich muss den Willen dazu haben, es genügt nicht das Sinn haben!

00:24:47: Ich muss es von mir aus machen.

00:24:48: Es ist eine

00:24:48: Bringschuld.".

00:24:49: Und ganz wichtig – wahrnehmen Aber nicht vorschnell interpretieren.

00:24:54: Nur wenn jemand die Hände verschränkt, dann heißt es nicht automatisch dass er oder sie mir gegenüber verschlossen ist.

00:25:01: Was ich machen kann?

00:25:03: Meine Wahrnehmung aussprechen.

00:25:05: Ich habe den Eindruck so und so.

00:25:07: was sagst du dazu?

00:25:09: Sie hören die Sendung Perspektiven.

00:25:12: Ein Blick auf die Uhr sagt mir Die Zeit ist fast um.

00:25:16: ein Thema möchte ich noch unterbringen Über den Körper können wir auch in Dialog mit uns selbst gehen.

00:25:23: Wenn ich müde bin, sagt der Körper zusammen die Muskelspannung lässt nach und der Körper zieht nach unten.

00:25:29: Wir sitzen dann krumm und der Kopf ist ein bisschen tiefer und so weiter.

00:25:33: Und wenn ich weiß Ich muss aber heute noch das und dass machen was mache ich als erstes?

00:25:39: Ich atme tief ein und ich strecke den Körper ich richte mich auf.

00:25:43: meistens oder viele stehen da nochmal auf und gehen ein paar Schritte oder was auch immer, aber auf jeden Fall richtig den Oberkörper auf.

00:25:53: Sonst komme ich nicht mehr in die Handlungsaktivität.

00:25:57: Wenn ich mich runterfahren will Luft raus, Brustköpfe fallen lassen

00:26:03: Wenn ich ängstlich bin kann ich das was an Mut vorhanden ist verstärken indem Ich mich aufrecht hinstelle ruhig durchatme Und mir selbst ein Lächeln geben.

00:26:14: Sie werden sehen dass wirkt.

00:26:16: Die Füße bleiben am Boden, die brauche ich unten.

00:26:19: Ich brauche eine gute Erdung wenn sie so wollen, ich brauche einen guten Bodenkontakt.

00:26:22: aber ich spanne mich auf wie ein Regenschirm.

00:26:25: der Kopf ist weit oben und über den Rücken, über die Wirbelsäule spanne ich mich in die Länge Und dann habe ich freie Arme.

00:26:31: Dann hab' ich alles an Bewegungen frei.

00:26:33: dazwischen wir die Gelenke Platz haben auch die ganzen Wirbelgelenke, der Hals, der Kopf Alles kann sich gut bewegen.

00:26:40: Ja!

00:26:41: Das macht mich selbst sicher.

00:26:43: Aber für Sicherheit brauch ich einen guten Stand.

00:26:46: Die Leute, die dann immer auf den Füßen rumtanzen oder mit vertreten und verkreuzten Füssen stehen.

00:26:53: Beine so überkreuzt.

00:26:54: Das ist nicht sicher!

00:26:56: Das ist gehämt, das ist peinlich... Also wenn meine achtjährigen Enkel-Töchter machen, weiß ich, es wollen sie irgendwas?

00:27:06: Und wissen nicht genau, ob das ein bisschen zu viel ist ... Es ist eine Unsicherheit.

00:27:13: Ich sehe oft Erwachsenen Nicht unbedeutenden Positionen, gesellschaftlich oder in der Firma.

00:27:19: Die plötzlich darstellen wie kleine Mädchen und die Füße verdrehen oder letztendlich mit einem Wissenschaftler gearbeitet sind.

00:27:26: Das tut mir leid.

00:27:27: Sie sind so kompetent, aber ich habe einen vierzehnjährigen unreifen Bubenfamilien.

00:27:33: Wollen sie das?

00:27:35: Aus meinem Alter heraus darf ich solche Frechheiten

00:27:37: sagen.".

00:27:37: Und Frechheit sieht ist so ein Lebensmord dafür.

00:27:41: Maria Tanhofer

00:27:42: Meine Mutter hat einen Satz, der ihre Frechheit zieht.

00:27:47: Was kann da besser passieren?

00:27:49: Und was möchte sie am Schluss den Hörer und Höreren noch mitgeben?

00:27:53: Aus meiner Sicht ist es nicht wäre... Es ist wirklich sehr wichtig und bedeutungsvoll meinen Körper, meinen eigenen Körper erstens wahrzunehmen als ich bin.

00:28:10: Ich kann mich von meinem Körper nicht trennen, das ist so wie wenn ich ohne Schatten herumlaufen möchte.

00:28:16: Es geht nicht oder es geht einmal und dann für immer.

00:28:21: Also meinen Körper als mein Lebendig sein.

00:28:25: Solange ich glaube...ich bin mein Körper, ich bin genauso mein Geist und ich bin genau so meine Psyche!

00:28:32: Das sind ...das ist dieses Trillum für Rad dass ich bin und ich kann keines vom anderen wegschneiden.

00:28:41: Also wir dessen auch klar werden, dass der Körper so ein kostbares Instrument ist.

00:28:46: Das ist wirklich was ganz Kostbares und das so wie ich mit ihm umgehe bereite ich mir mein eigenes Leben.

00:28:55: Das machen nicht die anderen.

00:28:57: Das mache ich!

00:28:59: Ich reagiere auf andere und so weiter.

00:29:01: Andere spielen auch eine Rolle aber ich entscheide über mich Und das wäre wichtig, dass ich es wirklich tue über mich entscheiden lasse, wie bei Sklaven.

00:29:14: Sklafen können nicht über sich entscheiden und selbst als Sklaver sucht man sich den Mikrospielraum, den man irgendwo finden kann oder andere nicht über mich bestimmen

00:29:26: kann.".

00:29:27: Also Körper-und Selbstwahrnehmung als Weg zu einem eigenverantwortlichen uns selbstbestimmten Leben.

00:29:34: von Maria Tanhofer kann man das wunderbar lernen.

00:29:38: Ich hoffe, Sie konnten sich heute auch etwas mitnehmen.

00:29:41: Das war Teil zwei der Sendereihe Körper, Seele und Geist.

00:29:45: Weiter geht es am Donnerstag!

00:29:46: Alle Infos und alle Sendungen zum Nachhören finden sie auf unserer Website radio-klassik.at.

00:29:52: Natürlich auch die Links zu Movetalk und Maria Tanhofer.

00:29:57: Einen schönen Abend wünscht Ihnen Veronica Bonelli.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.