radiowiki- 260617#027 Sonnengesang Franziskaner

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00:00:31:

00:00:34: Kein Musikstück ist so sehr in der allgemeinen Wahrnehmung mit franziskanischen Ordensgemeinschaften verbunden, wie das Sonnengesang den wir eben kurz gehört haben.

00:00:45: Wir befinden uns ja mitten im Franziskusjahr und wollen nun in dieser Ausgabe von Archivar, Archivie, Archivo speziell mit der Musik bei den Franziskanern beschäftigen.

00:00:57: Stefan Hauser begrüßt sie dazu – und wir begrüßen auch im Studio die Musikwissenschaftlerin Elisabeth Hilscher von der österreichischen Akademie der Wissenschaften.

00:01:08: Welcher warum ist denn das Sonnengesang derart populär geworden?

00:01:14: Das ist sicherlich dem Film von Franco Zerfarelli zuzurechnen, wo der Sonne-Schwester Mond, der diesen Sonnengesang populär gemacht hat in einer sehr eingängigen Art und Weise.

00:01:25: Ich denke das kennt jeder, er ist auch im neuen Gotteslob mittlerweile.

00:01:28: Er hat es Eingang gefunden als Nummer eighthundertsechzeig.

00:01:33: Ich wollte nachschauen wollen!

00:01:34: Das ist ein Werk, das sehr schlichter Hypnus eigentlich an die Natur, an die Schöpfung, die Herr Franz von Assisi in seinen letzten Lebensjahren gedichtet hat.

00:01:44: Das Werk hat nicht nur den Nerv seiner Zeit getroffen, dieser Text hat natürlich auch den Nrf einer Bewegung von den Hippes angefangen bis jetzt zur neuen Ökologiebewegung.

00:01:58: Der Film von Ceferelle ist ja genau so an der Schnittstelle zwischen der Achtundsechzig-Bewegung und dieser neuen eigentlich Friedensbewegungen – Ökologiebewegungs.

00:02:06: Also es trifft ganz genau einen Zeitgeist auch!

00:02:09: Und die Franziskus-Bewegung selbst hatte einem Zeitgeiss getroffen.

00:02:12: also Franz von Assisi lebt Um die Wände zum dreizehnten Jahrhundert auch eine Zeit, in der es darum geht dass man Armut wieder entdeckt über Konsum an Prangat schräge Herrschaftsmodelle anprangert.

00:02:27: Da gibt's eine ganze Menge Anrichtungen, die sich aber eh im sektiererischen dann wieder finden und da heresiedern wie Alpi Gänsei, Katara etc.. Und am Anfang ist es relativ schwierig, auch für Franz von Assisi sich von diesen Gruppen abzugrenzen.

00:02:39: Er macht das aber relativ schnell eigentlich in dem er sehr schnell den Weg nach Rom findet und seine Neubewegung ganz gezielt auf dem Boden der Kirche begründet – aber eben mit diesem neuen Ideal an radikaler Nachfolge der Jünger Jesu Christi, Abwendung von Konsum, von Besitztum.

00:02:59: keine reiche Kirche oder die Kirche der Armein-Ebenen und eine Kirche, die sich an die Unterdrückten an den Raden der Gesellschaft eigentlich wendet.

00:03:07: Waren Sie selbst schon in Assisi?

00:03:09: Nein, ich war noch nicht an Assisi, stand auch auf meiner Wunschliste.

00:03:12: Heuer sicherlich nicht!

00:03:13: Heuer ist Assisi voll.

00:03:15: Ich habe das eher geplant.

00:03:16: einmal eine ruhige Reise irgendwie so im Frühling oder im Herbst wenn Assisi wahrscheinlich wesentlich schöner ist als im Hochsommer, wenn alle dort sind.

00:03:25: aber es ist sicher ein Wunschtort den man sich ja immer sehen sollte.

00:03:30: Was gibt's denn zu diesem Stück zu sagen dass wir eingangs kurz gehört haben?

00:03:34: Das ist eine der vielen Bearbeitungen dieses Textes von Helmut Schlegel, dessen Franziskana.

00:03:41: der sich auch beschäftigt hat damit, mit diesem Text.

00:03:44: Das geht um den Lob auf die Schöpfung eben.

00:03:47: Er versucht hier eine neue Textierung oder eine neue Umtextierung bei einer neuen Fassung eigentlich im Deutschen zu fassen und dir eben auch eine eingängige Melodie zu unterlegen.

00:03:57: Es gibt ja auch vom Wiener Franziskana Bartasandesch Manuel Versionen des Sonnengesangs.

00:04:02: zwei auf YouTube kann man sich anschauen.

00:04:05: Also es beschäftigen sich die Franziskaner mit diesem Hymnus des Franzionalsieses sehr intensiv.

00:04:10: Aber er hat mich auch in der Jugendbewegung der katholischen Kirche, aber nicht in der kATHOLISCHEN KIRCH, interessanterweise auch in den evangelischen Kirchen, einen sehr großen Niederschlag gefunden.

00:04:19: Auch im Evangelischen Kirchengesangbuch finden sich Versionen um Textierungen und Verarbeitungen des Sonnengesanges und nicht nur diese eine Version, die wir aus dem berühmten Zefferelle filmen können – im Gotteslubs noch andere Umtextierungen des sonnengesangs.

00:04:33: Elisabeth Hilscher, die Franziskana sind bekannt für ihre Stichtheit im Versuch zu den Wurzeln des Christentums zurückzukehren.

00:04:41: Äußert sich das auch musikalisch?

00:04:45: Ja, sie haben am Anfang zwei große musikalische Richtlinien.

00:04:50: Das eine ist Choralgesangstumengebete, das ihnen wichtig ist in Verwendung der römischen Texte und des römischer Kanons.

00:04:58: Sie entwickeln seine eigene Art des Singen, seinen Franziskanachoral.

00:05:03: Und das Zweite ist, dass es quasi ihre Trademark eigentlich, dass sie selbst Hymnen dichten.

00:05:09: Der Sonnengesang des Franz von Assisi ist auch so eine Art von Hymnendichtung aber ganz bekannt ist und auch allgemein bekannt ist.

00:05:16: der Starboard Marta zum Beispiel.

00:05:18: Auch da seine franziskanische Dichtung von Ciacobode da Todi oder Johannes Bonaventura – da weiß man nicht genau!

00:05:25: oder dass die jetzt ihre Detotensequenz ebenfalls, die von Tomaso d'Ajelano an der ersten Weggefährten von Franziskus gedichtet wurde.

00:05:33: Also hier haben wir auch dieses Hymnendichtnis und das ganze Wichtige des franziskanisches aber auch das einstimmig schlicht mit eingängigen Melodien kein großer Prachtentfaltung in dem Sinne.

00:05:46: Und wo Sie zuerst bei der Sandy Schmaler erwähnt haben Neu-Dichtungen sind da auch hin?

00:05:51: Wissentlicher Punkt.

00:05:52: Natürlich auch das, also dieses Hymnendichten gerade eben dieser einerseits Nachfolge Jesu Christi ist in meinem Thema und natürlich auch da sind wir ganz aktuell der Umgang mit der Schöpfung die Sorge tragen für die Schöpfung und uns sozusagen von der Rolle des Herrschers über die Schäpfung reduzieren wieder auf einen, der mit der Shöpfungen lebt.

00:06:15: Das ist sicher ein sehr franziskanischer Gedanke und ein sehr aktueller Gedankel.

00:06:20: Gehen wir ein wenig In eine Ordenserläuterung hinein, denn ja man kennt die Franziskaner.

00:06:27: Aber es gibt eigentlich drei eigenständige Zweige dieses Ordens.

00:06:33: Da gibt's eben Abspaltungen im einerseits die Franziskana dann die Minoriten und die Kapuzina.

00:06:39: Und was gibts dazu zu sagen?

00:06:43: Die Minoriten sozusagen sind der älteste Zweig.

00:06:46: Der ursprünglich also gegründet wurde, die Abrobation von Rom für seine Gemeinschaft bekommt Franziskus.

00:06:55: Zum Unterschied zu den diversen Sechten der Zeit damals eben – das ist für ihn ganz wichtig.

00:07:00: und diese Fratres minores?

00:07:02: Dann merken wir schon, die Minoriten klingen es ein bisschen an.

00:07:04: Sie verbreiten sich dann enorm schnell über Italien aber auch auf den Gesamtbereich des heiligen Römischen Reiches.

00:07:11: Wir haben in Wien bereits zur Lebzeiten von Franz von Assisi die ersten der Lassung, zwölfhundertzwanzig.

00:07:17: Am Rande der Stadtmauer bekommen sie einen Grundstück von wiener Bürgern geschenkt bei der Hofburg Sie ahnen schauen das ist das alte minoriten Kloster zum Heiligen Kreuz dann auch im ganzen Heiligen Röhmischen Reich bis in den Norden hineinverbreitet.

00:07:31: Sie sind sicher, als er zwölfhundertvierzig gibt sich bei uns nicht unglaublich viele Niederlassungen der minderen Brüder.

00:07:38: Weil das im Gesamt den Nerven der Zeit sehr gut getroffen hat.

00:07:41: Nun, im sechzehn Jahrhundert das Zeitalter als es in den Glaubensfragen geräuts und quer geht gibt es auch ein Vratres minores.

00:07:49: Das sagen wir so um uns diese ganze Diskussion jetzt bisschen aufzutröseln.

00:07:53: Eine Diskussion sind wir am richtigen Weg noch, sind wir schon bereits zu prunkvoll?

00:07:57: Sind wir noch an dem was Franz von Assisi wirklich wollte?

00:08:01: Und es gibt eine Abspaltungsbewegung in die Konventualen.

00:08:05: da sind ja heutige Minoriten bleiben so wie sie sind.

00:08:08: Die haben eine schwarze Kute oder eine graue Kute, je nachdem.

00:08:12: es gibt kleine Unterschiede und das spalten sich die sogar Observanten ab.

00:08:17: Das sind die klassischen Franziskana in der braunen Kute.

00:08:23: Aber einige war es dann immer noch nicht radikal franziskanisch genug.

00:08:28: Die wollten dann noch einen Schritt weiterziehen zur Armut, zu wirklichen Verzicht auf möglichst viel.

00:08:33: Fünfzehnhundertachtundzwanzig ziehen die Jahre quasi später und spalten sich auch noch die Kapuziner ab, die eben was eine braune Kote haben oder in ihrer langen Kapuze zu erkennen sind.

00:08:43: Und oft auch ein Badterre!

00:08:45: Auf doch einen Bart, denn wie gesagt auch das ist natürlich irgendwie so ein Zeichen von.

00:08:50: ich lege keinen großen Wert auf ein schöner Herd zu sein.

00:08:54: Sondern es geht mir darum die inneren Werte sind immer wichtig und das dienen weil ich muss in jedem Menschen eben Jesus Christus sehen und vor allem Tide in der Gosse liegen denen's ganz schlecht gibt in denen vor allem dass sie das was die Fratres Menores Franziskana Capuzina ja bis heute machen sich um den Rand der Gesellschaft kümmern.

00:09:13: Wir kennen natürlich in Wien die Franziskana am Franziskanerplatz und die Kapuziner sind an einem sehr bedeutenden Ort, weil sie betreuen die Kapuzynergeruf.

00:09:22: Und was ist mit den Minoriten?

00:09:25: Ja, die mussten unter Ost und Zweitendort ausziehen.

00:09:28: Die Minoritenkirche bekommt italienische Bruderschaft, die war in der Katharinenkapelle, die wird abgerissen.

00:09:33: Da sieht man heute noch den Grundriss am Minoritenplatz.

00:09:35: Das hat man dann mit einer neuen Platzgestaltung wieder ein bisschen im Grundriff transparent gemacht.

00:09:40: Wohin wandern die Minoriten?

00:09:42: Sie bekommen die ehemalige Trinitaria-Kirche an der Ayserstraße, die auch heute noch so Trinitaria Kirche im Volksmund heißt.

00:09:50: Das ist die neue Minoritenkerche diesen großen Auftrag, sozusagen aufgebrunt vom Kaiser.

00:09:57: Sie müssen die Seelsorger des neuen allgemeinen Krankenhauses übernehmen und da kann man sich denken das war ganz viel.

00:10:03: vor allem auch dass Matriken führen waren natürlich eine heftige Aufgabe.

00:10:06: es wurde dort geboren und gestorben.

00:10:08: in großem Stile der zentrale Krankenhauses heißt die Minoriten haben einen ganz großen Seelsorgeauftrag.

00:10:15: hier bekommen sie nehmen interessanterweise nicht der Patrocinium mit dieses heilige Kreuzpatrocinum verschwindet.

00:10:21: sie übernehmen das Patrozinium der Trinitare Kirche und sind eigentlich seither jetzt als Minoriten hier in dieser Kirche untergebracht.

00:10:31: Und die Minoriten stehen historisch für eine reiche Musikpflege?

00:10:38: Ja, das schon.

00:10:39: Die Minoriten sind eben die Konventualen, die haben sich nicht ganz so streng den franziskanischen Richtlinien unterworfen wie im Franziskan und Kapuziner Und sie legen Wert auf eine reiche Musikpflege, entwickelt sich schön langsam.

00:10:54: dann natürlich Am Anfang haben alle die Fratres Menores noch die Orgel sehr stark verweigert gegen nur um den einfachen Gesang einstimmigen zweistimmigen Mönchsgesang koal oder Hymnen.

00:11:05: vor allem große Musikpflege, gerade in Wien mit den besten Komponisten ihrer Zeit haben eine Kapelle auch.

00:11:15: Wie groß sie gewesen ist wissen wir aufgrund dieser Auflösungs- und Transferierungsmaßnahmen der Justem

00:11:21: II.,

00:11:21: Wir haben auch ein großes Musikarchiv, das aber nur teilweise offenbar eine Trinitarierkirche übernehmen.

00:11:28: Da müssen Sie dann ein neues Musik-Archiv und Musikreportoir aufbauen.

00:11:32: Auch weil Joseph Zweite eine ganz drickte Gottesdienstordnung erlassen hat – das wäre ein eigenes Thema, das lasst man ein bisschen jetzt weg!

00:11:40: Sie nehmen aber Ihre wertvollsten Zimelien mit der Musiksammlung.

00:11:44: Das sind vor allem eine ganz hervorragende Sammlung an Orgelmusik, da haben sie einen Partner, den Partner Giesl, der hat das gesammelt und hier ein reicher Schatz an diversen Orgeln-Codes erstellt.

00:11:58: Und das ist eigentlich der große Schatz auch des heutigen Musiksarchives der Minoriten in der Alsterstraße.

00:12:04: Danke für die Exkurs, Elisabeth Hilscher, Søren Archivar archivie archivo Zu Gast eben heute.

00:12:11: Elizabeth Hilscher von der österreichischen Akademie der Wissenschaften.

00:12:14: Anders ist das Sonnengesang des Helligen Franziskos.

00:12:17: und das führt uns nun auch wieder zu den Franziskanern zurück, denn welche speziellen Formen musikalischer Natur haben diese im Laufe der Jahrhunderte entwickelt?

00:12:29: Das

00:12:29: haben wir schon erwähnt, der Franziskana Quaral unter die hymnenden Arbeit gibt es als ganz besonderes, die Franziskener Messe Die entwickelt sich eben, man will natürlich auch Messe gestalten.

00:12:41: Pastorale Anliegen sind ganz wichtig die Gläubigen aufzufangen religiös zu schulen in ein religiöses Empfinden beizubringen das die Messer natürlich ganz wichtig und Musik auch ganz wichtig.

00:12:53: Die Franziskana haben nie Sängerknabeninstitute gehabt.

00:12:56: sie haben den Mönchs gesangt gepflegt der spitze ja in dieser Franziskanermesse auch wieder.

00:13:02: Die ist zweistimmig, also zwei Männerstimmen und in der einfachen Form mit Orgelbegleitung.

00:13:10: Dann gibt es sehr etwas prunkvollere Formen mit Trompeten- und Paukenfarnfahren.

00:13:15: Und dann im siebzehn-, achzehnjahrhundert kam sich den Barockenprunk nicht so ganz entziehen.

00:13:20: Da wird das ein bisschen aufgefettet mit ein bisschen Instrumenten aber nie so groß wie bei dem Minorit oder anderen Orden zum Beispiel.

00:13:27: Man bleibt doch schlicht dieser Zweistimmigkeit mit ein bischen mehr instrumentalem.

00:13:33: Ein zweites Besonderes ist, dass die Franziskaner eine große Vorliebe haben seit Franziskus eigentlich für den Volksgesang das Volkslied.

00:13:42: Und das drückt sich auch in der Franziskana-Messe aus.

00:13:45: Wir haben hier immer wieder das Einsprengsel von Volksliedern bis hin zu ganzen Gripenspielen, zum Beispiel in der Slowakei, die ja auch sehr stark franziskanisch geprägt ist, wo man in den Messen, pastoralen Messen – die dort also für weite Weihnachtszeit ganze Grippenspiele, grippenhirten Lieder hier hinein gearbeitet hat.

00:14:05: Ein Kennzeichen vielleicht auch ist dass diese Franziskanermessen nicht Unikal einem Komponisten nur sehr schwer zuzuordern sind, dass sie jetzt eine gewisse Mosaik-Technik, die die Franziskana haben.

00:14:17: Man nimmt dort ein Stück, da ein Stück und man hat diesen Autorenbegriff kennt man im Orden nicht.

00:14:23: Der Orden aus ganzes ist sozusagen der Autor oder der Hersteller.

00:14:27: Wie Franziskan steht dahinter?

00:14:29: Und man sammelt das Beste zusammen um neue Stücke zu machen aktuelle Musik für die aktuelle Liturgie und die aktue Situation.

00:14:37: Gibt es aber nicht dennoch einen Franziskana, der trotz der gepflegten anonymen Autorenschaft da namentlich vorkommt.

00:14:48: Ja es gibt ein paar wir wissen auch von Wien aber natürlich einer ist ganz besonders auch weil er relativ gut erforscht ist.

00:14:54: das ist Bartar Gaudensius-Dettelbach von dem einige Messen stammen hat sich auch netterweise irgendwo in den Noten verewigt heißt können werden relativ genau zuordnen Und er ist einer, der sehr kreativ ist was das Verarbeiten von Volkstedern ist.

00:15:10: Z.B.

00:15:12: von Josef Haydn gepflegten Volkstätmelodien oder auch Mozart-Ariengänger die in seine Musik hinein verarbeitet.

00:15:20: Also es ein sehr kreativer Mensch aber auch seine Werke sind nicht so dass sie erratisch dastehen.

00:15:26: Er hat in einer Messe dieses Liebestouettes bei Männern, welche Liebe fühlen hinein gearbeitet.

00:15:32: Und das ist halt irgendwann doch offenbar zu schräg gewesen den Ordens oberen oder dem Publikum – wir wissen es nicht, den kleinen Gläubigen – dass er dann rausgestrichen und dann mit einem anderen Musik ersetzt.

00:15:42: also er ist auch selbst in seinem Werkbegriff sehr flexibel und überarbeitet seine Werke immer wieder auch dann.

00:15:48: Es wird hilscher!

00:15:49: Jetzt haben sie uns natürlich neugierig gemacht auf ein Werk von Pater Tettlbach.

00:15:54: Was können wir uns denn da anhören?

00:15:56: Es gibt leider nur sehr wenig aufgenommen, aber ein Stück gibt es.

00:15:59: Das ist eine Alma-Pastorella Breve das Volksmelodien verarbeitet und hier ein bisschen einen Eindruck gibt wie diese franziskanische Musik im Spätbarock am Übergang zur Klasse geklungen haben mag.

00:18:29: Das war eben vom Franziskana Pater Gaudenzius Detelbach in Alma Pastorella brewe.

00:18:37: Machen wir einen Sprung ein Jahrhundert später.

00:18:40: Wie hat sich die Musik der Franziskana weiterentwickelt, so ab Ende des neunzehnten Jahrhunderte?

00:18:48: Ja da gibt es auch einen ganz berühmten Franziskaner, einen Salzburger Franziskaner Pater Petersinger ist das, der sehr produktiv ist was einfache Messen betrifft, die man noch damals gerade gebraucht auf den ganzen Landkirchen-Land-Messensstil mäßig Und sehr viel marianisches Liedgut, auch das etwas was in der damaligen Zeit der Marienverehrung blüht im neunzehn Jahrhundert dem Pianischen Zeitalter hier auf gebraucht wird.

00:19:14: Vor allem er schreibt es nicht nur handschriftlich für seine franziskanischer Community sondern er lässt das bei Puster den Regensburg drucken und das ist damals der große Kirchenmusikverlag, das heißt die Part der Peter-Singer-Drucke findet man eigentlich auf jedem Kirchenkorhäuter.

00:19:30: immer noch sind vielleicht nicht mehr ganz am Pulsterzeit Aber sie haben eine große Verbreitung sicherlich bis in die fünftig, neunzehnt, sechstiger Jahre gehabt.

00:19:40: Zwei weitere Franziskarnati ebenfalls vielleicht nicht gar so populär also der einer nicht so populierbar der ist ein Schüler von Pater Peter Singer aus Seenus.

00:19:48: Niedrist schreibt ebenfalls kleine Messen und Marianische Lieder, Liedgut, Larytanslitternein

00:19:54: etc.,

00:19:56: aber einer gar nicht franziskanisch bescheiden eigentlich ist, ist Pater Hartmann von Anderlan Hochburg.

00:20:06: Ein unglaublich produktiver Oratorienkomponist ist, er schreibt eigentlich um den Jahr ein neues großes Oratorium.

00:20:15: Eine Gattung die gar nicht so populärer ist, die große Zeit ist in der Barockzeit.

00:20:20: Er schreibt jedes Jahr einen Oratorium San Pietro, La Morte del Signore.

00:20:25: über die sieben letzten Worte Jesu Christi gibt es eine, San Francesco ist ganz klar oder auch la Gena Del Signore, das heißt TD-um.

00:20:34: interessanterweise ist ein Freund von Lorenzo Perosi und das zeigt auch, in welchem Stil eigentlich komponiert.

00:20:41: Perosi ist so ähnlich wie Puccini auf katholisch um das jetzt erlaubt zu sagen.

00:20:45: also man kann sich nur vorstellen dass sie eine sehr große Kompositionen sehr raffiniert auch in der Instrumentation und eigentlich gar nicht franziskanisch bescheiden wenn wir an den Sonnengesang jetzt zurückdenken sollen eben sehr pompös fast eigentlich.

00:21:01: Ja aber pro Sonnengesang.

00:21:03: Franziskus selbst begrüßte das Sterben eben in seinem berühmten Sonnengesang als Bruder Tod und starb umgeben von seinen Brüdern in tiefen Frieden.

00:21:14: Zwölfhundertzechsohnzwanzig, in der Portionkola Kapelle bei Assisi.

00:21:19: daher heuer auch Dachhunderte Todestage und dieses Jubiläumsjahr ist auch Anlass für eine Ausstellung im Domquartier Salzburg.

00:21:32: diese läuft Seit kurzem, seit den Kurzen im Mai und dann bis zum zweiten November.

00:21:38: Das ist in Kooperation mit dem Verein Franziskanische Forschung in Münster wo es um sein Leben aber auch um seinen Nachwirkungen geht.

00:21:46: Und da haben Sie auch mitgewirkt, Elisabeth Hilscher?

00:21:49: Ja, das ist ein kleiner Beitrag zur Musik eben, die wir gerade gesprochen haben.

00:21:54: Ich denke, dass eine sehr... gute Ausstellung, weil wirklich Exponate aus vielen franziskanischen Gemeinschaften gezeigt werden, die man sonst nicht sehen würde.

00:22:03: Man hat sich bemüht, franziskarisches Leben über diese achthundert Jahre darzustellen.

00:22:09: was macht Franziskana sein aus?

00:22:13: Wir sprechen immer das über den Männer gesprochen.

00:22:14: es gibt auch ganz viele franzistische Frauen und Gemeinschaften, die eine eigene Sendung wert wären einen dritten Ordner ja schon zu Lebzeiten von Franziskus.

00:22:22: also immer auch ganz wichtig ist dieses Leben schleben, da leiden eben auch total aktuell jetzt gerade in Zeichen von Klimakrise, Armutskrise etc.

00:22:32: wieder und auch das mit dieser Ausstellung Thema sein.

00:22:35: es gibt doch einen sehr großen gut bebildeten Katalog auch mit vielen interessanten Beiträgen und man kann euch nur alle unserer Zuhörerinnen und Zuhöhre einladen einmal nach Salzburg zu fahren und diese Ausstellung zu besuchen.

00:22:48: der Sommer ist lang, der Herbst ist auch lang, man hat noch viel Zeit und es wird sich sicherlich auszahlen wahrscheinlich in den nächsten dreißigvierzig Jahren, in dieser Fülle nicht gezeigte Anzahl an franziaskanischen Exponaten hier einmal gründlich zu studieren.

00:23:03: Zuerst anzuschauen und eine Katalog noch weiterzustudieren.

00:23:07: Danke dass Sie uns darauf neugierig gemacht haben Elisabeth Hilscher auf diese Ausstellung im Domquartier Salzburg.

00:23:14: Sie heißt Lebenskunst und widmen sich eben achthundert Jahre Franz von Assisi.

00:23:19: es gibt dazu auch einen buntes Plakat, wo man den Heiligen Franziskus sieht umgeben von vielen Tieren.

00:23:27: Die Ausstellung läuft bis zum zweiten November.

00:23:30: Damit sind wir am Ende unserer Ausgabe von Archivar-Archivie archivo.

00:23:36: Zu Gast war eben heute Elisabeth Tilcher der österreichischen Akademie der Wissenschaften.

00:23:41: Sie haben viel Wissenswertes erfahren über den Sonnengesang des Heiligen Fransiskus aber auch über die Franziskaner und die Minoriten sowie den Kapuzinen.

00:23:52: Der Dank am Ende dieser Sendung gilt auch unserer Protosserin Monika

00:23:57: Jarosch,

00:23:57: die immer wieder diese Ideen mit Elisabeth Hilsch entwickelt und danke fürs Zuhören sagt Stefan Hauser.

00:24:37: Archivar?

00:24:38: Archivie?

00:24:40: Archivo?

00:24:41: Wissenswertes aus der Historie des Wiener Wahrzeichen unter

00:24:45: Bundeshauptstadt

00:24:46: in einem Radio-Wiki von Monika

00:24:48: Yarosch und Stefan Hausser Untertitel im Auftrag des ZDF.

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