Perspektiven mit Autorin und Fastenbegleiterin Andrea Löw

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00:00:00: Mein Name ist Veronica Ponelli und ich darf Ihnen heute die Autorin Andrea Löwf und Ihr Buch Satt Geliebt vorstellen.

00:00:07: Ja, der Verleger sagte genau so zu mir Frau Löw, das ist ein wertvolles Buch!

00:00:13: Das müssen wir schön machen.

00:00:15: Und das ist gelungen – Der Einband in Naturpapier, in Matemgrün & Rosa.

00:00:22: auch Innen ist alles gut aufbereitet und liebevoll gestaltet Und Andrea Löw, die hier vor mir sitzt, ist heute sogar in denselben Farben gekleidet.

00:00:31: Man merkt ihr Buch ist ein Herzensprojekt und das was drin steht ganz sicher keine von KI zusammengewirfelte Theorie sondern langjährige Erfahrung!

00:00:44: Und man spürt ihren Wunsch etwas weitergeben zu wollen dass das Leben von Andrea Löwe verändert und bereichert hat.

00:00:51: Ich war früher Buchhändlerin, ich war siebenundzwanzig Jahre Buchhänderin mit großer Begeisterung.

00:00:57: Auch da hat mich die Lebenshilfe sehr interessiert schon Gesundheit natürlich auch beelettristik, Theologie, spirituelles Warm.

00:01:05: in diese Richtung und ja eigentlich durch private große Herausforderungen bin ich mehr und mehr in Seminare auch gegangen, ich bin zum Tanz gekommen Ich war immer schon auch mit Tod konfrontiert.

00:01:22: Da bin ich zum Trauertanz gekommen, das hat mich so fasziniert und dann wollte ich das lernen weil mich das selber so berührt hat was Tanzvermarkt ja in der Erwachsenenbildung habe ich mir auch ausgesucht zunächst als Hobby Und da hab' ich dann schon meine Arbeit über's innere Kind geschrieben weil mich dass zu tiefst faszineert hat.

00:01:49: Ja, und so bin ich aber auch dann zum Fasten gekommen.

00:01:52: Und eines hat das nächste ergeben und hängt wunderbar

00:01:56: zusammen.".

00:01:57: Und so kam es nun auch dazu, dass Andrea Löw sich nicht nur Fastenleiterin, Tanzpädagogin und Erwachsenenbildnerinnen nennen darf sondern auch Autorin?

00:02:07: Ich habe tatsächlich meine Hobbys zum Beruf gemacht – das Tanzen, das Wandern und Gehen.

00:02:16: Bin ja auch Bilderbegleiterin.

00:02:20: Ich interessiere mich für so vieles.

00:02:22: Ich liebe Bücher über alles, ich lese schon immer – also von Kindheit an lese ich extrem viel und gern!

00:02:29: Und ich liebe auch eine schöne Sprache.

00:02:35: Darum habe ich immer schon viel geschrieben.

00:02:36: Als ich fast ein Leiterin geworden bin, habe ich auch gerne Newsletter- und Artikel geschrieben.

00:02:42: Da kam dann auch schon immer mal eine Anfrage, wann erstes Buch schreiben werde.

00:02:49: Und auch weil viele Gäste, gerade zum Kloster Panek wo ich viel bin, wo ich viele Kurse begleite, kam immer wieder die Frage ob ich denn nicht ein Buch schreiben kann.

00:03:00: für die Momente wo man dann ein bisschen nachlässt im Vorhaben ja und weiß mich ohnehin sehr berührt und fasziniert diese Arbeit ist das Buch dann tatsächlich entstanden.

00:03:13: Und so freue ich mich mit Andrea Löw eine vierteilige Sendereihe über den Dreiglang von Körper, Seele und Geist zu beginnen.

00:03:21: Statt Geist können wir auch Psyche sagen.

00:03:25: also es geht um unseren Körper oder Leib unsere Gefühle und Emotionen und das Denken oder den Verstand die Ratio.

00:03:34: diese drei spielen zusammen eigentlich aber sehr oft Das erlebe ich auch in meinem anderen Beruf als Psychotherapeutin, trennen wir sie.

00:03:45: Gefühle wollen wir im Griff haben oder manche wie Angst und Wut am besten gar nicht fühlen.

00:03:51: Dem Kopf geben wir ganz viel Raum und der Körper soll optimiert werden aber auf ihn hören tun wir nicht so gerne wäre aber ratsam warum?

00:04:02: Und wie wir zu einer guten Balance zwischen dem Denken, Fühlen- und Körperwahrnehmungen kommen Das möchte ich mit Ihnen in vier Sendungen im Uni beleuchten.

00:04:13: Zurück zu Andrea Löw, die über das Fasten und Tanzen eine sehr gute Beziehung zu ihrem Körper gefunden hat.

00:04:21: Was bedeutet für sie das Zusammenspiel von Körper, Seele und Geist?

00:04:26: Wenn ich einen Moment bewusst erfasse – also wo jetzt wirklich der Geist dabei ist, mein Erfassen, meine Wahrnehmung oder auch meine Vorstellung Aber auch eben die Emotion, der manchmal der Seele zugeteilt wird.

00:04:43: Ich mache sie auch manchmal gerne als vierter Teil auf.

00:04:47: und der Körper wie ich mich dann fühle was ich dann spüre oder ja ich schaue mit den Augen.

00:04:53: also da verbindet sich das schon so schön.

00:04:56: Ich habe es mir jetzt gerade erst wieder gedacht als ich mit der Bahn her reingefahren bin.

00:05:00: Ich kann raus schauen und einfach drüber schauen aber bewusst auch diese Schöpfung wahrnehmen und dann sind das so satt geliebt Momente, wo ich tatsächlich mich gut spüre im Moment bin.

00:05:13: Das ist dann, finde ich wichtig ja, wo Ich mit diesem großen Ganzen verbunden bin also vielleicht auch Mit diesen schöpferischen Wesenskehren da auch mit meinen Emotionen.

00:05:25: aber die Bewusstheit macht es erst aus dass ich das überhaupt so erlebe.

00:05:32: In meinem Arbeitsleben ist das auch so, natürlich gerade beim Fasten aber auch beim Tanzen und auch privat persönlich.

00:05:40: Brauche ich das auch alles?

00:05:41: Und es für mich ein ganz klares, sagen wir mal in dem Fall vier blättriges Glücksblatt!

00:05:49: Also um im Moment sein zu können, um genießen zu können ,um zu wissen was tut mir eigentlich gut und was nicht, brauche ich mehr als nur mein Denken meinen Kopf.

00:06:01: Andrea Löw ist es da ähnlich ergangen wie mir und vielen anderen.

00:06:05: Im Erwachsenwerden verlieren viele Menschen diese gute Verbundenheit mit uns selbst.

00:06:11: Das war tatsächlich auch bei mir so ähnlich gewesen, dass ich wenig Aufmerksamkeit draufgelegt habe Und hat sich ergeben.

00:06:21: Also auch natürlich im Erleben.

00:06:23: das Menschen sterben Da kommt einem rückt das sehr nahe Wie das alles verbunden ist Aber natürlich dann auch durch meine Beschäftigung, Bücher die ich gelesen habe, Seminare die ich besucht hab und die ich eben selber geleitet habe.

00:06:40: Im Tanz bin ich tief in Berührung gekommen mit meinem Körper, meiner Körperlichkeit beim Fasten natürlich dann ebenso.

00:06:49: und das finde ich ist diese große Chance dass man wieder so gut mit sich in Kontakt kommt widerspürt, was wirklich wichtig ist und wahrnimmt.

00:07:02: Was da ist?

00:07:04: Und unser Körper verrät uns viel ebenweiler vergnunden mit Geist-, Emotionen- und Seele.

00:07:12: Erstes Beispiel wie der Körper zu uns spricht und woran wir sehr klar merken dass wir ihn brauchen, ist das Hungergefühl.

00:07:20: Was ich immer wieder höre beim Fasten was Menschen erzählen und was ich selber von mir kenne, Hunger.

00:07:26: Manche Menschen fürchten sich vor Hunger.

00:07:28: Ich habe extrem gut gelernt wahrzunehmen, dass Hunger in unterschiedlichen Abstufungen da ist, das ich mich nicht fürchten muss davon, dass auch Hunger wie Gefühle kommt und geht im Welten.

00:07:42: Und dass er mir zwar sagt oder der Körper sagt okay, ich habe es fertig verdaut aber sonst sagt man zunächst der Körper noch nicht mehr.

00:07:52: natürlich wenn ich dann längere Zeit nicht esse, dann schlägt er schon ein bisschen Alarm und lässt mich unkonzentriert sein oder vielleicht kriege ich sogar Kopfweh- oder Schwindelgefühle weil er genau weiß das System weiß.

00:08:05: Hallo Essen ist überlebenswichtig.

00:08:08: du musst jetzt was tun!

00:08:09: Ich melde mich jetzt lautstark und dieses Beschäftigen mit diesen Stufen des Hungers, und dann umgekehrt auch mit der Sättigung.

00:08:20: Das habe ich auch erst sehr spät begonnen.

00:08:23: also wahrzunehmen ja dass sich wirklich wenn ich bewusst esse und langsam esse das ich dann merke ahja jetzt merke ich mein Körper beruhigt sich wenn er vorher schon in Unruhe war und dann baut sich nach und nach diese Befriedigung auf und dieses Satz sein Und das ist ja auch was sehr Wesentliches, dass man dann auch selber merkt.

00:08:46: Ja jetzt werde ich satt!

00:08:48: Dann sollten wir ja schon ans Aufhören denken.

00:08:52: Wenn es sehr gut schmeckt oder ich abgelenkt bin, es sich vielleicht dann auch zu fielen kann es auch schon wieder unangenehm sein.

00:08:59: also da spricht der Körper zum Beispiel großartig mit mir.

00:09:03: Das gleiche gilt aber auch für alle anderen Gefühle.

00:09:07: Ohne unseren Körper würden wir gar nicht wissen, dass wir gerade froh sind oder ängstlich oder wütend.

00:09:13: Meine Gefühle zeigen sich ja.

00:09:15: also Traurigkeit lässt mich ein bisschen schrumpfen ich spüre eine Enge vielleicht auch bei Angst und da ist der Körper natürlich ein wunderbares Werkzeug um mir aufzuzeigen was grad in mir lebt.

00:09:37: Diese Gefühle natürlich sind stark verbunden mit meiner Körperlichkeit und das hilft mir dann auch, weil ich bin ja manchmal so im Tun.

00:09:45: Und Gefühlen fühlen kann ich ja nur im Jetzt und dann zeigt mir halt ein Körper auf.

00:09:52: also bei mir ist es tatsächlich natürlich auch oft Erschöpfung.

00:09:55: Also diese Müdigkeit wie gut dass der Körper das zeigt denn sonst würde ich noch mehr über Grenzen gehen.

00:10:03: und so spüre ich aber Diese Erschöpfung auch mit Unkonzentriertheit, also dass dann auch Dinge passieren, die mir nicht passieren sollten.

00:10:13: Dass ich unaufmerksam werde, dass sich unruhig werde – das spüre ich ja richtig so im Herzensbereich oder vielleicht auch in der Bauchgegend und da kann ich sehr froh sein, dass der Körper mir das

00:10:26: zurückmeldet.".

00:10:28: Wenn wir diese Rückmellungen aber nicht wahr- oder nicht ernst nehmen, Gefühle unterdrücken, dann sammeln sie sich an!

00:10:35: Sie gehen durch Ignorieren, nämlich nicht weg.

00:10:38: Die Folge kann Depression sein, Burnout, Rückenschmerzen, Magen-Darmerkrankungen und so weiter... Während meiner Tätigkeit in einer Burnout-Clinic habe ich folgenden Satz sehr oft gehört Hätte ich doch vor Jahren schon mehr auf meinen Körper gehört?

00:10:56: Er hat mich eh gewarnt.

00:10:59: Wieder auf den Körper hören lernen.

00:11:01: Das steht am Programm in dieser Senderei im Juni.

00:11:04: Zu Gast heute ist die Autorin des Buches Satt geliebt, Andrea Löw.

00:11:09: Seit Jahren begleitet sie Menschen beim Fasten.

00:11:12: Tatsächlich kam das Fasten in mein Leben in einer Zeit wo es mir sehr schlecht ging und ich habe den Tipp von meiner Schwester bekommen mir eine Auszeit zu nehmen.

00:11:22: Ich hätte nicht gedacht damals, dass es sich auf so vielen unterschiedlichen Ebenen dann auswirkt.

00:11:28: Heute empfinde ich das natürlich ganz anders in dem ich schon oft gefasst habe und wahrgenommen hab ja da geht's dann wirklich um das essentielle um das wirklich wichtige.

00:11:41: alles andere wird mal draußen gelassen Und ich komme in Kontakt mit meinem Körper In meiner Körperlichkeit.

00:11:51: Ich bin dann, ja also ich habe auch mein erstes Fasten im Kloster Panekname als Gast noch gemacht und da so in mitten der Natur an einem spirituellen Ort.

00:12:03: Da ist wirklich für mich auch Heilung passiert.

00:12:07: das kann ich schon zu sagen dass ich mich sortiert habe, dass sich auch gemerkt hab' ich kann mich auf meinen Körper verlassen.

00:12:16: wer braucht ganz wenig um trotzdem für mich wunderbar dazu sein dann all das, was dazugehört, Bewegung zu machen und Frischluft.

00:12:28: Das ist mir im Alltag abhandengekommen.

00:12:31: also da war einfach kein Raum dafür und so ist dieses ganzheitliche Sein auch für mich sehr spürbar geworden Und da habe ich es auch lieben gelernt.

00:12:47: Ich gehe mal davon aus, dass sich jetzt der eine oder die andere die Frage stellt wie das denn gehen soll.

00:12:53: Fasten

00:12:54: ist ja tendenziell eher negativ besetzt.

00:12:57: Ja natürlich nicht jeder Mann ist Freund des Fastens hat tatsächlich für manche etwas Schweres.

00:13:04: Für mich war es auch ein krasses Aha-Erlebnis einmal wahrgenommen zu haben wir haben ja im eigenen Team Widersache Denn das innere Kind hält gar nichts vom Fasten.

00:13:16: Und das darf es auch, weil das innere Kind ist ja zuständig für Gefühle.

00:13:20: Für Lust und Lustbarkeit.

00:13:21: Es soll schön sein!

00:13:23: Das will alles haben.

00:13:24: Es will keineswegs auf irgendetwas verzichten.

00:13:28: Das innere kind darf das.

00:13:29: aber in meinem inneren System gibt's dann eben noch das Erwachsenen ich.

00:13:34: Das ist auch du und du mit dem Inneren Gesundheitsminister die sind vorausschauend und da weiß ich genießen und lust...das ist was Schönes.

00:13:45: aber wenn ich es rund um die Uhr haben möchte, dann ist das einfach zu viel.

00:13:51: Und Fasten kann eine sehr schöne Verzichtserfahrung sein!

00:13:55: Es geht natürlich immer auch ums rechte Maß und beim Fasten entscheidet man sich ja für eine begrenzte Zeit nur auf etwas zu verzichten.

00:14:05: beim Intervallfasten sind es vielleicht sechzehn Stunden, wo wir auf Essen verzichten.

00:14:11: Beim Saftfasten nach Dr.

00:14:12: Buchinger entscheidet man sich wirklich dem ganzen Organismus einmal Ruhe zu gönnen also auch die Stoffwechselprozesse ein bisschen zu reduzieren.

00:14:25: da wird eben kaum verdaut.

00:14:28: Da gibt's ja nur den Vitamintrunkmittag und eine Brühe Kräutertee zum Trinken, was aber dem System auch einmal gut tut.

00:14:38: So wie wir jetzt vielleicht ja auch schon merken in der Welt es ist alles so schnell, es ist alle so viel!

00:14:43: Das Sehnsucht ist eigentlich schon sehr groß nach diesem weniger, nach diesem mindesten und das Fasten schenkt einem zum einen auf der körperlichen Ebene sehr viele Vorzüge.

00:14:59: also Entzündungen werden reduziert Die Insulinensensitivität ist da wieder in Balance oder Säure-Basenhaus halt.

00:15:09: Natürlich putzeln auch Kilos, was für viele angenehm ist und beim Saftfasten ist es natürlich ganz intensiv.

00:15:19: Da wird ein paar Tage wirklich auf all das verzichtet und beim Intervallfasten eben immer für ein paar Stunden.

00:15:27: Aber ich denke, also gerade vielleicht Gäste die ins Kloster Panek kommen, sie sehnen sich halt auch sehr nach diesem Rückzug und wir haben da ja immer sehr schöne Begleitthemen.

00:15:38: Also eben ob es bei mir jetzt das innere Kind ist mit Selbstfürsorge oder Tanz oder bei anderen dann Qigong oder Yoga – das tut natürlich auch immer sehr gut!

00:15:51: Und man kann tatsächlich in dieser Woche Wunderbar schauen, wo stehe ich?

00:15:57: Wo will ich hin?

00:15:58: Was brauche ich?

00:16:00: Was brauch' ich nicht mehr?

00:16:03: Ich kann mich wieder neu sortieren.

00:16:06: Ich habe natürlich gerade beim Intervallfasten auch wieder einen guten Rhythmus.

00:16:11: Ich beschäftige mich natürlich mit meinem Essverhalten.

00:16:15: Wie schaut das aus im Alltag?

00:16:17: Wo bin ich da gelandet und wo vielleicht gar nichts sein will?

00:16:20: und der erste Schritt zu einer Veränderung... die ich vielleicht haben möchte, ist ja immer die Bewusstheit.

00:16:27: Und dann kann man sich da einmal wieder das Anschauen so ein bisschen von außen betrachten und feststellen und wahrnehmen wo braucht es etwas anderes?

00:16:41: Andrea Löw beschäftigt sich in ihrem Buch Satz Geliebt intensiv mit der Frage Warum wir essen.

00:16:48: Sie kennen das sicher.

00:16:49: Ich bin traurig also greif mich zur Schokolade.

00:16:52: Ich komme frustriert nach Hause.

00:16:54: Wo sind die Chips?

00:16:56: Oder auch umgekehrt.

00:16:57: Wenn es etwas zu feiern gibt, dann laden wir zum Essen ein.

00:17:01: Lieber geht's durch den Magen heißt das so schön!

00:17:04: Das erfahren wir beim romantischen Dinner zu zweit oder wenn wir die Oma besuchen und den Lieblingskochen aufgetischt bekommen.

00:17:12: Wir essen also nicht nur, wenn wir Hunger haben.

00:17:15: Ja Gottlob essen wir nicht nur um uns mit Nährstoffen zu versorgen wenngleich dass manchmal zu sehr in den Hintergrund gerückt wird, weil das schon das essentielle ist.

00:17:27: Aber tatsächlich natürlich!

00:17:28: Wir essen auch um das Leben zu feiern, wir essen bei Essen etwas Schönes und natürlich ist Essen emotional aufgeladen.

00:17:38: also schon als Kind erlebe ich ja dass besonderen Festen es besonderes Essen gibt.

00:17:43: Vielleicht erlebe ich auch, dass ich getröstet werde wenn ich krank bin durch Essen oder dass sich belohnt werde.

00:17:49: Natürlich prägt sich da schon einiges und manches geht halt dann in eine Richtung wo sehr automatisiert schon zu essen gegriffen wird also heute in unserer sehr schnelllebigen Zeit In unserer Leistungsgesellschaft.

00:18:08: es wird sehr viel von allen verlangt Und da ist natürlich sehr oft die Erschöpfung oder die Sehnsucht nach einer Pause, die ich vielleicht mit essen stille.

00:18:20: Oder auch tatsächlich dass wir sagen am Ende des Tages so jetzt habe ich alles geschafft!

00:18:25: Jetzt möchte ich nur noch mein Rendezvous haben mit meiner Couch und dem Kühlschrank aber tatsächlich wird es halt dann oft zu viel und zuviel vom Falschen gegessen wird.

00:18:39: Ich frage in jedem Fastenkurs oder auch bei meinen Lesungen, dass einmal Menschen sich bewusst machen.

00:18:45: Warum ist du?

00:18:47: Wenn du zu Essen greifst was sind da die Gründe?

00:18:50: und dann sind viele sehr überrascht was da alles aufgezählt wird.

00:18:54: denn ja wir essen uns zu belohnen, wir essen um uns zu trösten Wir essen weil andere essen oder essen halt noch übrig ist Weil wir Kummer haben, wir essen weil wir gestresst sind.

00:19:08: also bei Stress und Frust aber auch bei allen Gefühlen die unangenehm sind sehr schnell.

00:19:16: Ich merke das selber auch wenn da eine Botschaft ist ja und ich merke wie der Energie runterfällt es hilft ja tatsächlich Wenn ich dann vielleicht typischerweise zu Schokolade greife Aber das hilft halt nur für kurze Zeit sich damit zu beschäftigen und zu erfassen, oh da ist vielleicht so viel Unzufriedenheit in einem Bereich.

00:19:41: Ob es im beruflichen ist oder sonst wo?

00:19:44: Oder dass das Sinn fehlt!

00:19:47: Also das sind große Themen die uns unzufriedend machen und dann ist halt Essen was sehr dankbares.

00:19:54: Das ist leistbar, das ist immer zur Verfügung und dann kann ich ja mich ablenken und entstressen damit, also das glaube ich sind so hauptsächlich Aufgaben des Essens.

00:20:06: Und Essen ist ja tatsächlich, ich glaub dass trägt schon auch sehr viel bei es ist überall zur Verfügung.

00:20:12: Also selbst wenn ich dann um Mitternacht heim fahre heute und am Bahnsteig stehe da ist der Automat und verlockt mich oder auch die Werbungen, also natürlich wird da auch dafür gesorgte Industrie sorgt dafür.

00:20:25: Die Werbung sind emotional aufgeladen und dann möchte ich diese schöne Stimmung haben und in der Werbung ist sie verknüpft mit meistens etwas zu essen und dann kauft man dieses Produkt und eigentlich möchte man diese schöne stimmung haben.

00:20:40: Und natürlich möchte ich wenn ich einsam bin zu Hause ja da hilft halt auch Essen, da möchte ich mich auch drößen damit.

00:20:49: Eine innere Lehre kann es sein.

00:20:52: Es gibt wirklich so viele Gründe und das war auch spannend für mich wahrzunehmen, gerade durchs Intervallfasten wo wir dann meistens früh Abendessen oder gar nicht Abendessen wie auch immer man diese Stundenzeit einteilt merkt man oft, oh jetzt würde ich schon wieder hingehen zur Naschlade oder zum Kühlschrank.

00:21:18: Jetzt darf ich aber nicht oder soll ich nicht und das ist eigentlich eine tolle Gelegenheit zu schauen ja und warum?

00:21:25: Was ist es denn und was bräuchte ich denn jetzt wirklich?

00:21:29: Das ist so eine wirklich goldene Frage denke ich.

00:21:31: Was brauche ich tatsächlich?

00:21:34: Schritt eins wäre also mal eine Selbstbeobachtung.

00:21:39: wann und warum esse ich?

00:21:42: Dann kommen wir vielleicht darauf, dass unser eigentliches Bedürfnis hinter dem vermeintlichen Hunger Nähe wäre oder Entspannung.

00:21:52: Was könnten wir stattdessen tun?

00:21:54: Wird vielleicht nicht immer gelingen aber dann ist natürlich gut wenn ich so meine eigene Liste habe eine To-Joy Liste oder to Love Liste und ja dann ist es vielleicht doch einmal ein Bad mit ätherischen Ölen oder einen Spaziergang eine Freudenquelle, die nicht unbedingt mit Kulinarium zu tun hat.

00:22:16: Ich meine manche werden da jetzt lachen aber wenn ich mir in ein schönes Glas Wasser einschenke und das mit Genuss trinke oder in Dankbarkeit trincke weil jeder der in anderen Ländern schon war weiß wie kostbar das sein kann ja oder mehr selbst Berührung auch Schenke.

00:22:37: oder wenn ich Glück habe, hab' ich eine Partnerin.

00:22:39: Oder ich organisiere mir eine Massage.

00:22:41: also das merke ich auch zum Beispiel dass ganz viele Menschen Berührungen gern haben und brauchen... ...oder auch was Heiteres!

00:22:52: Also es wäre wichtig, wenn ich mir zu einer Zeit wo's mir gut geht, dass ich mich von meinem inneren Kind beraten lasse.

00:23:02: Was macht uns wirklich Freude?

00:23:04: Was macht uns glücklich?

00:23:05: Was haben wir früher gern gemacht und das können dann solche Dinge sein.

00:23:09: Vielleicht beginnt man doch auch mal wieder zu spielen, also ich... Wir haben erst vor kurzem geplaudert mit Freunden.

00:23:14: ja die Spielen regelmäßig, die einen Tramikap und den anderen Jolly und da kann man auch an Täter zutrinken weil das macht eh schon glücklich!

00:23:23: Da muss man nicht.

00:23:24: oder wenn ich mir jetzt wirklich einen Film anschaue in diesem Bewusstsein, ah wie schön!

00:23:32: Jetzt kann ich mir einen Film anschauen.

00:23:33: Entweder unterhält er mich oder je nachdem welche Genre dass sich das entkoppelt, dass da jetzt Essen dabei sein muss aber ich werde manchmal vielleicht auch spürner es reicht nicht möchte an der Stelle auch sagen manchmal ist es auch wirklich wichtig sich therapeutische Hilfe zu suchen weil wir manchmal Themen über Jahrzehnte mittragen und Diese Selbstbegleitung oder diese Selbstfürsorge, das ist halt dann wirklich sollte an erster Stelle stehen.

00:24:06: und dass man schaut.

00:24:09: Es kann jeder ja nur für sich selber herausfinden was brauche ich wirklich?

00:24:13: Was fehlt mir in meinem Leben und was wünsche ich

00:24:18: mir?".

00:24:19: Und wenn wir das besser wissen, können wir gezielter handeln um in diesen Zustand zu kommen den Andrea Löw satt geliebt nennt.

00:24:27: Das können Momente sein, kurze Momente.

00:24:30: Das kann eine lang andauernde Zeit und da ist eben mein Bewusstsein so verknüpft mit dem Sein im Moment.

00:24:38: Es ist immer ein Sein in Moment.

00:24:41: Da ist halt runterum alles gut und alles schön!

00:24:45: Und dann kann ich einiges beitragen.

00:24:48: wenn ich zum Beispiel durch meine Wohnung gehe... Ich mache das recht oft und dann schaue ich was mich alles erfreut was mich alles glücklich macht, das sind banale Dinge.

00:25:00: Es erschafft aber in mir den Zustand dass ich mich liebt fühle und natürlich besonders viel hat es mit Menschen zu tun.

00:25:09: Ich hatte gerade jetzt wieder ein Familienfest.

00:25:12: Ich bin da so tief berührt!

00:25:15: Ich liebe meine Familie Also nicht nur meine zwei Kinder mit ihren Partnern innen, sondern ich habe acht Geschwister.

00:25:23: Da gibt es viele Neffen und Nichten!

00:25:25: Und die liebe ich so tief... also da bin ich zutiefst satt geliebt ja?

00:25:30: Das treibt mir jetzt gerade auch so die Tränen in den Augen beides.

00:25:34: Also Menschen sind natürlich das Besondere im Leben denke ich dass wir da Begegnungen haben, Herzensbegegnung ein und manchmal spielt man miteinander einander auch heraus, aber ich bin eben weil ich aufgewachsen bin immer in einer Scharf von Menschen.

00:25:54: So liebe ich das heute noch in all meinen Kursen und ich denke dass hat einiges auch beigetragen, dass sich so einen Beruf dann gewählt habe.

00:26:04: und ja ich liebe Menschen!

00:26:08: Ich finde es immer wieder faszinierend wenn Am Beginn eines Seminars oder gerade in der Fastenwoche, wo wir acht Tage Zeit haben einander kennen zu lernen.

00:26:18: Ja ich bereite das sehr gerne eben auch etwas auf dass wir achtsam sind miteinander und dass wir Freude miteinander erleben.

00:26:25: Auch Heiteres kann man gut auch Schabern nacktreiben.

00:26:28: Ich finde das gehört genauso dazu wie aber auch das tiefspirituelle Dass mir auch so am Herzen liegt die Schöpfung all das also Das ist aus meinem Satz geliebt auch nicht weg zu denken

00:26:40: Warn und wodurch fühlen sie sich satt, geliebt.

00:26:45: Was bedeutet das für Sie?

00:26:46: Wenn wir dieser Frage nachgehen kann es auch sein dass unangenehmes oder schmerzhaftes auftaucht.

00:26:55: Vielleicht die Erkenntnis dieses Gefühl kenne ich eigentlich gar nicht Oder wünsche ich mir schon lange aber Ich fühle mich leer oder einsam.

00:27:06: Es braucht also ein bisschen Mut um sich mit sich selbst zu beschäftigen oder auch um die sogenannten negativen Gefühle zuzulassen, denn sie haben eine Botschaft.

00:27:19: Trauer, Angst oder Wut wollen uns auf ein nicht erfülltes Bedürfnis aufmerksam

00:27:24: machen.".

00:27:25: Es geht ja dann tatsächlich auch darum dass man vielleicht auch wenn man sich noch nicht viel beschäftigt hat wieder lernt Gefühlen wahrzunehmen, bewusst zu unterscheiden.

00:27:34: Ich kann dann vielleicht nochmal mehr sagen als es geht mir gut oder schlecht da auch mal auch wahrzulehnen.

00:27:41: ja da ist eben diese Lehre.

00:27:44: also die Lehre ist auch ein Gefühl.

00:27:46: das ist ja nicht nur nichts so wie uns Lehre auch gut tut nicht nur beim Fasten sondern auch wenn wir in die Stille gehen und sich da neu kennen zu lernen Ein wichtiger Schritt.

00:28:03: Ich finde, dass mein Buch gerade diesbezüglich wirklich eine große Einladung ist sich ein Stück weit mehr kennen zu lernen.

00:28:09: das kriege ich immer wieder zurück gemeldet von Menschen die es gelesen haben, dass sie sagen, dass auch verwundert sind wie sehr sie sich wieder kennengelernt haben in manchen Bereichen.

00:28:21: wenn sich also bei ihnen jetzt das Interesse an sich selbst meldet satt gelebt.

00:28:27: von Andrea Löw erschienen im Freier Verlag.

00:28:30: Das nächste Fasten-Wochenende mit Andrea Löw findet schon ab kommenden Samstag statt, sechster bis dreizehn der Juni im Kloster Pernek.

00:28:39: Alle Infos zum Fasten und zum Buch und die Sendung zu nachhören finden Sie auf radioklassik.at.

00:28:47: Für mich wäre es so als Schlusswort mir wichtig zu sagen also sich selbst liebevoll zu begleiten.

00:28:54: ich glaube das ist die wichtigste Aufgabe die wir haben Und manchmal Dreh dich das ja tapp auf und setze Grenzen oder sage mal laut, wo stopp.

00:29:05: Aber ganz viel brauchen wir dieses liebevolle für uns selber und für andere das freundliche und dieses Zuhause bei sich selbst in einer liebevollen

00:29:18: Gemeinschaft.".

00:29:30: Eine Sendung von Veronica Bonelli.

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