leb- 260605#Josef Weismayer

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00:00:00: Mein Name ist Josef Weißmeier.

00:00:02: Ich bin ein gebürtiger Wiener, wobei wie das meistens bei Wienern üblich ist die Eltern noch nicht in Wien geboren sind sondern aus Niederösterreich stammen.

00:00:17: Josef weissmeier einer der bekanntesten Priesterpersönlichkeiten der Ärzte zu dieser Wien und darüber hinaus heute ein Porträt von ihm in den Lebenswegen zu denen sie Stefan Hauser begrüßt.

00:00:30: Anlass ist Weißmeers kommender neunzigster Geburtstag.

00:00:34: Er prägte die Dogmatik, die systematische Verarbeitung und rationale Durchdringungen von grundlegenden Glaubenssätzen oder rechtlichen Namen in der Römisch-Katholischen Kirche – darauf kommen wir noch!

00:00:46: Vorerst zurück im WeißMeers Kindheit.

00:00:49: Meine Mutter stammte aus dem obernen Waldviertel und mein Vater aus Siendorf-Bestockara.

00:00:58: weiteres Einzugsgebiet sozusagen von Wien.

00:01:03: Und meine Eltern sind eigentlich aus eben bescheidenen Verhältnissen gekommen, mein Vater war ein gelernter Sattler.

00:01:15: der Vater von ihm war dort in diesem Beruf tätig und wo auch ihn bei ihm hat er auch gelernt ist natürlich verständlich dass ja damals Traktoren eine Seltenheit geworden.

00:01:34: Man hat Pferde zu der landwirtschaftlichen Betätigung gebraucht und insofern war das natürlich dann die Sattlerei oder Lederarbeiter, doch ein wichtiges Sache.

00:01:51: Ich bin also im Jahr neunzehntsechsunddreißig geboren – das muss ich auch dazu sagen!

00:01:56: In Wien geboren habe mit der Volksschule begonnen, das war also noch in der Nazi-Zeit.

00:02:05: Und habe ja auch die Russenzeit ... Das heißt, die Eroberung Wien sei eigentlich durch die Sowjet-Armee, die waren jetzt zuerst da.

00:02:17: Die anderen Alliierten sind erst später dann hier eingerückt und ich habe ja so auch diese Zeiten, aus dem Ich damals war in der dritten Volksgeklasse miterlebt.

00:02:31: Ich hatte als Kind eigentlich den Vorteil, dass die Russen sehr kinderlebend waren.

00:02:41: Hatte also keine Schwierigkeiten im Gegenteil.

00:02:46: Das ist jetzt für meine Bürger viel nicht wichtig.

00:02:49: aber ein interessantes Detail, das so wird sind über den zuerst in den Sendenbezirk eingedrungen vom Süden her sozusagen nach Wien und sind, wie ich war im fünften Bezirk zu Hause.

00:03:06: Und die haben sich erst im zehnten Bezirk die Firma Heller geblündert, die eine Zuckerleerzeugung gehabt haben.

00:03:14: Ich habe also in diesen Tagen noch nie so viele an nichts Besonderes Zucker bekommen von den russischen Soldaten, die sie dort erarbeitet haben im

00:03:26: Zehntenbezirk.".

00:03:28: Ein kleines Schmankerl sozusagen.

00:03:30: Josef Weißmeyer hatte eine Schwester, die zwölf Jahre jünger als er war.

00:03:34: sie blickte nach der Heimkehr des Vaters aus russischer Kriegsgefangenschaft das Licht der Welt.

00:03:39: vor wenigen Jahren verstarb sie.

00:03:42: Wir hatten immer gedacht Sie wird mich überleben aber es ist anders geplant gewesen.

00:03:49: Der Glaube prägt die Weißmayers seit jeher.

00:03:57: Eltern waren gute Katholiken, die also Sonntagsmesse war klar.

00:04:06: Und ich bin dann eigentlich relativ bald auch Ministrant geworden und insofern war das eine katholische Situation, in der ich großgeworden bin.

00:04:20: Das war in Margareten ... War damals nur eine Pfade, das war die Kirche zur ewigen Anbetung, das waren die Franziskanerinnen oder Clarissinnen.

00:04:31: Das ist eine Pfarre, die ganz klein war und nur im Krieg errichtet wurde und nach dem Krieg wieder aufgeröst wurde.

00:04:37: Der Hintergrund war der, dass Priester, die eine selbstständige Gemeinde zu betreuen hatten nicht einberufen wurden in das Heer – und insofern hat man natürlich also geschaut, möglichst viele Priester zu fixieren!

00:04:56: Josef Weißmeier geht in Wien zur Schule, später geht es aus der Stadt hinaus.

00:05:01: Vorgeschimpft fünften Bezirk?

00:05:02: In der Einsiedlergasse!

00:05:04: Ich bin aber erst ab der fünfte Klasse war ich in Holaboron.

00:05:10: Also ich habe das Untergymnasium also erste bis vierte Gymnasealklasse in Wyn absolviert und bin dann nach Holaborun gekommen da Grund oder einer ... Eine Bemühung war dahinter, der in meiner Gartengasse im fünften Bezirk tätig war.

00:05:34: Der selbst in Hollabrunn hat sich sehr bemüht, dass ich nach Hollabrund komme und die muss im Rückblick sagen wir hatten da eine relativ kleine Wohnung im Fünfenbezirk.

00:05:53: Ich hätte wahrscheinlich auch nicht die nötige Ruhe gehabt, das Studium zu durchzuführen.

00:06:00: Also ich habe das eigentlich wirklich als eine Hilfe empfunden und bin also wirklich sehr dankbar für alles was ich da empfangen konnte sozusagen an die Günstigungen und Unterstützungen.

00:06:16: Feudian geistlichen Mitton entwickelt sich durchs Ministerien und oft wird daraus mehr.

00:06:22: Und auch das Zulipat stellt für den jungen Josef keine Hürde dar.

00:06:26: Das ist eigentlich ein bisschen schon mit dem Ministranten sein gegeben gewesen wie bei vielen Leuten damals, dass man an dieser Berufsausbildung und aus der Berufung selber auch gefallen gefunden hat, die möchte es eigentlich auch werden.

00:06:47: Das war eigentlich von Anfang an eine Intention.

00:06:52: Das hat sich irgendwie so ergeben, dass man gesagt habe, wir möchten das werden.

00:07:01: War das Problem der Finanzierung des Ganzen?

00:07:05: Hier muss man sagen, hat das sogenannte Kanisiuswerk einen großes Verdienst gehabt, dass ich da unterstützt werden konnte.

00:07:13: Die Eltern hätten nicht alles leisten

00:07:15: können.".

00:07:16: Das hat man eigentlich akzeptiert, dass dieser Beruf auch eine Verpflichtung zur Ehlosigkeit beinhaltet ja.

00:07:29: Im Juni der damals erst seit kurzem amtierende Wiener Erzbischof Franz König Josef Weißmeier im Steffansdom zum Priester.

00:07:39: Ich kann mich noch erinnern, ich habe im ersten Jahr ein Priester-Seminar eingeteilt für die Assistenz beim Begräbenis oder beim Requiem für den Kardinal Initzer und hab dann eigentlich auch diese Zwischenzeit.

00:07:57: Wer wird Erzbischof miterlebt?

00:08:00: Habe Yachim mit erlebt

00:08:01: usw.,

00:08:02: also konnte das eigentlich ist für mich Gegenwart gewesen und nicht nur geschichtliche Vergangenheit.

00:08:13: Er war natürlich ein ganz anderer Typ als Inizer, der Kardinal König war ein anfangs zumindest auch noch eher zurückhaltende Figur und Gestalt.

00:08:27: Nicht im negativen Sinn aber Kardinal Inizern war ein Volksbischof muss man sagen.

00:08:36: ja König ist dann später auch viel lockerer geworden und ist natürlich in Wien ein Ausländer gewesen, wenn man das so sagen kann.

00:08:48: Also er kam aus Sankt-Bilden und war ja dort zumindest ganz kurz Coordiota des auch schon alten Bischofsmemelauer.

00:08:58: Josef Esmer wirkt zwischen neunzehnundfünfzig und sehrensechzig als Kaplan- und Religionslehrer im Grundtamsdorf.

00:09:05: Also, das war meine Kaplanstätigkeit.

00:09:07: Es war ja üblich, dass man auch der Priester bei Kaplan wird und sozusagen auch das seelsorgliche Geschäft lernt sozusagen.

00:09:18: Und damit verbunden, war natürlich auch Religionsunterricht in der Volksschule und in der Hauptschule in Guntramsdorf.

00:09:26: Guntramsdorf war also meine erste Berufung und Stelle.

00:09:33: Nach drei Jahren ... wie es mir normalerweise versetzt wurden, eventuell oder meistens eigentlich auch in eine andere pastorale Situation.

00:09:45: Also Stadt- oder Land und das war wirklich natürlich völlig verschieden.

00:09:52: Und da ich ein Stadtmensch war, war dann die Versetzung nach Niederösterreich bin ja dann vier Jahre Faktisch Pfarrer gewesen in Wultendorf, das zu einem Decanat gehörte, dass es heute nicht mehr gibt.

00:10:13: Vorher relativ kleine Gemeinschaftsstaats hat das geheißen.

00:10:19: Der Hauptort ist ungefähr zwölf Kilometer von Land oder daher entfernt gewesen.

00:10:26: Das war nicht meine Welt aber ... Ich habe ein bisschen einen kleinen Geruch von der Landwirtschaft gehabt, wenn man das so sagen kann.

00:10:36: Weil ich im Krieg meistens die Sommerferien in der Heimat meiner Mutter im Waldviertel verbracht habe und dort auch die ganz wieder andere Situation der bayerlichen Wirtschaft und Wirklichkeit erlebt habe.

00:10:54: Josef Weißmeier kommt so richtig mit viel Erfahrung in die Zeit des zweiten vatikanischen Konzils, also im Zeitalter der Neubregung der römischen katholischen Kirche.

00:11:04: Ich bin schon das sage ich auch immer durch das zweite Vatikanische Konzil geprägt.

00:11:09: Das ist meine Welt geworden aber Natürlich die vorkonsiliare Situation, besonders was die Liturgie betrifft natürlich sehr lebendig noch erlebt.

00:11:22: Und Josef Weißmeer ist und das gilt bis heute ins neunzigste Lebensjahr ein Wiftsack.

00:11:29: Damals absolviert er sein Studium SUB aus Bices.

00:11:33: Gezählen ja nicht alle Prüfungen aber die wichtigsten Prüfung haben gezählt.

00:11:41: Ich habe das nicht als Ziel gehabt, dass ich unbedingt ... Es hat sich so ergeben.

00:11:47: Ich darf vielleicht noch dazu sagen wegen des Studiums.

00:11:50: Ich habe dann diese kleine Pfarre, die ungefähr vier, fünfhundert Einwohner hatte damals und auch Katholiken wultendorf bekommen, weil ich da auch ... es war eigentlich ein Studienbrusten, also bin nicht voll ... eingesetzt gewesen oder hatte auch so viel Freizeit, um Dissertation fertig zu schreiben und so weiter.

00:12:20: In der Folge habilitierte sich an der Uni Wien.

00:12:24: Das war meine Absicht ja.

00:12:27: Es war noch eine zweite Dimension die irgendwie zur Diomatik zu zählen war über Theologie und Geschichte und Theologie der Spiritualität.

00:12:40: Ich habe eigentlich diskutiert über einen Autor, der sogenannten Devocio Moderna.

00:12:47: Das war also eine Fremdlichkeitsbewegung im XIV und XV Jahrhundert vor der Reformation.

00:12:55: Und das war kein Zeitgenose des Thomas von Kempten, von dem die Nachfolge Christi, die ein riesig oft gelesenes Buch war, stammte.

00:13:08: Also darüber habe ich diskutiert.

00:13:11: Das ist dann auch in einem Privatdruck erschienen, die... Ich hab da noch eine deutsche Übersetzung eigentlich vor einer Fleißaufgabe, es hat mich interessiert, eine deutsche Übersetzung angefertigt, die danach gedrückt wurde

00:13:24: ja.".

00:13:24: Wer – wenn nicht er – Josef Weismeyer kann uns den Sinn und die Bedeutung von Dogmatik am besten erläutern?

00:13:32: Kann man vielleicht ganz einfach sagen wer geht auf dies und einigermaßen mit Kirchenbeziehung steht, kennt das Glaubensbekenntnis.

00:13:42: Wobei es auch verschiedene Formulierungen gibt aus verschiedenen geschichtlichen Situationen.

00:13:49: aber es geht eigentlich.

00:13:50: könnte man sagen Dogmatik ist eine Entfaltung dessen was wir eigentlich in diesem Glaubesbekenntniss bekennen Bekenntnis zu dem einen Gott, zu Jesus Christus Bekenntnis zur Wirksamkeit des heutigen Geistes.

00:14:09: Und was da noch alles ja auch am Ende des Glaubensbekenntnisses auch noch genannt wird, die Hoffnung auf ein ewiges Leben, Hoffnung oder die Situation – Was ist die Kirche?

00:14:24: Die Gemeinschaft derer, deren Gott und Jesus Christus glauben?

00:14:29: Ab neunzehn-sechsohn-siebzig ist Weißmeier Universitätsprofessor am Institut für dogmatische Theologie der katholischen Fakultät der Uni Wien.

00:14:37: Später Ordinarius!

00:14:39: Wie ist das alles so gekommen?

00:14:41: in Wien, vor allem auch wohnlich?

00:14:43: Es ging wie mein Ende meiner Pastoraltätigkeit in Wultendorf angebrochen ist.

00:14:50: Das heißt ich habe einen Assistentenpost an der Fakulität bekommen.

00:14:54: es ging darum eine Wohnung in Winn zu finden Und es ergab sich, dass im Jahr nineteenhundertsechzig, im dritten Bezirk in der Ungarkasse ein Haus errichtet wurden von der Diözese.

00:15:13: Das sogenannte Stephanus-Haus.

00:15:15: Gedacht war es als Wohnhaus für Priester die nicht mehr unmittelbar in der Selbstsorge tätig sind also hauptsächlich Pensionisten oder solche, die aus Krankheitsgewünden also da nicht mehr tätig sein konnten.

00:15:34: Und man hat mir dann eine solche Wohnung in diesem Stefanus Haus angeboten und nachdem ich einer der Jüngerländer dort war und gut vertraut war auch mit der Leitung der Diaseuse bin ich dann eigentlich langsam hineingewachsen auch in die Leitung dieses Hauses Vor wenigen Jahren in dem Stefanus-Haus gewohnt.

00:16:05: Über fünfzig Jahre, faktisch war dann zum Schluss aus ein Rektor der Dienststellenleiter des Hauses und war auch mit allen möglichen anderen Dingen natürlich beschäftigt, die damit im Zusammenhang stehen.

00:16:19: Hatte dort noch dazu eine kleine Schwesterngemeinschaft.

00:16:23: hat dieses Haus eigentlich wirtschaftlich geführt war auch meine Aufgabe natürlich, für die da zu sein und sie zu betreuen.

00:16:35: Der Stefanus-Haus ist mittlerweile Geschichte in dieser Funktion – und Josef Weißmehr wohnt nun am Steffansplatz!

00:16:41: Das hat doch mit seiner langjährigen Tätigkeit im Domkapitel von Sankt Stephan zu tun.

00:16:47: Das war dann noch meiner Emeritierung als Universitätsprofessor bin ich gewählt worden eigentlich oder vorgeschlagen worden dem Kardinal zur Ernennung ins Domkapital Und ich bin Tom Kapitol eigentlich im Jahr two-tosend eins geworden.

00:17:06: War schon vorher ein paar Jahre Ehrenmitglied des Kapitels, aber das Kapitel hat ja zwölf fixe Positionen, zwölfe fixe Stellen und meistens kann jemand natürlich nachrücken wenn ein Mitglied gestorben ist.

00:17:25: Es geht sehr einfach zu Und an sich sollten ja auch die einzelnen Mitglieder des Domkapitels in wichtigen Dingen, also dem Erzbischof auch zur Verfügung stehen.

00:17:40: Und innerhalb des Dom Kapitels bin ich danach einige Zeit Domkustos gewesen der eigentlich zuständig ist für das Personal am Dom Und auch für die Baulichkeiten des Domes.

00:17:56: Natürlich gibt es noch den Domkabelmester, der das wirklich kann und macht – und auch für das Personal dann noch den Kirchenmeister wie das heißt oder den Sacristeidirektor.

00:18:10: aber ich hatte für das alles auch zu sorgen.

00:18:13: Das habe ich eigentlich zehn Jahre gemacht, zwei mal fünf

00:18:16: Jahre.

00:18:17: Eine Frage, die sich vielleicht schon viele gestellt haben!

00:18:20: Win gehört der Dom zu Sankt Stiffern?

00:18:23: Josef Weißmehr glärt auf.

00:18:25: Der Dom gehört sich selber, der Dom ist eine juristische juridische Person und das Domkapitel verwaltet eigentlich ... Ist eigentlich der Handlanger des Domes, der ja selbst nicht agieren kann.

00:18:43: Der Tom gehört nicht im Erzbischof.

00:18:45: Das Domkapital ist Jahrhundertjahr früher als in Wien ein Bischofssitz erstellt wurde Und insofern gibt es heute doch keine Spannung.

00:18:58: Aber es ist ganz interessant, dass die rechtlichen Verhältnisse am Stephansplatz wirklich eine eigene Geschichte

00:19:06: sind.".

00:19:08: Josef Weißmeier durch sein langes Wirken und seinen Lebensalter die Erzbischöfe der letzten neun Jahrzehnte miterlebt – König Schönborn nun Grünwidl aber auch Groa!

00:19:18: Dort, wo Weißmeier ins Gymnasium ging in Holla Brunn, wirkte dieser vor seiner Berufung zum Erzbischof.

00:19:50: entdeckt wurde oder gelüftet wurde, eigentlich keine Ahnung gehabt.

00:19:57: Und auch andere nicht.

00:20:01: Ich habe persönlich durchaus eine gute Gesprächssparsis mit ihm gehabt aber wusste also von all dem anderen was da im Hintergrund gelaufen ist nichts.

00:20:13: Vielleicht ist das ja wirklich erst später nach meiner Holaborundertzeit Manifest geworden, ja sicher.

00:20:19: Mit Weihbischof Helmut Gretzel pflegte Josef Weißmeier gute Kontakte.

00:20:24: Das Verhältnis zum Weihbeschiff Gretzl war eigentlich ein sehr freundschaftliches.

00:20:29: Wir waren im Priesterseminar nicht mehr gemeinsam.

00:20:33: Er ist in dem Jahr im Sommer geweiht worden und ich bin im Herbst ins Priesterseminar eingetreten.

00:20:43: Aber wir waren dann später in der Nähe.

00:20:47: Er war Pfarrer in La, einige Jahre.

00:20:50: Und ich war faktisch ... In dieser Pfarrsinn-Sorge in Wultentorf und da sind wir also auch einander nähergekommen, hat mir einmal eingelauden zu Fastenpredigten und als er dann also nach Wien kam und ich auch schon in Wien war, ist da wirklich eine sehr enge freundschaftliche Beziehung zugleich mit anderen entstanden.

00:21:15: ja Und schließlich sind wir am Schluss noch im selben Haus gewesen.

00:21:22: Ich bin hier im dritten Stock, er ist im zweiten Stock

00:21:24: gewesen.".

00:21:25: Was sagt Josef Weißmehr zum neuen Wiener Erzbischof Joseph Grünwidl?

00:21:42: findet es wirklich eine optimale Lösung, dass er herzbischof geworden ist.

00:21:47: Und auch das er von einem Selbstsorge ist nicht primär ein Professor wie wir das meistens hatten in Österreich.

00:21:56: Nichts gegen die Professoren.

00:21:58: zu dieser Firma gehöre ich ja auch oder gehörte ich auch aber ... sozialen Schichten und so weiter, auch eine eigene Erfahrung gut kennt.

00:22:12: Und weiß wo es oder schon drückt nicht?

00:22:15: Von den Bischöfen zu dem Pipsten hat Josef Weiß meine ganze Reihe miterlebt.

00:22:20: Wie aus der Hälfte, die ich nicht mehr bewusst miterlebte, da war ich zu klein aber es war dann natürlich wie aus der zwölfste, der eigentlich mein Zeitlange begleitet hat sozusagen Dann Johannes der Dreiundzwanzigste und das Konzil, dass er einen Berufen hat.

00:22:42: Dann natürlich Paul der Sechste Da war ich schon preis da.

00:22:48: Und ja dann geht es weiter

00:22:51: Mit Johannes Paul den Ersten, Johannes Paul II Benedikt den Sechzehnten Franziskus und nun Leo der Vierzehnte.

00:22:58: Welche hat ihn am meisten geprägt?

00:23:00: Durch die Einberufung des Konzils war sicher Johannes, der

00:23:05: XXIII.,

00:23:07: ein sehr wirkmächtiger Papst.

00:23:09: Obwohl er ja nach der ersten Session des Konzils gestorben ist.

00:23:16: und bald der Sechste hatte er wirklich das Verdienst.

00:23:20: Der hätte ja sagen können jetzt hör mal auf mit dem Konzil hat er nicht gemacht sondern hat es im Sinn dass Johannes des XXIII.

00:23:28: wirklich weitergeführt und bis ans Ende mit begleitet.

00:23:34: Ohne bald den Sechsten wäre es auch nicht vollendet worden.

00:23:37: Kommen wir zu Erzdi, die Josef Weißmehr über siebeneinhalb Jahrzehnte in seinem Tätigkeitsbereich an der Uni am Dom und durch sein Engagement für die theologischen Kurse mitbrägte.

00:23:49: Wo stehen wir aus seiner Sicht heute?

00:23:51: Es hängt natürlich vieles miteinander zusammen.

00:23:55: Einmal ist es dass wir Personalmangel haben wenn wir an die Priesterberufe denken Und dass daher viele selbstständige Einheiten, also waren nicht mehr ganz funktionsfähig wären und man die eher zusammenlegen müsste.

00:24:19: Auf der anderen Seite ist es natürlich auch so das die Verabschiedungen aus der Kirche sprich auf Deutsch Austritte größer werden.

00:24:34: Die Pfannen nicht nur aus Personalmangel, sie müssen zusammengelegt werden.

00:24:42: Sondern auch weil die Zahl der Katholiten geringer wird.

00:24:45: Es gibt aber nicht nur negative Dinge sondern ich glaube dass auch überhaupt die Religionsgemeinschaften, die christlichen Kirchen und ob auch andere Weltreligionen in Wien oder Österreich in einem ganz guten Gesprächsverhältnis miteinander leben.

00:25:07: Und sich nicht bekriegen, sondern eigentlich auch die gemeinsamen Sorgen

00:25:13: teilen.".

00:25:14: Im August wird Josef Weißmeier neunzig.

00:25:17: Abschließend sagt er zum Älterwerden wie es ihm damit geht...

00:25:27: Es gibt ein bisschen Behinderungen vor allem meiner Beweglichkeit, die aber nicht mit Schmerzen begleitet sind.

00:25:40: Das muss ich sehr ... Ich brauche eine Gehhilfe und Bewegungshilfe.

00:25:47: Aber auch das wird ein wenig durch Übungen und Therapien besser.

00:25:53: Und vor allem bin ich dankbar – ich glaube, dass das der Fall ist -, dass meine geistige Bewegligkeit nicht abgenommen hat!

00:26:01: Ich bin dankbar, dass es so ist.

00:26:03: Wer kann man nicht sagen?

00:26:05: Denn ich stelle mir vor eine wirkliche Demenz wo man nichts mehr weiß.

00:26:10: ja das wäre furchtbar eigentlich.

00:26:13: Ich mache ja noch einige seltsurgeliche Aktivitäten Das geht noch und das möchte ich auch.

00:26:22: Ich kann mir nicht gut vorstellen in meiner Situation nur den Plafon anzuschauen sozusagen Ich bin jetzt am Sonntag, fahre ich immer vorne noch sogar mit der U-Bahn und mit der Straßenbahn zum Rennweg zu dem Sacré-Cœur-Schwestern.

00:26:44: Da gibt es noch eine kleine Gruppe, die natürlich auch ungefähr in meiner Altersschicht sind und kann mit denen dort Messe feiern.

00:26:54: Das mache ich also jeden Sonntags um neun Uhr Und hier unter Tags bin ich ja gleich neben dem Dom wohnhaft und bemühe mich, die Kapitelmesse mitzufeiern.

00:27:07: Die tägliche Feier des Domkapitels ist um sieben Uhr fünfzehn.

00:27:15: Das lasst sich alles leicht händeln sozusagen.

00:27:20: Ich muss vielleicht noch ein bisschen weiter zurückgreifen.

00:27:23: Ich habe ja eigentlich noch eine zweite Schiene gehabt, die nicht voll ausfüllend war zeitlich.

00:27:31: Aber mit meiner Professor auch ein bisschen zusammengehängt ist.

00:27:35: Ich habe bis vor wenigen Jahren jahrzehntelang unterrichtet bei den theologischen Kursen und das hat man eigentlich immer sehr viel Freude gemacht.

00:27:49: Vor allem weil es ein Publikum ist.

00:27:54: um das jetzt sozusagen ... Die Theologischen Kurse sind keine Schule Und die Universität ist auch noch eine Schule.

00:28:02: Also jetzt lustig formuliert, der Student freit sich einmal wenn irgendwas ausfällt.

00:28:10: Während bei den Erwachsenen die wollen etwas profitieren dabei und ja also insofern hat man das eigentlich immer eine große Freude gemacht habe da Skripten gemacht.

00:28:25: dafür um das Lernen zu bin auch hinter teilweise in der Leitung der Kurse einige Jahre beschäftigt gewesen und das begleitet mich heute auch noch irgendwie, wo ich geteutzt vor einigen Jahren aufgehört habe zu unterrichten.

00:28:49: Nicht deswegen weil man gesagt hat du sollst es nicht mehr machen sondern ich hab mir gedacht man muss rechtzeitig auch aufhören bevor Die Leute hinter vorgehaltener Handsagen waren natürlich schon aufhärntet.

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