Liebe im Gehirn
Shownotes
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00:00:01: Ich liebe
00:00:01: dich so wie du mich am Abend und am Morgen.
00:00:08: Noch war kein Tag, wo du und ich nicht teilten unseres Sorgen.
00:00:22: Die Liebe!
00:00:24: Sie erobert im Sturm oder wächst still und unmerklich?
00:00:29: Sie bestimmt unsere Gedanken und unsere Taten, unser Wachen und unsere Träume.
00:00:35: Sie holt
00:00:35: das Beste aus uns heraus oder das Gegenteil, stürzt uns in tiefste Täler und trägt uns in nie gekannte Höhen!
00:00:47: Wie entsteht dieses mächtige Gefühl?
00:00:51: Und was passiert mit uns eigentlich wenn wir
00:00:54: lieben?!
00:00:55: Die Neurowissenschaftlerin und Bestsellerautorin Manuela Macedonia erklärt uns, was Liebe im Gehirn auslöst und welche Prozesse im Zustand des Verliebtseins ablaufen.
00:01:31: Zuerst müssen wir sagen dass das Gehirnen unterscheidet zwischen Emotion und Gefühl.
00:01:39: Im normalen Alltag benutzen wir diese zwei Wörter als Synonyme.
00:01:44: Man kann sagen, Liebe ist eine starke Emotion.
00:01:48: Liebe ist ein tolles Gefühl und man unterscheidet nicht wirklich bei dem was man sagt.
00:01:54: Aber sagen wir so es beginnt mit einer Emotion.
00:01:57: Emotionen sind evolutionär bedingte Wahrnehmungen die aber von uns nicht bewusst registriert werden.
00:02:07: Und es beginnt zum Beispiel, wenn wir sagen wir so Wir gehen auf die Straße und wir schauen uns um.
00:02:16: Ich versetze mich in meine Jugend zurück wie ich zwanzig war und studiert habe.
00:02:24: dann hat man in dem Alter immer die Hantennen hoch und irgendwo sehe festen, großen Blonden.
00:02:33: Das ist nämlich das perfekte Bandan zu einer kleinen dunklen Italienerin und so sind auch die Schönheitsideale bei den diversen Menschen entstanden.
00:02:42: Dass es das genetisch einen guten Ausgleich gibt.
00:02:46: Auf jeden Fall sehe ich diesen jungen, festen blonden Österreicher daherkommen und ohne dass es bewusst in meinem Kopf passiert, ist mein Blick schon dort und innerhalb von hundert Millisekunden genau.
00:03:09: Ist mein Hirnstamm schon aktiv?
00:03:12: Und da sind alle Überlebensfunktionen drinnen auch zum Beispiel Körpertemperatur
00:03:16: etc.,
00:03:17: etc.
00:03:18: Das heißt es ist so eine starke evolutionäre Reaktion sozusagen das Objekt der Begierde zu entdecken dass es innerhalb von, wie gesagt, hundert Millisekunden passiert.
00:03:29: und da geht schon ein Signal an die Mandelkerne.
00:03:35: Das sind die Zentren der Emotionen, das sind so erbsen große Strukturen in der Tiefe des Gehirns und da wird schon entschieden ja oder nein?
00:04:06: Der Mandelkern hat keine Grauzonen, der Mandelkerne ist jene Struktur des Gehirns die uns das überleben ermöglicht.
00:04:12: Also die Emotion steuert dann eine Handlung.
00:04:17: es kann sein dass ich ein zweites Mal hinschaue wenn er her schaut kannst schon sein dass ihr ein drittes mal hinschaut.
00:04:22: ja Dann geht da vorbei und dann denke ich nach Ja aber das war eine emotion.
00:04:28: Ich kenne Menschen nicht ich kann kein Gefühl für den menschen haben.
00:04:32: Das heißt das gefühl Er gibt sich dann später vielleicht dieses Gefühl der Aufregung, wenn die Emotion von den Mandelkernen ins Vorderhirn geschickt wird.
00:04:46: Das ist ein großes Netzwerk.
00:04:48: Es ist nicht nur eine Region, die für etwas zuständiger ist im Gehirn sondern sind immer Netzwerke.
00:04:54: und jetzt wird diese Wahrnehmung, ich hatte diese evolutionäre unbewusste Wahrnehnung in das vorderhirnt geschickt Und natürlich sagt mir dieser Mensch nichts, aber ich denke schöner Mann.
00:05:10: Also da kommt die Bewertung ja weil im Vorderhirn ist auch Bewertungen und durch diese Aufregung ist der Mann vielleicht ein bisschen schöner als objektiv wäre.
00:05:19: Ich sehe ihn schon ein bisschen mit der rosa-roten Brille denn in dem Moment wo dieser Blick erwidert wird und diese Anziehung stattfindet schütte ich Dopamin aus.
00:05:29: Dopamin Glücksbotenstoff!
00:05:56: Gefühle sagt man immer können entstehen für jemanden.
00:06:02: Ja, sagen wir so.
00:06:04: in dem Fall ist diese schnelle flüchtige Begegnung also die generiert eine Emotion.
00:06:12: Wenn ich dann diesen Burschen vielleicht in der Vorlesung wieder entdeckt habe, ja also in den jungen Jahren.
00:06:17: Ich spreche von vor vierzig Jahren.
00:06:20: Also ich hab ihn wieder entgegt er war sehr freundlich hat mir vielleicht sogar seine Mitschrift geliehen und da hat man etwas erklärt und dann haben wir einen Kaffee getrunken gemeinsam.
00:06:30: naja dann ist vielleicht ein näheres Kennenlernen entstanden und dieses nähere kennenlernen im Vorderhirn geht durch eine Reihe von Mustern, die ich angelegt habe.
00:06:43: Zum Beispiel Musterfreundschaft.
00:06:45: also wenn jemand freundlich ist und mit mir etwas unternehmt und nett und wir können lachen
00:06:50: etc.,
00:06:50: etc.. hab' ich Muster-Freundschaft!
00:06:53: Es ist immer noch nichts passiert ja?
00:06:55: Also wird dieser Mensch den ich vorher so flüchtig gesehen hab diese Empfindung geht durch das Muster Freundschaft Und dann habe ich das Gefühl dass mit diesem Menschen eine Freundschaft entsteht.
00:07:08: Also das Gefühl der Freundschaft ist nichts anderes, als dass meine Wahrnehmung durch diesen Filter geführt wird und dann etwas mehr da ist als die Emotion.
00:07:20: Dann kann es sein, dass ich den Menschen öfters treffe und dass er mir sehr sympathisch ist und dass ich dann sozusagen mehr Gefühle für ihn entwickle.
00:07:33: dieses Brickchen wird dann eines Tages gekrönt mit einem Kuss und dann beginnt so richtig das entstehendes Gefühl.
00:07:42: Weil ich habe auch in meinem Vorderhirn, wenn ich noch nie Erfahrungen gemacht habe, hab ich zumindest bei meinen Eltern gesehen die umarmen sich, sie haben sich lieb, die sagen liebe Sachen zueinander, sie unterstützen einander... Und das habe ich gelernt dass es das Gefühl der Liebe ist!
00:07:59: gleichig ab.
00:08:01: Wie verhält er sich?
00:08:02: Verhält der sich wie mein Papa zu meiner Mama?
00:08:04: und dann trifft diese Wahrnehmung auf das nächste Muster, Muster der Liebe zu und dann kann ich irgendwann mal sagen dass dieses starke Gefühl, das ich in mir empfinde für diesen Burschen der zuerst nur aufgefallen ist weil er fesch ist Dann ist das Liebe im Gehirn Und es ist ein Gefühl.
00:08:26: also Gefühle sind jene Emotionen, die ins Vorderhirn gehen.
00:08:31: Diese verschiedene Muster passieren und dann kategorisiert werden.
00:08:35: Wenn man jetzt nehmen wir ein anderes Beispiel das auch interessant ist Begegne ich jemanden als bekannte Person ja also wir sprechen so auf der Straße.
00:08:47: Das war vielleicht mal ein Nachbar.
00:08:48: Ich treffe die Person wieder.
00:08:50: Wir sind nur bekannt.
00:08:51: Was erwarte ich von dieser Person, dass sie mir vielleicht die Hand gibt?
00:08:55: Wenn diese Person sich mehr an den Hals wirft und mich abustelt und rückt
00:08:59: usw.,
00:09:00: da macht sie etwas das nicht zu diesem Muster passt.
00:09:03: Also ich kann sehr genau unterscheiden – und es können auch zum Beispiel Kinder – sehr schön zu beobachten!
00:09:10: können sehr wohl unterscheiden, wer sie in den Arm nehmen darf.
00:09:14: Wer ihnen ein Busse geben darf, wem Sie einen Busse wollen.
00:09:20: Also diese Muster entstehen schon sehr früh in der Kindheit und so haben wir ein Repertoire von Gefühlen die unser soziales Verhalten steuern.
00:09:32: Liebe ist nicht eine Sache im Gehirn.
00:09:35: Sie beginnt mit einer Emotion Und dann, abhängig von welcher Liebe wir sprechen wird sie zu einem Gefühl.
00:10:09: Frischverliebte bewegen
00:10:10: sich in ihrer eigenen Welt und wirken oft etwas Entrückt,
00:10:15: verrückt.
00:10:18: Was passiert in deinem Gehirn dann?
00:10:20: Ja das ist total interessant.
00:10:22: was im Gehirnt passiert bei der totalen Verliebtheit.
00:10:24: ja also erstes mal hat man eine andauernde Dopamin-Ausschüttung.
00:10:32: Also wenn dieser Blick erwidert wurde und dann irgendwann ein Kuss stattfindet da spielt sich ein Gehirnen einiges ab.
00:10:39: Also extreme Dopaminausschützung bedeutet dass jene Regionen im Vorderhirn, die uns sozusagen vernünftig machen, steuern auf eine Weise, die sozial kompatibel ist.
00:10:55: Und zwar wovon spreche ich.
00:10:57: Es sind zum Beispiel Bewertungszentren und Entscheidungszentre, die sind ungefähr hinter der Stirn.
00:11:06: Und sie haben sehr viele Rezeptoren für Dopamin.
00:11:09: Also Dopamine entsteht in der Tiefe des Gehirns, in den dopaminergen Regionen sind so Kerne, erbsen große Kerne und bei Begegnung mit dem Objekt der Behörde beginnen sie Mengen zu produzieren und die haben einen Kreislauf ja?
00:11:25: Die werden nicht überall hingeschickt sondern die werden ins Vorderhirn geschickt.
00:11:30: Und Sie modulieren sagt man dazu.
00:11:33: modulieren, das heißt beeinflussen die Funktion jene Regionen, die für das Dopamin Andockstellen haben.
00:11:40: Weil das Dopamin kann zwar überall sein nur es wird nicht aufgenommen.
00:11:45: und im Vorderhine haben wir besonders viele Andockstellen also Rezeptoren für Dopamin Und das bedeutet zum Beispiel das Bewertungszentrum.
00:11:54: Wir bewerten alles was wir sehen.
00:11:56: ja weil dass die Bewertung ist die Vorstufe zur Entscheidung.
00:12:00: Jetzt sind die Bewerbungszentren auch sozusagen Im Öl, könnte man jetzt sagen.
00:12:07: Im Dopamin und jetzt bewertet man das Aussehen oder die Aussagen oder die Handlungen dieser Person sehr großzügig!
00:12:17: Wenn man dann mit Menschen spricht, die sich entliebt haben, sagen sie Na, so schön ist er oder sie nicht gewesen.
00:12:26: Ja wo hast du hingeschaut?
00:12:28: Ich war verliebt!
00:12:29: Diese Rosarote Brille die man aufsetzt kommt vom Dopamin.
00:12:34: Sie macht uns verrückt weil gewisse Kriterien wir haben die verschieben sich Auf einmal ist auch die Aknehaut nicht mal so schlimm.
00:12:42: Also in der Jugend, na ja bei ihm ist es nicht so schlimm, er hat so ein liebes Lächeln.
00:12:48: oder und wenn man nicht verliebt ist, ist dieser Effekt nicht da.
00:12:52: Man denkt, ah, er hatte eine schlechte Haut und er hat fette Haare aber ist man verliebts?
00:12:58: alles okay?
00:12:59: Und das ist auch schön und richtig so.
00:13:02: also warum nicht?
00:13:03: Und interessanterweise sind auch gewisse Entscheidungen werden anders getroffen Weil Dopamin auch die Entscheidungszentren moduliert.
00:13:13: Und man macht manchmal einen Blödsinn, ja?
00:13:16: Man sagt für ihn oder für sie habe ich damals alles gemacht.
00:13:20: Ja warum?
00:13:21: Ich war verliebt!
00:13:22: Ich war unter Dopamin und ich war unter Drogen weil wir nicht zurechnungsfähig sind.
00:13:26: Nicht zurehnungsfähiger und so sehr nicht zu rechnungsweg dass man auch manchmal einen blödsin macht.
00:13:32: das heißt also man bewertet falsch und man handelt falsch weil man unterdrogen ist.
00:13:39: Und ich wollte kurz vorhin noch erwähnen, dass auch die echten Drogen nicht nur die Substanzen, die als Drogen bezeichnet werden sondern auch zum Beispiel Nikotin und Alkohol also Ethanol.
00:13:53: Die führen zu Dopaminausschüttung.
00:13:56: Deswegen sind die Menschen so schwer davon abzubringen wenn sie mal süchtig sind ja?
00:14:01: Die Raucher wissen meistens das für ihre Gesundheit nicht gut ist.
00:14:05: jeder Raucher weiß das Spätestens wenn ein Päckchen Zigaretten gekauft hat und drauf die grauslichsten Bilder dieser Welt stehen, sie wissen sehr wohl.
00:14:15: Aber Sie können nicht verzichten weil Ihr Gehirn eben diese Dopamin-Ausschüttung hat.
00:14:21: Und dann bilden sich Netzwerke Die das sozusagen verlangen.
00:14:26: Dann kann der Mensch nicht mehr so schnell darauf verzichten.
00:14:30: Das passiert übrigens bei Zucker auch.
00:14:32: Man sagt, du bist zuckersüchtig.
00:14:34: Tatsächlich lässt Zucker auch Dopamin ausschütten – sehr stark!
00:14:38: Deswegen hat man gleich eine Belohnung wenn man was Süßes ist, ja?
00:14:43: Eine Befriedigung Ja.
00:14:45: also Dopamin ist sozusagen der Botenstoff, der uns ein bisschen unkontrolliert werden lässt und dann interessanterweise geht das Spiegel von Dopamin auf und der Spiegele vom Botenstoff Serotonin.
00:15:02: Also Serotonin ist der Botenstoff, der uns ausgeglichen macht.
00:15:06: Und jetzt ist es so, wir haben einerseits... Wir sind sozusagen stark angeregt in unseren Dingen.
00:15:14: Also wir handeln und machen und tun.
00:15:16: Wir kommen gehen und brauchen gar keinen Schlaf.
00:15:19: Wir essen oft auch nicht!
00:15:21: Wir essen nicht!
00:15:23: Dafür nehmen wir auch so mühelos ab weil wir so viele Dopamene vor der Hirn haben das alles nicht mehr wichtig ist.
00:15:33: Gleichzeitig aber werden wir extrem leicht verletzlich, verletzbar.
00:15:38: Ein Wort reicht oder die Person.
00:15:41: jetzt wo wir all diese Medien haben und das Handy allgegenwärtig ist dann erwarten wir im Minutentakt vielleicht dass die Person sich meldet und uns liebes sagt und Herzchen schickt und so weiter.
00:15:53: kommt kein Herzchen zur gewohnten Minute?
00:15:56: ja geht die Welt schon unter weil man eben instabil ist.
00:16:00: man ist psychisch auf einmal komplett instabil oder dass eine Wort wird so interpretiert, dass vielleicht das falsche Wort war.
00:16:08: Dann rechnet man schon mit Trennungen oder Tränen und dann kommt doch das Herzchen, dann geht es doch wieder bergauf!
00:16:17: Aber man hat in diesen zwei Stunden vielleicht mal in der Hölle gewesen und steigt wieder ins Paradies rauf aufgrund dieser Cocktails von Botenstoffen die uns da steuern.
00:17:08: Der Cocktail an Botenstoffen, der durch den Körper der Verliebten flutet,
00:17:13: wirkt sich
00:17:14: auf das Gehirn sehr positiv aus", sagt Neurowissenschaftlerin Manuela Macedonia.
00:17:20: denn es wird unter anderem Nervenwachstumsfaktor ausgeschüttet.
00:17:25: Der Nervenwachstum ist eine Substanz, die die Gehirnzellen selbst ausschütten und ich bezeichne sie immer leienhaft als Dünger des Gehirns.
00:17:34: Deswegen ist man so wach!
00:17:36: Und deswegen merkt man sich alles und man weiß dass die Nachricht vielleicht an dem Tag... und jetzt ist schon zwölf Uhr, siebenundzwanzig.
00:17:48: Ist doch nicht da.
00:17:49: aber man merkt sich alles, man weiß alles und man macht sehr viel mühelos Und das kommt eben durch diese Verstärkung des Nervenwachsungsfaktors zustande.
00:18:01: Es sind wunderschöne Phasen, ich möchte keine Verliebtheit missen wenn sie auch nachher komplett daneben gegangen ist weil man muss viele Frösche geküsst haben in diesem Leben dafür dass man weiß dass die nicht alle Prinzen sind.
00:18:19: aber ich würde sagen der liebe Gott hat uns so gemacht weil er es auch so meint.
00:18:26: Weil eigentlich ist die Aufgabe im Hintergrund, dass wir eine Person haben finden mit der wir das Weges gehen.
00:18:35: Die idealerweise auch mit uns eine Familie gründet und die Kinder sind dann die Kinder der Liebe.
00:18:42: Das sind Kinder auf die die Liebe übertragen.
00:18:44: also bekomme ich ein Kind.
00:18:45: von einem Mann den ich liebe ist dieses kind mein.
00:18:48: alles versorge ich das Kind liebevollst und der Papa versorgt auch sein Kind liebevolst.
00:18:55: Also es macht alles Sinn, dass wir dann so fixiert sind auf diesen Menschen mit dem ihr vielleicht eine Familie gründen.
00:19:02: ja diese Fixierung ist auch ein interessanter Zustand.
00:19:06: das nennt man Limerenz Ich weiß nicht ob sie oder unsere Zuhörerin und Zuhöhrer schon gehört haben Limeranz auf Englisch und das ist ein Studienobjekt in den Zwei Tausend Zehner Jahre.
00:19:20: Damals war die Phase, wo die Neurowissenschaft sich der Liebe gewidmet hat Und da gibt es eine Italienerin, die diesen Begriff auch ziemlich genau beschrieben hat also wie ein Zustand der Zwangsneurose.
00:19:35: Also unser Objekt der Begierde ist sozusagen das Zentrum dass sich alles dreht.
00:19:41: Unser ganzes Leben dreht sich um diesen Menschen, das ist total interessant.
00:19:45: eine Zwangsneurose begleitet dich Tag und Nacht macht ich auch schlaflos.
00:19:52: ja das ist nicht immer gut.
00:19:54: aber wenn dann erwidert ergibt sich dann auch diese Bindung weil da gibt es Die Sexualität ist tatsächlich aufgrund der Ausschlüttung von Hormonoxytozin, Hormonenverbindung.
00:20:15: Das Kuschelhormon.
00:20:17: Wenn es erwidert ist und es kommt zu intimen Handlungen... Diese Intimenhandlungen binden auch, weil es wird in beiden Geschlechtern Oxytocin ausgeschüttet und dieser Mensch mit dem man intim ist, den man streichelt oder der man liebt, ja?
00:20:35: Ist auch der Mensch mit denen vielleicht das Kind dann auf die Welt kommt.
00:20:41: Und es macht alles einen Sinn, dass ich so fixiert bin auf den Menschen!
00:20:46: Dass der mein Eins und mein Alles ist und umgekehrt auch dass wir so aufeinander fixiert sind, damit wir uns tatsächlich verbinden natürlich gefühlsmäßig auch körpermäßig und dann aus dieser Verbindung ein anderer Mensch entsteht.
00:21:02: Ich finde es ist so faszinierend das ganze Thema also ich könnte eine ganze Vorlesung drüberhalten und in die Details gehen weil alles so unfassbar gut geplant ist.
00:21:17: Das muss wirklich ein göttliches Werk sein, die Liebe.
00:21:21: Deswegen halte ich auch manchmal den Vortrag, warum uns Gott die Liebe schenkte!
00:21:26: Warum hat er uns so gemacht?
00:21:27: Wieso sind wir überhaupt so?
00:21:29: Kann man es wirklich nur evolutionär begründen.
00:21:32: Ich kann natürlich nicht beweisen als Wissenschaftlerin, dass Gott den Plan gehabt hat und das Gott gibt weil viele stellen mich dann auch in Fragen sagen sie wie gibt's da eine Wissenschaftlerin an Gott glaubt?
00:21:43: Sie müssen nur anders glauben was sie belegen können.
00:21:48: ja ich kann Gott nicht belegen aber je mehr ich diese Funktionen um Mechanismen kennen lerne Ja, es kann auch Produkt des Zufalls sein.
00:22:01: Aber so im Detail!
00:22:04: Und ich bin nicht die einzige Wissenschaftlerin, die sozusagen gegen Ende ihrer Laufbahn behauptet dass mehr dahinter sein muss als nur die Evolution.
00:22:15: also ich finde das großartig und je mehr ich weiß umso mehr denke ich Evolution wahrscheinlich auch aber Es gibt schon ein Meisterplan dahinter.
00:22:57: Manchmal ist die Liebe nicht von Dauer und dann stürzen die Glückshormone in den Keller.
00:23:04: Wenn das auseinandergeht, hat man einen Tief an Dopamin, Glücksbotenstoff ganz unten.
00:23:11: Also wenn man sich da so wie ein Regler vorstellt und dann natürlich auch einen Tiefe an Serotonin-Botenstoffe ausgeglichen hat.
00:23:19: Deswegen machen viele Leute auch im Blödsinn Weil sie null ausgeglichen sind, die sind dann nur noch in der Hölle.
00:23:26: Sie haben überhaupt nichts was sie freut.
00:23:28: Dieser Zustand ist alles wurscht jetzt, wo er oder sie nicht mehr da ist, dann kann ich eh selbst eingehen.
00:23:35: Mein Leben hat keinen Sinn mehr und so habe ich auch erlebt.
00:23:40: Dann bin ich zu meiner Mama gegangen.
00:23:42: meine Mama war eine Pragmatikerin.
00:23:47: Ich war damals vielleicht siechzehn, siebzehn und achtzehn.
00:23:50: Die Liebe wurde nie erwidert in den Jahren!
00:23:53: Und sie hat gesagt, ja Manuela macht dir keine Gedanken der Nächste der Beste.
00:23:58: Habe ich mir auch relativ schnell erholt wobei meine Mama sehr religiös war und immer gesagt hat Manuela du musst auf dem Mann deines Lebens warten und gut aussuchen.
00:24:18: Also sowas nicht, aber wenn sie gesehen hat das mir so schlecht gegangen ist, dass sich gleich den lockeren Spruch geklopft.
00:24:25: Ja also kaum Serotonin, kaum Dopamin – das ist der Zustand, den wir als Depression bezeichnen.
00:24:32: Tatsächlich sieht es so aus, dass das Depressionsnetzwerk schon da ist selbst wenn noch nicht eine klinisch zu bezeichnende Depression eingetreten.
00:24:45: Deswegen sollte man auch schnell rauskommen, damit dieser Zustand nicht tatsächlich dauerhaft wird und man echt depressiv wird.
00:24:55: Weil zu wenig Dopamin, zu wenig Serotonin führen dazu in einer Depression dass man dann um diesen Dopaminspiegel zu erhöhen tatsächlich manchmal zu Drogen greift.
00:25:05: Menschen die große Enttäuschungen erlebt haben kann sein das sie anfangen zu trinken Zum Beispiel unter Freundinnen.
00:25:11: Na, gehen wir fort?
00:25:13: Gehen wir essen?
00:25:14: Na dann trink was?
00:25:15: Na trinken beruhigt!
00:25:17: Tatsächlich, Ethanol, das in alkoholischen Getränken enthalten ist... Das sind die Fachbezeichnungen für Alkohol.
00:25:24: Ist in der Lage zu dämpfen und aber auch Gabarezeptoren, also diese Rezeptoren die uns müder machen, das heißt es dämpft.
00:25:33: Es kann schon sein dass dann die Menschen schlafen danach, die nicht schlaffen konnten Ist aber ein schlechter Schlaf, also der Alkoholschlaf ist ein schlecher.
00:25:42: Also es ist ein leichter Schlaf und nicht erhorsam.
00:25:45: Aber die Menschen kommen zuerst noch mal... Sie schlafen irgendwie!
00:25:49: Und dann auch haben sie eine Dopamin-Ausschüttung.
00:25:52: In dem Moment wo sie Alkohl konsumieren geht's ihnen nicht mehr so schlecht.
00:25:57: Das Erwachen am nächsten Tag ist auch schlecht.
00:26:01: Ich empfehle immer Bewegung zu machen, zum Dopamin ausschütten.
00:26:05: Das ist die gesündere Variante und rauszugehen um Menschen zu treffen.
00:26:09: Und wie meine Mama gesagt hat der nächste der besten.
00:26:34: Hält die Liebe über viele Jahre und Jahrzehnte verändert sie sich auch.
00:26:39: das lässt sich im Gehirn nachweisen erklärt Manuela Macedonia.
00:26:45: Es gibt Studien wo langjährige Partner in den Scanner gelegt werden und es werden ihnen eben die Bilder der Menschen, mit denen sie so viele Jahre verbracht haben.
00:26:54: Zum Beispiel denke ich in einer Studie die Person nach einundzwanzig Jahren circa gescannt hat und beim Anschauen des Bildes kommt immer noch eine Dopaminausschüttung.
00:27:07: das heißt also man freut sich wenn man den Menschen allein im Bild sieht.
00:27:13: deswegen haben viele auch ihre Partner als Bildschirm schoner am Handy oder am Computer Kinder natürlich auch.
00:27:21: Es ist immer eine Freude, den Menschen zu sehen – auch nach so vielen Jahren!
00:27:26: Aber es ist natürlich nicht in dieser Menge vorhanden.
00:27:29: das Dopamin klarerweise.
00:27:31: Das Oxytocin dieses Gefühl des Angekommenseins hat damit zu tun dass Oxytotzin und aber auch Serotonin steigen.
00:27:42: Also diese stabile Beziehung besteht auch aus einem guten Serotoninspiegel.
00:27:48: Man fühlt sich gut aufgehoben, man ist in der Balance und das ist der Grund warum dann die Menschen einfach Jahre wenn nicht Jahrzehnte zusammen verbringen weil sie sich das gut eingependelt hat ein bisschen Dopamin.
00:28:02: Man erfreut sich des Partners der Partnerin aber auch ist man gut aufgehoben.
00:28:08: Aufgrund der Handlungen natürlich, die die andere Person setzt uns gegenüber sind wir in der Lage genug Serotonin auszuschütten und durch die Bindung überwindet man auch Stressphasen.
00:28:20: weil dieses sich gut aufgehoben fühlen hat er auch damit zu tun dass wir wissen das wir mit der Person rechnen können und interessant ist dass Oxytocin Stressormonkartisol neutralisiert.
00:28:34: Deswegen betreiben die Menschen nach wie vor auch nach so vielen Jahren das Liebkosen, das Kuscheln und so weiter weil es auch Stress abbaut.
00:28:45: Rein biochemisch ja also allein die Handstreichel führt dazu dass wir Stresshormonkortisol abbauen und interessant ist das Handhalten bei Schmerzen also unter Personen die sich lieben senkt die Schmerzgrenze.
00:29:02: Also, man kann mehr Schmerzen zu zweit aushalten wenn man eben diesen Körper Kontakt hat.
00:29:09: Total spannend also und da möge man mir erklären wer diese Evolution aufgebaut hat.
00:29:14: ne?
00:29:14: Wenn man all diese Komponenten betrachtet
00:29:38: Was sich in unserem Gehirn abspielt, wenn wir lieben hat uns Manuela Macedonia erklärt.
00:29:46: Sie ist Neurowissenschaftlerin und Bestsellerautorin und beschäftigt sich vor allem damit wie wir unser Gehirnen möglichst lange fit halten können.
00:29:57: Informationen finden sie auf www.magedonia.at.
00:30:03: Das Tschü ist ein C also Macedonia.
00:30:07: Einen Link finden Sie auf radio-klassik.at im Artikel zu dieser Sendung.
00:30:14: Auch nächsten Donnerstag geht es bei uns um die Liebe, das ehepaar Pichler verrät
00:30:20: wie die Liebe lebendig
00:30:21: bleibt in den Lebenswegen.
00:30:23: ab neunzehn Uhr Monika Fischer sagt Auf Wiederhören!
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