Perspektiven über Waldbaden mit Zsòfi Schmitz
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00:00:04: Wir sind in Gritzendorf, wir spazieren gerade vom Bahnhof in den schönen Auwald hinein und es wird mit jedem Schritt ruhiger.
00:00:13: Und die Naturkulisse ist immer mehr spürbar und es ist schon eher später am Vormittag.
00:00:21: also das große Vogelgezwitscher ist vielleicht eine Stunde früher aber wir gehen hier gleich diesen kleinen schmalen Trampelpfad hinein.
00:00:35: Ich möchte dich gerne zu einer schönen, großen alten Linde führen.
00:00:45: Es gibt ganz unterschiedliche Waldtypen und der Auwald ist ein ganz besonderer Wald, der von anderen Baumarten auch teilweise bewohnt wird als der Wienerwald.
00:00:59: also im Wienervald findest du eher Buchen und Eichen und... Hier ist die Vegetation hier unten in der Au doch ganz anders mit Pappeln und auch Heinbuchen, Weiden.
00:01:20: Hier gerade auch viel Unterholz und viel Gestrüpp und der Auwald lebt auch von einer gewissen Dynamik.
00:01:26: und du siehst das sind hier keine geräumten Wege.
00:01:28: wir werden jetzt durch das Gestrüp uns vorbewegen und umgefallene Tote Bäume queren.
00:01:52: Spannend ist für mich auch wie... Der Wald zu jeder Jahreszeit unterschiedlich ist.
00:01:56: Also im Frühjahr war hier alles noch voller Bärlauch und viel Unterwuchs, jetzt ist etwas trockener schon mitten im Sommer Und diese wunderschöne alte Linde rührt mich immer sehr an.
00:02:08: Die fasziniert und begeistert mich.
00:02:11: Das viele Jahrzehnte alt schon Und Lebensraum für ganz viele Tiere pflanzen Pilze.
00:02:19: Du siehst die Baumpilze, die am dicken Stamm wachsen.
00:02:26: Die Linde mit den herzförmigen Blättern ist so ein Herzensbaum und eigentlich auch in jedem Dorfplatz früher zu finden.
00:02:34: Da haben sich die Menschen immer schon gerne um den Baum herum getroffen, sich ausgetauscht
00:02:40: Und dazu laden wir sie jetzt auch ein Zu einem Austausch hier im Wald bei der alten wunderschönen Linde Mit Sophie Schmitz.
00:02:50: Waldbaden bedeutet eintauchen in die Natur In die beruhigende und inspirierende Atmosphäre des Waldes.
00:03:26: Wenn jemand mit so viel Liebe über die Natur und das Sein im Wald spricht, wie Sophie Schmitz könnte man davon ausgehen dass sie quasi im Wald aufgewachsen ist.
00:03:37: Also ich bin ein Stadtkind tatsächlich und bin erst in meinen zwanzigern Mit dem Wald und mit diesem Entdeckenwollen der Natur in Verbindung gekommen.
00:03:48: Ich bin sehr dankbar für mein damaliges Umfeld Das mich dazu animiert hat und auch Für meine Ausbildungen.
00:03:56: Also ich habe die Ausbildung zur Noturvermittlerin damals beim WWF von dem Nationalpark Neusil, dass sie Seewinkel absolviert und es hat mich sehr geprägt.
00:04:05: Und vor allem meine Liebe zu Vögeln sehr gestärkt aber eben auch diese Notur-Vermittlungen im Meer weckt oder Noturverbundenheit besser gesagt.
00:04:17: Und dann meine Ausbildungen an der Universität für Bodenkultur zuletzt dann Wildtiökologie.
00:04:22: das war auch ganz ein schönes spannendes Feld.
00:04:25: Besonders geprägt haben mich die Nächte und die Waldaufenthalte vorgeburt meiner drei Kinder.
00:04:35: Mit meinem lieben verstorbenen Mann, der mich einfach mitgenommen hat und mir gezeigt oder mit mir erlebt hat und wie gemeinsam erlebt haben, wie schön es sein kann da abzutauchen um den Alltag draußen zu lassen.
00:04:55: Das waren so die wichtigsten Prägungen für mich Und jetzt bin ich ganz, ganz dankbar mit Menschen, mit Gruppen.
00:05:04: Mit kleinen Gruppen aber auch mit einzelnen Personen in den Wald zu gehen und diese Liebe die ich empfinde zum Wald auch vermitteln zu dürfen.
00:05:17: Zu die letzten zwanzig Jahre war es die Naturvermittlung und die Vermittlung von ökologischen Zusammenhängen, die mir auch sehr viel Freude bereitet hat vor allem mit Kindern und Jugendlichen aber auch mich das sehr fühlt, wenn ich diese schöne Verbindung, die ich im Wald spüre und aufbauen kann.
00:05:37: Wenn ich das mit anderen Menschen teilen kann.
00:05:41: Ich habe bei Uli Felber die Ausbildung zum zertifizierten Waldbare Trainerin absolviert.
00:05:47: Das war ganz kurz nach dem Tod von meinem Mann.
00:05:50: Also drei Wochen danach saß ich schon bei der Uli und mit ihrem Wald gemeinsam in einer lieben Gruppe.
00:05:57: Und es war auch sehr heilsam!
00:05:59: Seitdem ist das gar nicht mehr wegzudenken Diese Art von Sein im Wald.
00:06:03: Eine liebe Kollegin von dort hat das damals Wildsein genannt, also wenn du in den Wald ankommst und ja dann so gut zur Ruhe kommst und einfach nur bist.
00:06:11: Einfach Sein und Ruhe finden!
00:06:15: Ein Wunsch eines Sehnsucht die viele Menschen spüren vor allem wenn sie in der Stadt leben ein Zustand der für den Menschen äußerst unnatürlich ist.
00:06:28: Der Arzt und Wissenschaftler Yoshifumi Miyazaki schreibt in seinem Buch über Shinrin Yoko, wie Waldbaden auf Japanisch heißt.
00:06:36: Vor rund sieben Millionen Jahren haben sich unsere Vorfahren auf den Weg zu dem Menschen gemacht der wir heute sind.
00:06:44: Seit der Mensch begonnen hat in Städten zu leben, sind aber erst zwei bis dreihundert Jahre vergangen.
00:06:52: Also, neunundneinzig Prozent seiner Zeit hat der Mensch in der Natur verbracht.
00:06:58: Das Gene sich nicht so schnell verändern wie beispielsweise unsere heutige Technik ist bekannt.
00:07:04: Wir leben also in einer modernen Gesellschaft, unser Körper aber ist immer noch an das Leben in der natur angepasst und fühlt sich als Städter meistens gestresst.
00:07:19: Viele Menschen leiden unter extremer Anspannung Schlafstörungen Depressionen und Burnout Aber es gibt immer mehr Studien, die belegen was wir intuitiv wissen.
00:07:31: Natur ist heilsam!
00:07:34: Waldbaden kann den Blutdruck regulieren Die Pulsrate reduzieren Den Stresslevel senken Die Produktion und Aktivität von tumorfressenden Zellen Den sogenannten natürlichen Kinderzellen im Blut anregen Die Stimmungslage verbessern Das Wohlbefinden steigern Die Konzentrationsfähigkeit erhöhen Und vieles mehr.
00:07:55: Ich glaube Wir brauchen heute Waldbaden mehr denn je.
00:07:57: Und dieser Begriff ist gerade Mode, ja!
00:08:01: Aber das macht nichts.
00:08:02: Hauptsache die Menschen kommen wieder in den Wald weil wir haben ja eine große Menschheitsgeschichte im Wald verbracht und die letzten paar hundert Jahre entfremden und entfernen wir uns ganz massiv von dieser Kraft- und Naturquelle und Quelle unserer Science und ich glaube die Sehnsucht ist unbewusst in allen Menschen da.
00:08:24: Und jetzt bietet dieses knappe kurze, vielleicht neugierig machende Wort sehr wohl einen Schlüssel um wieder diese Verbindung zum Wald aufzubauen und nach ein paar Mal mitgehen bei einem Waldbadenprogramm bei so einem Angebot auch selber sich die Lieblingsübungen auszusuchen.
00:08:45: Die man dann auf einem Waldspaziergang, die man ohne Handy unternehmt durchführt und so dann auch im Alltag zu Ruhe findet oder so eine Innenschau abhält mit sich selber.
00:09:00: Also ich glaube, das ist wichtiger als je diese Art von Verbindung eingehen in der Natur – Mit der Natur und mit sich selbst!
00:09:09: Es gibt so viele Ablenkungen heutzutage in unserem Alltag und so schwierig es geworden ist runterzukommen und sich zu erholen.
00:09:18: Und Waldbaden ist nicht etwas was ich im Urlaub mache sondern Waldboden kann ich auch Im Grunde in jedem Park, wo ich ein bisschen Grünflächen habe und schöne alte Bäume.
00:09:33: Natürlich ist es was anderes als hier im Auwald, wo uns keine künstlichen Geräusche erreichen oder kaum Aber auch das geht!
00:09:45: Beim Waldbaden geht's auch ganz stark um das Ankommen im Hier-und-Jetzt Und die unterschiedlichen Sinneswahrnehmungen und das kannst du in einem Park auch wunderbar üben.
00:09:54: für dich zehn Minuten, ich sag mal Waldbaden.
00:10:00: Zehn Minuten Achtsamkeit und Fokus auf deine Sinne können schon ganz viel Großes
00:10:06: bewirken.".
00:10:07: Und das ist eben mittlerweile auch wissenschaftlich erforscht und wird gezielt als Naturtherapie eingesetzt – als psychotherapeutisches Angebot im Coaching oder Achtsamttraining.
00:10:20: In Japan gibt es einen eigenen Forschungszweig – Waldmedizin!
00:10:25: Herausgefunden hat man dort unter anderem auch, dass die Boten und Aromastoffe die Bäume ausstoßen heilsam auf den Menschen wirken – insbesondere auf unser Immunsystem.
00:10:37: Schon ein einziger Tag im Wald steigerts die Zahl natürlicher Killerzellen durchschnittlich um fast vierzig Prozent.
00:10:46: Nachzulesen zum Beispiel in Buch Die Psychologie des Waldes von Susi Schumacher.
00:10:52: Ganzheitlich!
00:10:53: ist also das Therapieangebot des Waldes.
00:10:57: Ja und ich merke, wie der Wald für mich auch so an Ort ist eineseits ganze Moment ankommen aber es gelingt einem im Alltag natürlich nicht allzu schnell.
00:11:05: auch wenn ich so privilegiert bin und direkt am Wald dran wohnen darf und oft im Wald bin gelingt es einem natürlich nicht immer.
00:11:13: aber die Natur hilft einem da unheimlich den Alltag draußen zu lassen Emotionen, Gefühle mit denen man in den Wald geht dann auch dort zu lassen abzuladen.
00:11:24: Also Traurigkeit, Wut ich habe ganz viel im Wald geweint und ja das tut gut und es ist reinigend.
00:11:33: Und am Ende des Spaziergangs mich aufzuladen mit wunderschönen Begegnungen, Tierbegegnung sind es Eindrücke.
00:11:43: Das ist sehr näherend heilsam.
00:11:46: Vor zwei Jahren ist Sophie Schmitzmann an Krebs verstorben.
00:11:52: Wenn sie davon erzählt und wie sehr ihr Auszeiten im Wald geholfen haben, immer noch helfen um mit Angst und Trauer umzugehen merkt man als Waldpartentrainerin will sie keinen Trend verkaufen sondern anderen weitergeben was sie im Leben trägt.
00:12:11: Also mir hat die Notur ganz viel geholft mit Trauerumzugehen.
00:12:16: Ich denke mir so, wie ich mit Wut in den Wald gehen kann um diese Wut dann nicht an meine Mitmenschen abzuladen.
00:12:23: So kann ich auch mit ganz anderen Gefühlen in dem Wald gehen.
00:12:25: und mit Trauer gehe ich ganz oft im Wald und ganz schnell fließt da auch die Emotionen, die Tränen.
00:12:36: Was ich jetzt in dieser Zeit gelernt habe, dass so vieles parallel da sein kann.
00:12:39: So viele unterschiedliche Gefühle.
00:12:41: Also es kann ganz viel Trauer da sein und gleichzeitig auch ganz viel Glück immer mein Glück am Waldrand zu leben mit drei gesunden Kindern.
00:12:48: also da ist ganz viel glückparallel Und die Trauer ist ja nicht omnipräsent.
00:12:54: eine kurze Auszeit im Wald wo ich diesen Tränen Raum lasse und sie fließen lassen kann gibt mir dann Kraft nachher weiterzumachen dort wo ich gebraucht werde.
00:13:05: Und es geht im Wald, wo ich mich unbeobachtet fühle und verbunden fühle mit der Umgebung sehr gut.
00:13:15: Ich bin mit Dominik auch in seiner Zeit nach der Chemo viel in den Wald gegangen.
00:13:20: Wir haben große Spazierungen gemacht und das war sehr heilsam und ich habe sehr viel Hoffnung gehabt, dass es auch sehr stark wirkt.
00:13:26: Und ich bin weiterhin überzeugt von dieser Wirkung des Waldes – auch wenn sein Weg jetzt anders ist.
00:13:39: was anderes gebraucht hat.
00:13:43: Ich kann mich erinnern, ich habe ganz viele leere Schneckenhäuser gesammelt damals und die haben wir dann aufgelegt bei seinem Baum im Friedwald dieses Schnecken.
00:13:56: Und... ...ich hab immer wieder mich angelehnt am Bäume und plötzlich hat mich so eine Emotion gegriffen und dann sind wieder Tränen gepflossen.
00:14:04: also dieses Durchlästigsein.
00:14:07: das gelingt mir im Wald fast so gut wie mit einer lieben Freundin, die mir zuhört oder mir Rückhalt gibt.
00:14:16: Wie mit einer guten Freundin unterwegs sein, so fühlt es sich auch mit Sophie Schmitz an wenn man sich von ihr in den Wald führen lässt.
00:14:25: Ich habe auch schon Stimmen gehört die zu mir gesagt haben naja im Altbahn ich gehe nicht im Wald und mache es allein.
00:14:34: was brauchte eine Leitung?
00:14:35: aber das macht ganz viel aus wenn du geführt bist und dich entspannen kannst hineinspannen kannst Einladungen kriegst gewisse Übungen, gewisse Artenübungen.
00:14:44: Gewisse Körperübung oder Imaginations-Übungen durchzuführen ohne dass du jetzt an deinen Alltag, deine Familie, dein Handy und deinen Beruf denken brauchst und überlegen musst was der nächste Schritt ist.
00:14:57: also ich glaube darin liegt auch die Qualität dieses geführten Waldbadens
00:15:02: das schon für schmitz regelmäßig anbietet
00:15:05: und es ist so schön wie die Natur dann auch im Verlauf der Jahreszeiten zu erleben.
00:15:09: Das klappt wunderbar, wenn du immer wieder in den gleichen Ort zurückkehrst und die Anschaust wie die Vegetation sich mit jedem Monat verändert.
00:15:19: Das ist ganz spannend!
00:15:20: Und im Rahmen von meinem Waldbadengebot in Stiftsklasse Neuburg-Wäldern nehme ich ganz gern diesen jahreszeitlichen Aspekt mit.
00:15:30: und das ist auch der Grund warum jeder Termin ein eigenes Thema hat weil wir im Frühling uns doch ganz anders fühlen als im Herbst.
00:15:40: Im Frühling dieses grünen Hoffnungsgebendes und deswegen habe ich mich für den Apriltermin dann dem Hoffnung ausgesucht, wie sie uns das bestärkt.
00:15:50: in Vertrauen und über den Sommer hinweg gewinnen wir hoffentlich alle ein bisschen mehr an Kraft oder erleben diese Fülle.
00:15:57: Das war auch schon mal Thema letztes Jahr beim Waldbadenangebot die Füllen, die im Sommer da ist gegen Herbst, wenn wir die Ernte eigentlich geholt haben.
00:16:08: Können wir dankbar sein für das was war so im Jahr und reflektieren?
00:16:11: Und im Herbst geht es auch darum mit dem Übergang zum Winter um loszulassen.
00:16:17: Loslassen ist ja ein Thema, das beschäftigt uns eigentlich tagtäglich bis hin zu nach jedem Urlaub oder mit jedem Todesfall in der Familie oder Jobwechsel oder die Kinder werden größer kommen vom Kindergarten in die Schule, also loslassen ist ein großes Thema auch darin.
00:16:38: Können wir uns üben und können die Natur dann eben uns als Hilfe herholen und uns inspirieren lassen zu diesen Themen?
00:16:48: Der nächste Waldbaden-Termin findet am vierzehnten September statt mit dem Thema Dankbarkeit.
00:16:54: Was ich sehr gern mache wenn ich zum Beispiel mit dem thema dankbarkeit hinaus gehe ist Naturmaterialien sammeln und ein schönes Mandala oder einen Herz was Naturmaterialien, die ich gesammelt habe aufzulegen.
00:17:09: Und du kannst während dem Sammeln schon all diese Dinge für die du dankbar bist schon im Zerts plumpseln lassen und dann legst du dieses kleine Kunstwerk auf und gestaltest ein Mandala und legst dann Samen oder andere Naturgegenstände, die du gefunden hast, dankbar auch in der Mitte von diesem Gebilde zum Beispiel.
00:17:35: Das ist etwas das ich sehr gerne.
00:17:38: In dieser Zeit beschäftige ich mich ganz stark mit der Fülle, für die ich dankbar bin und diese Dankbarkeit nähert auf jeden Fall.
00:17:46: Das bringt mir Schaftvertrauen und damit tue ich mir schon was Gutes.
00:17:50: und dann gestalte ich etwas kreativer Schönes ohne viel Aufwand Und das liegt dann vor mir und ich sehe es von mir.
00:18:00: Die vielen Naturgegenstände, die für alle Dinge, für Dich dankbar sind, vor mir liegen.
00:18:07: Das macht was mit einem, wenn man dann sieht, ah wow so eine Fülle.
00:18:10: und für so viele Dinge darf ich dankbar sein.
00:18:12: Und bin dankbar!
00:18:14: Was geht's mir gut?
00:18:16: Diese Übung finden Sie auch im Buch Waldbaden.
00:18:19: das kleine Übungsbuch für den Wald von Unlie Felber gibt es auch für Kinder.
00:18:24: Waldboden für Kinder-Übungen und Tipps für kleine Entdecker und rohe Sucher im Schirner Verlag.
00:18:31: Apropos Kinder fällt es Kindern leichter ein zu tauchen in sie hier und jetzt.
00:18:37: Oh ja!
00:18:38: Und eine schöne Übung für unsere Wachserne, weil das jetzt so aufgelegt ist.
00:18:43: Das ist unter anderem auch dieses Staunen wie ein Kind.
00:18:46: also wenn du hinaus gehst in den Wald und mal den alten Kinder die lassen willst dann geh ich raus in dem Wald und staune wie ein kind.
00:18:53: also fokussiere dich auf Details und schau hin als ob du dieses Blatt und diese Rinde diesen Baum dieses Schneckenhaus noch nie gesehen hättest.
00:19:01: Es hat fast was Klauneskes Klaus können so gut staunen und sich in diesem Moment des Verblüfftseins und Fasziniertseins hineinbegeben.
00:19:12: Ich probiere das mal aus, es ist wunderschön.
00:19:13: Ich staune wie ein Kind!
00:19:14: Und ich habe nicht nur mit meinen eigenen Kindern sondern auch mit Schulklassen und Kindern die im Rahmen meiner Naturvermittlungsarbeit mich umgeben haben, gesehen wie schnell Kinder dann plötzlich im Bauen sind und elfen Haus bauen und Wichtelhaus bauen und Damm bauen.
00:19:33: Und wie schnell sie sich auf diese Naturmaterialien einlassen können und wie viel Freude Sie haben.
00:19:38: Sie brauchen gar nicht viel Material von außen.
00:19:40: das was da ist damit können sie sich wunderbar beschäftigen stundenlang also in Seil und ja es reicht wenn ich mal das brauche Geht sie hinaus in den Wald?
00:19:57: Natürlich werden Kinder nicht lang, ruhig an einem Baum angelehnt verweilen wollen.
00:20:05: Aber das macht nichts.
00:20:06: Sie machen es auf ihre Atemweise.
00:20:08: Ich glaube, sie spüren noch viel mehr unbewusst diese ursprüngliche Verbindung zu Natur und leben da ganz auf plötzlich ganz schnell.
00:20:19: aber auch wir Erwachsene können uns eben die Kindersvorbild nehmen hinausgehen und staunen.
00:20:24: Und ganz wertfrei mal uns nur auf die Details konzentrieren, wie ist die Baumrinde beschaffen?
00:20:32: Wie ist die Wuchsform von der Pflanze?
00:20:35: Wie sind die Schnörklungen vom Schneckenhaus?
00:20:40: Das ist auch das was mich sehr verblüfft und auch sehr anruhigt.
00:20:43: wenn wir Teilnehmerinnen berichten was sie erlebt haben innerhalb von kurzen aus fünfzehn zwanzig Minuten Nach den Übungen berichten Sie dann, welche Erkenntnisse sie für sich gewonnen haben oder welche Gefühle sie durchlebt haben.
00:20:57: Welche Gedanken gekommen sind?
00:20:59: Das ist sehr verblüffend und das ist eine große Bestätigung auch wie schnell das gelingt.
00:21:06: ohne viel Vorbereitung gar keine Vorbereitung haben diese Teilnehmerinnen.
00:21:10: mit einer gewissen Offenheit und Neugierde passiert in kürzester Zeit ganz ganz viel mit dem Menschen indem sie sich nur auf Details oder auf ihre Sinne fokussieren.
00:21:24: Und das wiederum ist auch im Alltag möglich!
00:21:28: Also es sind Tag ein, Tag aus so viele Gedanken und so viele Aufgaben die uns beschäftigen.
00:21:32: Auch mein Leben ist wahnsinnig komplex mit drei Kindern und Arbeit nebenbei und meine Herzensprojekte und und und... Die vielen Anforderungen, der hilft sich während diesem Strudel den ich oft empfinde, hilft mir ganz viel ins hier und jetzt zu kommen, um kurz mal durchzuatmen.
00:21:51: Und mich zu fokussieren.
00:21:52: Ich glaube das ist das... Das ist das Zauberhafte an diesem Hier-und-Jetzt Dass ich mit mir ankomme, meinen Atem spüre.
00:22:02: Ich spüre wie das Wasser über meine Hände fließt wenn ich abwasche oder bis sich der kalte Boden unter meinem Füßen anspürt und dann verbinde ich mich mit mir und mit der momentanen Umgebung und atme im besten Fall durch.
00:22:16: Das machen wir auch viel zu selten im Alltag, dass wir uns bewusst auf unseren Atmen besinnen und es reichen da schon ein paar Sekunden, eine halbe Minute.
00:22:30: Und dann kann ich wieder in meinem alltäglichen Nachgehen.
00:22:34: Das ist sehr hilfreich!
00:22:36: Eine liebe Freundin von mir hat das Mikro-Praktiken genannt.
00:22:41: Ich habe zwar Miniübungen genannt für mich und das versuche ich tatsächlich auch im täglichen Leben aber auch beim Wald baden immer wieder einzubinden ganz kurze Aufmerksamkeitsspannen einzubinden.
00:22:54: Wir wohnen den Zinnen und dem hier und jetzt hingeben.
00:22:57: Und bevor wir nun aus dem Bad im Wald wieder in diesen Alltag auftauchen, noch eine Atemübung die Sie auch gleich mitmachen können!
00:23:07: Du kannst sich ganz bequem hinsetzen mit einem aufrechten Oberkörper du kannst die atmen Übungen auch im Stehen durchführen.
00:23:15: Atme dreimal tief ein-und-aus weiteren Einatmen vor, wie du diese grünen Kraft und dieser heilsamen Terpene von denen die Waldluft voll ist.
00:23:36: Dass du diese Grünkraft mit jedem einatmen, einatmest und diese Grünkraft sich in deinem ganzen Körper verströmen kann.
00:23:51: Jede Zelle wird erreicht!
00:23:55: Die Organe werden beatmet mit dieser Grünkrafft.
00:24:00: Du kannst dir gerne eine Farbe ihm auch vorstellen dazu, sei es grün oder eine andere Farbe die mehr taugt.
00:24:15: Total entspannt geht es wieder zurück zum Bahnhof Gritzendorf Richtung Wien hinein in die Stadt aber gefüllt mit Grünkraft für die es selbst in der Innenstadt eine Menge kleiner Trankstellen
00:24:31: gibt.
00:24:34: also ich wünsche mir dass die Natur und der Wald und die Pflanzen die Tiere den Menschen anrühren.
00:24:41: Einfach, dass die Menschen angerührt sind nach einem kurzen Waldaufenthalt und das danach als persönliche Kraftquelle für sich im weiteren Nutzen umliebendiger... ...im Alltag liebendig zu leben.
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