Wiener Kirchenspaziergänge

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00:00:02: Willkommen zu einem weiteren Kirchenspaziergang in der Innenstadt Wien, auf den ich Bernadette Spitzer sie mitnehmen darf.

00:00:12: In der Hoffnung Sie ein wenig neugierig zu machen!

00:00:15: Die Kirche die ich heute besuche ist von außen als solche nicht zu erkennen.

00:00:20: steht man am Josefsplatz erkennt man sich nur am Schriftzug neben dem Eingang.

00:00:26: Nur wenn man die gleichnamige Straße entlang geht sieht man sie.

00:00:29: Es ist die Augustiner Kirche.

00:00:32: Kaum zu glauben, dass sie jahrhundertelang freistand sowie eigentlich die meisten Kirchen und erst im Barock zu einem Teil der Hofburg und von ihr ummantelt und integriert worden ist.

00:00:43: Sie ist sozusagen emotional- und architektonisch untrennbar mit dem Haus Habsburg verbunden und war deren Hofpfarrkirche.

00:00:51: Verbunden ist sie aber auch wenn ich etwas Persönliches hier sagen darf – Mit mir!

00:01:13: Meine Eltern haben im berühmten Chor der Kirche gesungen, meinen Vater haben sie eben solo gehört und ich bin sozusagen auf dem kirchen Chor aufgewachsen.

00:01:22: Auch als Erwachsene erlebe hier gerne die Hochämter.

00:01:33: Heute erwartet mich in der Kirchepfarrer Partha Matthias Schlödel den ich schon sehr lange kenne und daher mit ihm per du bin.

00:01:40: Er hat kurz vor der Matura wegen Mathematik die Schule abgebrochen und eine Lehre als Florist absolviert.

00:01:47: Das kommt ihm heute zugute, denn er kümmert sich in der Kirche um den Blumenschmuck!

00:01:51: Auf einer Wahlfahrt lernte er die Augustine erkennen – er begann in der kirche zu ministrieren und trat schließlich ein.

00:01:58: Zu Beginn unseres Spaziergangs schilderte er was er an seiner Kirche besonders findet und da fällt ihm einiges ein.

00:02:06: Ich denke, wer einmal hierher kommt, er kommt immer wieder.

00:02:10: Wir haben eine sehr große Pfarrgemeinde die weit über die Grenzen Winsin ausgeht.

00:02:15: es kommen wir haben ja sonntags immer diese Tradition der großen klassischen Hochemter um elf Uhr gestaltet.

00:02:24: Kirchmusikalisch mit Chor, Solisten, Orchester von St Augustin.

00:02:29: Dein Vater hat ja vor vielen Jahren auch sehr, sehr treu hier als Bass-Solist gesungen und es gibt doch einige Aufnahmen mit Leopold Spitzer.

00:02:38: Ja und da kommen sehr viele Menschen oft auch wegen der Musik Und wir bekommen ganz viel Feedback, wo Sie sagen eigentlich bin ich einmal wegen der Musik gekommen.

00:02:49: Jetzt komme ich wegen der Gottesdienstgemeinschaft.

00:02:53: Unter anderem ein Beispiel.

00:02:56: Ein Ehebar oder zwei Ehebare sind das eigentlich?

00:02:58: die kommen fast jeden Sonntag aus Linz.

00:03:02: Die Kirchenmusik ist wohl das erste was einem im Zusammenhang mit der Augustiner Kirche einfällt.

00:03:08: Diese Hart erzählt Pater Matthias eine sehr lange Tradition, denn das Herrscherhaus schätzte Musik.

00:03:15: Seit weit über fünfhundert Jahren wissen wir davon verschriftlich dass es eben einen eigenen Chor gab, dass es Orchester gab, das Solisten aus den Opernhäusern natürlich damals aus den Theatern verschiedenen Theater und Opern auch hier gesungen haben.

00:03:34: Franz Schubert's Messe in Eftur, seine erste große Messe wurde hier uraufgeführt.

00:03:39: Ebenso die Messe im F-Moll von Anton Brugner.

00:03:42: Dazu gibt es eine Anekdote.

00:03:44: Weil sie nämlich von einigen Dirigenten als zu schwierig abgelehnt wurde, dirigierte sie Brugna damals selbst.

00:03:52: Eine Zwangspause machte die Kirchenmusik nur im Zweiten Weltkrieg.

00:03:56: Nach Kriegsende war die Kirche zehn Jahre zwar nicht benützbar, aber gefeiert wurde trotzdem in dem nach Ordensgründer Augustinos benannten Saal im Kloster.

00:04:07: Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind übrigens mehr als viertausend Hochämter gefeuert worden.

00:04:13: In der Gründerzeit der Kirche war Wien gerade um die Stadtmauer erweitert worden, die den heutigen Ring umfasste.

00:04:20: Erbaut wurde das Gotteshaus XIIIII, als Erfüllung eines Gelübtes das Friedrich der Schöne abgelegt hatte.

00:04:27: Der in Gefangenschaft geraten war und dort von einem Augustiner Seelsorglich unterstützt wurde.

00:04:33: Der Platz war aber eigentlich bereits den Kathäusern versprochen worden.

00:04:38: Die Kathäuser mussten sich auf Gut Wienerisch damals schleichen.

00:04:41: Und heute wir kennen Maurabach.

00:04:43: Wie lange fährt man, wenn viel Verkehr ist?

00:04:45: Vielleicht eine halbe Stunde nach Mauerbach mit dem Auto.

00:04:47: Aber damals war das schon ziemlich weit weg.

00:04:51: also die waren nicht besonders erfreut.

00:04:54: Die Augustine haben dann diesen Platz hier bekommen und begonnen ein Kloster zu errichten Und auch diese Kirche sollte eine besondere Kirche sein sehr sehr groß.

00:05:04: Man hat damals schon versucht auch Hier zu initiieren dass es eine eine Repräsentant.

00:05:12: Die Divekirche wird für das Haus Habsburg.

00:05:16: Man erkennt es heute kaum, weil Joseph II dann viele Jahrhunderte später den Josefsplatz errichtet hat.

00:05:23: Die Menschen haben in Wien gesagt der Augustiner Dom eine besonders schöne Kirche die man gesehen hat von weit her und wenn man sie betreten hat, die auch beeindruckt hat.

00:05:34: Sie ist achtzig Meter lang und sie ist... Und das ist das Besondere in der Elze sich ein Gotik errichtet.

00:05:42: Die einzige Kirche außerhalb des Elsasses, die in diesem Stil errichtert worden ist.

00:05:47: das hat wiederum den Grund weil... Das war damals für den Orden auch etwas Besonderes hier eine Kirche errichten zu dürfen und so ist Thomas von Straßburg damaliger Ordensgeneral hierhergekommen und hat das initiiert, dass diese Kirche in dieser älsessischen Gotik errichtet worden ist.

00:06:05: Das heißt sie ist sehr schlank, sie ist hoch, vierundzwanzig Meter hoch.

00:06:10: Thomas von Straßburg ist übrigens auch hier in einer der Krüfte bestattet.

00:06:15: also es hat ihn damals überhaupt so begeistert, dass er hier am Ende seines Lebens beerdigt werden wollte.

00:06:24: Bis zur Weihe der Kirche dauerte es aber bis threizehn neunundvierzig.

00:06:28: Man hat dann eine Zeit gehabt, wo der Bischof damals war das alles diozöse Passau.

00:06:35: Der Bischoff von Passau gekommen ist recht sagen wir mal sehr höflich verwirrt war warum so eine riesige Kirche hier in Wien überhaupt Wien braucht und er hat sich zuerst einmal geweigert diese Kirche zu weinen.

00:06:49: sie ist an zehn Jahre so gestanden und erst mit Der Hilfe des Papstes ist dann, dass der Kirche weinlässt und weit.

00:07:08: Und sie wurde dann am ersten November, der Kirchweitag, auch einen sehr untypischen Kirchweitag.

00:07:17: Aber ich denke das war noch so ein bisschen vielleicht eine kleine Ohrfeige dieser Bischof hier den Augustinon oder den Herrschern hergeben wollte, er hat zugleich auch ein Dekret hier gelassen mit dem Verbot je in der Geschichte das Kirchweifest zu fahren weil dieses Kirch weifest in aller heiligen Tag stören würde.

00:07:36: Heute halten wir uns an dieses Verbot eigentlich nicht.

00:07:41: zwanzig vierundzwanzig.

00:07:42: zum sechshundertfünfundsiebzigsten Kirchweifest kam sogar der General des Ordens, Kardinal Francis Prevost.

00:07:50: Wenige Monate später wurde ausgerechnet eher zum Papst gewählt.

00:07:54: Was wohl der Bischof der Dreizeinneunundvierzig verboten hat das Kirchweifest zu feiern weil ihm die Kirche zu groß war?

00:08:01: Dazu sagen würde dass ein späterer Papst einmal der Feier vorstand?

00:08:06: Gibt es eine Erklärung dafür warum er die Habsburger dann diese Kirche zu ihrer Hofkirche gemacht haben und nicht die Michaela-Kirche, die ja schon hundert Jahre länger da steht?

00:08:17: Das ist eine gute Frage.

00:08:18: Die Michaela Kirche war auch beteiligt, sagen wir mal am Leben der Habsburger.

00:08:26: Die Augustiner Kirche sollte aber als Hochzeitskirche grundsätzlich was sie immer geplant als Repräsentationskirchen des Hauses Habsburg.

00:08:35: Sie war ja auch wirklich dann im Areal eingebaut, wir wissen aus Niederschriften das zum Beispiel bei der Hochzeit von Rudolf und Stefanie dass das Brautpaar elf Minuten von der Hofburg durch die Hofburg gegangen in der Augustiner Kirche dann angekommen sind.

00:09:00: Das heißt, die sind nicht über die Straße oder den Platz sondern sie sind in der Hofburg geblieben und dann hier über die Treppe, die im Presbyterium, im Chorraum herunterführt von den kaiserlichen Oratorien dann angekommen.

00:09:15: Das heisst es war von der Intention war sie die Repräsentationskirche sollte es werden und war dann die Hochzeitskirchen, die ersten Hof.

00:09:25: Die Trauung des Hauses Habsburg hat mich hier stattgefunden.

00:09:29: Zusatzfrage, aber es gibt ja auch die Hofburg-Kapelle... ...die ist ja auch sehr alt?

00:09:36: Das stimmt!

00:09:37: Die ist auch sehr Alt, das war aber jetzt sagen wir mal ein bisschen salopp so fast für die Hauskapelle der Habsburger.

00:09:43: Da hat es auch Taufen gegeben.

00:09:45: Sie ist klein oder kleiner.

00:09:48: Manche Kirche sind nicht zu groß wie die Hofbourg-Kapelle.

00:09:51: Aber ist natürlich kein Vergleich der Repräsentationskirche, die die Augustiner Kirche für die Habsburger ist.

00:10:00: Im Barock wurde die Augustinerkirche noch nah barokisiert aber dann passierte etwas Unerwartetes und das hat mit einem Augustiner zu tun, der nie in Wien war, aber großen Einfluss auf die Wiener Kirche hatte.

00:10:13: Martin Luther war Augustine,

00:10:17: d.h.,

00:10:17: die Habnsburger waren nicht ganz glücklich darüber Und die Kaiserverdin an der zweiten, die Augustina über Nacht hinausgeschmissen.

00:10:29: Das war eine ziemlich schlimme Sache.

00:10:31: Sie haben erfahren sie müssen das Haus verlassen und es kam der strengere Zweig die Augustiner Barfüße hier nach Wien.

00:10:39: D.h.,

00:10:40: die Augustinas sind sechzehn-dreißig über Nacht heraus geschmissen worden.

00:10:45: sie kamen in die heutige Rohuskirche Landstraß Hauptstrasse.

00:10:50: Das ist auch der Grund, warum wenn du einmal zum Beispiel in die Rochuskirche gehst.

00:10:55: Sie ist voll von augustinischen Heiligen.

00:10:58: Auf der Fassade ist sie ja schön renoviert worden und in der Mitte ganz groß.

00:11:02: die Statue des heiligen Augustinus.

00:11:05: Links davon der Heilige Thomas von Wilanova, Studienpatronen einer Augustiner, rechts davon der Heilige Nikolas von Tolentino.

00:11:11: Das heißt man hat damals die Augustina-Kirche dort auch gehabt.

00:11:15: das Gnadenbildmutter vom Guten Rat ist eine augustinische Darstellung.

00:11:19: D.h.,

00:11:19: die Augustine kamen weg es kam da strengere Zweik hierher und so hat man dann in dieser Zeit auch geschaut dass die Kirche barokisiert wird

00:11:29: und

00:11:30: man hat die Loreto-Kapelle hergebaut.

00:11:32: Das muss man sich einmal vorstellen.

00:11:34: Man hat mitten in die Kirche ein Haus gebaut, das so aussah wie das als Heimathaus der Mutter Gottes verehrte in Loreto.

00:11:42: Schlagartig hatte Wien einen Wallfahrtsort mehr und die Wiener liebten die Kapelle – nicht nur sie auch die Habsburger!

00:11:49: Sie suchten sie zu allen möglichen privaten Ereignissen auf und ließen ihre Herzen zur Füße der Statue der Mutter Gottes beisetzen.

00:11:58: Nach onehundertfünfzig Jahren machte Josef

00:12:01: II.,

00:12:01: dem ein Ende, na wer sonst?

00:12:03: Er liess die Augustiner Kirche regotisieren und alles entfernen was nicht gotisch war.

00:12:09: Dazu zählte auch die Loreto-Kapelle – er ließ sie abtragen!

00:12:13: Die Bevölkerung war darüber aber so empört dass Josef II für die Mutter Gottes und die Herzen der Habsburger eine Seitenkapelle ausbauen ließ die heutige Loreto Kapelle.

00:12:24: Der Kaiser sorgte aber mit seinen Klosterreformen dafür das die Augustina ausstarben.

00:12:30: Josef II.

00:12:32: hat eine Aufnahmesperre lassen,

00:12:33: d.h.,

00:12:34: der Orden durfte keine neuen Noviz mehr aufnehmen und das war eigentlich das Todesurteil für den Augustiner Ordner in Österreich.

00:12:41: Er hat den Pfarrer abgesetzt.

00:12:42: Der Pfarrern war dann ein Weltpriester Ein infolierter Probst.

00:12:47: Kapläne waren damals Augustiner.

00:12:49: Damals gab es noch elf Kaplähne Und der Ordnung ist natürlich in den nächsten Jahren immer geschrumpft, sind immer weniger geworden.

00:12:58: Man hat diese Aufnahme späre dann Jahre danach wieder aufgehoben aber es war zu spät und der letzte Augustiner ist dann in Österreich-Achzehnhundertsechsunddreißig gestorben.

00:13:09: Das heißt Josef II haben wir schon zu verdanken dass es unseren Orden dann über hundertfünfzehn Jahre in Österreich leider nicht mehr gegeben

00:13:19: hat.

00:13:21: Aber welche Begründung hatte er?

00:13:23: Die Augustiner waren in seelsäuglicher Orten.

00:13:25: Die hatten keine Länder rein, die hatten keinen Wald, die hatte kein Weinberg, die hat nichts... was jetzt wichtig war in seiner Sicht.

00:13:37: Er hätte andere Stifte zum Beispiel wie Kloster Neuburg oder wie Heiligen Kreuz oder wie Gottwerk.

00:13:44: Da hätte er sich nie getraut auch irgendwie mitzusprechen.

00:13:48: hier hatte der Orden keine große Aufgabe für ihn.

00:13:53: Und was ist dann mit dem Eigentum passiert?

00:13:54: Mit der Kirche und dem Kloster.

00:13:56: Wenn es den Orden nicht mehr gibt, hat das damals die Habsburger dann einkassiert?

00:14:04: Ja wie die Bibliothek zum Beispiel in die Nationalbibliotheke gekommen ist.

00:14:09: Da haben ja auch vielleicht das jetzt ein bisschen frech gesagt aber es haben natürlich alle ein bisschen zugegriffen von den Örtlichkeiten zugegriffen also heute im ehemaligen in einem kleineren Teil des ehemalligen Klosters Wenn man in der Albatina ist, geht man durch diese Räumlichkeiten.

00:14:27: Oder die Katte hat eigentlich den Großteil des alten Klosters, wo heute Büros sind.

00:14:35: Nicht von Josplatz Sichtbar, aber das Kloster war ja damals entlang dieser Kirche, diese Achtzig Meter.

00:14:44: Das war der Großteil dieses Klosteres dem man heute eigentlich nur mehr von einem Teil eines Innenhofs sieht.

00:14:51: bzw.

00:14:52: wenn man dann im Burggarten wäre, sieht man auch auf diesen Teil.

00:14:57: Und wie ist das heute mit den Eigentumsverhältnissen?

00:14:59: Die Kirche gehört zur Hofburg und die Hofburg gehört im Staat.

00:15:04: Heißt das dass die Kirche und das Kloster euch dem Orden gar nicht gehören?

00:15:10: Ja uns gehört nichts.

00:15:11: nein wir sind hier geduldet.

00:15:14: Wir dürfen hier leben, wir haben hier unser Kloster.

00:15:19: Gehören tut alles Kirche, Kloster dem Staat!

00:15:22: Der Bund verwaltet es.

00:15:23: Wir haben die Burkaupmannschaft mit der werfer sehr gut auskommen und die Burkauppmannschaft ist auch eine Institution, die sich auch freut darüber dass wir hier einen wichtigen Platz in der Hofburg

00:15:35: haben.".

00:15:36: Aber so fügt Pater Matthias Schlögel hinzu wenn der Orden neues Inventar für die Kirche anschaffen will muss er selbst dafür aufkommen.

00:15:44: Wie ist es dem Ordnung gelungen, die Kirche wieder zurückzubekommen?

00:16:14: in der Johannesgasse, wo heute die Musikuniversität auch ist.

00:16:18: Die Verhandlungen aber dann mit dem Kardinal – da haben wir viel im Erzbischof Jachim zu verdanken, der damals dem Erzbschiff gesagt hat – geben wir doch den Augustinern, die es so lange hier gewirkt haben, die Augustiner-Kirche

00:16:30: zurück.".

00:16:31: Und seither sind sie wieder da!

00:16:34: Parta Matthias und ich gehen durch die Kirche.

00:16:37: Josef II.

00:16:38: ließ sie also mehr oder weniger ausräumen, weshalb sie heute einen schlichten Eindruck macht….

00:16:43: Der Pfarrer führt mich zu einem Denkmal auf der rechten Seite, das in jedem Reiseführer beschrieben ist.

00:16:49: Ein Grabdenkmal in Form einer Pyramide – mit Bezug zur Hofburg.

00:16:54: Es ist ein Denk mal für die Lieblingstochter von Maria Theresia, die einzige, die ihren Ehemann selbst wählen durfte.

00:17:00: Maria Christine verheiratet mit Albert von Sachsen-Teschen den Begründer de Albertina.

00:17:06: Sie starb mit fifty-six und wurde von ihrem Mann um vierundzwanzig Jahre überlebt.

00:17:11: Er setzte ihr in der Augustiner Kirche ein Denkmal.

00:17:15: Und zwar hat hier Antonio Canova dieses Grabmahl errichtet, ist das Hauptwerk des Klassizismus Carrara Marmo ein sehr, sehr harter Stein mit dem er hier darstellt eine Jungfrau die eine Urne trägt in eine Pyramide und einen Grabmall hinein.

00:17:34: jung und alt gehen bei dieser Prozession mit Engel Und Tiere, der Löwe und Albert lässt über das Grabmahlschreiben Uxori Optime albertus.

00:17:47: Der besten Gattin Albert!

00:17:50: Ganz interessant da müsste man genau schauen.

00:17:53: wenn man so schräg vom Grabmal zwischen den Säulen durch schaut sieht man ein verstecktes Fenster beim Hochhalter in der Nähe des Hochhalters.

00:18:03: Da hat sich Albert von Saxentäschen ein Zimmer im Kloster genommen, hat dann durchbrechen lassen und hat immer wieder, man sagt abends auf dieses Grabmal hingeschaut.

00:18:17: Bestattet wurde Maria Cristina in der Kapuziner-Kruft.

00:18:21: Vorbei an einem Porträt des heiligen Augustinus gemalt.

00:18:25: Achtzehnfünfundsiebzig führt mich Pater Matthias zu einem fast gruseligen Bild.

00:18:30: Eine Nonne wird von einem Strahl aus der Dornengrone Jesu verletzt.

00:18:34: Ihr Gesichtsausdruck verrät allerdings keinen Schmerz, sondern eher das Gegenteil.

00:18:39: Es handelt sich um Rita von Casca eine italienische Heilige des Augustiner Ordens die Stigmatikerin war.

00:18:46: Am Altar stehen immer Rosen.

00:18:49: Am Ende ihres Lebens hat sie darum gebeten, dass man ihr Rosen bringt mitten im Winter.

00:18:58: Die Schwestern sind dann zu ihrem Haus in Rokaporena, zu ihrem Elternhaus gefahren und haben dort mitten dem Eis einen rosenblühenden Rosenstrauch gefunden.

00:19:09: Und so ist das heute noch ein Zeichen auf die Fürsprache Gottes eben auch unmögliches mögliche Werk.

00:19:19: Und so haben wir die Heilige Rita als Fürsprecherin in aussichtslosem Fällen, das ist auch hier sehr viele Votivtafeln, die immer wieder zeigen Danke und Kösse nehmen und der Heilige Ritter hat einen Wunder getan zu kommen sehr, sehr viele und beten an diesem Altar zur helferinnen Aussichtslosenfälle.

00:19:40: Und an ihrem Gedenktag am Zweiundzwanzigsten Mai segnen die Augustiner die von Gläubigen mitgebrachten Rosen.

00:19:47: Apropos Gläube, in der Kirche ist es sehr ruhig – ganz anders als in anderen Innenstadtkirchen!

00:19:53: Das liegt daran dass Fremdenführer auf Bitten der Augustiner keine Gruppenführungen mehr machen sondern draußen die wichtigsten Dinge erzählen und die Touristen bitten in Stille durchs Gottes Haus zu gehen.

00:20:06: Nun stehen wir vor dem Hochaltar.

00:20:08: Er ist, was er verspricht hoch.

00:20:11: Sehr hoch!

00:20:12: Wie angegossen passt der in die Absiess?

00:20:15: Man mag es aber kaum glauben, er wurde ursprünglich nicht für die Augustiner Kirche geschaffen.

00:20:21: Der ist in der Weise besonders erstens der fünfte Hochhalter in der Geschichte der Kirche.

00:20:27: dieser Hochhalt da kam erst Ende des neunzehn Jahrhunderts hierher.

00:20:31: Wir wissen, dass die Votifkirche als Votiefgabe und Dank auch für die Rettung Kaiser Franz Josefs nach einem Attentat errichtet worden ist.

00:20:42: Und es ist damals der Würzburger Künstler Andreas Halbig beauftragt worden einen besonderen Altar für die Votivekirch zu gestalten.

00:20:51: Er hat ihn entworfen.

00:20:53: Du siehst hier in der Mitte Christus König, die Engelrundherum auch die drei Erzengel, die wir kennen dann noch Uriel dabei Oberhalb also quasi eine

00:21:05: Etage

00:21:07: drüber Gott Vater mit dem heiligen Geist auf der Brust ganz oben In der Nische mit dem blauen Mantel Gottesmutter und unterhalb der Gottesmütter, oberhalb von Gottvater in dieser Nische zwei Männer gestalten.

00:21:21: Zwei Heilige die man zunächst einmal nicht erkennt.

00:21:25: Wenn man ein bisschen näher hinschaut sieht man dass es der heilige Josef ist, der Heilige einen Nähervater Josef, Neervater von Jesus und der Heilige Franz von Assisi.

00:21:35: Zwar Heilige, die man eigentlich selten zusammen darstellt haben tausend Jahre ungefähr unterschiedlich gelebt.

00:21:44: Aber man sollte sofort sehen, dieser Altar ist für Kaiser Franziose.

00:21:48: Also die Namenspatrone des Kaisers hat man hier dargestellt.

00:21:52: Treizehn Jahre hat er daran gearbeitet.

00:21:54: Er ist ganz aus Sandstein.

00:21:56: Das ist das Besondere nicht aus Holz wie grundsätzlich die neugotischen Altäre eigentlich geschnitzt und gestaltet sind.

00:22:05: Dieser Sandstein-Alter, nach dreizehn Jahren Arbeit hat man dann versucht ihn aufzubauen.

00:22:11: Der mittlere Teil dieser Balderin ist aus einem Stein gehauen.

00:22:15: die anderen Teile sind dann zusammengesetzt und ja es zu hoch gewesen, zu mächtig für die Otivkirche das heißt konnte dort nicht so errichtet werden Und der Kaiser hat dann bestimmt Kaiser Franz Josef dass diese Alta hier in die Kaiserkirche kommt in die Augustiner Kirche.

00:22:35: Und wir sind dem Andreas Halbik heute überaus dankbar, dass er hier einen sehr, sehr mächtigen und schönen Altar gestaltet hat.

00:22:44: Der zu groß war für die Motivkirche – und heute deswegen bei uns ist!

00:22:49: Der alte Altar der nur aus einem Tisch mit einem Kreuzbestand fand sein neues Zuhause in einer anderen Kirche.

00:22:57: Ich nehme an das diese ganze Wand Bemalung auch im Zuge dieses Altars dann gemacht wurde.

00:23:06: Ein bisschen später ist das erst geschehen und als der Altar dann hierhergekommen ist, hat der damalige Probst eine sehr große Geldgabe bekommen so dass der Altauch farbig gefasst werden konnte.

00:23:20: und nachdem dann immer Geld noch da war, hat man diese neugotische Schablonenmalerei wo die Schablonen noch im Archiv bei uns sind Diese Schablonemalerei angebracht.

00:23:31: Im Krieg ist das alles zerstört gewesen und als die Kirche in den Sechsten, sechsundneinzig bis neunundneunzig renoviert worden ist hat uns das Bundesdenkmalamt gefragt damals war dann noch ein bisschen Geld da ob es uns gefallen würde wenigstens hier einen Farbtupferleben zu sehen diese neugotische Schablone malerei wieder anbringen zu lassen und wir sind sehr dankbar gewesen.

00:23:56: Es passt eigentlich gut dazu, das habe ich dir noch nicht erzählt aber grundsätzlich war die Kirche ja nach ihrer Erbauung ganz bunt.

00:24:06: also man sieht heute noch einen Teil oberhalb des Augustinos Altars zwischen zwei Säulen wo die ursprüngliche gotischen Fresken zu sehen sind.

00:24:16: Die sind dann erst bei der Rekordisierung unter Josef II.

00:24:21: ganz verschwunden.

00:24:23: Dieses leicht gräuliche Weiße hier, das gibt es erst seit Joseph II wieder und muss damals denke ich mir oft ein ziemlicher Schock für die Gläubigen gewesen sein plötzlich aus so einer bunten feierlichen schönen Kirche dann diese schlichte Kirche wie sie heute sichtbar ist zu sehen.

00:24:44: Wir kommen zu einer großen Tür wohin sie wohl führt.

00:24:49: Dies ist wichtig gewesen, denn hinter dieser Tür ist eine relativ schön breite Treppe.

00:25:03: Denn da sind die Familienmitglieder des Hauses Habsburg zu den Hochzeiten heruntergekommen.

00:25:10: also zum Beispiel ich habe glaube ich vorher von Rudolf und Stefanie erzählt die dann elf Minuten rüber gegangen sind.

00:25:18: Am Schluss sind sie hier heruntergekommen und waren dann quasi schon im Altarraum.

00:25:23: Diese Treppe sieht man nicht, aber es ist verwunderlich wenn man aufsperrt warum das eine breite Treppe notwendig ist.

00:25:30: Jetzt weißt du's!

00:25:30: Wir

00:25:32: verlassen die Absäßung und bleiben am Rückweg zum Eingang bei einer weiteren großen Tür stehen.

00:25:38: Wenn wir jetzt

00:25:39: hier reingehen,

00:25:41: sind wir in der heutigen Loretto-Kapelle.

00:25:45: Ich habe vorher zählt dass die Loreto-Kapelle, die mitten in der Kirche stand dann bei der Igotision verschwunden ist und man hat einen Teil eines mittelalterlichen Kreuzganges genommen.

00:25:59: Es ist diese Kapelle entstanden, man hat die Gottesmutter hier hergebracht den Stein auf der Seite links dem Stein des Hauses von Loreto auch hier eingesetzt.

00:26:14: Dann war es nicht mehr möglich, zu Füßen der Gottesmutter nicht sichtbar so wie es ursprünglich war die Herzen der Habsburger zu bestatten.

00:26:23: Sondern man hat dann links davon eine Wendtreppe gehabt, die man abgetragen hat.

00:26:30: Es ist ein kleiner Raum entstanden und hier sind dann zunächst neunzehn Herzen beigesetzt worden.

00:26:35: Heute haben wir vierundfünfzig Herzen hier das Letzte vom Vater von Kaiser Franz Josef Erzherzog Franz Karl.

00:26:42: Die Herzen sind in einer Nische auf Wienerisch liebevoll Herzalkruft genannt.

00:26:47: Die dazugehörenden Eingeweide sind im Steffanstone-Ball gesetzt und die Körper in der Kapuziner kruft.

00:26:53: Man kann die Kapelle besichtigen, sagt Pater Matthias.

00:26:57: Besichtigend kann man die Loreto-Kapelle jeden Sonntag und jeden Feiertag nach dem Hochamt.

00:27:02: um elf Uhr haben wir unsere feierlichen Hochämter und danach – das sage ich normalerweise dann auch am Schluss ist immer eine Führung, also muss man sich auch nicht anmelden.

00:27:11: Ist einfach dabei.

00:27:13: und

00:27:14: ja wir freuen uns wenn das Interesse da ist auch Gottesdienst einmal mitzufahren in unserer Kirche.

00:27:21: Herzlichen Einladung dazu.

00:27:23: Geöffnet ist die Augustiner Kirche untertags ab sieben Uhr.

00:27:27: Führungen sind möglich nach Anfrage in der Pfarrkanzlei.

00:27:31: Infos dazu gibt es auf der Webseite der Augustina.

00:27:38: Sie ist ja gerne.

00:27:40: Danke, Tia!

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