radiowiki- 261014#029 Tiere im Prater
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00:00:05:
00:00:49: Zu dieser Ausgabe unserer Senderei Archivar Archivie-Archivo begrüßt sich Stefan Hauser.
00:00:56: Wir haben uns akustisch auch im Herbst, denn wir waren früher schon im Brater hierher ins Bratamuseum auf den Weg gemacht.
00:01:04: Hintergrund ist aber diesmal ein spezieller.
00:01:07: es geht nämlich um die viele Natur und die Tiere im Bratter.
00:01:13: Unsere Gesprächspartner heute sind Frau Susanne Winkler und Herr Werner Michael Schwarz.
00:01:20: Beide sind Historiker am Min-Museum.
00:01:25: Dieses Brattermuseum gibt es seit zwei Jahren und bietet eben einen großen Überblick über die Historie des Braters, man sieht wunderbare Objekte, Kuriositäten, die eben zur Historie das Braters gehören.
00:01:40: Wir beschäftigen uns aber heute mit der Natur und den Tieren.
00:01:45: Herr Michael Schwarz wenn wir jetzt im Brat unterwegs sind Dann kann es uns passieren, wenn man spazieren geht oder laufen geht, dass ein Reh über den Weg läuft.
00:01:58: Aber früher war das Gang und Gebe hier!
00:02:02: Ja, als man so lange der Brater überhaupt abgeschlossen war also vor siebzehntsechzig war es ja kaiserliches Jagdgebiet.
00:02:07: Man hat auch wirklich darauf geschaut dass möglichst viel wilder ist.
00:02:12: Man muss vielleicht zum Naturraumbrater erklären das ist eben ein großes Augebiet gewesen.
00:02:17: die Donau ist.
00:02:18: er hat ja so ein sehr weitläufiges Flusssystem gebildet.
00:02:22: in Wien erst achtzehn-siebzig wird das reguliert und dieses Stadtbildes wir heute kennen mit dieser geraden Donau durch Wien und dann auch Gasischen Moderne entstand und davor war das immer in so einem Naturraum oder eine Aulandschaft.
00:02:36: Es gab viele Hirsche, es gab Rehe Wildschweine natürlich Und ab siebzehn-sechzehn wird der Brater gern geöffnet als Jagdgebiet aufgegeben.
00:02:45: Die Rehe bleiben natürlich auch die Hirsche werden zum Teil geblieben sein.
00:02:48: Aber es kommen viele viele Tiere dazu, die es davor natürlich im Brater nicht gab Nämlich deswegen weil sie eben jetzt in meiner Scherien auftauchen In Zirkussen auftauchten.
00:02:58: Gerade im Jahrhundert mit der europäischen Expansion, mit dem europäischen Kolonialismus entdeckt man ja viele Teile der Welt quasi neu.
00:03:07: Jetzt kommentiere ich in die Managerien, die mir davor kaum kannte... Also jetzt im Hintergrund hört man die Vogelsund aus den Brachten quasi original aufgenommen um fünf Uhr morgens mit ganz vielen Mücken.
00:03:20: Also es kommen ganz viele Tiere, die man bis dahin kaum kannte.
00:03:23: Natürlich Löwen kennt man schon seit der Antike natürlich und Tiger
00:03:26: usw.,
00:03:27: aber zumindest alle Neuigkeiten wurden dann auch im Brater vorgestellt.
00:03:31: Der erste Ameisenbär zum Beispiel, also ein eher seltenes Tier, das wir dann bis dahinten die Kante schlangern schauen gab's in Brata viele.
00:03:39: Es gab einen eigenen Tiergarten am Schüttel.
00:03:43: Es ist eher einer der sehr problematischen Einrichtungen gewesen im Braten, den man muss sich vorstellen.
00:03:48: Das war ein bürgerlicher Zoo, das ein bisschen des Pondrons so schön brunnbar und sich dann im späten Jahrhundert aber eigentlich zu einem zentralen Ort entwickelt hat wo man Menschen aus den Kolonien zur Schau gestellt hat.
00:04:01: Also wie sagen Menschen schauen?
00:04:02: Also wo haben Menschen aus Afrika oder aus Asien halb angeworben, halb verschleppt irgendwie in die europäischen Großdite gebracht und dort ein authentisches Leben zu inszenieren, ein scheinbar authentisches.
00:04:15: Wir wissen dass damit auch sehr stark rassistische Vorstellungen weiter verbreitet worden sind.
00:04:20: also überhaupt Menschen im Zoo darzustellen hat natürlich schon ihre grundlegende Abwertung bedeutet.
00:04:27: Also eine wichtige Facette.
00:04:28: sind diese Tiere.
00:04:29: dann die andere Facettes.
00:04:31: der Zirkus der im Brater feste Orte gehabt hat, wo es in klassische Zirkus Attraktionen gab für den Nr.
00:04:38: Raubtier-Nummern eine sehr berühmte Dumptöse haben wir auch hier im Bratamuseum.
00:04:43: oder stellen wir hier vor mit ihrem Lieblingslöben das ist gemisse Nieder gewesen die Emma Willard die im Brator aufgewachsen ist und dann zu einer weltberühmten Tierbändigerin geworden ist, also eine ganz furchtlose Frau wie viele andere Frauen die im Brat eine Rolle gespielt haben.
00:05:00: Und sie hat dann eben ihren Lieblingslöben präparieren lassen und wir zeigen diesen da im Museum.
00:05:07: Susanne Winkler Sie haben mir etwas gezeigt vor unserem Gespräch wo sich etwas dreht und sie haben ja gesagt ich Müsste genauer schauen, denn es geht um einen Floh-Zirkus.
00:05:20: Ich konnte keine Flöhe sehen, lag's an mir?
00:05:24: Es lag an Ihnen!
00:05:26: Flöhes sind wahnsinnig klein, ein bis drei Millimeter groß als ich weiß nicht wie gut Ihre Brille ist aber flöhre spürt man ja jetzt dass man sie sieht.
00:05:37: Nichtsdestotrotz hat der Floh-Zirkus in Prater eine große Rolle gespielt.
00:05:40: Floh Zirkus hat es gegeben, solange es Flöhe gegeben hat und man hat.
00:05:43: auch in den historischen Zeitungen kann man lesen dass die Flohzirkustirektoren und Direktorinnen ernausend aufgegeben haben bitte wir bezahlen Flöha!
00:05:52: Und da sind die Leute mit Flöhnen in Bratter gekommen und haben sie am Flöhen verkauft.
00:05:56: Für ein Floh zirkus kann man nicht alle Flöhes gebrauchen sondern nur die Menschenflöhe und die Igelflöhe oder ein paar andere flöhe.
00:06:06: Die Männchenflöhe können überhaupt nicht gebrauchen, die fressen nur einmal die Woche.
00:06:10: Die sind zu schlaptiger und es geht nicht mehr.
00:06:13: Man kann nur die Weibchen gebrauchten weil sie fressend dreimal die Woche und das ist stark genug.
00:06:18: Flöhe kann man nicht ressieren, Flöre kann man nur beobachten.
00:06:22: Und dann beobachtet man, ist er ein Läufer oder eine Läuferin?
00:06:26: Oder ist es ein Hüpfer oder ein Hüpferin?
00:06:30: Wenn man dies mal hat, weiß man schon viel... Der Flo ist ein besonderes Tier, der Flo hat wahnsinnig starke Hinterbeine.
00:06:39: Wenn Sie einen Flo vergrößert sehen, werden Sie das sehen.
00:06:44: Er kann extrem viel, er kann zwanzig mal so viel Gewicht ziehen wie er selber hat oder er kann zwei Mal so hoch hupfen wie er selbst groß ist.
00:06:56: Das heißt übertragen auf den Menschen.
00:06:58: Der Flo kann so hüpfen, es wäre als ob ein Mensch aus dem Stand übers Kirchenschiff am Köln nicht umhupft.
00:07:04: Okay der Flo-Zirkus sammelt Flöhe und dann schaut er sich an wohin gehören sie läuft vor der Hüpfer?
00:07:11: Und wenn er das hat, wenn es ein Hübfer ist, denn du drehst z.B.
00:07:14: in eine Styroporkugel setzen und was den Flo ... sich bewegen macht, ist ein Schlichtscheu.
00:07:21: Also für einen Flohzirkus braucht man nicht viel – ein starkes Licht!
00:07:24: Denn setze ich diesen Floh auf eine Styroporkugel und tue ihn mit einem starken Licht anleuchten... ...und dann springt er weg….
00:07:32: und dann schaut's aus als ob er Fußball spielt weil der Styropokugel fliegt auch weg.
00:07:36: Und wenn es ein Läufer ist, mit dem Licht hin und den Renn dieser Floh weg und zieht zwanzig mal soviel Gewicht mit sich das er selber hat.
00:07:45: Der Flo-Zirkusdirektor, Direktoren werden auch im Team mit dem Flo, weil nachdem der Flo sein Kunststück gemacht hat, setzt sie in den Zirkus direkt auf seinen Arm und lässt ihn fressen.
00:07:55: Das ist meistens der Höhepunkt.
00:07:58: Mich juckt's jetzt am ganzen Oberkörper!
00:07:59: Wir haben Michael Schwarz, Sie haben schon angesprochen diese Vielfalt an Tieren die man hier ausgestellt haben.
00:08:09: Man sieht hier im Bratamuseum Platte, wo drauf hingewiesen wird.
00:08:14: Lebende Häufische, ein hundertzwanzigjähriges Riesenkrokotil-Tigerschlangen Seeschildgröten auch riesen Eidechsen auf dem Paradies erscheint.
00:08:28: das war der Vorläufer von Champon hier.
00:08:32: Ja, also diese Tierschauen spüle ich halt sehr große Rolle.
00:08:35: Ich meine es ist wunderbar dass sie dieses Plakat angesprochen haben oder diese Tafel weil es gibt auch sechzig verschiedene Modelschlangen.
00:08:41: was Modellschlangen waren wissen wir eigentlich gar nicht und was man sich ja wunderbar sehen kann der Brater ist natürlich immer wunderbare Orte.
00:08:48: über Treibung.
00:08:49: Es gibt ja auch das Riesenschwein Hans.
00:08:55: Wenn man den Angaben Glauben schenken möchte, dann wäre es zweieinhalb Meter lang gewesen und die war so ein Riesenkoloss.
00:09:03: Die Übertreibungskunst ist nicht Teil des Braters.
00:09:05: Das hundertzwanzigjährige Riesenkrokodil ist natürlich auch, wie so man sagt ... Hundert zwanzig Jahre war sicher nett und riesig, was vielleicht da auch nicht!
00:09:14: Aber wichtig ist einfach nur eben im Brater eine Übertreibung und davon dass sie keine Grenze gesetzt sind.
00:09:19: das betrifft immer auch die Tiere.
00:09:22: Wie sicher war das?
00:09:23: Ist da schon mal was ausgekommen aus dem Gehege?
00:09:27: Das ist eine sehr gute Frage.
00:09:29: Es wird sicher so sein, dass etwas ausgekommen ist.
00:09:31: Wir wissen jetzt speziell keine Geschichte dazu.
00:09:34: Also es gibt keine Geschichten von Unfällen.
00:09:38: dem Wagemut der Tontöre oder Tontösinnen.
00:09:41: Zum Beispiel auch Hermann van Aaken, wo wir was eine Grafik zeigen.
00:09:45: Er hat zum Beispiel seine Spezialität war, dass er den Löwen seinen Kopf in den Rachen gesteckt hat und sich dabei aber nie verletzt hat.
00:09:53: Auch die Missenide, die Löwenbändigerin ist auch eines friedlichen Todes gestorben oder so.
00:09:58: Also Unglücksfälle fallen uns eigentlich nicht ein.
00:10:02: Aber eine besondere Geschichte glaube ich ja, wenn mich Susanne gerade so anschaut Dass es einmal eine Frau gab, die am Riesenrad auf einem Pferd stehend dreimal herumgefahren ist.
00:10:12: Am Dach des Riesenrades für einen Film, ich glaube mit mir richtig erinnere, wurden diese Aufnahmen gemacht.
00:10:19: Die Missolange war das und bei der ersten Fahrt hat sich das Pferde noch angebunden damit sie das Pfärder ein bisschen gewöhnt dran und dann ist sie auf einer Gondel mit dem Pferdzitzent auf der Gondeltraue nochmal eine Runde gefahren.
00:10:34: Was es auch noch gegeben hat, waren Affentirkusse.
00:10:38: Für das Affenteater hat man nur Stimpanzen verwenden können und die hat man zum Teil schön angezogen oder hat mit ihnen deniert, sie auf Pferde raufkockt.
00:10:47: also viel los.
00:10:50: Besonders an dem Affenteator war eben auch eine Tradition dass sie ihm so menschliche Schwächen darstellen sollten.
00:10:59: vielleicht eher bevordergründig so als moralische Inszenierung gedacht, also eben die menschliche Gier oder der menschlichen Neid.
00:11:06: Also die Affen hatten leider, wie soll man sagen, wurden in diese Rolle reinverlegt, um dass sie mir solche menschlich Schwächen darstellen oder menschliches Sünden oder Dorzhünden darstellen.
00:11:17: Wir blicken hier auf einen stecken Pferd?
00:11:20: Oder was ist das Frau Winke?
00:11:23: Ein Karussellpferd haben wir hier.
00:11:26: Die Karuselle waren sehr beliebt und war auch für Kinder sehr beliebte.
00:11:30: Die Kinder haben ja die Karoselle geliebt, weil ein Karosell dreht sich.
00:11:36: Weil da die Erstnehmenssipationsmomente eines Kindes liegen.
00:11:40: Ein Kind spürt instinktiv, dass sich das dreht und kann also sagen tschau Mama, tschaw Mama ich bin schon so groß, weil es instinkтiv spürte, dass es nur eine Minute dauert bis er wieder bei der Mama ist.
00:11:49: Schönes Zentränelspiel, dieses Erhetzen kostet nicht viel.
00:11:52: Genau!
00:11:53: Und ableiten tun Sie die Karosselle eigentlich von diesen adeligen Reitkünsten?
00:11:57: Also eben dieses Karoselleräten Als Adeliges Vergnügen oder auch das Ringelspiel heißt sie ja auch deswegen, weil es zur Übung bei Turnieren hat man mit Lanzen eben Ringel gestochen um so seine Geschicklichkeit zu zeigen.
00:12:10: und von dem leitet sich eigentlich dann der Begriff des Ringelspiels ab.
00:12:14: Und das kann was sein?
00:12:16: Sie haben hier auch eine Karte ausgestellt wo man die Grünfläche des Wiener Prater sieht und ich weiß nicht sind das Wege oder gab's da auch Wasser, denn es gibt ja heute auch noch das Heustadelwasser.
00:12:32: Ja was man da sieht ist die erste Bratakarte, die wir kennen also aus dem siebzehn Jahrhundert war ursprünglich ein Rechtsstreit zwischen der Stadt Wien und dem Stiftgoster Neuburg, das ja großer Grund eigentlich immer in diesem Areal war und auch zum Teil noch ist und verweist ihm darauf, was für ein komplexes Flusssystem eigentlich ursprünglich die Donau dargestellt hat.
00:12:52: Also das, was man so viele Wege ausschaut, sind eigentlich die Flussarme, die Wien umgeben haben.
00:12:57: Der Wiener Arm der heutige Donaukanal ist ja noch aus dieser Zeit erhalten.
00:13:00: Die alte Donau ist noch ein bisschen erhalten.
00:13:02: Und im Brater gab es auch eben das Heustadelwasser, wo nur noch ein Rest übrig ist... topografisch oder historisch auch immer ständig verändert, also bis zur Regulierung der Donau.
00:13:13: Also immer wieder haben sie ein Flusssystem.
00:13:15: die Hauptdarliebe wurde unterbrochen musste umfahren werden weil sich das Wasser irgendwie neue Wege gebahnt hat.
00:13:21: Es war schon als Landschaft ein ortsständiger Veränderung und dann später noch nicht im Vergnügungspark nochmal.
00:13:26: aber auch der Ortshebst hat sich verändert immer wieder über Schwemmungen gab es.
00:13:30: deswegen wurde ja auch aus Holz gebaut und deswegen ist auch dieses Museum ein Holzbau unter anderem einerseits natürlich aus ökologischen Gründen Zitade auf dieses historische Bauen im Brater, also in diesem Überschwemmungsgebiet.
00:13:43: Holz ist vielleicht weggeschwärmt aber leicht wieder hergestellt und deswegen war das eigentlich auch eine Holzarchitekturlandschaft.
00:13:51: Ich kann mir gut vorstellen dass es kaiserliche Jagdgesellschaften hier in den Brater getrieben hat.
00:13:59: Gab's da Wildschweinjagden?
00:14:00: Was war denn so ein Getier, was man sozusagen hier schießen konnte?
00:14:05: Also nicht nur Hasen, sondern Rehe und vielleicht größeres.
00:14:09: Ja es gab natürlich eben so die üblichen Tierarten, die wir in unseren Breiten kennen also die Wildschweine, die Rehe, die Hirsche Und es gab eine sehr grausame Form.
00:14:20: Das Jagdvergnügen ist auf Kosten von Tieren, das uns heute wirklich massiv abstoßt.
00:14:27: Es war das sogenannte Fuchsbrellen gewesen.
00:14:30: Man hat Füchse eingefangen oft auch Mada oder andere Kleintiere und da wurde eine Fläche ausgebreitet.
00:14:37: Auf dieser Fläche lagen dann lauter Tücher Und die adelige Gesächer hat sich dann um diese Tücher herumprobiert und die Füchse wurden in Panik ausgelassen auf dieser Fläche, die abgesperrt war.
00:14:50: Und die Kunst unter Anstrengungszeichen, die uns heute wirklich massiv abstoßt, dass dann diese Tücher hochgehoben worden sind.
00:14:56: Wenn der Fuchs drüber gerannt ist in seiner Lebens- also in dieser Panik und man hat immer wieder halt so oft... Man konnte diesen Fuchs in die Luft geschleudert bis er eben an seinen Verletzungen erlegen ist.
00:15:09: Also eine ganz grausame und furchtbare Methode Man kann es gar nicht Jagd nennen, an so einer Tierquälerei.
00:15:16: Buhrer-Tierquäleri.
00:15:18: Das wurde dann aber später abgeschafft unter anderem auch natürlich mit der Öffnung des Braters.
00:15:24: Wozu natürlich der Brater auch einlädt ist?
00:15:28: Jetzt haben wir zwar schon Herbst, da gibt's ja auch noch sonnige Tage und Wärmere.
00:15:33: zu einem feinen Picnic.
00:15:35: Zu einem feinem Picnic!
00:15:36: Da kann man nichts dazu sagen.
00:15:38: Es gibt nichts Feineres als im Brat in der Wiese zu sitzen oder zu picknicken.
00:15:42: Das wissen auch viele Leute.
00:15:45: Machen Sie das selbst, Frau Winkler?
00:15:47: Ja natürlich mache ich das selber bei jeder Gelegenheit.
00:15:50: Geht es ja schon ins Bratemuseum und dann setze ich mich auf die Wiese?
00:15:54: Gibt's da einen Lieblingsplatz oder wollen sie uns den nicht verraten?
00:15:58: Viele Lieblungsplätze viele!
00:16:01: Wenn man natürlich im Brat der Heute unterwegs ist, wenn er Michael Schwarz, dann sind auch viele Menschen mit Hunden unterwegs.
00:16:08: also dieses Getier scheint das meiste zu sein.
00:16:12: Ja, also zumindest von den großen und sichtbareren Tieren ist es sicherlich das meiste.
00:16:16: Nichts unterschätzt.
00:16:17: dann die Mücken allerdings ja?
00:16:18: Also die Gelsen sind natürlich schon auch eine Plage manchmal im Brater.
00:16:21: Wir haben selbst erlebt wie wir die Vogeln irgendwie aufgenommen haben um fünf Uhr in der Früh.
00:16:26: Es waren weniger Vogeln als Mücken.
00:16:28: Man kann natürlich schon in dieser Auslandschaft mit Gelsens sehr stark konfrontiert werden.
00:16:33: Das gehört zu den weniger erfreulichen Tierarten, die der Brater bietet.
00:16:38: Wir hatten gerade jetzt den Pferd Wiehern gehört.
00:16:42: Was hat es mit dem auf sich?
00:16:44: Ja, die Pferde waren sicherlich lange Zeit auch eine sehr dominante.
00:16:47: Vier Art des Braters.
00:16:48: in den Zirkusen spielen sie Riesenrolle, dann die Ringelspielpferde spielen eine große Rolle, da natürlich die Reit... Also das gab ja die Trabrennbahn und es gibt die Trobrennbahnen Es gibt die Galopprennbahnen also die jetzt nicht mehr so inaktiv ist aber es gibt große Stallungen im Brater.
00:17:04: Die Elisabeth, also die Kaiserin Sissi, ist im Bratter geritten.
00:17:07: Das Pferd ist natürlich ganz wichtig in der Geschichte des Braters und dann hört man noch ein Bären eben.
00:17:13: Und das bezieht sich sehr stark darauf, dass es auch auch bärenkämpfige Abkämpfe zwischen Menschen und Bären.
00:17:18: Also unter anderem ein ganz berühmter sogenanntes Salon-Atlet der Herr Jagendorfer hat mit einem Bären gekämpft oder sonst die atletische Kunststücke als starker Mann ausgeführt.
00:17:29: Wir leben in einer Zeit wo das Grün immer mehr verloren geht aufgrund von benötigter Baufläche.
00:17:37: Wie hat man denn die Fläche des Braters sichern können gegen Verbauung?
00:17:43: Also das ist ja ganz zentraler Punkt, nämlich dass dem Brater überhaupt noch gibt.
00:17:48: Das ist eigentlich überhaupt keine Selbstverständlichkeit.
00:17:51: Er war immer wieder bedroht geschützt, er hat in sicherlich die Tatsache bis zu den Keiserlichen Gebieten Eigentum also nicht nur zunächst Jagdgebiet sondern auch nachdem der Brater geöffnet worden ist.
00:18:00: Es ist keiserliches Eigentums geblieben Man hat ihn immer wieder ein bisschen angezwackt.
00:18:05: Natürlich, wie die Donau reguliert worden ist, ist der Brater etwas kleiner geworden und hat zum sogenannten Donaus statt, die damals noch nicht der Zweiundzwanzigte Bezirk sondern das noch auf der Westseite der Donau gelegen ist also ausgebaut.
00:18:17: Also insofern war der Brat schon immer sehr bedroht.
00:18:20: Das zweite, was den Brater geschützt hat ist eigentlich seine Funktion als Ausstellungsgelände.
00:18:25: Mit der Welterstellung wird der Brater zwar auch ein bisschen kleiner und anders bespielt als davor.
00:18:31: Und es werden Wiesen- und Aulandschaften in so temporäres Bauland umgewittmet aber eben weil man solche Flächen brauchte für diese Ausstellungen und später für die Wiener Messe.
00:18:40: das dürfte auch noch einer der Gründe sein warum der Brator erhalten geblieben ist.
00:18:45: Aber stimmt natürlich wäre ein wahnsinnig interessantes Stadtverweiterungsgebiet gewesen.
00:18:50: Heute kann man sicher davon sprechen, mit dem starken Zuwachs auf der anderen Seite der Donau.
00:18:55: In Transternubien ist ja so eine Art Central Park in Wien geworden.
00:19:00: Wie viele Menschen begeben sich denn jährlich in das Gelände des Braters?
00:19:05: Ob jetzt der Prater oder der Urstilprater?
00:19:07: gibt es da Zahlen von Winkern?
00:19:09: Der Praterverband selber spricht von fünf bis sieben Millionen Besucherinnen im Brat.
00:19:14: Ich weiß nicht genau ob dort die Joker mitgezählt werden und die Wiesenhocker, aber fünf bis sieben Millionen Leute aus der ganzen Welt.
00:19:24: Natürlich das Geht hier ist weniger geworden, aber es gibt glaube ich jährlich so Rekordzahlen an Stelzen oder Brathändeln, die hier verspeist
00:19:32: werden?
00:19:33: Ja im Schweizer Haus... Ich habe vergessen wie viele Stelze dort am Tag gegessen werden und im Untergrund beim Schweizer Hause hergerichtet und gegrillt werden.
00:19:45: Es waren zwei tausend Stelzin am Tag!
00:19:48: Im Schnitt, was heißt?
00:19:50: Fünfhundert Schweine.
00:19:52: Die Leute lieben es!
00:19:54: Und Sie?
00:19:55: Einmal im Jahres reicht würde ich sagen mir.
00:19:59: Wie stärkt man sich denn sonst wenn man beim Pratermuseum tätig ist, Werner Michael Schwarz?
00:20:04: Es gibt schon ganz gute Sachen.
00:20:06: Zum Beispiel Gutes Langosch jetzt irgendwie so in der Nähe vom Pratahaupteingang.
00:20:11: Es gibt sehr gute Schaumäulen muss ich sagen.
00:20:13: Das ist ganz in unserer unmittelbaren Nähe Schweizer Haus, dann gibt es natürlich diese Früchte.
00:20:21: Es gibt schon viel Fingerfood und da tut sich viele.
00:20:26: in letzter Zeit finden wir aus der Beobachtung dass der Brater jetzt auch kulinarisch so ein bisschen stärker aufgewertet wird.
00:20:34: Wir müssen noch Werbung betreiben für das Bratamuseum.
00:20:39: den gleich Am Eingang gibt es ein großes Wimmelbild, wo alle Zeiten und Gizheiten des Brattos abgebildet sind vor Winkel.
00:20:49: Ja, das Wimmelpilz.
00:20:50: Das Wimmelfilz ist schon eine Quadratmeter groß im Wimmelnbild.
00:20:53: Es sind ca.
00:20:54: achthundert Personen abgebilt, hundert, die man kennen könnte, die unser Publikum – also auch das internationale Publikums – kennen könnte von Marx über Freude bis zum Mozart und Beethoven und Waluliso.
00:21:09: Und dann gibt es auch viele Tiere, über hundert Tiere.
00:21:12: Und was natürlich interessant ist an diesem Wimmelbild wenn die Leute das die unterschiedlichen Leuten miteinander reden können also der Franz Josef spricht mit dem Van der Bellen, der Otto Wagner, spricht mit den Architekten dieses Hauses, mit Michael Walraaf, die Elisabeth Spierer interviewt den Kvaltinger
00:21:31: und das gibt's als Passler
00:21:33: Das gibt es als Passell genau, aller wichtig.
00:21:35: Swimmelbild gibt's als Passl, hat tausend Stück und ist eine Herausforderung zu
00:21:39: machen.
00:21:41: Was es auch noch gibt Herr Schwarz ist ein wunderbares
00:21:45: Buch
00:21:46: das sie herausgebracht haben sich beide.
00:21:48: Ja.
00:21:49: wir haben die Gelegenheit gehabt anlässlich eben der Bratamuseum zur Öffnung ein dickes Buch zu machen mit sehr vielen Beiträgen mit sechzig Autoren, Autorinnen Wo man wirklich die Bratergeschichte hoffentlich möglichst breit irgendwie erzählt und abdeckt, also eben von dem Beginn des Braters bis hin zu den einzelnen Attraktionen im Panoram an den Managerien, den Tiergärten, den Zirkussen, den Theatern.
00:22:12: Also der Brater hat ja unglaubliche Vielfalt dann Vergnümer besessen und deshalb hoffen wir dass wir einigermaßen mit diesem Band gerecht geworden sind.
00:22:21: Wer nun neugierig geworden ist?
00:22:24: Wann ist das Bratermuseum?
00:22:25: geöffnet, gibt es da dann auch im Winter eine Pause oder hat das Ganze auf?
00:22:30: Im Winter gibt's eine Pause jetzt neuerdings.
00:22:34: Es wird wahrscheinlich ab November für einige Monate zu sein mit dem sich verringenden Betrieb des Braters.
00:22:41: Der Brater schläft er eigentlich nie mehr ganz und öffnet dann wieder im Frühjahr.
00:22:49: Also liebe Hörnerinnen und Hörer nützen Sie noch die wenigen Wochen bis ... dass Bratemuseum nicht mehr geöffnet ist.
00:22:57: Ich hoffe, wir konnten in dieser Folge von Archivar-Archivie-Archiwo einen wenigen Einblick geben in die Natur und das Gdir hier im Prater.
00:23:10: Ich bedanke mich bei unseren Gesprächspartnerinnen Frau Susanne Winkler und Herrn Werner Michael Schwarz beide vom Wienmuseum.
00:23:19: Danke auch an unsere Ideengeberin Monika Jarosch für's Zuhören!
00:23:24: bedankt sich Stefan Hauser.
00:24:16: Archivar?
00:24:17: Archivin?
00:24:18: Archivo?
00:24:20: Wissenswertes aus der Historie des Wiener Wahrzeichen und der Bundeshauptstadt in einem Radio-Wiki von Monika Jarosch und Stefan Hauser.
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