Zwei Frauen, ein Park und das Ende der Einsamkeit.

Shownotes

Jeder vierte Mensch in Österreich wünscht sich mehr Kontakt zu anderen. Und mehr als 700.000 Menschen fühlen sich häufig einsam. Das zeigt eine Studie der Caritas Wien. Die Künstlerinnen und Schauspielerinnen Ella Necker und Barbara Salcher haben eine Antwort darauf: Sie gehen in Parks.

Mit ihrem Projekt „Parkgeschichten“ verwandeln sie Parkbänke in Orte der Begegnung. Inspiriert von den Friendship Benches aus Simbabwe schlüpfen sie in die Rollen zweier Freundschaftsforscherinnen. In bunten Kostümen sprechen sie Menschen an, hören zu und sammeln Geschichten.

Wie beginnt eine Freundschaft? Wer hat das eigene Leben geprägt? Welche Begegnung bleibt unvergessen?

Die Antworten landen in Freundschaftsbüchern. Manche schreiben, manche zeichnen. Manchmal wird gesungen, manchmal gemeinsam musiziert. Aus einer zufälligen Begegnung entsteht ein Gespräch, aus einem Gespräch eine Geschichte.

Ella Necker und Barbara Salcher arbeiten seit vielen Jahren als therapeutische Clowninnen. Mit Improvisation, Gesang, Bewegung und viel Gespür für Menschen und Momente greifen sie auf, was erzählt wird, und entwickeln daraus kleine, berührende Szenen. So schaffen sie Räume für Begegnung, Zuhören und Verbundenheit.

Gerlinde Petric-Wallner hat die beiden Freundschaftsforscherinnen auf ihrer Reise durch Wiener Parks begleitet.

Mehr Informationen: Verein Frischluft Projekt Parkgeschichten

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00:00:02: Das Wichtigste an dem Projekt ist, dass wir zuhören.

00:00:07: Oder haben's so?

00:00:10: Und die Geschichten sind wirklich unglaublich!

00:00:12: Also wir sammeln die alle und das kann man fast nicht glauben was man da für Sachen hört.

00:00:20: Hier zum Beispiel zu uns gesagt hat.

00:00:21: es ist aber schön, dass sie mich jetzt ansprechen.

00:00:23: ich war mir nicht ganz sicher weil ich muss sagen Sie sind heute die ersten Personen mit denen ich spreche.

00:01:14: Zwei Frauen,

00:01:15: ein Park

00:01:16: und das Ende der Einsamkeit.

00:01:19: Eine Sendung von Gelinda Petrit-Schwalner.

00:01:28: Der Wien traust durch die Blätter!

00:01:30: Es ist ein Nachmittag im Märzpark – einem Park in den Fünfzehnten wie eine Gemeindebezirk zwischen Gürtel und Stadthalle.

00:01:37: Ein Park, der anundseln achtundzwanzig angelegt wurde auf einen früheren Friedhof.

00:01:42: Die Bäume sind hochgewachsen, dazwischen gibt es viel Platz Platz zum Beispiel, um spazieren gehen auf den Wegen die mal gerade ausführen.

00:01:50: Mal in eine Abzweigung münden.

00:01:52: Platz zum verweilen und sitzen auf einer der Bänke.

00:01:55: Manche sind nebeneinander angeordnet andere gegenüber oder Platz zum ins Gespräch kommen etwa mit jenen zwei Frauen, die an diesem Nachmittag mit einem großen Plakatständer einer ukulele und neugierig gestimmt in den Grünen Park eintreten.

00:02:11: Sie sind in Alt, im Grün nicht zu übersehen.

00:02:14: Sind sie doch in rosa Overrounds gehüllt?

00:02:17: Es ist witzig wie die Leute auf uns reagieren weil wir so leuchten mit dem Pink.

00:02:20: Manche sagen dann eben so hey Satz ist vor der Aida, Satz is Mitarbeiter oder Satzes lebende Bunchkrabfall und andere schauen Verstohlen weg.

00:02:31: peinlich berührt stimmt's?

00:02:32: Manche wollen auch so rosa Overwears haben, wenn wir schon ziemlich cool damit ausschauen.

00:02:37: Barbara Salcher und Ella Necker sind heute im Merzpark unterwegs – und zwar als Freundschaftsforscherinnen in Projekt Namens Park Geschichten.

00:02:46: Dahinter steht ihr vorein Theater Frischluft.

00:02:49: Insgesamt werden die beiden in zwanzig Wiener Gemeindebezirken Begegnungen und Geschichten über Freundschaften sammeln.

00:02:56: Das Wichtigste an dem Projekt ist das man zuhören!

00:02:59: Und den Leuten ein offenes Ohr schenken.

00:03:02: Und wir haben das Gefühl durch diese künstlerische Optik, also wir sind in einer Art Kostüm unterwegs und wir haben Musik dabei.

00:03:10: Ein paar Mitteln die wir anwenden können aus der Glaunerie

00:03:13: etc.,

00:03:14: aus dem Theater, sind einfach nicht ganz einordnbar und machen oft eine Schleuse zu sehr tiefen Gesprächen auf.

00:03:21: Also wir sind jetzt in elf Bezirken unterwegs gewesen.

00:03:24: Wir haben unglaubliche Geschichten gehört.

00:03:26: Wir haben den Park von unglaublich verschiedenen Seiten kennengelernt.

00:03:30: Wir wissen, dass die Parks nicht zu unterschätzen sind als Ort der Gemeinschaft und was wir machen ist einfach zu hören singen für die Leute Ja, Verständnis zeigen und Mitgefühl

00:03:42: oder?

00:03:43: Also ich würde auch sagen es ist so.

00:03:44: wir kommen in den Park und gehen mal herum und schauen irgendwie wie sich das anfühlt.

00:03:50: Und dann setzen wir uns auf dem Zoo

00:03:52: jemanden dazu

00:03:53: auf die Parkbank und beginnen einfach zu fragen wie es der Person geht.

00:03:58: Es kommen eigentlich sehr schnell viele Geschichten.

00:04:02: also oft erzählen sie uns von vielleicht dass es ihnen gerade nicht so gut geht wo sie eben... Rückenprobleme oder sonstiges haben.

00:04:10: Und wir fragen dann oft nach, was eben mit der Freundschaft auf sich hat – weil das ja irgendwie in dem Projekt zu unserer Überthema ist und da kommen eigentlich auch sehr viele schöne Geschichten wie sie unterstützt werden oder dass die vielleicht im Moment nicht so viele Freunde und Freundinnen haben.

00:04:26: Es ist halt ein ganz niederschwelliger Zugang und wir haben echt das Gefühl, dass die Leute sehr, sehr mitteilungsbedürftig sind Und uns wirklich viel einfach auch anvertrauen und sehr froh sind, dass sie jemanden haben, der einen zuhört.

00:04:59: Jeder und jede vierte in Österreich hat genau das nicht!

00:05:03: Jemanden, der da ist.

00:05:05: Zum Reden zum Beispiel!

00:05:07: Das zeigt eine Studie der Caritas Wien.

00:05:09: Siebenhunderttausend Menschen hierzulande fühlen sich sehr einsam.

00:05:14: Die Menschen wünschen sich mehr soziale Kontakte heißt es in der Studie.

00:05:18: Im Park gibt es einen Raum, der das mitunter möglich macht Und auch das Projekt Parkgeschichten von Elaneca und Barbara Salcher setzt genau dort an.

00:05:28: Es geht darum miteinander im Kontakt zu kommen.

00:05:31: Wie gelingt das im Park?

00:05:33: Wenn Menschen einander eigentlich fremd sind?

00:05:36: Eleneka.

00:05:36: Meistens lassen wir uns treiben und schauen, was passiert.

00:05:40: Wir haben auch gemerkt ... Wir gehen hinein in den Park.

00:05:43: Wir wollen nicht sofort auf einen Zusteuern, weil das wird höher an.

00:05:47: Sondern wir setzen es hin und schauen mal, okay, was ist jetzt hier los?

00:05:51: Wo sind die Menschen?

00:05:52: Wie ist der Park?

00:05:54: Und dann kommt meistens, dann geht irgendwo eine Tür.

00:05:57: Da müssen wir jetzt hingehen.

00:05:58: Zack!

00:05:59: Haben wir ein Gespräch.

00:06:00: Das ist wie auch ein bisschen kommenlassen.

00:06:02: Schauen, was kommt.

00:06:03: Nicht zu viel wollen!

00:06:05: Weil wenn man so viel will dann... Ja

00:06:08: und auch über die Musik geht auch viel.

00:06:11: Also über den Musik spricht die Leute auch an Und wir haben

00:06:13: viele Lieder.

00:06:14: Wir arbeiten ja schon viele Jahre im Altersheim als therapeutische Clowns mit Demenzkranken und dadurch haben wir viel Lied gut dabei und viele Möglichkeiten auch bestimmte Themen, die dann aufkommen, fallt uns meistens irgendwie ein Lied ein und das macht dann auch

00:06:30: viel auf.

00:06:34: Die beiden Künstlerinnen sitzen auf einer Hölzenden Bank im Märzpark.

00:06:38: Die Sonne scheint, der Wind weht.

00:06:41: Ein älterer Herr hat rett gekleidet und geht vor den Beiden den Weg entlang in Richtung Stadthalle.

00:06:47: Hallo!

00:06:48: Wie geht's Ihnen?

00:06:48: Nicht

00:06:49: gut.

00:06:50: Wieso?

00:06:51: Auch

00:06:52: weh.

00:06:52: Was tut weh?

00:06:53: Nein, nein.

00:06:54: Und dann suchen wir das los!

00:06:55: Dann reinigen lassen.

00:06:56: Ah

00:06:57: so?

00:06:57: Bloß ein...

00:06:58: Das ist auch ein Kleines.

00:06:59: Ja, das ist ja auch ein kleines.

00:07:00: Also

00:07:00: auch was?

00:07:01: Ich muss mal Bock mit den Oten überhaben.

00:07:03: Na sicher, na klar und wenn es das regelmäßig gemacht wird, ist das für die Zukunft das Beste.

00:07:08: Also es sieht super aus, muss man sagen.

00:07:11: Achtzig

00:07:11: Plus?!

00:07:12: Nein!

00:07:13: Was?

00:07:13: Viervierziger Jahre lang.

00:07:15: Was?

00:07:16: Kriegskind?

00:07:17: Nein, ich glaube nicht.

00:07:18: Das gibt's ja nicht, sie schauen ja total ... Sportlich aus.

00:07:25: Der hat den Sechstiger nix zu tun, mein Enkerl in Dresden und mein Sohn in der Sechsteiger ist er lieb.

00:07:32: Er macht eine große Feier.

00:07:33: Das werden wir uns aber sicher machen.

00:07:35: Folgen wir uns weiterhin die Mundhügel nicht

00:07:39: machen!

00:07:39: Ein Service?

00:07:41: Den Autor musst du auch machen.

00:07:44: Also wie öfter ist das ein Service?

00:07:46: Na klar, das Service ist wichtig, aber in jedem Alltag eigentlich...

00:07:49: Ja, ich war immer schon so typisch.

00:07:51: Ich hab immer auf das geschaut.

00:07:54: Einer hat es oder nicht?

00:07:55: Das kann man nicht lernen.

00:07:56: Und

00:07:56: gestellig sind sie auch, oder?

00:07:58: Sie haben

00:07:58: die ganze Familie ... Zum Heiligen zwei

00:08:02: Mal.

00:08:03: Ah!

00:08:04: Es muss ein Bein sein und wir werden nimmer

00:08:07: sein.

00:08:08: Nicht der Träum, den haben wir heute.

00:08:10: Da bin ich Alkohol vor allem.

00:08:11: Das stimmt wichtig.

00:08:14: Ich wünsche euch einen schönen Tag noch.

00:08:15: Schönen

00:08:16: Dank.

00:08:16: Wiedersehen.

00:08:18: Alles Liebe.

00:08:21: Danke.

00:08:26: Manchmal sind die Begegnungen im Park kurz wie diese, ein kleiner Augenblick der den Alltag humorvoll unterbricht.

00:08:34: Ein anderes Mal entwickeln sich tiefgehende Gespräche manchmal auch melancholisch oder es kommt zu Überraschungen mit denen die Künstlerinnen nicht gerechnet hätten vor allem wenn es um eines geht – um die eigenen Erwartungen und Vorurteile.

00:08:50: Mit ihrem Projekt Parkgeschichten sind Ella Necker und Barbara Salcher in insgesamt neunzehn Parks in ganz Wien unterwegs.

00:08:56: Vom ersten Bezirk, einem der teuersten Wiens bis zum fünften Bezirken, einen der durchmischtesten.

00:09:03: Und die Geschichten sind wirklich unglaublich!

00:09:05: Also wir sammeln alle uns... Das kann man fast nicht glauben, was man da für Sachen hört.

00:09:10: Menschen, die ihre Biografien schreiben, sechstausendzeitenlange Bücher und sagen auf dem Baum war ich als Kind schon immer oben oder auch viele ja irgendwie nach einer schweren Krankheit- oder Operation in den Park gehen und sich da echt so ausrasten, gell?

00:09:25: Und dann aber... Ja, was auch interessant ist, oft hat man Vorurteile in Sicherheit selbst auch und denkt sich, ah, ist das gefährlich wenn ich da in den Back reingehe und wenn wir... Ah, da sind jetzt gerade so viele Männer dahinten immer drauf kommen zum Teil, dass Leute sich so viel einander helfen.

00:09:41: Also da war eine alte Frau die die Knieoperation hatte und dann haben sie das Mineralwasser gebracht und haben gesagt brauchst du noch was?

00:09:49: Und jetzt vom ersten halben.

00:09:51: wir sind drein und haben uns gedacht nun schauen wir mal wie das ist bis man kapiert hat indem wir einfach uns Zeit geben haben.

00:09:58: hey!

00:09:59: Die Leute die helfen einander die sind da Und die helfen gerade der alten Frau.

00:10:05: Da brauchst du ein bisschen Zeit, da musst du noch genauer hinschauen.

00:10:09: Da überwindet man echt Vorurteile und da sind wir schon ein paar Mal raus und sagst so... Jetzt werden wir nie wieder sagen auch die Kopftuchthematik!

00:10:19: Wir haben jetzt Begegnungen gehabt mit Frauen.

00:10:22: Es ist manchmal sehr verblüffend, überraschend und für uns irrsinnig inspirierend wie man da vorteilt aus dem Kopf weg kriegt, wenn man Zeit hat und zuhört.

00:10:35: Sie sind

00:10:37: jederzeit für mich bereit Stehen mir bei mit Rad und Tat Sie teilen

00:10:45: mit mir

00:10:46: Freude und Leid Und ich sage

00:10:50: immer wieder Und zu sehen auch, dass halt der Park wirklich der Raum ist wo die Leute noch Zeit haben.

00:11:00: Wenn man im Park geht sieht man Leute die sitzen und sich ausrasten die vielleicht zwischen zwei Terminen oder wie auch immer einfach eine kurze Pause machen.

00:11:09: und ich glaube weil sie eben Pausen machen können wir sie dann auch zu den Geschichten befragen weil wir haben irgendwie gemerkt wenn mal jemandem anspricht er so im Genis dann funktioniert das nicht so gut aber wenn man sich eben zu jemandem dazu setzt der eben Zeit hat was halt in unserer Gesellschaft oft so wenig ist.

00:11:25: Aber eben im Park ist das da und dass es auch schön zu sehen, ja?

00:11:29: Und auch im Park natürlich gibt's auch viele Leute die ihr Handy dabei haben aber es gibt doch Leute, die ihr Hände nicht dabei haben und die sich eben treffen auch zum eine Freundin treffen oder mit dem Kind unterwegs sind oder mit der alten Mutter oder mit einer Pflegerin.

00:11:51: Ganz ganz, wenn man Freunde hat.

00:12:23: Alfred Mansfeld ist Vorsitzender der Kulturkommission im Bezirk Rudolfsheim V. Haus

00:12:45: Der

00:12:50: Kulturpolitiker ist in den Märzpark gekommen, um die beiden Künstlerinnen zu treffen.

00:12:55: Hat der Bezirk doch die Kunstaktion Parkgeschichten mitgefadert?

00:13:00: Ich bin derjenige, der dafür zuständig ist.

00:13:02: welches Ausdruck hat ein Bezirk mit Kultur zu durchfluten?

00:13:06: und vor allem auch derjenig einen Kontakt zum kulturschaffenden Held weil das ist ganz wichtig.

00:13:12: Politik allein richtet nichts aus.

00:13:13: wir sind ein Team Wir müssen gemeinsam für den Bezier arbeiten Und das Arbeiten vor allem im Kulturbereich macht einfach so viel Spaß.

00:13:22: Der Park ist ein Raum, der allen gehört, sagt Alfred Mansfeldt und spricht damit auch Herausforderungen an.

00:13:28: Das müssen wir auch ganz stark hinvor der Grund stellen und zeigen.

00:13:32: Es ist nicht ein Park der einzelnen Gruppen gehört, wo einzelne Gruppen versuchen ihre Reviere abzustecken.

00:13:38: Dann muss ganz einfach gezeigt werden.

00:13:40: Nein!

00:13:40: Da ist öffentlicher Raum.

00:13:41: Es hat eingeladen Kommst zu uns, macht es mit Aber hier gibt es keine Revierkämpfe.

00:13:47: Ich glaube, dass das Projekt für die Parkgeschichten echt super ist.

00:13:52: Weil wir machen dann nicht Halt vor irgendwelchen Gruppen oder so sondern fast komme ich vor Wir verbinden da weil wir besprechen mit diversen unterschiedlichsten Menschen und wir verbinden das irgendwie durch diesen Clowner Riedzugang.

00:14:04: Da gibt es überhaupt keine Barrieren.

00:14:06: Vor dem Clown, vor der Clownin sind alle gleich Und gleich interessant.

00:14:12: Dennoch braucht es in der Begegnung mit Fremden vor allem eines.

00:14:16: Ein Gespür dafür, was geht und was nicht geht.

00:14:22: Da geht's auf ihn!

00:14:24: Ja, der Winter geht aber echt.

00:14:25: Was ist denn das für ein Baum?

00:14:28: Direkt neben einem großen Baum sitzt eine ältere Frau.

00:14:32: Gleich daneben machen sich Elannecker und Barbara Salcher auf in Sachen Parkgeschichten- und Begegendungssuche.

00:14:40: Was is' das für einen

00:14:41: Baum?!

00:14:44: Wissen

00:14:45: Sie das, was das für ein Baum ist?

00:14:48: Das schaut aus wie einen Erbsenbaum.

00:14:51: Ein ErbsENbaum!

00:14:55: Kann ich Sie fangen?

00:14:59: Ist das ein Erbsenerbohnenbaum?

00:15:03: Schau, da sind Bohnen... Wir schauen weiter.

00:15:12: Ja, ein Bohnennbaum.

00:15:14: Aber der sieht

00:15:15: cool aus oder?

00:15:16: Schauen wir mal, dass in ein paar Banken schon besetzt.

00:15:20: Aber oft wenn eben so Leute zu zweit sind, Ist dann weniger irgendwie das Bedürfnis da zu sprechen oder manchmal hat man auch das Gefühl, man unterbrichte dann wenn die selbst in einer Gespräch sind.

00:15:33: Oder

00:15:33: man stört halt ganz einfach... Aber das muss man spüren, gell?

00:15:38: Oder so wie bei der Dame eben, jetzt habe ich schon vorhin gemerkt, dass ich das Schildkult hab, dass du nicht viel zumachen

00:15:44: bist.

00:15:44: Ja na, aber den muss man dann lassen, weil es sonst ist sehr extrem nervig, ne?

00:15:47: Ich meine, bis nix nervigeres gibt's, wenn man so

00:15:50: draufsteckt!

00:15:53: Ja, ich mir fallen noch gerade eine urschöne Geschichte ein.

00:15:56: Da waren wir auch unterwegs im vierten Bezirk und da haben wir mit einer Dame geredet, der es im Moment nicht gut geht, die eben auch Medikamente und so nimmt dagegen.

00:16:05: Und das war so schön!

00:16:06: Weil sie hat sich so gefreut dass wir mit ihr geredeht haben, der uns danach aufgenommen an einem Handy, weil sie gesagt hat dann kann sie sich immer wieder an diese schöne Begegnungen erinnern und die hat uns wirklich so viel erzählt.

00:16:17: Die hat nämlich einen lokalen Gutgehendes am Brunnenmarkt Und während Corona ist das dann eingegangen.

00:16:24: Dann ist sie mit so einer Depression geschlittert, hat in ihrer Wohnung verloren und auch viele Freunde.

00:16:32: Jetzt sagt sie aber, dass sie Wien auch so dankbar ist, weil es so viele Auffangmechanismen irgendwie gibt... ...und auch, dass ich zwei Hunde hatte.

00:16:41: Ich bin jetzt bei einer Freundin von ihr.

00:16:44: Das war spannend!

00:16:45: Weil die hat so aufgemacht bei uns und das Schöne war in der Geschichte.

00:16:48: Das hat mit den Erfahrungen, die sie jetzt gemacht hat.

00:16:51: Mit dem schweren Krisen, in der sich noch immer drin ist ... Sie will Menschen helfen!

00:16:58: In Zukunft will sie Menschen helfen.

00:16:59: Es war so schön.

00:17:00: Da haben wir die

00:17:05: Gänze

00:17:08: hartgemerkt.

00:17:17: Ellernecker und Barbara Seilcher gehen den äußesten Weg im Merzpark entlang.

00:17:22: Bei ihren bisherigen Parkbesuchen haben sie eines bemerkt, dass jeder Park seine eigene Art der Ordnung hat.

00:17:29: Es

00:17:30: gab Christian Mikunda, der hat über die Dramaturgie der Supermärkte geschrieben.

00:17:34: Und da gibt es auch die Dlamaturgier der Parks was wirklich spannend ist.

00:17:37: Das war eben ein Park, das ist ein Riesendramaturgiel.

00:17:40: Wenn du reingehst spürst du schon die Drematurgien wenn du nur schaust.

00:17:44: und die Orte sind so unterschiedlich.

00:17:46: und die Menschen mit ihren Themen, die sie gerade betreffen, sind an speziellen Orten, das haben wir auch schon gemerkt.

00:17:52: Am Rand sitzen eher Menschen, die gerade etwas schwer haben.

00:17:56: Die finden wir oft am Rand.

00:17:58: Und es ist auch interessant, wie viel Platz Bänke haben und wie viele dann auf einem Bankplatz haben und sitzen?

00:18:05: Wie die nebeneinander stehen!

00:18:08: Wo gegessen wird?

00:18:09: An welchen Zonen wird gegessen?

00:18:11: Wo sind die Jungen

00:18:12: unterwegs?!

00:18:13: Das ist so interessant festzustellen.

00:18:16: Welche Themen werden.

00:18:18: wir hören an welchen Orten?

00:18:19: Der Park ist eben wirklich... Ja das ist ein Riesenschauplatz.

00:18:24: Das ist super spannender Ort.

00:18:29: Einige Schritte weiter sitzt ein Paar auf einer Bank im Merzpark, unter der Parkbank versteckt sich ein kleiner weißer Hund.

00:18:36: Die beiden auf der Parkbank schauen in Richtung Barbara Sahlcher und Ella Necker die mit ihren rosen Roten Overrolls den Weg entlang kommen.

00:18:44: Hallo!

00:18:46: Lass dich wundern sich,

00:18:47: gell?

00:18:49: Wir sind so Rosa oder?

00:18:50: Eins zwei zwei eins.

00:18:52: Schön?

00:18:52: Ist schön,

00:18:53: oder?!

00:18:54: Danke.

00:18:56: Wunderbar!

00:19:01: Die dritte hat keinen Anzug an, ja?

00:19:03: Ich bin vom Radio.

00:19:06: Sie

00:19:06: nimmt unsere Arbeit

00:19:07: auf und macht eine Sendung

00:19:09: darüber.

00:19:09: Wir sind aber nicht Konditormeisterin.

00:19:11: Wir machen Musik.

00:19:13: Dürfen wir Ihnen was singen?

00:19:18: Was singt man denn?

00:19:19: das Traumbot

00:19:20: der Liebe?

00:19:21: Ein lieb

00:19:21: für sie beide.

00:19:28: Er wach nicht auch mit dem Pianofilm.

00:19:46: Was ist

00:20:00: das jetzt?

00:20:04: Der

00:20:05: kleine Freund,

00:20:07: der Hundefreund!

00:20:09: Das ist der beste Freund.

00:20:10: Weil wir sind Freundschaftsforscherinnen und wir sprechen

00:20:13: mit den Leuten

00:20:14: über Freundschaft Und das stimmt, mit den Tieren hat man ganz besondere Verbindung.

00:20:20: Der ist meine gute Kollege.

00:20:26: Hast du von Kleinen?

00:20:29: Jetzt ist sieben Jahre alt!

00:20:30: Und er hat keine Vorurteile.

00:20:32: oder mag sie immer?

00:20:35: Immer!

00:20:36: Hallo!

00:20:37: Die Hunde sind ganz

00:20:38: treu

00:20:38: und dann kommen Sie hier in

00:20:39: dem Park mit dem Hund zu spazieren und laufen.

00:20:43: So einmal, dreimal pro Tag.

00:20:45: Wir wollen Petale erstressen.

00:20:50: Nicht weit aber ist gut für die Spazierenden.

00:20:54: Für alle Füße?

00:20:55: Für ihre

00:20:55: Füse?

00:20:56: Für alte Männer schon gut!

00:21:00: Aber das ist toll dass sie mit dem Hund so eine Freundschaft haben.

00:21:04: ich finde es bei den Tieren ganz toll dass die einem mögen so wie man isst.

00:21:08: Wie möchtest du es?

00:21:10: Für mich nur kochen.

00:21:13: Nicht essen diese und ... Der

00:21:16: gute Zähne noch.

00:21:19: Sie kochen

00:21:19: das gleich.

00:21:19: Sie machen, naja, diese gekauften

00:21:22: Dosen sind oft echt.

00:21:24: Das mag er gar nicht!

00:21:26: Ah, ist da

00:21:27: ein Hanz einer Eigenart.

00:21:28: Ein Gourmet, ein Gourmetsch.

00:21:30: Ohne

00:21:30: Fleisch kochen mit Reis und Kraut.

00:21:36: Wenn Kochen Kraut Ja.

00:21:39: Mischen im Teller und Krautessen, Chargareppe,

00:21:44: Brokkoli... Wow!

00:21:46: Der Hund hat es aber sehr gut gemacht.

00:21:48: Der ist ja auch ein gesunder

00:21:49: Hund.

00:21:49: Wie

00:21:51: heißt der?

00:21:54: Leo.

00:21:57: Und jetzt gehen wir in Syrbien.

00:22:01: Ja, Pension

00:22:04: und

00:22:05: dann habe ich unsere Haus.

00:22:07: Ah toll!

00:22:09: Wo

00:22:15: haben sie

00:22:20: das

00:22:23: Haus?

00:22:27: Ein Gespräch beginnt.

00:22:28: Über die Zeit in Serbien und Österreich, elf Jahre lang war das Paar in Klagenfurt danach in Wien.

00:22:35: Die Arbeit hat sich hier nach Österreich geführt – Lederfabrik, Baustelle Und dann eine Firma, die Pflastersteine herstellt

00:22:43: Produzieren diese Steine.

00:22:50: So viele Modelle und da haben wir gute Arbeit, leichte Arbeit.

00:22:57: Das ist die Maschine.

00:22:58: alles automatisch vollautomatisch nur schauen.

00:23:01: Aber das Wichtigste im Leben ist sagt der Mann auf der Parkbank gesund zu bleiben?

00:23:06: Nur gesund bleiben.

00:23:09: Und die Liebe!

00:23:21: Dann machen sich die beiden Freundschaftsforscherinnen Ella Necker und Barbara Seicher wieder auf den Weg.

00:23:27: Okay, vielen Dank.

00:23:29: Vielen Dank!

00:23:30: Ich

00:23:30: genieße Sie das Leben.

00:23:32: Schöne

00:23:32: Zeit im Serbien

00:23:33: auch.

00:23:34: Alles Gute auf dem Doderland.

00:23:35: Vielleicht treffe ich noch

00:23:37: keinen.

00:23:37: Ja, dann sehen wir uns wieder.

00:23:42: Tschüss Leo!

00:23:43: Halt die Ohren starten!

00:23:51: Ja so ist das immer.

00:23:52: Aber eben dass, also dass wir gemerkt haben, dass eigentlich der Approach viel mehr ist, dass man eben so wie das jetzt war bei dem Ehepaar,

00:23:58: dass mal eben fragt so wie es geht

00:24:01: und dann eben, also in diesem Fall über den

00:24:03: Hund, eben

00:24:04: über sozusagen die Freundschaft oder einfach ihre Geschichte kommt ja?

00:24:09: Und dass sie das dann einfach teilen.

00:24:11: Man wird immer wieder überrascht.

00:24:12: Ja also was wir auch darauf gekommen sind, dass wir bei dem Projekt im Vergleich zum Beserparktheater wo wir eben kommen unsere kleine Bühne aufbauen das Publikum einladen und dann unser Stück spielen also wo alles

00:24:22: sehr

00:24:23: eigentlich auch schnell gehen muss und irgendwie ganz klar ist jeder Handgriff Alles ist irgendwie vorgegeben, viel mehr.

00:24:29: oder das sind wir auch oft jetzt in den selben Parkanlagen die wir schon sehr gut kennen.

00:24:33: Die Leute kennen uns teilweise und jetzt bei dem Parkgeschichten weil das ist ja neu eben dieses Jahr dass wir gemerkt haben Wir müssen uns eigentlich wirklich auch diese Zeit nehmen, die eben auch im Park herrscht also dass wir nicht... wir können es nicht da irgendwie durch stolzieren oder so und dann versuchen mit möglichst vielen Leuten zu reden, sondern das wirklich ein bisschen kommen lassen.

00:24:54: Und wenn wir das machen – wie die Ella schon gesagt hat, auch so hinsetzen und ein bisschen beobachten Und dann kommt es eigentlich wirklich zu sehr tiefen Begegnungen, aber auch so als Künstlerinnen eben auch zu sagen okay.

00:25:09: Es ist ok sich ein bisschen Zeit zu lassen.

00:25:12: also wir müssen jetzt nicht von Punkt halb drei sofort schon jetzt drei Gespräche geführt haben sondern das dauert einfach.

00:25:18: Das

00:25:18: du sagst ist gut weil natürlich haben wir ein bisschen den Stress gehabt eben auch in dieser künstlerischen Haltung.

00:25:23: wir müssen etwas liefern und dann zu erkennen wir müssen mal nichts liefern wir müssen uns mal

00:25:28: schauen Wann gilt ein Kunstprojekt als gelungen?

00:25:33: Was muss dafür geleistet werden oder genügt es einfach nur anwesend zu sein?

00:25:38: Für die beiden Künstlerinnen ist ihr neues Projekt namens Parkgeschichten etwas, das ihnen auch selbst einiges gelehrt

00:25:44: hat.

00:25:45: Dieses Wie-Schnell-Schrauben eigentlich weggeben wenn man so unterwegs ist in der Stadt oder mag mal was nicht sehen.

00:25:50: und jetzt eben in diesem Flow mit dem Parkgeschicht gehen wir wirklich auf jeden zu wo wir das Gefühl haben Das wäre gerade gut.

00:25:59: Und das ist eben auch so ein Hinschauen und dann einen Hinhören, und dann sind

00:26:04: wir

00:26:04: alle Menschen und alle wollen eigentlich nur miteinander reden und sich austauschen.

00:26:09: Und dass man sagt super wie du das machst oder schön ist deine Geschichte, das berührt uns jetzt.

00:26:15: also es geht wirklich um diesen Kontakt aufzubauen.

00:26:18: und das ist glaube ich bei dem Projekt jetzt, das ist ja wirklich ganz neu für uns Im Meer auch in diesem One-to-One, das ist eben nicht eine große Gruppe wie beim Besalpark Theater wo wir halt so spielen und dass den Leuten so geben.

00:26:32: Sondern wirklich halt in einzelnen Gesprächen und in einzelne Kontaktaufnahmen und manchmal ist es gar nicht zu viel.

00:26:38: Manchmal ist es nur ein Hin... gehen und ein hinlächeln oder so.

00:26:44: Und dann ist es wieder ein ganzes Gespräch, aber auch für uns, für den Verein ist das jetzt ganz neu und super spannend und da schön zu sehen wie das eigentlich funktioniert wenn man offen ist.

00:26:54: und wir haben eben diese Haltung wenn wir da jetzt so reingehen und was dann alles möglich ist ja und was überhaupt halt möglich wäre überhaupt so im Alltag wenn mal mehr uns diese Zeit nehmen würden alle und halt mehr dieses offene aufeinander zugehen ohne zu bewerten

00:27:09: Offen aufeinander zugehen ohne vorgefährste Meinungen und sich überraschen lassen, was kommt.

00:27:23: Ja und letztens das war auch schöner, waren wir auch im Park unterwegs.

00:27:26: Und dann hat ein Mann uns beobachtet wie wir mit einer Frau geredet haben.

00:27:31: Dann hat er nachher zu uns gesagt hey was macht sie eigentlich?

00:27:34: Ich glaube ihr machts gute Laune oder?

00:27:36: Das ist aber schön, dass Sie das sagen!

00:27:38: Und dann hatte ich gesagt ich habe es genau beobachtete.

00:27:40: Der Frau ist nicht so gut gegangen und nachdem ihr mit ihr gerede habt, sie hat jetzt gelächelt.

00:27:45: Ich finde super was ihr macht und das war ein sehr schönes.

00:28:22: Barbara Salcher und Ella Necker gehen in Richtung einer der Ausgänge raus aus dem windigen Park, machen unter einem Baum noch kurzen Video für ihren Instagram-Auftritt.

00:28:32: Ehe es weitergeht in den siebzehnten Bezirk zum nächsten Park – und zu neuen Geschichten und Begegnungen!

00:28:46: Wir fliegen jetzt mit Mary Poppins in den nächsten Park.

00:28:52: Danke Radio, dass du mit warst!

00:28:54: Komm wir fliegen davon!

00:28:55: Okay, wir fliegen

00:28:56: ab in den Park!

00:29:05: Eine Sendung von Gelinda Petrit-Schwalner.

00:29:08: Mehr Infos zu weiteren Projekten der Künstlerinnen und Schauspielerinnen Elanecker und Barbara Salcher finden Sie unter theaterbindestrichfrischluftpunktat.

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