Lebenswege mit Alma Gall

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00:00:00: Sie hören Radio-Klassik Steffensdom und sie tun das vielleicht sehr bewusst, weil sie eine Auszeit brauchen von schlechten Nachrichten und Weltuntergangsstimmung.

00:00:10: Wenn dem so ist bleiben sie auf jeden Fall dran.

00:00:13: hier geht es in den nächsten dreißig Minuten um Freundlichkeit, ums Lachen, Kreativität und Verbundenheit.

00:00:21: Ich glaube dass das ein ganz essentielles Thema ist gerade Verbindung in Verbindung gehen Zum einen mit sich selbst, aber das ist quasi mal der erste Schritt und das nächste ist die Verbindung miteinander.

00:00:36: Und dass es mir in allem was ich tue extremst wichtig Brücken zu bauen und in Verbindung zu gehen

00:00:43: miteinander.".

00:00:44: Das ist Alma Gahl unter anderem Künstlerin-und Lachtrainerin.

00:00:48: "...und die leichteste Brücke, die wir eben bauen können, ist wenn wir uns freundlich begegnen...".

00:00:54: Zum Beispiel mit einem Lächeln geht das besonders gut, finde ich.

00:00:57: Also auch dieses Lachen, womit ich mich schon sehr lange beschäftige.

00:01:02: Das schafft Verbindungen.

00:01:04: Es bringt Menschen auf einer ganz leichter Ebene zusammen und das ist glaube ich auch das Schönste wenn ich mir ein Ding... also Lachen hat wahnsinnig viele Vorteile für uns aber mein Lieblingsbenefit ist wirklich auch dass wir sehr schnell Verbindung an aufbauen kann zueinander und miteinander.

00:01:27: Und das ist, was wir sich tagtäglich dann auch in meinen Kursenworkshops erleben darf als Lachtrainerin, wo ich teilweise oder meistens mit Menschen zu tun habe, die ich gar nicht kenne davor und was das ausmachen kann.

00:01:41: dieses gemeinsame Lachen also diese Verbundenheit, die man eigentlich eher mit einer gemeinsamen Intention dass ich freundliches Gegenüberstehen schaffen kann.

00:01:54: Wenn wir Analysen hören zu aktuellen Entwicklungen in unserer Gesellschaft, ist oft die Rede von Spaltung, Unsicherheit, Einsamkeit etc.

00:02:04: Und wir vergessen dabei das wir aber selbst Diejenigen sind, die unsere unmittelbare Welt gestalten.

00:02:12: und Das beginnt im Kleinen Im Alltag.

00:02:16: Vielleicht ist Ihnen folgendes auch schon mal passiert Ich stehe in einem Museum in Amerika vor einem Bild und eine Frau kommt auf mich zu, um mir zu sagen wie hübsch sie meinen Rock findet.

00:02:28: Eine Kleinigkeit geschehen vor vielen Jahren.

00:02:31: erinnern kann ich mich bis heute daran und freue mich immer noch darüber.

00:02:36: Ja das ist schön dass du das ansprichst!

00:02:38: Ich finde das sind dann oft genau diese kleinen Momente des Alltags die man sich ein Leben lang merkt oder die einen wirklich auch den Tag oder die Woche, da vielleicht eben sogar das ganze Leben begleiten.

00:02:51: Und das darf man auch nicht unterschätzen.

00:02:53: Also every act of kindness hat einen Sinn und würde ich auf jeden Fall das unterzeichnen.

00:02:59: Ich glaube, da dürfen wir gerade als Österreicherinnen und Österreichern vielleicht ein bisschen was dazulehren von anderen Kulturen, die oft einfach fröhlicher... ...und auch im Sitzkomplemente angesprochen haben.

00:03:12: Aber man kann durchaus auch mit einem Lächeln in Gesicht durch das Leben gehen.

00:03:18: Das macht einen Riesenunterschied und ich habe es auch schon oft, weil ich viel reisen durfte.

00:03:24: Es bewegt mich wirklich nach wie vor manchmal diese kleinen Momente, dass einfach wer anlacht.

00:03:31: Und ja, das wünsche ich mir, dass wir das alle mehr machen im Alltag, weil ... Ja, wer ist denn der Geber?

00:03:37: Und wer ist dann Niemand?

00:03:38: Weil im Endeffekt, das ist für alle kreiert was Schönes, was Positives, wo wir Ja, als Menschen zusammenkommen können.

00:03:48: und gerade in einer Zeit wo sehr viel polarisiert wird.

00:03:52: Und sehr wenig Widersprüche auch ausgehalten werden finde ich müssen wir oder sollten wir wieder daran arbeiten Widerspruchlichkeiten auszuhalten.

00:04:00: das heißt ja nicht immer dass man Das alles schön und gut sein muss oder dass man eben Nicht auch andere Meinungen sein kann.

00:04:07: aber so eine gewisse Grundhaltung der Freundlichkeit der Wertschätzung des Respekts sollte immer die Basis sein von jeglicher Kommunikation.

00:04:19: Und das wünsche ich mir auch gerade im Alltag viel

00:04:21: mehr.".

00:04:22: Und diesen Wunsch hat Alma Gahl sozusagen zum Beruf gemacht, wobei mit Beruf kommt man bei Alma nicht so weit – sie hat nämlich nicht nur einen!

00:04:33: Alma-Gahl ist freischaffende Künstlerin an der, wie sie selbst sagt, Schnittstelle von zeitgenössischem Zirkus und Theater.

00:04:41: Sie gibt auch Zirkusskurse ist als Lachtrainerin tätig und leitet gemeinsam mit ihrem Vater das Nonseum.

00:04:49: Starten wir gleich dort, denn gekründet wurde der dazu gehörige Verein im Jahr ihrer Geburt.

00:04:55: Ich habe ja das ganz große Glück dass ich eigentlich in einem Museum weitgehend auch aufwachsen durfte.

00:05:03: Mein Vater war eben eines der Gründe, das Nonseum.

00:05:06: Dahinter steht der Verein, der nach wie vor den Betrieb führt, nämlich zur Verwertung von Gedankenüberschüssen und der wurde auch in meinem Geburtsjahr gegründet.

00:05:15: also es passt sehr gut zusammen!

00:05:19: Und die Neunziger waren eben sehr stark geprägt von unterschiedlichsten Kunstveranstaltungen, die dieser Verein noch umgesetzt hat im und rund ums Nonseium Und nach wie vor sehr aktiv ist.

00:05:32: und ich war eigentlich von Anfang an in der einen Form, in der anderen Form eingebunden.

00:05:38: Als Kind haben wir zum Beispiel eben öfter Filmteams da gehabt wo ich von Anfang dann einfach sehr in das Geschehen eingebundet war weil mein Vater eben... Das ist wirklich das Lebenswerk auch vom Inverset des Meisters was man sieht dort selbst erfunden, selbst gebaut in der Werkstatt also ca.

00:05:56: Der Ausstellung stammt von ihm.

00:05:58: Also insofern war das immer ein ganz großer Teil meines Lebens, auch meine Großmutter war drei Jahrzehnte hinweg extrem aktiv an der Ausstellung.

00:06:09: Meine Mutter ist eigentlich die ganze Familie dazu beigetragen diese Kulturinstitution aufzubauen und instand zu halten.

00:06:17: Und ja vor einigen Jahren bin ich dann selbst eingestiegen zunächst in der Kulturvermittlung und mittlerweile eben in der Führung, in der Leitung des Betriebsgemeinsen mit meinem Vater.

00:06:32: Und zwar haben wir historische Knopflöcher ausgestellt, die ich immer sehr gerne herzeige durch den Gang, durchs Museum aber nicht nur – wir haben auch sehr konkrete vielleicht damit man sich was vorstellen kann wenn man einen ausrollbaren Zebra streifen den man mitnehmen kann, ausrollen kann.

00:06:50: Wir haben einen halbautomatischen Nasenbohrer – das ist ein Publikums-Highlight oft!

00:06:58: Wir haben eine Anonymitiz Balken, also ganz unterschiedlich Gebäude.

00:07:02: Manchmal sind es Wortspieler und manchmal sind sie aber auch einfach Ideen, Erfindungen die man eben nicht braucht, die aus dem Alltag gegriffen sind.

00:07:10: Das ist vielleicht auch ganz gut dazu zu erwähnen und das freut uns, dass wir breites Publikum bei uns begrüßen dürfen.

00:07:20: Die Schwellenangst ist sehr gering bei uns, also wir haben wirklich Menschen von unterschiedlichsten Hintergründen weil eben die Ausstellung so an den Alltag angeknüpft ist und sich jeder in der einen oder anderen Sache auch wiederfinden kann.

00:07:34: Es oft auch einer zweiten Ebene gibt.

00:07:36: es gibt ja immer genau Bei uns die Gesellschaftskritik, die teilweise sehr subtil und humoristisch eben auch auf diese Absurditäten der Konsumwelt eigentlich hinweisen, da wir uns befinden.

00:07:50: Also es hält uns ein bisschen den Spiegel vor.

00:07:53: Und er hat dann einen sehr ausgeklügelten Humor in vielfacher Hinsicht.

00:07:59: Ja, so ein sehr lustiges Ausflugsziel kann ich empfehlen wenn man mal Lust hat an einem kreativen Ort wo... man hinkommen kann, um zu lachen und vielleicht sogar selbst was zu finden.

00:08:12: Also nach wie vor sind wir eine Open Source Ausstellung.

00:08:15: Das kommen immer wieder neue Erfindungen hinzu.

00:08:46: Es hat eigentlich mit einer sehr einfachen Idee begonnen.

00:08:48: Nämlich waren eben ein Vater gemeint.

00:08:51: Ein paar Freunde war im Gasthaus und dann ist die Kellnerin gekommen und hat am Nachbarstisch das Tisch durchgewendet weil sie das Tischduch nicht gleich wieder waschen wollte.

00:09:00: und dann haben sie sich gedacht, naja, was ist wenn wir einen würfelförmigen Tisch bauen, wo man das Tischtuch drüber spannen kann damit man es zumindest sechsmal weiter verwenden kann?

00:09:08: Und das war so die Ursprungsidee, die wirklich aus einem ganz gewöhnlichen Besuch im Gast, das entstanden ist.

00:09:14: Und daraus ist die Ideen standen diese non-sensor Findermesse bei uns zu veranstalten.

00:09:19: Und das haben sie dann auch gemacht.

00:09:20: Und Sie haben damals geglaubt, da kommen jetzt ein paar Leute, die das interessiert und die es auch lustig finden.

00:09:26: Dann waren plötzlich um die fünftausend Leute bei uns im Ort.

00:09:30: Das war natürlich ein Erfolg mit dem Sie selbst nicht gerechnet haben.

00:09:34: Sie haben sich gedacht gut wenn das jetzt uns gut gefällt, wenn's den Leuten gut gefellt, dann machen wir das immer wieder.

00:09:39: Es gab einige Erfindermessen hintereinander und die haben dann eigentlich erst in weiterer Folge dazu geführt dass man irgendwann ein Museum gemacht hat hat oder daraus entstanden ist.

00:09:49: Es ist sehr organisch gewachsen, dieses Projekt von Menschen getragen die einfach eine wahnsinnige Hingabe haben für Humor und für kreatives Schaffen.

00:10:01: Und das war auch sicher nicht immer einfach also gerade in der Beginnzeit dass es natürlich schnell mal abgetan als Spinnerei von ein paar Leuten Ja, vielleicht anders sind als der Rest und mittlerweile ist es aber auch das Tourismus-Konzept von unserer Ortschaft geworden.

00:10:15: Also wir sind mittlerweile auch bekannt, dass das verrückte Dorf... Wir machen sehr viele unterschiedliche lustige Schrägeaktionen.

00:10:22: Zum Beispiel haben wir immer am XXI.

00:10:23: Oktober den Einzelsockenwandertag wo wir eben Einzlesocken sammeln.

00:10:28: ein Problem, das uns irgendwie alle trifft nicht Und wir haben eben diese dieser Sockenbörse öffnen kriegen tausende Socken zugeschickt.

00:10:38: Ja, also wir machen viele unterschiedliche Sachen auch mit den Leuten vor Ort und das hat große Kreise gezogen.

00:10:46: Also wir zählen tatsächlich zu den schrecksten Museen der Welt.

00:10:49: Wir sind auf vielen Shortlists drauf.

00:10:51: Wir haben sehr viele Medienberichte aus der ganzen Welt.

00:11:17: Mitten in diesem Nonseum uns den Menschen die so einen freien Geist und Mut hatten damit zu beginnen, sind Alma und ihre Schwester also aufgewachsen?

00:11:27: Ich bin wirklich dankbar für den Nährboden auch, den meine Familie geschaffen hat in dieser Grundhaltung von definitiv Freiheit.

00:11:36: Also ich glaube wir haben eine sehr freie Kindheit gehabt und gleichzeitig sehr viel Stabilität.

00:11:41: also ich glaube das braucht man einfach auch sehr stark einer Orientierung und Stabilität.

00:11:46: Und Ich bin in einem mehr Generationenhaus aufgewachsen.

00:11:49: meiner Großmutter hat bei uns gewohnt Das war Für mich auch sehr prägend, muss ich sagen.

00:11:56: In diesem Umfeld dann auch noch mal mehr Bezugspersonen zu haben die mir Orientierung und Stabilität halt Liebe gegeben haben und mich eigentlich weitgehend zu sein haben lassen wie ich bin.

00:12:06: Und das würde ich mir so sehr wünschen dass Menschen diese Rahmenbedingungen geschenkt bekommen weil ich glaube dann wäre die Welt einer ganz anderen Wenn man als Eltern oft ja einfach diesen Raum geben kann Und das, was dann innerhalb dieses Raumes passiert.

00:12:24: Es akzeptiert eben so mit dem sein wie man ist und das hatten wir als Kindheit also in unserer Kindheit meine Schwester und ich und es hat uns beide als Menschen so eine gute Basis gegeben für das weitere Leben.

00:12:48: Dass sie selber auch die Kunst zum Beruf machen möchte war trotzdem nicht von Anfang an ganz klar.

00:12:54: Ja es gab aber eine Phase wo ich weniger kreativ und künstlerisch tätig war.

00:13:04: Und das war dann eine Zeit, wo ich erst so richtig gemerkt habe wie sehr mir das fehlt und wie sehr man das doch sein Ausmacht.

00:13:18: Ich hab es eigentlich erst im zweiten Weg entschieden für mich dass ich auch in die künstlersche Richtung gehen mag.

00:13:24: Beide meiner Eltern sind Künstler also kunstschaffend Und für mich war es irgendwie immer sehr naheliegend.

00:13:31: Ich habe sehr tolle Eltern, die eben unterschiedliche künstlerische Projekte umgesetzt haben.

00:13:35: Immer schon in der Kindheit und... Es war eigentlich immer sehr nachliegend für mich und gleichzeitig habe ich mir gedacht vielleicht ist das doch was anderes für mich?

00:13:45: Wie gesagt, das ist dann eigentlich erst im zweiten Bildungsweg für mich wirklich auch wieder so präsent geworden weil Ich gemerkt habe, ich bin da zu Hause.

00:13:56: Ich bin quasi wieder zudem zurückgekehrt was mir eh schon immer sehr in die Wiege gelegt

00:14:02: wurde.".

00:14:03: Und so ist Alma Greil nicht nur im Nonseum tätig sondern unter anderem auch als Artistin in ihrem Zirkus-Kollektiv Circle Circus Collective.

00:14:14: Ja es ist eine gute Söhnenübung das stimmt.

00:14:15: ja wir sagen normalerweise dann auch im Ende kurz vom Off-Circle dazu weil's einfacher ist.

00:14:20: aber Unser ganzer Titel ist Circle Circus Collective, genau.

00:14:24: Ich hab's schon aufgeübt!

00:14:27: Ihr aktuelles Programm heißt plötzlich Mensch.

00:14:31: Plötzlich Mensch ist ein wahnsinnig tolles Kooperationsprojekt das entstanden ist über die Initiative von Franz Knittenfelder dem Direktor von der Bildungsakademie Weinviertel und der wollte im Rahmen des Viertelsfestivals, das ist ein Festival für Kunst und Kultur in Niederösterreich.

00:14:51: Wollte er gerne zeitgenössischen Zirkus zeigen – im Kirchenraum!

00:14:55: Und dann ist unser Rangetreten als Kollektiv und hat uns gefragt ob wir Lust hätten auf so einem Projekt?

00:15:01: Wir waren natürlich hell aufgegeistert.

00:15:05: Und ja, so ist eigentlich in einer sehr intensiven und tollen Zusammenarbeit ein sehr großes Projekt entstanden.

00:15:11: Dass wir eben viel mal aufgeführt haben im Kirchen, einen sehr großen Kirchen im Weinviertel.

00:15:17: Das Stück behandelt weitgehend das Menschsein an all seinen Facetten.

00:15:21: Wir beschäftigen uns mit menschlichen Emotionen der Konzeptur oder Ausgangspunkt war das sechste Schöpfungstag.

00:15:31: Davon sind wir einmal ausgegangen überlegt, künstlerisch was uns als Mensch ausmacht und wir erzählen diese Geschichte nicht mit Worten sondern mit unterschiedlichen künstlerschen Ausdrucksformen.

00:15:44: Wir haben Objektmanipulation dabei, wir haben Luftartistik dabei, Schauspiel dabei ganz eine tolle Livemusik auch und Projektionskunst und das natürlich in diesem imposanten und für uns auch natürlich sehr speziellen Räumlichkeiten der Kirche, also wir haben das im Altarraum offen dürfen.

00:16:05: Und es war natürlich für uns eine ganz besondere Erfahrung und wir sind auch wahnsinnig dankbar dass wir da auch in einer Produktion gestalten durften in diesem sehr heiligen Raum

00:16:16: ein heiliger Raum indem sich gut nachdenken oder in dem Fall vielleicht eher nach spüren lässt was Mensch sein eigentlich bedeutet.

00:16:26: Ja, wir haben uns wirklich essentiellen Themen gestellt würde ich sagen und auch das was uns beschäftigt als Menschen.

00:16:33: Was uns ausmacht Und wir sind da recht tief gekommen in der Arbeit mit uns selbst und auch als Gruppe und sind dann sehr sehr prägnanten Emotionen eigentlich hängen geblieben sowas wie Trauer Freude Angst war auch ein Thema Liebe.

00:16:56: Also wir haben so ein bisschen auch danach gesucht, was uns vereint als Menschen.

00:17:02: Was wir vielleicht alle in irgendeiner Form erleben im Laufe unseres Lebens.

00:17:07: Was uns verbindet.

00:17:09: und ja haben da eben mit dem, was es uns selbst beschäftigt, eben also die Menschen, die wir sind versucht einen künstlerischen Gesamtkunstwerk zu bauen und das war eine wirklich spannende und tolle Erfahrung.

00:17:24: Und wir hatten noch eine Dramatur, das hat es natürlich leichter gemacht diese Geschichte dann auch einzubetten und zu erzählen.

00:17:31: Wir sind eigentlich sehr glücklich mit dem was dabei rausgekommen ist und mit wie viel Hingabe alle die beteiligt waren auch wirklich alles gegeben haben für so ein riesiges Projekt und sehr innovatives und spezielles Projekt und auch beim Publikum sehr gut angekommen.

00:17:45: und das freut uns natürlich ganz besonders, weil Rückmeldungen wirklich so waren dass die Leute bewegt aus dem Kirchenraum rausgegangen sind.

00:17:53: Einfach verändert sozusagen und viele Fragen angestoßen wurden viel gesprochen wurde wie auch viel mit den Menschen in Dialog gekommen sind.

00:18:03: und das finde ich auch das Schöne an Kunst ist es möglich ist ohne Worte in den Dialog zu gehen und Menschen zu berühren und das ist eigentlich auch mein Anspruch als Künstlerin solche Resonanzräume zu erschaffen.

00:18:49: Sie hören die Sendung Lebenswege, zu Gast ist heute die vielseitige Künstlerin Alma Galdi gemeinsam mit ihrem Vater auch das Nonseum im Weinviertel leitet.

00:19:42: Aber das sind noch nicht alle Berufe von Alma – sie gibt auch Kurse für Zirkuskunst und ist als Lachtrainerin tätig.

00:19:50: Eine Ausbildung, die sie übrigens gleich mit der ganzen Familie gemeinsam absolviert hat!

00:19:56: Das humorige Lachen, sag ich jetzt mal.

00:19:58: Also das war immer ein sehr großer Teil von meinem Leben und bei lachjuga ist dann was passiert, was sich bis dato eben noch nicht gekannt hatte nämlich dass man Lachen entkoppelt.

00:20:07: von jeglichem Grund.

00:20:10: Und das war für mich neu weil ich kannte eben das Lachen als Antwort Als Humor sozusagen.

00:20:18: mehr war mir mehr bewusst.

00:20:20: also eben dieses diese bewusste Entscheidung die wir treffen können dass wir sagen wir lachen Weil dass es uns eben gut tut.

00:20:27: Und das war für mich dann wirklich ein Aha-Moment, das hat mich viel sehr lange beschäftigt und nach dieser Fortbildung habe ich das aber auch wieder ruhen lassen und hab mir dann gedacht, mit neunzehn war das damals... Ich möchte das nochmal ausprobieren!

00:20:41: Ich möchte es noch mal tiefer kennenlernen diese Methode und habe dann mit meiner ganzen Familie eine Lachtrainer Ausbilder

00:20:48: gemacht

00:20:52: hab dann seit dem Zeitpunkt gemerkt, wow was ist das für eine tolle Methode.

00:20:58: und seither habe ich mir auch fest vorgenommen, dass einfach in die Welt raus zu tragen weil es so einfach ist.

00:21:06: Man braucht nichts was man nicht eh schon als Mensch dabei hat sozusagen als Grundausstattung und es hat einfach so viele positive Vorteile für die Gesundheit und für das Miteinander.

00:21:20: Ja, so eigentlich.

00:21:21: seit dem Zeitpunkt habe ich den gewusst.

00:21:23: Ich möchte viele Fortbildungen machen und viel über das Lachen lernen.

00:21:27: Über die gesundheitlichen Vorteile des Lachens.

00:21:30: Ich will das viel anbieten und das habe ich dann auch

00:21:32: gemacht.".

00:21:33: Und tut sie immer noch?

00:21:34: Infos gibt's auf Almas Homepage!

00:21:37: Lachen und Humor sind für Sie eine Ressource sehr gerade in Zeiten wo es scheinbar wenig zu lachen gibt.

00:21:44: Lachen kann dazu beitragen, eine positive Lebenshaltung und Einstellung zu gewinnen.

00:21:50: Und uns auch über schwierige Situationen hinbekelfen.

00:21:56: Deswegen ist es eine super Ressource die wir haben für Resilienzverbundenheiten und uns selbst und mit anderen.

00:22:03: Und das kann man auch wirklich trainieren und üben.

00:22:05: Also ich glaube, dass ist auch so ein Ding.

00:22:07: Das Gehirn ist ja wahnsinnig lernfähig und auch formbar.

00:22:12: Je öfter mal was praktiziert und tut, desto leichter werden diese Wege genau wieder in eine bestimmte Haltung zu kommen für sich.

00:22:24: Ich glaube es ist auch ganz wichtig, dass man nicht damit geboren sein muss, sondern dass es die Möglichkeit gibt an der positiven Grundhaltung zu arbeiten mit kleinen Schritten.

00:22:36: Und dann wird es immer

00:22:37: leichter.".

00:23:35: Federspiel, ein Musikwunsch von Alma Geil.

00:23:38: Wir haben schon über Kunst, Humor und Kreativität gesprochen – ganz wichtige Pfeiler in ihrem Leben!

00:23:45: Aber da gibt's noch Natur-und Umwelt.

00:23:49: Immerhin hat Alma auch Umweltpädagogik studiert.

00:23:53: Ja also ich muss sagen wir sind auch da als Kinder schon mit sehr viel Bewusstsein aufgewachsen, was eben Umwelt- und Klimaschutz betrifft.

00:24:01: Also es hat mich sicherlich auch geprägt als Kind bereits.

00:24:06: Und ich habe dann gemerkt dass ich da einfach mal einen Teil dazu beitragen möchte und das möchte ich nach wie vor.

00:24:12: Das bemühe ich mich auch sehr im Alltag möglichst umweltfreundlich zu leben, sei es in der Ernährung oder was Transport betriffe, was Konsum betriffte allgemein auch sehr wichtig, dass die Dinge, die ich tue im Alltag niemanden ausbeuten.

00:24:30: Also weder die Natur noch Menschen noch Tiere und dass sich Entscheidungen treffe im Alltag, die meiner Werte widerspiegeln.

00:24:38: Und viel davon ist einfach mit einem umweltbewussten Lebensstil sehr gut vereinbar für mich.

00:24:53: friedvollen sein.

00:24:54: Also für mich zum Beispiel, dass ich kein Fleisch ess, das war auf mich irgendwann ganz klar so eine komplette körperliche Herzensentscheidung und ich habe gewusst es passt für mich das wegzulassen.

00:25:04: Ich bin sehr glücklich mit dieser Entscheidung.

00:25:06: und genau also gibt's viele Lebensbereiche oder.

00:25:09: ich war sehr viel auf Reisen was absolut großartig ist.

00:25:14: mittlerweile versuche ich immer Flugreisen weitgehend zu verzichten wenns geht vor sehr viel öffentlich.

00:25:19: Also ich probiere halt die Bereiche, wo ich weiß.

00:25:21: Da kann man wirklich viel CO-Zweihsparen versuche ich weitgehend so gut wie es für mich möglich ist umzusetzen auch für diese Themen zu sensibilisieren weil jeder Mensch kann eben einen Beitrag leisten und auch auf gesellschaftlicher Ebene.

00:25:34: natürlich braucht's destrukturellen Veränderungen das wir da wirklich vorankommen Und ja in einem guten Leben für alle bauen und auch für die zukünftigen Generationen.

00:25:45: Das heißt du bist doch gerne draußen?

00:25:46: Ja sehr gerne.

00:25:49: Ich bin sehr, sehr viel draußen.

00:25:51: Das ist natürlich auch der Vorteil jetzt, wo ich wieder zurückgezogen bin aufs Land.

00:25:56: Ich bin wahnsinnig gerne draußen in der Natur und sehr viel wandern.

00:26:01: Sehr viel in Stille mit der Natur.

00:26:06: Und das gibt mir sehr viel

00:26:07: Kraft.".

00:26:16: Alma Gahl war das heute in der Sendung Lebenswege – ich versuche nicht noch einmal ein zusammenfassendes Wort für ihr berufliches Wirken zu finden!

00:26:26: Noch notwendig.

00:26:28: Alma tut das, was ihr Herz tanzen lässt.

00:26:31: Das bringt viel Freude Erfordert sehr viel Einsatz und wird sichtbare Spuren hinterlassen.

00:26:38: Davon bin ich überzeugt.

00:26:40: Auf unserer Website finden Sie die heutige Sendung zum Wiederhören oder Weiterleiten an andere Und natürlich finden sie dort auch alle Links & Infos zu Alma Gals Projekten.

00:26:52: In die Welt bringen möchte Ich auf jeden Fall Resilienz Lebensfreude und Verbundenheit.

00:26:58: Das sind vielleicht die drei Dinge, die ich am wichtigsten finde in meiner Arbeit.

00:27:04: Es gibt ganz viele gesellschaftliche Themen mit denen mich eben künstlerisch auseinandersetzt sei es Gleichstellung oder Umweltschutz.

00:27:14: also ich denke da gibt's viel Ich

00:27:18: hoffe nicht auch noch ganz viel Zeit und Raum.

00:27:20: Das ist oft die Herausforderung, was es gerade dran ... Weil so viel die ganze Zeit dran ist, hab ich das Gefühl, dass alle immer wieder gute Fragen zu stellen selber.

00:27:34: Also, was sind die Dinge, die man wirklich machen mag?

00:27:38: Wo man das Gefühl hat, man kann grad im Kraft reinstecken.

00:27:43: Was lässt das Herz tanzen?

00:27:45: Ich glaube, wenn wir die Dinge tun, die das Herz tanzen lassen, dann werde Gesellschaft auch eine andere und so.

00:27:52: Auch die Fragen, was ist mir wirklich wichtig im Leben?

00:27:55: Ich glaube oft leben wir so ein Leben an dem wir vorbeileben.

00:27:59: Wenn wir nicht aufpassen dass wir uns auch Zeit nehmen für die Dinge, die am allersenziellsten sind.

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