Buchvorstellung mit Claudia Mönius

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00:00:00: Liebe Claudia, du hast ein Buch geschrieben in dem du uns Ideen, Rituale fest aus dem Christentrum versuchst, schmackhaft zu machen und ja auch eigentlich neu zu erklären.

00:00:13: Warum?

00:00:15: Mir ist wichtig Menschen zu erreichen, die sagen mit dem Christentum da kann ich gar nichts mehr anfangen.

00:00:22: Das erscheint mir so verstaubt alles und mit Kirchen schon gleich gar nicht.

00:00:26: und das alles auch in einen Topf werfen.

00:00:28: Kirche, Religion, Christentums, Rituale... Und mir geht es darum zu erst mal auseinanderzusortieren was gehört wohin?

00:00:38: Und zu schauen kann man denn wenn man die Essenz freilegt dem vielleicht wieder etwas abgewinnen?

00:00:44: Kann man also erstmal den Sinn eben hinterfragen, worum geht es da eigentlich?

00:00:48: Was ist gemeint?

00:00:49: Wie ist das ursprünglich gedacht?

00:00:51: und dann schauen in welcher Form kannst denn für mich passen.

00:00:56: Vielleicht einer der bestehenden Formeln?

00:00:58: oder kann ich's vielleicht auch so adaptieren, so abwandeln dass für mich wieder eine quasi heilsame Ressource werden kann.

00:01:06: Du beleuchtest zum Beispiel Rituale wie das Beten an sich Meditation Zum Beispiel etwas, wo wir vielleicht schon ein bisschen vergessen haben dass es das in Christentum auch gibt.

00:01:18: Auch auf ganz unterschiedlicher Art und Weise.

00:01:22: Die Eucharistie war ja auch... Du erzählst immer auch ganz persönliche Erfahrungen dazu.

00:01:26: Das finde ich sehr schön.

00:01:27: Da kann man wunderbar auch anknüpfen Und kriegt seinen Konnex auch zu dir Ganz persönlich.

00:01:34: Jetzt sind wir in der Sendung Mittagszeit Die um zwölf Uhr immer mit einem Marienlied beginnt.

00:01:41: Das erinnert an das Angelosgebet, über das du auch schreibst.

00:01:46: In vielen Klöstern zumindest denke ich wird das noch zum Mittag immer gebetet.

00:01:51: Was ist denn für dich der Wert davon?

00:01:55: Dass wir das vielleicht auch heute nochmal einführen oder zumindest dass es nicht in Vergessenheit gerät.

00:02:03: Zunächst mal, ich glaube wir können das in unserer Multikulti und zum Teil auch sekularisierten Welt nicht neu einführen.

00:02:12: Dass wir alle um zwölf Uhr das Angelosgebet beten.

00:02:15: Das kriegen wir nicht hin.

00:02:16: dazu sind wir zu plural aufgestellt so unterschiedlich zu international auch Und ich glaube aber der Wert davon ist ein innehalten und einen sich besinnen Tatsächlich im Wort sind auch wieder sich auf die eigenen Sinne fokussieren und einen Unterbrecher mitten im Tag zu haben.

00:02:37: Und das finde ich so wesentlich!

00:02:39: Wie wir das inhaltlich ausgestalten, können wir noch mal neu verhandeln weil ich glaube wir brauchen ein gemeinsamen Nenner gerade jetzt auch in einer Welt statt Vivine zum Beispiel, es ist undenkbar dass wir um zwölf Uhr alle miteinander das Angelos gebeten.

00:02:56: Da können die Menschen viel zu wenig damit anfangen aber wir können doch sehen, dass es uns allen gut tut wenn wir mal miteinander alles kurz liegen und stehen lassen und einen kurzen Unterbrecher mitten im Alltag haben und vielleicht sogar einander in die Augen schauen und uns auf unser Mensch sein besinnen Und ich glaube das könnte sogar zum friedlichen Miteinander beitragen.

00:03:20: Da merkt man ja auch, dass viele alte Religionen in einer bestimmten Weisheit eigentlich erkannt haben.

00:03:27: Was für uns als Menschen einfach wichtig ist so was wie... Pause machen.

00:03:32: Wenn ich jetzt einen Burnoutseminar buche, wird man mir das sicher beibringen.

00:03:38: in der Kirche hat man das immer schon gemacht aber nicht nur in der römisch-gatholischen Kirche sondern auch in den anderen gibt es ja genau das.

00:03:44: diese Unterbrechungen das mittagsgebet auch im islam zum beispiel ich glaube da steckt natürlich das spirituelle dahinter aber schlicht untergreifen noch die tatsache dass es gut ist wie du gerade gesagt hast zwischendurch mal eine unterbrechung zu machen.

00:03:58: egal was ich gerade mache

00:04:01: Es geht natürlich noch ein bisschen über das reine Unterbrechen hinaus.

00:04:07: sich mit einer anderen Dimension zu verbinden, im Endeffekt in diese Transzendenz zu gehen und zu wissen gut es gibt auch noch was Übergreifendes.

00:04:16: Es gibt noch etwas Wichtigeres als das, was ich gerade hier zu tun habe die Mäuse sorgen und Alltagsgeschäfte von uns Menschen.

00:04:24: und das erscheint mir auch so wesentlich und das gibt's letztlich in allen Religionen und das können wir auch miteinander tun ohne dass wir sehr fundamentalistisch auf unserem Beharren müssen.

00:04:36: Wenn wir darauf beharren, wir müssen ein Mariengebet beten, dann werden wir das in unserer Gesellschaft miteinander nicht als verbindende Klammer etablieren können.

00:04:47: und das meine ich wenn wir uns verbinden ich sage mal bewusst mit dem All einen Dann glaube ich können wir einen guten Beitrag zum gelingenden Miteinander auch leisten.

00:04:58: Ich glaube Claudia da ist ja dir auch ganz persönlich wichtig dieses Miteinander.

00:05:03: und auch für deine ganz persönliche Praxis nimmst du da ja auch aus dem, was du als wertvoll erfahren hast.

00:05:10: Aus anderen Religionen oder heilsamen Techniken und Praktiken.

00:05:15: Du hast doch Psychotherapie gemacht glaube ich.

00:05:17: also überall kann man ja etwas mitnehmen und lernen.

00:05:21: Manche würden dann sagen Puh das darf man nicht!

00:05:24: Also diese Mischung ist höchst gefährlich und unpassend.

00:05:28: Was ist deine Haltung?

00:05:30: Ja, da könnte sehr schnell der Vorwurf des sogenannten Synkretismus kommen.

00:05:34: Man pickt sich überall ein bisschen was raus und das pflegt man dann... Ich sehe es anders!

00:05:39: Ich glaube dass Gott nur eines für uns im Sinn hat nämlich, dass es uns gut geht nicht im Sinne eines Egoismus sondern dass wir Möglichkeitenwege Zugänge finden zu unserem wirklichen Selbst, zu unserem eigentlichen Selbst und so wie wir gedacht sind, wie wir geschaffen sind.

00:06:00: Ich würde nicht sagen, da ist jeder Weg recht.

00:06:02: Aber es gibt sehr viele Zugangswege um auch zu diesem eigenen göttlichen Kern vorzustoßen.

00:06:09: und tatsächlich kann man in der Psychotherapie sehr viel lernen wie ich besser in meinen Körper reinkomme, wie ich mein Geist zur Ruhe bringe.

00:06:18: Da gibt's ja sehr viele Schnittstellen.

00:06:20: Auch Psychotherapeuten haben zum Teil ein bisschen den Beichtstuhl ersetzt.

00:06:25: Das kann man jetzt gut oder schlecht finden, aber es ist einfach so.

00:06:28: Und ich finde das kann man sich zu Nutze machen um einfach selber wieder gut bei sich beheimatet zu sein und dadurch auch dieses göttliche in sich zu finden und natürlich auch über sich selbst hinaus.

00:06:42: Und ich finde, so in ganz wesentlichen Punkten sind wir uns da mit den verschiedenen Herangehensweisen oft mehr als wir oft denken.

00:06:51: Wir verwenden andere Worte oder vielleicht eine andere Form aber in dem worum es eigentlich geht gibt's erstaunlich viel Gemeinsamkeiten!

00:07:01: Ja, und ich

00:07:02: finde

00:07:02: das genau dieses Neudeutschgesacht Worthing.

00:07:06: Das es erlaubt sein sollte dass wir neue Begriffe verwenden.

00:07:09: Das ist mir ganz wichtig, dass sich das auch gerade in meinem Buch führe ich das so ein, dass jede Leserin jeder Leser auch die Worte verwenden kann, die für sie oder ihn passen.

00:07:20: Manche sind einfach so geschädigt.

00:07:23: Ich hatte online wieder ein Gespräch mit ihm am Legislaturjahr.

00:07:25: wenn Sie musste immer sonntags in die Kirche gehen und nie war sie gut genug angezogen war man nochmal an ihr rumgezubbelt und sie wollte das einfach irgendwann nicht mehr.

00:07:34: Und sie empfindet sich als sehr religiös und spirituell, aber sie trennt es sehr von Kirche weil sie diese unangenehmen Erfahrungen damit verbindet.

00:07:43: Da brauchen wir dann zum Teil wieder neue Zugangswege oder eben auch neue Begrifflichkeiten mit denen sich Menschen leichter tun die nicht an alte Erfahrungen rühren die für Sie belastend waren.

00:07:55: Ich glaube wir münden trotzdem in das All eine ein

00:08:00: Und du schaust dir das ja ganz konkret an, auch dann im zweiten Teil mit all den Festen die wir feiern.

00:08:07: Ganz schön schreibst du über zum Beispiel Maria Lichtmess.

00:08:10: Verraten wir jetzt nicht zu viel.

00:08:11: vielleicht machen wir dann im Februar dazu noch mal eine Sendung und sie sollen ja liebe Hörerinnen einen guten Grund haben das Buch auch zu kaufen und hineinzulesen.

00:08:21: Eine schöne Feier ist auch Maria Himmelfahrt.

00:08:23: Zum Beispiel, da beschreibst du wie das im Europagroß der St.

00:08:27: Geigen gefeiert wird.

00:08:28: Da haben wir beide eine schöne Erfahrung dort gemacht.

00:08:31: Ich war im Sommer dann auch da nachdem auch du mir noch mal davon erzählt hattest.

00:08:35: Ich würde dich gerne nochmal bitten ob du nach am Ende uns zwei, drei Sätze sagen kannst über das Thema Heiligenverehrung.

00:08:44: Auch da schreibst Du was dazu gekoppelt mit dem fest vom Namenstag.

00:08:49: Das wurde auch in meiner Familie immer ein kleines bisschen gefreut, das gab immer so eine kleine Kerze und einen Mini-Geschenk also nicht zu groß aber das war irgendwie auch fix und ist vielleicht auch noch mal was anders als das übliche Geburtstag feiern.

00:09:03: dann könnte vielleicht seine Idee sein wenn man sich da mitnehmen kann.

00:09:07: Ich habe auch eine sehr gute Erinnerung an das Thema Namenstag.

00:09:10: Also meine Großmutter hat mir immer zum Namensstag was geschenkt, es war genauso wichtig eigentlich wie der Geburtstag und das ist natürlich total in Vergessenheit geraten.

00:09:19: Es gibt nicht mehr viele Menschen jetzt im meinem Umfeld die namens tag feiern Und wenn ich dann aber mal jemanden zum namensdag gratuliere Dann mache ich die Erfahrung dass sich die menschen total darüber freuen.

00:09:30: ach ja richtig!

00:09:30: Ich hab heute Namens.

00:09:31: Tag ist eigentlich ne ganz schöne Tradition Und dahinter steckt natürlich die heiligen Traditionen, mit denen viele Menschen heute auch Schwierigkeiten haben.

00:09:42: Die sagen was willst du denn damit noch ein sehr völlig veraltetes Zeug und nichts damit anfangen können?

00:09:47: Aber im Ende vergeht es ja glaube ich darum dass wir so etwas haben wie Ich sage mal Fürsprecher in der geistigen Welt oder auch nur Vorbilder.

00:09:57: Man kann es ja auch erstmal als Vorbilders sehen, von denen wir uns was abschauen können die sich in irgendeiner Weise besondere Kompetenzen erworben haben und einfach etwas sehr gut konnten.

00:10:09: Und ich kann mal innehalten und kann mir denken bei welche Fähigkeit brauche ich denn jetzt?

00:10:14: Vielleicht gibt's da einen Heiligen der diese Fähigkeiten hat und von dem mich mehr Ja, im Endeffekt wirklich was abschauen kann oder den ich mir zum heilsamen Vorbild auch nehmen kann.

00:10:25: Das kann man auch ein bisschen augenzwenkern alles betreiben.

00:10:30: also ich bete noch heute zum heiligen Antonius wenn nicht mehr etwas abangekommen ist wenn ich was verloren habe Und natürlich weiß ich auch, dass das nicht der Antonius an sich ist.

00:10:39: Der dann da eingreift und mir mein Börsel wieder beschafft?

00:10:44: Ich glaube es hat was mit einer inneren Entspannung zu tun, dass ich irgendwie denke, ich gewisserweise lasse los, sehr ein viel bemühtes Wort heutzutage loslassen... ...und ich vertraue darauf, dass von irgendeiner Seite mir Hilfe kommt!

00:10:59: Ich kann's auch nennen die geistige Welt, die in irgendeine Weise mehr hilft, vielleicht ist es auch nur ein Zufall kann sein.

00:11:07: Aber wenn mir das dann wieder zufällt im Wahrzeiten, dann bin ich auch entspannt davon, daher ist es eigentlich was, wo wir nur

00:11:13: gewinnen.".

00:11:14: Und wir dürfen uns ja auch unsere ganz persönliche heiligen Glitternei, wie nicht fast geneigt erschaffen.

00:11:23: also jeder von uns hat ja vielleicht eine geliebte Oma zum Beispiel oder einen anderen Menschen der schon vorausgegangen ist, an denen wir sehr gerne denken oder wo wir eine große Verbindung spüren und vielleicht auch Kraft bekommen durch diese Verbundenheit die wir über die Welt nicht hinweg sozusagen miteinander haben.

00:11:42: Ja in der Psychotherapie spricht man ja heute von einer Ressource und ich glaube das sind einfach ganz, ganz starke und grosse Ressourcen die wir da haben und es entsteht auch, finde ich ein großes Kraftfeld.

00:11:54: Also wenn beispielsweise bei den Augustinern hier in Wien der Gedenktag der heiligen Rita gefeiert wird das ist die Schutzpatronen für die aussichtslosen Fälle.

00:12:04: da ist richtig was geboten.

00:12:06: es kommen Menschen Person bringt eine Rose mit und dann beten alles so intensiv für ihre Anliegen, vielleicht aussichtsausscheinend anliegen.

00:12:18: Also da kann mir niemand sagen das da nicht irgendwas passiert und es bedeutet nicht unbedingt dass diese Gebetsanliegen alle gleich erhört werden aber ist ein unglaubliches Kraftpotenz.

00:12:29: ja was in diesem Raum schon allein entsteht kann ich nur empfehlen

00:12:34: Und wir empfehlen dein Buch zu lesen, wo du dich sehr ausführlich mit all diesen Ritualen und Festen beschäftigst.

00:12:41: Und versuch ein neues Framing zu machen könnte man auch in Fachsprache sagen.

00:12:46: Einfaches neu zu beleuchten neue Worte zu finden und du fühlst es auch mit einem ganz persönlichen Erleben.

00:12:53: Man spürt deinen Wunsch da auch wieder etwas lebendig werden zu lassen was schon da ist und wo wir viel Kraft schöpfen könnten.

00:13:01: Claudia werde ich persönlich kennenlernen möchte und eine Buchpräsentation besuchen will, kann das gerne am zwanzigsten Oktober machen.

00:13:09: Wo wird es stattfinden?

00:13:10: Bei Talia in der Landstraße Hauptstraße um achtzehnhund dreißig und ich freue mich sehr auf persönliche Begegnungen.

00:13:17: Genau!

00:13:18: Im Grunde Gott heißt ein Buch Einladung zu einer spirituellen Entwicklungsreise.

00:13:23: Am Schluss noch ein Wort Claudia.

00:13:26: du lädst darin auch sehr stark ein Mutig mit anderen auch über persönliche und spirituelle Erfahrungen zu sprechen.

00:13:35: Wir trauen uns das oft nicht, du hast eine andere Erfahrung oder?

00:13:38: Straightforward!

00:13:40: Absolut lasst uns wieder darüber sprechen.

00:13:42: Es ist viel wichtiger, als sich darüber zu unterhalten wo man in Wien essen gehen kann.

00:13:47: Das kann auch mal ganz nett sein aber ich glaube lasst uns über unsere religiösen Rituale und über unsere Erfahrungen uns austauschen Und ein kleines Fenster jeweils in unser Lebenshaus dadurch auch öffnen.

00:14:00: es ist sowas bereicherndes.

00:14:02: Ich freue mich drauf.

00:14:03: Wir haben jetzt begonnen.

00:14:04: vielleicht wollen sie das Zuhause heute gleich nochmal fortsetzen.

00:14:07: Vielleicht gibt sich ein Gespräch jetzt beim Nachmittagsgefähe oder am Abend.

00:14:12: Trauen Sie sich einfach mal.

00:14:13: Danke Claudia!

00:14:15: Vielen Dank.

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