per- 261007#Erinnerung an Literatin Erika Mitterer_Kultur
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00:00:00: Im Radio-Klassik Stefansdom Studio begrüße ich zwei Herren, aber es geht um meine Literatur einer Frau.
00:00:07: Und zwar es geht heute um Erika Mitra die große Literatin des zwanzigsten Jahrhunderts.
00:00:14: zu Gast im Studio ist ihr Sohn Martin Bedrofsky.
00:00:20: er hat die Nachlassverwaltung der vor fünfundzwanzig Jahren verstorbenen Literatinnen übernommen Und ich begrüße Christoph Gestaltmeier von der Erika Mitra Gesellschaft.
00:00:32: Wir wollen in dieser Sendung ein wenig den Spuren vom Erika mitra nachspüren und sie auch dafür interessieren, wenn Sie vielleicht das Werk von Erika Mitterer noch nicht so kennen?
00:00:43: Zu Beginn spiele ich Ihnen kurz einen Auszug vor aus einem Brief wo sie rezitiert hat.
00:00:52: Ich
00:00:55: möchte Ihnen zuerst eine kleine Skizze, eine Art Fulton vorlesen um Sie hoffentlich unterhalten und nicht zu ärgern.
00:01:04: Ich habe mir im Jahr ... ... einen Ärger von der Seele geschrieben das bis heute nicht publiziert weil es dazu nicht wichtig genug ist.
00:01:13: aber dass ich so den Briefwechsel in Gedichten handelte hab ich mir gedacht es wäre vielleicht so zum Anwärmen ganz gut das vorzulesen.
00:01:21: Kürzlich werte ich mich in einem theologischen Gespräch gegen die Auffassung, es sei nur wichtig was ein überliefertes Ereignis bedeute und völlig irrelevant ob es so und überhaupt stattgefunden habe.
00:01:38: Man erwiderte mir aber den unbefangenen Blick des Leihens gibt es einfach nicht mehr!
00:01:44: Nun ich habe den Verdacht dass die schriftgelehrten heute wie ehedem den Wald vor Bäumen nichts sehen Und dieser Verdacht wurde durch ein persönliches Erlebnis bekräftigt, auch unsere literarischen Fachleute neigen dazu Tatsachen zu ignorieren oder sie doch dem was Sie als symbolischen Gehalt betrachten unterzuordnen.
00:02:10: Vor mehr als zwanzig Jahren publizierte der Inselverlag meinen Briefwechsel in Gedichten mit Rainer Maria Rilke.
00:02:17: Im Anhang wird auf Alte- und Wohnort der Korrespondentin verwiesen, und auf ihren Besuch in Muesoen.
00:02:27: Vor einiger Zeit ersuchte mich ein deutscher Student um nähere Angaben darüber dieses Buch eine Arbeit zu schreiben habe.
00:02:36: Ich erwiderte ihm ich habe dafür Öffentlichung nichts hinzuzufügen würde aber konkrete Fragen falls sich solche Ergeben sollten gern beantworten.
00:02:46: Der angehende
00:02:47: Studienrat hatte die Freundlichkeit, mir dann die fertige Arbeit zu schicken.
00:02:53: Er hat sich sehr viel Mühe gegeben – die ganze Sekundärliteratur herangezogen!
00:02:59: Sich um Einordnung des Gedichtwechsels in das Spätwerk Rilkes bemüht und war besonders durch Sprachanalysen zu Resultaten gekommen, die für Germanisten sicher interessant sind.
00:03:13: Nur
00:03:13: einige Fakten
00:03:15: hat er nicht zur Kenntnis genommen.
00:03:17: In dem Band befindet sich nämlich durch Titel und Numerierung deutlich herausgehoben, ein Zyklus Die Liebenden Erika und Milita.
00:03:29: Einige Seiten davor steht ein Gedicht von mir an Milita das ich dem Dichter mit anderen älteren Versen zusamt hatte was durch eine Anmerkung erklärt wird.
00:03:41: dieses Gedicht Hatte Rildke zu seiner lyrischen Interpretation dieser Mädchenfreundschaft inspiriert, er lieh mir gleichsam seine Stimme zugesängen an die Freundin.
00:03:57: Das letzte meiner in dieser Ausgabe abgedruckten Gedichte enthält überdies zur besseren Verständnis inklammern den Hinweis, Krankenhausfüssen nach dem Militär von einer gefährlichen Operation Nachricht gegeben
00:04:10: hatte.".
00:04:10: Man sollte also denken, dass es ganz klar war, dass sich hier meine wirkliche und lebendige Person gehandelt hat.
00:04:18: Mit Betroffenheit musste ich entdecken das unser Schriftgelehrter diese Zusammenhänge nicht begriffen hatte und mehrmals stellen aus dem Zyklus die Liebenden als Worte Rilkes an mich zitierte.
00:04:32: Dieser Irrtum führte den psychologisch gewitzten natürlich zu Folgerungen von tiefsinniger Absurdität.
00:04:41: Außerdem vertrat er die Ansicht der Gedichtwechsel sei von Seiten Rilkes ein großer Monolog und die Empfängerin beliebig austauschbar.
00:04:50: Das wollte ich nicht akzeptieren, ich machte den Forscher also darauf aufmerksam dass sich mich nicht nur persönlich angesprochen gefühlt sondern doch auch recht konkrete und ins einzelne gehende Antworten auf meine Briefe erhalten habe.
00:05:08: In seinem Antwortbrief beklagte er sich bitter.
00:05:11: Er sei durch die allzu knappen Anmerkungen und die unübersichtliche Reihung der Gedichte aufs Gardeis geführt worden, aber im Grunde sei das unwesentlich – denn ich zitiere wörtlich ….
00:05:35: Das war ein Ausschnitt Aus einer Aufnahme im Palais Palfi von nirgendsundfünfundsiebzig.
00:05:40: es ging um Briefe, um einen Briefwechsel zwischen Erika Mitterer und Reiner Maria Rilke.
00:05:47: Und da die Frage an Sie Herr Bedrofsky warum hat das so eine große Bedeutung?
00:05:53: Es gibt nämlich viel Briefwechsel zwischen Ihrer Mutter und Reinemarier Rilkel.
00:05:58: Die Schuld an der Literatur Besessenheit meiner Mutter und auch einiger ihrer Freundinnen war wahrscheinlich eine Lehrerin, die sie im Lyceum besucht hat.
00:06:13: Ein Mädchen-Lyzeus auf der Tuchlauben in Wien.
00:06:16: Lutlen hat es geheißen.
00:06:19: Und diese Deutschlehrerin war nicht nur eine offensichtlich gute Pädagogin sondern wirklich auch eine Literaturfreundin.
00:06:30: sehr viel Begeisterung beigebracht.
00:06:33: Das Ergebnis war, dass meine Mutter und ihre Freundinnen oft stundenlang am Nachmittag wenn sie keine Hausübungen machen mussten in die nahestehende Buchhandlung gegangen sind und dort gestöbert haben.
00:06:46: Und unter anderem weil das gerade heraus gekommen war waren auch die Duinäser-Elegien von Rilke dabei.
00:06:53: Meine Mutter war dann so ergriffen von diesen Gedichten Jugendlichen Erfahrungsschatz.
00:07:02: Angesprochen gefühlt, dass sie eben dann gewagt hat das fast unmögliche angesichts der Tatsache, dass Rilke schon ein sehr berühmter international bekannter Schriftsteller war und sie einfach einen Schulmädchen.
00:07:16: aber sie hat ihm geschrieben.
00:07:18: es gibt im Nachlass Entwürfe von Brosa-Briefen die sie ihm schreiben wollte Und dann hatte sie das Gefühl Das ist dieses Dicht nicht gemäß.
00:07:31: Ich muss versuchen, ihn wehrzunehmen zu schreiben und hat also zwei Gedichte an ihn adressiert die sie ihm dann in die Schweiz geschickt hat Zu ihrer übermäßigen Freude, sie hat später gesagt Sie hat zum Glück noch viele schöne Stunden erlebt aber eine größere Freude in ihrem Leben hat es nicht gegeben.
00:07:51: als diese Hat sie nach vierzehn Tagen einen eingeschriebenen Brief von Rilke bekommen der ja auch Und das war natürlich eine besondere Würdigung in einem Gedicht geantwortet hat.
00:08:02: Und aus diesem schüchternen Erstimpuls heraus ist dann eine zweijahre lange Brieffreundschaft entstanden mit sehr schönen Gedichten von beiden Seiten.
00:08:14: Das hat aber meine Mutter nicht bekannt gemacht, weil sie wollte eigentlich... Sie hatte schon das Gefühl, sie will eigentlich Schriftstellerin werden obwohl sie als Ausbildung, als Berufsausbildung nach ihrer Nachirmuseum eine Fürsorgeausbildung gemacht hatte.
00:08:31: Aber sie hat gewusst eigentlich ist das Schreiben eine Berufung?
00:08:35: Hat dann eben auch versucht unter anderem durch Empfehlungen von Stefan Zweig dem sich auch einmal was geschickt hat und den sie gefragt hat ob er meint dass das möglicherweise schon veröffentlichungswürdig ist.
00:08:51: Das war dann schon nach dem Tod vom Relge.
00:08:54: Stefan Zweig hat sie sich ermutigt und so kam es dann, dass sie kurz später ihren ersten Gedichtband herausgeben hat.
00:09:02: dank des Lebens enthält auch einiger der Gedichte die sie an Relge adressiert ist und erster Prosa-Band mit dem sie sich dann versucht hat nach ihrer ersten Praxis als Fürsagerin war eine Erzählung namens Höhensonne.
00:09:17: So war der Beginn der Literarische.
00:09:19: Jetzt muss man dazu sagen, Erika Mitterer ist neunzehn sechs geboren.
00:09:23: Das heißt sie hat als sehr junges Mädchen den ersten Weltkrieg erlebt die harte Zwischenkriegszeit und dann natürlich auch den zweiten Weltkrieb.
00:09:33: Sie hat in der Zwischen Kriegszeit ihren Vater kennengelernt Und da gab es auch die Idee zu emigrieren.
00:09:41: Es war eine Heilige.
00:09:43: Meine Mutter hat von Anfang an wie die Ersten Berichte aus Deutschland nach Österreich gekommen, gewusst dass da fürchterliches auf Deutschland zukommt.
00:09:52: Dass es auch auf Österreich zukommen wird so schnell hat man natürlich nicht geahnt.
00:09:57: aber meine Mutter hatte eine in Deutschland gebürtige Mutter und daher auch viele Verwandte in Deutschland.
00:10:05: Hat also die Entwicklung extrem aufmerksam verfolgt.
00:10:09: Mein Vater war Jurist und aber seit seiner Jugend überzeugter Sozialist und war daher auch sehr beunruhigt.
00:10:19: Und meine beiden Eltern haben halt dann erlebt, bis ins Jahr ... ... und da ist es noch für viele Mitbürger hier ganz brenzlig geworden ist.
00:10:31: aber sie hat eben schon aus der Beobachtung des deutschen Geschehens gesehen was den Nationalsozialismus anrichten kann und wird Wie es dann soweit war, im Jahr ... Freundinnen und Freunde meiner Mutter, die eben vielfach auch jüdischen Glaubens waren oder zumindest jüdische Abstammung konnten rechtzeitig emigrieren.
00:10:57: Aber meine Mutter hat erlebt wie oft eine junge Frau wochenlang von einem Konsulat zum anderen gebilgert ist um sichern aus Reisebewilligung bzw.
00:11:09: die für die Ausreise nötige Ein- reise Bewilligung in ein anderes Land zu verschaffen.
00:11:15: und deswegen hat man dann auch überlegt, viele haben gesagt geht doch auch weg.
00:11:20: aber mein Vater war kein körperlich sehr kräftiger Mensch.
00:11:25: er war wirklich ein sehr philosophischer geisteswissenschaftlicher orientierter Mensch und er hat gesagt bitte was soll ich im Brasilien tun?
00:11:35: wie soll ich unseren Lebensunterhalt?
00:11:38: Ein Kind war gerade am Weg.
00:11:39: Schon deswegen war eine Auswanderung schwierig, so hat man sich dann entschlossen zu versuchen hier halt irgendwie zu überleben.
00:11:47: Herr Bedroske knapp vor dem zweiten Weltkrieg erschien eigentlich das wichtigste Werk ihrer Mutter Erika Mitter nämlich der Fürst und das war schon ein Mann.
00:11:59: schreiben gegen die Zeit, die dann kommt?
00:12:01: Ja
00:12:02: es hat sozusagen alte Beobachtungen und die Mitteilungen, die gekommen sind aus Deutschland haben dazu geführt dass meine Mutter sich einfach gefragt hat wie gibt's das auch im eigenen bekannten Kreis in der eigenen entfernteren Familie.
00:12:18: Dass ich so viele Leute von dieser täuflischen Ideologie anstecken lassen und mitmachen und das Heil für die Welt davon erwarten.
00:12:27: wie gibt es das?
00:12:29: und hat dann sehr viel gelesen, sehr viele Tage durch mehrere Jahre immer wieder pro Monat in der Nationalbibliothek verbracht.
00:12:40: Hat auch Kontakt mit Historikern aufgenommen weil sie irgendwie klar geworden ist beim Lesen von historischen Romanem und Büchern dass in der Zeit der Inquisition als im ausgelingenden Mittelalter im Prinzip genau dasselbe passiert ist.
00:12:58: Eine kleine Klick von Fanatikern hat es geschafft, die große Masse des Volkes zu verführen und zum Mitmachen zu bewegen.
00:13:09: Und durch diese Macht, die das Volk der Klicke gegeben hat – in diesem Fall war's dann bildlich gesprochen – eben die katholische Kirche mit der Inquisition, die also alles was ausgeschaut hat nach Blasphemie oder Kirchenfeindlichkeit brutalst verfolgt hat.
00:13:29: Sie hat diese Parallele gesehen und jetzt ist sie erst neugierig geworden und hat gesagt, wie kann das sein?
00:13:34: Wir können anständige gebildete Leute auch auf diese Art von Propaganda hereinfallen.
00:13:42: Und daraus ist dann eigentlich natürlich eine große Materialsammlung entstanden.
00:13:46: Konzept für einen Roman der eben gleichnishaft... Meine Mutter hat es so ausgedrückt den Sieg des Bösen über eine ganze Gesellschaft möglich geworden ist.
00:13:59: Wieso konnte das Böse von den Herzen so viele anständige Nähter-Leute Besitzer greifen?
00:14:05: Und das hat eben dann zu diesem doch sehr ausführlichen Roman geführt, meine Mutter hat dann immer wieder Kontakt auch mit Historiker gehabt weil sie wirklich wollte dass diese Parallele stimmt dass nicht der gut gebildete Leser sagt, naja bitte das war ja so.
00:14:23: Nicht in der Inquisition.
00:14:25: also sie hat wirklich versucht auch durch viele Berichte von Hexenprozessen und so weiter zu erfahren wie war das Denken damals wirklich?
00:14:34: Und je mehr sie sich hinein vergraben hat desto mehr war es überzeugt.
00:14:38: genau das passiert jetzt bei
00:14:39: uns.
00:14:40: Ihr Vater hat dann auch mit Fritz Molgen die Tageszeitung Die Presse wiedergegründet kann man sagen und ihre Mutter Erika Mitra hat wieder viel Kontakt aufgenommen mit Literatinen, die es schon kannte.
00:14:53: Ja
00:14:54: sie war auch bei der Neugründung des Schriftstellerverbandes dabei als Gründungsmittel nach dem Prägen und sie war einer der ersten, die auch den Benklub wieder beigetreten ist.
00:15:04: weil wenn man damals noch daran geglaubt habt dass vielleicht starke Schriftstellere Vereinigungen ein neues Übel verhindern können leider ist das ja immer eine Illusion
00:15:15: Das Drama war dann kann man sagen der literarische Bereich, wo sie sich vertieft hat nach dem Zweiten Weltkrieg her betroffen sind und nicht unwesentlich.
00:15:26: Sie konvertierte dann vom evangelischen zum katholischen Glauben.
00:15:31: was hat denn ihre Mutter dazu verandert?
00:15:35: Also sie hat selbst immer wieder gesagt dass sie eigentlich das der Keim schon zur Zeit der Studien für den Försterwelt in ihr virulent geworden ist.
00:15:46: Aber uns hat sich dann sehr viel besprochen.
00:15:49: Sie ist in Bibelkreise gegangen, auch in die kommunische Bibelkreise, wo eben ein katholischer Pfarrer, einen evangelischen Pfarrern meistens noch ein reformierter Pfarrers im ersten Bezirk, wo wir gewohnt haben versammelt waren, hat sich also für die theologischen Themen, die heute für uns relevant sind beschäftigt und das Zunehmen zum Schluss gekommen eigentlich ohne die Absicht vorweg, aber sie ist zunehmend darauf gekommen, dass ihr und ihrem Denken – auch ihrem psychologischen Verstand – die katholische Interpretation des Evangeliums die Neiligendere ist.
00:16:27: Sie war auch dann sehr zusammen bei einer Kusine nach Deutschland geschrieben, die gesagt hat, wieso kannst... Die waren alle evangelisch die Deutschen verwandten.
00:16:34: Wieso kannst du zum Katholizismus übertreten?
00:16:38: Sie hat gesagt mit all diesen unverständlichen Dogmen hatte Kusini gesagt und meine Mutter hat gesagt Du wirst es nicht glauben.
00:16:46: aber gerade wegen der Dogmen eine Religion braucht ein festes Gerippe oder ein Gerüst.
00:16:53: wie immer man das Gleichnis ansetzt Es muss Dinge geben, die nicht angezweifelt werden können.
00:17:00: Weil sie die gemeinsame Basis für jedes Weiterdenken sind und das hat ihr bei den Evangelischen gefehlt.
00:17:07: wo sie eigentlich gesagt hat ich tentiere mit meiner Überzeugung mehr zur katholischen Kirche.
00:17:12: Sie wollte aber nicht konvertieren solange ihre Kinder noch im Haus waren weil sie sich einfach nicht in ihrer eigenen geistigen Entwicklung quasi beeinflussen wollte.
00:17:24: Und wie wir dann alle erwachsen waren, hat sie nach weiteren vielen Gesprächen sowohl mit evangelischem Pfarrern diese teilweise sehr geschätzt und sehr gern gehabt hat.
00:17:35: Und katholischen Pfarrer, die sich auch im Raum in der Sozialarbeit geleistet hat – in der Telefonshilfsorge zum Beispiel und so weiter – dann mit dem Brillard Ungar.
00:17:47: in Kontakt gekommen ist und mit ihm dann zum Schluss sehr befreundet war.
00:17:51: Danke Herr Beitrofsky, wenn Sie sich lieber Hörerinnen und Hörern spät eingeschalten haben es geht heute bei uns in den Perspektiven um Literatur und meine Erinnerung die große österreichische Literatin Erika Mittera bedeutende Literatin des zwanzigsten Jahrhunderts.
00:18:09: anders ist sie hatte heuer ihren hundertzwanzigste Geburtstag geht es um den fünfundzwanzigsten Todestag der Literatin.
00:18:19: Gesprächspartner sind Martin Petrovsky, ein Sohn von ihr, der auch lange Zeit in Naglas betreut hat und Christoph Gestaltmehr von der Erika Mitterer-Gesellschaft, die aktuell sich um die Bedeutung Erika Mitterers kümmert.
00:18:36: Und an Sie die Frage Christoph gestaltmeher – wann ist Ihnen denn Erika mitterer literarisch zum ersten Mal begegnet?
00:18:44: Das erste Mal ist mir Erika Mitterer literarisch begegnet, als ich in Lurt das Lurtlied gesungen habe.
00:18:53: Bei dieser Gelegenheit – das bekannte Lied, dass jeder von den Wahlfahrten in Lhurt kennt – habe ich am Ende beim Text gelesen e.mitterrär.
00:19:05: Jetzt begleitet mich das ganze Leben schon ein manchmal etwas nervendes aber doch großartiges Namensgedächtnis.
00:19:16: Und ich habe reflektiert, woher kenne ich diesen Namen eh mit derer?
00:19:21: Bei meinen Reflektionen bin ich draufgekommen dass ich vor vielen Jahren beim Versöhnungsbund meinen Friedensdienst gemacht habe.
00:19:31: Versöhungspunkt ist die eine Einrichtung Kaspar Meier mitbegründet hat und dann seine Tochter Hildegard Gossmeyer weitergeführt hat, mit ihrem Mann die Friedensarbeit über Gewaltfreiheit gemacht habe.
00:19:45: Wo ich im Laufe meines Lebens diese Familie insofern näher kennengelernt hab weil ich ihre Tochter geheiratet habe.
00:19:52: Ich habe mich daran erinnert... ...ich habe beim Versöhnungsgrund noch wie in guten alten Zeiten die Kartei geführt.
00:19:59: Und da hat man halt eingetragen wer sind die Mitglieder welche Spenden sind da?
00:20:04: Und ich dachte, das ist Erika Mitterer mit der Mut.
00:20:09: Die muss auch dabei gewesen sein!
00:20:11: Ich habe mir dann die Homepage angeschaut und habe beim Herrn Betrovski – damit damals noch kein Begriff war – einige Bücher bestellt, die ausgelöst haben, die Frage, wie ich dazu komme, mich mit Erika Mitterer auseinanderzusetzen?
00:20:30: Ich war fasziniert von den ersten Büchern, die er mir zukommen hat lassen.
00:20:36: Besonders von den griechischen Gedichten der blaue Band über den Fischer... ich war so betroffen davon!
00:20:44: Ich kann das... muss das fast ein bisschen drinnen gerührt weil ich davon... Weil mich dieses eine Gedicht total angesprochen hat Im Sinne wie Erika Mitterer auch geschrieben hat, was ich dann später lernte ein Gedicht muss man laut lesen.
00:21:03: Damit man es versteht das kann man nicht schweigend lesen und ich habe es um drei Uhr in der Früh laut gelesen und um vier Uhr in die Früh ist dann ein Gedichte auf einem Papier geschrieben gewesen von mir dass ich dann als Dank dem Herrn Betroffs gezuckern habe lassen und er hat mich gefragt, ah sie schreiben auch Gedichte.
00:21:27: Ich habe gerade mein erstes Gedicht geschrieben.
00:21:29: Mich hat nämlich berührt die Auseinandersetzung zwischen diesem inneren Leben der Erika Mitterer das ich später kennen lernte als das innere Exil und ihre ganze Geschichte und der Situation die ich in einer Familie erlebte weil meine liebe Frau eine Demenz entwickelt hatte und ich auch gemerkt hab dass das auch für den Menschen der Dement ist ein Zurückziehen ins Innerste bedeutet.
00:21:55: Ich habe daraus auch sehr schnell den Schluss gezogen, das bedeutet auch für mich, der ich sonst in der Welt sehr viel unterwegs war im Reden, dass auch ich mich zurücknehmen muss.
00:22:07: und wie ich diese Parallelität gesehen hab, war für mich einfach das Feuer für Erika Mitra entfacht Kurz und bündig.
00:22:16: Und in der Folge davon ist es dann zu Gesprächen gekommen, wo Martin Betropsky gemeint hat Es stünde doch in der Zeitung die Rede von der Wachablöse auf die er sich jetzt vorbereitet und wir im der Folge zur Gespräche gekommen sind könnte passend sein und der Rest wird die Zeit zeigen, dass ich also diese Aufgabe von ihm übernehmen soll.
00:22:45: Wenn jetzt Hörerinnen und Hörern Erika Mitra vielleicht zum ersten Mal entdeckt haben oder auch nicht Wie kann man sie am besten wahrnehmen?
00:22:54: Gibt es Literatur im Handel?
00:22:56: gibt's bei ihnen Informationen?
00:22:58: wie könnte man da am Besten Sie kennenlernen literarisch?
00:23:03: Ich möchte Ihnen da jetzt nicht vorgreifen Herr Betroffske sagen Derzeit sind im Wiener Raum, Österreichischen Raum wir beide und sie auch noch Anstrichpersonen.
00:23:17: Wenn jemand Feuer gefangen hat in seinen Platz zu zeigen wo ihr oder ihm den Platz zu zeigen was möglich ist.
00:23:26: ich für meinen Teil arbeite jetzt konkret an Ereignissen die sich derzeit positiv überschlagen an Digitalisierung an Ausbreiten auch in den neuen Social Media.
00:23:41: Ich bin gerade in Kontakt mit einer großen Buchhandlung im Wiener Innenraum, in der Innenstadt die also auch mehr Gewerke präsentieren werden und sollen.
00:23:52: wir haben Veranstaltungen.
00:23:54: ich kann bei der Gelegenheit darauf hinweisen dass am dreißigsten November rund um ihren Sterbetag in Stiftguster Neuburg eine große Ich weiß nicht, wie ich sagen soll.
00:24:06: Das Besondere ist wir werden an die Gritzendorferin Erika Mitra erinnern.
00:24:13: Wir werden dort die Weltuhr aufführung erleben von den zwölf Gedichten, die sie geschrieben hat Die verdrohen wurden und werden Und wir werden das als Gäste auch eine junge Gruppe aus Deutschland bewandermale empfangen können, die auch neugierig sind für diese Texte und diese Vertonern.
00:24:33: Ich freue mich auch ganz besonders dass ein großer Kenner von Erika Mitra der Professor Chapler auch einen einführenden Vortrag halten wird.
00:24:42: Das ist ein geeigneter Moment zum Beispiel Erika mitra von allen Fassetten her sowie unsere Gesellschaft näher kennen zu lernen.
00:24:52: Und mit den Abschließenden zu sprechen, ist ihrer Mutter weiß verkönnt ein hohes Alter zu erreichen.
00:25:00: Sie konnte auch viele Ehrungen miterleben die ihr zurecht gebührt haben.
00:25:06: allerdings gibt es einen wenig Wehmut weil eben vieles von ihr schon vergriffen ist.
00:25:12: jetzt gibt's die Gesellschaft
00:25:13: die
00:25:14: dieses Erbe bewahrt aber natürlich wie könnte es gelingen sie im Buchhandel wieder breiter bekannt zu machen?
00:25:23: Es ist schon viel im Buchhandel, weil viele der Gedichtbände die erschienen sind unter anderem auch da Band zwölf Gedichte den Herr Stadtmeier jetzt angesprochen hat.
00:25:35: Das hat so geklungen das hätte sie nur zwölfe Gedichte geschrieben.
00:25:38: Das war unter Anführungszeichen ein Gedichtband der jetzt natürlich im gesamten lyrischen Werkenteilnis also die Lyrik ist komplett vorhandene.
00:25:47: es sind fast alle Dramen lieferbar Und es sind Prosawerke in einem Sammelband, auch vor drei Jahren erschienen und da heißt entscheidende Begegnungen.
00:25:59: Da ist zum Beispiel auch der von mir zuerst zitierte Erstling-Prosaerstling Höhensonne enthalten und weitere Geschichten und Essays.
00:26:10: was wir unbedingt machen wollen in der nächsten Zeit ist das Hauptwerk dafür aus der Welt herauszugeben Wird müssen, da habe ich auch bisher außer in Ungarn eine ungarische Fassung der Tauschzentrale.
00:26:28: Ein Jugendbuch das sich mit der ungarischen Revolutionen, sie sind fifty-fünfzig auseinander gesetzt hat aufgelegt.
00:26:34: aber diese beiden Jugendbücher kleine Damengröße und Tausch Zentrale sind seit Ende der fünftiger Jahre vergriffen waren nicht mehr am Markt gewesen.
00:26:47: Da wird hergestalten versuchen mit Tests festzustellen, ob man damit die Jugend von heute auch noch ansprechen kann.
00:26:55: Und dann gibt es noch zwei größere Romane.
00:26:58: also im Wesentlichen wir sind allein das überlegen wir auch zu bringen alle unsere Spiele.
00:27:04: der zweite große Roman für den Erechameter auch den Handel-Mazin die Preis für den besten historischen Roman bekommen hat ist lieferbar.
00:27:15: Das heißt, es ist eigentlich sowohl Prosa als auch Dramen als auch Lörig sehr viel am Markt.
00:27:22: Der Jama ist nur und ich hoffe dass Radio Stefan Stoff das ändern wird können, dass selbst für die Buchhändler das nicht so evident ist, dass es hier eigentlich Zeit für eine auch bessere Positionierung der Bücher in Auslagen oder auf der Bude in der Buchhandlung gekommen wäre.
00:27:45: Und das wird die große Aufgabe des Herrn Gestaltmeier sein, da hier fortzusetzen und mehr zu
00:27:50: erreichen.".
00:27:51: Ich möchte da zwei Dinge noch ergänzen.
00:27:54: Ich habe kurz angedeutet ich habe eine große Buchhandung in einer Wiener Innenstadt gefunden, die sich sehr viel mit zeitgenössischer Literatur auseinandersetzt, die erst eine Woche alt ist Und diese Buchhandlung hat schon großes Interesse geäußert, Erika Mitra in Zukunft größer zu präsentieren.
00:28:14: Ich möchte zweitens hinweisen dass Erika mitra das ist gerade deutlich durch die zwölf Gedichte auch sicher und auch die Spiele sehr für Versöhnung engagiert hat.
00:28:27: Und dieses Versöhungsdenken hat auch in einer Gesellschaft schon unterwegs mit Rofsky dazu geführt, viele ihre Werke auch in fremde Sprachen – in Russisch, in Rumänisch oder in Kazakhstan zu übersetzen.
00:28:42: Diese Linie möchte ich weiter begleiten, denn ich glaube Wir können in Kriege nicht eingreifen, aber wir können der Bevölkerung danach helfen geben wie sie besser mit dieser Zeit umgehen die viele Wunden und Verletzungen gebracht hat.
00:28:58: Danke für dieses Schlusswort Christoph Gestaltmeier.
00:29:01: Sie hatten heute ein Gespräch über die Literatin Erika Mitra aus Anlass ihres fünfundzwanzigsten Todestags Mitte Oktober.
00:29:10: Ich bedanke mich fürs kommenden Studio im Son Martin Petrovsky und Christoph gestaltet mir von der Ereka Mitra-Gesellschaft.
00:29:20: Sehr gerne!
00:29:21: Danke für die Einladung.
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