Die Spielzeit 26/27 an der Oper Graz
Shownotes
Die Oper Graz war zuletzt oft in den Medien. Aus unterschiedlichen Gründen. Da wäre zunächst die Premiere von Hector Berlioz' La Damnation de Faust. Beim Österreichischen Musiktheaterpreis wurde die Oper Graz jüngst für die Beste Ausstattung in Richard Wagners »Tannhäuser“ ausgezeichnet. Bravo!
Soweit das künstlerische; auf personeller Ebene passierte folgendes: Der Aufsichtsrat der Bühnen Graz hat entschieden, den Vertrag von Intendant Ulrich Lenz über die Saison 2027/28 hinaus nicht zu verlängern. Ballettdirektor Dirk Elwert hat daraufhin bekannt gegeben, seine Tätigkeit an der Oper Graz ebenfalls mit August 2028 zu beenden.
All das wollen wir beleuchten. Der Fokus liegt natürlich auf dem Programm der Saison 2026/27. Schließlich erwarten das Publikum die Uraufführung des finnischen Fußball-Operetten-Musicals Perfect Match von Iiro Rantala und die Österreichische Erstaufführung von Olga Neuwirths Monster's Paradise (auf ein Libretto von Elfriede Jelinek).
The House is a legend, weiß Vasily Barkhatov, dessen Inszenierung von Dvořáks Rusalka gezeigt wird.
Gestaltung: Marion Eigl
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00:00:03:
00:00:11: Die Oper Graz war das Öfteren in den Medien in der letzten Zeit.
00:00:15: Die Gründe dafür waren sehr unterschiedlich, da wäre zunächst die Premiere von Nektor Berlioz leider am Nation de Faust am vergangenen Wochenende.
00:00:25: Beim österreichischen Musiktheaterpreis wurde die Oper GraZ jüngst mit dem Preis für die beste Ausstattung in Richard Wagner's Tannhäuser ausgezeichnet.
00:00:33: Herzlichen Glückwunsch!
00:00:35: Soweit das Künstlerische?
00:00:37: Auf personeller Ebene passierte Folgendes.
00:00:40: Der Aufsichtsrat der Bühnengrads hat entschieden, den Vertrag von Intendant Ulrich Lenz über die Saison siebenundzwanzig achtundzwandzig hinaus nicht zu verlängern.
00:00:52: Dirk Ellwart, Palettdirektor am Haus, hat daraufhin bekanntgegeben seine Tätigkeit an der Oper Graz ebenfalls mit August zweitausender achtund zwanzig zu beenden!
00:01:03: All das wollen wir in dieser knappen halben Stunde beleuchten.
00:01:06: Der Fokus da beliegt natürlich auf dem Programm, dass sie so... Marion Eigel sagt herzlich willkommen!
00:01:14: Ich freue mich sehr, dass einmal mehr Ulrich Lenz der Intendante Oper Graz mir gegenüber sitzt im Studium von Radio Klassik Stefansdom.
00:01:21: Herzlich Willkommen
00:01:22: Dankeschön.
00:01:23: ich freu mich auch hier zu sein.
00:01:24: Natürlich sprechen wir in erster Linie über die gerade angebrochene Saison XXVI, XXII.
00:01:31: bevor wir aber über den abermals wunderbaren Spielplan sprechen werden müssen wir ein Thema ansprechen vertiefen.
00:01:42: Da kam so gerade am Anfang des Sommers ja für mich eine sehr überraschende Information dass sie nicht verlängert werden und jetzt ist in unserem Rahmen hier die erste Möglichkeit dass Sie mal dazu Stellung beziehen.
00:02:00: Ja, es war für mich genauso überraschend.
00:02:02: also ich hatte mich ja wieder zu bewerben.
00:02:06: das ist in der Steiermark so, wurde mir gesagt.
00:02:09: In solchen Positionen auch wenn man erfolgreich ist muss man sich da regelmäßig wiederbewerben.
00:02:16: ich weiß dass es in Österreich sonst ein nur auf Bundesteater Ebene so ist.
00:02:19: also meine Kollegen Klagenfurt und Innsbruck oder in Linz werden einfach wurden oder werden einfach so verlängert weil sie erfolgreich sind wann wir die Arbeit mit ihnen fortsetzen will.
00:02:29: aber gut so soll es angeblich die Vorschrift in der steiermark sein.
00:02:32: das ist natürlich ein bisschen schwierig nach einigen erfolgreichen Spielzeiten da jetzt quasi wieder in einen Bewerbungsverfahren zu geben.
00:02:41: Und ganz ehrlich, ich habe mir so manchem gerechnet vielleicht dass man sich am Ende dann nicht mit einem Vertrag einig wird den man ja auch irgendwie neu und verändert aufsetzt oder so aber das man mich innerhalb dieses Bewerbung Verfahrens quasi abwählt, wenn man so will.
00:02:59: Sie eine andere Kandidatin mir vorzieht obwohl sämtliche Verantwortlichen mich im Vorfeld ermutigt haben, mich da auf jeden Fall zu bewerben mehr auch zum Teil dem die politischen Verantwortlichen erklärt haben dass das ebenso sein müsse in der Steiermark.
00:03:14: aber man davon ausgehe dass ich das weitermache und man hoffe und wünsche dass sich das weiter mache.
00:03:20: auch von der Fachjury würde mir das signalisiert.
00:03:23: also Unter diesen Voraussetzungen habe ich nicht damit gerechnet, dass man mich nach dem zweiten Hiring anruft und dann sagt ja wir haben jetzt eine andere gefunden.
00:03:31: Und das Narrativ ist ja so ein bisschen ohne dass es jetzt explizit ausgesprochen ist, ist ein bisschen so, eigentlich wollten wir den Herrn Lenz verlängern aber dann kam eben eine andere Kandidatin die ein so tolles Konzept vorgelegt hat, dass wir da nicht widerstehen konnten muss sich einfach mal so hinnehmen.
00:03:47: natürlich frage ich mich wie kann ein Konzept auf dem Papier drei erfolgreiche Spielzeiten.
00:03:52: Und das würde ich schon behaupten, dass uns das gelungen ist in den letzten, in den vergangenen drei Spielzeichen?
00:03:57: kann ein solches Konzept so eine bisher erfolgreiche Intendanz einfach ausstechen.
00:04:04: Also ich bin genauso überrascht fassungslos wie ganz viele Menschen in Graz.
00:04:10: Zumindest wird es mir gespiegelt wie ganz vielen Menschen in meinem Haus.
00:04:14: ja
00:04:16: Wie gehen Sie sich jetzt dann an?
00:04:17: Jetzt haben wir noch
00:04:19: zwei
00:04:20: Spielzeiten, die vor ihnen liegen stelle ich mir einerseits schon auch schwierig vor.
00:04:25: Ja natürlich in gewisser Weise aber andererseits... Was ich immer machen wollte und auch gemacht habe, ist mit Vollblut in meinem ganzen Herzen gemeinsam mit meinem Team tolle Spielzeiten zu gestalten.
00:04:35: Mit tollen Stücken, mit tollen Regisseuren was mir ja auch zu einem großen Teil gelungen ist und so wird es weitergehen.
00:04:41: also alles ist aufgestellt, die Weichen sind gestellt.
00:04:45: Ich glaube wir haben einen faszinierenden sehr unterschiedlichen Spielplan jetzt auch für die anlaufende Spielzeit wieder.
00:04:53: Wenn das alles gelingt, man weiß es ja nie.
00:04:55: Drei Mal auf Holz geklopft aber wenn das alles gelingt ich glaube dann ist da wieder viel da was für Furore sorgen könnte.
00:05:02: Ich hoffe dass man mich lässt Dass man mir keine Steininweg legt dass es jetzt vielleicht auch an Ende hat mit den Budgetkürzungen die ja irgendwie in regelmäßigen Abständen nochmal erhöht wurden.
00:05:14: Was ich immer ein Klage ist nicht unbedingt gibt's uns soviel Geld wie vorher weil das wissen wir ein bisschen schwierig ist jetzt in jetzigen Zeiten, was ich aber einklage.
00:05:25: Es gibt so eine längerfristige Planungsmöglichkeit.
00:05:27: wenn sie uns im Juni sagt Jetzt brauchen wir noch mal ne Million wie soll ich in der laufenden Spielzeit auf einmal einen wo soll ich eine Million herkriegen?
00:05:34: Das darum geht es mir um Verlässlichkeit und Seriosität weil Ich bin diese Verläslichkeit ja auch meinen Künstlern und Künstlerinnen schuldig sprich vor allem den Gast Künstlerin und Kündlerinnen mit denen ich rechtskräftige Verträge habe die ich einhalten muss.
00:05:48: Wie hat sich die Budget Situation in der letzten Zeit verändert?
00:05:51: am Haus
00:05:52: Ja, massiv.
00:05:53: Also es gibt massive... Einsparungen, also schon in der vergangenen Spielzeit jetzt in der laufenden Spielzeit auch in der kommenden Spiel Zeit.
00:06:02: Die Inflationsangleichung wird so nicht mehr mitgemacht was in den vergangen Jahren das in meinem Vertrag auch sogar drin steht dass die Eigentümer quasi diese Inflation Angleichung mitmachen.
00:06:12: Also die wird jetzt quasi gestoppt und dann wieder angefahren aber eben auf einem niedriger Niveau.
00:06:20: Das sind schon massive Einbußen finanzielle einbußen und da muss man schauen, wie man damit irgendwie zurechtkommt.
00:06:28: Aber grundsätzlich wissen ja alle Kunstschaffenden, dass es schwierige Zeiten sind.
00:06:32: also ich glaube niemand legt sich quer und sagt wir können ja nur und das ist eine Unverständheit und wir wollen genau das selber.
00:06:37: und wenn noch mehr.
00:06:39: Aber so ein Haus läuft der eh, wie man im Deutschen sagt, spitz auf Knopf.
00:06:43: Also es ist eh auf Kante genäht.
00:06:47: Man hat jetzt nicht üppig Ressourcen.
00:06:49: Das heißt wenn man da was wegstreichen muss dann muss man wirklich suchen, wie kann man das machen?
00:06:53: Fünfundachzig Prozent unserer Ausgaben sind Personalkosten und am Personal möchte man als letztes kürzen, kann man ja auch gar nicht.
00:07:00: Wie gesagt, es gibt niemanden den man sich einsparen könnte.
00:07:03: Es machen eh alle die Arbeit für zwei.
00:07:06: also es gibt wenig gar nicht so viele Möglichkeiten wo man jetzt quasi Einsparungen machen kann.
00:07:11: Trotzdem schaffen wir es kreativ daran zu gehen, kreative Lösungen zu finden – aber das braucht eben Zeit!
00:07:17: Das kann man nicht von Juni auf September planen.
00:07:20: Da muss man eigentlich eine Vorlaufzeit von mindestens zwei Jahren dazu haben.
00:07:24: Ewiges leidiges Thema.
00:07:26: Geld geschah in Zukunft.
00:07:29: Genau.
00:07:29: Zu einem wunderschönen Spielplan, wo ihr gleich am Anfang ein Werk steht, dass man ja ganz selten präsentiert bekommt oder?
00:07:39: Sagen wir so, von Berlioz ist es vielleicht das Musiktheaterwerk, dass man am meisten auf den Bühnen spielt.
00:07:45: Also L'Etreurier, was wir vor zwei Jahren gemacht haben, ist dann halt auch zu groß und zu üppig.
00:07:49: Damna Sonde Fuss ist immerhin von den Mitteln her... sagen wir mal überschaubare als so vieles andere, was Berlioz geschrieben hat.
00:07:57: Drei Hauptsulisten sind es großer Chor natürlich von der Zeit dauerhaft Spieldauers etwa eins und vierzig also das ist einigermaßen übersichtlich.
00:08:07: aber der Mann war ja Im positiven Sinne ein verrückter, der alle Grenzen immer sprengen wollte und auch das getan hat.
00:08:15: Also ich glaube da bei dem Stück hat er sogar gefordert dass er am Schluss zwanzig oder vierzig Haufen haben möchte.
00:08:21: Haben wir jetzt nicht ganz so viele muss man sagen?
00:08:23: Da fängt es aber schon an!
00:08:24: Ja, und dieses Stück sprengt alle Genregrenzen.
00:08:27: Man fragt sich ist es eine Oper?
00:08:29: Ist das ein Konzert?
00:08:31: Ist es ein Oratorium?
00:08:32: Und tatsächlich ist von allem ein bisschen... Das lässt sich eben nicht einordnen.
00:08:36: Dadurch ist es prädestiniert für eine Spielzeiteröffnung weil es einfach nochmal den ganzen Raum, ich finde auch den gedanklichen Fantasierraum aufmacht.
00:08:46: Ich glaube in Lorenzo Fioroni der schon einige Male in Graz gearbeitet hat, ist genau der richtige Regisseur dafür gefunden denn er Ich möchte jetzt nicht sagen ein Verrückter, aber er geht ein bisschen in die Richtung von Berlioz.
00:08:57: Er sprengt auch immer wieder die Grenzen des üblichen Theaterbetriebs zum Beispiel eben indem man die Grenze zwischen Bühne und Zuschauerraum aufhebt.
00:09:06: das ist eben so dass jetzt in der Inszenierung von der Nation das Orchester auf der Bühnen sitzt und das Bühnbild erstreckt sich bis in den Zuschauerrahmen hinein und im Zuschauraum wird auch gespielt und agiert.
00:09:18: also da merkt man schon dass quasi Berliozuidee weiter trägt.
00:09:22: Das stellt natürlich viele große Herausforderungen Sichtlinien.
00:09:25: Wir mussten ein paar Loschen sperren, weil das Bühnenbild wie gesagt in den Zuschauerraum hineingeht.
00:09:30: Orchester auf der Bühne ist auch akustisch natürlich tricky.
00:09:33: Man könnte sagen warum macht er denn das?
00:09:35: Das ist doch alles so umständlich und das erfordert zu viel Mühe.
00:09:39: aber ich glaube dass man immer wieder out of the box denken muss und es hat Berlioz gemacht.
00:09:42: also er fordert es ja quasi von uns mit seinem Werk.
00:09:46: Zusammenarbeit auch mit einem preisgegründeten Bühnensbildner mit Sebastian Hanak
00:09:53: einer von den Bühnenbildern, mit dem Lorenzo Fironi immer wieder zusammenarbeitet.
00:09:57: Auch ein Künstler – also alle sind natürlich Künstlern, aber einer der eben oft ... über die Grenzen des Theaters hinaus denkt.
00:10:06: Die beiden haben so was in der Richtung ja schon mal gemacht an der Oper Graz mit dem War Requiem, da haben sie auch die Grenze zwischen Bühnen und Zuschauerraum gesprengt.
00:10:14: Da haben Sie tatsächlich ein Oratorium zu einem szenisch faszinierenden Abend gemacht.
00:10:19: also es ist kein Zufall dass dieses Team dieses Werk jetzt wieder angeht.
00:10:24: Gab's für Sie Ulrich Lenz bei der Konzeption dieser Spielzeit einen roten Faden?
00:10:29: Ein übergeordnetes Thema eine große Idee.
00:10:33: Ich bin kein Mottointendant.
00:10:35: Es gibt Intendanten, die finden für jedes Spielzeug so ein Motto Liebe oder ich weiß es nicht.
00:10:40: Was für ein Motto?
00:10:41: Ja, es ist ja dann schwierig weil am Ende muss man ja einen Motto finden wo dann doch am Ende alles drunter passt und so.
00:10:48: Für mich ist eigentlich viel wichtiger die Abwechslung dass die Reise durch das Jahr spannend ist und abwechselnd ist und von verschiedenen Genre, von verschiedenen Sprachen in denen gesungen wird von verschiedenen Themen auch verschiedene Sachen aufblitzen und so und dass quasi die Abfolge spannend ist.
00:11:04: Das nach damnation der Furst also.
00:11:07: Also, wie Sie sagen, wirkt das man vielleicht nicht ganz so oft hört.
00:11:10: Aber großer Klassiker Faust Götes Faust, obwohl ganz anders bearbeitet von Ektor Berlies folgt ein Klassiger des Distanztheaters Romeo und Julia von Sergei Prokofiev aber von einem Choreografen umgesetzt, der da einen ganz neuen Ansatz findet und daraus kein romantisches schönes Ballett macht.
00:11:30: Sondern er verlegt es in eine postapokalyptische Zeit, in der die Welt quasi um die letzten Ressourcen kämpft und eben daraus auch der Streit zwischen den beiden Familien, den Montague's und den Capulets entsteht.
00:11:42: also hat so als Stichwort geprägt Mad Max trifft auf Shakespeare Und ich finde das trifft ziemlich gut.
00:11:48: zunächst mal denkt nur naja gut okay warum muss das sein?
00:11:50: oder?
00:11:51: Aber ich finde, dass es diesen Streit zwischen den beiden Familien, der ja immer im Original so eine Setzung ist.
00:11:57: Die haben halt schon immer miteinander gestritten aber das macht's so fühlbar!
00:12:00: Es geht hier jetzt wirklich um die letzten Ressourcen.
00:12:02: also wir kämpfen um unser Überleben und da wird bis aus Blut natürlich für den eigenen Stamm, für die eigene Familie, für den einen Klang gekämpft.
00:12:11: Also das macht so plastisch dieser Kampf der dann auch so aggressiv.
00:12:15: letztlich oder wenn man Mad Max vor Augen hat ist er nun durchaus ein aggressiver, ein aggressives Setting Und umso stärker und visionärer und unmöglicher scheint dann die Liebe zwischen Romeo und Julia zu sein.
00:12:27: Und die Ästhetik ist wirklich, also was ich gesehen habe bisher schon, ist wirklich faszinierend.
00:12:32: Und danach kommt ein anderer Klassiker, der in eine ganz andere Richtung geht.
00:12:35: Labohem von Giacomo Puccini, italienische Oper.
00:12:37: Wir fangen mit französischer Oper an, gehen mit einem russischen Komponisten fürs Ballett weiter und sind dann auf einmal in der italienischen Oper angelangt bei einem Klassicker.
00:12:46: Labohem!
00:12:47: Wobei Labohem an der Oper Grazia zweimal zu sehen ist.
00:12:52: Von zwei Komponisten beleuchtet?
00:12:53: Ja!
00:12:54: Da freue ich mich auch ganz besonders darüber.
00:12:56: Ich weiß nicht wer das weiß, nur wenige Wissens dass es zwei Labohemen gibt die zur selben Zeit tatsächlich genau zur selbe Zeit entstanden sind.
00:13:03: Die eine kennt natürlich jeder von Giacomo Puccini und der andere Labohem ist von Auch einem nicht unbekannten Komponisten Nämlich von Ruggero Leon Cavallo Also der Komponnist von Ipalliacci Der Bayazzo Der hat tatsächlich sein Libretto auch Giacombo Puccine angeboten.
00:13:17: Möchtest du nicht hier ne Oper über Bohème schreiben nach Murgé also dem französischen der Französischen Vorlage?
00:13:24: Nü, keine Lust.
00:13:25: Und Leon Cavallo hat gesagt gut dann komponiere ich selber und während er komponniert kriegt er mit Mensch also dieses Schlitzohr, kompontierte es tatsächlich zu Bohem aber auf ein anderes Libretto.
00:13:33: Dann wurde das einen Wettlauf mit der Zeit.
00:13:36: Das Wettrennen hat Puccini gewonnen sowohl in zeitlicher Hinsicht als auch dann eben in der Wirkung seines Werk ist.
00:13:43: die Puccine Boheme ist bekannter und berühmter geworden als die von Leon Cavalo.
00:13:48: Allerdings muss man sagen Leon Cavallos Bohem ist eben auch absolut höhrenswert.
00:13:54: Es ist die selbe Vorlage, es kommen dieselben Personen drin vor aber natürlich zwei Komponisten nehmen sich unterschiedliche Aspekte aus diesem...es ist ja ein Episoden-Roman als Vorlage.
00:14:02: Interessant eben auch dass die Stimmlagen unterschiedlich sind Rodolfo bei Puccini und Tenor bei Leon Cavallo ist das ein Bariton und Marcello bei Puccini.
00:14:10: der Baritone ist dann bei Leon Carvalho der Tenor.
00:14:14: Und diese zwei Opern in einer Spielzeit zu erleben, ist glaube ich eine ganz große Chance.
00:14:18: Jetzt muss man sagen wir machen den Lian Cavallo nur konzertant weil zweimal Szenis zum Machen wäre dann doch ein großer Aufwand für denselben Titel.
00:14:27: aber es würde sich auch lohnt das Szenisch zu machen absolut!
00:14:30: Aber man hat eben die Möglichkeit diese zwei Werke zumindest höheren zu vergleichen und die Sänger von unserem Ensemble-Sängerin sind in beiden Werken natürlich besetzt.
00:14:40: interessanterweise nur einer unserer Singers singt in beiden Opernen Dann die selbe Partie.
00:14:44: Das ist Ivan Orescanin, der den schon nahe sieht – alle anderen wechselnden unterschiedlichen Partien!
00:14:49: durch diese beiden Werke.
00:14:50: Also die Puccini Bohem dirigiert Vasilis Christopoulos?
00:14:53: Ja, das ist auch ein Wunschwerk von ihm, er liebt Puccinis sehr und macht jetzt zum ersten Mal... Er hat einige Puccinio-Operen dirigiert, Madame Butterfly, Strittico
00:15:03: z.B.,
00:15:04: aber Puccinas Bohem noch nicht!
00:15:07: Das ist also für ihn an der Bühne mit diesem Stück inszenieren tut.
00:15:10: Tobias Ribicki, der bei uns bei Hoffmanns Erzählungen, die Eröffnungsproduktion meiner Intendanz quasi so den Überblick hatte über's Ganze also die Rahmenakte von Hofmanns Erzählungen inszeniert hat und außerdem unser Familienmusikel Tom Säuer in der ersten Spielzeit inszenierte, das jetzt auch wiederkommt als Wiederaufnahme.
00:15:28: Und es ist ein Feiner Regisseur, der mit wenigen Mitteln ganz viel Poesie erzeugt und darauf kommt sie ihm auch an in der Bohem.
00:15:36: Dass er zeigt.
00:15:37: ein bisschen Vergleich das tatsächlich auch mit Hoffmanns Erzählung.
00:15:40: Woraus entsteht Kunst, eben woraus Gebärenkünstler ihre Inspiration aus dem Leben und eben auch aus dem Leiden.
00:15:47: also das ist ja bei Hoffmann letztlich die... Quintessenz am Ende der Oper.
00:15:51: Und ein bisschen ist es bei Bohemian auch, die Künstler da in ihrer WG leben das Leben unbeschwert und dann kommt aber das wahre Leben zu ihnen in einer reinen Form von Memie – und es kommt ihm auch Krankheit und Tod mit hinein.
00:16:04: Aber letztlich auch dieses Erleben wieder kein Zelle für Kunst.
00:16:08: Das thematisiert Tobias Obizki so ein bisschen in seiner
00:16:11: Inszenierung.".
00:16:12: Die Spielzeit XXXII an der Oper Graz beleuchtet höchstpersönlich vom Intendanten.
00:16:21: Ja, wir haben zwei Werke aus dem einundzwanzigsten Jahrhundert im Spielplan die nicht unterschiedlicher sein könnten.
00:16:27: Nämlich zum einen eine Fußballmusical-Operette oder ist es ein Fußballoperettenmusical?
00:16:33: Beides.
00:16:34: Es überschreitet auch, sprengt auch alle Genre-Grenzen.
00:16:37: Perfect Match heißt es stand vom finnischen Komponisten Iro Rantala ein Jazz Pianist, ein brillanter Künstler, ein brillianter Pianista in seiner Heimat einen Superstar weil er auch Fernsehshows moderiert, Radiosendungen moderiert beim Präsidenten zum Neujahrsempfang geladen ist um dort zu spielen.
00:16:57: Er hat sich mal so scherzhaft als den Keith Jarrett von Finnland bezeichnet und da ist ein bisschen das dran, weil Keith Jarret ja auch einen sehr melodiosen Jazz gemacht hat.
00:17:05: Sehr viel improvisiert hat er auch.
00:17:07: Und genau das kann Iro Rantala auch gut.
00:17:09: in letzten Jahren beschäftigt er sich immer mehr mit der Gattomusiktheater Und ich kenne ihn schon seit langem, er hat eine wunderbare Kinderoper-Familienoper für die komische Oper geschrieben.
00:17:19: Die Zaubermelodika – tatsächlich die Fortsetzung von der Zaubernflöte!
00:17:24: Schon damals hat er mir gesagt und von seiner Idee erzählt, dass er immer diese Fußballoper-Operette im Musical schreiben wollte.
00:17:31: Die Geschichte ist auch ein Klassiker an Geschichte.
00:17:35: Die finnische Nationalmannschaft der Frauen ist Europameister geworden Aber niemand kümmert es, weil für Frauen Fußball interessiert sich niemand.
00:17:42: Und die sind sauer wütend trotzig und sagen gibt mir irgendein Männerverein wir schlagen die alle.
00:17:47: Wir sind alle besser als alle Männervereine auf dieser Welt!
00:17:50: Und sie fordern ein... so ist das dann für uns geworden hat sich ein bisschen gewandeltes Stück.
00:17:55: Sie fordern einen Team aus Österreich Süden heraus mehrmaliger Meister in Champions League Teilnehmer.
00:18:03: Dort kommt es also zum Showdown, zum Spiel zwischen der finnischen Nationalmannschaft der Frauen und einem Team aus Österreichs Süden.
00:18:11: Ähnlichkeiten mit bestehenden Teams sind rein zufällig aber der Fußball tritt bald in den Hintergrund weil die finnische Stürmerin verliebt sich in den zunächst einmal recht arrogant, aber auftretenden, aber doch sympathischem italienischen Stürmer der österreichischen Mannschaft und der österische Trainer entdeckt in der finnischen Trainerin eine alte Jugendliebe wieder.
00:18:34: Und der nicht ganz so neutrale Schweizer Schiedsrichter namens Urs findet die doch recht männlich wirkende Torhüterin, der Finnenen namens Mati recht attraktiv.
00:18:46: am Ende heißt sozusagen drei zu Null für die Liebe.
00:18:49: Chor-Fans und Spielerinnen singen Lamore Vincera, also die Liebe wird siegen.
00:18:54: Und es geht in einem großen Happy End aus!
00:18:57: Also man muss sich alles so ernst nehmen aber Fußball auf der Bühne als Musical Operette ist doch sehr reizvoll.
00:19:03: Es ist natürlich in zweieinhalb Zeiten wird's aufgeführt mit einer Unterbrechung einer Pause.
00:19:07: könnte sein das vielleicht ein bisschen Nachspielzeit geben wird Aber eigentlich sind die beiden Teile für forty fünf Minuten geplant.
00:19:14: Inszenieren tut es ein Meister des Musicals, den ich schon lange nach Graz holen wollte.
00:19:18: Wir kennen uns seit Langem und haben viel zusammen gearbeitet teilen auch den Humor miteinander.
00:19:22: Matthias Davids der Leiter der Musicalsparte in Linz auch mit aber höheren Weiern gesegnet, weil er letzte vergangenes Spielzeit jetzt also im letzten Jahr die Meistersinger in Bayreuth inszeniert hat.
00:19:34: Also er kennt sich sowohl den Oper als auch in Operette als auch im Musical aus und er hat auch schon Uraufführung gerade im Musical-Bereich betreut.
00:19:42: Also schien mir genau der Richtige für dieses Stück mit diesem Komponisten und mit diesem Sugeh zu sein!
00:19:48: Von dem noch zum anderen Werk aus dem einen
00:19:50: und zwanzigsten Jahrhundert.
00:19:51: Ja, wir sind bittet das gelungen genau.
00:19:53: Springen wir ein bisschen in der Chronologie der Spielzeit die österreichische Erstaufführung von Monsters Paradise von Olga Neuwert eine der wichtigsten zeitgenössischen Komponisten, Komponnistinnen aus Graz stammend.
00:20:05: und ja mir würde von Tobias Grazer Intendant der hamburgischen Staatstheber mit dem ich Ausland zusammen gearbeitet habe offeriert ob wir nicht österreichische Erstaufführung machen wollen, als Ko-Produktion mit Hamburg und Zürich zusammen.
00:20:18: Und wo wenn nicht in Graz muss dieses Stück seine österreichischen Erstaufführungen erleben?
00:20:23: wird ich sagen also bin sehr glücklich das jetzt geklappt hat ist aber natürlich was ganz anders als perfekten Match obwohl es auch eine Boleske ist.
00:20:31: Es hat auch sehr viel komik drin Aber es ist amangadisische zeitgenössische Musik.
00:20:37: Das beste was man derzeit glaube ich kriegen kann an zeitgenösischer Musik ein wildes stück über Ein Monster, das eigentlich quasi das einzige ist.
00:20:46: Dass die Welt noch retten kann vor einem Königpräsidenten der... Alles kaputt zum Achendrot, also quasi die irre These.
00:20:55: Wer kann uns eigentlich retten vor den ganzen Autokraten?
00:20:58: Die die Welt gerade kaput man am Ende nur ein Monster das in der Oper Golgon Zilla heißt.
00:21:04: Es sagt glaube ich schon alles.
00:21:06: Also es kommt ganz viel unterschiedlichsten vor.
00:21:08: Es kommt eben der Königpräsident drin vor seine Frau auch und sein Vizepräsident und Zombies kommen drin vor.
00:21:17: und ein Monster.
00:21:18: und Mickey Mouse ist noch, also wie gesagt ein wildes Kaleidoskop der Zeitgeschichte wenn man so will.
00:21:25: Also eine topaktuelle Oper.
00:21:27: und wenn man sagt ja Oper es von vorgestern aus dem neunzehn Jahrhundert sind die Geschichten ja sie sind schön aber die haben nichts mehr mit uns heute zu tun.
00:21:35: ich glaube das zeitlose Werke große Werke immer was mit uns zu tun.
00:21:39: aber hier hat man dann mal ein Stück nur sagen kann nein das ist top aktuell.
00:21:43: vergangenes jahr uhr aufgeführt in Hamburg hatte in Zürich schon erfolgreiche Schweizer erster Führung jetzt kommt eben nach Österreich.
00:21:51: Ja und die Zusammenarbeit allein Olga Neubert, Elfriede Jelenik?
00:21:54: Als Libretto.
00:21:55: genau eine Nobelpreisträgerin schreibt das LibretTO ja.
00:21:58: Und es haben mich einige Menschen angerufen oder mir geschrieben und haben gesagt wie toll dass sie das machen.
00:22:03: ich dachte schon ich muss nach Hamburg fahren aber nein es gibt's ja auch in Graz zu sehen.
00:22:07: Monsters Paradise seit dem April.
00:22:09: twenty-seven Premier an der Oper Graz.
00:22:13: Perfect Match ist bereits ab Dezember, zu erleben.
00:22:19: Jetzt sind wir also wieder ganz in der Spielplan-Kornologie angelangt Ulrich Lenz.
00:22:25: Von Perfect Match gehen wir vom Fußball-Operaten Musical zur tschechisch-romantischen Oper auch an.
00:22:32: Klassiker wenn man so will.
00:22:34: Antonin Worsch als Rusalka allerdings eine sehr eigenwillige Umsetzung durch Vasili Barkatov.
00:22:39: Ich freue mich sehr, dass er bei uns zum ersten Mal in Graz inszenieren wird.
00:22:43: Er ist für mich einer der wichtigsten spannendsten Regisseure die es derzeit gibt.
00:22:48: Ich hatte gehofft irgendwie, dass ich ihn kriegen kann und da war das eigentlich gar nicht zu hoffen.
00:22:52: gewagt habe ihn dann zufällig in Bregenz bei den Festspielen vor zwei Jahren getroffen und bin auf ihn zugegangen und hab gesagt könntest du dir nicht vorstellen bei uns zu arbeiten?
00:23:01: Und so gesagt ja schon.
00:23:03: Aber ich muss sagen, ich weiß wo du sonst arbeitest.
00:23:06: Großhäuser Wiener Staatshofer.
00:23:07: meilen der Scala letzte Spielzeit die Eröffnung.
00:23:10: Graz hat jetzt nicht ganz die Möglichkeit natürlich von der Scale oder von der Wieners Staatshofe und er antwortete mir ungelogen but your house is a legend!
00:23:18: Also Dein Haus ist eine Legende, weil er hat die Convention-Inzierung von AIDA auf DVD gesehen und es sagt für ihn das ist einer der wichtigsten Inszenierungen, die er gesehen hat in seinem Leben.
00:23:28: Fand ich natürlich toll dass er so darauf zugeht!
00:23:30: Die Inszenierung ist schon rausgekommen, ist ne Co-Produktion mit der deutschen Operamerei Aber Vasili Barkatov kommt für die ganze Probenphase her und inszeniert das neu mit unseren Künstlerinnen auf der Bühne.
00:23:43: Er hat wie gesagt eine eigene Setzung, es ist ja die Geschichte quasi der kleinen Meerjungfrau, die sich in einen Prinzen verliebt.
00:23:49: was erzählt uns das heute noch?
00:23:51: Es geht ja letztlich um ein junges Mädchen, dass nach ihrer eigenen Identität sucht wo bin ich zu Hause, wo will ich hin?
00:23:59: und quasi ihre ureigene Umgebung verlässt also jetzt im Märchen das Wasser weil sie sich in einen Menschen verliebt und dort hofft, glücklich zu werden.
00:24:07: Das aber ja nicht wird!
00:24:09: Weil sie die Fremde bleibt letztlich in dieser Welt und von den Menschen dort nicht akzeptiert wird letztlich.
00:24:15: Und der Prinz lässt sie dann auch fallen, weil sie ihre Stimme verliert, weil Sie keine Stimme mehr.
00:24:19: Das ist ja auch spannend.
00:24:21: was heißen das eigentlich?
00:24:22: dass man nicht mehr... sprechen kann.
00:24:24: Und was sie lieber kater verlegt ist in ein russisch orthodoxes Kloster, ein junges Mädchen quasi eingeengt von Regeln und Druck und Ideologie natürlich um sie herum und daraus flieht sie, daraus will sie fliehen und wird ja vom Wassermann in dem Fall eben dem Kloster vorsteht immer gewarnt pass nur auf wenn du rausgehst was dir da droht.
00:24:43: die menschen sind böse die Menschen sind schlecht.
00:24:45: du wirst schon sehen was du davon hast.
00:24:47: und tatsächlich ist es hier am ende so dass er recht hat.
00:24:50: damit traurigerweise aber man will ja eine als Zuschauer nicht sagen, ach nee jetzt hatte der Recht sie hätte doch da bleiben sollen.
00:24:56: Nein hätte sie nicht.
00:24:57: und diesen Zwiespalt auch für uns Zuschauern nein Sie hätte dann nicht bleiben sollen.
00:25:01: aber was hätte sie machen sollen?
00:25:02: Sie konnte eigentlich gar nicht.
00:25:03: Den finde ich arbeitet Vasili Balkatov mit dieser Setzung wunderbar raus und das Schöne ist es denkt man ja.
00:25:10: aber wo ist das Wasser?
00:25:11: Das ist ja eine Wassernicht.
00:25:12: Das Wasser ist auch in dieser Inszenierung hat ein ganz ganz wichtiges Element.
00:25:18: mehr verrate ich aber nicht.
00:25:19: sollte man sich selbst anschauen
00:25:21: Die Spielzeit, siebenundzwanzig an der Oper Graz beleuchtet vom Intendanten Ulrich Lenz.
00:25:32: Ja,
00:25:34: es geht auch um so eine Ausgewogenheit und ein Ballaus auch da drin.
00:25:37: Nachdem das Musical jetzt kein Titel ist in jeder kennt kann's ja nicht sein weil es ist ja ne Uraufführung.
00:25:42: Ist die Operette ein absoluter Klassiker aus dem operären Bereich im weißen Rössl?
00:25:48: Aber macht mal halt, weil der Titel so bekannt ist.
00:25:51: ich liebe diese Operette!
00:25:53: Ich finde das wirklich einer der besten Operetten die geschrieben wurden sowohl von der Musik her als auch vom Text.
00:26:00: Ich finde das Textbuch, da muss man eigentlich nichts dran machen!
00:26:02: Ich finde die Witze und auch die Karlauer heute noch so gut wie als es geschrieben wurde jetzt vor fast hundert Jahren.
00:26:09: Und ich freue mich sehr dass Dirk Schmeding des Umsetzts zähnisch und unser Operettenspezialist im Ensemble also in dirigieren Ensemble unserer Kappelmeister Marius Bulkardt das auch dirigieren wird.
00:26:23: Dirk schmeding hat bei uns Venus ins Seide gemacht in der letzten Spielzeit an der Wiener Staatsoper die verkaufte Braut, einen besonderen Zugriff auch gerade zu diesen komischen heiteren Werken für die Operettefinale.
00:26:35: ein ganz besonderes Händchen auch um das Augenzwinkern darüber zu bringen.
00:26:41: Also er hat viele tolle spannende witzige Ideen um diesen Klassiker bei uns auf die Bühne zu bringen.
00:26:46: Die große Frage ist ja bei dem weißen Rössler immer wie macht man den Kaiser?
00:26:51: Kommt er als Kaiser Franz Josef?
00:26:53: Ist es ein heutiger Politiker?
00:26:55: Dirk Schmeding hat eine ganz tolle Idee dafür, die ich noch nicht verraten möchte.
00:26:59: Aber das finde ich auch irgendwie eine neue Variante davon.
00:27:02: Geduld
00:27:03: haben bis März hierher?
00:27:03: Genau!
00:27:05: Und gegen Ende dieser Spielzeit an der Oper Graz wartet dann... Richard Strauss, Elektra.
00:27:11: Elektra ist ein richtig wuchtiger Klopper zum Spielzeitende.
00:27:15: Strauss hat eine besondere Beziehung zur Obergrat.
00:27:18: Die Salome hat die österreichische Ersterführung in Graz und nicht in Wien erlebt.
00:27:21: Von so her passt auch wieder Monsters Paradise da rein.
00:27:23: Das ist unsere Verpflichtung und unsere Aufgabe dafür.
00:27:26: Elektrar von einer jungen Regisseurin inszeniert, die gerade den Götze Friedrichpreis gewonnen hat, Elena Artisi mit einer ganz tollen Besetzung von Elektra bis hin zu Egist.
00:27:37: lohnt sich wirklich, glaube ich für diese letzte Produktion der Spielzeit zu uns nach Graz zu kommen.
00:27:43: Und vielleicht Rundmas in der Form ab, weil sie gerade gesagt habe es gibt eine Verpflichtung finde ich und unbedingt eine Notwendigkeit Stücke wie Monsters Paradise zu spielen auch wenn die vielleicht jetzt nicht so eine sichere Bank sind wie Labohem Weil wir sind ein subventioniertes Theater.
00:28:02: Wir bekommen Geld dafür, dass wir Dinge spielen die sich nicht selbst per se finanzieren.
00:28:08: ich finde das ist uns die große vereinbarung in unserer gesellschaft und an der sollten wir festhalten weil jetzt unter dem finanzdruck da sind immer wieder ein bisschen am anfangen und den finanzdruck des ja auch immer wieder infrage gestellt.
00:28:18: er jetzt kriegt ihr weniger geld ja dann müsst ihr halt bissel was anders spielen damit er das geld wieder leichter einspielt oder so ja auch.
00:28:25: natürlich Wollen wir volle Häuser haben.
00:28:28: natürlich und trotzdem finde ich es extrem wichtig, dass wir Monsters Paradise spielen.
00:28:32: Dass wir WhatsApp spielen schon hundert Jahre alles aber immer noch nicht unbedingt derselbe Kassenmagnet ist wie Labohem oder Roman Julia dass wir ausgefallene Werke will ja dann noch so eine Faust spielen oder in der Vergangenheit Castor Republics.
00:28:46: Wenn diese Vereinbarung nicht mehr gilt, dann müssen wir komplett neu denken.
00:28:50: Dann sagen wir, dann machen jetzt nur noch die Kassenschlager damit wir ganz viel Geld reinkriegen aber dann rechtfertigt sich für mich nicht mehr die Subvention denn die ist dafür gemacht das wir auch auch sage ich ganz bewusst auch Welke spielen, die eben sich nicht unbedingt selbst finanzieren.
00:29:07: Also das empfinde ich als unsere große wichtige Aufgabe und die sollten wir bitte behalten.
00:29:11: und es sollte man sich nochmal vor Augen führen wie wichtig das ist und wie einzigartig das auch in unserer Gesellschaft oder unseren Breitenkran.
00:29:19: Es gibt andere Länder die eben nicht so funktionieren, wo man auf Sponsoring angewiesen ist überhaupt oder wo man ihm sagen muss ja das könnt ihr nicht spielen!
00:29:27: Das geht net, das rentiert sich irgendwie nicht.
00:29:30: Hier hat man sich vor Jahren Jahrzehnten festgelegt, dass man das weiterhin so finanziert.
00:29:35: Und wenn wir ehrlich sind, Opa hat sich nie letztlich selbst finanzieren.
00:29:38: Es gab immer einen Fürsten, einem Medizin, ein König der sich das hat was kosten lassen, sonst hätten wir diese Werke alle nicht die gespielt werden.
00:29:47: und in der Demokratie hat sozusagen die Gesellschaft diese Aufgabe übernommen und es finde ich her- und edel-und wichtig und das sollten wir behalten.
00:29:55: Sagt der Intendant der Oper Graz Ulrich Lenz.
00:29:59: Details zu den Produktionen finden Sie auf der Homepage operminusgraz.com.
00:30:04: Danke fürs Zuhörensagt, Marion
00:30:14: Eigel!
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