Lebenswege mit Steve Heitzer
Shownotes
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00:00:00: Willkommen zu den Lebenswegen, mein Name ist Veronica Bonelli.
00:00:05: Wir wiederholen jetzt im Sommer ausgewählte Sendungen dieser Reihe und heute möchte ich Ihnen noch einmal Stiefheit vorstellen!
00:00:13: Die Sommertage – besonders wenn wir die Möglichkeit haben sie in der Natur zu verbringen geben uns vielleicht die Möglichkeit wieder mal zu spüren was uns eigentlich wichtig ist Wie möchten wir leben?
00:00:29: Wann fühlen wir uns
00:00:30: lebendig.".
00:00:32: Steve Heizer kennt all diese Fragen und versucht sie in seinem Leben immer wieder neu zu beantworten.
00:00:40: Die Erkenntnisse, die er aus diesen Fragenstellen bisher gewonnen hat, teilt er in seinem Buch Hellwach am Leben!
00:00:48: Das ist nicht nur ein schöner Buchtitel – es bringt zum Ausdruck wie Steve leben möchte eben wach, achtsam.
00:00:57: Und es ist nicht zufällig gewählt, denn Steve erleidet am siebten Februar in einem Herzinfarkt.
00:01:05: Er überlebt und isst hellwach am Leben!
00:01:08: Also ich versuche ja nicht allzu viele Ratschläge zu geben aber das passiert halt.
00:01:12: dann doch.
00:01:13: alles was ich den Leuten auf dem Weg mitgebe, das sage ich alles zu mir selber.
00:01:21: Ich kann nur das weitergeben, woran ich selber arbeite.
00:01:25: Nicht!
00:01:26: Ich sehe mich nicht als Experten schon gar nicht in der Achtsamkeitspraxis aber ich weiß wo meine Übung ist und die möchte ich weiter geben.
00:01:38: also deswegen ist es gut alles was ich schreibe nicht so aufzufassen als würde ich wissen wie es geht.
00:01:47: Aber an einigen Stellen ist er deutlich, dass ich mich noch sehr auf den Weg
00:01:52: fühle.".
00:01:53: Auf dem Weg zu einer tragfähigen Spiritualität so der Untertitel des Buches.
00:02:00: Steve mit Tirolern ist man schnell mal.
00:02:03: per du stammt – wie man hört ursprünglich aus Bayern lebt aber schon seit fünfunddreißig Jahren in Tiroll darf also glaube ich schon als Tiroler bezeichnet werden!
00:02:14: Er hat Theologie und Religionspädagogik studiert, ist verheiratet und hat drei Kinder.
00:02:20: Nach einigen Jahren als Pastoralassistent hat er gemeinsam mit seiner Frau einen Kindergarten gegründet.
00:02:27: In dem arbeitet der jetzt wieder intensiver – ist aber auch als Achtsamkeitstrainer und autortätig!
00:02:35: Die Arbeit mit Kindern hat den über die Jahre sehr geprägt.
00:02:39: Also ohne meine Frau zusammen hätte ich das nie gemacht, die wäre ja gar nicht auf die Idee gekommen.
00:02:44: Aber sie ist im pädagogischen Feld schon immer zu Hause gewesen jetzt beruflich.
00:02:49: und als dann eben unser erstes Kind auf der Welt war der Jonas da haben wir uns oder hab ihm dann natürlich auch damit beschäftigt wie geht es mit den Kindern?
00:03:04: Und habe da eben das Glück gehabt, Menschen zu erleben wie die Tochter von Amy Pickler, Anna Tardosch und eben Rebecca Mauricio Wild bei einer Tagung in Salzburg.
00:03:17: Das war schon so ein Schlüsselerlebnis dort zu sehen, wie man mit Kindern arbeiten kann nicht mit der Absicht jetzt ihnen alles Mögliche beizubringen sondern mit der Frage, was brauchen Kinder eigentlich?
00:03:35: und darüber hinaus?
00:03:36: Was brauchen Menschen eigentlich also auch wir als Erwachsene.
00:03:41: Und dann in der weiteren Beschäftigung mit Maria Montessori, die ja eine sehr spirituelle Frau war habe ich plötzlich immer mehr gesehen.
00:03:49: all die Fragen, die mich beschäftigt haben wie können wir auch mithelfen an einer besseren Gesellschaft, an einer neuen Welt?
00:04:00: Die beginnen eigentlich mit den Kindern und zwar nicht so sehr eben mit dieser Frage, was müssen wir verändern?
00:04:08: Was müssen wir den Kindern Neues beibringen?
00:04:10: Mit welchen neuen Methoden müssen wir mit ihnen arbeiten.
00:04:13: Sondern was können wir selber als Erwachsene lernen im Alltag in der pädagogischen Arbeit mit Kindern?
00:04:21: Was stecken denn dafür Lektionen für unsere Erwachsenen drin?
00:04:25: All diese gelernten Lektionen werden im nächsten Buch nachzulesen sein, Arbeitstitel Kinderkram und Lebenskunst.
00:04:33: Mit Kindern zu leben, seiner Verantwortung gerecht zu werden – es hat da mal jemand so schön formuliert wir müssen das Flugzeug fliegen oder wem wir es schon fliegen müssen wir's zusammenbauen!
00:04:46: Das war das Bild.
00:04:47: ein Flugzeugfliegen wären wir es noch zusammen bauen.
00:04:50: ungefähr ist das mit den Kindern.
00:04:53: Und eben, das ist alles andere als die Dinge unter Kontrolle zu haben.
00:04:58: Und Anthony de Melo stellt die große Frage... Also nennt es die große westliche Frage wie kriege ich das in den Griff.
00:05:05: und wie lautet die große östliche Antwort?
00:05:08: Fragt er gar nicht!
00:05:11: Sie lassen es, wie es ist sie schauen nur sehr genau hin dieses in den griff kriegen wollen loszulassen und viel mehr zu schauen.
00:05:24: Was passiert denn hier eigentlich?
00:05:26: Zu bemerken, was jetzt gerade eigentlich los ist oder mit Viktor Frankl gesprochen welche Frage das Leben mir gerade stellt fällt uns so schwer weil wir oft schon viel zu genau wissen viel mehr zu wissen glauben wie etwas sein sollte.
00:05:44: Also wir formulieren ob sie uns bewusst sind oder nicht Im Alltag mit Kindern eigentlich ständig solche Sätze wie, mein Kind sollte oder sollte nicht.
00:05:56: Mein Kind sollte sich die Zähne putzen lassen.
00:06:00: Mein kind sollte nicht so grenzüberschreitend sein und kann sich jeder seine eigenen Satze formulieren und bewusst machen.
00:06:12: Und die nennen das Glaubenssätze?
00:06:15: Und die haben wir alle.
00:06:17: Es geht nicht darum, dass wir sie nicht haben sollten aber es geht darum sich uns bewusst zu machen um sie zumindest zu suspendieren und dann zu schauen was ist denn der Realität?
00:06:29: Mein Kind sagt blöder Papa!
00:06:31: Warum?
00:06:32: Oder was ist denn der Kontext.
00:06:35: Es gibt wenige Väter, die in meine Workshop reinkommen aber wenn dann doch mal jemand kommt das war eben einmal der Fall und er hat dieses Fallbeispiel hergebracht ja es geht auch nicht.
00:06:46: also es geht doch gar nicht dass ein Kind zu seinem blöder Papa sagt und dann womöglich noch nach ihm schlägt und so weiter.
00:06:53: und wie gesagt erzählern wir mal wann passiert denn sowas?
00:06:57: und dann hat sich halt herausgesetzt.
00:06:58: es passiert immer dann Das Kind nimmt ein Handy, irgendwas machen darf und dann halt die Zeit vorbei ist.
00:07:04: Und er das Handy dann quasi wegnimmt oder abstellt oder wie immer.
00:07:11: Dann geht es darum zu schauen... In welcher Situation ist da das Kind?
00:07:16: Das Kind fühlt sich völlig machtlos, hat es nicht recht ärgerlich zu sein.
00:07:21: Was wir dann als Eltern tolerieren, was die Sprache angeht, muss natürlich jeder selber entscheiden.
00:07:26: aber zunächst einfach einmal zu verstehen... ...das Kind hat einfach berechtigt Ärger ja!
00:07:31: Es fühlt mich ohnmächtig und das ist so die Spur in dieser großen östlichen Antwort von Anthony de Mello-Lies die Dinge einfach mal so sein zu lassen wie sie sind um dann zu schauen, was ist die Realität?
00:07:48: Und dann können wir immer noch ein Urteil finden oder uns... ein Bild machen, wie die Dinge sein sollten.
00:07:56: Aber wir werden sie schon anders sehen wenn wir wirklich genau hinschauen.
00:07:59: das Problem ist ja wenn wir diese Solltesätze so im Vordergrund haben dann wollen wir uns mit dieser Realität gar nicht auseinandersetzen weil die Dinge schon gar nicht so sein dürfen wie sie eben sind und das bringt uns in Widerspuch mit der Realität und vor allem mit dem Kind.
00:08:17: Ja, weil das Kind darf nicht so sein wie es ist und das ist die schlechteste Voraussetzung um überhaupt in Beziehung zu treten mit meinem Kind.
00:08:26: Und zu schauen was da eigentlich los ist und auch mehr Gelassenheit zu finden.
00:08:30: Diese sollte Sätze finden wir aber nicht nur im Umgang mit Kindern.
00:08:35: Genau deswegen... Es ist das Gleiche.
00:08:37: also wir sagen ja zu uns ich sollte und gerade sehr bemühte Eltern und ich arbeite sehr viel mit Eltern, Pädagogen, Pädagoginnen die das ja einfach gut machen wollen.
00:08:51: Die es so gut wie möglich machen wollen am liebsten perfekt.
00:08:54: Das ist auch diese Frage nach der heilen Welt, die da immer wieder auftaucht.
00:08:59: für mich also diese Sätze mein Kind sollte sind ja nur ein Beispiel dafür wie wir ans Leben herantreten an unser eigenes an die welt des leben sollte Sollte gerecht sein, zum Beispiel.
00:09:14: Das Leben sollte nicht so ungerecht sein zu mir.
00:09:18: Wenn irgendein Schicksalsschlag daherkommt ja wieso passiert mir das?
00:09:23: Irgendwann machen wir dann Gott dafür verantwortlich wenn wir religiös musikalisch sind also auch da treten wie immer wieder in Widerspruch mit dem was ist.
00:09:33: von dem her.
00:09:34: Das finde ich das Spannende, dass wir in der Arbeit und im Alltag mit Kindern auf Dinge stoßen die eigentlich für unser Leben wichtig sind zu lernen.
00:09:43: Solche Glaubenssätze oder immer dieser Inwiderstand zur Realität zu gehen weil sie nicht so ist wie wir sie gerne hätten.
00:09:52: Die Realität ist vielleicht auch im Moment in unserer Welt, in der Politik, in Bezug auf Klima- und Umwelt nicht so wie sie sein sollte aber wieder mit umgehen, mit all dem was nicht passt.
00:10:07: All dem was wir gerne richtig machen wollen würden aber gar nicht können.
00:10:12: Ich stelle mein Buch in einem Teil die Frage wie geht
00:10:17: Unsicherheit
00:10:18: also das Uninklammern?
00:10:20: Wie geht Unsichheit, wie geht Sicherheit?
00:10:23: und ich habe da einen sehr interessanten Beitrag von Alexander glaube er heißt der Pollack der eben Sprecher von SOS Mitmensch, glaube ich ist.
00:10:34: Also er hat da einen sehr interessanten Gedanken gefasst.
00:10:39: Wir brauchen die Bereitschaft – ich sage es jetzt in meinen Worten – wir brauchen die Bereitschaft zur Unsicherheit und zwar zu mehr Unsicherkeit weil wir in dieser Übergangssituation mit all diesen Krisen die Bereutschaft zu Veränderungen brauchen Und die Veränderungen bringen zunächst einmal noch mehr Unsicherheit mit sich, um irgendwann vielleicht in eine Richtung zu steuern wo wir auch sowas wie eine Lösung oder zumindest eine Abfäderung dieser Krisensituationen finden.
00:11:16: Das heißt Lebenskunst bedeutet vor allem auch mit dieser Unsicherkeit zurechtzukommen und mein Eindruck ist dass das den Menschen heute sehr schwer fällt, Unsicherheit auszuhalten.
00:11:33: Dabei ist es eigentlich eine Grundkonstante des Lebenser.
00:12:09: Sehr an die Sendung Lebenswege mit Steve Heizer.
00:12:14: Sehr erfahren in der Arbeit mit Kindern haben wir schon gehört aber vor der Pädagogik war ja noch die Theologie.
00:12:22: In der Kindheit erlebte Steve Heitzer Glaube in Form üblicher Volksfreumigkeit.
00:12:28: Als Austauschschüler in den USA kommen ganz neue Erfahrungen in einer Baptistengemeide dazu.
00:12:34: Freies Beten und eine sehr lebendige Beziehung zu Jesus!
00:12:39: Hab dann erst einige Jahre später gemerkt, wie eng das war?
00:12:44: Also ich war da auch sehr in Not, weil.
00:12:46: ich hab dann irgendwie das Gefühl bekommen, ich muss jetzt meine Geschwister und meine Eltern und meine Freunde irgendwie retten.
00:12:53: Die brauchen alle eine persönliche Entscheidung für Jesus, sonst kommen sie in die Hölle.
00:13:00: auf Deutsch gesagt.
00:13:02: Da war ich sehr froh, dass ich da nicht stärker in diesen Sog geraten bin – die Gemeinde die Leute, mit denen ich zu tun gehabt habe, waren sehr tolerant.
00:13:14: Die haben keinen Druck auf mich ausgeübt.
00:13:18: Aber eben dann zurück in Deutschland und dann eben in Österreich zunächst auch Kontakt mit charismatischer Gemeindeerneuerung aber eigentlich relativ bald, mir ist schon ein Stück weit davon gelöst.
00:13:33: Theologisch Studium ist auch hilfreich um so... Die Dinge ein bisschen zu hinterfragen und einen anderen Blick zu unserer Tradition, unseren Schriften zu gewinnen.
00:13:45: Das Leben bringt Steve Heizer dann auch immer mehr in Verbindung mit anderen Glaubensrichtungen und Formen von Spiritualität vor allem buddhistische Traditionen aber auch mit Schriftstellern wie Navitz Kermane.
00:13:58: Das ist das Tolle, wenn wir dann wieder zurückschauen auf unsere eigene Traditionen in Anführungsstrichen.
00:14:05: Weil dann sehen wir erst dass es noch viel viel größer ist als das was wir immer so schon an Antworten ja immer schon mitbekommen haben und die kirchliche Tradition ist schon in der Gefahr diesen Jesus einzuengen zu verwalten als hätten sie das Monopol drauf.
00:14:24: Das stimmt aber nicht.
00:14:26: Das können wir erst sehen, wenn wir uns einmal aus unserem Garten herausbewegen und die anderen Gärten uns anschauen und dann aber wiedersehen – wow!
00:14:34: Aber bei uns sind auch sehr schöne Pflanzen.
00:14:39: Es braucht schon eine Öffnung zu den anderen Traditionen
00:14:43: um
00:14:44: die Schönheit des eigenen Gartens wirklich zu
00:14:46: sehen.".
00:14:47: Die schönsten Blumen im eigenen Garten sind für Stiefheizer die Texte Das neue Testament und die intensive Auseinandersetzung damit.
00:14:56: Die Erfahrungen im kontemplativen Gebet, wir werden auch noch über das Thema Achtsamkeit sprechen – und seine nach wie vor lebendige Beziehung zu Jesus!
00:15:06: Wenn wir drüber schreiben dann merke ich sowieso immer mehr meinen Zögeren, Jesus beim Namen zu nennen.
00:15:15: Ich habe jetzt gesehen es gibt ein neues Buch von ... Wie heißt der Johannes Huber?
00:15:21: wissenschaftliche Chorifäe und der hat jetzt ein Buch über Jesus geschrieben, also als Roman.
00:15:27: Die Geschichte von Jesus als Heiler vor allem.
00:15:30: Jedenfalls aber er vermeidet es auch am Buchrückentext
00:15:34: usw.,
00:15:34: Jesus überhaupt beim Namen zu nennen.
00:15:36: Und das ist die Schwierigkeit wenn wir heute über Jesus reden oder schreiben Sobald wir den Namen nennen, gehen bei Leuten einfach die Rollheiten runter und es ist zu religiös und zu frem.
00:15:46: Und dann legen sie das sofort weg oder stecken dich sofort in der Schublautern.
00:15:50: Das finde ich sehr schade ja!
00:15:52: Deswegen muss man ein bisschen schauen wie kann man das umgehen?
00:15:56: Aber ich möchte eigentlich eine kleine Geschichte erzählen, die bei meinen Buchpräsentationen auch immer wieder erzählt wenn's darum geht was ist jetzt mit diesem Jesus?
00:16:06: Wie sieht das aus bei dir?
00:16:08: Deine Beziehung oder so.
00:16:10: Und ich habe letztes Jahr, also so einige Monate nach meinem Herzinfarkt immer wieder sehr unruhige Nächte gehabt und mir hat es noch sehr beschäftigt, jetzt auch sehr körperlich.
00:16:21: Ich spüre eigentlich den Herzbereich... Also ich bin an sich eigentlich gesund, wenn man so will.
00:16:29: Aber ich spüre den Bereich ums Herz herum eigentlich jeden Tag.
00:16:34: Das ist etwas was ich von vorher überhaupt nicht kenne.
00:16:36: Ja das Herz hat mich auch überhaupt nicht interessiert weil ich habe kein Problem damit gehabt und da waren so Nächte dabei die einfach sehr unruhig waren und immer wieder natürlich auch ein Stück Angst ob es jetzt schon normal ist was ich da spür Und ich bin dann aufgewacht am nächsten Morgen mit einer Melodie.
00:17:00: Ich habe gewusst, das ist eine Tesee-Lied.
00:17:02: also ich bin sehr verbunden mit Teseen und diesen spirituellen Gesängen und irgendwann bin ich drauf gekommen was für Lied es war und es war Spiritus Jesu Christi und der Text heißt Spiritus Jesus Christi Spiritus Caritatis Konfirmet Kortum.
00:17:28: Also der Geist Jesu Christi, der geiste Liebe bestärkert dein Herz und das hat mir einfach irgendwie wieder in Erinnerung gerufen.
00:17:44: dieser Jesus er ist immer noch da Egal ob ich über ihn sprich oder wie das Versuch irgendwie zu erklären, er ist da und er meldet sich immer wieder mal auf seine Weise.
00:18:01: Und ja, ich kann irgendwie gewiss sein dass er da ist, dass er in mir ist und mein Herz stärkt und mehr braucht es eigentlich gar nicht.
00:18:12: also mehr muss man gar nicht theoretisieren.
00:18:15: Es ist mein Zugang meine Tür Zum Göttlichen, wenn man so will.
00:18:20: Ohne dass ich den Anspruch hätte, dass das die einzige sein muss oder die einzige Ware ist.
00:18:26: Aber es bleibt meiner und er ist einfach ein Freund.
00:18:31: Auch wenn ihn sehr selten sie sehe oder gar nie seh.
00:18:36: Er ist da und er lässt mir das auch wissen von Zeit zu
00:18:39: Zeit.".
00:18:40: Was es für eine Art Gottesbeziehung braucht – nicht nur dafür aber auch – ist Achtsamkeit!
00:18:47: Steve Heizer ist seit vielen Jahren Achtsamkeitslehrer und gibt Seminare, aber auch da zeigt sich sein unermüdliches Suchen ein immer wieder neues Herangehen an Themen und weiter Fragen.
00:19:00: Vielleicht ein bisschen anderer Zugang.
00:19:02: in den letzten Wochen beschäftige ich mich immer wieder mit dieser englischen Formulierung to pay attention.
00:19:11: Man sagt ja im Englischen nicht Man kann schon sagen, to be attentive oder so was ähnliches.
00:19:18: Das klingt total falsch!
00:19:20: Also im Englischen heißt es To pay attention also eigentlich Aufmerksamkeit bezahlen und ich habe das immer wieder.
00:19:31: irgendwie ist mir das so gedacht Wofür steht das eigentlich?
00:19:36: oder was kann uns das sagen?
00:19:39: Und ich bin jetzt einmal zu dem vorläufigen Schluss gekommen, dass es eigentlich eine wunderschöne Formulierung ist um die Frage zu stellen.
00:19:52: Wie könnten wir das kostbare Geschenk unseres Lebens eigentlich... womit könnten wir dies bezahlen?
00:19:59: also wenn wir es bezahlen müssten und die Antwort wäre Aufmerksamkeit.
00:20:05: Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, ein bisschen von diesem Begriff Achtsamkeit wegzukommen.
00:20:11: Weil's wird schon wieder zu einer Marke und eben gibt ja schon böse Begriffe Mac-Mindfulness, das erwähne ich in meinem Buch auch also diese oberflächliche Form von Achtsammkeitspraxis die halt jetzt genau so passiert wie mit vielen anderen guten Dingen auch.
00:20:29: Also es geht
00:20:30: nur
00:20:31: immer wieder nur darum aufmerksam zu sein Und das ist immer und überall möglich.
00:20:37: Wir brauchen es gar nicht groß irgendwie Achtsungkeitspraxis nennen, es geht darum aus dieser Tür hinaus zu gehen vor allem aus der Haustür hinauszugehen und eine Millisekunde aufmerksam zu sein, zu spüren wie die Luft da draußen ist.
00:20:57: welche Geräusche sind in den Himmel zu schauen.
00:21:01: einmal kurz Um zu merken, es ist noch viel mehr gerade in so einer großen Stadt wie Wien wo die Häuser auch so hoch sind.
00:21:08: Da sieht man den Himmel gar nicht bei uns in Innsbruck.
00:21:10: Ist das schön, dass man die Berge eigentlich immer sieht?
00:21:14: Das ist toll weil dann sieht man immer über diese Stadt hinaus.
00:21:18: also immer wieder diese Verbindung aufzunehmen bzw.. Die Verbindung ist ja immer da.
00:21:23: sehr Illusion zu glauben wir sind getrennt.
00:21:27: aber das was wir investieren müssen und deswegen gefällt mir dieser Begriff Hey!
00:21:32: Wir müssen das investieren, diese Aufmerksamkeit.
00:21:35: Das ist eine Anstrengung aber die lohnt sich oder eben wenn wir merken war ich bin total wütend zum Beispiel oder ungeduldig und solche Gefühle nicht zu verwenden um sich immer gleich schon wieder einer auf dem Kopf zu hauen und zu sagen Was bist denn so grandig?
00:21:59: Wenn es da nicht eine Leute im Umfeld sagen, dann sagen wir sie ja gerne auch zu uns selber immer dieses sich selbst verurteilen.
00:22:07: Sondern solche Momente herzunehmen um hineinzuspüren was ist denn da gerade?
00:22:15: Was beschäftigt mich eigentlich gerade?
00:22:17: warum bin ich so aufgeregt?
00:22:18: oder vielleicht einmal zunächst nur was?
00:22:22: Ich bin aufgereght das ist vielleicht noch wichtiger Das zu merken, hey ich bin aufgeregt.
00:22:28: Ich bin wütend.
00:22:30: Behalt das mal im Auge ja?
00:22:32: So!
00:22:33: Das ist was ganz was Einfaches.
00:22:35: aber was Entscheidendes glaube ich, was unser Leben im Alltag verändern kann.
00:22:39: Aufmerksam sein und es gibt diesen wunderbaren Griff von der Mary Oliver eine meiner Lieblings... Also ich lese gar nicht so viele Gedichte Aber die habe ich angefangen in Lesen.
00:22:50: Mary Oliver Eine zeitgenössische amerikanische Dichterin.
00:22:54: Aufmerksam sein ist unsere unendliche und zweckmäßige Aufgabe.
00:23:03: Schreibt sie mal in einem Gedicht, unsere unentliche und zweckmäßigen Aufgabe... Also es geht nur um Aufmerksamkeit!
00:23:11: Und NUR ist natürlich ein Anführungsstrichen weil wir leben in einer Zeit wo es unglaublich viele Aufmerksamkeitsräuber gibt und von dem her ist diese Aufgabe noch schwieriger wie vielleicht vor zwanzig Jahren.
00:23:26: Aber es lohnt sich, das zu bezahlen.
00:23:29: Davon ist Stiefheizer zutiefst überzeugt und das erlebt man auch im Gespräch mit ihm.
00:23:34: Es geht nicht um diese oder jene Übung – es geht schlicht darum für einen Moment aufmerksam zu sein!
00:23:44: Nennen wir's einfach mal aufmerksam?
00:23:46: Dann ist es nicht mehr so ein großes Ideal oder so ein grosses Wort sondern es ist ganz was nüchternes Aufmerksamsein mir zu mir selber, zu den Menschen mit denen ich gerade im Gespräch bin.
00:24:01: Mit meinem Kind... Ah da ist es ja.
00:24:06: viele Eltern beklagen sich dass ihre Kinder so viel Aufmerksamkeit brauchen aber das liegt wahrscheinlich daran dass sie zwar da sind aber doch nicht wirklich da.
00:24:15: also es geht darum immer wieder mal kurz aber ganz da zu sein Auch unseren Kindern gegenüber.
00:24:23: Dann bräuchten sie vielleicht nicht so viel halbe oder Viertel-Aufmerksamkeit von uns, weil die macht sich nicht satt und unser Leben immer auch nicht sott wenn man immer noch so viertelt oder viele Dinge zugleich machen.
00:24:40: Das haben wir früher gelernt multitasking.
00:24:43: heute müssen wir wieder lernen eins nach dem anderen zu tun.
00:24:47: Schritt für Schritt der Weg zu einem erfüllten Leben geht nur so.
00:24:53: Und dann kommen zum richtigen Zeitpunkt auch die passenden Fragen bzw.
00:24:58: Anfragen vom Leben oder von einer Lektorin.
00:25:07: so viele Jahre Artikel geschrieben und immer gemerkt, mir geht immer der Platz aus.
00:25:12: Ich muss immer diese Knochenarbeit nachher tun die Dinge zu kürzen das ist was was nicht meine große Stärke ist.
00:25:19: von dem her ist es immer mehr also ja des Bedürfnis gewachsen auch größere Arbeiten zu schreiben.
00:25:27: also und ich habe dieses kostbare Geschenk bekommen nachdem ich noch einmal sozusagen ins Leben habe zurückkehren dürfen, dass immer ein paar Monate später meine Lektorin mir eine E-Mail schreibt und mich fragt ob ich nicht ein Buch schreiben will.
00:25:42: Und ich sage zu ihr... Ich warte schon seit zehn Jahren auf deine E-mail ja!
00:25:48: Also einerseits ist das so meine eigene Leidenschaft und andererseits wünsche ich mir einfach, dass die Menschen eben auch ihren Zugang wiederfinden zu diesen Dingen, weil wir haben es ja gesagt.
00:26:01: Wir leben in einer Zeit wo wir diese Werkzeuge wieder brauchen und müssen sie wieder rausholen.
00:26:08: Irgendwelche!
00:26:10: Schau wo deine Werkzeugen sind oder wo du irgendwie einen Zugang spürst.
00:26:15: Probier sie aus, denn wir werden sie brauchen.
00:26:20: Unsere Zeit erfordert das, dass dass wir Antwort finden auf die großen Fragen der Zeit und es ist gut, wenn wir schauen welche Werkzeugkiste wir zu Hause haben oder irgendwo besorgen können.
00:26:37: Ein Werkzeug für ihre Kiste könnte das heute vorgestellte Buch sein.
00:26:42: Geschrieben von Steve Heitzer.
00:26:44: Besorgen, können Sie es in Ihrer Lieblingsbuchhandlung Hellwach am Leben Auf dem Weg seiner tragfähigen Spiritualität erschienen im Tirolia-Verlag.
00:26:55: Veronica Bonelli wünscht Ihnen einen schönen Sonntagabend.
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