Libratus Onair

Shownotes

Gudula Walterskirchen, Chefredakteurin und Herausgeberin von Libratus.online ist zu Gast bei Christoph Wellner. Mit ihm diskutiert sie u.a. über "Die Amtskirche als Wahlhelfer", thematisiert die "neue Netz-Liturgie" mit den Schlagwörtern Löschen - Sperren - Schweigen und macht einen Rückblick auf eine Diskussionsveranstaltung unter dem Motto "Ist Kriegswirtschaft die Lösung?".

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00:00:02: Grüß Gott und herzlich willkommen zur ersten Ausgabe von Libratus on Air nach der Sommerpause.

00:00:16: Guddu, der Walterskirchen ist wieder zu Gast bei mir.

00:00:19: Herzlich Willkommen!

00:00:21: Sie haben interessante Themen mitgebracht.

00:00:24: Seit gestern ist ein neue Libratuss online und wir befinden uns da direkt nach den doch sehr spannenden Landtagswahlen in Deutschland bei einem Thema.

00:00:35: Amtskirche als Wahlhelfer.

00:00:37: in Deutschland verhalten sich die Kirchen, da ist ja die Staffelung ein bisschen anders als bei uns durchaus sehr politisch aber nicht immer so mit guten Ergebnissen oder?

00:00:50: Das ist sehr interessant dass eine Landtagswahl in Deutschland, so hohe Wellen schlägt.

00:00:55: Das ist das eine und mich muss ich sagen hat es selber sehr überrascht.

00:00:59: diesen Aspekten hatte ich gar nicht zum Fokus weil was eine Landtagswahl spielt jetzt für uns in einem Nachbarland nicht so eine dominierende Rolle dass man sich das dann im Detail des Journalisten immer genau anschaut aber diesmal als besonders bemerkenswert.

00:01:11: Es ist ja so dass gerade in Deutschland die evangelische Kirche immer schon sehr viel politischer und auch parteipolitischer agiert hat als in Österreich das überhaupt denkbar wäre, in der katholischen Kirche.

00:01:24: Aber es war doch sehr bemerkenswert schon vor der letzten Bundestagswahl.

00:01:30: Da gab's ja eine Bischofskonferenz und eine Erklärung, der deutschen Bischöfer einer Einstimmige die darauf hinausgelaufen ist dass man die Menschen quasi davor gewarnt hat die AfD zu wählen aufgrund ihres Menschenbildes oder was auch immer.

00:01:44: aber das war eine direkte Wahl bzw nicht-Walempfehlung und das war doch in Deutschland in der katholischen Kirche beispiellos.

00:01:52: Das heißt, da hatten sich ein bisschen so an die amangelische Kirche in diesem Punkt vom Standpunkt her angenehret.

00:01:59: Jetzt nach der Landtagswahl bzw.

00:02:01: Landtagswahlen – es war ja auch nicht der letzte Woche vorletzte Woche in Sachsen sondern auch in Mecklenburg-Vorpommern jetzt und im Berlin – war das doch sehr interessant dass sich hier eine Aufteilung ergeben hat und zwar eine Ambivalenz.

00:02:17: auf der einen Seite Um es den Hörer noch einmal in Erinnerung zu rufen, in Mecklenburg-Vorpommern hat die AfD gewonnen mit knapp vierzig Prozent und in Berlin die Linkspartei.

00:02:30: Was jetzt in Berlin nicht so überrascht!

00:02:32: Und die Reaktionen waren sehr gespalten.

00:02:34: also in Meckenburg-Porpommer wurde dann doch recht unisono von den christlichen Kirchen, von den evangelischen Deutlichen auch aus von den katholischen Würden trägern gemeint als ob man sollte das jetzt besorgt sein oder man sollte da jetzt genau hinschauen Aber auch, und das ist jetzt neu.

00:02:50: Man sollte die Sorgen und Ängste und Nöte der Menschen mehr

00:02:53: wahrnehmen.".

00:02:54: Also es ist von einer völligen Distanzierung jetzt dazu übergegangen, da dachte man offenbar irgendwas muss da jetzt grob nicht stimmen!

00:03:03: In Berlin war es besonders spannend denn hat die Linkspartei ja wie gesagt gewonnen und da hatte evangelische Vertreterin der Evangelischen Kirche der Sigerin-Walsigerin gratuliert und hat dann auch noch die Diakonievertreterin für den feeren Wahlkampf gedankt.

00:03:22: Und so quasi der Sieg, der Demokratie und der liberalen Demokratie.

00:03:30: Also der Chef des Zentralrats der Juden in Deutschland, der Herr Schuster sich tief besorgt gezeigt und zwar wegen des Wahlkampfes unter stark antisemitischen Tönen.

00:03:41: Und wenn man sich das genau anschaut ist es tatsächlich so dass hier wirklich unglaubliche Dinge vorgefallen sind.

00:03:47: also hier wurde quasi zu einer Walintifader aufgerufen, manchen Bezirken haben sich offenbar extremistische Kreise Stimmung gemacht und so Kampfbarolen ausgerufen, also nicht jetzt im Sinne des Wahlkampfes sondern schon verdeckt Gewalt.

00:04:06: Und er robert euch die Straßen, er ropert euch die Wahlorne, das war so der Tenor.

00:04:12: Das ist natürlich – und das ist auch dann in den deutschen Medien jetzt breit besprochen worden danach – durchaus ein Problem denn es ist schon seit Jahren so Juden in Berlin zunehmend, das sage ich gar nicht mal mit der Kippa aus dem Haus wagen.

00:04:31: Dass Frauen wenn sie zum Beispiel einen Ubertag bestellen, geben sie einen Nicht-Jüdischen, wenn sie beispielsweise ihre Bäcker heißen, sagen sie sich das Bestellens für die Karin um sich zu tarnen.

00:04:44: Als ich das vor zwei Jahren das erste Mal gehört habe, habe ich mir gedacht, dass es schon recht übertrieben ist.

00:04:49: Aber wenn man sich das ansieht wie das jetzt ausartet, ist dieses Besorgnis schon sehr nachvollziehbar und ich denke, das ist dann doppelproblematisch für christliche Kirchen und speziell sprich ich auch von der evangelischen aber leider auch von den katholischen Teilen Hier den Blick nur ausschließlich auf die AfD zu richten und völlig blind zu sein oder nicht hinzusehen, was auf der anderen Seite passiert.

00:05:13: Und sozusagen die Linkspartei, die solche Parole im Wahlkampf verbreitet sei jetzt die Liberale Demokratie.

00:05:20: Also ich denke mir da hat sich schon ein Wandel auch jetzt im Bewusstsein hoffentlich breit gemacht und das sollte eigentlich dazu führen Generell bei Wahlempfehlungen für politische Parteien, und zwar bei direkten Wahlenmpfehlung etwas zurückhaltender zu sein.

00:05:36: Das hat natürlich auch in Österreich eine andere Tradition.

00:05:39: auf das komme ich dann noch zu sprechen weil wir auch eine andere Geschichte haben bzw.

00:05:44: sie schon unsere Erfahrungen gemacht haben mit dem politischen Katholizismus.

00:05:48: Bevor wir auf den politischen Katholizismus zu sprechen kommen noch einmal zu diesem vorher angesprochenen Thema.

00:05:54: Der Antisemitismus nimmt deutlich zu, es helfen die Bekundungen – vor kurzem wurde in Wien ja der Stadttempel neu eröffnet – alle politischen Bekündung scheinen irgendwo ins Leere zu kommen.

00:06:09: Was kann man dagegen tun um diese Krankheit einfach wieder verschwinden zu lassen?

00:06:17: Ja, ich fürchte das ist ein Anrufer.

00:06:18: Sie ist völlig verschwinden zu lassen.

00:06:20: Ich fürchte es ist leider ein hoffnungsloses Unterfangen aber es darf keinesfalls mehr salonfähig werden.

00:06:26: also dass hat sich ja gewandelt.

00:06:27: wir hatten ja wie gesagt unsere leeren aus der geschichte hoffentlich gezogen und es war doch über Jahrzehnte absolut verpönt sich in irgendeiner Weise öffentlich antisemitisch zu äußern.

00:06:38: Also und das hat sich in den letzten ein zwei jahren geändert Und natürlich also verdeckt war es wahrscheinlich immer da und zwar nicht nur bei irgendwelchen Neonazi-Gruppen, sondern auch bei der Linken und da hat man nie hingeschaut.

00:06:52: Also ich will das jetzt nicht für allgemein.

00:06:55: Aber aus recht komplizierten Gründen gibt es so eine Tendenz quasi die was sich vor allem in der Ostkonflikt betrifft.

00:07:03: Das ist ja eigentlich die Initialzündung dessen dass das wieder hochgeflammt ist also von der Eskalation im Gaserstreifen das er wirklich schrecklich ist was dort passiert und da alles immer noch passiert, aber diese regionale Konflikt, diese Bilder die man natürlich auch in Europa überall sieht wird jetzt importiert und wird zu einem europäischen Konflikten gemacht.

00:07:27: Und zwar teilweise nicht nur aus Mitgefühl – das ist ja absolut verständlich haben wir alle – sondern auch wirklich von Gruppen instrumentalisiert um ihre Agendavorwärts zu treiben wenn man diesen Leuten zuhört, Eroberung.

00:07:42: Das heißt es geht um Erweiterung des Territoriums und Erweitarung des Einflusses Und hier muss man schon sehr vorsichtig sein.

00:07:50: Ich denke, das wird sich vielleicht auch in der Linken jetzt vor allem angesichts dieser Aussagen herum sprechen.

00:07:57: Es hat zum Beispiel eine interessante Randnotiz.

00:07:59: In Berlin hatte die Linkspartei gewonnen mit einundfünfzig Prozent Wähleranteil von Muslime.

00:08:06: Also sie haben auch eine türkischstämmige Spitzenkandidatin gehabt, die war sehr gemäßigt.

00:08:10: aufgetreten ist allein schon dass er eine Frau ist und dürfte etwas anders gepolt sein, aber da setzt man sich dann sofort drauf und schwimmt mit.

00:08:18: Und schickt die quasi an die vorderen Front um mit den Argumenten – ich habe schon zitiert – Intifada.

00:08:24: Ja das ist ja ein Kampfbegriff, da ging es ja um Gewalt.

00:08:27: Da wurden im Laufe der Intifade über tausend Israelis ermordet.

00:08:31: Das war auch eine schreckliche Sache.

00:08:35: also wenn man das jetzt Vorbild nimmt und sagt wir erobern uns jetzt mit Gewalters zurück Dann sollten die Betreffenden schon genauer hinschauen, ob sie sich mit so einer Sache wirklich gemein machen wollen oder man dann nicht weiter was Zielen ausschießt und radikalen Kräften den Weg ebnet.

00:08:50: Die also mit Liberale Demokratie sicher nichts am Hut haben.

00:08:54: Sagt Gudula Walterskirchen, Chefredakteurin und Herausgeberin von Libratus Online Das war jetzt ein Ex-Kurs zum Thema Antisemitismus.

00:09:03: Wir waren eigentlich noch bei der Amtskirche als Wahlhelfer einer der Aufmacher der aktuellen Ausgabe.

00:09:08: Wir wollten noch über den politischen Katholizismus in Österreich sprechen, weil wir da ja wie vorhin erwähnt einen bisschen an den anderen historisch geprägten Zugang dazu haben.

00:09:19: In Österreich zum Beispiel wäre es undenkbar dass ein Bischof sagt diese Partei müsst ihr wählen und diese dürfte keinesfalls wählen.

00:09:27: Normalerweise ist es so und das auch in allen anderen Ländern, wo ich das beobachte.

00:09:32: So dass man entweder zu Wahlkämpfen sich überhaupt nicht äußert.

00:09:37: Und wenn man sich äussert zur politischen Themen dann im Sinne, dass man betont die christliche Menschenwürde, also christlichen Menschenbild, die Menschenwürdige wie positiv wert der Familie und der Ehe.

00:09:48: Also so grundlegende Dinge, die der Kirche wichtig sind Und das ist ja auch gut, so dass man sich im gesellschaftlichen Diskurs nicht völlig ausschalten lässt.

00:09:56: Sondern auch seine Werte einbringen zu wie es auch alle anderen einbringen dürfen.

00:10:01: und das ist eine wichtige Funktion und Aufgabe von Religionsgemeinschaften und speziell jetzt natürlich in Europa der gristlichen Kirchen und den Österreicher der katholischen Kirche.

00:10:13: Wir haben eine bittere Lehre gezogen in Österreich in unserer Geschichte in den zwanziger Jahren.

00:10:21: Hier gab es die Entwicklung, dass auch Priester Parteifunktionen übernommen haben.

00:10:27: Natürlich vor allem in der christlich-sozialen Partei damals bis hin, das Ignat Seipel als Priester und Prelater zum Bundeskanzler ernannt wurde.

00:10:36: Und das war ein hochproblematisches Wirken denn damit wurden parteipolitische Auseinandersetzungen zu einem quasi Glaubenskampf, das hat in einem Wüsten-Kultur-Kampf gemündet und als Protest gegen politische Entscheidungen des damaligen Bundeskanzlers kam es zum Beispiel dann von den Sozialdemokraten angeführt zu Kirchenaustrittspropaganda.

00:11:01: Das heißt so sagen also drittet aus der Kirche aus weil mit der und der Maßnahme sind wir nicht einverstanden?

00:11:07: Und das ist natürlich extrem schädlich für das Anliegen, dass eigentlich die die Kirche vertreten, nämlich das Evangelien zu verkünden.

00:11:17: Sondern kontraproduktiv!

00:11:19: Man hat dann auch die Lehren draus gezogen weil es ja komplett schief gegangen ist und infolgedessen als dann seibelserückgetretenes hat man beschlossen dass es Priestern verboten ist irgendwelche Parteifunktionen zu übernehmen und sich aus der parteipolitischen Auseinandersetzung zurückzuhalten.

00:11:36: Und diese Tradition hat man eigentlich bis heute fortgeführt.

00:11:39: also das war verheerend.

00:11:42: Das Drama ist, es nützt diesen Parteien nicht und schadet der Kirche und deren Auftrag enorm.

00:11:46: Das war die Lehre, die man gezogen hat und die man glaube ich auch bewahrt hat.

00:11:51: Und das ist natürlich auch ein Thema dass sich man sich in Deutschland einmal anschauen sollte weil das ist schon ziemlich einzigartig in dieser Intensität in Europa, dass man sich da so hineinwirft.

00:12:03: also manchmal ist die Geschichte eine ganz gute Lehrmeisterin.

00:12:07: Sagt Guddu der Walterskirchen wenn sie Politik und Religion vermischt kommt selten etwas Gutes heraus.

00:12:13: Es gibt in der aktuellen Ausgabe von Libratus Online noch einen weiteren Beweis dazu, allerdings jetzt hier von einer komplett anderen Seite.

00:12:21: Da geht es um die ehemalige finnische Innenministerin Pavey Resenen.

00:12:26: Sie hat durchaus nachvollziehbar christliche Zitate gebracht und wurde dafür dann relativ harsh vom Netz verurteilt?

00:12:38: Ja, sie wurde sogar vom Gericht verurteilt.

00:12:40: Dieser Fall residenziert sich ja schon über viele Jahre für alle die nicht so in diesem Thema drinnen sind.

00:12:47: Sie war früher eine finnische Innenministerin, eine christlich-soziale Politikerin und lebt ihr Christentum auch sehr engagiert, auch privat Und hat sich vor Jahren geäußert in einem Post und hat den Stellenwert von ihrem Familie so weiter betont, also hat auf die Bibel hingewiesen.

00:13:11: Und hat auch eine alte Kirchenschrift dazu zitiert.

00:13:15: Das hat dann dazu geführt dass sie wegen quasi Verhetzung verurteilt wurde.

00:13:22: gerichtlich.

00:13:24: das ist schon sehr interessant.

00:13:26: Einerseits, weil sie dann auch noch abgeordnet werden – das ist eine Politikerin, äußert sich öffentlich zu einem Thema, bringt ihre christliche Position dazu ein und wird deshalb vom Gericht verurteilt.

00:13:41: Und ging dann bis in die obersten Instanzen.

00:13:43: Das hat dann dazu geführt, dass sie vor kurzem zwar von dem Vorwurf der Verhetzung im Sinne, im Zusammenhang mit dem Bibelzitat freigesprochen wurde aber bitte erst nach dem Instanzenzug.

00:13:57: Aber bei der Schrift, die sie da zitiert bei dieser Christlichen.

00:14:02: Da wurde sie weiterhin.

00:14:03: also das wurde bestätigt.

00:14:05: Dafür wurde sie weiter verurteilt.

00:14:07: jetzt geht es um Menschenrechtsgerichtshof und zwar nicht nur wegen sich.

00:14:12: Wir haben das in einem Gastkommentar der Organisation ADF.

00:14:15: Das sind Anwälte den Menschen die wegen ihrer gewissen oder ihrer christlichen Überzeugung verfolgt werden die sie dann unentgeltlich vertreten Sondern was ein Präzedenzfall wäre.

00:14:25: Also wenn ich mir die grössliche Gesinnung äußere, daraus ableite gewisse moralische persönliche ethische Werthaltungen und dafür wegen Hetze oder Diskriminierung anderer verurteilt werde dann haben wir ein Problem.

00:14:40: Dann haben wir wirkliches Problem.

00:14:42: ja stellen uns jetzt die Gender-Debatte vor.

00:14:45: wie kann das ja schon ansetzen?

00:14:46: Ich sage Ja aber Entschuldigung in der Bibel steht was Mann und Frau schufe sie ist es dann schon Verhetzung Und das ist dann eine Herabwürdigung anderer, die sich halt nicht als Mann und Frau fühlt.

00:14:57: Also so können wir einen demokratischen Beziehungs- also können wir überhaupt keinen Diskurs mehr führen.

00:15:02: wenn auf der einen Seite zum Beispiel eben Muslime für sich beanspruchen dass sie ihre Werthaltungen einbringen dürfen und deswegen nicht diskriminiert werden ja was er durchaus legitim ist und auf der anderen Seite aber die Christen nicht mehr Dann haben wir ein ganz gewaltiges Problem weil das entsteht da doch eine Schieflage.

00:15:19: Und um in diesem Präzidenzfall auf zu zeigen, habe ich eben diesen Gastkommentar von einem Experten, der sich damit beschäftigt schon seit Jahren hineingenommen.

00:15:32: Das muss man wirklich genau beobachten, denn das ist jetzt von der umgekehrten Seite wieder übergriffig von der Politik.

00:15:38: Das schießt weit auch über das Ziel hinaus, was die Rechtsprechung anlangt.

00:15:42: Und wir werden mit den Digital Services Act, der das ganze Jahr noch verschärft, diese Themen immer wieder haben.

00:15:50: Also hier ist eine Unschärfe, die zu echten Problemen führt – was es einfach nur zu sagen wird?

00:15:55: Das ist jetzt mein Standpunkt!

00:15:58: Und was ist dann schon quasi Verhetzung und das wird mittlerweile zur Söhner-Historie?

00:16:04: Dass man auf der einen Seite sagt, die, die so Intifader aufrufen.

00:16:06: Das sind die liberalen Demokraten und die anderen sagen also sich, die christliche Ehe besteht dazwischen Mann und Frau.

00:16:13: Die sind dann Hetzer!

00:16:14: Also das geht jetzt in ein normalden Kopf nicht mehr rein.

00:16:18: ja und das ist auch wirklich ein Problem.

00:16:21: Das ist eine echte Schieflage und eine Söhneverwirrung.

00:16:24: Das muss man sich genauer anschauen, was hier passiert

00:16:28: sagt Gudula Walterskirchen über den Digital Services Act, werden wir sicher in einer der nächsten Sendungen auch noch weiter sprechen.

00:16:35: Hier ist ja einiges noch an Potential unter Anführungszeichen.

00:16:39: was das Kurs betrifft Sie hören den Libratus on Air eine Sendung in Kooperation mit dem Magazin Libratos Online.

00:16:49: Dieses Magazin gibt es im Internet und als gedrucktes Heft Aber es gibt auch regelmäßig Veranstaltungen, zu denen Sie einladen.

00:17:01: Da ist erst vor wenigen Tagen eine Einladung gewesen.

00:17:05: Können Sie vielleicht ein bisschen etwas erzählen und rekapitulieren wer dort mit dabei war?

00:17:10: Und wie so die Positionen waren.

00:17:13: Ja, also das Grundanliegen dieser Veranstaltung ist einerseits unseren Abonnenten so einen Diskursraum zu geben.

00:17:19: Das man auch untereinander sich trifft immer mit Kooperationspartnern.

00:17:22: Diesmal war es der Senat der Wirtschaft.

00:17:24: Es ist eine überbarteiliche Interessenvereinigung von Wirtschaftsdreibenden vorwiegend mittelständische Unternehmen und das Thema war, logischerweise dann auch die Wirtschaft.

00:17:35: Aber es ging nicht nur um ein Thema sondern es geht auch darum dass wir eine Diskurskultur wieder etablieren wollen nämlich dass man ernsthaft Menschen unterschiedlichste Standpunkte zuhört und miteinander in der Sache hoffentlich engagiert aber trotzdem respektvoll diskutiert.

00:17:54: Wir waren sehr zufrieden dass es auch diesmal wieder geglückt ist.

00:17:57: Wir hatten ein sehr spannendes Podium, das war Dr.

00:18:00: Ewald Novotny der ehemalige Gouverneur der österreichischen Nationalbank aus Finanzwissenschaftler und Ökonom.

00:18:07: dann eine tschechische Ökonomen Ilona Schwilikova die bei uns noch nicht so bekannt ist aber aufgrund ihrer hervorragenden Deutschkenntnisse sehr wertvoll war und auch einen sehr unkonventionellen Zugang gemacht hat nämlich auch bis aus der Sicht der Tschechen, also die ja relativ spät dann in der EU beigetreten sind.

00:18:26: Wie sie sich hier wohlfüllen und wie Sie die wirtschaftliche Entwicklung sehen?

00:18:31: Und das dritte auch der Vorstandsvorsitzende des Senats Hans Harra.

00:18:36: Hier war wirklich zu merken dass gerade was die Themen EU anlangen, anbelangt oder auch die Kriegswirtschaft, die jetzt als Allheilmittel gepriesen wird für die Wirtschaftskrise dass er schon sehr kontroversielle Themen sind.

00:18:50: Das hat man auch in den Reaktionen des Publikums gemerkt, wo der Applaus war – das war ganz unterschiedlich!

00:18:56: Also hier gibt es wirklich sehr viel Bedarf an Diskussionern und Debatten an Austausch der Argumente.

00:19:02: was dann genau gesagt kann man dann Ihnen auch lesen auf Libratus Online.

00:19:07: Aber zum Beispiel nur ein Beispiel zu nehmen, die Kriegswirtschaft.

00:19:11: Also das heißt nichts anderes als dass man sagt okay wir investieren jetzt in die Rüstung weil das holt uns quasi aus der Krise raus.

00:19:18: hier ist nicht viel Aufholbedarf.

00:19:21: hat die Frau Schäwickler vorgerechnet die sich das sehr intensiv beschäftigt hat dass sich das rein ökonomisch nicht rechnet.

00:19:28: und sie hat auch darauf hingewiesen dass man aus der Geschichte auch weiß wo das endet wenn alle aufrüsten nämlich im krig.

00:19:36: Und ich fand das ein sehr wichtigen Hinweis gerade von einer Ökonomen, denn als Historikerin ist das ja irgendwie quasi nichts Neues auch wenn man es leider immer wieder vergisst.

00:19:48: Gerade auch die Frage der Militärbündnisse ist ja auch sehr zwischspältig zu betrachten aus der geschichtlichen Perspektive.

00:19:55: Aber von einer Ökonomen zu hören, das ist es eigentlich gar nicht rechnet und man dafür halt viele andere Investitionen dann nicht tätigen kann nämlich in die Gesundheit, in die Bildung, in den Infrastruktur – das ist schon glaube ich für das Publikum sehr spannend gewesen!

00:20:12: Danke Guddu der Walterskirchen für den Einblick in aktuelle Themen, die es auf Libratus Online gibt.

00:20:18: Sie können diese Sendung wie das gesamte Programm von Radioklassik Steffansdom sieben Tage nachhören.

00:20:24: Danke für den Besuch und in einem Monat geht's weiter bei uns!

00:20:28: Vielen Dank!

00:20:31: Das war LibratUS on Air – Der monatliche Talk zum Zeitgeschehen.

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