schnittpunkt- 260923#Schöpfung quo vadis

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00:00:00: Zu dieser Ausgabe der Reihe Schnittpunkte begrüßt sich Stefan Hauser.

00:00:04: Heute geht es thematisch um die Schöpfung, befinden wir uns doch derzeit in der laufenden gristlichen Schöpfungszeit.

00:00:12: Gerade das Sommer hat uns vor Augen geführt wie dramatisch sich Auswirkungen hoher Temperaturen bemerkbar machen.

00:00:19: Dürre!

00:00:19: Damit einhergehend Ernteausfälle aber auch für uns Menschen belastende Höchstemperaturen, gab es auch durch die Hitze Todesfälle.

00:00:32: In dieser Sendung hören Sie unterschiedliche Stimmen zur Schöpfung, denn das diese bewahrt werden muss ist wohl allen klar!

00:01:00: Als besondere, kärchliche Mana für mehr Schöpfungsverantwortung gelten Papst Franziskus und Patrach Bartolomeius I., der Nachfolger von Dimitrios auf dem Patrachen-Sitzing Konstantin Opel.

00:01:13: Nicht zufällig hat Franziskos in seiner Enzykliker Laudato Si den grünen Patrarchen als Vorbild hervorgehoben Und Papst Lieder XIV.

00:01:23: hat in seiner jüngsten Botschaft zur Schöpfungszeit die soziale und ökologische Zerstörung durch bewaffnete Konflikte angebrangert.

00:01:32: Krieg hinterlassse Wunden, die weit über das Schlachtfeld hinausreichen, schreibt Leo in seiner Botschaft zum Weltgebietstag für die Bewahrung der Schöpfung, die am ersten September begangen

00:01:42: wurde.".

00:01:43: Das Zusammenspiel von bewaffneten Konflikten und Umweltzerstörung führt auf zu einem Teufelskreis der Ökosysteme Zerstöre lebenswichtige Ressourcen wie Luft- und Wasserverschmutz, die Lebensmittelversorgung, Gefährde.

00:01:56: So der Papst!

00:01:58: Unsere erste Experte in der Sendung Schnittpunkt mit dem ich gesprochen habe zu Fragen von Schöpfung ist ein Priester und Theologe aus Bayern stammt und an der katholischen Privatuniversität Lenz lehrt.

00:02:11: Mein Name ist Michael Rosenberger.

00:02:12: Ich bin Priester der DOC Sey Würzburg seit neunsten siebenundachtzig, seit zwei tausendzwei Lehrstuhlinhaber für Moraltheologie an der katholischen Privatuniversität Linz und Forsche und Lehre hauptsächlich im Bereich Umweltethik, Tierethik-Schöpfungsspiritualität.

00:02:37: also in der Alm wiss was mit den Fragen der Schöpfungen zu tun hat.

00:02:41: Wie ist das gekommen?

00:02:42: War der Christliche Glaube auch schon in ihrer Kindheit etwas denen viel mitgegeben hat?

00:02:49: wenn sich das bis zur priesterlichen Berufung weiterentwickelt?

00:02:54: Definitiv.

00:02:56: zum einen stamm ich aus einer sehr aktiven katholischen Familie die aber auch – und das verdanke ich meinen Eltern wirklich, dass sie sehr reflektiert den Glauben gelebt haben.

00:03:08: Dass man da auch offen und kritisch über Glaubensfragen diskutieren konnte.

00:03:13: inspirierend war für mich dann meine Zeit als Jugendlicher, wo ich Oberministerant war.

00:03:20: Wo ich Jugendgruppenleiter war.

00:03:22: Wohin im Dekanat auch in der Leitung der Jugendorganisation war und wo wir sehr viel intensiv gearbeitet haben.

00:03:33: Und das habe ich als sehr schöne Betätigung gesehen.

00:03:38: und drum ist mein Weg zum kirchlichen Beruf Moral Theologie und Schöpfungsverantwortung, das ist eigentlich eine gute Verbindung.

00:03:51: Ja, das finde ich auch.

00:03:53: Ich war da sehr glücklich dass sich das verbinden konnte.

00:03:56: Das war letztlich hat den Anstoß meinen Doktorvater gegeben der damals gesagt hat wer das nicht was im Bereich Schöpfungsverantwortung die Habilitation zu verfassen.

00:04:10: und ich habe sofort ja gesagt weil mir das Thema Schöpfung schon vom Kindesbein an am Herzen gelegen hat Und für mich ein sehr vertrautes Thema war und dann habe ich das sehr gerne getan.

00:04:26: Wie es sich bis heute zeigt, jetzt stehe ich kurz vor der Emeritierung und bin immer noch bei diesen Themen.

00:04:33: also da steckt so viel drin dass man da ein Leben lang dran forschen kann Und es hat eine gesellschaftliche Relevanz.

00:04:41: Man kann also mit seiner Wissenschaft auch etwas beitragen zu den Prozessen, die wir aktuell haben und das finde ich sehr spannend.

00:04:50: Wir haben ja heute den achtenundigsten Todestag des Heling Franziskus der natürlich, kann man sagen Jahrhunderte davor schon ein Schöpfungsbewahrer war.

00:05:03: Was kann er uns heute sagen?

00:05:05: Also ich glaube der Franziskus kann uns vor allem sagen, dass es um ein Staunen geht.

00:05:11: Wir brauchen eine Emotion gegenüber der Umwelt und den Tieren, weil sonst wenn wir das nur aus einer puren Verpflichtung tun wollen.

00:05:22: Den Klimaschutz leisten wollen, dem Biodiversitätsschutz leisten wollen dann wird es uns nicht gelingen auf Dauer.

00:05:29: Dann werden wir das nicht schaffen.

00:05:30: Wer braucht also diese emotionale Beziehung?

00:05:32: Und da kann Franz von Assisi uns sehr schön zeigen wie das geht seine Faszination von allem was da an Lebendigen in seiner Umgebung war.

00:05:43: Die Vögel, die Landtiere, die Pflanzen, die Blumen die er gesehen hat haben ihn fasziniert und er konnte da einen Lobpreis ausbrechen und das über die Maßen auch dann loben und entsprechend kommentieren.

00:06:02: Er mit den Tieren geredet, das heißt er hat die als eigene eigenständige Individuen angesehen.

00:06:12: Mit denen man auch kommunizieren kann was damals für viele Menschen sehr merkwürdig gewesen sein muss, weil man das eigentlich so damals noch nicht kannte.

00:06:21: Es gab ja noch nicht in unserem heutigen Sinne etwas wie Kuscheltiere oder wie Tiere die man als Gefährten und Freunde hatte sondern der Hund und die Katze waren Nutztiere auf dem Bauernhof, die halt ihre Arbeitsbereiche hatten.

00:06:39: Aber von daher war der Franziskus schon einer, der da etwas gespürt hat.

00:06:46: Von der Eigenständigkeit, von der Lebendigkeit der einzelnen Lebewesen was er ins Wort bringen konnte und was er anderen auch vermitteln konnte offensichtlich Und das kann uns heute sehr viel Inspiration geben und uns helfen eine Beziehung zur Natur zu entwickeln.

00:07:09: Das hat sich hier, kann man sagen wirklich gewandelt wenn wir uns ansehen.

00:07:14: Sie kommen aus Bayern und da gab es Debatten.

00:07:16: in den Achtzigerjahren um Wackersdorf war ein großes Thema bei uns die Atomenergieabstimmung im zweiten Dorf, die Heimburger auch also die ersten und Anführungszeichen Grünen Denker waren ja.

00:07:33: Da musste man ja wirklich zu sehr radikalen Dingen auch greifen.

00:07:40: Heutzutage hat man das Gefühl, es gibt Umweltverträglichkeitsprüfungen und so.

00:07:44: Also da hat sich schon etwas gewandelt?

00:07:46: Ja!

00:07:47: Da hat sich etwas gewandelt definitiv.

00:07:49: allerdings muss man trotzdem sagen dass die Situation der Natur im Vergleich zu den neunzen siebziger Jahren sich noch massiv weiter verschlechtert hat weil einfach unser Druck auf die Natur noch größer geworden ist.

00:08:04: Also wenn man allein schaut wie sich die Landwirtschaft in diesen fünfzig Jahren industrialisiert hat, technisiert hat – wie man immer mehr Gehölze, Hecken, Streuobstwiesen entfernt hat nur damit das alles maschinell perfekt ist wie wir weiter Gewässer begradigt haben, kanalisiert haben.

00:08:27: Da haben wir ganz viel noch zerstört seitdem.

00:08:31: Sie haben schon recht dass da auch Prozesse gelaufen sind die der Natur heute einen gewissen Schutz geben, aber der Schutz reicht natürlich nur soweit wie der Gegendruck aufgefangen werden kann und dadurch dass er sich massiv erhöht hat ist es trotzdem immer noch sehr schwer für eine vielfältige und lebenswerte Umwelt einzutreten.

00:08:58: Jetzt gibt's immer große Debatten.

00:09:00: wir haben das kennen Sie wahrscheinlich auch.

00:09:02: also man schaut ja wir brauchen immer mehr Energie.

00:09:06: Es gibt E-Autos, die sind eine Alternative zum Verbrennermotor.

00:09:11: Aber wir haben viele technische Geräte und es braucht Strom.

00:09:14: Jetzt wollen wir keinen Atomstrom.

00:09:17: Deutschland hat sich ja auch davon verabschiedet.

00:09:21: wenn dann irgendwo, wo es viel Windräder zur Debatte stehen.

00:09:25: Dann gibt's auch dort keine Zustimmung, weil die Gefallen vielen nicht.

00:09:30: Wie sollen wir denn damit umgehen eigentlich?

00:09:32: Wir brauchen Energie.

00:09:33: Andererseits sind diese grünen Energieelemente schwierig vielleicht noch Solarpaneele.

00:09:39: ja was gilt da zu tun?

00:09:42: also im Grunde müssen wir glaube ich die Menschen versuchen zu gewinnen und in Europa sehr schön, dass dort Windkraft überhaupt kein Problem darstellt wo es schon vor Jahrhunderten Windkraft gegeben hat nämlich durch die Windmühlen.

00:09:59: Dort haben sie tausende Windräder heute stehen.

00:10:02: also denken wir an Spanien ist das Land mit den meisten Windrädern in ganz Europa weil die keine Wasserkraft haben und von daher natürlich auch schon vor fünfhundert Jahren auf die Windmiln angewiesen waren.

00:10:15: Dort haben die Leute eine positive emotionale Beziehung zur Windkraft.

00:10:20: Sie freuen sich daran, wenn sich da was dreht weil sie wissen das sorgt für wirtschaftliches Wohlergehen.

00:10:28: und ich glaube diese positive Emotionen müssen wir bei uns noch lernen.

00:10:33: Zumindest in vielen Regionen Österreichs, im Burgenland haben wir es ja schon.

00:10:38: Da war es ähnlich wie in Spanien dass man auf der panonischen Platte natürlich nie die Wasserkraft nutzen konnte.

00:10:46: das heißt da war auch die Windmühle das Mittel der Wahl und von daher haben sie schon eine positive Beziehung zur Windkraft.

00:10:56: aber natürlich entgegenden die Wasserreicher waren Die haben dann noch mehr Hemmungen, mehr Schwierigkeiten und da müssen wir versuchen jetzt so langsam diese positiven Emotionen aufzubauen.

00:11:11: Ich glaube eines was da helfen kann ist schon das wir jetzt in Österreicher als Möglichkeit auch haben dass sich kleine Genossenschaften lokale oder regionale Genossschaften bilden die dann miteinander die Windräder bewirtschaften und wo dann im Grunde genommen jeder der an Anteil daran hat auch irgendwo einen kleinen Profit bekommt.

00:11:35: Das schafft natürlich wesentlich mehr Akzeptanz für Windräder, als wenn irgendein Großunternehmen die dorthin stellt und die Anwohner vor Ort haben nichts außer dass die Landschaft vielleicht nur so schön ausschaut wie vorher.

00:11:51: Sie haben ja auch schon Tierethik angesprochen.

00:11:54: Es zeigt sich ja durchaus, dass das Bewusstsein bei den Menschen zugenommen hat.

00:12:00: was esse ich?

00:12:01: Woher kommt das?

00:12:03: wie wird das Tier gehalten?

00:12:05: es gibt einen Trend wo man sagt okay Ich will jetzt nicht ein Fleisch kaufen wo ich nicht weiß wo das herkommt.

00:12:11: also die ganzen Märkte die es gibt haben Zuspruch weil ich dem Produzenten kenne.

00:12:18: eigentlich eine sehr positive Entwicklung Ja, finde ich auch.

00:12:22: Also es ist auf jeden Fall sehr zu begrüßen das zunehmend mehr Menschen da auch ganz bewusst einkaufen die Direktvermarktung zunimmt weil das natürlich dann letztlich auch dafür sorgt dass mehr Geld beim Bauern bleibt und das ist natürlich sehr wünschenswert dass die Bauern ein gutes Einkommen haben.

00:12:44: Aber natürlich direkt Vermarktung, allein löst noch nicht das Problem.

00:12:49: Denn auch ein österreichischer Bauer kann theoretisch seine Tiere... schlecht halten oder in Verhältnissen, die halt gerade so den Gesetzen entsprechen.

00:13:01: Das heißt ich würde mir schon auch erwarten dass die Konsumentinnen und Konsumenten die jetzt tatsächlich dann auch direkt beim Bauern kaufen oder auf dem Bauernmarkt sich da auch mal genau anschauen wie leben denn die Tiere von denen ich jetzt die Produkte kaufe?

00:13:18: entspricht das schon meinen Vorstellungen oder wäre da vielleicht noch Luft nach oben?

00:13:25: und dann kann ich ja auch mit den Produzenten, mit dem Bauern ins Gespräch kommen und ihm dementsprechend eine Rückmeldung geben.

00:13:33: Ich glaube das wäre sehr wertvoll weil letztendlich die Verantwortung für eine gute Tierhaltung liegt zu einem Teil selbstverständlich auch beim Konsumenten.

00:13:46: Klimawandel haben wir noch gar nicht angesprochen, der eigentlich den es nicht mehr zu leugnen gilt.

00:13:51: Ich glaube das ist fast Usus dass alle bemerkt haben, dass es den Klimawandler gibt.

00:13:55: ich hoffe es aber das heißt natürlich für viele Regionen also gerade jetzt in Österreich dort wo die Berge sind wir leben vom Tourismus mir wollen Schnee und sind mal eigentlich gesagt dass der Einsatz von Schneekanonen auch eine Sünde sein kann.

00:14:10: wie argumentieren sie?

00:14:12: Also Sie haben es vollkommen richtig zitiert.

00:14:15: Ich habe damals gesagt, das kann eine Sünde sein!

00:14:20: Es kommt ja immer auf eine Verhältnismäßigkeit.

00:14:24: Das heißt, ich habe auf der einen Seite wenn ich Schneekanonen einsetze.

00:14:28: Wenn ich also künstlich beschneie ein hohen Energieaufwand.

00:14:33: Ich muss die Wasserteiche anlegen was auch ein Stück weit Umweltserstörung bedeutet.

00:14:39: Was auch heisst dass sich dieses Wasser von irgendwo anders abziehen muss aus dem Alpinenraum wo es möglicherweise auch fehlt so dass es also schon auch einen negativen Einfluss auf die Umwelt hat, wenn man künstlich beschneidet.

00:14:56: Und jetzt muss ich das in Verhältnis setzen zu dem was ich davon gewinne.

00:15:01: Also sprich wie viel bringt das dann wirklich dem Tourismus?

00:15:06: Wie viele Menschen kommen dann mehr, wenn tatsächlich hier Skifahren möglich ist?

00:15:12: Da muss man einen guten Ausgleich schaffen gut abwägen Und die Frage könnte dann natürlich auch sein, wie viel muss ich die Schneekanonen einsetzen?

00:15:24: Wie häufig muss ich sie einsetzen.

00:15:26: Muss sich sie schon im November einsetzen oder reicht es vielleicht auch wenn ich in Dezember damit beginne?

00:15:32: also solche Fragen spielen da letztendlich eine Rolle bis dahin auch mal zu fragen, wie viele Pistenkilometer braucht man denn eigentlich damit man da eine solide Gastronomie, Hotellerie und so weiter vor Ort erhalten kann.

00:15:50: Wenn man jetzt selber Moraltheologe ist sich viel mit Schöpfungsverantwortung auseinandersetzt noch dazu priester ist wie gelingt es ihnen denn in ihrem eigenen Leben auf diese Punkte Acht zu geben?

00:16:04: Und sie zu integrieren?

00:16:06: also ich habe das Glück dass ich nie ein Skifahrer war.

00:16:12: Insofern dieser Punkt für mich einfach.

00:16:15: Ich gehe sehr gern im Winter Schneeschuh wandern in den Alpen, das ist für mich etwas was ich sehr gerne tue.

00:16:24: In der Freizeit bin ich sehr regional unterwegs fast immer Urlaub auch in Österreich oder in einem der unmittelbaren Nachbarländer Österreichs also wo keine langen Anfahrten nötig sind weil ich finde dass bei uns so viele schöne Natur da ist und so viele schöne Möglichkeiten auch Urlaub zu machen, dass man gar nicht um die halbe Welt reisen muss.

00:16:51: Für mich ist das Ernährungsthema eines was ich auch im Laufe der Jahre gewandelt habe.

00:16:58: Da bin ich mittlerweile bei einer sehr Fleischarmen Ernährungen angekommen.

00:17:03: Ich will nichts sagen Fleisch frei Das würde nicht stimmen.

00:17:07: In sehr geringen Mengen esse ich noch Fleisch, aber es ist sehr überschaubar im Vergleich zu dem was der Durchschnitt österreicher ist.

00:17:16: Versuche da schon sehr gerennt damit umzugehen und dann aber wirklich auch soweit ich die Möglichkeit habe durch meinen eigenen Einkauf viel auf den Markt einzukaufen und damit sehr regionale und ökologische Produkte in meiner eigenen Küche zu verwenden.

00:17:37: Sie haben ja auch schon Haltung bewiesen, sie waren ja lange Zeit umweltsprechend.

00:17:43: und dann gab es einen anderen Fall wo sie gesagt haben jetzt leg ich mein Amt zurück?

00:17:47: Ja der Punkt war der Ich hatte zusammen mit der Naturschutzabteilung des Landes Oberösterreich und dem Naturschussbund Ein Waldstück von achtzehn Hektar, das dem Bistum Linz gehört entwickelt und es sollte unter Naturschutz gestellt werden.

00:18:07: Es ist ein sehr wertvolles Waldstuck, dass wertvoll im Sinn des Umweltschutzes, des Naturschutzus ist aber wenig wertvoll in Sinne der Holzindustrie weil's nämlich kaum gutes Holz abwirft.

00:18:20: Das sind sehr karger Wald Aber genau diese Kahlkeit macht ihn für die Natur so interessant und so wertvoll.

00:18:29: Und es war leider so, dass dann das zuständige Gremium das abgelehnt hat, dass die Unternaturschutzstellung passiert.

00:18:40: Da habe ich mit den Behörden des Landes und dem Naturschutzbund zwei Jahre gearbeitet Auch mit Wissen dieses Gremiums und mit Zustimmung des Gremiums.

00:18:52: Und wenn sie dann am Ende das Ergebnis nicht akzeptieren wollen, muss man auch Konsequenzen

00:19:00: ziehen.".

00:19:00: Sie haben es erwähnt?

00:19:01: Sie stehen irgendwann in näherer Zukunft.

00:19:04: von der Emeritierung heißt dass die obösesische Landeshauptstadt wieder zu verlassen.

00:19:08: oder wie ist das bei Ihnen?

00:19:10: Ja, das wird so sein.

00:19:12: meine Heimatdiözese Würzburg will mich dann wiederhaben.

00:19:16: Die haben mich ja freigestellt für die Dauer meiner Professorntätigkeit in Linz.

00:19:22: Und es ist klar, dass ich im Herbst nächsten Jahres dann wieder nach Würzburg zurückkehre.

00:19:27: welche Aufgabe ich dort dann übernehmen werde das wird sich hoffentlich im nächsten halben Jahr klären.

00:19:34: momentan weiß ich das noch überhaupt nicht Und wenn man fast ein Vierteljahrhundert in Linz war, kann man vorstellen, dass der Abschied nicht sein leichter.

00:19:43: Da stimmt!

00:19:43: Ich habe viele Menschen auch lieb gewonnen und ich habe viele gute Kontakte, auch viele Kooperationen die mir wichtig sind – auch im wissenschaftlichen Bereich sehr wertvolle Kooperation, die natürlich, die man ungerne zurücklässt.

00:20:02: Ich hoffe natürlich schon darauf, dass sich manches davon trotzdem erhält und dass man auch wenn ich dann ein paar hundert Kilometer weiter nordwestlich bin trotzdem es möglich ist diese Kontakte oder auch Kooperationen zu halten.

00:20:18: So einige Aufgaben möchte ich gerne weiterführen, aber muss natürlich mal noch schauen ob meine Diözese mir das ermöglicht.

00:20:28: Soweit Michael Rosenberger, katholischer Priester und Moralthiologe – seit Jahrzehnte ist der Inhaber des Lehrstuhls für Moraltheologie an der katholischen Privato-Universität Linz.

00:23:16: Herbst aus den vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi interpretiert vom Konzentus Musikus Wien unter Nikolaus Arnung Kohl Im Schnittpunkt das Magazin zwischen Gesellschaft und Religion.

00:23:33: Der Sommer zwanzig war in Österreich überdurchschnittlich heiß und trocken.

00:23:39: Laut offiziellen Messwerten und Auswertungen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz-, Regionen- und Wasserwirtschaft lag die mittlere Lufthemperatur der Monat Juni bis August um plus zweikommer sieben Grad Celsus über dem klimatologischen Mittel der Periode Ninzeinneinzig bis Zweitausendzwanzig.

00:24:01: Gleichzeitig fiel österreichweit zu mehr als im langjährigen Durchschnitt.

00:24:08: Dieses Niederschlagsdefizit betraf das gesamte Bundesgebiet besonders den Osten des Landes und verschärfte zunehmend die Situation beim Wasserhaushalt.

00:24:18: Die Trockenheit setzte sich damit nach einem bereits trockenen und niederschlagsamen Winter- und Frühling in allen drei Sommermonaten fort.

00:24:27: Der heißeste Sommer in der österreichischen Messgeschichte lässt nun die erwartete Ernte bei vielen Feldfrüchten noch schlechter ausfallen als zuletzt erwartet, heißt es von der Landwirtschaftskammer Österreich.

00:24:39: Betroffen sind etwa Erdäpfel, Körnermeiß, Sojakürbis und Zuckerrüben.

00:24:44: Ich habe zu Beginn der Türe ein Interview mit Josef Mosbrücker geführt.

00:24:49: Er betreibt einen Milchvieh, Ackerbau und Forstbetrieb im vorarlbergerischen Dornbeen und ist Präsident der österreichischen Landwirtschaftskammer.

00:24:57: Und da waren diese Auswirkungen bereits absehbar!

00:25:01: Herr Präsident Mosbrugger, das Jahr zwanzigundzwanzig ist ein sehr trockenes, was bedeutet das mal generell für die österreichische Landwirtschaft?

00:25:10: Die österreichische Landwirtschaft arbeitet tagtäglich mit der Natur und der freien Himmel, damit sind wir hauptbetroffene von dieser Situation.

00:25:18: Faktum ist.

00:25:20: Das heißt für Bauern und Bauern sehr nervenaufreibend wenn man sich ständig damit beschäftigt.

00:25:26: ich warte auf den nächsten Tropfen Regen damit meine Kultur Marker nicht verdirbt und ich gar nichts mehr zu ernten habe.

00:25:36: Und das ist schon Eine Sache, die natürlich in der Frage wie geht es der Landwirtschaft wirtschaftlich eine deutliche Wirkung hat.

00:25:44: Wir haben steigende Kosten daraus unterdruckstehende Erzeugerpreise und darüberhin auch wenn ich dann noch weniger ernte, dann heißt das mir fehlt am Schluss.

00:25:55: Das gilt mir fehlt beim Schluss Einkommen.

00:25:57: Eines ist klar, wir leben in Zeiten des Klimawandels.

00:26:01: auf das müssen sich die Landwirte einstellen.

00:26:03: was sind da probate Mittel?

00:26:05: Ja zu meinen Der Ball der Landwirtschaft alleine zuzuspielen, dass sie für den Klima verantwortlich ist, lehne ich ab.

00:26:12: Weil es gibt Hauptverursacher und da wäre der Verkehr ein ganz zentrales Thema wo aus meiner Sicht wesentlich mehr zu tun wäre.

00:26:20: Aber die Landwirtschaft gehört zu denjenigen, die sich mit dem Klimawandel und den Herausforderungen beschäftigen, die auch Antworten haben.

00:26:28: Wir machen das über die Landwirtschaftskammern in der Beratung, dass wir eine Reihe von Antworten, von Maßnahmen für alle Sparten in der Landwirtschaft vom Ackerbau bis hin zum Weinbauer entwickelt haben.

00:26:40: Das ist insbesondere Markerbau als Beispiel zu nennen – die Fluglose Bodenschonende Bearbeitung, dass die Böden bedeckt sind.

00:26:49: Die Ausdrucknung deutlich reduziert wird, wer Wasser im Boden gehalten werden kann und die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens verbessert wird.

00:26:57: Das zieht sich fort, Fruchtfolge und verschiedenes mehr.

00:27:01: Also wir versuchen mit Antworten auf Bauerinnen und Bauern zu unterstützen.

00:27:05: Diese Methoden werden schon sehr flächig angewendet und tragen dazu bei dass auch in einem so extremen Trockenjahr wie Heuer durchaus noch zwar geringere Erntemengen aber eigentlich überraschen gute Erntenmengen möglich sind und das ein wesentliches Faktor ist, das schon zeigt Das Bauern und Bauern eine hohe Verantwortung dafür übernehmen, aber insbesondere ein hohes Know-how besitzen wie sie damit umgehen.

00:27:36: Und eine zweite Antwort die wir brauchen ist dass wir mit neuen Züchtungen eben Antworten für diese Entwicklungen haben damit auch in Zukunft Möglichkeiten zur Verfügung stehen Kulturen zu finden die eben auch Produktion zulassen auch in diesen herausfordernden Zeiten.

00:27:55: Wenn wir auf die österreichischen Bauern schauen, was machen denn die?

00:27:58: Wenn wir jetzt den großen Begriff hernehmen.

00:28:00: Wir kennen das in der Kirche dem Begriff der Schöpfungsverantwortung dafür.

00:28:05: Die österreichische Bauern und Bauern tragen da eine ganz, ganz hohe Verantwortung weil ihnen dieses Thema so wichtig ist, dass die nachhaltige Landwirtschaft wie gehe ich mit meinem zur Verfügung gestehenden Hab'n gut um eine ganz entscheidende Voraussetzung.

00:28:21: Und ich behaupte, es gibt keine anderen Bauern und Bauern die nach diesem Grundsatz handeln.

00:28:26: Ich will das was ich übernommen habe in einen besseren Zustand der nächsten Generationen übergeben.

00:28:33: Wo wird so in Generationen gedacht wie in der Landwirtschaft?

00:28:37: Dass es eigentlich diese emotionale Bindung und Verantwortung gibt?

00:28:41: würden Bauern & Bauern in Österreich nur noch nach der wirtschaftlichen Basis was unter dem Strich übrig bleibt.

00:28:47: Handeln!

00:28:49: viele Regionen gar nicht mehr die bewirtschaftet würden, dann werden Höfe zugesperrt.

00:28:53: Da ist schon ein hoher emotionaler Faktor und das zeigt auch von dieser Verantwortung dass dieser Schöpfungsauftrag kaum irgendwo so offensiv gelebt wird wie in der Landwirtschaft.

00:29:04: Gibt oft das Thema, dass es keine Nachfolge gibt für verschiedene landwirtschaftliche Bereiche?

00:29:10: Es möchten sich viele nicht mehr Arbeit antun weil's natürlich wirklich auch fordernd ist.

00:29:15: was gilt da zu tun?

00:29:17: Zum einen ist es mir wichtig zu betonen, wir haben die jüngste Landwirtschaft in Europa.

00:29:22: In keinem anderen europäischen Land gibt so viele junge Leute, die in die Landwirtschaft einsteigen übernehmen.

00:29:27: Das ist dem zugrunde gelegt.

00:29:29: das wäre eine gute soziale Absicherung in der Landwirtschaft.

00:29:33: Das ist ein politischer Erfolg, der über Jahre daran gearbeitet worden ist, dass es einen Pensionsanspruch im bauerlichen Bereich gibt damit man den Betrieb auch an die nächste Generation übergeben kann.

00:29:44: Wir haben auch einen hohen Anteil an motivierten Bauerinnen und Jungen Leuten, die in die Landwirtschaft einsteigen wollen kaum wie in einem anderen Berufsfeld weil sie ein schöner Beruf ist.

00:29:58: Und darum kämpfen wir einerseits um Rahmenbedenungen, damit der wirtschaftliche Grundlage ist.

00:30:03: Aber was schon dazu gesagt werden darf Landwirtschaft hat dann Zukunft Wenn auch gerade das was den Bauern und Bauern in der Seele so beschäftigt, dass was ich produziere die Lebensmittel die auf dem Markt bringe dementsprechend Wertgeschätzt, Wertschöpfung bringen.

00:30:18: Das heißt einen dementsprechenden Preis.

00:30:21: Was ganz entscheidend ist, ist die Webbewerbssituation im europäischen Kontext, das was man von der österreichischen Landwirtschaft Nicht will hat auch bei Importprodukten nichts verloren, das darf nicht importiert worden.

00:30:34: Das zerstört die Webbewerbsfähigkeit und wir brauchen vergleichbare Webbewebsbedienungen.

00:30:39: Und dann ist aus meiner Sicht die Landwirtschaft auf einen guten Weg, dass es Leute gibt, die sich in Zukunft diesem Beruf widmen.

00:30:47: Und es wäre schon gut, wenn manche die nicht von der Landwirtschaft leben auch nicht so groß öffentlich immer darüber reden was die Landwirtschaft alles noch tun soll sondern sich eher zurückhalten und die arbeiten lassen.

00:31:00: Und die auch letztendlich die Zukunft gestalten lassen, die davon leben.

00:31:04: Auf was sollen wir als Konsumentinnen und Konsumenten schauen?

00:31:08: Was österreichische Güter aus der heimischen Landwirtschaft anlangt Ja, regional einkaufen.

00:31:14: Heimisch kaufen!

00:31:15: Das was ich mir wünsche da ist ja eine umwegere Enttabilität dabei.

00:31:19: einerseits dient's dem Klimawandel je kürzere Transportwege je näher aus dem Umfeld umso weniger muss sich das Ganze in der Welt umherkommen.

00:31:28: Das zweite ist Da ist ja ein wesentlicher Mehrwert mit dabei.

00:31:32: Wenn ich regional einkaufe, dann kaufe ich mein Umfeld die Landschaft, den Lebensraum wo ich mich tagtäglich aufhalte und das vergessen viele.

00:31:41: Mit dem wenn ich dem Landwirt dafür bei wenige Euros mehr gebe, hat er letztendlich die Umwelgerentabilität und alles trägt dazu bei dass mein Umfeld in dieser Form auch gestaltet bleibt.

00:31:53: Und ich glaube da etwas breiter zu denken und nicht so kleinkariert.

00:31:57: aber insbesondere es geht um... den Wert der Zukunft.

00:32:01: Mir tut es wirklich weh im Inneren, wenn immer bei den Lebensmittel als erstes gespart wird und für alles andere hat man das

00:32:08: Geld.".

00:32:08: Und das ist der falsche Ansatz!

00:32:09: Der größte Sicherheitsfaktor für die Zukunft ist, wenn wir eine produzierende lebendige funktionierende Landwirtschaft in Österreich auch in Zukunft haben.

00:32:18: Soweit Josef Mosbacher, Präsident der österreichischen Landwirtschaftskammer.

00:32:23: In Österreich gibt es laut Daten der Statistikausdur des Jahres, und hundert-einthausend landwirtschaftliche Betriebe.

00:32:32: Eine die den persönlichen Beweis für das Engagement in der heimischen Landwirtschaft erbringt ist stellvertretend für diese Lisa Kölpfneisel.

00:32:42: Sie sind Winzerin im Bezirk Oberprömdorf im Mittelporgengelands.

00:32:51: und bekannt für Rotweine.

00:32:53: Wie geht es den Weinen heuer in diesem trockenen Jahr, im Jahr des Jahres?

00:32:59: Der Wein wächst am Stein, so sagt man.

00:33:02: Oder da steht in einem sehr alten Buch geschrieben und wir sind hier im Mittelpuglern zu Hause in Deutschkreuz und sind wirklich begnadet für unsere ganz schweren Lämpöden.

00:33:12: Das heißt wir sind ein sehr trockenes Gebiet aber unser Reben stehen auf sehr schweren lämpönen das super des Wasserspeichern die Wurzeln extrem tief wie bewässerende künstliche.

00:33:21: sie bringen diese Topqualitäten auf natürliche Weise und kommen mit den warmen Temperaturen gut zurecht.

00:33:28: Das heißt, der Klimawandel, wenn die Sommer wärmer werden, da sind sie angepasst und wissen Methoden wie es gelingt dem Wein gut zu kultivieren.

00:33:37: Es ist also bedingt manche Sorten gibt's die weniger gut zurecht kommen die internationalen Sorten die schon in den letzten Jahrzehnten mittlerweile an Relevanz gewonnen haben.

00:33:46: aber allen voran auch der blau-frenkische kommt mit in Temperaturen gut zur rechte.

00:33:50: was beschreibt im Blaufrenkischen?

00:33:52: Die Vielfalt, die schätze ich so.

00:33:54: Also blau-fränkisch funktioniert zum Beispiel ganz hervorragend auch als Rosé oder das rosé-Shamwein funktioniert sogar als blonde noir also wirklich weiß sehr fruchtig ganz klassisch wie man ihn kennt aber auch extrem schwer und kräftig.

00:34:06: extrem tolles Lagerpotenzial von der Qualität auf internationalen Format.

00:34:11: Der Wein ist ja ein biblisches Produkt kann man auch sagen.

00:34:15: Wie sind Sie zum Wein gekommen?

00:34:17: Ja, aus Wasser können wir noch keinen Wein machen.

00:34:20: Das wollen wir auch nicht.

00:34:22: Wir sind ein ganz klassisches Familienbetrieb in vierter Generation sehr professionell aber auch schon viele Generationen davor im Nebenerwerb.

00:34:29: so Wein, Gärten und Weinstöcke waren immer Teil unseres Lebens und sind das nach wie vor?

00:34:34: Wie sieht denn so ein Jahr aus für sie an Arbeit?

00:34:38: Gibt es da viel zu tun?

00:34:39: gibt's mal Zeiten wo man es auch ein wenig locker angeben kann und schaut man da mit Sorge nach oben.

00:34:46: Der Unterschied vom Weinbau zur anderen Landwirtschaft, wenn ich zum Beispiel an Agrarkulturen denke, ist dass da im Winter ein bisschen mehr Verschnaufpause ist.

00:34:53: Ein bisschen mehr Zeit, um die ganzen Fahrzeuge wieder in den Schuss zu kriegen.

00:34:56: Im Weinbau ist das anders.

00:34:57: also wirklich wenn man möchte, kann man dreihundert und sechzig Tage im Jahr voll im Einsatz sein.

00:35:02: Also jeder der mit Freizeit ein Problem hat dem rate ich den Weinbauder langeweile kein Thema.

00:35:09: Sie wirken aber locker und entspannt.

00:35:12: Ja, wir lieben das was wir tun.

00:35:14: Das muss man machen.

00:35:15: ich glaube man muss es absolut mit Leidenschaft tun damit man es auch gut macht.

00:35:18: und die Philosophie, die leben wir.

00:35:21: Wie geht man denn selber als Winzerin mit dem Wein um?

00:35:24: Trinken sie jeden Tag ein Achtal Jeden Tag nicht.

00:35:27: Wein begleitet uns aber jeden Tag.

00:35:29: Also es muss jetzt nicht sein, dass wir das wirklich im Trinken tun.

00:35:34: Man geht jeden Tag durch den Keller und schaut jeden Tag in Weingarten heraus.

00:35:37: Aber man verkostet natürlich auch mit Kunden mit, man kostet dem Keller fast Proben.

00:35:43: Man ist auf jeden Fall jeden Tage im Berührung.

00:35:45: damit trotzdem etwas sehr verantwortungsbewusstes oder moderater Konsum in Feiern oder bei irgendwelchen Anlässen schon wirklich mit großem Genuss verbunden.

00:35:57: In dem Wein haben Sie auch Ackerbaubetrieb?

00:36:00: Ganz genau, wir sind einer der letzten wenigen hier regionalen Betriebe die noch beides machen, Weinbau und Landwirtschafts-Ackerbau.

00:36:08: Was bedeutet das?

00:36:09: was muss man da miteinander sozusagen einen Einklang bringen oder auch differenzieren?

00:36:13: Elipswels und so Erde, also wir betrachten die Natur noch ein bisschen intensiver.

00:36:18: Wenn man mit mehreren Kulturen arbeitet dann spürt man das noch ein bissel mehr.

00:36:21: Es ist jetzt vordern vom Zeitmanagement dass man halt alles unter einem Hut bringt.

00:36:27: Also es kommt halt viel zusammen.

00:36:28: Die Weinernte kommt halt oft damit der Ernte oder von Zucker rüben manchmal zusammen.

00:36:33: Also es ist dann schon vom Zeitmanagement wirklich eine Herausforderung, aber man ist ein bisschen breiter aufgestellt.

00:36:40: Man steht auf mehreren Füßen in so Zeiten wie diesen die ein bisschen holprig sein einfach ein bisschen effektiver.

00:36:47: Was können Sie denn mit dem Begriff Schöpfungsverantwortung anfangen Frau Kölni Pfneisel?

00:36:52: Was mir jetzt quasi als neue Generation auch zur Verfügung gestellt wurde von vielen Generationen vor mir, das muss man immer mit sehr viel Respekt behandeln und so gut in die nächste Generation weitergeben.

00:37:06: Im Prinzip ist es so, wenn ich jetzt denke vom Weinbauaspekt aber auch von der Landwirtschaft.

00:37:10: Wir ernten immer sehr hohe Qualitäten in weizen Kultur zum Beispiel, das gerade aktuell ist also Bremenweiznis bei uns in der Region Standard und das ist sensationell.

00:37:20: Aber auch im Weinbau ist natürlich Qualität das absolut oberste Ziel Und das war voll im Einklang mit der Natur.

00:37:25: Also wir machen wirklich alles was man sich vorstellen kann damit dass einfach So umweltnah und so naturnah wie möglich passiert.

00:37:31: Also wir arbeiten zum Beispiel im Weinbaubetrieb als nachhaltig zertifizierter.

00:37:35: Das heißt, wir verwenden keine Insektezieher.

00:37:38: Das machen wir ganz gleich wie die biologischen Betriebe.

00:37:40: Wir verwenden auch keine Herbezieher das wird alles mechanisch bekämpft, aber wir arbeiten im Weinbau zum Beispiel ganz klassisch mit Funke zieden weil einfach die Pilzkrankheiten wirklich die größte Bedrohung im Weinbaus sein und es für uns der nachhaltigste Weg ist um so wenig wie möglich in den Weingarten hineinfahren zu müssen und wenig Bodenbelastungen zu haben und die Natur dann möglichst doch im Einklang und irgendwo in Ruhe gelassen und dann nicht ständig mit Franzenschutzmitteln im Weg zu sein.

00:38:10: Soweit Lisa Köln-Pfeneisel, sie ist Winzerin im burgenländischen Deutschkreuz.

00:38:16: Musikalisch folgt nun die Weingartelswied des angegebenen Komponisten Franz Xaver Frenzel – warum sage ich das?

00:38:23: Weil das der Künstlername des österreichischen Kompонisten Friedemann Kat isst!

00:40:44: Im Schnittpunkt Das Magazin zwischen Gesellschaft und Religion.

00:40:49: Heute geht es bei uns im Schnittpunkt um die Schöpfung – damit auch zum nächsten Thema.

00:40:54: Die ökologische Ökonomie ist ein Forschungsfeld, das Wirtschaft Natur und Gesellschaft verbindet, um menschliches Handeln innerhalb der natürlichen Grenzen der Erde zu ermöglichen.

00:41:05: Erste Wissenschaftlerin weltweit, die Tarin mit dem Doktortitel Abschluss, ist Sigrid Stagel.

00:41:11: Die Ökonomin- und Hochschullehrerin an der Wiener Wirtschaftsuniversität hat nun ihr Buch krisenfest in Brandstedter Verlage herausgebracht wie wir unsere Wirtschaft verändern können, um unsere Zukunft zu sichern.

00:41:23: Darum geht es nun!

00:41:48: Davon ausgeht, dass meisten in der Wirtschaft wir nicht in einem Gleichgewicht sind.

00:41:53: Nicht in einer Situation wo eh alles gut läuft sondern das man durch gesellschaftliche Interventionen durch demokratisch legitimierte Entscheidungen der Wirtschaft sozusagen unter die Arme greifen muss damit sie besser funktionieren kann.

00:42:08: Das sind zwei so herangehensweisen innerhalb der Volkswirtschaftsjahre.

00:42:11: Gebt mir davon aus, dass es üblicherweise ja die Ökonomie im Gleichgewichte ist eben Prinzip läuft und man soll zu wenig wie möglich intervenieren.

00:42:18: oder geben wir eher davon aus, dass es Situationen gibt wo man längerfristig in einer Krise verhaften könnte und der Staat sollte intervenieren um die Wirtschaft daraus zu helfen.

00:42:29: John Menard Kenz ist der prominenteste Vertreter natürlich von letzterer.

00:42:33: Insoferne sind Krisen etwas was ich besonders interessant finde um mich damit systematisch zu beschäftigen.

00:42:41: Und leider ist es halt so das wir derzeit mehrere Krisen haben die miteinander überschneiden Und teilweise einander verstärken.

00:42:50: Und das heißt, jetzt aus der Umwelt- seite kommen die Klimakrise, Biodiversitätskrise und auf der anderen Seite auch aus der sozialen Perspektive Ungleichheit usw.

00:43:00: Im Buch – Das dauert!

00:43:02: Ganz klar.

00:43:03: Und ich habe da sehr viel Respekt davor.

00:43:05: zu einem Projekt, deswegen als ich Wissenschaftlerin des Jahres wurde haben fast alle Journalisten mich gefragt und Frau Stagel, wann schreiben Sie jetzt ein populär wissenschaftliches Buch?

00:43:13: Ich bin mir die gleiche Antwort gegeben wenn der Tag mehr als vierundzwanzig Stunden hat also nie!

00:43:18: Weil es geht sich nicht aus, bin gut ausgelastet und das was ich tue finde wichtig.

00:43:22: Und deswegen kann ich da von dem nicht zurückgehen.

00:43:24: Eine Journalistin die von der Falte einen Artikel geschrieben hat mich interviewt, hat auch die gleiche Frage gestellt.

00:43:28: Die Patricia Magalester.

00:43:30: Da habe ich gleich Antwort gegeben und sie gesagt naja vielleicht denken wenn Sie's anders denken.

00:43:34: wir haben jetzt da eineinhalb Stunden lang miteinander zwei Stunden miteinander geredet.

00:43:38: wie wärs?

00:43:38: Wenn man zehn zwölf solche Sitzungen machen wie diese... ...und ich helfe ihnen beim Schreiben!

00:43:44: Und das klang plötzlich viel machbarer.

00:43:46: so jeden Monat Ein Gespräch, das kriegen wir im Kalender unter.

00:43:50: Die Frau Magalester war ganz wunderbar... Also ohne sie würde es das Buch ganz klar nicht geben.

00:43:55: Er hat mir super geholfen!

00:43:57: Meine erste Reaktion war natürlich als Wissenschaftlerin Sie schreiben und ich schreibe meinen Namen drauf Geht gar nicht!

00:44:04: Ich bin fast vom Sessel gefolgen vor dem Vorschlag.

00:44:08: Nachdem wir aber geklärt hatten, dass sie drin entsteht im Buch.

00:44:11: Dass das im Vertrag mit dem Verlag und so weiter alles geklärte ist und dass es alles ganz transparent gemacht wird und nicht unüblich ist und nicht anrühig ist, dann haben wir zusammengearbeitet und haben uns mit dem Buchprojekt beschäftigt.

00:44:24: was ich unterschätzt habe war am Schluss wie oft der Verlag richtig erweise und ich schätze, dass ihr etwas sehr gründlicher arbeitete.

00:44:31: Ich glaube vier oder fünf mal sind Sie gekommen.

00:44:33: ja jetzt hat der in dieser Rolle noch einmal drüber gelesen.

00:44:36: wollen Sie das noch ein?

00:44:38: Und das kann man nicht als Autorin dann zu sagen, wird schon passen.

00:44:43: Opponierung heute, Energiewandel, Mobilität, das Leben der Zukunft und Globalisierung im Buch Krisenfest sind so viele Themen verfestigt die uns tagtäglich beschäftigen.

00:44:54: Also ein durchgängiges Thema in dem Buch ist dass wir die richtigen Strukturen brauchen damit wir Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und gute Bedürfnisbefriedigung aller schaffen.

00:45:09: Die einzelne kann dazu auch etwas beitragen aber in den falschen Strukturen ist es ganz schwierig individuell die richtigen Entscheidungen zu treffen.

00:45:19: wenn die importierten weit transportierten Obst- und Gemüse deutlich günstiger sind als die heimischen oder vielleicht sogar die einzig verfügbaren sind, dann ist es halt schwierig als Einzelner, die richtige Entscheidung zu treffen.

00:45:33: Das ist einmal eine Dimension.

00:45:34: Die Strukturen sind ganz wichtig um Menschen zu befähigen Entscheidungen zu treffen, die für die Gesellschaft zuträglich sind und natürlich auch für das Auskommen der Bauern.

00:45:46: Das immer was Wichtiges!

00:45:47: Das ist eine Nuisierung.

00:45:49: Natürlich kann der Einzelne etwas beitragen aber Die ganzen Probleme, den Einzelnen umzuhängen ist eine komplette Überforderung und wäre auch ein Kategorienfelder.

00:45:57: In der ökologischen Ökonomie ist es uns immer wichtig die physische Dimension mit zu betrachten.

00:46:03: So sehr ist attraktiv für uns klingt Tomaten und wenn wir heute in einer Zeit leben wo's wichtig ist dass wir Tomaten oder Paradieser auch im Dezember zur Verfügung haben Dann klingt das vielleicht aufs Erste hin attraktiver, wenn man sagt es ist von den Wiener Gärtnern gekommen.

00:46:20: Weil's lokal sein kann aber sein dass vom Energieaufwand das Behetzen mit Glas von Glashäusern energetisch aufwendiger ist als von Polytunnels in Spanien sie mit großen Lkw herzutransportieren.

00:46:36: Das ist auch etwas um die mir in meiner Dissertation beschäftigt habe sehr systematisch sich anzuschauen verschiedene Optionen hier zu vergleichen.

00:46:44: Jetzt ist aber die Frage, müssten wir das miteinander vergleichen oder gibt es noch eine bessere Option?

00:46:49: Manche argumentieren dann, naja man sollte frugalere Rangehensweise und im Dezember auf die Tomaten verzichten.

00:46:56: Ich kann dem sehr viel abgewinnen und für Menschen für die so leben können und wollen.

00:47:01: Das ist wirklich sozusagen der High Alt von nachhaltigem Leben!

00:47:06: Ich habe nur die Sorge dass das nicht zum Massenphänomen werden wird.

00:47:10: Leute zu etwas zu zwingen, ist in einer Demokratie und offenen Gesellschaft nicht gerade ein Winning-Ticket.

00:47:17: Deswegen gibt es noch eine andere Frage!

00:47:19: dritte Option.

00:47:21: Da sind wir natürlich mit den technologischen Verbesserungen, die in den letzten Jahrzehnten passiert sind, dass man beispielsweise Glashäuser nicht mit Gas und Fusilientreibstoffen befeuert sondern sie mit Photovoltaikantagen in Kombination mit Wind usw.

00:47:34: mit Speicher.

00:47:35: dann sind wir in einer ganz anderen Situation.

00:47:38: schon wenn wir die Energieversorgung der Glashäuser in eine kohlendstofffreie Form schaffen Dann sind wir wieder in einer Situation, wo die Versorgung durch die Wiener Gärtner und auch die Wünsche der Konsumenten-Konsumentinnen erfüllend – vielleicht mit der Information Achtung doch im Winter ist ein bisschen aufwendiger das alles zu produzieren.

00:48:02: Vielleicht mag es nicht doch mehr zu den Wurzelgemüssen greifen aber trotzdem wird es angeboten sozusagen.

00:48:08: Also ich glaube dass es mir in diese Richtung gehen muss Grissenfest, wie wir unsere Wirtschaft verändern können um unsere Zukunft zu sichern.

00:48:16: Das Buch von Sigrid Stage ist im Brandstädter Verlagerschienen.

00:48:20: die katholische Kirche Wien für den eigenes Umweltbüro.

00:48:24: mehr dazu im folgenden Gespräch.

00:48:26: Die Ärzte zur Wien hat ein eigenes Umwelt Büro und das bereits seit drei Jahrzehnten.

00:48:32: Das ist einerseits eine Servistelle für die Pfarrer und für pferliche Schöpfungsverantwortliche Andererseits.

00:48:40: natürlich setzt man auch Impulse für mehr Nachhaltigkeit im kirchlichen Kontext.

00:48:46: Leiter des Umweltbüros ist Markus Gerhard Dinger.

00:48:51: Sie sind schon seit langer Zeit sozusagen mit dem Thema befasst, auch als Umweltbeauftragter der Ärzte, die jetzt aus der Wien, wisst denn das gekommen?

00:49:04: Ausbildung her, bin ich Pastoralassistent und Religionslehrer.

00:49:07: Ich habe damals vor vielen Jahren das Seminar für kirchliche Berufe gemacht in Oberseingte Feidt und war dann vierzehn Jahre Pastoral-Assistent.

00:49:15: In der letzten Pfarrerin, die ich war, in der Pfarreziologin Method im XXI Wiener Gemeindebezirk, habe ich sehr viel in Richtung Ökologie und Nachhaltigkeit gemacht.

00:49:25: Wir haben dort mal sein eigenes Umweltteam auch gegründet und vom Pfarrer her erwarte diese Möglichkeit da vieles zu tun Und wie meine Vorgängerin im Umweltbüro, ein neuen Job in der Tzösie übernommen hat, hat bei mich gefragt ob ich denn nicht in das Umweltbühre wechseln will.

00:49:43: und da das Thema der Schöpfungsverantwortung mir persönlich ein persönliches Anliegen ist und ein wichtiges Anlegen für die Kiris habe ich damals gerne zugesagt.

00:49:55: Was kann man sich denn grundsätzlich unter dem Thema Schöpfungsverantwortung, was Pfarran anlangt und vielleicht auch die Ärzte Jezusebien vorstellen?

00:50:06: Da gibt es ja viele Projekte.

00:50:09: Man möchte Klimafitt sein.

00:50:12: Ich glaube der heurige Sommer hat auch bewiesen, was den Klimawandel anlangt.

00:50:17: Es gibt immer mehr Fahrtächer mit PV-Anlagen und dergleichen.

00:50:23: Vielleicht können wir das ein wenig überblicken.

00:50:26: Also das Schöne an meiner Aufgabe ist, dass jeder Tag anders ist.

00:50:30: Denn wie Sie schon gesagt haben, das Themenfeld ist ganz vielfältig und es gibt in vielen verschiedenen Möglichkeiten viele verschiedene Sachen die man tun kann.

00:50:42: Wenn ich jetzt dann an die Pfarrerschaue, gibt es in vielen Pfahren Schöpfungsverantwortliche, die im ehrenamtlichen Leitungsteam also im Pfarrgemeinderat tätig sind und die versuchen in der Pfahrer das ein oder andere weiterzubringen.

00:50:57: Um diese zu unterstützen – das ist eine unserer Aufgaben haben wir vor einigen Jahren die Broschüre Pfahre-Klimafit gestaltet oder gemacht und haben dort versucht, die verschiedensten Facetten der kirchlichen Umweltarbeit aufzuzuführen schreiben oder verschiedene Tipps zu geben, wie man in der Pfarre oder was man in die Pfarrer machen kann.

00:51:18: Denn das Thema ist, wie Sie schon gesagt haben sehr vielfältig.

00:51:21: es geht natürlich um die Gebäude, es geht um die Frage der Heizung Es geht um...die Frage Wie gestalten wir unsere Feste?

00:51:29: Wie schaut's aus mit den Gärten?

00:51:31: Biodiversität aber auch Beschattung.

00:51:33: gerade in der Hitze ist das besonders wichtig.

00:51:38: Machen wir unsere Pfahllichen Reisen, gibt es Fahrradständer vor der Kirche das jemand auch mit dem Fahrrad kommen kann und vieles mehr.

00:51:46: in der Liturgie wäre es natürlich schön wenn die Schöpfung immer wieder vorkommen würde.

00:51:50: Aus Ihrer Erfahrung, aus Ihrer tagtäglichen Erfahrung kommen diese Vorschläge, diese Ideen auch an?

00:51:57: Grundsätzlich ja!

00:51:59: Natürlich ist es so, dass ich eher mit den Pfahrenkontakt haben die was tun wollen.

00:52:04: Die, die diese Broschüre zwar bekommen haben aber nichts tun das kriege ich weniger mit.

00:52:09: wir haben doch an die sechshundert Pfahnen in der Diözösie und ich sage immer das Umweltbüro möchte die Pfahn gerne unterstützen ist aber auch sehr froh und dankbar wenn die Pfahlen ganz selbstständig etwas tun weil sie können sich sehr ausrechnen wenn alle sechshundert Pfahren täglich mit einer Anfrage kommen.

00:52:25: dann wäre das Umwelt Büro auch wenn wir jetzt vier Leute sind doch überfordert.

00:52:30: Kommen wir vielleicht auf ein paar Beispiele aus der Praxis zu sprechen, wo das gelingt Markus Geherdinger?

00:52:37: Wo man die Ideen diese hier im Büro entwickeln auch in der Pfarrerselbst umgesetzt hat.

00:52:44: Das Erste ist wichtig für uns, dass die Pfarrn wissen das es das Umweltbüro gibt.

00:52:48: Dass wir sie unterstützen können und wir versuchen natürlich die ein oder andere Initiative auch den Pfahren weiterzugeben, Ideen weiterzugehen.

00:52:57: Wir sind ja jetzt gerade mitten in der ökumenischen Schöpfungszeit, die von ersten September bis vierten Oktober jedes Jahr geht und wir versuchen die Pfarm zu motivieren – in dieser Zeit auch Veranstaltungen, Gottesdienste, Gebete... ökumenische Gebete zu gestalten, um hier dieses Bewusstsein zu schärfen.

00:53:14: und es freut uns dass sich jedes Jahr viele Pfarrn melden und Rückmelden sagen ja das und das machen wir.

00:53:21: Darüber hinaus versuchen wir die Pfarrn auch strukturell zu begleiten, wenn sie strukturell in ihren Pfarrnen in Richtung Ökologie und Nachhaltigkeit was machen wollen.

00:53:31: Es gibt die Möglichkeit dass sie Klimabündnispfarre werden wie als Diözese sind ja auch Klimabünde Diözse.

00:53:36: es gibt die möglichkeit eine Klimakonferenz durchzuführen wo's aber nicht nur ums Reden geht sondern um die konkreten Handlungen die man danach setzen möchte.

00:53:45: oder es gibt auch einige Pfarrne in der Diözose Ein Umweltmanagementsystem in Ihrer Pfarrer implementiert haben, das sogenannte EMAS Europäische oder das europäische Umweltmanagementsystem.

00:53:57: Wie erfolgt so eine Anfrage aus der Pfarrerei?

00:53:59: Bekommen Sie da im E-Mails?

00:54:00: Wären sie da angerufen und begeben sich dann an Ort und Stelle?

00:54:04: Ja, heutzutage geht es sehr vieles über Mehl und das freut mich immer sehr wenn es eine Anfrage gibt.

00:54:09: Und gerade wie ich vorher erzählt habe von meinem Ursprungsberuf des Pastoral-Assistenten also des Pfahlischen Mitarbeiter bin ich sehr gerne in die Pfarrn und bin sehr gerne dort werde ich mir wieder in den Pfarrnen zu Vorträgen eingeladen in der Kanadskonferenz in Umweltteams.

00:54:27: nach Maßgabe der Zeit komme ich sehr sehr gerne vor Ort.

00:54:31: Die Diözösie ist das eine Thema.

00:54:33: Sie sind ja auch auf Österreich-Ebene mitverantwortlich, weil es in jeder Diözeseumwelt verantwortliche gibt.

00:54:40: und natürlich wenn jetzt die Kirche in Österreich zum Thema Umwelt ein Thema hat und sie kann sich über alle Diözösen ausbreiten dann hat das natürlich noch mehr Breitenwirkung.

00:54:52: Ich habe das große Glück, dass ich mich mit meiner gesamten beruflichen Arbeitskraft diesen Thema widmen kann.

00:54:58: Zur Hälfte für die Ärztetöse Wien und zur Hälfe in der Bischofskonferenz.

00:55:03: für die Kirche Österreichs darf hier dem neuen Umweltbischof Hermann Klettler aus Tirol unterstützen und wir versuchen hier einiges... Österreich weit umzusetzen.

00:55:14: Es gibt zum Beispiel einen Arbeitskreis Klimaziele, nennt sich der wo alle Diözösen vertreten sind, wo wir gemeinsam schauen.

00:55:21: wie können wir als Kirche, als katholische Kirche in Österreich hier vorankommen?

00:55:25: Wie können wir die CAEA zu Eiern Sparungen, die zum Beispiel die Bischofskonferenz ja beschlossen hat auch gut umsetzen?

00:55:31: Das ist da auch ein Pfarrcaféenthema.

00:55:34: ich denke da jetzt wenn man sich jetzt anschaut wo nehme ich die Produkte her die ich im Fahrcafé anbiete, sind die vier gehandelt und dergleichen.

00:55:44: Ja, das Thema Feier – nicht nur das liturgische Feiern sondern auch das Miteinander sein im Pfarrcafé und im Pfarfest ist natürlich auch ein Thema wo wir die Pfaren immer ermutigen und schauen dass sie möglichst regional, saisonal oder fair gehandelte Produkte haben.

00:56:00: Beim Pfarfes ist unsere dringende Bitte unbedingt auch ein fleischloses vegetarisches oder veganes Gericht anzubieten weil es immer mehr Leute gibt die auch aus teilweise religiösen Gründen versuchen weniger Fleisch zu essen.

00:56:16: Wenn wir uns die bauliche Strukturen anschauen von vielen Pfahren und vor allem auch von den Kirchen oder dem Pfarrheimen, dann sind das Gebäude, die vor fünfzig, sechzig Jahren oft gebaut wurden mit ganz anderen Hintergründen wo man wenig geschaut hat was... Oder da war das Thema des Gehmaschutz noch Keine, sondern da hatte man nicht viel Geld.

00:56:41: Wusste man möglichst künstig bauen?

00:56:43: Was kann man da machen?

00:56:44: Kann man danach rüsten?

00:56:46: was können Sie da einbringen?

00:56:48: Das Thema des Bauens und unserer Gebäude ist natürlich ein großes Thema Und da bin ich sehr intensiv im Kontakt und im Austausch mit dem Dezesanen Bauamt und den Baureferenten.

00:56:58: Wir haben Gott sei Dank hier auch Experten die sich da bautechnisch viel besser auskennen als ich.

00:57:04: Aber grundsätzlich kann ich sagen, dass wir da einer Meinung sind – das Bauamt und auch das Umweltbüro -, dass wir schauen, dass eine möglichst ökologisch verträgliche Maßnahme passiert.

00:57:15: Das kann sein, dass es eine Dämmung gibt oder die Hätzung getauscht wird.

00:57:20: Es ist ja grundsätzlich so, dass in der gesamten Diözese Lauf der Jahre wird es eine Gebäudekonzepte geben soll.

00:57:28: Das heißt, dass man sich genau überlegen soll welche Gebäule brauchen wir denn für welche pastoralen Zwecke?

00:57:35: und es gibt ja die Energietatenerhebung auch der Dürzöse wo wir versuchen also wirklich von allen Gebäuden in die wir in der Dütze haben die Energiedaten zu erfassen und dann natürlich dort die Hebel anzusetzen was dringendsten ist und wo die meiste Einsparung.

00:57:51: Auf Sie persönlich zu sprechen, Markus Gerdinger.

00:57:53: Wie gelingt es Ihnen in Ihrer Familie umweltbewusst den Alltag zu verbringen mit den Vorstellungen und den Ideen die sie hier auch am Pfarrn anbieten?

00:58:05: im persönlichen Bereich?

00:58:06: Ja das Thema beschäftigt mich auch persönlich sehr und meine Frau und unsere Familie.

00:58:12: Es ist immer wieder ein Balanceakt kann man sagen, es gibt einfach gerade in diesem Umweltbereich nicht ein schwarz und weiß also nur gut oder richtig oder nur schlecht und böse.

00:58:24: Es ist immer wieder das eine oder andere abzuwägen aber wir haben zum Beispiel sehr viele Urlaube mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit der Bahn gemacht.

00:58:33: ich bin selber ein Leidenschaftlicher Bahnfahrer.

00:58:37: wenn es jetzt auch zum Beispiel zu europäischen Konferenzen im kirchlichen Bereich geht freue mich immer dass wir von Wien so viele Nachtzüge haben, wo ich mit denen fahre.

00:58:47: Wir haben einen kleinen Garten und versuchen da sozusagen auch einiges an unserem Gemüse- und Obst selber anzubauen und so unseren Beitrag zu leisten den wir im Leisten können für eine nachhaltige und lebenswerte Welt und versuchen das unseren Kindern noch

00:59:02: weiterzugeben."

00:59:04: Sagt Markus Gehertinger vom Umweltbüro der Erzdie zusammen, erreichbar unter www.umwelt-edw.at.

00:59:13: Und so weit unser heutiger Schnittpunkt, der das Thema Umwelt und die Bewahrung der Schöpfung zum Inhalt hatte.

00:59:20: Fürs Interesse und fürs Zuhören bedankt sich bei Ihnen Stefan Hauser.

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