Der Dom und seine Bienen.
Shownotes
Wiener Dombienen: Honig hoch über den Dächern Wiens
Direkt über dem Riesentor des Stephansdoms befindet sich ein außergewöhnlicher Bienenstand: Auf einem schmalen Balkon leben drei Bienenvölker mitten im Herzen von Wien. Wind, Hitze und der Klang der Domglocken können den Insekten nichts anhaben. Seit 2022 betreuen die Wiener Domimker Peter Stich und Gregor de Lijzer diesen besonderen Standort. Die Bienen sammeln Nektar aus dem Stadtpark, dem Götterbaum gleich beim Dom und von begrünten Dachgärten der Wiener Innenstadt. Doch wie funktioniert Imkerei in luftiger Höhe auf einem der bekanntesten Wahrzeichen Österreichs? Und wie schmeckt Honig, der direkt am Stephansdom entsteht?
Gestaltung der Sendung: Gerlinde Petric-Wallner
Links Die Wiener Domimker Gregor de Lijzer und Peter Stich https://apitherapeut.at/domimkerei/
Mehr über Apitherapie Informationen zur medizinischen Nutzung von Bienenprodukten und Bienengift: https://apitherapeut.at/
Transkript anzeigen
00:00:06: Sozusagen der schönste Arbeitsplatz in Wien, sagen wir immer.
00:00:09: Und die Schönheit beginnt natürlich da unter dem Dach vom Steffansdom.
00:00:19: Das Arbeiten hier ist schon was Tolles ein Ort der Ruhe mitten in Wynn.
00:00:26: Man hat unten vielleicht ein bisschen die Viagra trappeln und das Gewusel der Touristen aber hier oben ist es sehr ruhig heilig, ruhig fast.
00:00:35: Es ist etwas was einen auch selber ein bissel runter
00:00:38: kommen lässt.
00:00:42: Es ist wohl eine der exklusivsten Adressen in ganz Österreich.
00:00:46: Die kleine Terrasse über dem Riesentor direkt am Binner Stefans Dom.
00:00:51: Hier wohnen drei Bienenvölker, insgesamt an die siebzigtausend Bienen.
00:00:56: Betreut werden Sie von den beiden Domimkern Gregor de Leiser und Peter Stich.
00:01:02: Die Geschichte dieser Bienen erzählt nicht nur etwas über das Grün mitten in der Stadt, darüber wo die Bienen überhaupt etwas zu essen finden können.
00:01:10: Sondern auch über eine Verbindung, die schon lange besteht zwischen der Kirche und den Bienen.
00:01:15: Was hat es damit heute noch auf sich?
00:01:18: Und warum können wir uns heute mehr denn je etwas von den Bienen abschauen
00:01:23: und von ihnen lernen?
00:01:27: Der Dom und seine Bienen
00:01:30: Eine Sendung von Gelinde Petritschwalner Die Domimker, Peter Stich und Gregor de Leiser führen zum Seiteneingang des Domes.
00:01:52: Imker Stich hat einen Bienenkasten mit dabei.
00:01:55: Denn eines der Bienenvölker soll umgesiedelt werden – Peter Sticht?
00:01:59: Ein Transportkiste, weil wir nicht alle Völker oben überrintern lassen.
00:02:05: Die Kleinerein holen wir runter und schauen, dass sie unten ein bisschen bessere Bedingungen haben.
00:02:10: Nicht so rauere Bedienung.
00:02:12: Es ist ein Tag im Juli – die beiden Imker denken aber schon jetzt an den Winter!
00:02:16: Das Bienenjahr ist eigentlich schon vorbei.
00:02:18: Also wenn für uns Menschen der Urlaub und das Jahr beginnt, ist für die Bienen eigentlich schon das Jahr vorbei und sind eigentlich schon in dem Winter vorbereitet.
00:02:28: Sagt Gregor de Leisar Ein Stieg in den Lift, es geht den Nordturm hinauf.
00:02:40: Die Jante ist schon eingebracht und die Hohne ist schon geschleudert.
00:02:43: Es muss noch abgefüllt werden und jetzt bereiten wir alles schoffer für den Winter her.
00:02:53: Danke!
00:02:54: Ausstieg am Dachboden – ein riesiger Raum ist zu sehen.
00:03:02: Dann müssen wir auf die Stiegen rauf.
00:03:06: Da geht's noch weiter rauf?
00:03:10: Eine Tür führt hinaus aus dem Dom und warnt mit einem Schild Achtung Bienen.
00:03:15: Wir gehen hinaus auf eine kleine Terrasse, sie liegt vierzig Meter direkt über dem Riesentor.
00:03:21: Der Blick öffnet sich von hier oben bis weit zu den kleinen Bergen des Wienerwaldes.
00:03:27: Also hier sind wir auf dem Feuerwinden Bläserquart zwischen den beiden Heidendömen.
00:03:31: Das ist eine Terrasso die ist, ja das sind zehn zwanzig mal vier fünf Meter ungefähr Und da haben wir unsere Bienenstöcke stehen.
00:03:42: Auf der einen Seite ist eher Material, was wir dann immer auswechseln und brauchen.
00:03:50: Das ist vom Ausblick für uns ein sehr schöner Standort.
00:03:54: Es ist für die Bienen etwas herausfordernd weil Bienen wie Sonnenkinder sind.
00:04:00: Und die Sonne haben wir hier nur sehr eingeschränkt.
00:04:04: Also wir haben jetzt zehn Uhr Vormittag, glaube ich.
00:04:07: Die Sonne kommt eigentlich von hinten und erst am sehr späten Nachmittag kommt ein bisschen Sonne auf diese Terrasse.
00:04:16: Das heißt es ist ja eher immer kühl als warm und das ist auch eine Herausforderung dieses Standorts gegenüber klassischen Bienenstandorten.
00:04:28: Das macht sich auch bei den Bienen bemerkbar.
00:04:31: Ja, sie fliegen einerseits natürlich nicht so viel aus und natürlich muss man auch schon sagen die Ertragslage hier ist natürlich nicht vergleichbar mit einem Ertag wenn man das jetzt in eine andere Lage macht oder sehr werbsimpter.
00:04:44: also das Ganze ist ja natürlich schon eher bisschen die Liebe zu dem Bienen und zum Standort hier.
00:04:51: Wo finden die Bienen hier ihre Futterquellen?
00:04:53: Fliegen Sie bis zum grünen Prater im zweiten Bezirk?
00:04:57: Peter Stich
00:04:58: glaube ich nicht.
00:05:00: Also sie könnten, aber es wird nicht mehr so viel Sinn machen weil je mehr dass sie fliegen desto weniger bringen sie zurück.
00:05:07: Aber man kann sagen den gesamten grob den gesamte ersten Bezirk.
00:05:10: wir uns abdecken und Parkanlagen richtig Volksgarten und bis runter zum Donaukanal.
00:05:19: Es gibt sehr viele Bäume in den Höfen wie gesagt eher Linde Götterbaum.
00:05:26: es gibt auch Arhorn.
00:05:27: Die Hauptdracht oder die Hauptnäckterquelle sind die Linde.
00:05:32: Sagt Krieg oder Leiser?
00:05:34: Und der Götterbaum, es gibt einen Götternbaum an der Seite des Stefanstoms also der wird wahrscheinlich einen Großteil dazu beitragen.
00:05:45: Warum wissen wir das?
00:05:46: weil wir den Honig untersuchen haben lassen von einem Institut in Linz und er hat uns das aufgeschlüsselt nach den verschiedensten Pflanzen.
00:05:56: Heuer dürften sich ein bisschen verschoben haben, heuer dürfen sich die Kastanien ein bisschen mehr mitgenommen haben weil wir nur einmal im Jahr den Dom Honig schleudern.
00:06:04: Dieser Heuer ist als Spur dünkler als letztes Jahr normalerweise mehr hellerer Honig, heurer hat er etwas mehr Dunkelanteile und so ist auch jedes Jahr natürlich etwas unterschiedlich oder kann ein bisschen unterschiedlich sein?
00:06:17: Aber
00:06:17: es ist natürlich ein Naturprodukt und damit hat es natürlich jedes Jahr eine gewisse Variabilität.
00:06:23: Dass der Platz hier am Dom ein besonderer Standort ist, zeigt sich auch an kleinen Details wie einem Gurt, der um die Bienenstöcke gebunden ist.
00:06:31: Peter Stich?
00:06:32: Das heißt es kann hier der Wind viel stärker gehen als unten und da wäre halt die Gefahr dass sie umfallen größer und das ist ein großer Unterschied.
00:06:49: Ich habe auch bei einem Stock, das sieht man von vorne, so eine Schallklappe gemacht.
00:06:54: Da hat Lichtschutz, weil der Lichtsmock auch sehr groß ist hier oben.
00:07:00: Am Abend?
00:07:01: Genau!
00:07:02: Damit sie am Abend da wirklich Lichtruhe haben und das ist auf jeden Fall das Format mit dem wir überwinden sollten.
00:07:12: Sollten wir den stehen lassen kommt er noch in ein anderes Kasterlein damit auch mehr Ruhe herrscht.
00:07:20: Peter Stich und Gregor de Leisar bereiten schon alles für die Winterzeit vor.
00:07:24: Stich hat eine leere Bienenkiste mitgenommen, denn eines der Völker soll an einen anderen Standort übersiedelt werden.
00:07:33: Wir stellen da jetzt einmal die leere Kiste darauf.
00:07:36: Das ist die Transportkiste, die wir vorbereiten, dass man dann nächste Woche diesen kleinen Ableger in den Wiener Wald führen kann.
00:07:47: Jetzt müssen wir mal schauen ob die Binnen heute überhaupt gut aufgelegt sind.
00:07:51: Wenn sie nicht gut aufgelegt sind, machen wir zu, weil wir wollen ja nicht, dass heute irgendwer gestochen wird.
00:07:57: Zumindest niemand vom Radio.
00:07:59: Wohin merken Sie, wieso die gut aufgeleckt sind?
00:08:02: Wenn man den Deckel aufmacht würde man gleich sehen.
00:08:05: wenn sie ganz schlecht aufgelegt ist erwarte ich jetzt nicht.
00:08:08: Das ist meistens nur der Fall, wenn ein Gewitter kommt.
00:08:12: Dann würden wir sofort rausfliegen und den erstbesten, sprich mich, stechen.
00:08:18: Okay dann sonst sehr angreifstustig?
00:08:20: Ja!
00:08:21: Normalerweise sind es hier oben, dass wir ganz ruhige Bienen haben.
00:08:35: Wir hatten heuer einen Binnenschwamm.
00:08:39: Das ist einer
00:08:40: von den Stößen
00:08:41: ausgeschwärmt und das ist ein Teil des Schwammes, wo wir jetzt einen Ableger gemacht
00:08:46: haben.".
00:08:49: Der Domimker nimmt eine Wabe aus dem Stock.
00:08:53: Es ist eine Futter-Wabe, da ist Honig drin.
00:08:57: Oben ist der Honig verdeckelt Und unten füllen sie noch alle ein oder arbeiten sie um.
00:09:06: Da sieht man jetzt eine ähnliche Wabe, da haben wir unten dünklere Decke, das heißt da ist Brot drinnen und die sind ganz ruhig und ganz brav so wie sein soll wenn man Gäste hat.
00:09:37: Seit September-Zweißen-Zweiundzwanzig betreuen Peter Stich und Krieger der Leiser die Bienenstöcke am Biener Steffans Dom.
00:09:44: Wie Sie dazu gekommen sind?
00:09:46: Peter Stich.
00:09:49: Das ist ein langer Zeremonie.
00:09:50: und nehmt Dom.
00:09:54: Der lange Geschichte, eigentlich... Es gab schon Bienen vorher
00:09:57: oben.
00:09:59: Der Freund gar endet so, hat dann aufgehört und sie sind dann verweist, sind hier ein paar Stöcke gestanden Und wir haben das bemerkt und haben den Dombameister angesprochen und er wollte wieder Bienen haben.
00:10:18: Dann haben wir die Bienen hier raufgebracht oder bringen lassen über den Aufzug.
00:10:24: Und seitdem sind wir
00:10:26: hier oben.
00:10:27: Es gibt sehr viel Wohlwollen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ganz voran auch von der Domba-Hütte im Dommeister von allen Steinmetzarbeitern.
00:10:41: von Personal, der im Dom selber mit aufzog und Verwaltungs- oder Aufsichtspersonal was da gibt.
00:10:49: Die unterstützen uns eigentlich immer wenn wir irgendwas brauchen und das macht sie angenehm dazu
00:10:56: sein.".
00:10:57: Beide Imker machen das Imkern nicht hauptberuflich sondern im Nebenerwerb.
00:11:01: Gregor de Leiser ist Arzt – konkret Facharzt für Anesthesie und Intensivmedizin sowie leitender Oberarzt an der Klinik Donaustadt Und er hat eine eigene Praxis, in der mit einem besonderen Produkt der Bienen arbeitet.
00:11:14: Dem Bienengift – dazu später mehr!
00:11:17: Wie ist es der Medizin überhaupt zum Imkern gekommen?
00:11:20: Weil ich das mal gesehen habe, ich hab bei einem Imker kennengelernt und damit auch seine Bienenkennung gelernt und mir das schon fasziniert wie ein Lebewesen oder einen Bienenstaat sich ohne festgeschriebene Regeln fast eigentlich... blind versteht und gemeinschaftlich etwas schafft, das Jahr für Jahr.
00:11:47: Das hat schon eine gewisse Faszination, die auch natürlich umlegbar ist auf viele Dinge in unserer Welt.
00:11:55: Und das ist ein Thema wo mir geht es zumindest so man nie auslässt.
00:12:00: Man sieht immer wieder neue Sachen.
00:12:02: also für mich faszinierend und deswegen habe ich das dann gemacht.
00:12:07: Ich mache das jetzt auch schon länger und es werde, solange ich das noch kann, auch noch
00:12:13: machen."
00:12:13: Sagt Gregor de Leiser.
00:12:15: Peter Stich ist hauptberuflich Lehrer für Gesundheits- und Krankenpflege.
00:12:36: Und ich habe noch mit meinen Großvater und meinem Vater gemeinsam geimpelt.
00:12:40: Mein Großväter war in dem Jahr Eighteen Sechsundneinzig geboren, ist aber sehr, sehr alt geworden – wahrscheinlich auch aufgrund der Bienen!
00:12:48: Ich finde mich was immer mal knät.
00:12:50: Also sobald ich Waben halten konnte bei den Bienen, es ändert sich natürlich dann der Grund warum man arbeitet.
00:13:00: Ein Grund ist, dass man die Bienen mit allen Sinnen wahrnimmt wenn man sieht sie, hört sie oder spürt sie.
00:13:06: Man kann sie schmecken, man riecht sie.
00:13:10: Das ist irgendwie wirklich ein schönes Arbeiten.
00:13:14: Natürlich ist auch immer noch das Produkt interessant.
00:13:19: Ich liebe Honig!
00:13:20: Mir schmeckt Honig und mir tut er gut.
00:13:23: Ich mag Popolis, ich mag diese Produkte aber irgendwann sind dann trotzdem die Produkte eher im Hintergrund geraten und heute interessiere mich wirklich viel mehr.
00:13:33: Was kann ich
00:13:34: tun?
00:13:35: Dass der Binn gut geht.
00:13:37: Wie kann ich schauen, dass man Rohresistente Königinnen bekommen?
00:13:43: Wie kann nicht die Binn-Behausung umbauen?
00:13:46: Also diese Sachen sind heute mindestens genauso spannend wie das Produkt Honig selber oder spannender eigentlich.
00:13:56: Die zwei Imker bemerken mittlerweile ein Umdenken auch in der Imkerschaft.
00:14:00: Dass man von dieser Ertragswirtschaft viel Honig pro Jahr rauszuholen aus einem Stock.
00:14:09: Schon noch ein bisschen in die Richtung geht, sich mit dem Wesen der Biene auseinanderzusetzen und etwas mehr zu respektieren, die Lebensart... Und die meisten Inker müssen auch nicht davon leben.
00:14:23: Die meisten Inke, zumindest in Österreich sind ja Hobbyinke und machen das ja jetzt nicht, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
00:14:32: Und umso mehr natürlich hat man da den Freiraum sich für diese Dinge zu interessieren.
00:14:37: wie arbeiten die Bienen, wie leben sie... ...und ist jetzt nicht darauf angewiesen hier möglichst viel Honig oder andere Produkte aus dem Bienenstock rauszuholen.
00:14:47: Manche erwerbst Impka auch im Paradigmenwechsel.
00:14:50: Bioerwerbste Impka, ich dann Herrn Wandel denke wo es ganz eine enge Verbindung und Zusammenarbeit mit Hobbyimpkern geht gibt, der ganz viel in Richtung Marowerresistenz oder Toleranz-Zucht macht.
00:15:06: Also da sind wir glaube ich in Österreich schon sehr gut unterwegs.
00:15:13: Das kann natürlich immer besser werden aber ich glaube auch es gibt einen Paradigmenwechsel und er braucht Zeit – aber der ist
00:15:21: da.".
00:15:22: So Peter Stich bei die Imker sprechen von einem wesensgemäßen Imkern.
00:15:27: Was bedeutet das genau?
00:15:28: Wenn man da zum Beispiel schaut, wir haben ganze eigene Binnenstöcke.
00:15:32: Das heißt ganz unten sind gar keine Binnen drinnen sondern Stroh.
00:15:38: Warum haben wir Stroh bei den Binnen Stöcken?
00:15:39: weil wir auch Bücher Skorpione haben.
00:15:42: Bücher-Skorpionne sind Nützlinge für die Binnen und bekämpfen verschiedene Schädlinge wie auch die Varormilbe.
00:15:51: Jetzt fand ich es ausreichend nicht so dass sie deswegen ganz frei sind aber sie sind der Hilfe.
00:15:57: Ganz oben ist ein sogenannter Klimateckel, der hinterlüftet ist.
00:16:00: Das heißt wir schauen das die Luftfeuchtigkeit raus kann und die Binnenbeuten von uns, wir haben schon verschiedene auch entwickelt sind dicker und dieser Sims ist dazu da dass man jetzt an den Winter noch Isolierschicht drauf geben können.
00:16:16: Das heisst wärmere Behausungen nicht so riesige Behausung innen selber Honig drinnen lassen Bro-Bullis drinnen lassen.
00:16:26: Also ist eine Kombination von verschiedenen Maßnahmen?
00:16:30: Ja, die Biene vom Ursprung her hatte ja als Wohnung natürlich nicht die Kästchen, die Inker für sie zimmern sondern hatte die Baumhöhle.
00:16:41: Und jetzt ist es natürlich schwierig für einen Imker hier Baumhöhlen aufzutreiben.
00:16:47: Es gab aber ganz viele Mittelalter, da gab's ja schon auch das, dass es sogenannte Zeidler gab.
00:16:51: die haben also geimkert indem sie die Bienen in Baumhöllen gehalten haben und natürlich auch in Baumhöllen.
00:16:59: Das ist jetzt hinter ihnen statt extrem schwierig.
00:17:02: Deswegen hat man irgendwann auf die sogenannten Magazin-Imkerei umgestellt.
00:17:08: Also das sind die Bienenbeuten wie man sich heute kennt im Übrigen auch von einem Priester erfunden und versucht natürlich diese Binnenbeute naturnah oder wenn man das wesensgemäß machen will möglichst naturnahr irgendwie eine Baumhöhle nachzuahmen.
00:17:29: Also das würde zum Beispiel im Unserfall heißt, dass wir ein wesentlich dickeres Holz verwenden.
00:17:34: Weil Holz einfach ein sehr guter Isolator aber auch ein Puffer ist.
00:17:38: Wir lassen doch einen Teil des Honigs drinnen.
00:17:40: Wir nehmen den ganzen Honig aus der er dann durch Zuckerwasser setzt bis zu dem Winter sondern wir lassen den Bienen schon noch da drin und was sich schon nach ein bisschen selber
00:17:51: verdient haben.
00:17:52: Da hat er sogar fünfzig Prozent.
00:17:54: gute Fünfzig Prozent vom Honig ist noch drinnen.
00:17:58: Nach der Honig-Ernte wird an sich der fehlende Honig für die Bienen mit einer Zuckerwassermischung ersetzt.
00:18:04: Für uns Menschen ist Zucker ja nicht gerade gesund, gilt das nicht auch für die Bienen?
00:18:10: Peter Stich bemerkt tatsächlich eine Veränderung bei den Bienen wenn er mehr Honig statt nur Zucker verwendet.
00:18:16: Ich glaube schon absolut.
00:18:17: es ist.
00:18:18: bemerkbar ist dass die Bienern größer sind, dass sie einen stärkeren Fettkörper haben, wenn jetzt die Varormilwe zuschlägt, auch länger leben.
00:18:30: Das heißt um sich wahrscheinlich besser gegen die Varroam überwehren können eine höhere Putztätigkeit entwickeln können.
00:18:39: also gibt schon Zusammenhänge im Zucker mögen ja die Bienen schon auch aber es fehlen halt die anderen Stoffe die man im Honig findet und die würden halt extrem fehlen.
00:18:52: sie müssen noch weniger arbeiten.
00:18:54: wenn ich in den ganzen Honig abräumen dann wieder was ein Futtermittel reingebt, da müssen sie das wieder verarbeiten.
00:19:01: Es gibt Beobachtungen so lange die Bienen arbeiten, putzen sie weniger und mit Putzen beginnen Sie wenn der Honig, wenn die Honigarbeit fertig ist, verstärkte Putzen.
00:19:15: also ja ich bemerke es bei meinem Bienen schon in den letzten Jahren wo ich Jahr für Jahr Schritt für Schritt eigentlich immer mehr Honig drinnen lasse deutlich gestiegen, aber natürlich muss man immer alle Faktoren beachten und das über noch viel längeren Zeitraum natürlich beobachten.
00:19:34: Dass man das wirklich auch ganz fix behaupten kann.
00:19:38: Ja also obwohl die Pinnen natürlich ein ganz anderes Lebewesen sind als wir Menschen nicht?
00:19:43: Aber es gibt so Grundprinzipien.
00:19:46: Gregor de Lyser
00:19:47: Also wenn ich mich schlechter nähere bin Ich anfälliger für Erkrankungen.
00:19:53: Wenn ich zuviel arbeite bin ich durch den Stress auch anfälliger für Erkrankungen.
00:20:00: Auch das alles, das trifft auf Binnen zu.
00:20:02: also wenn sich Binnenschlechter nähern, können genauso Durchfallerkrankungen bekommen wie wir Menschen auch.
00:20:10: Bienen vernachlässigen ihre soziale Arbeit Wenn sie so viel Stress haben.
00:20:15: Das machen wir in gewisser Weise auch.
00:20:17: Wir arbeiten so viel dass wir dann vielleicht uns nicht mit den Freunden treffen oder die Familie nicht sehen und Da sind schon Parallelen da.
00:20:26: Und wenn man diese Grundprinzipien auch in die Bienenarbeit einfließen lässt, dann tut es den Bienen
00:20:35: gut.".
00:20:50: Es ist ein besonderer Ort an dem die rund siebzig Tausend Bienen leben – hier am Wiener Stefansturm.
00:21:01: Von Ort her ist es natürlich was Besonderes.
00:21:05: Die Rückmeldung bekommen wir natürlich immer wieder auch von Leuten, denen man das entweder erzählt oder die vielleicht sogar hier waren und da sind.
00:21:13: Und natürlich ist das Arbeiten hier schon etwas Tolles ein Ort der Ruhe mitten in Wien und ich finde es schon dass das ist etwas was in einen auch selber bisschen runter
00:21:27: kommen lässt.
00:21:28: Das auch spannend ist, dass meistens die Binnen hier oben viel ruhiger und sanfter, gutmütiger sind als alle anderen meine Völker mit einer Ausnahme die wir mal gehabt haben wo man schon das Gefühl hat diese ... der Dom hat schon eine Energie die sich da auswirkt und die Bienen ruhig sind oder sie sind halt auch ungestört.
00:21:52: Das wird wahrscheinlich beides sein.
00:21:54: für mich ist auf jeden Fall ein besonderer Platz.
00:21:58: Unsere beiden Väter haben wir für die Kirche gearbeitet.
00:22:01: Ja, genau.
00:22:02: Und so gibt es auch familiengeschichtliche Verbindungen zum Dom.
00:22:08: Mein Vater war Personalchef von der Ärzte Züze Winn über viele Jahre Jahrzehnte und mein Vater...
00:22:14: Und mein Vater war leider der Gründer der Telefonseelsorge.
00:22:18: in wem?
00:22:19: Genau!
00:22:20: So gesehen haben sich unsere Väter, davon gehen wir zumindest da aus wahrscheinlich gekannt, ihr wisst uns nicht Aber wir sind eigentlich auch durch Zufall draufgekommen und das war irgendwie sehr lustig, dass unsere beide Väter auch in Domnähe gearbeitet haben.
00:22:38: Und natürlich auch mit dem Dome, die einen davon zu tun gehabt haben.
00:22:43: Wir uns über eine ganz andere Schiene, nämlich im Gerei-und-Die-Bienen getroffen haben und dann wiederum nicht nur getroffen, sondern auch wieder beim Dom gelandet sind.
00:22:56: So viel zum Zufallen!
00:22:57: So viel zum Zufall.
00:23:03: Verbunden ist auch die Geschichte der Bienen mit jener der Kirche generell, Gregor de Lyser.
00:23:09: Die Imkerei wäre heute nicht da wo sie wäre wenn es die Kirche nicht gäbe weil interessanterweise sehr viele Imker oder Bienenforscher waren geistliche also die haben.
00:23:23: Ich weiß nicht, ob sie mehr Zeit gehabt haben oder mehr Interesse gehabt haben.
00:23:28: Aber die haben sehr viel mit Bienen gearbeitet und geforscht.
00:23:33: Sie erkennt sich dann in weiterer Folge auch in die heutige Imkerei eingeflossen sind.
00:23:39: Das Wachs war natürlich neben dem Honig ein Produkt des Bienenstockes dass die Kirche ganz dringend gebraucht hat, vor allem in Zeiten wo natürlich auch noch keine Lechzitheter waren und man auf Kerzen angewiesen war.
00:23:53: Also das war ein sehr sehr wertvoller und sehr teurer Rohstoff.
00:23:58: Bienenwachs
00:24:01: Und...
00:24:02: Die Biene hatte natürlich in der Kirche daher auch ein sehr gutes Image.
00:24:06: Papst Wappen hatten Bienen drin
00:24:10: und
00:24:11: ja deswegen war Kirche und Biene eigentlich immer schon sehr, sehr nahe.
00:24:19: Interessant ist das in Grustergärten auf die wichtigsten Pflanzen ganz in der Nähe von Binnenstöcken waren und da hat es auch eine Forschung dazu gegeben.
00:24:28: wenn man sich überlegt hat warum ist das so?
00:24:31: Und das Ergebnis war es ist wegen dem Totenbienen.
00:24:36: Die Bienen sterben meistens im unmittelbaren Umgebung vor einem Binnenstock.
00:24:42: Wenn man sich dann ausrechnet was das Biomasse ist war das ein guter Dünger.
00:24:46: Das heißt die Pflanzen vor den Bienenstöcken sind auch alleine deswegen gut gewachsen.
00:24:52: Verbindung, ich glaube die Bedeutung heute ist wahrscheinlich nicht mehr so groß wie früher aber gerade zu unseren Impfkaufereien hat es in den letzten Jahren immer Verbindungen geben werden.
00:25:02: Früher eine Glosterschwester im Verein, die Bienen gehabt hat in ihren Gloster in Stockarao Und wir haben derzeit auch einen Ordensbruder.
00:25:11: Die große Schwester hat mittlerweile leider aufgehört, Altersgründen und haben aktuell einen Bruder, einen größten Bruder von den Redempturisten bei uns
00:25:20: dabei."
00:25:20: Sagt Peter Stich.
00:25:22: Generell ist die Biene längst ein Kulturgut geworden – vor allem in Österreich.
00:25:27: dazu Gregor de Leiser.
00:25:28: Was ja vielleicht gar nicht so bekannt ist, dass das ja die klassische Honigbiene eigentlich Exportschlager weltweit war.
00:25:38: Die Apismilifera ist, wie der lateinische Name der Honigbine ja ist, stammt aus der Kraina.
00:25:46: Also aus dem Kärnten oder Slowenischen Gebiet und wurde dorthin, ob verschiedener Eigenschaften, Samfmotroniker, Drag- und Dergleichen weltweit exportiert.
00:25:57: also sie finden heute die Krainerbine Weltweit, also von daher ist es ein Exportschlager und man kann auch sagen vielleicht auf einem Kulturgut.
00:26:09: Wo viele Milliarden Botschafterinnen uns weltweit vertreten.
00:26:28: Bienen sind vor allem für eines bekannt ihren süßen Honig und werden für eines gemieden ihre Stiche.
00:26:36: aber genau darin im Bienengift liegt auch eine besondere Heilkraft.
00:26:40: Der Arzt und Dom-Imker Gregor de Lyser arbeitet mit dem Gift der Bienen.
00:26:45: Er führt im ersten Bezirk eine eigene Praxis für AP Therapie.
00:26:51: Da habe ich Patienten, die zu mir kommen mit großteisrohmatischen Beschwerden und die bekommen von mir Bienengift entweder in Naturform nämlich mit der Biene direkt und zwar ohne dass sie stirbt.
00:27:11: Die Biene beim Stechen unterstützt, beziehungsweise sie beim Rausziehen der Stachel wieder unterstützt.
00:27:17: Weil die Stachel ja bekanntlich wiederhacken hat, die in der Haut stecken bleiben und dadurch sich die Biene würde sie normalstechend den Stachelapparat rausreißen und sterben würden.
00:27:29: Und es gibt dann meine Technik mit einem Sieb so dass man die Bienen beim Raushin des Staches unterstützen kann das Stachel mit dem Apparat in der Biene bleibt und sie für andere Aufgaben wieder zur Verfügung steht, wie hohen Examen oder dergleichen.
00:27:44: Ja und die Patientinnen und Patienten kommen zu mir und bekommen dann eine unterschiedliche Anzahl an Stichen oder Injektionen mache ich auch
00:27:55: Und
00:27:56: das lindert das traumatische Beschwerdebild erheblich.
00:27:59: Auch von einem anderen Bienenproduktheld kriege der Leis auf viel Propolis.
00:28:05: Fürs Propolis gibt es Studien, auch sehr gute Studien, dass es eben auch antiseptisch wirkt Mit deinkommen um ja die Bienen in der eigene Behausung damit ausgeiden, weil überall wo so viele Individuen zusammen sind das ist natürlich immer ein Trigger für Krankheiten.
00:28:24: Und da ist Populis natürlich ein Wirkstoff, der dem entgegen wirkt und zwar nicht nur für die Bienen sondern eben auch für den Menschen.
00:28:34: Ob Polis in verschiedensten Formen und Applikationsformen, also ob man es jetzt kurgelt.
00:28:40: Ob man das Salbe nimmt oder ob man Europapolis nimmt.
00:28:43: Also gibt es verschiedene Darreichungsformen ist sehr hilfreich.
00:28:49: Also verwende ich auch gern für mich aber auch für mein Umfeld bei Infektionskrankheiten.
00:28:57: Wenn Sie beginnen, dass heißt wir haben Cinema Propolis Tropfen, Salber Degurgeln abschlucken Nächsten Tag ist das dahin.
00:29:06: Fieberblasen, ich hab so viele Leute die schwören auf die Propolisalbe oder Tropfen, da kommt der Fiebergblasend.
00:29:24: Was können wir Menschen von den Bienen lernen?
00:29:27: Die beiden Hobby-Imker
00:29:30: Wer zu viel arbeitet wird krank.
00:29:34: Soziale Gemeinschaften besser funktionieren wenn sie miteinander tun als gegeneinander tun.
00:29:40: Und ganz persönlich sagen wir mal wieder geht es vielen Imkern so Bei Bienen muss man ruhig sein.
00:29:46: Also ich finde, die Bienen lernen uns auch Ruhe.
00:29:51: Weil wenn wir hektisch sind dann ist die Chance dass sie stechen viel viel höher als wie wenn wir ruhig zum Binnenstock gehen und ruhig mit ihnen arbeiten.
00:30:02: Ich glaube zwar nicht das die Biennen mich verstehen aber ich rede mit dem Bienen.
00:30:05: Aber da geht es ja auch eher darum, dass ich dadurch auch ruhig bin.
00:30:11: Mache natürlich nur wenn das Radio nicht dabei ist.
00:30:29: Die Honig-Ernte ist schon eingeholt.
00:30:31: Die Dombienen an Bina Stefans Dom werden auf die Winterzeit vorbereitet.
00:30:35: Wie war das Binnenjahr?
00:30:39: Sehr
00:30:39: gut heuer,
00:30:41: ein sehr gutes BinnenJahr.
00:30:43: Es hat eigentlich ausreichend geregnet und auch viel Sonne gegeben.
00:30:47: Das ist beides wichtig.
00:30:49: Zuviel Regen wäre nicht gut und zuviel Sonne wäre auch nicht gut.
00:30:52: Eigentlich vom Honig her ein sehr sehr gutes Jahr Und von der Entwicklung von den Völkern auch ein sehr großes Jahr.
00:31:00: In Kilos gesprochen ist es hier ähnlich wie im Vorjahr, das war auch ein gutes Jahr.
00:31:06: Das heißt wir haben's noch nicht abgefüllt, deswegen will ich's nur noch nicht am Punkt aber es werden so etwa twenty-fünf Kilo hier
00:31:12: sein.".
00:31:13: Es ist ein exklusiver Honig aus einer besonderen Lage?
00:31:17: Ja, Isa!
00:31:19: Ja, das ist der Domhonig und wir haben glücklicherweise eine Kooperation mit dem Vereinungsversteffansdom Und das ist unser exklusiver Abnehmer.
00:31:31: Der kauft uns den Honig ab und vertreibt ihn dann weiter, und ein Großteil dieser Einnahmen kommt an dem er heute Steffans Troms zu Gute.
00:31:42: Also die Bienen tun auch das Gutes damit letztendlich.
00:31:47: Und wie schmeckt der dumm Honig heuer?
00:31:51: Der schmeckt sehr gut!
00:31:54: Schmeckt nach Linde und Götterbahn.
00:32:03: Eine Sendung
00:32:03: von
00:32:04: Gelinde Petritschwalner.
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