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00:00:00: Sigrid Stagel, ich bin Ökonomin und arbeite im interdisziplinären Feld ökologischer Ökonomie.
00:00:06: Und das ist vielleicht etwas, was man ein bisschen erklären muss, weshalb es interdiszieller ist, obwohl ihr schon die Ökologie hast!
00:00:12: Und das ist deswegen, weil wir das Haushalten sowohl der Menschen als auch das Haushalten der Natur versuchen zusammenzubringen.
00:00:20: und fürs Haushalten der Menschen – da haben wir Ökonomien recht gut aufgestellt.
00:00:24: Wenn man es erweitern um die gesellschaftlichen Aspekte davon, dann brauchen wir schon soziologische und politikwissenschaftliche Inputs.
00:00:31: Und wenn wir noch das Haushaltung der Natur dazu bringen, dann braucht man überhaupt naturwissenschaftlicher Input.
00:00:36: Deswegen ist es für uns normal in der ökologischen Ökonomie, dass wir interdisziplinär arbeiten obwohl es ökologische Ökonomie heißt.
00:00:43: Damit sind wir schon im Thema, aber es benötigt noch eine Diversifizierung der Fächer.
00:00:48: Das sind Physikerinnen-, Ökologinnen-, Soziologinnen- und Politikwissenschaftlerinnen, manchmal JuristInnen ja und verschiedene Arten von Ökonomen weil man das ist jetzt nicht interdisziplinär, aber die wissen natürlich auch hoch spezialisiert und dann arbeiten manchmal mit Leuten aus anderen Fachbereichen zusammen.
00:01:07: Wer braucht die ökologische Ökonomie und was sind deren Erkenntnisse?
00:01:12: Sigrid Stagel von der Wirtschaftsuniversität Wien erläutert.
00:01:16: Was vielleicht eher bekannt ist, Umwelt-, Ressourcen- oder Klimaökonomie – das sind Spezialbereiche der Volkswirtschaftslehre.
00:01:23: Wissenschaft funktioniert ja arbeitsteilig und man vertieft sich.
00:01:27: Das heißt, diejenigen Ökonominnen, die sie besonders um Umwelt-, ressourcen oder Klimaprobleme kümmern, arbeiten heute in diesen Teilbereichen der Volkswirtschaftslehren.
00:01:37: Implicit geben wir dann davon aus, dass wenn man Arbeitsmarktanalyse, eine industriepolitische Analyse und eine makroökonomische Modellierung macht.
00:01:44: Dass man die Umweltaspekte nicht mehr explizit berücksichtigen muss weil es machen ja die Umweltökonomen, die Ressourcenökonomien, die Klimaökonomie Und diese implikite Annahme stimmen wir nicht zu.
00:01:58: das heißt Wir nehmen in jeder ökonomischen Analysee Die Umwelthimension in unsere Analysey mit rein.
00:02:05: Das ist ein grundlegender Unterschied.
00:02:07: Wir machen keine Kostenrutsenrechnung, das stimmt aber deswegen weil wir meinen dass nicht alle relevanten Dimensionen für so langfristige Probleme wie Umweltprobleme monetarisierbar sind und deswegen haben wir anderes Methodenwerkzeug entwickelt.
00:02:22: wo wird die einzelnen Dimension in den Einheiten belassen können in denen sie anfallen?
00:02:30: Hektar, Anzahl der Arbeitsplätze, Euros für Kosten.
00:02:34: Trondeln für CO², Biodiversität in Anzahl einer Arten oder sonst irgendeiner Indikator usw.
00:02:41: Und dafür verwenden wir dann ein Algorithmus, der eine Reihung der Optionen vornimmt.
00:02:46: Das heißt also, wir verwenden ein anderes Methodenwerkzeug haben aber philosophische Begründungen dafür.
00:02:51: Sigrid Stagl bringt ein Beispiel.
00:02:53: Wir haben vor ein paar Jahren im Auftrag vom Umweltministerium, zusammen mit dem Umweltbundesamt eine Studie gemacht wo es um ein ganz simpel Frage gegangen ist welcher Bewirtschaftungsart von Streuobstwiesen in der Steiermark sind gesellschaftlich preferabel.
00:03:12: Ist natürlich nicht!
00:03:13: offensichtlich, weil es kommt darauf an was ein wichtiger ist.
00:03:16: Ist das der Ertrag oder sind es die ökologischen Konsequenzen?
00:03:18: Oder ist es die Bequemlichkeit fürs Ernten?
00:03:22: Alles sind legitime Dimensionen, die man mit berücksichtigen muss.
00:03:25: aber es hat dann eine Frage, was man wie gewichtet.
00:03:27: insofern macht Sinn dass man Entscheidungsunterstützung aufsetzt und dazu Daten sammelt.
00:03:34: Und dieses Umweltministerium hat gesagt liebe Leute ihr Umweltökonomien, die immer Kosten nutzen, Analyse machen und ökologistische Ökonomien die immer sagen Kosten Nutzen, analysen sollten wir nicht machen.
00:03:43: Diskussion geht und schon so im Zager.
00:03:45: Jetzt spannen wir euch mal zusammen, und redet miteinander!
00:03:50: Und dann schauen wir uns an wenn ihr beide euer Methodenwerkzeug auf den gleichen Fall anwendet in einem relativ simplen Fall.
00:03:55: Was kommt denn dann raus?
00:03:57: Das war wirklich für das Umweltministerium der Mitzieher ein bisschen sozusagen die Diskussion, die Methodendiskussion aus der Wissenschaft einen schaulicher vorexaziert kriegen.
00:04:06: War wirklich ein super Exercise und ich glaube wir haben voneinander gelernt und letzten Endes sind wir zum gleichen Ergebnis gekommen.
00:04:13: Aber es war klar, dass bei der Kosten-Nutzenanalyse der Produktionswert dominiert, wenn sie nicht die anderen Dimensionen sehr stark bewerten.
00:04:25: Weil das halt der monetäre Wert ist, der Produktionswert.
00:04:28: Das heißt also Artenverlust und ähnliches... Ich glaube da haben Sie ein bisschen heroische Annahmen treffen müssen während bei uns ist es einfacher weil wir Gewichte reinnehmen.
00:04:38: Wir können gesellschaftliche Gruppen fragen, wie wichtig ist euch die Biodiversität im Verhältnis zum landwirtschaftlichen Ertrag?
00:04:45: Wie wichtig ist es euch denn, dass die Bauern ein gutes Einkommen haben in dem Verhältnissen zu CO₂-Missionen
00:04:51: usw.?
00:04:53: Insofern haben wir sehr viel voneinander gelernt.
00:04:55: Ich würde trotzdem bei der Multikriterienanalyse bleiben, die nicht die Monetarisierung von allen Dimensionen, die entscheidungsrelevant sind, erfordert und trotzdem eine Entscheidungsunterstützung.
00:05:07: ermöglicht, weil das Tool flexibler ist, weil es gesellschaftliche Präferenzen besser abbilden kann.
00:05:13: Die Optionen waren halt, bleibt man bei der Streuabstüße, die einen relativ niedrigen Ertrag hat, relativ viel Arbeitseinsatz erfordert.
00:05:19: Aber dann halt ein Kulturgut sozusagen pflegt und das ist auch Leuten in der Region teilweise wichtig aber es hat jedes Jahr sehr viel aufhören oder stellt man es um auf eine hohe Ertragesortschart.
00:05:30: im Prinzip besorgt man Plantage, die man leichter bewirtschaften kann, dem man maschinell ernten kann.
00:05:35: und so oder mal paar Optionen halt miteinander systematisch verglichen.
00:05:39: Das waren Einführungsminuten in die Materie der ökologischen Ökonomie.
00:05:45: Seit erstem September begehen die christlichen Kirchen die Schöpfungszeit, diese läuft bis vierten Oktober dem Gedenktag des Heiligen Franziskos.
00:05:54: Was kann Wissenschaftlerin Sigrid Stadel mit der Begrifflichkeit Schöpfungsverantwortung anfangen?
00:06:01: Ich habe mit großer Freude gesehen dass sich die Kirche in den letzten Jahren natürlich hauptsächlich mit Ladaziosi Umweltprobleme, die das jetzt bewusst breiter als nur Klimaschutz benennen, systematisch auseinandergesetzt hat und zu sehr klugen Einschätzungen gekommen ist.
00:06:21: Und auf der anderen Seite ist es naheliegend denn es geht ja eben um das was sozusagen unsere Grundlagen sind, was die Erde ist, was nicht nur unsere Bedürfnisbefriedigung sondern was darüber hinausgeht und auch das zu schützen.
00:06:36: ich finde dass das sehr gut zusammenpasst dass es dort wirklich einen Prozess gegeben hat, wo sehr viele Teilorganisationen in der Kirche sie in einer sehr hilfreichen Art und Weise mit dem Thema auseinandergesetzt haben.
00:06:50: Vor kurzem wieder während der Hitzewelle habe ich gesehen das katholische und evangelische Vertreter von Kirchen gemeinsam eine Stellungnahme rausgegeben haben zu... Also das ist für mich wenn man sich auf die Schöpfung bezieht.
00:07:02: Das was mir einerseits wichtig ist und auf der anderen Seite das was auch mit meinem Fach gebietet was du tun hast.
00:07:08: Sigrid Stagel kommt von einem Bauernhof.
00:07:11: Sie ist groß geworden im Bezirk Korn und dort kauft ihr Vater den Hof, denn er war nicht der Hoferbe auf seinem Herkunftshof und entdeckte nach einer Zeit in der Verwaltung das seine wahre Berufung die Landwirtschaft darstellt.
00:07:25: Vertraglich war es nicht immer leicht, denn zu Beginn musste er sich verpflichten zumindest ein Jahr Viehwirtschaft zu betreiben Und die Verlängerung der Bachtverträge waren auch immer eine Herausforderung, erinnert sich Sigrid Stagel.
00:07:39: Das war halt mit den Bedenken, das war in twounzechzig,
00:07:43: d.h.,
00:07:43: es ist wirklich eine andere Zeit und damals hat heute dazu gehört – und das ist interessant, dass man eigentlich wieder ... Ein bisschen vielleicht dazu zurückkommt, zumindest in einer regenerativen Landwirtschaft.
00:07:54: Das Viehzucht zum Ackerbau dazugehört, dass das Teil des Gesamtsystems ist.
00:08:00: Mein Vater war aber ein Ackerba... Fanfreak, passioniert dafür mit dem ganzen Herzen.
00:08:08: Und die Viehzucht war nicht... Er hat gemeint das ist viel zu viel Arbeit für das was raus schaut aber nicht nur ökonomisch sondern auch es war nichts seine Passion während Sorten und die Bodenstruktur und das war wirklich das was ihn wissenschaftlich von Herzen interessiert hat.
00:08:24: deswegen haben sie halt brav im ersten Jahr Viehzug betrieben waren aber dann sehr froh dass ihr das nicht mehr tun mussten.
00:08:32: Lampwirtschaft ist ja etwas, was sehr saisonal anfällt von der Arbeitsbelastung und es gibt im Frühjahr und spät Sommer- und Herbst dann natürlich ganz große Peaks.
00:08:44: Ein bisschen erholen möchte, ist sehr nachvollziehbar.
00:08:48: Und bei den Viehbauern ist das halt nie, dass man sich irgendwann dann erholnen kann.
00:08:53: Also meine Eltern sind meines Wissens nie auf Urlaub gefahren aber sie haben trotzdem im Winter zumindest so ein bisschen eine Downtime gehabt wo mein Vater gelesen hat und meine Mutter genäht hat also es sei nicht untätig gewesen aber dass sie zumindest etwas anderes tun konnten.
00:09:08: und ich glaube darum ist es auch meinem Vater gegangen.
00:09:11: der hat ja ökonomisch durchgerechnet gehabt und gesagt, das sollt ihr nicht aus.
00:09:14: ist so Siegfried Stagli?
00:09:15: Ja,
00:09:16: der Pferl Zuckerrüben, Marinendistel Haver für die Lipizaner.
00:09:21: Gerste Weizenrocken habe ich sicher noch irgendwas vergessen aber es war immer ein Portfolio aus verschiedenen Dingen wobei die Kartoffeln und die Zuckerrüben waren das wirklich den größten Ertrag fürs für die Lebensgrundlage gebracht haben.
00:09:38: Ich glaube das andere war ein bisschen.
00:09:40: Einerseits kann man natürlich nicht der Kartoffel, oder die ganze Zeit jetzt noch auf Zucker rüben.
00:09:44: Also insofern muss man die Frucht vorgebeachten und andererseits auch ein bisschen Risiko streuen.
00:09:49: Weil wir haben schon gehabt zum Beispiel dass es immer eine Kartoffelernte gegeben hat wo es ein sehr nasses Jahr war und dann war einfach der ganze Herbst zu nass.
00:09:56: so ist das mal mit der Vollerntemaschine reinfahren können.
00:09:59: Das war recht witzige Geschichte.
00:10:01: da mein Vater dann.
00:10:03: Den Herrn Bundeskanzler Kreiske, der damals im Telefonbuch stand angerufen und gesagt, da ist ein Waldviertel-Bauer.
00:10:12: Unsere Ernte verkammelt gerade am Feld könnten es nicht aber Bundesheller schicken.
00:10:18: Und der Herr Bundeskanzler Kreiske hat sich aufgemacht und hat Bundeshella geschickt!
00:10:23: Die haben uns geholfen die gesamte Ernte rauszubringen.
00:10:27: Also das ist auf dem kurzen Weg gegangen.
00:10:30: Nur da hat es ja auch schwierige Situationen manchmal gegeben, so bis heuer vielen Bauern wirklich schwergegangen ist dass sie der Türe deutlich ernte Verluste gehabt haben.
00:10:39: und da kann's halt helfen wenn man unterschiedliche Früchte hat weil manche stärker davon betroffen sind, manche werden früher geerntet sind dann vielleicht nicht zu stark davon betrofen usw.
00:10:48: Ich glaube diese Diversitätsdenke war schon nach Teil der Entscheidung warum so viele Arten von Frucht auf unserem Bauernhof ging.
00:10:56: Siegret Stagl und ihre Schwester haben keine Scheu am Hof, auch nicht vor dem Traktor.
00:11:01: Die Vollernte Maschine war ein Riesending.
00:11:04: Es ist auf der Straße aber mir damit nie verantragt.
00:11:06: Das haben meine Eltern gemacht, also auch nachdem er sechzehn war.
00:11:10: Aber am Feld kann man natürlich als Kind sehr viel tun weil man ja nicht auf der Straße unterwegs ist.
00:11:17: Trakt davor, um Strohbüdel einzusammeln.
00:11:21: Das kann man schon als sehr kleines Kind machen oder die Kartoffel volle Antemmaschine fahren.
00:11:26: Teilweise bin ich hinten oben gestanden und habe mitgeholfen die Erdbrocken von den Kartoffeln zu trennen weil wenn so viele Erdbocken sind dann gibt es Abzüge.
00:11:34: das heißt dass ist negativ für das was man davon kriegt.
00:11:39: Ich muss aber gestehen dass den ganzen Tag Dorfgeschichten siebenmal durcherzählt zu bekommen.
00:11:49: War halt für Jugendliche nicht gerade das Tolle, deswegen habe ich meinen Vater dann irgendwann gebeten, da bin ich nochmal mit Traktor vor.
00:11:56: Der hat nämlich einen Radio gehabt und dann haben wir ein bisschen Musik hören können während wir gearbeitet
00:12:02: haben.".
00:12:03: Wer Kartoffeln nach Pof oder am Markt einkauft weiß die haben noch Erde drauf – und das nicht ohne Grund!
00:12:10: Mein Vater hat immer gesagt, das ist besser.
00:12:12: Wir lagern sie mit der Erde und erhöht die Haltbarkeit.
00:12:16: Deswegen haben wir sie ganz klar immer mit der Erde gelagert.
00:12:19: natürlich haben wir es geliefert mit der erde weil man keine Waschen lagen oder ähnliches gehabt habe.
00:12:24: Mein Vater hatte eine Passion für den Apfel gehabt Und wir haben oft auch so Verkostungen gehabt.
00:12:31: Man kennt sie ja von Wein und sonstigen Dingen, bei uns hat er Erdpfehlverkostung gegeben.
00:12:36: Manche haben auch Pink oder Blau ausgeschaut.
00:12:38: Das ist visuell interessant, aber vor allem vom Geschmack.
00:12:43: Bei uns wäre es zum Beispiel niemals passiert, dass man sehr stärkgehaltige Erdpfel für den Salat verwendet.
00:12:48: Da ist das ganz klar.
00:12:49: Für jede Art von Gericht hat's eine eigene Erdapfelsorten geben die man selber dann adäquat verwindet haben.
00:12:56: Und zwar für mich in der USA ein Horror aus dem Supermarkt All-Purpose-Potatoes gefunden haben.
00:13:03: Wenn sie für alle Zwecke geeignet sein sollen, dann sind Sie eigentlich für keinen Zweck geeignets, weil wie kann sich das ausgehen?
00:13:09: Entweder Sie haben viel Stärke gehalten oder Sie haben wenigstens Stärke geheilt.
00:13:12: Das war ein Konzept, das ich nicht ganz verstehen habe können in den USA.
00:13:16: In unserem Speiseplan... Ich glaube es ist nicht übertrieben zu sagen dass wir im ninety fünf Prozent der Tage einen Gericht mit Erdapfel gehabt haben Aber in verschiedensten Formen.
00:13:27: Unsere Mutter hat das sehr kreativ und schön geschmackig hingekriegt, wenn ich zum Studium nach Wien gefahren bin, hat mein Vater immer im Keller die ganz kleinen Erdapfer rausgeholt, weil er gesagt hat, sie sind der Besten!
00:13:40: Das war eine der Kindheitserinnerungen, dass gerade wenn es im Herbst so war, dass wir die Erdpfer noch am Wagen draußen stehen gehabt haben raufzuklettern und Erdarpfer runterzuholen und dann gleich in den Pommes Mecker reinzugeben.
00:13:55: Siegrit Stagl maturiert an der Handelsakademie Horn.
00:13:59: Danach beginnt sie das Studium der Betriebswirtschaft und auch der Volkswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien.
00:14:05: Ich
00:14:05: habe mich bewählen angefangen, muss gestehen – das war nicht meine Passion!
00:14:12: Das hat ein bisschen eine Sinnkrise für mich verursacht, weil ich habe der Studienbeihilfenbehörde ja kommuniziert gehabt.
00:14:18: Ich studiere Betriebswirtschaft und ich war von der Studie im Beihilfe wirklich abhängig.
00:14:23: D.h.,
00:14:23: das aufzugeben, hätte meine ökonomische Grundlage trainiert.
00:14:27: Deswegen habe ich das immer weitergemacht, habe aber nebenbei Alternativen gesucht als ich habe.
00:14:32: den ersten Studienabschnitt dann der TU für Informatik zum Beispiel abgeschlossen, Wirtschaftsinformatik auch abgeschlossen.
00:14:38: Da habe ich an der Uni Wien Philosophie ein bisschen zu studiert und irgendwann ist mir aufgefallen dass die Kombination aus wirtschaftlichem plus Informatikum also Coding plus Philosophisch das ist Volkswirtschaft.
00:14:53: Beides sozusagen vorangetrieben und abgeschlossen, um heute die Studienbeihilfen zu befrieden und gleichzeitig meine Passion zu leben.
00:15:04: Und habe aber niemals zurückgeschaut – Volkswirtschaft war dann ganz klar – aber ich habe ein bisschen gebraucht bis ich gefunden hab, womit ich mich beschäftigen
00:15:10: möchte.".
00:15:11: Siegret Stagl geht einige Zeit zur freiwilligen Arbeit nach Argentinien wo sie ganz andere Erfahrungen
00:15:17: macht.
00:15:19: Persönlicher Belohnung nachdem ich das Magisterium abgeschlossen habe, sich drei Monate lang mir zeitnehme eben durch Argentinien zu reisen und dort auch freiwillige Arbeiten zu machen.
00:15:29: Das war sogar eine kirchliche Organisation organisiert, hab dann bei einem Pfarrer in dem Pfarrhof gewohnt.
00:15:35: Wir haben einerseits mithilfen im Kindergarten.
00:15:37: Es war ein sehr lustiges Erlebnis gehabt.
00:15:39: Als Einerseits war es erschreckend, weil alle Kinder hatten Durchfall und wenn man sich vorstellen kann wie das ist, wenn man ständig mit Durchfall lebt... Das heißt ja auch dass man sich nicht wohlfühlt und so weiter, aber es war wirklich schlimm.
00:15:50: Also das war schlimm zu sehen und mitzuerleben Gesundheitsinfrastruktur, die Ernährung und die Sanitätsanlagen nicht so sind dass man gesund leben kann was das für Auswirkungen schon auf Kinder hat.
00:16:04: Obwohl sie waren lebendige Kinder und es gab einen sehr kluges Mädchen Und wir haben uns irgendwie angefreundet und irgendwann hat sich gesagt Sie würden eigentlich mit mir nichts mehr zum tun haben weil ich scheinbar ein bisschen dumm bin.
00:16:16: Dann habe ich mich gefragt ob ich zu dieser Einschätzung komme.
00:16:20: Es sagt Du bist schon so groß und du kennst so wenige spanische Worte Du musst offensichtlich dumm sein.
00:16:27: Und dann habe ich eine Stunde lang mit ihr im Garten verbracht, wo sie mir Dinge darauf hingezeigt hat und die hab' ich auch die Sachen auf Deutsch gesagt.
00:16:37: Und sie hat mich dann auf Spanisch gesagt.
00:16:39: Dann war sie zufrieden weil ich habe versucht so erklären... Ich kann alle Worte in einer... oder sehr viele Worte... In einer anderen Sprache.
00:16:46: Das hat sie noch nie erlebt gehabt.
00:16:47: Jemand mit einer anderen sprache.
00:16:49: Und ich habe das ja stundelang vorexerzieren müssen.
00:16:51: Dann hat es mir geglaubt und dann hat sie nicht mehr glaubt dass ich dumm bin!
00:16:54: sind sehr gute Freunde geworden.
00:16:56: Die beruflichen Wege sind manchmal vorgezeichnet und auch nicht, wie sich im Folgenden zeigt.
00:17:02: Das ist ganz witzig wenn man es rückschaut ein bisschen so über die Erzente.
00:17:05: Es ist schon interessant drüber nachzudenken was denn sein hätte können aber wissen wir haben das nie natürlich.
00:17:10: Ich habe mir nachdem ich mein Magisterium abgeschlossen hab mich wirklich entscheiden können ob es die Wissenschaft ist oder ob es eher mich in der Gesellschaft nützlich machen In einer öffentlichen Organisation wie zum Beispiel der Europäischen Kommission.
00:17:23: Beides hat mich wirklich interessiert, aber deswegen haben wir für beides beworben.
00:17:27: Man weiß ja nicht, wie attraktiv man sich weh ist!
00:17:30: Und bin dann eben nach Argentinien gefahren.
00:17:32: Ich habe monatelang nichts gehört, irgendwann hat sich die VU dann gemeldet und hab mir den Job angeboten und ich habe meine Mitbewohnerinnen ausrichten lassen.
00:17:39: Ja super!
00:17:40: Und so weiter.
00:17:41: Gleich nachdem ich ankommen bin, habe ich dann an der VU begonnen und in der ersten Arbeitswoche, die haben dann sogar an der View angreifen.
00:17:47: Ich weiß nicht wie das gegangen ist über meine MitbewohnerInnen vermutlich oder so... Bin von der Arabischen Kommission angerufen worden und ja gratuliere ihr Praktikum den nächsten sechs Monaten oder sowas ist gesichert können sie im nächsten Monat anfangen.
00:18:01: Das ist jetzt wirklich blöd gelaufen, aber ich habe gerade einen neuen Job angefangen und auch wenn das sehr attraktiv ist.
00:18:06: Aber das mache ich nicht!
00:18:08: Ich bin den Professor im Wort und der hat jetzt den anderen abgesagt.
00:18:11: Also es geht einfach nicht.
00:18:13: Das haben meine Eltern so mitgegeben – sowas macht man nicht.
00:18:17: Und die waren sehr genervt weil sie gesagt haben wir uns für sich eingesetzt.
00:18:22: Wir müssen zwischendurch ein bisschen kommunizieren.
00:18:25: Ja, jedenfalls ist das aus der Arabischen Kommission dann nichts geworden und ich habe es aber nicht bereut weil ich die wissenschaftlichen Schritte, die ich danach machen durfte sehr genossen habe.
00:18:36: Ich hab das Gefühl, dass das passt sehr gut zu mir.
00:18:38: An der WU ist Siegfried Stagel von Ende dein neunzehn dreiundneunzig bis Ende neunzent fünfund neunzig am Institut für Arbeitsmarkttheorie und Politik tätig
00:18:48: Gar nicht Umwelt.
00:18:50: Nur mir hat immer menschliche Entwicklung interessiert und da gehört heute Arbeitsmarkt dazu, das hat sehr viele soziale Auswirkungen.
00:18:57: Ich habe mit Herrn Professor Walter beworben den ich vorher eigentlich nicht gekannt habe und er hat aufgrund von meinem CV die Entscheidung getroffen mich anzustellen.
00:19:07: Ich hab mich dann eingearbeitet in Arbeitsmarktoökonomie muss aber gestehen dass ich so nach einem Jahr eineinhalb Jahren gemerkt habe, das ist nicht ganz das meine.
00:19:15: Ich bin dann auch zu meinem Chef gegangen und habe gesagt, das tut mir wirklich leid.
00:19:18: Mir gefällt es hier sehr gut, mir gefällt wissenschaftliche Arbeiten sehr gut.
00:19:22: Ich glaube noch nicht dass Arbeitsmarkt meine Passion
00:19:25: ist.".
00:19:25: Und ich verstehe, da sind sie dort für die Arbeitsmarkten gekommen.
00:19:28: Das heißt, die muss kündigen!
00:19:30: Da hat er gesagt beruhigen Sie sich mal was würde sie denn mehr interessieren?
00:19:34: Also haben wir völlig freie Hand gegeben mir ein Thema zu suchen, das mir entspricht.
00:19:41: also wie großzügig ist das?
00:19:43: Er hat im Prinzip eine Stelle in seinem Fachbereich dafür aufgegeben, dass ich mich entwickeln kann.
00:19:49: Ich bin ihm da noch immer enorm dankbar.
00:19:51: Ich weiß nicht was gewesen wäre, wenn er das mir nicht erlaubt hätte, sondern ich hätte dann kündigen müssen und habe mir nur gebeten, dass sich für die Lehrveranstaltungen immer ein Thema finde, das irgendwie mit Arbeitsmarkt zu tun hat weil es ist sozusagen der Auftrag des Instituts im Lehrprogramm so beizutragen wo sie natürlich gerne gemacht haben.
00:20:08: und so bin ich dann zur Umweltfragen gekommen.
00:20:10: Im Bereich der Regionalentwicklung geht es in Lehrveranstaltungen um die Verbindung von Umweltökonomie mit regionaler Ökonomie und das interessiert Sigrid Stadel.
00:20:21: Witzigerweise war das Institut vom Ober-Schubert, ich glaube ein Stock über uns oder einen Stock unter uns – das habe ich jetzt vergessen, einer von uns war im vierten, einer war im fünften Stock.
00:20:30: Und dort gab's einen Herrn den ich bei einer Party getroffen hab, den ich cool gefunden habe, der jetzt mein Ehemann ist!
00:20:41: Und deswegen bin ich recht oft an dem Institut auch rumgehangen.
00:20:44: Im Jahr nineteen-fünfundneinzig war zufälligerweise ein Fullbright Visiting Professor aus New York am Institut von Herrn Schubert zur Besuch John Gaudi, und dem sind wir dann oft Mittagessen gegangen.
00:20:57: Und ich bin natürlich mit ihm sehr gut ins Gespräch gekommen und sind draufgekommen dass wir sehr viele gemeinsame Interessen haben und er hat mich dann eingeladen und gesagt sollte das einmal für eine Woche auf Besuch kommen?
00:21:07: Für eine Forschungsaufenthalte?
00:21:08: Wie gesagt super!
00:21:10: Je länger er geblieben ist, desto länger sind unsere Pläne geworden wie lange ich zu besuchen komme.
00:21:15: Und während der in Wien war hatte die Zusage von seiner Universität in New York bekommen, dass er das erste PhD-Programm in Ecological Economics starten darf und dort habe ich mich dann eingeladen.
00:21:25: gleich in dem PHD-Programm zu starten.
00:21:27: Also das war wirklich sehr von Zufällen geprägt, Gelegenheiten beim Schopfparken innerhalb kürzester Zeit zu entscheiden nach New York zu übersiedeln aber es war eine ganz wunderbare Gelegenheit.
00:21:38: Es war also richtige Pionierstimmung im PHD Programm und ich habe deswegen als erstes abgeschlossen nicht weil ich so viel besser bin als die anderen sondern weil ich heute an der VU schon Doktorandinnen Seminare absolviert hatte, die mir die Uni in New York teilweise erlaubt hat, die Credits dafür anzurechnen.
00:21:53: Deswegen bin ich einfach ein bisschen schneller geworden.
00:21:55: Damit erlangt Sigrid Stagel, als weltweit erste Person ein Doktorat in ökologischer Ökonomie.
00:22:04: Wir machen einen Zeitensprung heuer.
00:22:06: Erschien von Sigrid Starkl das Buch Krisenfest wie wir unsere Wirtschaft verändern können um unsere Zukunft zu sichern im Brandstädter Verlag – ein Buch das aktueller nichts sein könnte!
00:22:18: Krisenleider ist es sehr aktuell.
00:22:21: Es geht darauf zurück, wie ich Volkswirtschaft interpretiere und da hatte ich das Glück an der WU als junge Studentin die Luise Kubitzer zu treffen, die mir eine Art von Ökonomie nahe gebracht hat – sie und ihre Kollegen Miren Holt Birker
00:22:40: usw.,
00:22:41: Davon ausgeht, dass meisten in der Wirtschaft wir nicht in einem Gleichgewicht sind.
00:22:47: Nicht in einer Situation wo eh alles gut läuft sondern das man durch gesellschaftliche Interventionen durch demokratisch legitimierte Entscheidungen der Wirtschaft sozusagen unter die Arme greifen muss damit sie besser funktionieren kann.
00:23:01: Das sind zwei so herangehensweisen innerhalb der Volkswirtschaftsjahre.
00:23:04: Gebt mir davon aus, dass es üblicherweise die Ökonomie im Gleichgewichte ist eben im Prinzip läuft und man soll zu wenig wie möglich intervenieren.
00:23:11: oder geben wir eher davon aus, dass es Situationen gibt wo man längerfristig in einer Krise verhaften könnte und der Staat sollte intervenieren um die Wirtschaft daraus zu helfen.
00:23:23: John Menard Keynes ist der prominenteste Vertreter.
00:23:25: natürlich von letzterer Insoferne sind Krisen etwas was ich besonders interessant finde um mich damit systematisch zu beschäftigen.
00:23:34: Und leider ist es halt so das wir derzeit mehrere Krisen haben die miteinander überschneiden Und teilweise einander verstärken.
00:23:44: Das heißt, jetzt aus der Umwelt- seite kommen die Klimakrise, Biodiversitätskrise und auf der anderen Seite auch aus der sozialen Perspektive Ungleichheit usw.
00:23:53: Im Buch.
00:23:54: das dauert Ganz klar und ich habe da sehr viel Respekt davor zu einem Projekt, deswegen als ich Wissenschaftlerin des Jahres wurde haben fast alle Journalisten mich gefragt.
00:24:04: Und Frau Stagel, wann schreiben Sie jetzt ein populär wissenschaftliches Buch?
00:24:07: Ich bin mir die gleiche Antwort gegeben wenn der Tag mehr als vierundzwanzig Stunden hat also nie weil es geht sich nicht aus, bin gut ausgelastet und das was ich tue finde wichtig und deswegen kann Von dem nicht zurückgehen.
00:24:17: Eine Journalistin, die von den Faltern an den Titel geschrieben hat mich interviewt und hat auch die gleiche Frage gestellt.
00:24:22: Die Patricia Magalester.
00:24:23: Da habe ich die gleich Antwort gegeben und sie gesagt, wenn Sie es anders denken wir haben jetzt da eineinhalb Stunden lang miteinander zwei Stunden miteinander geredet wie wäre es, wenn man zehn zwölf solche Sitzungen machen wie diese?
00:24:36: Und ich helfe ihnen beim Schreiben!
00:24:38: Das klang plötzlich viel machbarer.
00:24:40: so jeden Monat Ein Gespräch, das kriegen wir im Kalender unter.
00:24:44: Die Frau Magalester war ganz wunderbar... Also ohne sie würde es das Buch ganz klar nicht geben.
00:24:49: Er hat mir super geholfen!
00:24:50: Meine erste Reaktion war natürlich als Wissenschaftlerin Sie schreiben und ich schreibe meinen Namen drauf Geht gar nicht!
00:24:57: Ich bin fast vom Sessel gefolgen vor dem Vorschlag.
00:25:01: Nachdem wir aber geklärt hatten, dass sie drinnen entsteht im Buch.
00:25:04: Dass das im Vertrag mit dem Verlag und so weiter alles geklärte ist.
00:25:08: Und dass es alles ganz transparent gemacht wird und nicht unüblich ist oder anrühig ist.
00:25:13: Dann haben wir zusammengearbeitet und haben uns mit dem Buchprojekt beschäftigt.
00:25:17: was ich unterschätzt habe war am Schluss wie oft der Verlag richtigerweise und ich schätze, dass ihr etwas sehr gründlicher arbeiten.
00:25:24: Ich glaube vier auf fünf mal sind Sie gekommen?
00:25:26: Ja jetzt hat er in dieser Rolle noch einmal darüber gelesen.
00:25:29: wollen Sie das noch ein?
00:25:31: Und das kann man nicht als Autorin dann zu sagen, wird schon passen.
00:25:37: Also das am Ende habe ich unterschätzt aber die Gespräche und die Zusammenarbeit mit Frau Megalis da war genau wie geplant ganz wunderbar.
00:25:44: Opernerung heute Energiewandel Mobilität Das Leben der Zukunft Globalisierung im Buch Krisenfest sind so viele Themen verfestigt, die uns tagtäglich beschäftigen.
00:25:55: Ein durchgängiges Thema im Buch ist, dass wir die richtigen Strukturen brauchen damit wir Versorgungssicherheit Nachhaltigkeit und gute Bedürfnisbefriedigung aller schaffen.
00:26:10: Die einzelne kann dazu auch etwas beitragen aber in den falschen Struktulen ist es ganz schwierig individuell die richtigen Entscheidungen zu treffen.
00:26:20: Wenn die importierten, weittransportierten Obst und Gemüse deutlich günstiger sind als die heimischen oder vielleicht sogar die einzig verfügbaren sind dann ist es halt schwierig als Einzelner die richtige Entscheidung zu treffen.
00:26:34: Das ist einmal eine Dimension.
00:26:35: Die Strukturen sind ganz wichtig um Menschen zu befähigen Entscheidung anzutreffen die für die Gesellschaft zuträglich sind Und auch für das Auskommen der Bauern.
00:26:47: Das ist immer was Wichtiges.
00:26:48: Das ist eine Nuansierung, natürlich kann der Einzelne etwas beitragen aber die ganzen Probleme den Einzelnen umzuhängen das ist eine komplette Überforderung und wäre auch ein Kategorienfelder.
00:26:59: Das Zweite in der ökologischen Ökonomie ist es uns immer wichtig die physische Dimensionen mit zu betrachten.
00:27:06: So sehr ist attraktiv für uns klingt Tomaten.
00:27:09: Und wenn wir heute in einer Zeit leben, wo es wichtig ist, dass wir Tomaten oder Paradieser auch im Dezember zur Verfügung haben, dann klingt das vielleicht aufs Erste hin attraktiver, wenn man sagt, das ist von den Wiener Gärtnern kommen weil's lokal sind kann aber sein, dass vom Energieaufwand das Beheizen mit Gas von Glashäusern energetisch aufwendiger ist als von Polytunnels in Spanien, sie mit großen Lkw herzutransportieren.
00:27:40: Das ist auch etwas, womit ich mir in meiner Dissertation beschäftigt habe es sehr systematisch sich anzuschauen verschiedene Optionen hier zu vergleichen.
00:27:47: Jetzt ist aber die Frage, müssten wir das miteinander vergleichen oder gibt es noch eine bessere Option?
00:27:52: Manche argumentieren dann, naja man sollte frugalere Rangehensweise und im Dezember auf die Tomaten verzichten.
00:28:00: Ich kann dem sehr viel abgewinnen und für Menschen für die so leben können und wollen.
00:28:04: Das ist wirklich sozusagen der High Alt von nachhaltigem Leben!
00:28:09: Ich habe nur die Sorge dass das nicht zum Massenphänomen werden wird.
00:28:13: Leute zu etwas zu zwingen, ist in einer Demokratie und offenen Gesellschaft nicht gerade ein Winning-Ticket.
00:28:20: Deswegen gibt es noch eine andere Frage!
00:28:23: dritte Option.
00:28:24: Da sind wir natürlich mit den technologischen Verbesserungen, die in den letzten Jahrzehnten passiert sind, dass man beispielsweise Glashäuser nicht mit Gas und Fusilientreibstoffen befeuert, sondern sie mit Photovoltaikantagen in Kombination mit Wind usw.
00:28:37: mit Speicher dann – sind wir in einer ganz anderen Situation schon wenn wir die Energieversorgung der Glashäuser in eine kohlendstofffreie Form schaffen.
00:28:49: Dann sind wir wieder in einer Situation, wo die Versorgung durch die Wiener Gärtner und auch ... die Wünsche der Konsumenten-Konsumentinnen erfüllend, vielleicht mit der Information Achtung.
00:29:02: Doch im Winter ist es ein bisschen aufwendiger das alles zu produzieren.
00:29:05: Vielleicht magst du nicht doch etwas mehr zu den Wurzelgemüssen greifen aber trotzdem wird angeboten sozusagen.
00:29:12: Also ich glaube dass es mir in diese Richtung gehen muss und sich vortasten.
00:29:16: Die beste Technologie die wir haben, die beste grüne Technologie immer einsetzen Aber natürlich wissen das nicht nur die technologie ausreicht denn es braucht die richtigen ökonomischen Bedingungen, dass sich die bessere Technologie durchsetzen kann.
00:29:31: Solange nicht alle Kosten, alle gesellschaftlichen Kosten in den Transport beispielsweise von Spanien einberechnet werden hat der Transport einen Wettbewerbsvorteil und deswegen ist es so cool das im Jahr twenty- achtundzwanzig das EU Emissionshandelssystem zwei eingeführt wird europaweit, wo der Transport einen Preis bekommt.
00:29:54: Einen Kohlenstoffpreis nicht nur in den Ländern, die das schon... Lange gemacht, am Schweden hat ein R- und N-Zugernizierer eingeführt usw.
00:30:02: Und auch der Transport dabei ist, weil die Industrieanlagen, die Großen und die Energieversorger sind schon seit zwanzig Jahren in einem Emissionshandelssystem.
00:30:10: aber ab dem Jahr zum Jahr im Jahr wird auch der Transport dabei sein.
00:30:13: Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, der es uns ermöglicht, die lokale Produktion, die auf Versorgungssicherheit ausgerichtet ist ökonomisch attraktiver zu machen.
00:30:26: Ein notwendiger Schritt.
00:30:28: Ich glaube nicht, dass das ausreicht.
00:30:30: Ich glaub' es ist auch ein Umdenken und das jetzt etwas Schwieriges.
00:30:34: Menschen die... sich eh schon durch eine Krise jetzt gebeutelt sind heuer und mit Türen geplagt sind, denen noch zu sagen, so etwas noch ein bisschen innovativer werden.
00:30:45: Und dazu etwas neue Optionen überlegen.
00:30:47: Das ist schwierig auf der anderen Seite.
00:30:49: Es ist auch Krise oft eine Situation wo man Neues überlegt.
00:30:52: Österreich hat sehr viel Erfahrung mit Bioanbau und es gibt auch Bauern die bio- und regeneratives Wirtschaften kombinieren die beispielsweise den Boden immer mit Grünern bedeckt lassen, wo die rückhalte Möglichkeit von dem Feuchten im Boden erhöht ist.
00:31:11: Das hilft mit den lokalen Wasserkreisläufen.
00:31:14: Heuer war die Dürresituation so stark dass es nicht einmal für diese Bauern gerecht hat.
00:31:21: Es gibt immer Ausreißer natürlich das war auch ein El Ninojahr Aber generell so in diese Richtung zu gehen, weniger von den chemischen Produkten, weniger vom Mineraldüngern die sehr fossilen Inputsabhängen sind.
00:31:36: Die beste verfügbare Technologie zu verwenden im Bio-Landbau und wenn wir da noch mehr forschen glaube ich dann ist es noch sehr vielmehr möglich.
00:31:44: In Kombination mit regenerativer Wirtschaft in einer Landwirtschaft wo man die Bodenbearbeitung sehr systematisch und sehr respektvoll angeht.
00:31:52: Ich glaube dass das ein Konzept ist, dass langfristig für die Produktionsmöglichkeiten auf den österreichischen Bauernholfen positiv wäre.
00:32:02: Und die dritte Säule wäre aber dann noch die Subventionierung darauf abzustellen was der Gesellschaft und was der Umwelt gut tut.
00:32:11: Denn die europäische Strategie zur Landwirtschaft, der Volksstrategie ist ein sehr kluges Dokument.
00:32:18: Nur die Subventionierung in der gemeinsamen Agrarpolitik folgt nicht das Strategie der Europäischen Kommission dazu sondern sie folgt einer Strategie wo große Flächen belohnt werden, wo intensive Landwirtschaft belohnte wird und wo Export belohnt wird.
00:32:35: Österreich hat da schon immer einen eigenen Weg mit dem Öppol usw.
00:32:38: gegangen.
00:32:38: Deswegen sehen wir ja auch dass man eine weniger intensive Lambitschaft haben als manche andere europäische Länder, also da ist man schon wirklich auf einem guten Weg.
00:32:46: Ich glaube, dass man sich mit größerer Kraft noch angehen sollte und das vierte Säule dazu – es ist leider etwas recht umfassendes – meines Erachtens wäre, wie wär's wenn Europa sich wirklich darauf verschreibt?
00:33:00: Hauptsächlich die lambitschaftliche Produktion dafür zu verwenden, um die Vierhundertfünfzig Millionen Europäerinnen gut zu versorgen und weniger auf Exportwirtschaft zu setzen.
00:33:12: Das ist etwas, was sehr herätisch ist für eine Volkswirtin zu sagen, denn internationaler Handel ist natürlich für immer auch für alle gut
00:33:20: usw.,
00:33:20: es hängt sehr von den Bedingungen ab und wir exportieren natürlich viel Steuergeld mit den landwirtschaftlichen Produkten mit.
00:33:27: Die Frage ist, ob wir das wollen.
00:33:28: Insofern würde ich meinen, dass ein klares Deklarieren, wie es die Lambelschaft in Europa ist dafür da, die Versorgung mit der Ernährung sicherzustellen, dass das unsere Resilienz erhöhen würde, dass dies unsere geopolitische Abrissbarkeit reduzieren würde und dass diese unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren würden – unvermutlich auch den Böden gut tun würde.
00:33:50: Hoffentlich auch, dass man so ausgestalten könnte, dass die Bauern für ihre Produkte besser bezahlt würden zu Pensionsempfängern sind, weil das ist etwas was die Bauern schon seit Jahrzehnten beklagen.
00:34:00: Eine Vertiefungsmöglichkeit bietet das Buch Krisenfest von Sigrid Stagel wie wir unsere Mirtschaft verändern können um unsere Zukunft zu sichern in Zusammenarbeit mit Patricia McAllister Käfer erschienen im Brandstädter Verlag.
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